Was tun bei Inkontinenz?

Gesundheit

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Etwa jeder Dritte über 60 leidet an Inkontinenz. Zugegeben, ein heikles Thema. Wer davon betroffen ist und was sich dagegen tun lässt.

Dem „Ärzteblatt“ zufolge leiden statistisch gesehen rund 30 Prozent aller Menschen über 60 Jahren an einer Harninkontinenz. Es trifft aber auch Jüngere. Also, ist es kein reines Problem der Älteren. Übrigens, Frauen trifft es häufiger als Männer. Warum das so ist?

Frauen besonders betroffen

Mit zunehmendem Alter erschlaffen bei allen Menschen die Muskeln und das Bindegewebe. Bei Frauen kommt jedoch meistens noch erschwerend hinzu, dass sie in ihrem Leben schwanger waren. Jede Schwangerschaft ist eine enorme Belastung für den Körper. Die Folgen machen sich mitunter erst einige Jahrzehnte später bemerkbar.

Arten von Inkontinenz

Dadurch entsteht oftmals eine sogenannte Belastungsinkontinenz. Bei dieser Form der Blasenschwäche fließt beim Heben schwerer Gegenstände oder beim Lachen und Niesen immer etwas Urin aus. Es gibt noch weitere Arten der Harninkontinenz, die in erster Linie bei den Frauen auftreten. Dazu gehören:

  • Überlaufinkontinenz
  • Dranginkontinenz
  • Extraurethrale Inkontinenz
  • Reflexinkontinenz

Bei der Überlaufinkontinenz fließt ebenfalls unwillkürlich Urin aus. Das liegt daran, weil der Patient nicht spürt, wenn die Blase voll ist. Bei einer Dranginkontinenz verspürt die Patientin andauernd das Bedürfnis, eine Toilette aufzusuchen.

Bei einer Extraurethalen Inkontinenz haben sich Fisteln gebildet, die zu einer Störung der Empfindung führen. Die Reflexinkontinenz hat eigentlich nicht direkt etwas mit der Blase zu tun. Es handelt sich dabei um Schäden an Nerven im Rückenmark. Dadurch werden Reize erzeugt, die keinen Sinn ergeben. Beispielsweise öffnet sich dadurch der Schließmuskel der Blase völlig unvermittelt, sodass mitunter auch eine größere Menge Urin ausfließen kann.

Männer bleiben nicht verschont

Auch Männer können aufgrund einer Erschlaffung der Muskulatur eine Belastungsinkontinenz erleiden. Des Weiteren kann auch eine Dranginkontinenz sowie eine Überlaufinkontinenz auftreten. Die häufigste Ursache für Blasenschwächen bei Männern liegt an einer stark vergrößerten Prostata.

Diese wirkt sich sehr belastend auf das gesamte Harnsystem aus. Manchmal treten die Beschwerden aber auch erst in Folge einer Operation an der Prostata auf.

Wie Inkontinenz behandeln?

Bevor ein Arzt mit einer Therapie beginnt, muss er die Ursache für die Inkontinenz herausfinden. Handelt es sich um die Folge einer Entzündung im Bereich der Blase oder einen Harnwegsinfekt, dann sollte der Arzt zunächst diese Probleme behandeln. Mit etwas Glück verschwindet die Blasenschwäche sogar wieder vollständig. Das gelingt jedoch nur, wenn die Krankheiten rechtzeitig therapiert werden können. Deshalb ist unbedingt davon abzuraten, den Arztbesuch hinauszuzögern. Mit derartigen Problemen geht zwar nicht jeder Patient gerne zum Arzt, aber es macht auf jeden Fall einen Sinn.

Das Gleiche gilt auch für die sogenannte Reflexinkontinenz. Hier geht es darum, zunächst die Ursache im Nervensystem in den Griff zu bekommen. Dazu ist dann meistens auch noch eine Behandlung beim Neurologen erforderlich. Sollte diese Sachen abgeklärt sein, kann der Arzt mit der eigentlichen Therapie der Blasenschwäche beginnen. Dazu stehen ihm verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Diese wären:

  • Krankengymnastik
  • Medikamente
  • Elektrostimulation
  • Operation

Bei der Krankengymnastik geht es in erster Linie um die Beckenbodengymnastik. Dabei werden Übungen gemacht, die viele Frauen bereits aus der Schwangerschaftsgymnastik kennen. Auch Männer mit einer Belastungsinkontinenz können diese Übungen durchführen. Damit werden Bänder und Muskeln im gesamten Beckenbereich gestärkt und die Blasenschwäche verringert sich.

Medikamente werden eher selten eingesetzt. Diese dienen eigentlich nur dazu, den Harnfluss etwas zu verlangsamen. In einigen Fällen können sie jedoch sehr wirksam sein. Die Elektrostimulation kommt immer dann infrage, wenn es Probleme mit der Steuerung des Schließmuskels gibt. Durch die elektrischen Impulse können die empfindlichen Nerven im Bereich der Blase wieder stimuliert werden.

Operationen sind ein probates Mittel, um eine Blasenabsenkung zu behandeln. Das ist immer dann der Fall, wenn das Bindegewebe zu sehr erschlafft ist. Dadurch sinkt die Blase etwas nach unten und kann sich nicht mehr vollständig entleeren. Durch den chirurgischen Eingriff wird sie wieder in die korrekte Position gebracht und fixiert.

Manchmal können operative Eingriffe erforderlich sein, wenn sich Zysten oder Geschwüre gebildet haben. Bei Männern sind es eher Operationen der Prostata, die mitunter nötig sind. Die meisten Therapien im Bereich der Blasenschwäche erfordern jedoch keine chirurgischen Eingriffe.

Sich das Leben erleichtern

Sowohl für Männer als auch für Frauen ist eine Harninkontinenz nicht nur eine unangenehme Krankheit, sondern eine starke Belastung im Alltag. Aufgrund dieser Probleme trauen sich viele Betroffene gar nicht mehr, Ihre Wohnung zu verlassen. Doch das muss nicht sein. Mittlerweile gibt es sehr gute Inkontinenzartikel bei Ardmed. Für leichte Fälle gibt es Vorlagen und für schwere Fälle Einlagen. Bei sehr starken Beschwerden sind die Pants eine gute Lösung. Diese weisen eine hohe Aufnahmefähigkeit auf. Die Inkontinenzprodukte stehen in verschiedenen Größen für Frauen und Männer zur Verfügung. Sie nehmen nicht nur große Mengen an Flüssigkeit auf, sondern sie verhindern auch gleichzeitig, dass unangenehme Gerüche entstehen.

 

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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