Warum ein Kinderbonus für Eltern bei der Rente nötig ist

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Alles nur Wahlkampfgeklingel?

Tja, es wird spannend, was die CSU da als Entlastungsbetrag ansetzt – vermutlich Peanuts, sorry, wegen des Worts.

Übrigens, der Lastenausgleich zwischen Familien mit Kindern und Kinderlosen ist längst überfällig. Dass das Thema jetzt auf den Tisch kommt, hat auch nur mit der nahenden Bundestagswahl zu tun – oder?

Von der SPD ist in punkto Entlastung der Familien bei der Renten noch nichts zu hören. Die Änderung des Ehegattensplittings ist zwar avisiert, passiert ist in diese Richtung bislang noch nichts.

Auch die Deutsche Rentenversicherung sperrt sich gegen einen Kinderbonus. Das, so die Begründung, widerspräche der Lohn- und Beitragsbezogenheit der Renten. Die Rentenversicherung kommt mit dem Argument, durch gleich hohe Beiträge würden auch gleich hohe Anwartschaften in der Rentenversicherung erworben werden. Die Rentenversicherung verwies zudem darauf, dass Familien bei der Anrechnung von Kindererziehungszeiten für die Rente gefördert würden. Allein aus der Anrechnung von drei Jahren Kindererziehungszeiten, der Aufwertung von Beitragszeiten bis zum zehnten Lebensjahr eines Kindes und dem Kinderzuschlag zur Witwenrente können sich für das erste Kind zusätzliche Rentenansprüche in Höhe von mehr als 200 Euro ergeben.

Nur komisch, bei der Pflegeversicherung wird sehr wohl zwischen Kinderlosen und Eltern mit Kindern unterschieden.

 

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11 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Die Politik tut sich schwer mit Anreizen. Wenn es zu einer Beitragsreduzierung für Eltern kommen würde hört sich das zwar gut an wird aber auch die Rente in keiner Weise erhöhen. Eine finanzielle Bestrafung für Kinderlose gibt es ohnehin schon. Weitere Bestrafungen wären schon eine Diskriminierung aller Leute die keine Kinder haben oder bekommen können. Die beste Lösung ist natürlich ein Bonus in der Rentenversicherung bezahlt durch den Steuerzahler. Wenn von den €555,- die eine Kind monatlich kostet der Staat den Rentenbeitrag für die Eltern zahlen würde wäre das schon ein Anreiz mehr Kinder zu haben.

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  • […] Kinderbonus für Eltern bei der Rente gefordert […]

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  • Es ist zum Haare raufen, warum wir in dieser wichtigen Versorgungsfrage nicht längst eine sozialverträgliche Lösung gefunden haben. Dabei ist das doch gar nicht schwer: Elternzeiten sichern Renten in der Zukunft, dadurch dass Kinder überhaupt auf die Welt kommen und spätere Rentenzahler sein werden. Ferner erledigen Eltern eine wohl der wichtigsten Aufgaben schlechthin, „stabile, anständige“ Charactäre für die Zukunft aufzuziehen, sodass unser sattes Deutschland auch in Zukunft weltweit noch konkurrenzfähig sein wird. Nicht nur ökonomisch sondern auch soziologisch. Mein Vorschlag:
    Elternzeit: 3 Jahre pro Kind bei Anrechnung der binnen der letzten drei Jahre geleisteten Rentenversicherungsbeiträge auf die gesamte Lebensarbeitszeit. Das sind wir alle Eltern schuldig. Dann müssen auch keine langen Querrechnungen, Boni, Anreize, Bestrafungen oder ähnlicher Firlefanz neu berechnet werden.

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    • Wir haben es ja nicht einmal geschafft, das antiquierte Ehegatten-Splitting zugunsten eines Familien-Splittung abzuschaffen

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  • […] NextKinderbonus für Eltern bei der Rente gefordert […]

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  • […] Der Bericht von „Bild“ ist nicht neu – die Deutsche Rentenversicherung hat schon im Juli 2016 einen Beitrag veröffentlicht über die „Alterseinkommen von Müttern und kinderlosen Frauen im Haushaltskontext“. Darin stellen die Autorinnen fest, dass „alleinlebende kinderlose Frauen in Westdeutschland trotz der ausgleichenden Leistungen für Kindererziehungszeiten für Mütter im Durchschnitt höhere eigene Alterseinkommen beziehen“. Die gesetzlichen Renten belaufen sich danach bei ihnen im Durchschnitt auf 958 Euro. Je mehr Kinder eine Frau hat, desto größer wird die Differenz. […]

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  • […] noch mehr: Kinderlose sollen ein Prozent ihres Einkommens als Sonderabgabe zahlen, zudem soll das Ehegatten- in ein Familiensplitting umgewandelt werden, wie der „Spiegel“ schreibt. Vor kurzem lobte Jens Spahn, […]

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  • […] bliebe kinderlos – wer sollten dann ihre Renten bezahlen? Es gäbe niemand, weil die gesetzliche Rente im Umlageverfahren funktioniert. Die Frage bleibt hypothetisch, weil es immer noch Paare gibt, die Kinder – damit […]

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  • Das Problem das ich für mich hier sehe ist das ich als Mann ja gar keinen Einfluss darauf nehmen kann ob ich Vater werde oder nicht.

    Auf der einen Seite kann ich nicht zur Samenbank gehen und Schwanger werden. Ich bin absolut davon abhängig das eine Frau von mir schwanger werden möchte.

    Auf der anderen Seite kann ich es auch nur bedingt verhindern. Wenn eine Frau ein gebrauchtes Kondom benutzt um Schwanger zu werden dann bin ich Vater auch wenn ich es gar nicht wollte.

    Und da sehe ich nicht eine warum ich als Mann bestraft werden soll für etwas was ich als Mann kaum beeinflussen kann. Und Bonus zu nennen macht da keinen Unterschied.

    Am Ende entscheiden nur die Frauen über Schwangerschaft.

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    • Es geht hier nicht um Strafe oder Moral, sondern um Finanzierung. Wer, wenn nicht die Kinder Anderer zahlen Ihnen die Rente? Wer, wenn nicht die Kinder Anderer, werden Sie im Alter pflegen, wenn sie pflegebedürftig sind, was ich Ihnen gewiss nicht wünsche?

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  • Deutschland (die Deutschen) schafft sich ab. Kann ich nur absolut bestätigen.
    Diese antiquierte und rückständige Sicht der meisten Parteien und „alten Säcken“ auf Mütter in Deutschland führt bei mir, als Frau, nur zu Brechreiz. Die selbstlose deutsche Mutter, die sich als Vollzeit-fami-mami für ihre Brut und den Mann aufopfert, irgendwie zwischen Luther und Montessori hängen geblieben und da hängt sie weiterhin – Kotz!!! Welches weibliche Wesen, mit einem gesunden Menschenverstand gesegnet, hat heute noch Lust auf so einen Mist?!?
    Ich bleibe lieber im Berufsleben und versorge mich selbst, als noch mehr Kinder ehrenamtlich und unbezahlt in diese Welt zu setzen, für die ich dann jahrzehntelang weitestgehend alleine verantwortlich bin und die mir auf der Tasche liegen und die mir später im Alter nichts nutzen.

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Helmut Achatz

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