Warum jetzt die Zeit ist für ein Bœuf Bourgouignon

Die Tage werden kürzer, die Temperatur fällt – Zeit, sich wieder mit Freunden zu treffen. Und was ist besser geeignet als ein gemütliches Essen. Warum nicht mal ein Bœuf Bourgouignon? Bœuf Bourgouignon zu deutsch Burgunderfleisch. Bereits das Kochen macht Spaß. Allerdings sollte jeder dafür etwas Zeit mitbringen, denn das Rindfleisch köchelt Stunden vor sich. Genau das ist das Geheimnis des Bœuf Bourgouignon – und natürlich gute Zutaten.

Das vorgestellte Rezept lässt sich nach persönlichem Gusto abändern. Warum nicht etwas Trockenobst beifügen und einen Schuss Likör? Bœuf Bourgouignon ist ein Schmortopf, wobei die Betonung auf „schmoren“ liegt. Wer will, kann das Fleisch – zusammen mit Rotwein und Trockenobst marinieren – oder eben entsprechend lang köcheln lassen. Marinieren heißt einlegen: über Nacht vielleicht.

A propos Wein, es muss nicht unbedingt ein Châteauneuf-du-Pape sein, auch jeder andere Rotwein tut’s, vielleicht aus der Languedoc oder der Provence. Was das Fleisch betrifft, es sollte Rind sein, Gulasch vielleicht oder Oberschale.

Wer Bœuf Bourgouignon kochen will, sollte etwas Zeit mitbringen, denn das Fleisch braucht Zeit zum Köcheln.

Bœuf Bourgouignon – das ideale Herbstessen

Vielleicht gibt es ja noch andere Ideen. Wie kocht ihr euer Bœuf Bourgouignon? Anregungen erwünscht.

 

Anne Webert hat auf ihrem Blog „Annes Topgeflüster“ ebenfalls ein Rezept für Bœuf Bourgouignon vorgestellt. Vielleicht lässt sich der eine oder andere ja inspirieren, das Rezept einmal nachzukochen.




Die zehn besten Anti-Aging-Tipps

Pro-Aging, Anti-Aging – wie lässt sich das Altern hinauszögern? Eine der Leitfiguren für Pro-Aging ist die amerikanische Schauspielerin Jane Fonda. Sie wird am 21. Dezember 2017 immerhin 80 Jahre alt und sieht immer noch umwerfend aus. Jane Fonda ist ein echtes Phänomen und das beste Beispiel dafür, wie sich das Altern erfolgreich hinauszögern lässt.

Die amerikanische Schauspielerin avancierte in den 60er- und 70er-Jahren zum Sexidol. Später mutierte sie zur Aerobic-Queen und sieht für ihr Alter immer noch blendend aus. Wie schafft sie es, so lange, so fit zu sein? Pro-Aging oder Anti-Aging, was ist das Geheimnis der jungen Alten? Wie lässt sich das Altern verlangsamen und die Gesundheit im Altern fördern? Gibt es eine wirksame Altersbremse? Jane Fonda meint, Sex spiele sicher eine Rolle – für sie zumindest. Deswegen bedauere sie, dass ältere Schauspieler in Filmen nur selten Liebende und Sex-Szenen darstellen dürfen. „So was sollte heute doch längst natürlich sein“, wurde sie von der „Welt am Sonntag“ zitiert. Natürlich kam ihr auch Sport und Disziplin zugute sowie gute medizinische Versorgung.

Hilfe vom Schönheitschirurgen

Sie freilich auch ein bisschen nachgeholfen und sich nicht nur einmal unters Messer des Schönheitschirurgen gelegt. Die Schauspielerin bedauert auf ihre alten Tage allerdings, dass die hätte mutiger sein sollen, „mich nicht operieren zu lassen“, wie T-Online schreibt.

„Der Begriff Anti-Aging, auch Altershemmung, ist eine Bezeichnung für Maßnahmen, die zum Ziel haben, das biologische Altern des Menschen hinauszuzögern, die Lebensqualität im Alter möglichst lange auf hohem Niveau zu erhalten und auch das Leben insgesamt zu verlängern. Verwendet wird dieser Begriff in der Medizin, von Ernährungswissenschaftlern, der Nahrungsergänzungsmittelindustrie und von Kosmetikherstellern“, schreibt Wikipedia

Gene spielen wichtige Rolle

So viel vorweg: Das Altern und damit auch die Lebenserwartung hängen zu einem gewissen Teil von den Genen ab – wie viel, darüber streiten sich die Gelehrten. Die einen sagen 20 bis 30 Prozent, andere kommen auf einen geringeren Wert. Wer Eltern oder Großeltern hat, die steinalt wurden, hat gut Chancen, selbst alt zu werden. Tests wie der von FOCUS-Online fragen deswegen ab, wie alt die Eltern wurden.

Auch auf den Lebensstil kommt es an

Aber, „am Altern sind nicht nur die Gene schuld, sondern auch der Lebensstil“, sagt Sportmediziner und Buchautor Martin Halle. Der persönliche Lebensstil, körperliche Aktivität, Ernährung, Rauchen, Alkohol sowie Stress- und Umweltfaktoren spielen seiner Meinung nach ein wichtige Rolle für das biologische Alter.

