Was Hund und Katze zu Weihnachten schenken?

Ein Weihnachtsgeschenk für Hund und Katze? Warum nicht. Schenken macht Freude – warum soll das nicht für Mimi, Charly, Bella und Danjo gelten? Also, was Hund und Katze zu Weihnachten schenken?

Frauchen und Herrchen möchten ihren Lieblingen an Weihnachten eine kleine Freude machen. Was eignet sich und was nicht? An Angebot mangelt es zumindest nicht. Die Spielereien und Leckerlis reichen von nützlich bis nett, von smart bis skurril.

Klar, wer an Bella, Stella oder Snoopy denkt, dem fällt vielleicht der Ochsenziemer ein, der ideale Kausnack für zwischendurch. Oder wie wäre es mit einem Schweineohr? Hunde stehen auf so was. Oder ein Stückchen Rinderpansen? Hunde kauen gern und können sich stundenlang mit Ochsenziemer und Schweineohr beschäftigen. Na, wäre doch was für Weihnachten?

Zu Weihnachten was ganz Besonderes

Zu Weihnachten darf’s schon auch mal ein besonderer Snack in Form von Nikoläusen, Engeln oder Christbäumchen sein. Und dazu ein Hundeplätzchen. Mittlerweile ist die Branche schon so weit, dass Frauchen und Herrchen die Form selbst bestimmen können – und nicht nur die Form, sondern auch die Zusammensetzung. Hunde sind Stimmungsaufheller und geben vielen das Gefühl, gebraucht zu werden, da darf sich ein Hundefreund zu Weihnachten schon mal ganz besonders bei seinem vierbeinigen Freund bedanken.    

Halsbänder für jeden Geschmack

Damit Bella nicht mit ihrem Futternapf durch die Wohnung schlittert, bekommt sie eine rutschfeste Schüssel. Damit bleibt er dort, wo er hingehört. Die modernen Formen sind natürlich spülmaschinenfest, was deutlich hygienischer ist.

Die Frage, was Hund und Katze zu Weihnachten schenken, führt natürlich zwangsläufig zum Halsband, zumindest was den Hund angeht. Hundehalsbänder und Leinen gibt es von glitterig bis nobel – in allen Farben und Formen. Wenn Herrchen technik-affin ist, dann greift er vielleicht zu einer Hundeleine, die Entfernung und Dauer des Gassigehens misst. Natürlich fehlt bei so einem Hightech-Band die LED-Beleuchtung nicht. Das wäre doch auch ein prima Geschenk zu Weihnachten. A propos Beleuchtung, gerade wer in den Wintermonaten mit Bello Gassi geht, ist gut beraten, seinem Liebling ein Leuchthalsband umzulegen. So wird er von Radlern und Autofahrern besser gesehen.

Oder wie wäre es mit einem Fleecepulli für Rocky – und dazu die passenden Hundeschuhe? Die schützen übrigens auch vor Streusalz. Beides ist ein witziges Geschenk für Weihnachten.

Katzen animieren die Kreativität

Okay, nun zu Mimi und Charly. Wie wäre es denn mit Kausticks und Knabbersnacks zu Weihnachten? Das kommt bei Katzen immer gut. Wer eine Katze hat, dem fällt sicher noch mehr ein – Katzenkorb, Kratzbaum, Katzenklappe oder Kletterleiter. Und die Nerds haben sich diesbezüglich einiges einfallen lassen für Mieze. Schon bald animiert ein computergesteuerter Ball den Spieltrieb der Katze. Allerdings müssen Zweibeiner noch bis nach Weihnachten warten, denn das Produkt kommt vermutlich erst 2018 auf den Markt. Der Spielball lässt sich per App steuern – und ihr Treiben per integrierter Kamera beobachten. Auch Katzenklappen lassen sich noch verbessern, wie die Industrie beweist. Demnächst soll eine Katzenklappe auf den Markt kommen, die sich per App steuern lässt. Damit können Frauchen oder Herrchen registrieren, wann Charly oder Mimi gehen und kommen.




Wie Spiele das Gedächtnis trainieren und Spaß machen

Alter, älter, Demenz – muss nicht sein. Dass unser Gedächtnis beim Älterwerden nachlässt, ist leider so. Wir können es aber trainieren. Wir können eine neue Sprache lernen oder neue Spiele. Schon als Kind haben wir spielend die Welt erlernt. Warum nicht im Alter spielend das Gedächtnis schulen?

Auch das Gehirn will trainiert werden. Mit Training bleibt es fit. Mit Training können wir den Alterungsprozess entgegenwirken. Denn, schon früh im Erwachsenenalter beginnt der Abbau. Seine Fähigkeiten lassen mit 30 Jahren bereits ab. Aber keine Sorge!

Keine Demenz, oft Depression

Manchmal ist Gedächtnisverlust allerdings ein Zeichen von Demenz oder kann durch seelische Belastung entstehen. Wer sich sorgt, dement zu werden, sollte sich schon ab 50 Jahren untersuchen zu lassen, erklärt Oliver Peters, Leiter der Gedächtnissprechstunde der Charité. 42 Prozent der Untersuchten in seiner Sprechstunde hätten tatsächlich Demenz. Bei 33 Prozent sei der Grund allerdings eine Depression.

Spiele gegen die Demenz

Wie dem entgegenwirken? Unser Gehirn will beschäftigt werden. Ok, Sprachen sind das eine, aber warum nicht auch unseren natürlichen Spieltrieb nachgeben. Spiele eignen sich, um das Gedächtnis zu trainieren und dabei auch etwas Spaß zu haben. Beim Spielen vergessen wir für eine Zeitlang unsere Sorgen. Zum Spielen braucht es übrigens nicht immer einen oder mehrere Mitspieler. Es gibt auch Spiele, die jeder alleine spielen kann. Beispiele gefällig?

Spiele – allein oder in der Gruppe

Bridge

Bridge ist eines der beliebtesten Spiele – besonders in Europa. In Polen gilt das Spiel sogar als Nationalspiel. Bridgespielen macht Spaß und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Bridge trainiert Konzentration, Gedächtnis und Geduld. Bridge schult im Umgang mit anderen. Bridge ist gut fürs Immunsystem, denn es soll angeblich die Anzahl der weißen Blutkörperchen erhöhen. Bridge ist ein Kartenspiel für vier Personen. Die Regeln scheinen auf den ersten Blick etwas kompliziert. Bridge ist aber erlernbar. Bridge trainiert das Gedächtnis. Bridge-Spieler müssen sich den Spielablauf so gut wie möglich einprägen – das schult das Gedächtnis. Es lohnt, auf die Karten, die der Partner im Spiel abgibt (Gebote) zu achten, um eine Idee davon zu bekommen, welche Karten er oder sie in der Hand hält. Profi-Bridge-Spieler raten daher, sich beim Spielen Zeit zu nehmen. Bei zu viel innerer Unruhe oder Zeitdruck ist es schwer, sich etwas zu merken.

Buchstaben streichen

Wie Spiele das Gedächtnis trainieren und Spaß machen. . Fürs Buchstaben streichen braucht jeder nur eine alte Zeitung oder ein Magazin. Wir nehmen uns eine Seite vor uns streichen dann mit einem Stift einen bestimmten Buchstaben auf der gesamten Seite oder in einem Absatz durch.

Wie Spiele das Gedächtnis trainieren und Spaß machen

Buchstaben streichen? Auch eines der Spiele, das Gedächtnis zu trainieren. Das ist eine simple Übung, die aber die Konzentration schult.  Wir müssen uns dabei konzentrieren, was das Gedächtnis schult. Fürs Buchstaben streichen braucht jeder nur eine alte Zeitung oder ein Magazin. Wir nehmen uns eine Seite vor uns streichen dann mit einem Stift einen bestimmten Buchstaben auf der gesamten Seite oder in einem Absatz durch. Das kann ein „e“ sein oder ein „s“ – egal. Wer will, kann seine Zeit messen – und beobachtet aller Voraussicht nach Verbesserungen. Ideal für diese Übung ist eine Uhr mit Sekundenanzeige.  Wer will, setzt sich ein Limit oder Ziel – beispielsweise bis Ende der Woche eine bestimmte Zeit zu erreichen. Wir sollten dabei aber realistisch bleiben. Unter Druck gelingt die Aufgabe schlechter als ohne.

