image_pdfimage_print

Die mehr als 21 Millionen Rentner dürfen sich freuen: Mitte 2018 steigen Renten um mehr als drei Prozent – die Renten im Westen erhöhen sich um 3,22 und die im Osten um 3,37 Prozent, so das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Damit holen die Ost-Rentner auch in diesem Jahr wieder ein Stück auf, so dass ihre Renten dann bei 95,8 (2017: 95,7) Prozent der West-Renten sind. Bis 2025 sollen die Ost-Renten genauso hoch sein wie die West-Renten. Übrigens, zum 1. Juli 2017 gab es 16,9 Millionen Rentnerinnen und Rentner im Westen und 4,1 Millionen im Osten.

Zum 1. Juli 2018 steigen Renten

Die Renten steigen zum 1. Juli 2018. Dieses Mal ist der Unterschied zwischen Ost und West nicht ganz so hoch wie 2017. Im vergangenen Jahr erhöhten sich Renten im Osten um 3,59 Prozent und im Westen um 1,9 Prozent. Das satte Plus verdanken die Rentner Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zufolge der guten Lage am Arbeitsmarkt und der Lohnsteigerungen der Vergangenheit. Was heißt das genau: Die durchschnittliche Lohnsteigerung beträgt im Westen 2,93 Prozent und im Osten 3,03 Prozent. Das heißt umgekehrt, dass die Renten stärker steigen als die Löhne.

Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, zeigte sich erfreut, dass die Renten für die mehr als 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner auch in diesem Jahr wieder spürbar steigen werden: „Damit profitieren die Rentnerinnen und Rentner erneut von der guten wirtschaftlichen Entwicklung und einem starken Arbeitsmarkt.“ Weiter sagt sie, „mit der Rentenanpassung in diesem Jahr erleben wir seit 2014 eine Steigerung der Renten im Westen von zwölf Prozent und im Osten von über 16 Prozent“. Das liege deutlich über der Preissteigerung in diesem Zeitraum – das bedeutet einen realen Kaufkraftgewinn. Diese positive Entwicklung stärke die gesetzliche Rente als zentrale Säule der Alterssicherung in Deutschland.

Allerdings werden nicht alle von der Rentenerhöhung profitieren, denn die Rentenerhöhung wird auf die Grundsicherung, angerechnet.

43 Euro mehr für den Eckrentner

Ein Rentenpunkt wird auch mehr wert: Er steigt im Westen von 31,03 auf 31,99 Euro, im Osten von 29,69 auf 30,65 Euro. Dem Rentenportal rentenbescheid24 zufolge würde ein sogenannter Eckrentner mit 45 Beitragsjahren somit 43 Euro mehr bekommen. Auch für die kommenden Jahren dürfen sich Rentner in West und Ost auf Rentenerhöhungen freuen. Die Deutsche Rentenversicherung geht davon aus, dass die Renten 2019 im Westen um 2,97 und im Osten um 3,72 Prozent steigen könnten, vorausgesetzt, die Wirtschaft läuft weiter so gut wie bisher.

Brutto-Rente nicht gleich Netto-Rente

Video von Epoch Times Deutsch

Wegen dieser Rentenerhöhung dürften einige Rentner in die Steuerpflicht rutschen. Von rund 5,6 Millionen steuer­pflichtigen Senioren müssen Stiftung Warentest zufolge 4,4 Millionen im Jahr 2018 Steuern zahlen. Das seien rund 157 000 mehr als 2017, so eine Prognose des Bundes­finanz­ministeriums. „Darunter sind allein 54 000 Rentner, die durch die geplante Renten­erhöhung im Sommer 2018 in die Steuer­pflicht rutschen“, schätzt Stiftung Warentest. „Es können sogar noch mehr sein – denn auch ein gemein­sam veranlagtes Ehepaar gilt als ein Steuer­pflichtiger“, so Stiftung Warentest. Also, nicht zu früh freuen. Übrigens, Brutto-Rente ist nicht gleich Netto-Rente, denn von der Rente werden noch Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungsbeiträge abgezogen.

Podcast zum Thema: Die Rente ist sicher, aber reicht sie auch zum Leben? 

podcastDie aktuelle Durchschnittsrente liegt bei etwas mehr als 1000 Euro für Männer, für Frauen bei rund 600 Euro. „Reicht meine Rente später zum Leben?“ diese Frage sollte sich jede ArbeitnehmerIn möglichst früh in ihrem Arbeitsleben stellen und sollte die voraussichtliche gesetzliche Rente nicht ausreichen, dann muss anderweitig zusätzlich vorgesorgt werden. Man spricht von einem 3-Säulen Modell, bestehend aus gesetzlicher Rente, Betriebsrenten und freiwilligen Renten wie Riester. In der Sendung von Radio Lora München schaut sich Karin Bergs die betrieblichen Zusatzversicherungen an. Studiogast: Ernst Koether, Versichertenberater bei der Deutschen Rentenversicherung


Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

One Comment

  1. Das frisst die Rentenerhöhung auf:
    Verbraucherindex Narungsmittel plus 1.1 %,
    öffentliche Verkehrsmittel plus 1.9 %,
    Strompreis plus 1.5 %,
    Restaurant,Cafes, 2.2 %,
    lt. Angaben des Stat.Bundesamtes Berlin
    noch Fragen zu der üppigen Rentenerhöhung?? keine, dann weiter so…
    weitere Abzocke zum nachlesen unter http://www.dvg-ev.org/
    Heute, zum Frühlingsbeginn alles Gute…

    Antworten

Kommentar verfassen