Wo lebt sich’s am besten als Rentner im Ausland?

Wo lebt sich’s am besten für Rentner im Ausland? In der Frage hilft der Global Age Watch Index weiter. Danach geht es Rentner und Senioren in der Schweiz, in Norwegen, Schweden – und in Deutschland am besten, gefolgt von Kanada, den Niederlanden, Island und Japan. Die USA sind nur auf Platz neun, Großbritannien auf Platz zehn. Am schlechtesten geht es Rentnern in Pakistan, Mozambique und Malawi. Absolutes Schlusslicht ist Afghanistan.

Ok, das ist das eine. Gerade die Schweiz und Norwegen sind geprägt von hohen Lebenshaltungskosten – da kann schon mal der eine oder andere Rentner auf die Idee kommen, mit seiner Rente in günstigere Länder auszuweichen. Das gilt natürlich auch für Deutschland. Klingt ja auch verlockend – gerade im Süden ist es wärmer als in heimischen Gefilden und meist auch billiger. Aber stimmt das wirklich?

Was beim Auswandern ins Ausland zu bedenken ist

Rentner, die allerdings ihre Rente im Ausland genießen will, sollte einiges bedenken, wie gerade der Fall Thailand zeigt. Das Land verlangt von Rentnern, die dort leben wollen einen Nachweis, dass 65 000 Bath monatlich eingehen. Das entspricht aktuell (Stand 23. Juni 2017) 1710 Euro. Problem ist der schwächelnde Euro. Falls diese Entwicklung weitergeht, erhöht sich das schnell auf 1800 Euro. Machen wir uns nichts vor, die Geldvermehr-Arie von Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) wird dafür sorgen, dass der Euro gegenüber anderen Währungen an Wert verliert.

Ferner verlangt Thailand für ein Retirement Visa ein Bankguthaben von 800 000 Baht – nach heutigem Stand mehr als 21 000 Euro. „Damit möchte Thailand sicherstellen, dass Rentner den Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten können und nicht dem thailändischen Staat zur Last fallen“, schreibt Rainer Hellstern in seinem Buch „Rente im Ausland“. Wer mehr über die Voraussetzung wissen will, informiert sich am besten auf den Seiten der thailändischen Botschaft.

Hellsterns Buch ist fast so eine Art Bibel für auswanderungswillige Rentner. Deswegen lohnt sich mehr als nur ein Blick in das 204-Seiten starke Werk, das übrigens von seinem Blog Auswandern-Handbuch begleitet wird. Er geht auf die Gründe ein, warum manche Rentner auswandern wollen. Er dringt bis zu den Feinheiten des deutschen Sozialversicherungsrechts vor und klärt über den Geldtransfer ins Ausland auf. Das gilt auch für Thailand, wie er auch auf seinem Blog schreibt.

Die Rentenzahlung nach Thailand ist ohne Probleme möglich. Die Deutsche Rentenversicherung überweist die monatliche Rente auf das gewünschte Konto in Thailand. Bei der Auslandsüberweisung können allerdings hohe Verluste durch Bankgebühren und Währungsumrechnungen entstehen. Diese gehen immer zulasten des Rentenempfängers und werden nicht von der Rentenversicherung übernommen! Doch es gibt einfache Möglichkeiten mit kleinen Tricks die Bankgebühren zu reduzieren. Mehr zum Thema Rentenzahlung ins Ausland.

Mehr Wunsch als Wirklichkeit

Er warnt auswanderungswilligen Rentnern, sich zu vergegenwärtigen, dass „die Realität nicht immer hält, was die Träume versprachen“. Er rät, sich keinen fremden Menschen anzuvertrauen, weil viele es nur auf das Geld der Rentner abgesehen haben. Vorsicht sei vor allem beim Kauf von Immobilien angebracht.

Was sein Buch besonders lesenswert macht, ist der Länderteil. Hellstern geht auf die USA ein, auf die Schweiz, auf Österreich, Spanien, Frankreich, Thailand, die Türkei, Kambodscha, die Philippinen – und zwar was Lebenshaltungskosten, Klima, Entfernung, Sprache, medizinische Versorgung, Umzug und Visum betrifft

Am Ende des Buch erwähnt er auch die „Pflege im Ausland“: was kostet sie, wer übernimmt die Kosten, wie findet man ein gutes Pflegeheim?

Wie das Beispiel Thailand zeigt, ändern sich die Bestimmungen und Verhältnisse. Deswegen sollten auswanderungswillige Rentner auch in dieses Kapital schauen. Es listet auf sieben Seiten weitere Informationsquellen auf.

