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Ein guter Hausarzt ist unerlässlich – vor allem für uns Ältere und für chronisch Kranke. Ihn zu finden, ist allerdings alles andere als einfach. Gerade in ländlichen Gegenden herrscht häufig Ärztemangel. Aber auch Großstädter brauchen Geduld. Finden ist das eine, sich gut aufgehoben und betreut zu fühlen das andere. Was macht einen guten Hausarzt aus?

Wie einen guten Hausarzt finden?

Warum überhaupt den bisherigen Hausarzt wechseln? Dafür gibt es verschiedene Gründe:

  • Ich bin mit meinem bisherigen Arzt unzufrieden
  • Meine bisherige Arztpraxis schließt
  • Ich bin umgezogen

Wer in eine andere Stadt zieht, braucht zwangsläufig einen neuen Hausarzt. Dumm nur, dass die wenigsten dabei auf die Empfehlungen von Freunden oder Bekannten zurückgreifen können. Aber dafür gibt’s ja das Internet. Wer nach einer Arztpraxis in einer fremden Stadt – Berlin beispielsweise – sucht, dem können Online-Verzeichnisse wie Doctolib weiterhelfen. So ein Verzeichnis hilft, die Auswahl an Ärzten in Berlin und Umgebung zu filtern und auch gleich einen Termin online vereinbaren.

Ein Ohr für die Patienten

Es bleibt indes keinem erspart, sich erst einmal ein persönliches Bild zu machen. Ob ein Hausarzt sympathisch ist oder nicht, ist natürlich individuell verschieden. Darüber hinaus gibt es einige allgemeine Faktoren, die einen guten Arzt ausmachen. So sollten beispielsweise

  • Diskretion und Freundlichkeit selbstverständlich sein.
  • Selbst wenn der Stress bei einem vollen Wartezimmer beim Praxisteam nur allzu verständlich ist, darf der Patient das nie zu spüren bekommen.
  • Darüber hinaus sollte sich ein guter Arzt regelmäßig fortbilden und über die neuesten Erkenntnisse und Behandlungsmethoden Bescheid wissen.

Ein Allgemeinmediziner sollte seinen Patienten ernst nehmen und ihm bei der Anamnese genau zuhören – das ist beim Hausarzt sogar noch wichtiger als beim Facharzt. Vor allem für uns Ältere gibt es kaum etwas Schlimmeres als ein Arzt, der ein Leiden kleinredet, uns kaum zu Wort kommen lässt und uns nicht auf Augenhöhe begegnet. Außerdem sollte er Behandlungsstrategien umfassend mit uns besprechen, anstatt uns einfach nur ein Rezept in die Hand zu drücken. Um einen Arzt, der sich für ein Gespräch und die nötigen Erläuterungen kaum Zeit nimmt, sollten wir besser einen weiten Bogen machen.

Hausbesuche sind unverzichtbar

Für Patienten, die wenig mobil oder gar bettlägerig sind und keine Möglichkeit haben, selbst in die Praxis zu kommen, sind Hausbesuche unverzichtbar. Nicht alle Hausärzte bieten solche Behandlungsbesuche von sich aus an, da sie viel Zeit in Anspruch nehmen und sich oft finanziell nicht lohnen. Sofern für einen Patienten außerdem die Möglichkeit besteht, die Praxis selbst aufzusuchen, ist der Arzt zu einem Hausbesuch gesetzlich nicht verpflichtet.

Anders sieht es aus, wenn diese Möglichkeit nicht besteht: Dann sind Ärzte grundsätzlich gezwungen, ihrem Behandlungsvertrag nachzukommen. Das bedeutet, dass immobile Patienten das Recht haben, zu Hause behandelt zu werden, wenn sie medizinische Hilfe brauchen und wenn sie aufgrund der Schwere ihrer Krankheit nicht selbst zum Arzt kommen können. Ist es dem Hausarzt nicht möglich, einen Hausbesuch zeitnah durchzuführen, da er beispielsweise gerade andere Patienten behandelt, so muss er zumindest gewährleisten, dass jemand anderes den Hausbesuch vornimmt, beispielsweise der ärztliche Bereitschaftsdienst. Wer jedoch schon vorher weiß, dass er regelmäßig auf ärztliche Hausbesuche angewiesen sein wird, sollte dies am besten schon bei der Arztsuche berücksichtigen.

Bildrechte: Flickr Doctor greating patient Vic CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

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