Tag 25 meiner Tour de France

Tag 25 meiner Tour de France – der Tag steht heute unter dem Motto „Canal du Midi“. Petra und Paul vom Coup de Coeur in Bram meinten ja, dass der Radweg ab Bram bis Villefranche wohl nicht so toll sei. Deswegen habe ich bis Castelnaudary die D33 genommen, die wenig befahren ist, da parallel dazu Autobahn und D6133 verlaufen. In Avignonet-Lauragais lenke ich dann zum Canal-du-Midi-Radweg, der ab hier seinen Namen verdient. 

Schwerer Abschied von Bram

Noch ein Wort zu meinen Gastgebern Petra und Paul. Sie haben sich rührend um mich gekümmert. Gern wäre ich noch einen Tag geblieben, aber ich habe ja versprochen, bis zum 30. Juni in Nantes zu sein – und das sind noch einige Kilometer. 

Immer am Kanal entlang

Wenn radeln Spaß macht, dann hier – entlang des Canal du Midi. Der Radweg verläuft parallel zum Kanal, meist von einer Platanen-Allee gesäumt. Selbst bei 35 Grad lässt es sich hier aushalten. An den Schleusen wartet gelegentlich ein Restaurant. An der Schleuse Gardouch konnte ich nicht einfach vorbei fahren. Das Restaurant liegt so malerisch direkt an der Anlage – und ich gönne mir ein Panaché, nein zwei. Es ist 11.45 Uhr – und noch zu früh für zum Essen. Das war ein Fehler, denn die nächsten Schleusen sind nicht bewirtschaftet. Also radle ich weiter bis Montgiscard, wo auf der gegenüberliegenden Seite eine Pizzeria winkt. 

Mittags nur Salat

Mittags nach ein paar Stunden radeln, kann ich nur was Leichtes essen – einen Salat de l’ecluse, sprich einen Schleusensalat. Das ist nichts weiter als ein gemischter Salat mit Schinken und Käse. Dazu ein Menthe à l’eau – das lässt sich so schön mit Wasser strecken. Ideal gegen den Durst. 

Tripadvisor sei Dank

Es ist Mittag und ich habe noch kein Hotel. Also suche ich bei Tripadvisor und finde ein Hotel in der Nähe des Bahnhofs, das Hotel aux Ambassadeurs. 

Noch 20 Kilometer bis Toulouse. Auch wenn der Radweg gut ausgebaut ist, ziehen sich die 20 Kilometer in die Länge. Ich habe ja schon 60 hinter mir. Der Radweg führt durch die Stadt, immer am Kanal entlang. Das erleichtert die Orientierung in der Stadt – und Toulouse ist doch etwas größer. Das Fahrrad-Navi weist mir dann die richtige Straße. Ich bin da – erschöpft und durchgeschwitzt. Erst eine Dusche, dann was trinken. 

 Ich habe noch genug Zeit, die Stadt zu erkunden – La viele rose, wie Toulouse auch heißt. Die Straßennamen sind hier zweisprachig – in französisch und spanisch. Während und nach dem spanischen Bürgerkrieg sind viele Spanier nach Toulouse geflüchtet. So bekam die Stadt ihren spanischen Flair – und ihre spanischen Straßennamen. 

Weißbier gegen Heimweh

Dank Uni und vieler Studenten ist Toulouse vergleichsweise jung – das spürt jeder, der durch die Straßen flaniert. Am Place de La Daurade, direkt am Ufer der Garonne, kommt so etwas wie Biergartenstimmung auf – viele trinken sogar Bier, aber es ist doch anders als in Bayern. Ganz abgesehen davon, dass das Bier das Doppelte kostet. In der Wiese haben sich viele Junge im Gras ausgebreitet – es riecht nach Hasch. Die anderen Gäste lassen sich aber nicht stören und verspeisen ihr „Assiette de La Dourade“ – so wie ich. 

Auf dem Rückweg sticht mir noch ein „Paulaner“-Schild ins Auge. Ich bekomme so ein bisschen Heimweh und ich lenke meine Schritte Richtung Bistro. Tatsächlich schenken sie Weißbier aus – ich kann nicht anders und bestelle mir ein Glas, Preis sieben Euro. 

Leicht sediert, strebe ich Richtung Hotel. 

 

Bonne nuit et à demain!




Wer nutzt welche sozialen Netze – und warum?

Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat, Pinterest, Xing, LinkedIn, WhatsApp, YouTube, Google+ – mittlerweile fällt es schwer, den Überblick über die Vielzahl der sozialen Netze zu behalten. Wer soll sich da noch auskennen? Wer nutzt was – und warum?

Facebook – die Nummer eins

Facebook ist sicher die Nummer eins unter den sozialen Netzen. Für das dritte Quartal 2016 weist der amerikanische Konzern annähernd 1,8 Milliarden monatlich aktive Nutzer aus, davon 229 Millionen in den USA und Kanada und 342 Millionen in Europa – der Rest in Asien und anderswo. Klingt nach viel. Was heißt das aber konkret? Geht es immer so weiter? Wer genau nutzt Facebook und warum. Was läuft bei den anderen sozialen Netzen? Gibt es Unterschiede im Nutzerverhalten und in punkto Alter?

Okay, das klingt ziemlich pauschal, deswegen will ich es herunter brechen auf meinen Blog. Ich nutze ja längst nicht alle sozialen Netzen, aber zu denen, die ich nutze gehören Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Xing, WhatsApp, YouTube und Google+ – allerdings nicht alle aktiv, sondern einige auch nur passiv. Snapchat, na ja, habe mir mal eine Präsentation angeschaut – und fand’s nur noch gaga. Aber okay, Teenies sind begeistert, aber auch nur die.

Was taugt für wen?

Zurück zur Frage – was taugt für wen? Bei der Auswertung meines Blogs mit Google Analytics fällt auf, dass in punkto „Social“ Facebook ganz klar die Nase vorn hat – aber so was von eindeutig. Mehr als 90 Prozent des Traffic, sprich der Seitenaufruf kommen von Facebook, gefolgt von Blogger (1,7 Prozent), Pinterest (1,6 Prozent), Twitter (1,6 Prozent), Google+ (1,1 Prozent), Instagram (0,2 Prozent) und Xing (0,1 Prozent). Die Aufzählung verdeutlicht, welche Rolle Facebook spielt.

Facebook gut für 50plus

Zugegeben, mein Blog ist eher ein Blogozine und spricht mehr den Verstand als das Gefühl an. Vermutlich sieht die Abrufstatistik in punkto soziale Netze von anderen Blogs ganz anders aus. Die Diskrepanz zwischen Facebook und anderen sozialen Netzen scheint allerdings symptomatisch für 50plus-Blogs. Bei Facebook sind die Nutzer deutlich älter. Statistiken zufolge sind ein Viertel bis die Hälfte aller Facebook-Nutzer älter als 45 Jahre. Facebook ist allerdings auch schon länger online – und kommt den Bedürfnissen Älterer entgegen. Facebook dürfte auch für andere 50plus-Blogs der größte Traffic-Bringer sein.

