Last Updated on 7. Juli 2020 by Helmut Achatz

Morgens lustlos? Gibt’s. Das darf aber nicht zum Dauerzustand werden. Wie Motivation im Alltag gelingt – die besten Tipps zur Selbstmotivation.

Wer morgens nach dem Aufstehen direkt wieder ins Bett steigen und sich unter der Decke verstecken möchte, dem fehlt es an Motivation. Lustlosigkeit und das Gefühl, einfach nicht in die Gänge kommen zu können, beeinträchtigen den Alltag und wirken sich auf die Stimmung aus. Damit Demotivation und Antriebslosigkeit nicht der Verwirklichung der eigenen Träume im Weg stehen, gibt es eine Lösung: Selbstmotivation im Alltag.

Tipps für Motivation im Alltag

Klare Ziele helfen

Eine Aufgabe verrichten, die scheinbar keinen Sinn ergibt, setzt nicht nur Stresshormone frei – auch die Motivation leidet. Schluss mit dem Gefühl, nur auf der Stelle zu treten. Um sich vom Tran zu lösen und frisch und munter ans Werk zu gehen, ist es wichtig, sich klare Ziele zu setzen. Arbeiten Menschen auf ihren Traum, die Gehaltserhöhung oder eben nur aufs nächste Wochenende hin, beschwingt sie die Aussicht auf die spätere Belohnung. Das ist Motivation. Nicht umsonst ist die kleine Selbstbelohnung zwischendurch ein beliebter Trick bei der Selbstmotivation. Bemerken Betroffene, dass die Arbeitslust sinkt, sollten sie sich selbst innere Anreize setzen.

Belohnen fürs Zielerfüllen:

  • ein leckeres Abendessen im Lieblingsrestaurant
  • eine Shoppingtour
  • ein gemütlicher Fernsehabend zu zweit
  • ein Wellnesswochenende
  • ein fauler Sonntag im Bett

Die Kombination aus dem Herausarbeiten eigener Ziele und der Aussicht auf Belohnung weckt neue Kräfte. Die Voraussetzung ist jedoch, dass die gesteckten Ziele realistisch erreichbar sind – und die Menschen sie erreichen wollen. Wer nur halbherzig bei der Sache ist, fühlt sich auch beim Ausblick auf Erfolg nicht motivierter. Sinnvoll ist es, sich auf attraktive und erstrebenswerte Zielstellungen zu konzentrieren.

Es ist wichtig, sich die Ziele immer wieder vor Augen zu führen. Die stetige Wiederholung hilft, Motivation in den Alltag zu bringen und auch mentale Tiefs gut zu überstehen. Speziell wenn Lustlosigkeit oder Frustration die Oberhand zu gewinnen drohen, können Motivationssprüche Abhilfe schaffen:

Motivationssprüche:

  • „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“
  • „Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust.“
  • „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.“

Weitere Sprüche, die in jeder Lebenslage für neuen Mut und Elan sorgen, finden sich auf Mein-wahres-Ich.de.

Sich auf die eigenen Gefühle konzentrieren

Wer sich auf eine wichtige Aufgabe konzentrieren will, blendet schnell eigene Gefühle aus. Sie scheinen wenig hilfreich zu sein, wenn die Emotionen hauptsächlich aus Frustration und Unlust bestehen. Allerdings handelt es sich hierbei nur um oberflächliche Empfindungen. Diese können problemlos zur Seite geschoben werden, um motivierenden Gefühlen Platz zu machen. Immerhin sind Emotionen rational gefasste Beschlüsse. Das bedeutet, ein Mensch kann sich aktiv dazu entscheiden, glücklich oder unglücklich zu sein.

Wer sich dazu durchringt, den positiven Gefühlen den Vorzug zu geben, profitiert von einem wahren Motivationsrausch. Also, warum nicht vorstellen, wie die eigenen Ziele erreicht werden. Das rückt den Erfolg in greifbare Nähe; Zufriedenheit, Freude und Spaß durchströmen einen. Das kann dazu führen, dass das Gehirn selbst Glückshormone freisetzt. Die Laune steigt sprunghaft an und die Arbeit sorgt wieder für Begeisterung.