Roulette

Roulette? Positive Auswirkungen aufs Gehirn? Ja! Wie das? Roulette ist ein altes Spiel. Roulette gibt es schon seit dem 17. Jahrhundert. Ein Grund ist vermutlich der Kick, den wir beim Kreisen der Kugel spüren. In diesen Momenten entscheidet sich, welche Zahl und Farbe gewinnt. Der Kick, das ist das Gefühl, das Schicksal erraten zu können. Genau dieser Kick ist es, der viele Spieler reizt. Da kommt freilich noch etwas Anderes dazu. Manche Spieler glauben, sie könnten errechnen, wo die Kugel liegen bleibt. Sie erarbeiten sich eine Strategie. Sie nutzen die Wahrscheinlichkeitsrechnung – auch ein gutes Training fürs Gehirn. Wer den ganz besonderen Kick sucht, platziert eine Wette. Es gibt eine Reihe von Strategien beim Roulette, aber eine beliebte ist die D’Alembert-Methode. Dabei wird auf Farbe, Gerade/Ungerade Zahlen oder auf 1-18/19-36 gesetzt und bei jedem Verlust der Einsatz um 1 erhöht. Der Sinn dabei ist es, eine Balance zwischen Verlusten und Gewinnen herzustellen und dadurch am Ende einen Gewinn einzustreichen. Da sich der Einsatz erhöht, erhöht sich auch die Gewinnsumme und vorausgegangene Verluste werden ausgeglichen. Es macht natürlich genauso viel Spaß, Roulette mit Spielgeld zu Hause mit Freunden oder im Internet zu spielen.

Solitaire

Solitaire ist ein Kartenspiel, das jeder für sich auch alleine spielen kann. Solitaire ist auch als “Patiencen legen” bekannt. Ein Solitaire-Spiel entspannt und trainiert das Gedächtnis. Wer entspannt ist, kann sich besser konzentrieren und Dinge leichter aus dem Gedächtnis abrufen. Beim Solitaire werden jeweils entweder eine Karte und drei Karten vom Stapel gezogen. Diese müssen dann in die richtige Reihenfolge (von 2 bis Ass) auf den Tisch gelegt werden. Es ist also eines dieser Spiele, in denen Karten organisiert werden. Organisieren und andere Aufgaben, bei denen nicht viel Nachdenken erforderlich ist (wie Geschirrspülen oder auch das Arbeiten im Garten zum Beispiel) können entspannend wirken und eine “Auszeit” bieten.

Spielen trainiert das Gehirn – so viel dürfte klargeworden sein. Das wirkt sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden aus.

Was spielt ihr? Wie haltet ihr euer Gehirn auf Trab? Bin gespannt auf eure Antworten.




Zehn Bücher, die Babyboomer und Bestager lieben werden

Babyboomer, Bestager – wir alten Knacker und alten Schachteln sind noch jung geblieben. Höchste Zeit, sich dessen wieder bewusst zu werden. Wenn uns das schon die Anderen nicht zugestehen, dann braucht’s Selbstmotivation. Warum nicht per Buch. Zehn Bücher, die Babyboomer und Bestager lieben werden.

Übrigens, diese Bücher sind auch prima Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke. Ideal zum Verschenken. Zu Weihnachten empfiehlt vorunruhestand zehn Bücher für die 60plus-Generation – von Opoczinski bis Prosinger.

Top-Ten Bücher für Babyboomer und Bestager

  1. Michael Opoczinski: „Aussortiert und Abkassiert, Altwerden in Deutschland“,
    19,99 Gütersloher Verlagshaus, 2016

    Michael Opoczynski Aussortiert und Abkassiert

    Was heißt es, in Deutschland alt zu werden? Dieser Frage ist Michael Opoczynski in seinem Buch „Aussortiert und Abkassiert“ nachgegangen und kommt zu erstaunlichen Erkenntnissen. Was passiert heute mit den Alten? Werden sie von „skrupellosen Finanzberatern ausgenommen, in unzumutbaren Pflegeheimen entsorgt, ausgegrenzt bei der Arbeitssuche, diskriminiert wegen ihres Alters“? Ist das wirklich so? Der Blick fällt auf die anderen Alten, die ihr Leben aktiv leben, reisen, studieren, ihren Enkeln helfen, sich in der Integration von Flüchtlingen engagieren und ein Ehrenamt mit Elan ausfüllen. Wie fühlt sich Altwerden in Deutschland an?

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  2. Christiane Northrup:„Göttinnen altern nicht“, Arkana, 24,99 Euro

    Älterwerden ist nicht gleichbedeutend mit dem Verlust der Gesundheit, Schönheit oder dem Abgleiten in kulturelle Bedeutungslosigkeit. Niemand könnte das eindringlicher, überzeugender und leidenschaftlicher postulieren als die weltweit renommierte Gynäkologin und Bestsellerautorin Christiane Northrup.

  3. Holger BalodisDagmar Hühne:„Die Vorsorgelüge – Altersarmut durch private Vorsorge“, Ullstein Verlag, 7,99 Euro

    [amazon asin=B00885SDH6&template=iframe image]Private Altersvorsorge muss sein, so das Mantra der Politik. Doch schützen
    die Versicherungen wirklich vor Altersarmut? Holger Balodis und Dagmar
    Hühne decken auf, dass Riester, Rürup und Co. für mehr als 80 Prozent
    der Beitragszahler ein Verlustgeschäft ist – und womöglich der erste Schritt
    in die Altersarmut. Die großen Profiteure sind Versicherungen
    und der Staat. Ein Buch, das alle künftigen Rentner dieses Landes
    interessieren muss.

  4. Rainer Hellstern:Das Handbuch zur Rente im Ausland“, Books on Demand, 12,99 Euro als E-Book, 19,99 Euro als Taschenbuch

    [amazon asin=B013SSRR9C&template=iframe image1]Hellsterns Buch ist fast so eine Art Bibel für auswanderungswillige Rentner.
    Deswegen lohnt sich mehr als nur ein Blick in das 204-Seiten starke Werk,
    das übrigens von seinem Blog Auswandern-Handbuch begleitet wird.
    Er geht auf die Gründe ein, warum manche Rentner auswandern wollen.
    Er dringt bis zu den Feinheiten des deutschen Sozialversicherungsrechts
    vor und klärt über den Geldtransfer ins Ausland auf

  5. Wolfgang Prosinger: In Rente – der größte Einschnitt unseres Lebens, 9,99 Euro,

    Walter Prosinger - "In Rente"

    Nichts bedeutet eine größere Veränderung für unser Leben als der Renteneintritt. Denn wir werden ab der Grundschule vom Leistungsgedanken bestimmt: Schule schaffen, Job bekommen, Karriere machen etc. Plötzlich aber geht es nicht mehr um Leistung. Eine Konstante, die das Leben 60 Jahre lang bestimmt hat, bricht weg. Ist das ein Glücksfall, weil leidige Pflichten und Zwänge endlich wegfallen? Oder bedeutet es den Absturz in die Bedeutungslosigkeit und den Verlust des Lebenssinns?

  6. Jörg Zittlau:„Langweiler leben länger – über die wahren Ursachen eines langen Lebens“,
    Güterloher Verlagshaus, 17,99 Euro

    Ein Mann ist keine Altersvorsorge Helma Sick

    Langweiler haben ein schlechtes Image, aber gute Chancen alt zu werden, das hat Jörg Zittlau in seinem Buch „Langweiler leben länger – über die wahren Ursachen eines langen Lebens“. So ein  bisschen spielt das Erbgut natürlich eine Rolle, denn wer aus einer Familie mit Hundertjährigen kommt, hat gut Chance, selbst die Hundert zu erreichen. Darüber hinaus kommt es auf einen regelmäßigen Tagesablauf, einen pragmatisch-gelassenenen Pessimismus und Berechenbarkeit an. Zittlau plädiert deswegen für einen Lebensstil der unangestrengten Askese – neurotische Selbstüberschätzung und Aktionismus sind schlecht für ein langes Leben.