Die zehn besten Anti-Aging-Tipps

Wer bei Wikipedia nachschlägt, findet einige Anti-Aging-Tipps, die sich freilich noch ergänzen lassen

  1. Ernähre dich ausgewogen
  2. Vermeide Übergewicht und „hungere“ gelegentlich
  3. Bewege dich regelmäßig
  4. Verzichte aufs Rauchen
  5. Verzichte auf ausgiebige Sonnenbäder
  6. Vermeide negativen Stress
  7. Nimm das Rad statt des Autos
  8. Führe Rituale ein
  9. Sei nachsichtig mit dir und Anderen
  10. Behalte deinen Humor

Auf diese Weise ist Panayiotis Mallis, Vice Chairman der Cyprus Adult Education Association (CAEA) so alt geworden. Er hat zehn Denk- und Verhaltensweisen gefunden, die einem helfen, mental und körperlich möglichst lang fit zu bleiben.

Ein Fastentag pro Woche

Gerade gemäßigtes Hungern hilft anscheinend, das Altern zu verlangsamen. Nicht von ungefähr werden Bewohner der japanischen Insel Okinawa älter als die meisten anderen. Sie haben sich eine spezielle Regel auferlegt, das so genannte „Hara hachi Bu“: „Der Magen soll bestenfalls zu 80 Prozent gefüllt werden – ein sublimes Hungergefühl gehört also auf Okinawa zur Esstradition“, schreibt FOCUS-Online.

Hara Hachi Bu – nur drei Viertel satt

Nicht immer satt essen – das Geheimnis der Bewohner von Okinawa

In seinem Buch „Zellen fahren gerne Fahrrad“ gibt Halle ein paar brauchbare Tipps. Darunter den, zumindest einen Fastentag pro Woche einzulegen – oder mal nur Obst zu essen, vielleicht auch eine Suppe.

Fahr Rad statt Auto

Neben der Ernährung spielt die Bewegung eine wichtige Rolle: Er empfiehlt, „Risikofaktoren einfach weg zu strampeln“. Warum denn immer das Auto benutzen – lieber mal mit dem Rad zum Bahnhof oder zum Einkaufen. Das Rezept: möglichst viel Bewegung in den Alltag einbauen. Das heißt, statt mit dem Aufzug zu fahren, besser Treppen steigen.

Stress kostet Lebenszeit

Nicht zu vergessen, das Thema Stress. Negativer Stress und Hetze kosten Lebenszeit. Deswegen gilt es, seine Stressresistenz zu verbessern. Helfen kann dabei eine Studie der Techniker Krankenkasse. Es lohnt sich in die Studie „Bleib locker Deutschland!“ der Techniker Krankenkasse einmal reinzuschauen. Ich denke, der eine oder andere nimmt brauchbare Erkenntnisse mit. Darüber hinaus hat  die TK einige brauchbare Tipps als Broschüre heraus gebracht zum Thema „Stressbewältigung.

Gesundheit ist ein Prozess

Wie lässt sich gegensteuern? Wer bis ins Rentenalter gesund bleiben will, muss Risiko- und Schutzfaktoren ausbalancieren. Dabei ist „Gesundheit kein Zustand, sondern ein Prozess“. Es gilt, die Stressspirale „umzudrehen“. Das heißt für den Einzelnen, seine Resilienz zu stärken, sprich seine psychische Widerstandskraft.

Wer noch mehr handfeste Regeln sucht, schaut am besten beim „Anti Aging Magazin“ vorbei. Das bietet 15 Regeln für gesundes Älterwerden.

Weiterführende Links:

Bild: Andrea Raffin / Shutterstock.com




Was für Überwintern auf den Kanaren spricht

Schöne Strände, angenehme Temperaturen – die kanarischen Inseln locken Touristen und Langzeiturlauber, zu denen viele Rentner gehören. Gerade Rentner entscheiden sich dazu, dem trüben nass-grauen deutschen Winterwetter zu entfliehen und überwintern in wärmeren Gefilden. Die Kanaren stehen ganz oben auf der Beliebtheitsskala – aus guten Gründen.

 

Ideales Ziel für Langzeiturlauber

Aufgrund dieser besonderen Bedingungen sind die Kanaren nicht nur im Winter, sondern zu jeder Jahreszeit ein willkommenes Urlaubsparadies. Besonders attraktiv sind die Inseln natürlich, wenn es in Deutschland im Winter kalt und unbehaglich ist. Wer dann ausreichend Zeit übrig hat und weder beruflich, noch privat irgendwelche Verpflichtungen hat, der sollte einmal in Erwägung ziehen, auf den Kanaren zu überwintern.

Neben dem Klima verfügen die Inseln der Kanaren über viele Sehenswürdigkeiten und durch die Aufgeschlossenheit der Einheimischen ist es leicht möglich, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und auf diese Art und Weise an deren Leben teilzuhaben. Ein weiterer Vorteil: die kurze Flugzeit. Von München nach Las Palmas auf Gran Canaria sind es knapp fünf Stunden, von Frankfurt in etwa auch. Ein Langzeiturlaub auf den Kanaren hilft nicht nur dabei, Stress abzubauen, sondern tut auch der Psyche gut. Außerdem werden einige weitere körperliche Beschwerden gelindert, wie zum Beispiel Rheuma. Es gibt viele individuelle Unterkünfte auf den Kanaren, sodass dem Urlaub nichts mehr im Weg steht.

