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Tag 11 meiner Tour de France – wie’s halt manchmal so geht. Müde, ausgelaugt, gut gegessen – und schon sind alle Vorsätze dahin. Der Blog-Beitrag entsteht am Folgemorgen. Was ist am Tag 11 meiner Tour den France passiert? Irgendwie habe ich wohl die >> auf der Karte übersehen. Von Aix-en-Provence ging es steil bergauf Richtung Cavaillon, das kurz vor Avignon liegt. Ich dachte, ich hätte die größten Anstiege bereits hinter mir. Von wegen. Nach dem Anstieg, dann der nächste Anstieg – Richtung Rognes quer über die Chaine de La Tréveresse. Als ich den Anstieg hinter mir hatte, begegnet mir und mir Henri. Henri ist ein rüstiger Rentner mit Rennrad. Wir kamen so ins Gespräch. Natürlich fragte er mich, woher ich komme. „D’Allemagne“, war meine Antwort. Von ihm bekam ich einige gute Typs, welche Straße ich denn besser meiden und welche ich vorziehen sollte. 

Tipp von Henri

Neben den Routes Nationales verlaufen meistens kleine Nebenstraßen. Nach Henris Empfehlung folge ich also diesen Nebenstraßen – eine geht direkt am Kanal Canal de Carpentrase entlang. Leider endet sie dann irgendwann im Nirwana und ich muss wieder zurück auf die Hauptstraße. 

Wein, Weizen und Artischocken

Das Gebiet ist von der Landwirtschaft geprägt. Ich radle an Weizenfeldern vorbei, an Spargelreihen – und ja, auch an Artischockenfeldern. Für mich als Bayern ein ungewohntes Bild. Aber Artischocken mögen es nun mal warm. Dafür sind die Bedingungen einfach ideal. Natürlich wächst in im Luberon, wie die Gegend heißt, überall Wein, meist auf flachem Terrain, weil die Sonne hier eh immer reichlich scheint. 

Die letzten zehn Kilometer werden meist zur Tortur. Zwar schaltet mein Fahrradkilometer dann um und zeigt alle gefahrenen zehn Meter an, trotzdem können sich zehn Kilometer ganz schön in die Länge ziehen. 

Panaché statt Menthe à l’eau

A Propos Länge, mir schmerzte der Hintern, das Kreuz; der Schweiß floss von der Stirn und läuft vermischt mit Sonnencreme ins    Auge. Die Laster rauschen an mir vorbei. Höchste Zeit, eine Pause einzulegen. Dieses Mal war mir einfach nach einem Radler, oder Panaché wie das in Frankreich heißt – nein, kein Menthe à l’eau, wie sonst. 

Dann die letzten Kilometer bis Cavaillon. Gleich am Ortseingang springt mir das Schild „Ibis Budget“ ins Auge. Ohne lange zu überlegen steuere ich das Hotel an. Ibis ist standardisierte Qualität zum angemessen Preis, wobei ich nicht unbedingt Werbung für Ibis machen will. 

Die Stadt selbst hat wenig zu bieten, deswegen geht es gleich nach dem Frühstück weiter nach Avignon. 

 

 

Bonne journée et à demain!

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

4 Comments

  1. SIGRID PISKOL 1. Juni 2017 at 9:55

    Guten morgen LG aus der Nähe von Magdeburg sehr schön geschrieben ich wünsche einen angenehmen Tag und immer genug Luft im Reifen und in der Lunge 🍀🍀🍀🍀💖💚Sigrid

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    1. Danke, kann ich brauchen 😉

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  2. Christel Endlich 1. Juni 2017 at 8:33

    Bonjour et bon courage!
    Mein Mann radelt zur Zeit im hohen Norden, heute geht’s vermutlich von der Ostseeseite der dänischen Grenze entlang zur Nordseeseite! Dort schönes jedoch weniger schweißtreibendes Wetter!

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    1. Merci, kann ich brauchen. Hoffentlich hat er bessere Radwege als ich. Avignon ist jetzt nicht unbedingt etwas für Radler.

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