Und was ist mit den anderen sozialen Netzen? Über Blogger haben wir ja noch gar nicht gesprochen: „Blogger“ ist der Blog-Service von Google. Wer einen Blog einrichten will ohne viel Geld auszugeben, ist bei Blogger gut aufgehoben. Damit habe auch ich angefangen – die ersten Gehversuche sind auch noch unter unruhestand.blogspot.de zu besichtigen. Wer nur gelegentlich bloggt, für den ist Blogspot eine gute Wahl. Offensichtlich wird der Service von Google genutzt, ablesbar an den Abrufen, zumindest gilt das für mich.

Was ist mit Pinterest? Nett, aber kein Traffic-Bringer. Pinterest ist ein soziales Netz für Bilderfans. Mit Pinterest lassen sich Bilderkollektionen und virtuelle Pinnwände zusammenstellen. Pinterest ist immer noch US-lastig – und halt eher für Blogger mit Schwerpunkt Essen, Mode und Lifestyle sowie Reisen. Trendthemen sind denn auch Reisen, Do-it-yourself, Garten, Beauty, Fotografie, Essen, Wohnen und Mode. Nicht geeignet, um Traffic auf die eigene Seite zu lenken – aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

Instagram was für visuelle Typen

Ähnliches gilt für Instagram. Angeblich verdienen Teenager dem Branchendienst t3n  zufolge mit Instagram Millionen, indem sie beispielsweise Schleim auf Instagram bewerben – richtig gehört, „Schleim“. So ein Klumpen Schleim kostet dann schon mal zehn Dollar und mehr.

Eines der meist geklickten Schleim-Videos auf Youtube

https://www.youtube.com/watch?v=1mCzjqlEmOA

Instagram ist was für visuelle Menschen wie die BusinessMuse, Künstlerin und Mentorin Birgit Dieker – sie mag „auf Instagram aus vielerlei Gründen nicht verzichten“. Gerlind Hector von Fair-Fashion hat festgestellt, dass ihre „Leser totale Instagramer sind“. Mit Instagram lassen sich eben Bilder schnell verbreiten – deswegen ist Instagram auf meinem Blog eingebunden. Vermutlich habe ich die Möglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden. Übrigens, meinem Instagram-Account folgen vor allem 25- bis 34-Jährige, während mein Blog vor allem von 55- bis 64-Jährigen genutzt wird – fällt also ziemlich auseinander. Übrigens nutzen laut „Welt“ hierzulande vier Millionen Menschen Instagram. Damit sei Instagram erfolgreicher als Twitter. Für Laura Ewert von der „Welt“ ist Instagram „die schädlichste, die böseste und die kaputteste App, denn sie macht süchtig nach einer Lightversion des Stalkings“. Sie versteigt sich sogar zu der Aussage, Instagram mache uns zu Psychopathen. Die Instagramer entwickeln sich zur richtigen Community: Tanja Praske stellt auf ihrem Blog Kultur-Museum-Talk die Münchner Instagramer vor. Anika Meier hat in der „Zeit“ beschrieben, wie sich Instagram verändert – in ihrem Artikel „Die Gier nach Likes und Followern“. 

Traffic durch Twitter – wohl kaum

Twitter ist in punkto Traffic-Bringer ein ziemlicher Reinfall, zumindest für mich. Liegt das an meinen Themen, an der Zielgruppe oder an den Tweets? Schwer zu sagen. Zwar lassen sich mit sogenannten URL-Shortenern, sprich Kurz-URL-Diensten lange Internet-Adresse auf ein Minimum verkürzen, so dass sie problemlos in die 140 Zeichen von Twitter passen, aber das ändert nichts am Nutzerverhalten. Übrigens, zu diesen URL-Shortener gehören goo.gl und bit.ly sowie t1p.de. Nun gut, der Aufwand lässt sich auch reduzieren, indem Blogger Facebook mit Twitter verknüpfen, so dass Facebook-Posts auch auf Twitter erscheinen – B2N-Social-Media sagt wie’s geht. Und dann ist da noch Google+. Wie der Name schon sagt, stammt das soziale Netz von Google – und die Inhalte werden natürlich auch von Googles Suchmaschine indexiert. Bei Google+ gibt es Communities mit 100 000 und mehr Mitgliedern – wer das passende Thema hat, dem eröffnen sich hier phantastische Möglichkeiten. „Home Design“ beispielsweise hat mehr als 500 000 Mitglieder, „WhatsApp Deutschland“ mehr als 430 000.

Vlogger schwören auf YouTube

YouTube ist etwas für Vlogger, sprich für Blogger, die gern mit Videos arbeiten. Aber auch YouTube hat seine Communities. Meine Kollegen – und bald Ex-Kollegen, denn ich gehe ja Ende April in Rente – von FOCUS-MONEY haben mit mission money so eine Community aufgebaut. Mission money (Motto „Geldgeil ist unser Lifestyle“), das sind vier Wirtschaftsjournalisten von FOCUS-MONEY – Geld ist das Tagesgeschäft. Die Vier erklären, wie Börse funktioniert, welche Versicherungen etwas taugen und die „Must Haves und No Gos“ – alles andere als „langweilig und staubtrocken“. Ist das die neue Art zu bloggen – per Video? Die Deutschen sind teilweise immer noch Finanzanalphabeten, weswegen es Finanzblogs und -vlogs schwer haben. Muss ja nicht so bleiben.

Und was ist mit WhatsApp?

Zum Schluss noch zu WhatsApp. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich nutze WhatsApp ausschließlich zur Kommunikation mit Familie und Freunden. Es lässt sich aber auch mehr damit anstellen. Aber das können euch sicher Andere besser erklären.

Tools für Sozialnetzwerker

A propos erklären, Google hat einen „Digitalen Workshop“ eingerichtet, „für alle, die im Web erfolgreich sein möchten“. Da erklärt Google so ziemlich alles, was ein Blogger über sozialen Netze wissen muss. Auch Google kommt auf den Trichter, dass nicht jedes soziale Netz für jede Zielgruppe taugt. Weniger ist mehr – so die Quintessenz. Wer planlos vorgeht, verzettelt sich leicht. Es lohnt sich, die Workshops durchzuarbeiten, unter anderem einen über soziale Medien. Google weist auch auf Tools hin, die Bloggern das Leben erleichtern, darunter Hootsuite, Buffer und Everypost. Natürlich hat Google ein Eigeninteresse daran, dass möglichst viele sozialen Netze nutzen, schließlich erhöht das den Traffic bei Google.




Welche Communities für Best Ager gibt es?

Best Ager, Silver Surfer – ältere Menschen, sprich 50+ und 60+, entdecken das Internet und damit die Chancen, die es bietet. Sie finden sich in Gemeinschaften zusammen, Communities wie das so schon neudeutsch heißt. Die größeren dieser virtuellen Zusammenkünfte zählen einige Hunderttausend Mitglieder.