Lanzarote und Gran Canaria beliebt

Lanzarote ist die kanarische Insel, die am nördlichsten gelegen ist und sie fasziniert durch ihre gegensätzlichen Landschaften. Hier gibt es sie noch, die unberührte Natur. Neben den typischen Felsgesteinen gibt es genauso wunderschöne Strände. Die Insel lässt sich hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Außerdem gibt es viele deutschsprachige Ärzte und Apotheken.

Gran Canaria ist die drittgrößte Insel und vom Klima gesehen gibt es zwei unterschiedliche Gegenden: den feuchten Norden und den trockenen Süden. Die Insel ist bekannt für ihre kulturelle Abwechslung, denn neben den traditionellen Volksfesten und Kunstausstellungen gibt es beispielsweise auch klassische Konzerte.

 




Hunde für Ruheständler – welcher Vierbeiner passt zu wem?

Was tun in der Rente? Warum nicht einen Hund anschaffen, der einen zwingt, jeden Tag Gassi zu gehen? Ein Hund bringt Leben in die Bude und Struktur in den Alltag. Hunde sind Stimmungsaufheller und geben Rentner das Gefühl, gebraucht zu werden – gut für Psyche und Körper.   

Mal ehrlich, wer geht schon bei schlechtem Wetter nach draußen? Freiwillig nur die wenigstens. Der innere Schweinehund ist meist übermächtig. Wer aber einen Hund hat, muss raus, weil der Vierbeiner Bewegung braucht. Hunde halten, so viel steht fest, ihr Herrchen und Frauchen fit. Das ist gut für die Gesundheit. Ganz abgesehen davon, sind Hunde sowas wie Kuppler. Mit einem Hund an der Leine lassen sich leichter Kontakte knüpfen.

Mit Hund fit bleiben

Wer sich im Alter einen Hund zulegt, bleibt lebendig und ist weniger rückwärts gewandt als Senioren ohne Hund. Herrchen und Frauchen kommen auch einfacher ins Gespräch mit anderen Hundehaltern – wie oft hören sie doch von Anderen, was ihr Jimmy oder ihre Susi doch für ein netter Hund sei. Mal ehrlich, wem passiert das schon ansonsten im Alltag.

Welcher Hund passt zu mir?

Nun zur Frage, wer passt zu wem? Nicht jeder Hund eignet sich für 60plus. Manche Hunde überfordern ältere Herrchens und Frauchens. Ein australischer Shepherd dürfte wohl eher nichts für Ältere sein. Diese Rasse braucht Aufmerksamkeit und viel Raum zum Spielen. Sie sind dafür gezüchtet, eine Herde zusammen zu halten, wenn sie das nicht können oder dürfen, wollen sie Fangen spielen – ob das aber das Herrchen oder Frauchen will? Also eher nichts für Senioren und Ruheständler.

Welchen Hund habt ihr?

Über das Ob und Wie soll hier nicht gesprochen werden, denn ein Tier kostet natürlich Geld, braucht das entsprechende Umfeld und lebt nur eine bestimmte Zeit. Deswegen meine Fragen an euch:

  • Welcher Hund passt zu wem?
  • Welchen Hund habt ihr?
  • Wie seid ihr dazu gekommen?
  • Wie heißt er?
  • Was ist das Besondere daran

Schickt ein Bild von Hund und Herrchen

Schickt mir ein Bild von eurem Liebling. Gern stelle ich Frauchen und Herrchen sowie Hund vor. Bild und einen Satz, wer wer ist – an info@vorunruhestand.de

Übrigens, der Hund auf dem Bild ist „Danjo“ oder „Danilo“, ein Russe

… und hier schon mal die ersten Hundefotos

Sammy – ein Shylti

Sammy von Knut Poczka

Sammy von Knut Poczka

Pantra

Pantra Langhaardackel-Dame vor 6 Wochen aus dem Tierheim geholt ... 14 Jahre alt von Wolfgang Raven

Pantra Langhaardackel-Dame vor 6 Wochen aus dem Tierheim geholt … 14 Jahre alt von Wolfgang Raven

Eddy

Eddy - 17 Jahre lang Begleiter von Regina Mireider

Eddy war 17 Jahre lang Begleiter von Regina Mireider

Felipa

Felipa, Spanierin, 6 Jahre schon bei Dagmar Zim

Felipa, Spanierin, 6 Jahre schon bei Dagmar Zim

Maxi

Maxi - Hunde-Omi von Feldkamp Sonja

Maxi – Hunde-Omi von Feldkamp Sonja

Burek, Gombi, Emma

15 Jahre alter Burek (schwarz), der braune Gombi (12 Jahre) und Kater Emma von Elke Henga

15 Jahre alter Burek (schwarz), der braune Gombi (12 Jahre) und Kater Emma von Elke Henga




Fit bleiben – auch mental. So funktioniert’s

Fitness ist einer der Trends, die tatsächlich sinnvoll sind – wer fit ist und in Bewegung bleibt, lebt nachweislich gesünder. Oft wird bei aller körperlichen Ertüchtigung aber die mentale Komponente vernachlässigt. Das ist mehr als fahrlässig, denn schließlich ist die geistige Gesundheit mindestens genauso wertvoll.

