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Wer an Österreich denkt, dem fällt sofort Wien oder Salzburg ein. Doch im Südosten des Landes wartet ein echter Geheimtipp für Genießer, Kulturbegeisterte und Entdecker: Graz
Graz, die steirische Landeshauptstadt, verbindet auf charmante Weise mediterranes Flair mit hochkarätiger Kunst, einer lebendigen Genussszene und visionärer Architektur.
Wann ist die beste Reisezeit?
Der Frühsommer ist ideal, um Graz in voller Pracht zu erleben, wenn sich das Leben auf den traumhaften Plätzen der Altstadt draußen abspielt. Wer allerdings eine Schwäche für kulinarische herbstliche Highlights hat, sollte seine Reise unbedingt für den Spätherbst planen – dann lockt das renommierte Trüffelfestival mit exklusiven Gaumenfreuden rund um die edle Knolle.
Hier sind die absoluten Höhepunkte für eine perfekte Auszeit in Graz.
Barocke Pracht und „freundliche Aliens“
Schloss Eggenberg: Ein Gesamtkunstwerk
Etwas außerhalb des Zentrums, aber bequem erreichbar, liegt das barocke Schloss Eggenberg. Die Anlage ist ein faszinierendes architektonisches Spiegelbild des Universums: 365 Außenfenster, 31 Räume pro Stockwerk und 24 Prunkräume symbolisieren das Jahr, die Tage und die Stunden. Faszinierender Mittelpunkt ist der mystische Planetensaal. Ein Spaziergang durch den weitläufigen Schlosspark – vorbei an den stolz herumspazierenden Pfauen – ist Entspannung pur. Schloss Eggenberg ist Unesco-Weltkulturerbe.
Der Schlossberg und der Blick von oben
Mitten in der Stadt erhebt sich der grüne Schlossberg mit dem berühmten Uhrturm – 123 Meter über der Altstadt. Markanter Punkt ist der Grazer Uhrturm – ein Kuriosum wegen seiner vertauschten Uhrzeiger.
Die bequemste und schönste Art, ihn zu bezwingen, ist die Fahrt mit der historischen Schlossbergbahn. Oben angekommen, liegt einem die gesamte rote Dachlandschaft der Grazer Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe!) zu Füßen.
Schlossberglift. Das ist ein gläserner Aufzug, der durch das Innere des Schlossbergs direkt hinauf zum Uhrturm führt. Er ermöglicht einen barrierefreien, schnellen und bequemen Aufstieg – die Fahrt dauert rund 30 Sekunden und bietet dabei einen Blick auf die beleuchteten Felswände im Berginneren.
Ein echter Architektur-Geheimtipp: Ganz in der Nähe des Grazer Doms versteckt sich in der Burg ein echtes Juwel, das man leicht übersieht: die gotische Doppelwendeltreppe. Zwei getrennte Treppenwindungen führen im Kreis, trennen sich, laufen wieder zusammen und formen ein faszinierendes optisches Kunstwerk. Ein wunderbares Symbol und ein großartiges Fotomotiv!
Kulinarik | Lebensart | Kunst
Genuss handgemacht: Die k.u.k. Hofbäckerei Edegger-Tax
Ein Besuch bei der ältesten Bäckerei, der k.u.k. Hofbäckerei Edegger-Tax in Graz ist Pflicht. Schon die prachtvoll geschnitzte Holzfassade der Hofbäckerei zieht einen magisch an. Bekannt ist das Traditionshaus für seine himmlischen, zartschmelzenden Vanillekipferl. Aber wer das Besondere sucht, sollte hier unbedingt nach den „Grazer Ecken“ fragen – ein traditionelles Nussgebäck, das perfekt zum nachmittäglichen Kaffee passt.
Das Kunsthaus und die Murinsel: Kontraste bei Nacht
Graz bricht die barocke Kulisse mutig mit moderner Architektur. Das Kunsthaus, von den Grazern liebevoll „Friendly Alien“ genannt, schmiegt sich wie eine blaue, schimmernde Blase an das Flussufer. Der biomorphe Baukörper mutet futuristisch an und wirkt wie von Aliens ausgesetzt mit seiner blauen Fassade. Das Haus widmet sich – wie könnte es anders sein – der zeitgenössischen Kunst der letzten Jahrzehnte. Eröffnet wurde es schon 2003: Graz war in dem Jahr Unesco-Kulturhauptstadt.
Direkt daneben schwimmt die Murinsel im Fluss – eine futuristische Muschel aus Stahl und Glas.