  7. Die Kraft der Kriegsenkel“ von Ingrid Meyer-Legrand. Erschienen 2016 im Europa Verlag, München.

    Ingrid Meyer-Legrand Die Kraft der Kriegsenkel

    Ganz ehrlich, das Wort „Kriegsenkel“ ist für viele immer noch neu – für mich auch. Wir, die wir Mitte der 50er und Anfang der 60er-Jahre geboren wurden, sind genau diese Kriegsenkel, die Ingrid Meyer-Legrand in ihrem Buch „Die Kraft der Kriegsenkel“ zu Wort kommen lässt.
    Es regt uns an, darüber nachzudenken, wie wir geworden sind was wir sind – und das ist mehr, als viele denken.

  8. Wenn das Wochenende 7 Tage hat von Herb Stumpf (Books on Demand), 19,95 Euro

    Wenn das Wochenende 7 Tage hat von Herb Stumpf

    Es geht beim Übergang vom Beruf ins Rentnerleben darum, sich am besten schon vor Rentenbeginn selbst zu erkunden, sich auf die eigene Persönlichkeit einzulassen, denn, nur sie nehmen wir mit in die Rente oder Pension „Das, was Sie aus sich selbst in dieser langen Zeit Ihres Berufslebens gemacht haben, unabhängig vom Nimbus und Status ihrer ehemaligen Position“, wie es Herb Stumpf, Autor des Buchs „Wenn das Wochenende 7 Tage hat“  so schön formuliert.

  9. Kester Schlenz: „Alter Sack, was nun?“, 8,99 Euro Taschenbuch, Goldmann, 2014

    Ein Mut-Mach-Buch für alle alten Säcke. Kein Thema wird ausgelassen: Sex im Alter, Fitness-Probleme, Tränensäcke, nörgelnde Kinder, Männer und Mode, junge Rotzlöffel im Job, die wachsende Wampe, die erste Vorsorgeuntersuchung, die „Fiftytät“ als Wiederholung der Pubertät oder der ewige Kampf mit dem inneren Schweinehund. Alles Probleme, aber unterm Strich bleibt die Erkenntnis: wir sind zwar nicht mehr jung, aber wir können es immer noch krachen lassen.

  10. Christine Werner: Große Reise mit kleiner Rente – als Großmutter allein um die Welt, BoD, 16,99 Euro

    Eine Rentnerin erfüllt sich ihren Lebenstraum – einmal allein um die Welt! Mit sehr knappem Budget hat sie in fast 15 Monaten fünf Erdteile bereist. Fünfzehn Länder, Unterbringung und Transport, überraschende Begegnungen unterwegs und vieles mehr werden mit erfrischender Begeisterung vermittelt.
    Das Buch ist kein Reiseführer! Aber geeignet, Reiseleidenschaft zu wecken, um Ungeahntes zu entdecken.

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Wie oft Männer und Frauen ab 60 noch Sex haben

Sex mit 60 – oder gar 70, vielleicht sogar mit 80? Ein Thema, das lange Tabu war. Erst in den vergangenen Jahren wird das Thema Sex im Alter öffentlich diskutiert. Ja, selbst Filme inszenieren Sex im Alter. Gestern hat das Thema Sex im Alter gestern noch mitleidiges Lächeln provoziert. Heute ist es heute fast schon selbstverständlich.

22 Millionen über 60 Jahre

Womit das wohl zusammen hängt? Wir, die Gruppe der 60plus-Generation, wird immer größer. Mittlerweile sind mehr als 22 Millionen hierzulande über 60 Jahre alt – weit mehr als jemals zuvor. Wir, die Babyboomer, sind nicht nur viele, sondern auch noch vergleichsweise fit. Wir 68er- oder Post-68er sind in einer Ära relativer Freizügigkeit aufgewachsen.

Wir haben länger Lust, als gesellschaftlich goutiert wird. Jüngere glauben vielleicht, sie hätten das Thema für sich gepachtet. Das stimmt natürlich nicht, schon lange nicht mehr. „Die Vorstellung, Sex sei nur für die Jungen, ist seit einiger Zeit bei ihnen in Bewegung geraten“, sagt die Liebesexpertin Andrea Micus.

Das Portal Fernarzt hat in die Schlafzimmer gespäht. Dabei hat Fernarzt interessante Fakten herausgefunden. Es fragte nach der Zufriedenheit mit dem eigenen Sex- und Liebesleben und nach dem vernachlässigten Thema Sex im Alter. Interessant natürlich das Thema „Sex im Alter“.

Wie oft hat die 60plus-Generation noch Sex?

Die gesamten Studienergebnisse gibt es auf www.fernarzt.com.

Wie Fernarzt herausfand, heißt Alter nicht unbedingt Lust-Verlust. Der Befragung zufolge haben deutsche Frauen und Männer zwischen 50 und 70 noch durchschnittlich alle zwei Wochen Sex. Danach wird’s zwar seltener, endet aber noch lange nicht. Männer über 70 kommen noch auf annähernd zehn Mal Sex pro Jahr. Frauen jenseits der 70 kommen nur auf etwa zwei Mal Sex. Bei vielen führe der nachlassende Leistungsdruck dazu, dass Sex im Alter als besonders schön und befriedigend empfunden werde.

Sex noch mit 80 Jahren

Übrigens, James-Bond-Darstellerin Judi Dench will auch mit ihren 82 Jahren nicht auf den Spaß im Bett verzichten. Sie „sieht nicht ein, dass sich das Sex-Leben ändern sollte, nur weil man ein gewisses Alter erreicht hat“, wie sie von wize.life zitiert wurde.

Wenn bei älteren Paaren die Lust auf die Lust eingeschlafen ist, habe das oft nichts mit den Wechseljahren zu tun, klärt der Sex-Therapeut Volker van den Boom auf. Es sei meist einfach ein Zeichen dafür, dass Sex für beide Partner nicht befriedigend ist. Aber das muss ja nicht so bleiben. Wozu haben wir unsere Kreativität.




Der Garten – Energie-Tankstelle für Körper und Geist

Wo ließe sich besser Energie tanken als im eigenen Garten? Gärtnern – oder garteln, wie Süddeutsche und Österreich sagen – ist zwar Arbeit, aber Arbeit, die Spaß macht. Garteln hält uns geistig und körperlich fit – vor allem im Alter.

Ob Gemüse anbauen, Unkraut jäten oder Zaun streichen – Gärtnern tut gut. Was für eine Freude, oder besser noch ein stilles Glück, am Abend zu sehen, was wir alles geschafft haben. Das stärkt unser Selbstbewusstsein. Wir sind unbewusst stolz auf uns. Ein gepflegter Garten lädt ein, den Tag auf der Terrasse bei einem Glas Wein oder selbst gepresstem Saft ausklingen zu lassen. Gern erinnern wir uns an den langen sonnigen Sommer, als wir uns unter unserer rustikalen Pergola aus Holz, die vielleicht ähnlich wie diese von Unopiu aussieht, ausgebreitet haben, um vor der Sonne Schutz zu suchen. Im Schatten ließ sich so auch die Hitze ertragen. Im Herbst freuen wir uns über die Farbenpracht der Bäume, im Winter über die Raureif überzuckerten Zweige. Der Garten ist Inspiration und Rückzugsort; der Garten liefert uns darüber hinaus selbst gezogene Tomaten, Erdbeeren, Schnittlauch aus dem Gewürzbeet und Zwetschgen für den Datschi. Der Garten ist unsere kleine Oase im hektischen Alltag, wo wir Energie tanken können.

Garteln senkt den Blutdruck

Garteln hebt die Laune, entspannt und dämpft sogar Schmerzen. Wer viel in Natur und Garten verbringt, kann wissenschaftlichen Studien zufolge sogar seinen Blutdruck senken. Gartenarbeit entspannt und macht uns zufriedener. Ganz abgesehen davon, dass Bewegung in frischer Luft Gelenkschmerzen vorbeugt oder sie mildert. Garteln stärkt unsere Psyche, hilft Stress abzubauen und setzt Glückshormone frei. Beim Gärtnern ist das Hier und Jetzt wichtig, für Grübeln bleibt keine Zeit. Mediziner haben sogar herausgefunden, dass die Konzentrationsfähigkeit gefördert wird und die Motorik, schließlich nimmt uns Garteln ganz in Anspruch. Ganz abgesehen davon, ist Umstechen, Heckenschneiden und Jäten ideal beim Abnehmen. Und noch eines – wer viel in der frischen Luft ist und Sonne tankt, hilft seinem Hormon- und Kalziumstoffwechsel, was gut für Knochen und Muskulatur ist.