Körper und Geist

Gehirntraining unterscheidet sich dabei im Grunde gar nicht so sehr von körperlichem Training; so wie bei einem untrainierten und wenig beanspruchten Körper Muskelkraft und Ausdauer immer mehr nachlassen, verliert das Gehirn an Leistungsfähigkeit, wenn es nicht genügend gefordert wird. Hinzu kommt, dass mit zunehmendem Alter die allgemeine Gehirn- und Gedächtnisperformance sowieso nachlässt – ein ganz normaler Vorgang, ähnlich dem altersbedingten körperlichen „Verschleiß“. Was viele nicht wissen: Der Gipfel der geistigen Leistungsfähigkeit ist mit spätestens 25 Jahren erreicht, danach lässt sie langsam, aber stetig nach.

Abhilfe schaffen Maßnahmen wie eine gesunde Lebensweise – genauso wichtig ist es aber, auch im fortgeschrittenen Alter weiterhin soziale Kontakte zu pflegen und intellektuell aktiv zu sein. Das Schöne an letzteren Anforderungen ist, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes spielend erfüllt werden können.

Spielend fit

Geistige Fitness kann man sehr effizient beim Spielen trainieren. Gerade komplexe Spiele wie Schach, die ein hohes Abstraktionsvermögen verlangen, sind hervorragend geeignet. Kartenspiele wie Skat oder Doppelkopf regen die grauen Zellen mit ihrem Anforderungsmix aus Regelkenntnis, Aufmerksamkeit und Taktik ebenfalls gut an und sind außerdem noch gesellig. Und auch simple Spiele wie Memory haben einen positiven Effekt.

Gehirntraining funktioniert aber auch als Solist(in): Kreuzworträtsel und Sudoku halten den Kopf auf Trab. Damit sich ein nachhaltiger Trainingseffekt erzielen lässt, ist aber Abwechslung das höchste Gebot. Denn wer zum Beispiel ausschließlich Sudokus löst, wird darin zwar immer besser, fordert sich aber auch immer weniger, und gerade dieses „gefordert sein“ ist essenziell. Wer nach neuen und unbekannten Spielen sucht, findet im Netz ein großes Angebot an kostenfrei spielbaren Denkspielen, bei denen vermutlich viele immer neuen Herausforderungen begegnen – für Abwechslung ist also gesorgt.

Auf diese Weise tut auch die 60plus-Generation spielend etwas für ihre geistige Gesundheit, und ganz nebenbei sie einem eventuell drohenden Bore-Out ein Schnippchen – denn wer sich mental anstrengt und mit anderen misst, hat gar keine Zeit, sich zu langweilen.

Bild: Flickr 309 grotos CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten




Warum die documenta viele ratlos zurück lässt

Schwer, schwerer, documenta – die documenta 14 in Kassel und Athen lässt viele ratlos bis verstört zurück. Genau das ist es, was der künstlerische Leiter der documenta Adam Szymczyk wollte: Weg mit dem Sinn. Kunst ist sinnlos, unsinnig – „unlearnig“ das Ziel. Es lebe das „transformative Potenzial des Alltäglichen“, so die Einleitung zur documenta 14.

Keiner kommt von einem Besuch so zurück, wie er weggefahren ist, so das Fazit nach dem Besuch der documenta 14 in Kassel, die noch bis zum 17. September 2017 läuft – in Anlehnung an das Zitat von Graham Greene.

Wie kommt die documenta 14 an? Bei den meisten offensichtlich gut bis sehr, zumindest lässt darauf die facebook-Bewertung schließen. Von 1256 documenta-Besuchern bekam die documenta 14 immerhin 4,2 Sterne von fünf Sternen. Allerdings gaben auch 119 der document nur einen Stern. Jutta Jopke meint in facebook, sie sei noch nie von einer documenta so enttäuscht gewesen wie dieses Jahr – „dieses Jahr ist wirklich tragisch schlecht“. „Adam Szymczyk, das ist dir miserabel misslungen!“.

Bilder von der documenta 14 Kassel 2017


 

Aber vielleicht war das ja genau die Absicht des documenta-Kurators. Szymczyk zufolge ist „learning“ auch „unlearning“. Seine Strategie war es zu vermeiden, für irgend Etwas zu stehen, wie es „Sleek-Mag“ formuliert. Szymczyk verweigert jeden Anspruch oder jedes Argument – das sei ein bedeutungsloses Paar von Doppelaussage ähnlich Ludwig Wittgensteins berühmtem Satz „Es regnet entweder oder es regnet nicht“. Belanglos, um es auf einen Nenner zu bringen.

BEINGSAFEISSCARY

Die beste Art, sich der Ausstellung zu nähern, sei, zu verlernen, was wir glauben zu wissen, zitiert Kolja Reichert von der „Frankfurter Allgemeinen“ den Kurator Szymczyk. Selbstverleugnend und selbstvergessend durch Kassel ziehen – das ist vielleicht das beste Rezept. Nichts zu erwarten und alles zu hoffen – vielleicht ist das auch ein Ansatz. Das fängt schon damit an, dass der documenta-Besucher rätselnd vor der Giebelaufschrift – von Banu Cennetoglu – des Fridericianums steht und sich fragt, was BEINGSAFEISSCARY heißt. Irgendwann wird ihm dann jemand erklären, dass damit „being safe is scary“ gemeint ist, was auf deutsch so viel wie „sicher sein ist gruselig“ heißt. Das Gegenteil wäre dann: gehetzt zu sein, ist behaglich.

