Kollabiert das Rentensystem?

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Kollabiert das Rentensystem? Vielleicht nicht mittelfristig, aber langfristig sieht es nicht gut aus. Der Präsident des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat von der Bundesregierung eine Reform des Rentensystems gefordert. „Trotz der Migration wird es nach der mittleren Prognose des Statistischen Bundesamtes im Jahre 2030 doppelt so viele Alte ab 65 Jahren in Relation zu den Jungen von 15 bis 64 Jahren geben wie noch im Jahr 2000“, sagte Sinn dem “Tagesspiegel am Sonntag”.

Kollabiert das Rentensystem?

Sinn sieht ein Problem auf unser Rentensystem durch die Babyboomer zukommen. Das wichtigste Thema, das sich mit dem Jahr 2030 verbindet, sei die Demographie, denn die Babyboomer, die 1965 geboren wurden und nun 50 Jahre alt sind, werden dann 65 sein und das derzeit normale gesetzliche Rentenalter erreichen, so Sinn im Tagesspiegel. Dieser Generation profitiert vom Rentensystem, weil die Rentenbeitrag noch vergleichsweise moderat waren dank der Masse der Babyboomer. Sie selbst jedoch haben nur wenig in künftige Beitragszahler investiert und viel zu wenig Kinder groß gezogen. Das wird sich schon in wenigen Jahren rächen. Dann schlägt die Demographie gnadenlos zu.

Entweder höhere Beiträge oder niedrigere Renten

“Deutschland hat je 1000 Einwohner weniger Neugeborene als jedes andere entwickelte Land dieser Erde, wenn man die Kinder der Migranten herausrechnet”, konkretisiert der “Tagesspiegel”.  Trotz der Migration werde es nach der mittleren Prognose des Statistischen Bundesamtes im Jahre 2030 doppelt so viele Alte ab 65 Jahren in Relation zu den Jungen von 15 bis 64 Jahren geben wie noch im Jahr 2000. Das bedeutet dem “Tagesspiegel” zufolge entweder doppelte Beitrags- und Steuerlasten in Relation zu den Arbeitseinkommen der aktiven Bevölkerung oder halb so hohe Renten. “So oder so bahnt sich ein Verteilungskonflikt an, der das Staatswesen erschüttern kann”, prognostiziert das Blatt.

Der Aufbau einer kapitalgedeckten Zweit-Rente ist angesichts dieser Ausgangslage ein Muss. Das wollen viele nur nicht gern hören – und zerreden sogar die Riester-Rente, die genau den Aufbau einer kapitalgedeckten privaten Rente als Ziel hat. Was ist die Alternative? Selbst vorzusorgen – dafür fehlt vielen die Konsequenz, mit der Folge, dass sie gar nichts machen. Das ist freilich keine Lösung.

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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