Alles mit Maßen

Gärtnern ist ideal, um auch im Alter agil zu bleiben. Allerdings sollten wir uns nicht überschätzen und stets auf die richtige Haltung beim Gärtnern achten, um Verletzungen oder Unfällen vorzubeugen. Wir Alten müssen niemand mehr etwas beweisen – also warum nicht für wirklich schwere körperliche Arbeit einen Profi beauftragen? Garten soll eine Oase der Ruhe und der Erholung bleiben.

Garten als Treffpunkt

Garteln als Therapie? In Österreich ist das schon längst Praxis. Das Buddeln in der Erde, das Säen und Ernten erhöht die Selbstwahrnehmung und erdet uns im wahrsten Sinn des Wortes. Das Beobachten einer Kohlmeise an der Vogeltränke entschleunigt und lässt uns dankbar werden für das, was uns die Natur zu bieten hat. Der Garten kann aber auch ein Ort der Begegnung sein, denn beim Garteln kommen wir leichter mit dem Nachbarn ins Gespräch. Und schließlich lassen sich im Garten wunderbare Feste feiern, die ein anderes Ambiente haben als in geschlossenen Räumen.

Wo Garten ist, ist Leben!

Foto: Pexels/Binyamin Mellish 




Kündigen zur Rente mit 63? Oder Aufhebungsvertrag?

Kündigen zur Rente mit 63? Oder Aufhebungsvertrag? Jeder, der mit 63 in Rente gehen will, stellt sich wohl diese Frage. Viele wollen, können oder müssen nicht bis zum Regelrentenalter arbeiten, das seit 2012 stufenweise von 65 auf 67 Jahre steigt. Mit 63 Jahren geht das, denn das entsprechende Gesetz trat zum 1. Juli 2014 in Kraft. Was muss jemand beachten, wenn er vorzeitig in Rente gehen will? So viel vorweg –  er muss selbst aktiv werden! Ausgenommen von dieser Altersgrenze sind natürlich Erwerbsgeminderte.

Mit 63 gehen ohne Abschläge?

Mit 63 Jahren in Rente gehen? Mit oder ohne Abschläge? Mit 63 können nur die Rentenversicherten aufhören, ohne Abschläge hinnehmen zu müssen, die ihre 45 Versicherungsjahre voll haben. Im Versicherungsdeutsch heißt das  „besonders langjährig Versicherte“. Wobei das uneingeschränkt nur für den Jahrgang 1952 gilt, denn für alle anderen Jahrgänge erhöht sich diese Grenze um jeweils zwei Monate. 

Wie die Altersgrenze von 63 Jahren angehoben wird:

GeburtsjahrAnhebung in MonatenRentenalter*
1952063
1953263+2
1954463+4
1955663+6
1956863+8
19571063+10
19581263+12
19591463+14
19601663+16
19611863+18
19622063+20
19632263+22
19642463+24

Wartezeit von mindestens 35 Jahren

Alle anderen, sprich die (nur) „langjährig Versicherten“, die keine 45 Versicherungsjahre zusammenbringen und damit nicht zu den „besonders langjährigen Versicherten“ gehören, können zwar mit 63 Jahren in Rente gehen, müssen aber Abschläge in Kauf nehmen. Tja, ganz so einfach ist die Rente mit 63 dann doch nicht. Und ob diese Regelung Bestand hat, ist auch noch fraglich, denn die Ersten fordern bereits die Abschaffung des Gesetzes.

Übrigens, wie das mit der Erwerbsminderungsrente funktioniert, erklärt die Seite "Wege aus dem Hamsterrad". 

Aber auch der langjährig Versicherte, der mit 63 Jahren in Rente gehen will, muss mindestens 35 Jahre Wartezeit vorweisen können. In die „Wartezeit“ fallen Beitrags- und Ersatzzeiten hinein, auch die Lehrlingsjahre und die Bundeswehr.  Die Wehrpflicht wurde 2011 abgeschafft. Zur Wartezeit gehören neben Beitragszeiten, Ersatzzeiten auch Anrechnungszeiten (krank, schwanger, arbeitslos, Schule, Studium) und Berücksichtigungszeiten.

Abschläge bei Rente mit 63

Zurück zur Frage „Kündigen zur Rente mit 63? Oder Aufhebungsvertrag?“. Wie ist das mit den Abschlägen bei der Rente mit 63? Wenn ein Versicherter, wie ich, 35 Wartejahre beisammen hat, kann er ab dem 63. Geburtstag in Rente gehen. Übrigens, die Rente beginnt immer am Monatsersten nach dem Geburtstag. Sprich, wer am 1. eines Monats geboren ist, wie ich, für den beginnt die Rente zum Ersten des Geburtsmonats. Das heißt, da ich am 1. März geboren bin, habe ich mein 63. Lebensjahr am 28. Februar vollendet. Für am 2. März Geborene beginnt die Rente mit 63 erst ab dem 1. April – alles klar?

Abschläge bis zu 9,6 Prozent

Wer die Rente mit 63 beziehen will, muss Abschläge in Kauf nehmen. Mit 63 Jahren in Rente zu gehen, muss sich ein Rentenversicherter schon leisten können. Wer mit 63 Jahren in Rente gehen will, muss Abschläge akzeptieren: 0,3 Prozent für jeden Monat, den er früher in Rente gehen will. Für 1964 Geborene macht das schon einen Abschlag von 14,4 Prozent aus. Ich müsste ja eigentlich bis 65 Jahre + acht Monate arbeiten. Wer 1955 geboren ist, muss schon mit Abschlägen von 9,9 Prozent rechnen, bei 1956 Geborenen sind es 10,2 Prozent – und so geht es weiter. Auf der Seite der Deutschen Rentenversicherung kann sich das jeder genau ausrechnen lassen. 

Kündigen oder Aufhebungsvertrag?

Aber jetzt zur Frage „Kündigen zur Rente mit 63? Oder Aufhebungsvertrag?“: Wie ist das? Muss ich kündigen, wenn ich vorzeitig in Rente gehen will? Wie ist das in Arbeitsverträgen geregelt? In vielen Arbeitsverträge steht noch ein Passus wie

  • „… das Vertragsverhältnis endet, ohne dass es einer Kündigung bedarf, mit Ablauf des Monats, in dem der …. Anspruch auf eine Sozialversicherungsrente hat oder im Falle seiner Befreiung haben würde, spätestens mit Ablauf des 65. Lebensjahrs“
  • Das gilt natürlich heute so nicht mehr, da die meisten 65 Jahre plus einiger Monate arbeiten müssen. Aber abgewandelt hat dieser Passus natürlich bei der Altersrente noch seine Wirksamkeit.

Selbst aktiv werden für Rente mit 63

Anders sieht es für Frührentner aus, die mit 63 Jahren gehen, so sie denn die nötigen Beitragsjahre beieinander haben. Wer früher in Rente gehen will, muss tatsächlich selbst aktiv werden und

kündigen oder einen Aufhebungsvertrag

mit dem Arbeitgeber schließen, sonst wird’s nichts mit der vorgezogenen Rente. Denn, die Rente mit 63 ist keine „Regelaltersrente“; das Arbeitsverhältnis endet nicht automatisch. Was die Kündigungsfrist eines Arbeitnehmers bei vorgezogenem Renteneintritt betrifft, so gilt in der Regel sein Arbeitsvertrag, der sich bei vielen auf einen Tarifvertrag stützt – und in dem steht genau drin, wie lange die Kündigungsfrist ist. Bei Redakteuren an Zeitschriften beispielsweise greift der entsprechende Manteltarifvertrag. Danach, nur so als Beispiel, beträgt die Kündigungsfrist beiderseits mindestens sechs Wochen zum Ende eines Kalendervierteljahres, nach einer ununterbrochenen Unternehmenszugehörigkeit als Redakteurin/Redakteur von 
3 Jahremindesten 3 Monate
8 Jahremindestens 4 Monate
10 Jahremindestens 6 Monate
25 Jahremindestens 8 Monate
15 Jahre und gleichzeitiger Vollendung des 55. Lebensjahresmindestens 12 Monate

wie gesagt, das ist nur ein Beispiel – in anderen Branchen und Unternehmen kann das ganz anders aussehen.