Nach der Lektüre des Buchs relativiert sich wahrscheinlich einiges – das ist Hellstern zugute zu halten. Er geht fundiert auf Sonnen- und Schattenseite ein und warnt vor den Tücken. Also unbedingt reinschauen – und dann erst planen.

Vielleicht ist sinnvoll, das Auswandern einfach einmal zu proben und im Süden zu überwintern. Auch dafür hat Hellstein auf seinem Blog einige wertvolle Hinweise und Tipps.

Als Rentner in die Türkei? Na ja, im Moment ist das wohl eher nicht so empfehlenswert. Dazu ein Video von Phoenix – aus Zeiten vor dem Umsturzversuch. Heute sieht die Lage allerdings anders aus.

https://www.youtube.com/watch?v=sfz6Nw3Bvag

 

Interessant scheint aus Rentensicht auch Neuseeland zu sein, wie Christine Brunner auf ihrem Blog „Kiwifinch“ berichtet. Die Rente ist allerdings vergleichsweise niedrig, dafür aber steuerfreie – und jeder bekommt die „Superannuation“, sprich Grundsicherung, für die niemand Beiträge zahlen muss, weil sie aus den Steuern finanziert werden. Das heißt, es bleibt den Kiwis genug Geld übrig, um fürs Alter vorzusorgen. Allerdings bekommen nur echte Kiwis eine neuseeländische Rente, das heißt, der Rentenbezug ist an gewisse Bedingungen geknüpft wie die neuseeländische Staatsbürgerschaft und ein ausreichend langes Leben vor der Rente in Neuseeland.

Wie wäre es mit Malta?

Interessant erscheint auch Malta. Die Republik Malta („Repubblika ta‘ Malta“) ist 316 Quadratkilometer groß, was in etwa der Fläche des Stadtstaats Bremen entspricht. Auf Malta leben rund 430 000 Menschen. Damit sind die Inseln – Gozo gehört auch dazu – ziemlich dicht bewohnt. Auf Malta wird maltesisch und englisch gesprochen. Malta ist seit 1964 unabhängig, seit 2004 gehört es der Europäischen Union an und seit 2008 ist der Euro offizielles Zahlungsmittel. Die Inselgruppe liegt rund 90 km südlich von Sizilien. Was Malta besonders attraktiv für Ruheständler macht: das Klima. Denn auf den Inseln scheint die Sonne an 320 Tagen im Jahr. Dazu kommt noch die Kultur: Malta hat neun Weltkulturerbe-Stätten. Als Ex-Kron-Kolonie der Briten wird in Malta links gefahren. Es gibt auf Malta gute Busverbindungen und günstige Fährverbindungen zu den Inseln Gozo und Comino. Wer mehr über Einreisebestimmung, Gesundheitssystem und Wirtschaft wissen will, ist am besten auf der Seite von Internationalliving aufgehoben.

Wie wäre es mit der Ukraine?

„Die Ukraine wird für Wirtschaftsflüchtlinge aus Österreich immer attraktiver, also für Pensionisten, die sich eine billigere Heimat suchen müssen“, schreibt die „Wiener Zeitung“. Claudia Aigner hat eine witzige Glosse („Mei private Altersvorsorge is a Flugticket nach Odessa“) zu dem Thema geschrieben, die endet mit: „Die österreichische Bevölkerung wird also doch nicht überaltern. Dafür vermutlich die ukrainische. Und die Rumänen und Bulgaren sollten sich auch schön langsam auf die Flüchtlingswelle vorbereiten. Und anfangen, Altersheime zu bauen. He, hoffentlich werden die Pensionen für Auslandsösterreicher nicht irgendwann an die Lebenshaltungskosten im jeweiligen Gastland angepasst. Wär blöd.“

Simple Pleasures And A Home For $32,000 In Southern Italy„, schreibt International Living. Valerie Fortney Schneider beschreibt ihre Erfahrung mit dem Kauf einer Villa in Süditalien. „Making the decision to transplant ourselves to Italy was easy. Making the move itself was painless. Making ourselves at home was smooth and immediate. We have a feeling of belonging that we’ve not known anywhere else, extraordinarily generous neighbors, and a whole village to greet us with a friendly buongiorno (good morning) when we go for our morning caffe.“ Sie lebt in einem kleinen Weiler in der Provinz Potenza, in der Basilicata. Die Italiener am Ort machen ihre Salsa selbst und ihren Wein, produzieren Feigen und Birnen, Bohnen und Tomaten. Sie zahlte 32 000 Dollar für ihr Haus, eine kleine 300 Jahre alte Casa. Die Lebenshaltungskosten sind vergleichsweise niedrig, so Valerie Fortney Schneider. Umgerechnet einen Dollar für einen Espresso, 60 US-Cent für eine Packung Nudeln und einen Korb voll Gemüse für weniger als fünf Dollar.