Mein Tipp für den Abend: Besuchen Sie die Murinsel, die von Vito Acconci entworfen wurde, unbedingt am späten Abend oder in der Nacht. Erst bei Dunkelheit entfaltet sie durch ihre blaue Illumination ihre volle, herrlich spacige Wirkung. Setzen Sie sich ins dortige Insel-Café, genießen Sie ein gutes Glas steirischen Wein (ein Schilcher – ein markanter Roséwein aus der blauen Wildbacherrebe – ist hier ein Muss!) und lassen Sie den Blick über das dunkle Wasser hinauf zum beleuchteten Schlossberg schweifen. Dieser Kontrast aus absoluter Moderne und jahrhundertealter Historie ist magisch.
Logistik-Tipps für die perfekte Graz-Reise
Damit der Städtetrip vollkommen entspannt bleibt, lohnt es sich, bei zwei Dingen im Vorfeld vorzusorgen:
1. Kultur-Kombination: Die Joanneumskarte
Da viele Highlights wie das Kunsthaus oder die Prunkräume von Schloss Eggenberg zum Universalmuseum Joanneum gehören, lohnt sich hier der Ticketkauf vorab. Mit der Joanneumskarte (gibt es als 24- oder 48-Stunden-Karte) hat man flexiblen Zutritt zu rund 20 Museumstandorten in Graz und der Steiermark – ideal, um sich ohne langes Anstehen treiben zu lassen.
2. Das Rundum-sorglos-Paket: Die Graz Card
Wer Kunst, Kultur und Mobilität perfekt verbinden möchte, greift am besten zur Graz Card (erhältlich für 24, 48 oder 72 Stunden). Es gibt auch eine Light-Version.
- Was ist drin? Freier Eintritt in fast alle großen Museen (inklusive Joanneum, Kunsthaus und Schloss Eggenberg), freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der Zone 101 sowie die kostenlose Nutzung der Schlossbergbahn und des Schlossberglifts.
- Was kostet sie? Die Preise liegen (je nach Dauer) zwischen 32 € (24h), 42 € (48h) und 47 € (72h).
- Wo gibt es sie? Ganz unkompliziert vorab online (z. B. in der ÖBB-App), direkt im ServiceCenter am Hauptbahnhof oder vor Ort in der zentralen Tourismusinformation Region Graz (Herrengasse 16).
Graz beweist: Man muss nicht weit reisen, um Kultur auf Weltklasseniveau und höchste Kulinarik in einer herrlich entspannten Atmosphäre zu erleben. Packen Sie die Koffer – die Steiermark wartet!
Haben Sie Graz schon einmal besucht? Welches der Highlights würde Sie am meisten reizen? Schreiben Sie es mir gerne in die Kommentare!
10 Gastro-Tipps für Graz
Einige typische Grazer Restaurants, die Sie ausprobieren könnten:
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Die urigen & traditionellen Gasthäuser
- Gösser Bräu: Das Urgestein der Grazer Bier- und Wirtshauskultur mit holzgetäfelten Stuben.
- Website: goesserbraeugraz.at
- Der Steirer: Wirtshauskultur modern interpretiert, berühmt für das Backhendl und die steirischen Tapas.
- Website: der-steirer.at
- Stainzerbauer: Gehobene, traditionelle Wirtshausküche in einem historischen Innenhof mitten in der Altstadt.
- Website: stainzerbauer.at
- Mohrenwirt: Das unaufgeregte Vorstadt-Wirtshaus im Lendviertel für Klassiker in Perfektion.
- Website: mohrenwirt-graz.at
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Kulinarische Institutionen & Märkte
- Delikatessen Frankowitsch: Die absolute Institution für legendäre Brötchen und feine Patisserie.
- Website: frankowitsch.at
- Genießerei am Markt: Frische Marktküche direkt am lebhaften Kaiser-Josef-Platz.
- Website: geniessereiammarkt.at
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Die Plätze mit Aussicht & Ambiente
- Aiola Upstairs: Der stylische Glaspavillon auf dem Schlossberg mit Panoramablick über die Stadt.
- Website: upstairs.aiola.at
- El Gaucho im Landhauskeller: Erstklassige Steaks in einem der schönsten Renaissance-Innenhöfe Österreichs.
- Website: elgaucho.at/graz
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Moderne Genuss-Perlen
- Zur Goldenen Birn: Kreative Spitzenküche auf Michelin-Sterne-Niveau im Parkhotel Graz.
- Website: zurgoldenenbirn.at
- Propeller: Entspanntes Bausatzlokal mit tollem, ruhigem Gastgarten in der Zinzendorfgasse.
- Website: diebausatzlokale.at/propeller
Zusatztipp:
In Graz bekommen Gäste fast überall Salate mit dem echten steirischen Kürbiskernöl und dem lokalen „Grazer Krauthäuptel“ (einer besonders knackigen Eissalatsorte) – also unbedingt probieren. Das gehört zum kulinarischen Pflichtprogramm!
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