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Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen mit dem Verstand. Wir wägen das Für und Wider ab und schätzen die Konsequenzen ein, die sich aus der Entscheidung ergeben. Das betrifft ganz banale Alltagssituation wie die Wahl des Joghurts im Supermarkt, aber auch solche, die verlangen, gründlich durchdacht zu werden wie die richtige Altersvorsorge. In manchen Situationen treffen wir jedoch eine Entscheidung, ohne rational und strategisch über das Ausmaß nachzudenken. Dann verlassen wir uns auf unsere Intuition.

Intuition versus Ratio

Ob wir diese Entscheidungen als Bauchgefühl bezeichnen, als innere Stimme oder als sechsten Sinn – die Intuition ist jedem von uns bekannt. Der Begriff Intuition kommt aus dem Lateinischen; das Verb „intueri“ bedeutet so viel wie „genau hinsehen“ oder „anschauen“. Im Gegensatz zu rationalen Entscheidungen, bei denen man bewusst Schlussfolgerungen zieht, basieren intuitive Entscheidungen auf Gefühlen, Instinkten und früheren Erfahrungen.

Situationen werden demnach nicht rational bewertet, sondern auf emotionaler Ebene. Daraus ergibt sich ein Perspektivenwechsel, der es uns ermöglicht, das Leben aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Deshalb sollten wir auch im Alltag öfter mal auf unser Bauchgefühl hören, denn sonst entgeht uns womöglich eine einzigartige Verbindung zu einem anderen Menschen. So gibt es laut Viversum eine Partnerschaft, die weit über die herkömmliche Liebe hinaus geht. Sie basiert auf einer tiefen und absichtslosen Liebe zueinander, bei der zwei Seelen miteinander Partners verschmelzen. Ob wir nun an das Konzept der Dualseelenliebe glauben oder nicht – wir müssen es zulassen, dass uns Menschen emotional berühren.

Die Weisheit der Gefühle

Schließlich haben wir unabhängig vom biologischen Alter ein Bedürfnis nach einer intimen Partnerschaft, die beide Partner erfüllt. Um dies erleben zu können, müssen wir uns auf emotionaler Ebene öffnen, denn nur so können wir eine Beziehung mit anderen Menschen eingehen und Zweisamkeit erfahren. Natürlich kann uns der Verstand dabei helfen, einzuschätzen, ob wir einem Menschen trauen können oder nicht. Doch die Intuition ist oft präziser. Während wir bei äußeren Sinnesreizungen außerdem Sekunden brauchen, um die Informationen im Gehirn rational zu verarbeiten, ermöglicht uns unser Bauchgefühl ein schnelles Handeln.

Bei der Fülle an Entscheidungen, die wir tagtäglich treffen müssen, haben wir es mitunter verlernt, auf unsere innere Stimme zu hören. Doch Liebe und Freundschaft beruhen nun einmal nicht auf Zahlen und Fakten, sondern auf dem Gefühl von Verbundenheit. Und bevor unser Verstand überhaupt die gesamte Situation erfasst hat, ist uns intuitiv schon längst klar, dass es sich um einen dieser besonderen Momente im Leben handelt, aus dem etwas Großes werden kann.

Bildrechte: Flickr love Hamza Butt CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

One Comment

  1. Dieser Beitrag ist super, andere Beiträge amusant. Seit längerer Zeit lese ich Ihren Blog. Klar mal sind Beiträge nur 😒, andere sprechen mich an. Mir imponiert, das Sie sehr unterschiedliche Themen aufgreifen, Ich bon gespannt auf weitere. Thema Ontuition. Da sollten Sie mal intensiver Ihre Geschlechtsgenossen andprechen, denn genau das vermisse ich bei Männern. Aber da Ihre beitröe bevorzugt von Männern kommentiert werden, bin ich zuversichtlich, dass auch dieser. eitrag von älteren Herren gelesen wurde und als Anregung aufgenommen werden. ❤️ liche Grüße von einer Teilzeitrentnerin

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