Kassel und Athen

Die documenta 14 findet 2017 ja nicht nur in Kassel statt, sondern zeitlich versetzt parallel in Athen. Das heißt, der documenta-Besucher hätte am besten pendeln sollen. Sieht so der neue Kunst-Tourismus aus? Dann aber ist Kritik an Umweltzerstörung fehl am Platz.

Eigentlich erwartet der documenta-Besucher zeitgenössische Kunst. Ok, die kommt auch vor, aber Szymczyk greift auch tief in andere Kisten – Leichtbaumodelle aus den 60er-Jahren und Ölbilder aus dem 19. Jahrhundert wie Louis Gurlitts Akropolis. Natürlich könne man darüber diskutieren, ob das wirklich große Kunst sei, zitiert das Kunstmagazin „art“ den Kurator Dieter Roelstraete, aber „wir zeigen sie als Teil einer Debatte“. Vielleicht ist ja „Debatte“ zeitgenössische Kunst? Oder doch nicht? Die Ausstellung sei keine Ausstellung, sondern eine Ansammlung von irgendwelchen Objekten, bei denen der Affekt und Sentimentalität mehr zählen als stichhaltiges Engagement, schreibt das Sleek-Mag. Nur wenige Kunstwerke entziehen sich der verquasten Banalität dieser documenta.

Map – mehr Labyrinth als Orientierung

Szymczyk ist irgendwie unbehaglich bei Kunst. Vielleicht ist es auch die Mammutaufgabe, zwei Orten unter einen Hut zu bringen – und das Ganze noch bis zu einem bestimmten Stichtag. Wer weiß.

Dabei hätte es so einfach sein können – für ihn und die Besucher. Die documenta-Halle ist eines der wenigen gelungenen Hängungen, die dem Besucher so etwas wie eine Ahnung vermitteln, worum es bei zeitgenössischer Kunst geht.

Nein, einfach macht es Szymczyk sich und den documenta-Besuchern beileibe nicht. Das fängt schon mit der Karte an, die eher einer Strichzeichnung gleicht. Einzige Hilfe ist der bescheidene Maßstab am rechten unteren Rand: „100 m“ steht da, das soll genügen, um sich zurechtzufinden. Auf der Karte sind die Ausstellungsorte nur mit Punkten vermerkt, die zuzuordnen einem Puzzle gleicht. Straßennamen? Wen interessiert das schon. Das geht soweit, dass documenta-Besucher einige Orte schon gleich gar nicht finden. Wer es bis zum Gießhaus geschafft hat, ist zu beglückwünschen, denn der Wegweiser ist verbogen und weist in die falsche Richtung. Dort angekommen, erwartet den documenta-Besucher eine unsägliche Mehrkanal-Video- und Klanginstallation – gefühlte stundenlange Schwenks an Feldzäunen in Griechenland. Aber vielleicht ist das ja auch Szymczyks Absicht, um dem documenta-Besucher jegliche Orientierung zu rauben und ihm die Sicherheit zu nehmen?

Was ist Kunst?

Was ist Kunst? Das, was sich die documenta als solche ausweist oder ein Besetzer-Konglomerat im Nordstadtpark beispielsweise? Irgendwo steckt ein documenta-Schild im Rasen. Jeder kann selbst rätseln, ob die Bretterbude dazu gehört oder nicht.

Wie kommt der documenta-Besucher überhaupt zu den einzelnen Orten? Egal! Irgendwie wird er sich schon durchlavieren. Dabei lernt er zumindest Kassel kennen. Aber mit solchen Banalitäten will sich Szymczyk sowieso nicht beschäftigen, denn für ihn verkörpert die documenta „einen dediziert anti-essentialistischen Ansatz, der den heute vorherrschenden Verfahren der Spektakelproduktion und deren Zuschauerrolle jeden Respekt verweigert“. Alles klar?

Müll wird zu Kunst, Kunst zu Müll

Dumm nur für den documenta-Besuchern, denn der kann sich schon mal verirren angesichts der 35 Orte in Kassel – vom Gießhaus bis zum Glas-Pavillon auf der Kurt-Schumacher-Straße. Und gelegentlich fragt sich documenta-Besucher, wo er eigentlich ist. Da verwandelt sich schon mal ein Müllplatz zum documenta-Anhängsel oder 80 Tonnen Stahlbarren werden als Schrott verkannt. Da drängt sich zwangsläufig die Geschichte von der Plastik des Künstlers Martin Kippenberger auf: Eine Putzfrau hatte sie im Dortmunder U-Turm versehentlich entsorgt – sie hatte das Werk als Müll angesehen. Von daher stammt der Spruch: „Ist das Kunst oder kann das weg?“. Diesen Spruch haben die Bretterbudenbauer im Nordstadtpark umformuliert zu „Das ist Kunst, das muss bleiben“.