Natürlich fällt mir bei Community zuerst Facebook ein. Aber mal ehrlich, Fazebuk wie es oft verballhornend genannt wird, ist schon ziemlich beliebig – irgendwie nett, aber ab einem bestimmten Alter vielleicht nicht das Nonplusultra in punkto Kommunikationsplattform.

Feierabend & Seniorbook als Platzhirsche

Bei meiner Suche im Netz nach anderen Plattformen bin ich auf Feierabend.de und wize.life (vormals seniorbook) gestoßen. Angemeldet bin ich bei beiden. Was Feierabend.de betrifft, so bin ich auch bereits zum Stammtisch nach Fürstenfeldbruck gefahren.

Wir haben übrigens angeregt geplaudert im kleinen Kreis, sprich wir Sechs passten locker an einen Tisch. Vielfalt sieht anders aus. Nun gut, immerhin gibt es eine Regionalgruppe. Die Altersstruktur dürfte mindestens 60+ sein – nach oben offen. Natürlich interessiert diese Gruppe andere Themen als Angehörige der Generation 50+.

250 000 Mitglieder

Jetzt zur zweiten großen Community: wize.life (vormals seniorbook). Ich bin Mitglied Nummer 235 165. Mittlerweile liegt ihre Zahl schon weit über 250 000. Aktueller Stand am heutigen 16. Juni um 16 Uhr: 250 408. Mein Ex-Kollege bei der Tomorrow-Focus AG, Alexander Schiechel, war von Anfang an dabei und ist heute bei Seniorbook Leiter Portalentwicklung und Product Owner. Die Community wächst rasant, wie jeder schnell feststellt, der sich hier anmeldet.

Mitte Juni haben die Seniorbook-Macher Gruppen eingeführt. Jeder SBler kann seine eigene Gruppe gründen (ich bin mit den beiden Gruppen „Anlegen“ und „Fürstenfeld“ präsent) und/oder anderen Gruppe beitreten.

Wize.life wirkt lebendig und könnte den anderen den Rang ablaufen. Mal schau’n.

Konkurrenten von Wize.life und Feierabend:

  • Senioren-Ratgeber: Gehört zur Apotheken-Umschau 
  • Platinnetz.de – wobei das Portal 2013 von Feierabend übernommen wurde. Eigenen Angaben zufolge hat Platinnetz mehr als 130 000 Mitglieder.
  • Fiftiesnet.de – gehörte, denn die Betreiber mussten Konkurs anmelden. Jetzt landen Nutzer bei Elternchecker, wenn sie die URL eingeben
  • Seniorentreff.de – das nach eigenen Angaben älteste soziale Netz „in Deutschland und Europa“ für Senioren. Die Macher setzen auf user-generated content, sprich, die Mitglieder gestalten die Inhalte weitgehend. „Redaktionell addieren wir Text, die einen Mehrwert für unsere Besucher haben“, ergäntz Seniorentreff
  • Lebensfreude50.de – versteht sich als Partnerbörse „für Männer und Frauen über 50“ (O-Ton Betreiber). Nach eigenen Angaben hat das Portal mehr als 80 000 Mitglieder
  • Bestager.org – eine Plattform mit Community und Service, die auch schon mal thematisch in die Tiefe gehen und über den demographischen Wandel schreibt
  • Romantik-50plus.de – eine Partnerbörse für die Generation 50+
  • Vivemus.de – „alt werden wir später“, so das Motto der Plattform. Die Macher beackern Themen wie Gesundheit, Finanzen, Kultur, Reisen, Shopping und Technik. Zurzeit befinde sich Vivemus noch im Aufbau, räumen sie selbst ein
  • Herbst50plus.de – irgendwie scheint dieses Onlineportal eher eine Ruine zu sein, ein Klick auf das Impressum ergibt eine Fehlermeldung, das gleiche Spiel bei anderen Seiten
  • Silbernetzwerk.de – hat seinen Betrieb eingestellt
  • 50plus-Treff – eine Community mit mehr als 280 000 Mitgliedern, die sich vor allem als Partnerbörse versteht

Das Angebot von Plattformen hat sich schon deutlich ausgedünnt – und wird sich vermutlich noch weiter ausdünnen. Die Erwartungen der Best Ager sind hoch, sind doch die meisten bereits mit Computer und Internet aufgewachsen.

Es  bleibt spannend




Best-Ager-Magazin vom „Spiegel“ am Start

Der ‚“Spiegel“ hat mit „Spiegel Classic ein Magazin für die Generation 50plus herausgebracht. Das Magazin „für Menschen mit Erfahrung und Entdeckergeist“ soll sich dem „Lebensgefühl und der Lebenswirklichkeit der Generation 50plus widmen“, so das Credo der Magazinmacher.

Titelthema des Erstlings ist die Zukunftsangst älterer Menschen („Strategien für ein angstfreies Leben“). Es geht in der Ausgabe laut „Spiegel“-Verlag um Fragen wie „Wie wohne ich?“, „Wie verbringe ich meine Freizeit?“, „Wie halte ich mich gesund und fit?“ und „Welche Ziele habe ich?“. Ressortleiterin Susanne Weingarten will allerdings nicht das Alter der Leser in den Vordergrund stellen, sondern vielmehr ein Heft produzieren mit all den „Themen, die für sie (die Zielgruppe) relevant sind“.

Lebenswirklichkeit der 50plus-Generation

„Das neue Magazin Spiegel Classic bietet anspruchsvolle und unterhaltsame Beiträge, in denen sich die Interessen und Lebenswirklichkeit dieser Zielgruppe widerspiegeln“, sagt Weingarten. Reportagen und Ratgeberstücke zu Themen wie Reisen, Sport, Gesundheit, Kultur und Kulinarik dürfen natürlich nicht fehlen.

Zum Auftakt einer Serie über Wohnformen im Ruhestand widme sich Spiegel Classic den Chancen und Risiken, die im Zusammenleben mit Kindern und Enkeln liegen. Das Best-Ager-Magazin stellt verschiedene Wohnformen vor, darunter auch das Mehrgenerationenhaus. Die Ausgabe enthalte eine Reportage aus Namibia über den 68-jährigen Hamburger Unternehmer Michael Hoppe, der in der ehemaligen deutschen Afrika-Kolonie eine zweite Heimat gefunden hat und Hilfsprojekte für Kinder organisiert. Das Thema Fitness im Kopf kommt ebenso vor wie der Schauspielstar Mario Adorf, der über erste Verliebtheit und sein Verhältnis zu den Frauen („Mein erster Schwarm“) plaudert.

Umfang von Spiegel Classic: 140 Seiten, in einer Druckauflage von 165 000 Exemplaren. Der Preis: 4,90 Euro.