Wer zur Rente mit 63 kündigen will, kann sich an dem Musterbrief von kuendigungsschreiben.co orientieren. Der Musterbrief einer Kündigung könnte so aussehen:

Musterbrief einer Kündigung

Max Mustermann
Musterstraße 1
12345 Musterstadt

Leinsamen GmbH
Lummersbüttler Weg 7
33477 Luttersbüttel

Musterstadt, tt.mm.jjjj

Kündigung des bestehenden Arbeitsvertrages

Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich mein Rentenalter erreicht habe, kündige ich meine Stelle als (Bitte Job einsetzen) fristgerecht zum XXX (Datum einsetzen). Meinen Resturlaub möchte ich vor dem Kündigungsdatum nehmen, somit wäre mein letzter Arbeitstag der … 

Aber, wie gesagt, der Muster-Kündigungsbrief kann von der Seite kuendigungsschreiben.co herunter geladen werden.

Nur so viel: Die Kündigung muss natürlich schriftlich erfolgen und unterschrieben werden. Es ist sinnvoll, sie persönlich abzugeben und sich das quittieren zu lassen. Es geht natürlich auch per Post mit Rückschein, um etwas in der Hand zu haben.

Übrigens, der Deutschen Rentenversicherung ist es egal, ob ein Aufhebungsvertrag geschlossen wurde oder ob der Rentenversicherte ordentlich gekündigt hat. Für die Rentenansprüche ist das irrelevant.


Alternative Aufhebungsvertrag

Jetzt zur anderen Alternative „Aufhebungsvertrag“. Ideal ist es natürlich, mit seinem Arbeitgeber über die Ausgestaltung dieses Schritts zu reden. Die beste Lösung dürfte eine einvernehmliche Beendigung durch Abschluss eines Aufhebungsvertrags sein. Die Kündigung müsste insofern die Ausnahme sein.

Häufig ist es ja so, dass der Arbeitgeber auf einen Beendigung des Arbeitsverhältnisses drängt. „Gemäß dem Grundsatz der Vertragsfreiheit können sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer jederzeit auf die Beendigung des Arbeitsvertrages einigen“, schreibt Marlene Keller auf ihrer Seite anwaltarbeitsrecht.com. Wer mehr über gesetzliche Kündigungsfristen und Kündigungsschutzregelungen wissen will, lädt sich am besten ihr E-Book „Ratgeber Arbeitsrecht herunter.

Keine automatische Beendigung

Bei 63-Jährigen, die in Rente gehen wollen, sieht die Situation natürlich anders aus. Wer die abschlagsfreie Rente in Anspruch nehmen will oder mit 63 Jahren und Abschlägen gehen will, muss sein Arbeitsverhältnis kündigen oder einen Aufhebungsvertrag abschließen. Wer das vor hat, sollte einen eindeutigen Bescheid über die Rente vom Rentenversicherungsträger vorliegen.

Was soll im Aufhebungsvertrag stehen?

Wen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart haben, dass das Arbeitsverhältnis durch vorzeitigen Rentenbezug mit dem Ablauf des Monats, in dem der Arbeitnehmer 63 wird, enden soll. Dann sollte das auch im Aufhebungsvertrag drin stehen – und ein entsprechender Passus. „Gemäß § 41 Satz 2 SGB VI endet das Arbeitsverhältnis deshalb nur dann wie vorgesehen, wenn der Arbeitnehmer dies nochmals bestätigt; diese Bestätigung kann frühestens drei Jahre vor dem geplanten Termin des Ausscheidens, spätestens allerdings noch am letzten Tag des Ausscheidens erfolgen“, schreibt der Handelsverband Bayern. Die Bestätigung im Aufhebungsvertrag könnte wie folgt formuliert sein:

Bestätigung gemäß § 41 Satz 2 SGB VI mit dem schriftlichen Arbeitsvertrag vom …. Die Firma und die/der Mitarbeiterin/Mitarbeiter stimmen darin überein, dass das Arbeitsverhältnis mit Ablauf des Monats endet, in dem der/dem Beschäftigten der Rentenbescheid über die Gewährung einer Rente wegen vorgezogenen Altersruhegeldes zugeht.

Ort, Datum, Unterschrift: ………………………………………………………

Firma bzw. Mitarbeiterin/Mitarbeiter: ……………………………………….

Dem lässt sich fast nichts hinzufügen.

Eines noch – wer plant, in Rente zu gehen, sollte seinen Arbeitgeber rechtzeitig daran erinnern, sprich vier Monate vor dem Rentenbeginn, der Deutschen Rentenversicherung eine Entgeltmeldung zu schicken. Das geht elektronisch im Datenübermittlungsverfahren. In dieser Sondermeldung muss als Meldegrund „57“ drin stehen. Diese Entgeltmeldung ersetzt seit 2008 die sogenannte Entgeldbescheinigung, aus der hervorgeht, wie das Einkommen in den letzten drei Monaten vor Rentenbeginn war. Der Arbeitgeber kann die Meldung frühestens drei Monaten vor dem Rentenbeginn wegschicken. Ausführlich ist das in einem Info-Blatt der Deutschen Rentenversicherung beschrieben.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Hier ein Beispiel:

  • bei Rentenbeginn am 1. September 2018
  • müsste der Arbeitgeber die Meldung frühestens am 1. Juni 2018 abschicken
  • der Antragsteller sollte also Mitte Mai beim Arbeitgeber anklopfen
  • der Meldezeitraum (Grund der Abgabe 57) ist vom 1. Januar 2018 bis 31. Mai 2018
  • die Beschäftigung endet am 31. August 2018
  • Meldezeitraum (Grund der Abgabe 30): 1. Juni 2018 bis 31. August 2018

Da bleibt mir nur zu wünschen übrig: Happy Terminating – und eine schöne Rente.

Rente mit 63 – wie das geht? Ein Erklär-Video


Weiterführende Links:

Kommentar, Fragen? Gern, freue mich auf eine rege Diskussion.

 

… und so sieht er aus der Rentenantrag R0100

R0100 Rentenantrag

R0100 Rentenantrag

aktualisiert am 14. November 2018




Was uns 2018 bringen wird

Wenn das Jahr sich seinem Ende nähert, beginnt traditionell die Zeit der Jahresrückblicke. Doch anstatt zurückzublicken, wollen wir heute in die Zukunft schauen – was wird uns 2018 bringen – in punkto Rente, Sport, Wirtschaft, Politik?

2018 endlich mehr Geld?

Die Debatte, ob es künftig endlich mehr Geld für Rentner geben wird, kommt eigentlich in jedem Jahr auf. Für 2018 hat sich eine durchaus positive Nachricht angekündigt: Die Rentenbezüge sollen zum 1. Juli 2018 um über drei Prozent steigen (3,09 Prozent im Westen, 3,23 Prozent im Osten) – und auch nach 2018 soll die Erhöhung Schritt für Schritt weitergehen. So ist geplant, in den kommenden 14 Jahren eine durchschnittliche Rentenanpassung von 2,2 Prozent pro Jahr durchzusetzen. Ob die geplante Erhöhung zu Juli 2018 letztlich jedoch wirklich so umgesetzt wird, entscheidet sich erst im Frühjahr 2018.

Alle, die aktuell noch arbeiten, können sich ebenfalls freuen: Die Deutsche Rentenversicherung erwartet eine Beitragssenkung von 18,7 auf 18,6 Prozent – zugegeben, eine kleine Entlastung für die Arbeitnehmer, aber immerhin ist es eine. Apropos mehr Geld: Ende 2018 wird die Ausgabe des 500-Euro-Scheins eingestellt und die Banknote somit aus dem Verkehr gezogen. Wir müssen uns also daran gewöhnen, größere Summen bald in kleineren Scheinen zu erhalten.