Rentierschädel und Pin-up-Girls

Bei aller Kritik – lasst euch die documenta nicht verdrießen, ein paar berührende Stücke sind dabei. Wie sagt doch die Hamburger BusinessMuse Birgit Dierker zu ihrem Besuch in Kassel: „Ein Leben ohne Kunst ist möglich, aber sinnlos“. Ihr hat übrigens die Arbeit des Londoner Künstlers Theo Eshetu in der Hauptpost besonders gefallen – mir auch.

Wer sich gruseln will, biegt in der Hauspost nach dem Eingang links ab und schaut in Hunderte leerer Rentieraugen. Máret Ánne Sara hat einen Wandteppich aus Rentierschädel aufgehängt, die aus ihrer eigenen Herde stammen. Sara gehört zu den Samen, die von der norwegischen Regierung gezwungen wurden, ihre Bestände zu reduzieren.

Die documenta bietet eben für alle etwas: Vom Pin-up-Girl bis zur Gitarre malischer Bluesmusiker, von bewohnbaren Betonröhren bis zu den Holzmasken der Kwakw’ala – ein unerfindlicher Kunst-Flohmarkt.

Viel Spaß beim Stöbern. Bitte nicht enttäuscht sein, wenn nur wenig Brauchbares dabei ist.




Wie uns die Intuition durchs Leben begleitet

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen mit dem Verstand. Wir wägen das Für und Wider ab und schätzen die Konsequenzen ein, die sich aus der Entscheidung ergeben. Das betrifft ganz banale Alltagssituation wie die Wahl des Joghurts im Supermarkt, aber auch solche, die verlangen, gründlich durchdacht zu werden wie die richtige Altersvorsorge. In manchen Situationen treffen wir jedoch eine Entscheidung, ohne rational und strategisch über das Ausmaß nachzudenken. Dann verlassen wir uns auf unsere Intuition.

Intuition versus Ratio

Ob wir diese Entscheidungen als Bauchgefühl bezeichnen, als innere Stimme oder als sechsten Sinn – die Intuition ist jedem von uns bekannt. Der Begriff Intuition kommt aus dem Lateinischen; das Verb „intueri“ bedeutet so viel wie „genau hinsehen“ oder „anschauen“. Im Gegensatz zu rationalen Entscheidungen, bei denen man bewusst Schlussfolgerungen zieht, basieren intuitive Entscheidungen auf Gefühlen, Instinkten und früheren Erfahrungen.

Situationen werden demnach nicht rational bewertet, sondern auf emotionaler Ebene. Daraus ergibt sich ein Perspektivenwechsel, der es uns ermöglicht, das Leben aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Deshalb sollten wir auch im Alltag öfter mal auf unser Bauchgefühl hören, denn sonst entgeht uns womöglich eine einzigartige Verbindung zu einem anderen Menschen. So gibt es laut Viversum eine Partnerschaft, die weit über die herkömmliche Liebe hinaus geht. Sie basiert auf einer tiefen und absichtslosen Liebe zueinander, bei der zwei Seelen miteinander Partners verschmelzen. Ob wir nun an das Konzept der Dualseelenliebe glauben oder nicht – wir müssen es zulassen, dass uns Menschen emotional berühren.

Die Weisheit der Gefühle

Schließlich haben wir unabhängig vom biologischen Alter ein Bedürfnis nach einer intimen Partnerschaft, die beide Partner erfüllt. Um dies erleben zu können, müssen wir uns auf emotionaler Ebene öffnen, denn nur so können wir eine Beziehung mit anderen Menschen eingehen und Zweisamkeit erfahren. Natürlich kann uns der Verstand dabei helfen, einzuschätzen, ob wir einem Menschen trauen können oder nicht. Doch die Intuition ist oft präziser. Während wir bei äußeren Sinnesreizungen außerdem Sekunden brauchen, um die Informationen im Gehirn rational zu verarbeiten, ermöglicht uns unser Bauchgefühl ein schnelles Handeln.

Bei der Fülle an Entscheidungen, die wir tagtäglich treffen müssen, haben wir es mitunter verlernt, auf unsere innere Stimme zu hören. Doch Liebe und Freundschaft beruhen nun einmal nicht auf Zahlen und Fakten, sondern auf dem Gefühl von Verbundenheit. Und bevor unser Verstand überhaupt die gesamte Situation erfasst hat, ist uns intuitiv schon längst klar, dass es sich um einen dieser besonderen Momente im Leben handelt, aus dem etwas Großes werden kann.

Bildrechte: Flickr love Hamza Butt CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten




Die richtige Pflege für reife Haut

Neben vielen anderen Dingen am und im Körper verändert sich mit dem Alter auch das größte Organ des Menschen, die Haut. Damit sie auch mit 50 plus noch strahlt, braucht es nicht nur die richtige Pflege. Dermatologen zufolge sollten Senioren auch besser täglich duschen, als ausgiebige Vollbäder zu genießen.

Juckreiz, Rötungen oder sehr trockene Partien – die Haut reagiert darauf, wenn sie nicht das bekommt, was sie braucht. Im Alter ist das vor allem: Ruhe.