Der erste Eindruck – eher enttäuschend

Wie versprochen: der erste Eindruck von Spiegel Classic. Das fängt schon mit dem Cover an. Wer meint, die Zielgruppe 50plus wieder zu finden, wird ziemlich enttäuscht. Da schaut den Best-Agern ein Mit-Dreißiger entgegen. Der soll als Testimonial für „Erfahrung und Entdeckergeist“ herhalten. Zumindest komisch. Dann das Logo, das keines ist. Und was bitte schön soll „Classic“ heißen? Das ist irreführend und irritierend. Der Mann am Kiosk schaut Käufer verdutzt an, die nach „Spiegel Classic“ fragen. „Was soll das sein?“. Das Editorial muss ohne Front-Frau oder -Mann auskommen – niemand, der seinen Kopf hinhält. Offensichtlich wollte keiner der Redakteure sein Konterfei dafür hergeben. „Wer schreibt hier eigentlich – Persönliches ohne Persönlichkeit“, wirft das Medienmagazin „Meedia“ ein.

Spiegel Classic sei erkennbar bemüht, durch Handwerk und Professionalität zu punkten, notiert Meedia. Wer das Magazin aufmerksam durchblättert, fühlt sich kaum angesprochen. Mich beschleicht das Gefühl, dass da einiges aus dem großen Spiegel-Fundus stammt, darunter beispielsweise die Reportage aus Nambia über den 68-jährigen Hamburger Unternehmer Michael Hoppe.

Wat is’n Dampfmaschin?

Die Bilder wirken eher wie beiläufig und etwas verschämt, einfach eingestreut und beliebig, dazu viele Strichzeichnungen, wo es unnötig ist. Das Recycling-Papier lädt nicht gerade zum Schwelgen ein. A propos Strichzeichnungen: Die Kolumne des Finanzexperten Hermann-Josef Tenhagen lässt den interessierten Leser doch eher ratlos zurück. Da kommt keine ISIN vor, keine Erklärung, was sich denn hinter dem Kürzel BGH und MSCI verbirgt. ISIN steht übrigens für International Securities Identification Number und ist eine zwölfstellige Buchstaben-Zahlen-Kombination, sowas wie die Postleitzahl für einen Ort, nur in dem Fall für ein Wertpapier; BGH steht für Bundesgerichtshof und MSCI für Morgan Stanley Capital International, einem Macher von Aktienindizes, darunter der globale Aktienindex MSCI World. Mittlerweile gibt es einige Indexfonds auf den MSCI World, darunter beispielsweise den Comstage MSCI World mit der ISIN: LU0392494562. Die Verwaltungsgebühren sind mit 0,2 Prozent gering, ferner ist der Indexfonds sparplanfähig, das heißt, wenn ein Opa wirklich etwas für seinen Enkel tun will, kann er einen Sparplan einrichten, so dass jeden Monat oder alle drei Monate vielleicht für einen bestimmten Betrag Fondsanteile gekauft werden. Gleichzeitig erklärt die Kolumne, was ein Depot ist. Als wenn das nicht jeder Opa längst wüsste. Und warum bitte schön, muss Tenhagen als Strichmännchen erscheinen? Ihn kennt doch mittlerweile fast jeder aus dem Fernsehen.

Mühsame Annäherung an 50plus

Zugegeben, Verlage mühen sich ab mit der Zielgruppe 50plus. Mittlerweile tummeln sich einige 50plus-Magazine am Markt, darunter „Victoria“ und „meins – Frauen wie wir. Gruner+Jahr probiert es mit „Brigitte Wir –  und hat immerhin schon einige Ausgaben Erfahrung. Auch „Brigitte Wir“ hatte Anlaufschwierigkeiten, nicht zuletzt mit den Anzeigenkunden, die sich noch nicht ganz auf die Zielgruppe 50plus eingestellt haben. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Übrigens, „Viva“ ist bereits wieder vom Markt verschwunden. Schon Weihnachten 2015 kam das Aus für das Best-Ager-Magazin aus dem Gruner+Jahr-Verlag.

 




Wie kreditwürdig bin ich auch noch im Alter?

Die Bonität oder Kreditwürdigkeit gehört zu jedem wie seine Personalausweisnummer oder sein Geburtsdatum – mit dem Unterschied allerdings, dass sie sich ändern kann und ändern lässt. Vor allem ist es jedoch wichtig zu wissen, wie es um die eigene Bonität steht. Sich zu informieren, kann sich lohnen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

 

Es gibt viele Situationen, in denen es auf die Bonität ankommt. Zum Beispiel für den, der darüber nachdenkt, die Bank zu wechseln. Denn, die neue Bank wird sich zuerst über die Kreditwürdigkeit des potenziellen Kunden informieren. Das Finanzinstitut entscheidet über Dispo und Kreditrahmen, falls eine Kreditkarte beantragt wird. Geschäfte, egal ob online oder offline, gehen nach dem gleichen Schema vor, wenn der Kunde seinen Einkauf in Raten zahlen will oder dafür einen Kredit aufnimmt.

Warum die Bonität so wichtig ist

Es ist deswegen sinnvoll, jederzeit seinen Score, das Maß seiner Kreditwürdigkeit, zu kennen. Dank Internet ist das mittlerweile überhaupt kein Problem, denn die Bonitätsauskunft ist auf Plattformen wie Scorekompass kostenlos, das Prozedere ist simpel. Also, keine Angst. Für die Generation 50plus, die mit dem Computer aufgewachsen ist, dürfte das überhaupt kein Problem sein und selbst für Senioren ist der Login-Prozess zu meistern, schließlich ist die Benutzeroberfläche einfach gehalten.

Nun gut, vielleicht sagen einige „Was interessiert mich meine Bonität?“ Das kann ja sein und ist so lange kein Problem, solange keine teuren Reparaturen anstehen oder größere Anschaffungen zu meistern sind. Spätestens dann wird ein Problem daraus, weil im fortgeschrittenen Alter das Geld knapp wird während die Lebenshaltungskosten muntern steigen. In Großstädten wie München, Stuttgart und Hamburg wird es gerade für Rentner immer schwieriger – der Vergleich „Was die Rente wo wert ist“ verdeutlicht das. Und dann spielt die Bonität eben doch eine große Rolle.

Scoring für jedermann

Ob Rentner, 50plus oder mittleres Alter – die Kreditwürdigkeit spielt für alle eine wichtige Rolle. Deswegen sollte auch jeder seinen Score kennen. Wie aber kommt so ein Scoring zustande, sprich der Punktestand bezüglich Bonität? Eine Scoring-Plattform erfasst die Daten der fünf großen Auskunfteien, die diese Funktion schon seit mehr als hundert Jahren erfüllen: Der bekannteste Name ist SCHUFA, doch auch Arvato, Creditreform, Bürgel und Deltavista existieren seit langer Zeit.