Olympiade und Fussball WM

2018 ist vollgepackt mit sportlichen Großereignissen. Da ist zum einen die Winter-Olympiade in Südkorea, die Fußball WM in Russland, die Tour de France natürlich und die Hockey WM der Damen. Für Sportbegeisterte endlich wieder ein Jahr, in dem es sich lohnt, sich einen Kalender zum Markieren und Eintragen der Highlights des Jahres anzuschaffen. Wie wäre es mit einem selbst gestalteten Fotokalender? Individuelle Fotokalender kann heute jeder bequem selbst zusammenstellen – ein Blick bei www.cewe.de dürfte jeden überraschen, was alles möglich ist. Übrigens, so ein Fotokalender eignet sich auch prima als Weihnachtsgeschenk. Und hier zum Notieren – die Sport-Events:

  • Die Olympischen Winterspiele finden vom 9. bis 25. Februar 2018 im südkoreanischen Pyeongchang statt – insgesamt gibt es rund 102 Medaillen-Wettbewerbe in 15 Sportarten. Spannung und sportliche Höchstleistungen sind da vorprogrammiert.
  • Nicht weniger spannend dürfte die Fußball-WM werden, die im kommenden Jahr vom 14. Juni bis zum 15. Juli in Russland ausgetragen wird. Die deutsche Nationalmannschaft geht als Titelverteidiger einmal mehr als Favorit in die Weltmeisterschaft.
  • Außerdem steht vom 7. bis zum 12. August die Leichtathletik-EM im Berliner Olympiastadion an.
  • Und die Tour de France startet am 7. Juli auf der Île de Noirmoutier und endet am 29. auf den Champs-Élysées in Paris.

Arbeitslosengeld an der Supermarktkasse

So weit, so gut – passiert 2018 sonst noch was, abgesehen von einer Rentenanpassung und diversen Sport-Events? Durchaus! Die Agentur für Arbeit hat beispielsweise angekündigt, dass das Arbeitslosengeld künftig an Kassen von Drogerie- und Supermärkten bar ausgezahlt werden kann. Darüber hinaus steigt der Regelsatz für alleinstehende Hartz4-Empfänger von 409 auf 416 Euro, bei Paaren wird der Betrag von 368 auf 374 Euro pro Monat und Partner angehoben – die Änderungen treten zum 1. Januar 2018 in Kraft.

Und wer weiß, vielleicht gehen wir 2018 noch einmal zur Urne, um einen neuen Bundestagswahl zu wählen. Die Würfel dafür dürften in den kommenden Tagen fallen.

Ja, dann erwarten uns 2018 noch einige runde Geburtstage, die sicher ihren Widerhall in der Presse finden, darunter beispielsweise

  • der 200. Geburtstag von Karl Marx: 5. Mai 2018
  • der 100. Geburtstag von Hans Scholl:
  • der 200. Geburtstag von Friedrich Wllhelm Raiffeisen: 30. März 2018
  • … und am 24. Dezember vor 200 Jahren wurde das erste Mal „Stille Nacht, heilige Nacht“ aufgeführt

Es wird also spannend 2018!

 

Bildrechte: Flickr Four pretty birds on a row Comrade King CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten




Wie ein Früchtebrot gelingt und warum jetzt die Zeit dafür ist?

Nur noch wenige Wochen bis Weihnachten, höchste Zeit, mit dem Backen von Früchtebrot beginnen. Warum jetzt die richtige Zeit dafür ist und wie Früchtebrot gelingt?

Ok, zur ersten Frage: Warum jetzt die richtige Zeit zum Backen ist. Weil, Früchtebrot besser schmeckt, wenn es einige Tage lagert. Und zur zweiten Frage: Wie Früchtebrot gelingt, dafür folgt gleich ein bewehrtes Rezept.

Kletzen- oder Hutzelbrot

Früchtebrot ist auch bekannt unter dem Namen „Kletzenbrot“ oder „Hutzelbrot“, einige kennen es vielleicht unter dem Begriff „Schnitzbrot“ oder „Bierewecke“, wobei Biere von Birne kommt, denn ins Früchtebrot gehören vor allem getrocknete Birnen. Übrigens, Hutzeln sind getrocknete Birnen – früher war das eine spezielle Birnensorte, die Hutzelbirne, heute werden Birnen allgemein genommen und getrocknet. Sie zu bekommen, ist nicht ganz einfach. Naturkostläden führen aber meist Hutzel- oder Trockenbirnen.

Mehr als nur Birnen

Natürlich enthält Hutzelbrot nicht nur getrocknete Birnen, sondern auch Dörrpflaumen, Feigen und andere Trockenfrüchte. Darüber hinaus kommen noch Nüsse in den Teig und Mandeln sowie Orangeat und Zitronat.

Die Alemannen haben den Brauch, Hutzelbrot erst am Heiligabend anzuschneiden. Gegessen werden musste es spätestens am Dreikönigstag. Nun gut, heute ist das wohl Vergangenheit. Übrigens gibt es ein Märchen von Eduard Mörike über das Hutzelmännlein, in dem es um ein Früchtebrot geht, das dem Schustergesellen Seppe vom Hutzelmännlein mitgegeben wird und dem magische Kräfte innewohnen. Aufgeführt wird das Hutzelmännlein im Dezember in Stuttgart.

Na dann, guten Appetit – und hier das Rezept

Früchtebrot (Kletzen- oder Hutzelbrot)

 




Was ist Autosuggestion und was bringt sie?

Schon mal von Autosuggestion gehört oder von Coué? Autosuggestion vielleicht, Coué vermutlich eher nein. Was ist das? Was bringt das? Und wer ist überhaupt Coué? Das Fragen lohnt sich – hier die Antworten.

Ist es möglich, sich gesund zu denken? Dieser Frage ist der französische Apotheker Emile Coué im ausgehenden 19. Jahrhundert nachgegangen, nach dem er feststellte, dass einem Kranken nicht nur Medizin hilft, sondern auch der Glaube daran – der Glaube spielt sogar eine entscheidende Rolle bei der Heilung. Wenn er seinen Klientel eine Medikament verkaufte mit positiven Empfehlung, dass ihnen das Medikament sicher helfen werde und es ihnen bald besser gehen werde, so ging es ihnen auch schon bald besser.

Erfahrungen eines Apothekers

Ausgehend von seiner Erfahrung als Apotheker entwickelte Coué die Lehre von der Autosuggestion. Seine Lehre fand nicht nur in Frankreich Tausende von Anhängern, sondern auch in anderen Ländern, darunter Russland, die USA und Deutschland. Das ist allerdings lange her.

1905 formulierte er seine Methode und ging damit an die Öffentlichkeit – und wurde schon bald gefeiert. Er ist der Vater des positiven Denkens, autogenes Training wäre ohne seine Ideen nicht vorstellbar, ebenso die Neurolinguistische Programmierung (NLP).

Und doch ist er in den vergangenen Jahrzehnten in Vergessenheit geraten, obwohl er einer der ersten großen Visionäre der Psychotherapie war. Viele Bücher über Coué sind schon etwas vergilbt, andere schon längst vergriffen, darunter das von Alfred Brauchle „Hypnose und Autosuggestion“.

Wir brauchen Coué wieder

Ob sich das ändert? Könnte sein. Zumindest organisierte sich 2017 – zum 160. Geburtstag von Coué – der immerhin zweite internationale Kongress zur Methode Coués und seiner zeitgenössischen Anwendung. Die Zeit scheint wieder reif zu sein für Coué, den Lehrer, der die Menschen zum Glauben an sich, zum Selbstvertrauen, zum Optimismus in punkto Krankheit erziehen wollte. Denn viele fühlen sich heute überfordert, ausgelaugt, gehetzt und reagieren mit Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Rückenproblemen.