Milde Reinigung fürs Gesicht

Runzeln und Falten lassen sich nicht gänzlich verhindern. Schließlich ist es ganz natürlich, das die Haut im Alter faltig wird und nicht mehr pfirsichglatt ist. Mit guter Pflege und UV-Schutz lässt sich der Alterungsprozess jedoch hinausschieben – so kommt es gar nicht erst zu lästigen Beschwerden wie Kontaktallergien und Juckreiz. Entsprechende Reinigungsmittel stellen den natürlichen Säureschutzmantel wieder her, machen die Haut widerstandsfähiger und verhindern, dass sie an Feuchtigkeit verliert. Forscher von der Charité Berlin empfehlen, viel Wasser zu trinken, da eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr nachweislich einen vitalisierenden Effekt hat: Die Durchblutung und der Stoffwechsel der Haut werden angekurbelt und die Haut ist widerstandsfähiger.

Kosmetiker und Dermatologen raten zusätzlich dazu, nur milde, seifenfreie und pH-neutrale Waschlotionen zu verwenden, die die Haut nicht austrocknen und den Fett- und Feuchtigkeitsmangel im Alter ausgleichen. Um Kosmetika mit Duft- und Konservierungsstoffen sollten Menschen mit reifer Haut hingegen einen großen Bogen machen, da diese Hautprobleme verursachen können. Für die abschließende Gesichtspflege eignen sich vor allem Cremes mit natürlichen Ölen wie Jojoba- und Nachtkerzensamenöl und hautberuhigenden Inhaltsstoffen wie Alge, Aloe Vera oder Calendula. Diese Stoffe wirken entzündungshemmend und beschleunigen die Wundheilung. Denn auch Kratzer oder rissige sowie aufgeschürfte Hautstellen verheilen mit steigendem Alter langsamer und schlechter.

So lässt sich die Haut ins Gleichgewicht bringen

  • Rückfettende Reinigungsmilch für empfindliche Haut
  • Reizlindernde Kühlmasken mit hautberuhigender Wirkung
  • Feuchtigkeitsmasken gegen trockene Haut
  • Leichte Massagen mit Ölen oder Fluids auf Lipidbasis für geschmeidige Haut

Besser Duschen statt Baden

Der Dermatologe Dr. Ulrich Klein aus dem nordrhein-westfälischen Witten rät älteren Menschen zudem dazu, zu duschen und auf lange Schaumbäder zu verzichten. Denn „je älter wir werden, desto mehr bauen die Talgdrüsen an Qualität und Quantität ab. Das kann zu Ekzemen führen und Allergien fördern“, erklärt der Experte. Nicht nur für die Haut, auch in puncto Barrierefreiheit sind ebenerdige Walk-In-Duschen, wie sie hier erhältlich sind, die bessere Wahl. Denn das Verletzungsrisiko beim Steigen über den Badewannenrand oder durch Ausrutschen auf der Seife im Stehen ist bei einer Wanne wesentlich höher. Zudem gilt es bei der Körperhygiene auf raue Waschlappen und alkalische Seifen zu verzichten, die den Säureschutzmantel angreifen. Parfümfreies Duschgel und Pflegeprodukte für Babyhaut leisten übrigens auch älteren Menschen gute Dienste.

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Warum zu viel Ballast Lebensqualität kostet

Wer unter Detox nur die Entgiftung des Körpers von Chemikalien, Alkohol und Nikotin versteht, greift zu kurz. Das Konzept lässt sich auch auf einen anderen Bereich des Lebens anwenden, beispielsweise den Kleiderschrank. Wie viel Ballast hängt da nicht selten an Kleiderstange und Haken.

Den alten Lebensabschnitt beenden

Wer in den Ruhestand geht, beendet einen Lebensabschnitt – und ein neuer beginnt. Durch den Wegfall geregelter Arbeitszeiten müssen wir den eigenen Alltag neu strukturieren und uns von der ein oder andere Gewohnheit trennen. Brauchen wir wirklich alles, was sich in den Jahren angesammelt hat – die Bücher, das Geschirr und die Kleidung? Sakkos, Blazer, Pullover, Hosen und Röcke haben schon viele Jahre auf dem Buckel; viele sind nur selten getragen worden, andere passen längst nicht mehr oder sind unmodisch. Mal ehrlich, wollen wir uns damit länger belasten? Es ist ein Gefühl von Freiheit, sich von überflüssigem Ballast zu lösen und so den Schritt in eine neue Zeit zu wagen. Doch unsere Kleidung ist nicht einfach nur eine Hülle, die uns vor Witterung schützt. Sie ist ein Merkmal unserer Identität, ja, und Kommunikationsmittel der Moderne.

Die soziale Komponente

Der Hintergedanke bei Kleidung war ja ursprünglich: Sie sollten einen Zweck erfüllen, uns vor Wind und Wetter schützen, vor Wärme und Kälte sowie zu viel Sonne. Und heute? Heute übernimmt Kleidung in unserer Gesellschaft auch eine soziale Funktion. Sie ist ein Kommunikationsmittel, mit dem wir mit anderen Menschen eine Verbindung eingehen können oder eben nicht. Kleidung spiegel  wir unseren Geschmack wider, zumindest gilt das für die meisten. Sie fungiert auch zur Selbsteinordnung, ob bewusst oder unbewusst. Farbwahl, Kombination mit anderen Kleidungsstücken und Marken vermitteln dem Gegenüber eine Botschaft. Ähnelt sich die Kleidung, entwickelt sich unbewusst ein Zugehörigkeitsgefühl. Auch wenn Kleider bekanntlich Leute machen, sollten wir nicht den Fehler begehen, Menschen anhand ihrer Kleidung zu bewerten. Hinter einer Fassade aus Kleidung steckt immer ein Individuum.