Banken und Handel nutzen das System als Fundament für ihre Entscheidungen. Dank digitaler Dienstleistern eröffnen sich für alle neue Möglichkeiten – das gilt für Kreditgeber und -nehmer. Sie alle profitieren von mehr Transparenz. Dazu gehört natürlich, dass die Score-Werte möglichst unkompliziert abgerufen werden können. Wie das funktioniert, belegt Scorekompass, dessen Bewertung auf Arvato-Daten basiert: Jeder Score bewegt sich zwischen 100 und 600 – von „sehr niedrig“ bis „sehr gut“. Anhand der ausgewiesenen Zahl lässt sich leicht ablesen, wie kreditwürdig jemand ist. Dieser Wert ist natürlich auch ausschlaggebend, wie viel Zins jemand für einen Kredit zahlt, denn, je höher der Score, desto niedrigere Zinsen zahlt ein Schuldner.

In der Summe bringt das Internet Bewegung in den Kreditmarkt, sowohl direkt als auch indirekt. Denn viele Kreditvergleiche und -anträge finden bereits online statt; es passt also perfekt ins Bild, dass auch die Bonität am Bildschirm abgefragt werden kann.

 

Bild: © istock.com/andresr




50plus-Blogger Deutschlands vereinigt euch!

Alt gleich internetphob? Diese Assoziation stimmt längst nicht mehr. Die 50plus-Generation ist mit Computer und Internet aufgewachsen, war sogar maßgeblich beim Ausbau dabei. Warum sollen wir – ja ich gehöre schließlich dazu – uns selbst ausschließen. Das Gegenteil muss passieren – und es passiert ja gerade. Unsere Generation lotet die Möglichkeiten aus, die Internet und Social Media bieten. Blogs sind ein wichtiger Stein in diesem Mosaik.

Das haben Uschi Ronnenberg (www.ichtuwasichkann.de ) und Maria Al-Mana (www.unruhewerk.de ), selbst über 50 und Bloggerinnen, erkannt und gründeten im Februar 2016 die Plattform www.blogs50plus.de .

Ohne kommerzielle Hintergedanken. Einfach, weil sie finden, dass ältere Menschen noch viel zu selten mit ihrer eignen Stimme gehört werden, dass sie im Netz sichtbarer und besser auffindbar sein sollten.

So beschreiben sie selbst, was sie antrieb und antreibt:

Da unsere Gesellschaft  immer älter wird, ist es logisch, dass Menschen mit über 50 verstärkt auch im Internet aktiv sind. Doch, wo tun sie das? Was beschäftigt sie? Wie sehen sie sich selbst im Netz? Darüber gab es bislang nicht allzu viele Informationen. Dabei könnte es ganz einfach sein, sich zu informieren. Zunehmend mehr ältere Menschen haben es nämlich satt, dass nur ÜBER sie geschrieben wird. Und melden sich verstärkt selbst zu Wort, in Blogs zum Beispiel. Dabei ist – von vielen noch weitgehend unbemerkt – ein erstaunlich buntes Spektrum entstanden. Die Themenvielfalt der 50plus-Blogger ist immens, sie reicht von Abenteuer- und Segel-Touren über „törichte Weiber“ oder den „alten Eros Tod“ bis zu Foto-, Food- und Modeblogs, von alternativen Wohnformen, Coaching- und Mutmach-Angeboten, „Partnerschaft und Erotik“ oder den „beruflichen Neustart mit 50plus“, Regionales, Finanzen und den (Vor-)Ruhestand bis zu Themen wie „Mayaspirit“ oder „schmerzfrei durch Ernährung“, Weltreisen, Bewerbungsgespräche, Do-it-yourself-Anregungen, Genusstipps, die „Alchemie der Kunst“ und noch vieles mehr.

Da ist viel Persönliches dabei, viel Humor, Information und Nachdenkenswertes. Das Wichtigste aber ist: Alle, die da schreiben, sind selbst mindestens 50 Jahre alt. Oder älter. Und wissen ganz genau, wovon sie berichten.

Interaktion und Herzblut

Klein Blabla, kein Beauty-Contest, keine Selbstbeweihräucherung – die 50plus-Blogs sind meist professionell gestaltet. Da ist Euphorie zu spüren, sie sind mit Herzblut geschrieben und wirken authentisch, unverstellt und kommunikativ.

Die Interaktion über Kommentare wird ernst genommen. Denn Menschen über 50 haben in ihren Blogs wirklich etwas zu erzählen – das ist ihr wichtigster Beweggrund, um überhaupt einen Blog zu betreiben.

Es dürfte klar sein, dass Nutzer, die sich für Themen, Positionen, das Selbstverständnis und die Fragen älterer Menschen im Netz interessieren, auf dieser Sammelseite eine gute Quelle für Inspiration und Information finden.

Allerdings: Sie waren bisher im Netz nicht leicht zu finden. Viele 50plus-Blogger wollen sich nämlich ungern über ihr Alter definieren, es gar deutlich sichtbar schon im Blognamen kommunizieren. Dieses Verhalten ist verständlich, denn den meisten 50plus-Bloggern geht es in erster Linie um ihre Inhalte, nicht um das eigene Alter. Und sie schreiben für alle am Thema Interessierten, nicht nur für Gleichaltrige.

Die Suche hat ein Ende

Uschi Ronnenberg und Maria Al-Mana finden, dass ältere Menschen noch viel zu selten mit ihrer eignen Stimme gehört werden, dass sie im Netz sichtbarer und besser auffindbar sein sollten. In vier Wochen wurde dort jetzt bereits der 50. Blog gelistet – wir haben zwar keinen Pries ausgeschrieben, trotzdem: Glückwunsch an die Draufgängerin, du bist die 50., die sich eingetragen hat. Womit das Konzept klar aufgeht: 50plus-Blogger sind sehr aktiv, haben etwas zu sagen. Und wollen gesehen werden. (Übrigens, mittlerweile sind es bereits deutlich mehr als 50 Blogger).

Eintragen und dabei sein

Alle, die über 50 sind, kein Geheimnis daraus machen wollen und bloggen, können sich kostenfrei in das Portal eintragen. Die Selbstbeschreibung des Blogs liefern die Blogbetreiber in eignen Worten. Danach erscheinen die jeweils neusten Blogbeiträge immer in der Rubrik „live“, ohne dass man dafür eigens aktiv werden müsste – automatisch stets aktuell.

Das Portal www.blogs50plus.de bietet eine Menge Zusatzinformationen: So lässt sich beispielsweise auf einen Blick feststellen, für welche Themen sich ältere Blogger am meisten interessieren. Momentan führend sind die Themen Coaching/Lebenshilfe, Persönliches und Reisen/Unterwegssein. Doch das kann sich ganz schnell ändern. Denn weitere Blogeinträge sind erwünscht – und kommen ständig neu dazu.

Uschi Ronnenberg hat die Seite eingerichtet und betreut sie technisch, Maria Al-Mana liefert die Texte für das „Drumrum“.

Vielfältig und humorvoll

Die Namen der bereits eingetragenen Blogs sprechen eine deutliche Sprache. Einige Beispiele: „Älterwerden ist nichts für Feiglinge“, „Sweet Sixty“, „jung genug für alles“, „VielFalten“, „über 50 ist nicht beige“ oder „Törichtes Weib – das Leben geht weiter“. Klar: Humor ist bei vielen 50plus-Blogs mit im Spiel. Aber auch oft Nachdenkliches, Ungeschöntes, Unbequemes. Und: Momentan bloggen mehr über 50-jährige Frauen als Männer – zu denen auch ich gehöre.

