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Finfluencer prägen die Geldtipps junger Nutzer – oft ohne Regeln. Die Bafin warnt vor Risiken, versteckten Interessen und schwarzen Schafen. Eine Lehre auch für ältere Anleger.
Finfluencer: Finanz-Gurus ohne Lizenz
Auf TikTok und Instagram geben selbsternannte Finanzpropheten, die sogenannten Finfluencer (eine Kombination aus Financial Influencer), den Ton an. Für viele Jüngere sind sie wichtiger als echte Beratung – laut Bafin sogar für 60 Prozent. Doch viele dieser „Geld‑Gurus“ haben weder Ausbildung noch Aufsicht. Trotzdem verkaufen sie sich als Alternativen zu Profis. Das ist nicht nur dreist, sondern gefährlich.
Warum die Bafin jetzt genauer hinschaut
Manche spielen mit der Unwissenheit ihrer Follower, andere verschweigen, dass sie für Empfehlungen bezahlt werden. Wer Finanzprodukte anpreist, muss Verantwortung übernehmen – und zwar sichtbar. Bezahlte Tipps? Offenlegen. Risiken? Ehrlich benennen.
Das Geschäft mit bezahlten Tipps
Viele Nutzer wissen nicht, dass Influencer für ihre Empfehlungen oft Geld erhalten. Genau hier sieht die Bafin ein wachsendes Problem: Werbung, die nicht als Werbung erkennbar ist. Tipps, die eher Verkaufsdruck als Expertise widerspiegeln. Und Inhalte, die mehr Rendite versprechen, als sie halten können.
Mehr Aufklärung – statt neuer Regeln
Die Bafin will die Verbraucher künftig stärker unterstützen: Woran erkennt man gute Inhalte? Wann sollten die Alarmglocken schrillen? Gleichzeitig sollen Auftraggeber von Influencern genauer kontrolliert werden. Mit den Finfluencern selbst will die Behörde das Gespräch suchen – im Oktober lädt sie nach Frankfurt ein.
Was ältere Anleger daraus lernen können
Auch wenn Finfluencer vor allem Jüngere erreichen, betreffen die Mechanismen alle. Wer sich online informiert, sollte kritisch prüfen, ob ein Tipp unabhängig ist – oder ob dahinter ein Geschäftsmodell steckt. Finanzwissen bleibt die beste Vorsorge gegen teure Fehlentscheidungen. Misstrauen ist kein Makel, sondern Schutz.
Das Altersvorsorgedepot kommt
Das Thema Finanzen gewinnt an Bedeutung: 2027 kommt das Altersvorsorgedepot – ein neues Depotmodell, das satte Zulagen für Sparer verspricht. Die Bundesregierung macht Ernst mit der Reform der privaten Altersvorsorge. Das Zauberwort heißt „Altersvorsorgedepot“. Vor allem für diejenigen, die noch ein paar Jahre bis zur Rente haben oder ihre Kinder beim Vermögensaufbau unterstützen wollen, bietet das neue System attraktive Anreize. Statt bürokratischer Monster gibt es künftig ein einfaches Prinzip: Wer einzahlt, wird belohnt – und zwar prozentual. Neo-Broker und Banken planen bereits Lösungen. Um durchzublicken, braucht es unabhängige Informationen. Finfluencer werden natürlich versuchen, Kapital daraus zu schlagen. Also, Vorsicht!
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