Den neuen Lebensabschnitt beginnen

Kleidung und Lebensstil sind somit eng verbunden. Oft kommt es vor, dass wir bestimmte Kleidungsstücke mit Ereignissen oder Lebensabschnitten verbinden. Das Tragen löst alte Gefühle aus, kann aber auch dazu führen, dass wir mit unseren Gedanken in einer anderen Zeit stecken bleiben. Gleiches gilt für den Ruhestand. Statt dem Vergangenen ewig treu zu bleiben, sollten wir die Chancen nutzen, die ein neuer Lebensabschnitt bietet. Es ist an der Zeit, sich von alten Kleidungsstücken zu trennen, und in neue zu schlüpfen.

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Wann neue Fenster sinnvoll sind

Auch Häuser werden alt. Wenn es in den eigenen vier Wänden zieht, kann das Leben darin sehr schnell ungemütlich werden. Zudem steigen die Heizkosten enorm an. Was tun? Die Lösung heißt: neue Fenster. Wann lohnt sich die Investition?

Je dichter desto besser

Moderne Fenster mit einer guten Wärmeschutzverglasung sorgen für angenehme Wärme im Haus und senken zudem den Energieverbrauch enorm. Also, alte Fenster raus, neue Fenster rein? Nicht immer müssen alte Fenster gleich ausgetauscht werden. Entscheidend ist vor allem, dass sie dicht sind, um das Altwerden in den eigenen vier Wänden so angenehm wie möglich zu gestalten. Meist sind Fenster die Schwachstellen in jedem Haus – kalte Luft dringt ein und wertvolle Wärme geht verloren. Durch schlecht isolierte Fenster geht bis zu 15 Prozent der erzeugten Wärme verloren. Aber sind die Fenster im Haus wirklich undicht? Ein Test bringt Klarheit.

Wie undichte Fenster erkennen?

Das erste Anzeichen für undichte Fenster: ein Luftzug. Es lohnt sich, den Rahmen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das lässt sich am einfachsten mit einem Räucherstäbchen überprüfen. Einfach vor das Fenster halten. Verwirbelt sich der Rauch, ist das Fenster unzuausreichend abgedichtet und sollte ausgetauscht werden. Alternativ wird auch auf den Bildern einer Wärmebildkamera erkennbar, welche Fenster zu viel Wärme hindurchlassen und daher möglicherweise veraltet sind.

Neue Fenster aussuchen

Wer sich dazu durch gerungen hat, undichte Fenster auszutauschen, fragt sich natürlich, welches Fenster er nehmen soll. Holz, Kunststoff oder Alu? Bevor es an die Auswahl geht, ist es sinnvoll, genau Maß zu nehmen. Hier gibt es eine Anleitung, wie sich verschiedene Fensterarten am besten vermessen lassen. Wer dann die genauen Maße kennt, kann sich nach passenden Modellen umsehen. Beim Kauf spielen vor allem ein guter U-Wert sowie eine mehrfache Verglasung eine wichtige Rolle. Der U-Wert besagt, wie viel Wärme vom Fenster durchgelassen wird. Je besser der U-Wert, desto mehr Energie können Sie sparen. Eine hochwertige Dreifachverglasung isoliert optimal.

Austausch der Fenster

Selbst Hand anlegen oder einbauen lassen? Wer handwerklich begabt ist, kann diesen Austausch sicher alleine vornehmen. Und wie funktioniert der Aus- und Einbau? Die folgende Anleitung hilft dabei:

  1. die alten Fensterflügel aushängen. Aber Vorsicht, damit kein Glas zerspringt. Je nach Alter kann es notwendig sein, die Fensterbänke ebenfalls zu entfernen.
  2. die alten Fensterrahmen an mehreren Stellen zersägen, um sie anschließend herausnehmen zu können.
  3. alte Rahmendübel heraus herausschrauben und die alten Fensterlaschen entfernen
  4. die neuen Fenstergriffe montieren, anschließend die neuen Fensterflügel in den Rahmen hängen.
  5. an der Außenseite des Fensterrahmens ein Dekompressionsdichtband anbringen. Das ist in der Regel enthalten.
  6. jetzt die Fensterrahmen einsetzen, fixieren und ausrichten. Der Rahmen sollte dabei in jedem Fall lot- und waagerecht sein. Am besten mit einer Wasserwaage überprüfen.
  7. nun den Fensterrahmen verschrauben und die Anschlussfugen mit Silikon oder Acryl abdichten

Wie gesagt, wer handwerklich begabt ist, kann den Austausch alleine vornehmen, dabei in jedem Fall jedoch zu zweit arbeiten, da Fenster unter anderem sehr schwer sein können. Wer sich das nicht zutraut, sollte unbedingt einen Profi zu Rate ziehen.

Bild : © istock.com/Kuzavok