 




Wie ein Messebesuch den Alltag versüßt

Messen sind mehr als nur Information, sondern immer häufiger auch Unterhaltung, Spaß und Kommunikationsplattform – und für Best Ager und Senioren ein willkommener Ausflug vom Alltag. Mittlerweile häufen sich die Termine, so dass für fast jeden etwas dabei sein dürfte.

Stephanie Wittmann von Bestager-Messen hat die interessantesten für diese Zielgruppe zusammengetragen.

Hier ihr Gastbeitrag:

Messen in Deutschland könnten unterschiedlicher kaum sein: Es gibt große Leitmessen in Metropolen, die regelmäßig Zehntausende Besucher anziehen, Messen in kleineren Städten und auch Veranstaltungen, die mit Schloss-Ambiente aufwarten. Egal, welche Veranstaltung Sie besuchen, eins haben alle Messen gemeinsam: Sie dienen schon seit jeher als perfekte Kommunikationsplattformen und sind heutzutage Freizeitgestalter und Informationsquelle zugleich.

Rahmenprogramm für kurzweilige Stunden

Der Bedarf nach abwechslungsreichen Veranstaltungen ist in den vergangenen Jahren mit dem demografischen Wandel enorm gestiegen. Wo sonst finden unternehmungslustige und mobile Best Ager so geballt die Informationen und Produkte, die sie suchen und können gleichzeitig das besondere Veranstaltungs-Ambiente mit einem tollem Rahmenprogramm genießen? Es ist kaum zu glauben, wie viele schöne Veranstaltungen es deutschlandweit gibt, die für Best Ager interessant sind. Dabei ist es egal, ob Sie die neuesten Trends zu Ihrem Hobby erfahren möchten oder Ihr Haus oder Ihren Garten umgestalten wollen. Oder lieben Sie kulinarische Genüsse und möchten die unterschiedlichsten Erzeuger und Veredler vor Ort kennenlernen und deren kulinarische Delikatessen vor Ort probieren? Vielleicht suchen Sie ja auch die Neuigkeiten rund um Wellness- und Gesundheitsthemen? Was auch immer Sie gerade interessiert – es gibt viele tolle Messen für fast jeden Geschmack, die Ihnen die passenden Antworten auf Ihre Fragen geben können.

Neben den zahlreichen ausgesuchten Ausstellern können die Besucher gleichzeitig das unterhaltsame Rahmenprogramm genießen. Viele Messen unterhalten die Besucher mit Vorträgen, Mit-Mach-Aktionen, Kochshows, Walking Acts, Workshops, Modenschauen, Live-Musik oder Prämierungen.

50plus-Messen immer beliebter

Schon jetzt wohnen in Deutschland am meisten Menschen, die um 50 Jahre jung sind. Die Messeveranstalter haben den demografischen Wandel erkannt und führen zunehmend Messen durch, die sich speziell an die Zielgruppe der über 50-Jährigen richten. Die Themenfelder sind dabei breit gefächert: Aussteller aus den Themenwelten Freizeit, Reisen, Mode, Schmuck, Accessoires, Wohnen und Kulinarisches finden Sie hier, aber auch Aktuelles zu Recht, Pflege, Mobilität sowie Finanziellem.

Die Veranstalter der „Die 50 plus“, die Mitte Juni in Speyer stattfindet, bringen es treffend auf den Punkt: „Aktiv sein und bleiben“ heißt das Motto der Messe. War man vor 50 Jahren mit 50 schon alt, stehen heute Menschen jenseits der 50 noch voll Leben.

Auf der inviva – mitten im Leben, die dieses Jahr erstmalig in Kombination mit der Freizeit Touristik & Garten in Nürnberg durchgeführt wurde, waren neben den 200 Ausstellern ausgesuchte Programmhöhepunkte unter anderem Renate Schmidt und Gitte Haenning. Gut 18 500 Besucher ließen sich die Aussteller und das umfangreiche Rahmenprogramm nicht entgehen.

Auch Deutschlands größte 50plus Messe „Die 66“ in München verzeichnet seit Jahren steigende Besucherzahlen. 22 000 der insgesamt 47. 031 Besucher nutzten 2015 das vielfältige Rahmenprogramm mit Workshops, Modenschauen und Golf-Parcours.

Die schönen Dinge des Lebens

Der Krefelder Messeveranstalter Reno Müller hat sich auf gehobene Lifestyle-Veranstaltungen in schönem Ambiente spezialisiert. Erst 2015 hat er sein Messeangebot um den „Krefelder Herbstzauber“ auf der Rennbahn erweitert und führt nun neben seinen Gartenwelten und Landpartien eine weitere Veranstaltung in schönem Ambiente durch. Auch andere schöne Lifestyle-Veranstaltungen wie „Romantischer Weihnachtsmarkt“ oder „GartenLeben“ im Frühjahr auf der Dorenburg in Grefrath bieten den Besuchern einen abwechslungsreichen Ausflug vom Alltag.


Auch Messen, die kulinarische Genüsse im Fokus haben, liegen voll im Trend. Veranstaltungen wie die „kulinart – Die Messe für Genuss und Stil“ präsentieren außerdem Kochshows, bei denen Profiköche ihr Können unter Beweis stellen und den Besuchern so manchen kulinarischen Tipp mitgeben können. Gesunde und nachhaltige Lebensmittel aus der Region, Bio-Weine und die Vor-Ort-Verkostung machen Lust auf kulinarische Messen.


Lust auf einen Messebesuch? Auf www.bestager-messen.de finden Sie viele nach Monaten und Themenwelten sortierte deutschlandweite Messen, die Best Ager interessieren. Ganz neu ist die Rubrik „Verlosungen“ – hier können Sie Freikarten für viele unterschiedliche Messen gewinnen.

Fotos: Stephanie Wittmann




Brauchen Senioren ein Senioren-Smartphone?

Smartphones extra für Senioren? Warum nicht, wenn es hilft, den Zugang zum mobilen Internet zu erleichtern. Denn, viele Ältere kämpfen mit der Vielfalt der Funktionen, die sie oft überfordert. Es wäre doch schade, diese Fülle nicht auszuschöpfen. Gut, nicht wenige aus der 50- und 60plus-Generation lassen sich von ihren Kindern oder Enkeln helfen bei der Auswahl eines Smartphones. Das gleiche gilt, wenn es darum geht, ein Smartphone einzurichten und auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen.