Sich Erfolge bewusst machen, Lasten abwerfen

Wem es gelingt, sich selbst zu motivieren, profitiert von mehr Freude und Lebensqualität. Allerdings kann die Motivation schwerfallen, wenn das selbst gesteckte Ziel scheinbar unerreichbar ist. Damit keine Resignation auftritt, ergibt es Sinn, sich auch kleine Erfolge – die Zwischenziele – vor Augen zu führen.

Mangelnde Motivation kann auch aus einer Belastung – Stress oder Geldproblemen – resultieren. Damit wieder Spaß im Alltag Einzug hält, sollten diese Probleme angegangen und behoben werden.

Alltagsgrau in bunte Welt verwandeln

Der triste Alltag kann einem die Stimmung verderben. Speziell nach einer schönen Urlaubsreise, einem langen Wochenende oder einem gemütlichen Tag auf dem Sofa fällt es schwer, sich wieder zu motivieren und an die Arbeit zu gehen. Schwirren die Urlaubsgefühle weiterhin im Kopf herum, scheint die zu verrichtende Aufgabe immer schwerer und schwerer zu werden. Damit sie wieder leicht von Hand geht, sollte das Urlaubsgefühl in den Alltag gerettet werden. Auf die Weise entsteht die individuelle Work-Life-Balance, die für die Motivation wie ein Raketenstart ist.

Beispielsweise kann es helfen, sich im Alltag kleine Wellness- und Wohlfühl-Inseln zu erschaffen. Sei es die Kaffeepause mit den liebsten Arbeitskollegen, ein Spaziergang im Park oder einfach Musikhören – einfach mal die Seele baumeln lassen. Damit dieser Trick gelingt, sollte zunächst herausgefunden werden, welche Maßnahmen zur eigenen Entspannung beitragen.

Mit Ritualen in den Tag starten

Des Weiteren hilft es vielen Menschen, sich mit einem Ritual selbst zu motivieren und sich ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Um gut in den Tag zu starten, ist ein Morgenritual eine perfekte Lösung. Was sich dafür eignet, muss jeder selbst für sich herausfinden: Während dem einen beim aromatischen Duft einer frischen Tasse Kaffee das Herz höher schlägt, freut sich der nächste über ein motivierendes Lied aus dem Radio. Alternativ bekommt der Morgen Power, wenn man sich seine eigene Motivations-Playlist zusammenstellt. Wer kann schon schlechte Laune haben, wenn er am Küchentisch „Don´t stop me now“ mitschmettert?

Auch körperliche Aktivitäten sind Balsam für die Motivation. In den Morgenstunden eine Runde ums Viertel joggen, mit dem Hund spazieren gehen, mit QiGong gelassener werden oder sich beim Yoga strecken und recken – positive Impulse geben Körper und Seele Kraft, sich dem neuen Tag zu stellen und das Beste aus ihm zu machen.

Übrigens können sich auch äußerliche Faktoren auf die Motivation auswirken. Wer seine Aufgaben in einem dunklen Kämmerlein verrichten muss, fühlt sich schnell eingesperrt und unwohl. Die Folge: Die Lust, sich auf die eigentliche Tätigkeit zu konzentrieren, sinkt. Daher hilft es, sich ein helles und freundliches Arbeitsumfeld zu suchen. Bereits mehr Licht in den eigenen vier Wänden kann hilfreich sein, um der Null-Bock-Stimmung den Kampf anzusagen.

 

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Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

One Comment

  1. Bis vor Corona wusste ich nicht einmal was online Kurse sind. Also hat auch diese Krise etwas Gutes, man bildet sich weiter. War zumindest bei mir der Fall. Das ist für mich schon wieder Motivation genug nach Vorne zu schauen

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