Wie wäre es mit Frankreich?

Laut Hellstern ist Frankreich das fünftbeliebteste Zielland für deutsche Rentner. „Savoir vivre“, französische Lebensart ist das Zauberwort. Aber Vorsicht, die Lebenshaltungskosten sind teilweise deutlich höher als hierzulande. Eine Kugel Eis kostet locker mal 2,50 bis drei Euro, wogegen hierzulande die Kugel schon für 1,20 Euro zu haben ist. Wer Bier liebt, ist in Frankreich Fehl am Platz. Ein Weißbier kostet in Toulouse beispielsweise sieben Euro, selbst im vergleichsweise teuren München zahlt ein Biertrinker dafür 3,50 bis vier Euro – als rund die Hälfte. Wer seinen Ruhestand im Nachbarland verbringen will, sollte etwas Geld mitbringen. Was die Kosten für Immobilien betrifft, so kommt es sehr darauf an, wo ein Rentner residieren will – an der Côte d‘Azur kostet eine Wohnung ähnlich viel wie in München. Im Hinterland oder im Süden Richtung Perpignan wird’s dann deutlich billiger. Eine Immobilie in Paris erscheint unerschwinglich, zumindest für Normalverdiener. Paris gilt laut Hellstern als die zweit teuerste Stadt der Welt. Das gilt übrigens auch für die Lebenshaltungskosten. Ein Espresso kann locker mal 4,50 Euro kosten. Auch andere Lebensmittel sind teurer als in Deutschland. Dafür ist allerdings die Auswahl größer. Wer nach Frankreich reist und zurück, muss zudem, so er denn Autobahnen benutzt, Maut zahlen – und die schlägt kräftig zu Buche. Ein Wort zur Sprache: Wer nicht französisch spricht, hat in Frankreich schlechte Karten. „Viele Franzosen sprechen ungern eine andere Sprache als die eigene, selbst wenn sie es könnten“, bemerkt Hellstern treffend. Diese Erfahrung habe ich während meiner Tour de France ebenfalls gemacht. Wer also beabsichtigt, seinen Ruhestand in Frankreich zu verbringen, sollte unbedingt französisch lernen oder seine Schulkenntnisse auffrischen. Die Volkshochschulen bieten ortnah entsprechende Kurse an, beispielsweise die vhs Olching.

Was die medizinische Versorgung betrifft, so verlangt Frankreich einen hohen Eigenanteil. Die Krankenversicherung zahle nur 70 Prozent der Kosten für Arzt- und Zahnartzbehandlung, so Hellstern.

Was die Formalitäten betrifft, so ist laut Hellstern spätestens drei Monate nach dem Umzug eine Anmeldung oder ein Antrittsbesuch im Rathaus in Frankreich nötig. Wer den Termin versäume, müsse ein Bußgeld zahlen. Die Behörden wollen den Reisepass sehen, einen Miet- oder Kaufvertrag und vielleicht die letzte Stromrechnung. Aufenthaltserlaubnis brauchen Deutsche in Frankreich nicht.

Übrigens gibt es in Facebook eine Gruppe „Auswandern nach Frankreich“. Auf der Seite wohin-auswandern erfährt der auswanderungswillige Ruheständler ebenfalls etwas über Frankreich und das Leben dort.

Übrigens International Living hat auch einen Facebook-Account

Finanzen100 hat Rentendomizile untersucht und liefert acht Vorschläge: Dafür hat Finanzen100 Daten zur Lebensqualität und den Lebenshaltungskosten der Vergleichsseite Numbeo ausgewertet. Zu den acht Orten, wo schon tausend Euro pro Monat reichen, gehören:

  • Bursa in der Türkei
  • Mangalore in Indien
  • Prag in Tschechien
  • Kapstadt in Südafrika
  • Riad in Saudi-Arabien
  • Warschau in Polen
  • Monterrey in Mexiko
  • Sofia in Bulgarien

Nützliche Links:




Wie jeder ganz einfach im Alltag sparen kann

 

Ruhestand – das bedeutet, endlich die freie Zeit nach den eigenen Vorstellungen zu verbringen und sich vielleicht lange gehegte Wünsche zu erfüllen. Allerdings dürfen diese für viele Frührentner nicht zu teuer werden, denn bei vielen sieht die neue finanzielle Situation weniger rosig aus. Immerhin müssen alle, die vor dem Erreichen des gesetzlichen Rentenalters in den Ruhestand gehen, mit Rentenabschlägen leben. Gut, wer beizeiten an private Vorsorge gedacht hat.

Wer allerdings mit weniger auskommen muss, kommt nicht umhin, im Alltag zu sparen. Folgende Tipps helfen dabei.