In den 20er war Coué  populärer als heute – Couplet von Otto Reutter (1927)

Was ist dran an Coués Lehre. Der französische Apotheker aus Nancy, der in den USA auch mal als „Kaufmann des Glücks“ genannt wurde, erkannte, dass jeder von uns über Selbstheilungskräfte verfügt, die wir gezielt im positiven Sinn einsetzen können – durch Autosuggestion, sprich unsere Einbildung, oder sagen wir Vorstellungskraft, denn Einbildung klingt einen Tick zu negativ.

Coué entwickelte eine einfache Autosuggestionsformel:

„Es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht besser und besser“

oder auf Französisch: „Tous les jours et à tous points de vue, je vais de mieux en mieux“. Coué war davon überzeugt, dass jeder die Chance hat, seine Gesundheit zu erhalten und sich selbst zu heilen. Welcher Einfluss unsere Vorstellungskraft hat, lässt sich an der Wirkung von Placebo ablesen.

Autosuggestionsformel bei Youtube – als kleine Starthilfe

So viel zu Coué und der Geschichte der Autosuggestion, worum aber geht es genau? Coués Grundgedanken – oder auch Grundgesetze – sind, so berichtet Alfred Brauchle in seinem Buch „Hypnose und Autosuggestion“:

Coués Grundgedanken

  1. Jeder Gedanke in uns ist bestrebt, Wirklichkeit zu werden – und er nimmt dabei den Umweg über das Unterbewusstsein. „Solange der Gedanke sich nur im Bewusstsein befindet und keine Beziehungen zum Unterbewusstsein gewonnen hat, wirkt er genau so wenig wie das Pulver in der Schachtel“, schmückt Brauchle Coués Lehre aus.
  2. Nicht der Wille ist die bedeutsamste Eigenschaft in uns, sondern die Einbildungskraft, die Fähigkeit, sich etwas glauben zu machen. Und kommen Wille und Einbildungskraft in Konflikt, dann ist es immer der Wille, der unterliegt, die Einbildung welche siegt. Das klingt paradox und scheint in krassem Gegensatz zu unseren praktischen Erfahrungen. Das „Gesetz der das Gegenteil bewirkenden Anstrengung“ ließe sich auch so formulieren: „Was man mit einer leichten Anstrengung erreicht, verdirbt man sich mit einer großen Anstrenung“, so Brauchle.

Die beiden Grundgedanken Coués lassen sich in dem Satz zusammenfassen:

Jeder Gedanke will sich auf dem Weg über das Unterbewusstsein verwirklichen, sofern wir ihm das nicht durch übermäßiges Wollen verwehren.

Das klingt banal, Coué und der französisch-schweizerische Psychoanalyst Charles Baudoin, der mit Coué zusammengearbeitet hat, haben das „Gesetz der das Gegenteil bewirkenden Anstrengung“ aber mühsam erarbeitet und formuliert.

Die Stimme von Coué

Aber Coué war es, der erkannte, „dass sich durch eine systematische Beschäftigung mit wünschenswerten Gedanken und Gefühlen vor dem Einschlafen – und nach dem Aufwachen – sich seelische und körperliche Funktions- und Strukturveränderungen herbeiführen lassen“, erinnert sich Brauchle. Um es etwas abstrakter zu umschreiben: Die vom Bewusstsein erregte Welle triggert das Unterbewusstsein an und wirkt auf das Organisch-Unbewusste – oder das vegetative Nervensystem – mit dem Effekt, den Körper (oder Geist) zu heilen.


Coué für jeden Tag

Wie funktioniert das in der Praxis? Brauchle rät, bei der Anwendung der Autosuggestion einen solchen Entspannungszustand bei sich auszulösen:

Man bringt sich selbst in die geschilderte Lage – Rückenlage, Arme parallel zum Körper, Beine leicht geöffnet – und schließt ruhig die Augen, streicht zunächst leicht mit der Hand über das Gesicht, um es zu einer Lösung aufzufordern, denkt dann mit seiner Einbildungskraft, indem man hauchartig mit seinen Gedanken durch den Körper hindurchgeht – meine Arme werden ganz bleiern schwer und müd, meine Beine werden ganz bleiern schwer und müd, mein Herz schlägt ganz ruhig und langsam, meine Atmung geht ganz leicht und frei, mein Leib löst und lockert sich vollkommen. Dabei wird man sich ganz plump und schwerfällig auf seiner Unterlage aufliegen lassen, indem man den höchsten Grad der Passivität und der Hingegebenheit anstrebt.

Wer trotzdem nicht zur Ruhe kommen, der konzentriert sich auf seine Atmung und achtet auf das Eindringen und Ausströmen der Luft. Ein Tröpfchen Parfum auf der Oberlippe lässt die Konzentration auf die Nasenatmung leichter fallen.

Morgens und abends 20-mal

In dieser Ruhe- und Entspannungslage flüstere ich mir 20- bis 30-mal in aller Gelassenheit die allgemeine Formel von Coué zu:

„Es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht besser und besser.“

Das sollte zur Routine werden – am besten zwei- bis dreimal pro Tag, vier Wochen lang.

Autosuggestion im Entspannungszustand – so funktioniert’s

Und noch eines empfiehlt Coué: „Sobald sich im Laufe des Tages körperliche oder seelische Schmerzen oder Beschwerden einstellen, fährt der Patient mit seiner Hand über die körperlich schmerzende Stelle oder im Falle eines seelischen Leidens über die Stirn, dabei so schnell wie nur möglich flüsternd vorsagen: „Es geht vorbei, vorbei, vorbei …“ (O-Ton Brauchle).

Das Portal Psychotipps empfiehlt ganz konkret:

  1. Wer Medikamente nimmt, sollte sich bei der Einnahme sagen: „Dieses Medikament wird mir bestimmt helfen – ich werde gesund.““
  2. Sich in Gedanken als genauso fit und gesund zu sehen wie zuvor.
  3. Nie über Krankheiten zu sprechen oder darüber zu denken.
  4. Wer gesund ist, dann zu glauben, gesund zu bleiben. Sich einzuflüstern: Ich bin gesund und bleibe es auch.“
  5. Eine positive Grundeinstellung zu sich, den Menschen und dem Leben zu entwickeln.
    Denn, „positive Gedanken stärken die Abwehr des Körpers und aktivieren Selbstheilungskräfte.“

Welt der Wunder – Spezial über Autosuggestion

 

10-Punkte-Anleitung

Das Hypnose-Institut Deutschland hat sogar einen 10-Punkte-Bauplan. Hier nur ganz kurz die zehn Punkte:

  1. Ziele und Wünsche überlegen
  2. Kategorien und Prioritäten bilden
  3. Ökocheck und Bauchgefühl – was fühlt sich gut an
  4. Kreative Formulierungshilfen
    Formuliere einen vollständigen Satz pro Wunschgruppe
    der im Präsens oder Präteritum steht
    der idealerweise beginnt mit “Ich bin dankbar für...”
    der positiv formuliert ist und keine Verneinungen enthält
    der genau dein Ziel beschreibt, ohne Redewendungen oder gestelzte Ausdrücke
    der deinem Sprach- und Sprechstil entspricht
  5. Alles richtig gemacht?
  6. AffOrmationen als Form der Autosuggestion
  7. Gefühl, Gefühl, Gefühl – Druck und Zwang ist kontraproduktiv
  8. Autosuggestionen wiederholen – die Wiederholung macht’s
    mindestens 2 bis 3 mal pro Tag für die Dauer von mindestens vier Wochen
  9. Verbal, auditiv, bildlich … ganz egal, Hauptsache Gefühl und Wiederholung
  10. Nachkontrolle und Anekdoten
    bei Erfolglosigkeit, ist es sinnvoll seine Affirmation zu überprüfen

Deutsches Coué-Institut

Wer mehr zu Coué wissen will und Autosuggestion selbst ausprobieren will, kann sich beispielsweise von Franz Josef Neffe in die Lehre von Coué einführen lassen. Leffe erforscht, praktiziert, publiziert und lehrt die Autosuggestion in Coué-Qualität seit bald 40 Jahren. Er reist vor allem durch Bayern und stellt den Teilnehmern seiner Vorträge Émile Coué und seine Lehren vor. Es werden praktische Übungen gemacht, und die Teilnehmer/innen erhalten einzelne Blätter mit praktischen Beispielen: Termine für den Winter 2017/18. Leffe hat auf seiner Homepage einige andere Adresse aufgelistet für alle, die sich für Coué und seine Methode interessieren. In einem Interview mit Querdenken-TV erklärt Leffe, warum die Coué-Methode in Deutschland so einen schweren Stand hat. 