Enkel helfen oft Oma und Opa

Wer allerdings keine fitten Enkel hat? Klar, es findet sich meist jemand, der dabei hilft. Manchmal wollen das Senioren aber nicht. Genau für diese Klientel könnte ein Senioren-Smartphone passen. Einige Hersteller wittern Absatzchancen und haben sich mit dieser Klientel eingehend befasst, darunter Doro, Emporia, Switel, Navroad und Amplicomms. Das Besondere an diesen Senioren-Smartphones: eine einfache Bedienoberflächen, mechanischen Tasten, Hörgerätekompatibilität und Erleichterungen für Menschen, die schlecht sehen und hören.

Potenzial für Senioren-Smartphones wächst

Und davon gibt es immer mehr. Seien wir uns Alten mal ehrlich, im Laufe der Jahre lassen einige Fähigkeiten nach – wir sind nicht mehr ganz fit, nicht mehr ganz so smart und reaktionsschnell, nicht mehr ganz so flexibel und intuitiv. Der schwedische Hersteller Doro und die österreichische Emporia haben das erkannt – und sie haben auch erkannt, dass wir, die Bestager immer mehr werden. Der Jahrgang 1964 ist nun mal der geburtenstärkste schlechthin. Das heißt, die potenzielle Kundschaft wächst. Die Marktforscher von GfK in Nürnberg haben ermittelt, dass die Generation 60plus peu à peu auf Smartphones umsteigt. Das geht auch aus einer Studie von Infratest hervor.

Im „D21-Digital-Index 2015“ heißt es, „mobile Endgeräte sind in allen Altersgruppen zunehmend beliebt. Während in der Altersgruppe 14-29 bereits neun von zehn Befragten ein Smartphone besitzen, sind es bei den 50-64-Jährigen 56 Prozent. Weniger hoch liegt die Smartphone-Nutzung in der Generation 65+. Hier nutzt nur jeder Fünfte ein Smartphone. Auch Tablets werden am häufigsten von den 14-49-Jährigen genutzt, die Nutzungsquote der 50-64-Jährigen liegt bei 34 Prozent, die der Generation 65+ bei nur noch 13 Prozent.“ Noch hinken die Älteren etwas hinterher – sie holen indes auf.

Doro und Emporia als Platzhirsche

Wie groß das Potenzial für Senioren-Smartphones ist, kann keiner wirklich nachprüfbar sagen, denn viele Senioren wollen entweder kein Smartphone, können sich keines leisten oder nutzen „normale“ Smartphones. Angeblich haben weniger als ein Drittel der 65-Jährigen in Europa ein Smartphone, hierzulande soll das Potenzial bei annähernd 18 Millionen liegen, europaweit bei 90 Millionen. Doro zufolge sollen „aktuell bereits fast 40 Prozent ein Smartphone besitzen“. Diese Zahl werde „im Laufe von 2016 weiter ansteigen, da sich 60 Prozent der Menschen, die 65 und älter sind, beim nächsten Upgrade ein Smartphone zulegen möchten“.

Die beiden wichtigsten Anbieter in diesem Markt sind wohl Doro und Emporia. Die Produktpalette bei Doro reicht vom Liberto 820 Mini für annähernd 150 Euro bis zum Doro Liberto 825 für knapp 290 Euro. Beim Einsteigermodell 820 mini hat es der Senior-Nutzer mit wenigen, großen Programm-Schaltflächen Funktionen, die häufig genutzt werden. Ferner sieht der Nutzer Kurzwahl-Symbole der wichtigsten Gesprächspartner. Natürlich will Doro so viel Geräte wie möglich absetzen und arbeitet deswegen mit der Telekom zusammen. „Wir freuen uns sehr, dass die Telekom unser Flaggschiff der Smartphones in ihr Sortiment aufnimmt“, kommentiert François Jacob, Regional Manager DACH und Osteuropa von Doro. „Wir fördern mit unseren Produkten die digitale Inklusion des wachsenden Bevölkerungsanteils der 65 Plus Generation und ermöglichen Anwendern die etablierten Standards mobiler Kommunikationstechnologie ohne Kompromisse zu nutzen.“ Bereits das Vorgängermodell Doro Liberto 820 war über die Telekom erhältlich. Im Grunde kann das Liberto 825 alles, was ein „normales“ Smartphone kann, nur ist die Bedienoberfläche einfacher gehalten. Auf der Frontseite des Geräts sind zur einfachen Navigation drei Tasten integriert: Anrufen, Anzeigen oder Senden. Viel Werte habe das Unternehmen auf den „klaren Klang des Lautsprechers, eine Freisprecheinrichtung, Hörgerätekompatibilität, eine Notruftaste auf der Rückseite, eine integrierte Taschenlampe sowie die Option, das Gerät aus der Ferne zu verwalten“ gelegt.

Tasten-Deckel und Griffel

Die Konstrukteure von Emporia sind einen anderen Weg gegangen: Weil sie glauben, dass viele der Generation 60plus nicht so ganz von Tasten lassen können, haben sie ihrem Smartphone-Bildschirm einen Tasten-Deckel verpasst. Der bedeckt teilweise den Bildschirm – und mit den Tasten können die Nutzer Zahlen und Buchstaben eingeben. Wer will, kann natürlich den Tasten-Deckel abnehmen. Darüber hinaus kommt das Emporia Smart mit einem Stylus-Pen, sprich einem Griffel, der mit einer Schlaufe am Smartphone befestigt werden kann. Auch fürs Aufladen hat sich Emporia etwas Besonderes einfallen lassen: eine Ladestation, die auch als passiver Verstärker fungiert. Auf der Rückseite entdeckt der Nutzer den programmierbaren Notrufknopf, über den er bis zu fünf Rufnummern und Kontakte hinterlegen kann, die das Telefon im Notfall automatisch anwählt.

SOS-Taste als Standard

Die SOS-Taste scheint übrigens Standard zu sein bei Senior Smartphones, denn auch das Power Tel M9000 von Amplicomms hat eine solche Taste. Was die Lautstärke betrifft, lässt sie sich beim Hören bis auf 40 Dezibel aufdrehen – und der Klingelton ist sogar maximal 90 Dezibel laut (wie ein vorbeifahrender Lkw).

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Senta Berger besonders beliebt bei 50plus-Generation

Das 50plus-Magazin „Meins“ aus dem Bauer Verlag hat von TNS Emnid 478 Frauen und Männer befragen lassen, welche 50 50plus-Frauen bei ihnen denn besonders beliebt seien. Top-Favoritin ist die Schauspielerin Senta Berger (74), gefolgt von Iris Berben (65) und Hannelore Elsner (72). Die Plätze fünf und sechs belegen die Knapp-50er Veronica Ferres und Anke Engelke. Angela Merkel hat es nur auf Platz 15 gebracht, allerdings bekam sie von den „Meins“-Lesern die beste Platzierung unter den Politikerinnen 50plus.

„Dass Senta Berger bei den über 50-Jährigen in Deutschland am beliebtesten ist, freut uns ganz besonders“, schreibt die „Meins“-Redaktion. Sie sei eine absolute Power-Frau und genau so, wie sich die „Meins“-Leserinnen fühlen: schön, klug und voller Energie. Die Umfrage bestätige einmal mehr, dass „Attraktivität keine Frage des Alters ist“, so „Meins“-Chefredakteurin Sabine Ingwersen.