Ausbildung zum Autosuggestionsberater

In Südtirol gibt es mittlerweile eine Ausbildung zum Autosuggestrionsberater – und zwar beim Mentaltrainer Klaus Dieter Ritter. Ausbildungsgebiet: Die Selbstbemeisterung durch die bewusste Autosuggestion mit praktischer Anwendung für Erwachsene und Kinder, für Alleinstehende und Eheleute, um eine gesunde und entspannte Lebensqualität „in jeder Hinsicht“ zu erlangen.

Auf Autosuggestionsberater habe sich Raphaela und Manfred Gufler aus Südtirol spezialisiert. Sie sind Ansprechpartner für die Autosuggestionsmethode nach Emil Coué in Italien und Autoren des Buchs „Mut-Geschichten für Klein und Groß. Auf Anfrage halten wir Vorträge, Seminare, Workshops, Coachings und Einzelberatungen, sowie Buchvorstellungen – mehr steht auf ihrer Homepage coue.it.

150 Sätze für positives Denken

Elisabeth Grimaud hat sich auf Gehirntraining spezialisiert … und 150 positive Sätze formuliert, 150 Sätze des Gelingens, der Ressourcen, 150 Sätze, die jemandem die Stimmung aufgehellt haben, wenn es ihm schlecht ging. „Lest, pickt euch das Passende heraus, nehmt sie euch, absorbiert sie, macht sie euch zu eigen“, fordert Grimaud auf. Und hier einige dieser 150 Sätze – wer mehr will, sollte Grimauds Newsletter abonnieren. Leider sind die 150 Sätze auf französisch, deswegen hier die Übersetzung zumindest einiger:

  1. Beunruhige dich dich, es wird schon. Fasse Vertrauen, es gibt immer eine Lösung
  2. Ich bin fast fertig. Ich höre jetzt nicht auf
  3. Mal schau’n, was alles möglich ist. Ich Vertrauen ist besser als verzagen
  4. Wo es Probleme gibt, gibt es auch eine Lösung
  5. Prüfungen lassen uns über uns hinauswachsen
  6. Auf, jetzt aber los
  7. Ich habe das nicht für nichts gemacht
  8. In allem steckt etwas Positive, es reicht, die Menschen und Ereignis mit Liebe zu betrachten
  9. Ich blicke zurück, betrachte meine gelösten Probleme und die Befriedigung daraus
  10. Das wird mir die Lust am Leben nicht vermiesen
  11. ……
  12. ……

Psychotherapeuten, die auf Autosuggestion setzen

Es gibt mittlerweile einige heilkundliche Psychotherapeuten, die sich mit Hypnose und Autosuggestion auseinandersetzen.
Hier nur einige Beispiele:

Wer noch andere kennt, bitte mich zu informieren – einfache eine Mail an info@vorunruhestand.de oder als Kommentar unter diesen Blogpost. Danke

 




Wie sich Großeltern und Enkel gegenseitig unterstützen können

Großeltern sein ist eine wichtige und herausfordernde Aufgabe. Für ein Kind ist es sehr schön, Oma und Opa zu haben – die soziale Bindung ist sogar ein Plus für alle Generationen. Manchmal jedoch fühlen sich die älteren gekränkt – zu wenig Zeit mit den Enkeln beispielsweise stellt viele auf die Probe.

Warum die Beziehung wichtig ist

Nach Statistiken des Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) haben mehr als 70 Prozent der Großeltern einen sehr engen Kontakt zu ihren Enkeln. Das ist gut so, denn die Beziehung hilft beiden Seiten. Wenn Enkel ihre Großeltern besuchen, ist das ein anderes soziales Umfeld als jenes, das die Kleinen von zu Hause kennen. Die Bindung zu den Großeltern ist für das Kind wichtig für die Vorbereitung auf das spätere Leben in der Gesellschaft. Bei Oma und Opa lernt es andere Umgangsformen, andere Erziehungsmethoden und lernt zu verstehen, dass es mehr gibt als das, was es von Zuhause kennt. Vor allem Zeit und Gelassenheit finden die Kinder meist eher bei den Großeltern als bei den Eltern.

Im Gegenzug erhalten Großeltern Unterstützung und Abwechslung vom sonstigen Alltag. Viele hält das jung und fit. Gleichsam erleben die Großeltern das Heranwachsen eines Kindes zum zweiten Mal – dieses Mal jedoch haben sie mehr Zeit, es zu genießen und können auf mehr Lebenserfahrung zurückgreifen. Viele Großeltern sehen in den Enkeln auch eine Art Sinnerfüllung, denn sie werden wieder gebraucht.

Warum Neid aufkommt

Häufig möchten Großeltern mehr Zeit mit ihren Enkeln verbringen als sie aktuell erhalten. Bei einigen stellt sich ein Neidgefühl ein, weil die Eltern oder allgemein andere mehr Zeit mit dem Kind verbringen können als sie selbst. Großeltern müssen jedoch verstehen, dass ihre Rolle eine Art flexibles Hilfspotenzial ist, das die meisten Eltern vorrangig in speziellen (Not-)Situationen mobilisieren. Zum Beispiel dann, wenn ein Elternteil länger krank ist, wenn die Kita streikt oder wenn Eltern eine Urlaubspause benötigen, ist die Hilfe der Großeltern wichtig, manchmal sogar notwendig.

Großeltern sollten sich keinesfalls aufdrängen – weder zeitlich noch mit Ratschlägen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie sich gänzlich zurückhalten sollen. Stellen sie eine Schieflage des Verhältnisses der Zeit mit den Enkeln fest, sollten sie das kommunizieren. Dabei sollte weniger vorwurfsvoll, sondern vielmehr mit Verständnis und Respekt umgegangen werden. Wer neidisch ist oder sich gekränkt fühlt, übersieht oftmals etwas. Die Beziehung zum Enkel darf kein Konkurrenzkampf werden, andernfalls wirkt sich das negativ auf Großeltern, Eltern und auch auf das Kind aus. Oma und Opa sollten ein Ruhepol und sicherer Rückzugsort sein, an dem sich die Kleinen wohlfühlen.

Harmonisches Verhältnis schaffen

Um nicht in Schieflage zu geraten – weder mit den Kindern noch den Enkeln – sollte sich Großeltern immer bewusst sein, welche Rolle den Großeltern zukommt. Neben den bereits erwähnten Gesprächen sind Vorschläge für gemeinsame Aktivitäten ein guter Ansatz für mehr Harmonie. Gemeinsame Erlebnisse festigen die Bindung enorm.

Allgemein kennen aktive ältere Generationen den Neidfaktor weniger, denn sie haben von sich aus ein erfülltes Alltagsleben und projizieren nicht sämtliche Bedürfnisse auf das Enkelkind. Die eigenen Ansprüche zu überprüfen und im Zusammenhang mit den Wünschen des Enkels zu vergleichen, ist empfehlenswert – auch, was die Häufigkeit der Besuche betrifft. Großeltern, die weiter weg von den Kindern wohnen, sollten mehrere Besuche im Jahr planen. Besuche sollten aber nicht nur stattfinden, um den Enkeln Geschenke oder Taschengeld zu überreichen. Taschengeld können Großeltern mittlerweile auch per Handy-App, beispielsweise über das Kwitt-System der Sparkasse, an ihre Enkel schicken. Das Prinzip funktioniert ganz einfach und ist quasi eine moderne Taschengeld-Variante.

Zudem sollten Oma und Opa wissen: Großeltern, die zu ihren Enkeln nicht sofort die perfekte Beziehung haben, müssen keine Angst haben, dass etwas nicht stimmt. Es gibt verschiedene Typen von Enkel-Großeltern-Beziehungen. Bei einigen wird die Beziehung erst enger, wenn das Enkelkind älter ist.

 

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