Berger, Hörbiger und Elsner als Zalando-Werbeikonen

Na, und um das Maß voll zu machen, lässt „Meins“ die Drei proklamieren, dass sie unbedingt einen Film gemeinsam machen müssten. Das wird im Magazin auch visuell ausgeschlachtet: Die österreichische Modefotografin Elfie Semotan drapiert die drei „Grande Dames“ (O-Ton „Meins“) Senta Berger, Christiane Hörbiger und Hannelore Elsner – übrigens müsste es grandes dames heißten – auf dem roten Teppich im „prunkvollen Treppenhaus des Wiener Burgtheaters“. Berger, Hörbiger und Elsner sind Testimonials für die Werbekampagne des Schuhversenders Zalando.

Ferres und Engelke bei Männern beliebt

Bei Männern scheint übrigens Veronica Ferres und Anke Engelke besonders beliebt zu sein, zumindest laut „Meins“-Umfrage. Aber nicht nur zwischen den Geschlechtern gebe es Unterschiede – auch regional variiere der Geschmack: „In Bayern gibt über die Hälfte der Befragten ihre Stimme an Senta Berger; in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ist Iris Berben noch beliebter; die Berliner finden Hannelore Elsner am sympathischsten“.

„Meins“ kam 2012 auf den Markt, also noch früher als „Brigitte Wir“ und „Victoria50“. Daneben gibt es noch „Viva“. Die Verlage haben offensichtlich erkannt, wie lukrativ und zahlenmäßig stark die Gruppe der Babyboomerinnen ist. Zurzeit greift nur „Viva“ auch gezielt Themen für Männer ab 50plus auf.

Quellenangabe: obs/Bauer Media Group, Meins/Meins

 




Viva, Victoria & Co. – 50plus-Magazin im Kommen

 

Sie heißen „Viva“, „Brigitte Wir“ und „Victoria50“ – die neuen Magazine für die 50plus-Generation. Wobei sich „Brigitte Wir“ und Victoria50″ eher an Babyboomerinnen wendet und eigentlich nur „Viva“ auch gezielt Männerthemen aufgreift. Das jüngste Mitglied dieser neuen Kategorie ist „Victoria50“, das vom amerikanischen Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (Oral-B, Always, Gilette, Lenor, Head & Shoulders, Charmin, Pantene, Ariel) herausgegeben und von der Düsseldorfer Werbeagentur BBDO gestaltet wird. Bei „Victoria“ dreht „sich alles um Ihre Interessen – die Interessen der wunderbaren Frauen um und über 50“. Die Macher gestehen den Frauen um die 50 zu „los zu leben“, weil „sie neugierig, selbstbewusst, abenteuerlustig und leidenschaftlich sind“ (O-Ton Victoria).

„Victoria“ von Procter & Gamble

P&G sieht vor allem eine wachsende Zielgruppe, die das Geld und die Bereitschaft mitbringt, es auch auszugeben. „Entspanntes Genießen, ein gemütliches Zuhause, sorgfältige Pflege, erstklassige Qualität“ stehen im Vordergrund der Themen – ganz nach dem Motto, „Lebenslust ist zeitlos“. „Schönheit & Stil“, „Gesundheit & Fitness“, „Familie & Zuhause“ sowie „Leben & Genuss“, die Rubriken, stehen im Vordergrund, weil P&G dafür auch die entsprechenden Produkte hat. Natürlich geht es um Haare, Mundhygiene, Epilierer und Feuchtigkeitscremes. Was wirklich zähle, sei die Erkenntnis „Wir sind nicht falsch, wir sind echt“, so Regina Först, Expertin für Ausstrahlung und Persönlichkeit. Das sei im wahrsten Sinne Selbstbewusstsein. „Die neue Einstellung zum Ich und zum Körper sorgt dafür, dass sie sich alles andere als unsichtbar fühlen: Sie bestimmen den Stil, der ihnen gefällt. Sie fühlen sich gut, bewundert und alles andere als geschlechtslos. Sie empfinden Glück und Leidenschaft, sie flirten und lieben. Der so genannte ‚Sex der Erfahrung’ ist eine von Psychologen immer häufiger beobachtete Erscheinung“, heißt es bei Victoria.

„Viva“ von Gruner + Jahr

Victoria ist von Werbern gemacht, Viva von Redakteuren aus dem Haus Gruner + Jahr – der Unterschied wird schnell deutlich. Das fängt mit dem Editorial von Thomas Osterkorn an und hört mit der Themenauswahl auf. Übrigens Osterkorn hat treffend formuliert, was die Generation 50plus umtreibt, nämlich „das Geheimnis des gesunden und gelassenen Älterwerdens“, das darin besteht, „niemals in den ‚Ruhestand’ zu gehen, weder geistig noch körperlich“. Es gehe darum, „sich auch von privaten Krisen nicht aus der Bahn werfen zu lassen“. Titelgeschichte ist ein Porträt von Marianne Koch, die den Ehrenpreis für besondere Verdienste rund ums Alter bekam. Viva hat den „ttt“-Moderator Max Moor interviewt, spricht mit Fräuleinwunder Elke Sommer und zelebriert die Liaison John Lennons mit dem Mädchen May Pang. Viva lässt sich auch auf so heikle Themen ein wie das komplizierte Verhältnis von Schwiegereltern und Schwiegerkindern. Natürlich darf das Thema „Essen & Trinken“ nicht fehlen mit drei festliche Menüs.

Meins – Frauen wie wir! Bauer Media Group

Neu dazu gekommen ist „Meins – Frauen wie wir“. Und das schreibt der Bauer Verlag über sein 50plus-Magazin: „Meins ist das erste Frauenmagazin für Frauen 50plus, deren Lebensgefühl positiv und voller Energie ist, und Frauen so zeigt, wie sie sich selbst sehen wollen – ohne Diktat. Meins bedient eine attraktive und kaufkräftige Zielgruppe, die ihr Potenzial aus über 17 Millionen Frauen 50plus in Deutschland schöpft. Mit seinem eigenständigen und für das Frauenzeitschriftensegment neuen Konzept für Frauen ab 50 sichert die Zeitschrift sich mit einer verkauften Auflage von 135.849 Exemplaren (IVW III/2016) einen festen Platz im Markt. Die drei Kernsäulen Service und Ratgeber, Geschichten über Prominente und andere Menschen sowie die Café Meins Leser-Community sind in dieser Mischung einzigartig und geprägt von einem besonderen „Wir-Gefühl“.

Lobenswert, dass Viva auch über „Arbeit & Geld“ schreibt und erklärt, was zu beachten ist, wenn Rentner sich etwas dazu verdienen.

Ist doch toll, dass die Auswahl an Titeln für Babyboomer langsam wächst.

Weiterführende Links:

https://twitter.com/sul_luna/status/661807050045972480

https://twitter.com/na_presseportal/status/818801826753638401