Augen auf beim Kleiderkauf

Die ersten Sonnenstrahlen kommen heraus, der Sommer steht vor der Tür – und das Bild in den Schaufenstern der Fußgängerzone ändert sich. Dicke Winterjacken müssen luftigen Shirts auf der Kleiderstange weichen – die restliche Wintermode wandert mit satten Rabatten über den Ladentisch. Daher lohnt es sich, jetzt auf die Jagd nach Winterkleidung zu gehen. Bei Yoox beispielsweise finden Schnäppchenjäger hochwertige Kleidung zu vergleichsweise niedrigen Preisen mit einer großen Auswahl an Herrenmänteln; das gleiche gilt für Damen-Winterjacken. Wer seine Winter-Garderobe erneuern will oder muss, ist damit bestens beraten. Mit zeitlosen Schnitten und Farben ist nichts falsch zu machen.

Überblick über Verträge behalten

Strom, Telefon, Versicherungen – muss das alles so viel kosten? Es lohnt sich, bestehende Verträge zu durchforsten und sich einen Überblick über seine Finanzen zu verschaffen. Welche monatlichen Fixkosten gehen vom Konto ab und welche davon sind eventuell schon überflüssig? Lohnt sich die Handy-Versicherung für fünf Euro im Monat bei einem vier Jahre alten Handy überhaupt noch? Es lohnt sich auch für die meisten Haushalte, den Anbieter für Strom, Gas oder Internet regelmäßig zu wechseln, da viele Versorger nach ein oder zwei Jahren die Beträge deutlich erhöhen.

Lebensmittelkauf besser planen

Selbst zu kochen ist günstiger als außer Haus essen zu gehen, so viel vorweg. Aber auch beim Lebensmitteleinkauf lässt sich sparen. Auf den ersten Blick ist der Preisunterschied zwischen Supermärkten und Discountern bei den meisten Produkten kaum sichtbar, wer aber genauer hinschaut, stellt gerade bei Obst und Gemüse erstaunlich Unterschiede fest. Das liegt unter anderem daran, dass viele Discounter eine etwas kleinere Auswahl haben und sich eher auf saisonale Lebensmittel beschränken – gut für den Geldbeutel und die Umwelt. Das heißt, es lohnt sich auf, saisonal einzukaufen. Warum müssen es immer unbedingt Markenartikel sein? Gerade bei Nudeln, Spülmittel und Frischkäse ist die Hausmarke (Eigenmarke, No-name) meist deutlich günstiger. Häufig verstecken sich hinter No-Names bekannte Markenhersteller; meist kommen die Produkte sogar aus derselben Fabrik und unterscheiden sich kaum voneinander. Es lohnt sich, vor dem Einkaufen immer einen Einkaufszettel zu schreiben, um nur das zu kaufen, was auch tatsächlich benötigt wird. Wer außerdem die Woche im Voraus plant, statt täglich kleine Mengen an Lebensmitteln zu kaufen, kann auch hier bares Geld sparen. Doch Vorsicht, nicht jede Familienpackung ist auch automatisch günstiger. Ein Blick auf den Kilo-Preis der unterschiedlichen Produktpackungen verschafft hier Klarheit.

Bild: Flickr Loan HAMZA BUTT 




Mit der richtigen Kleidung auch im Alter jünger wirken

Kleider machen Leute – diese Redewendung wird nie an Bedeutung verlieren. Schicke Kleidung trägt enorm dazu bei, sich wohl zu fühlen in seiner Haut. Wer sich schick anzieht, strahlt das auch nach außen aus. Das Alter ist keine Entschuldigung dafür, sich gehen zu lassen – im Gegenteil, in der passenden Kleidung wirkt jeder jünger. Allerdings kommt es darauf an, zu wissen worauf es ankommt.

Auf die Qualität kommt es an

Wer jung ist, probiert viele Outfits aus und folgt gern den neuesten Trends. Im Laufe der Jahre lernt fast jeder, was einem steht. Die Garderobe wird noch mehr ganz so oft erneuert. Gerade im Alter zählt Klasse statt Masse – und die Qualität seiner. Aber was ist Qualität? Mit ein bisschen Gespür erkennt jeder häufig mit bloßem Auge, was Qualität ist und was nicht. Hochwertige Materialien fühlen sich auf der Haut einfach angenehmer an. Für besondere Anlässe kann ab und zu ein edler Kaschmir-Pullover oder eine Seiden-Bluse in die Einkaufstasche wandern.

Mut zur Farbe!

Wenn es darum geht, mit der richtigen Kleidung jünger auszusehen, können Farbtöne wahre Wunder wirken. Kräftige Farben sehen insbesondere bei grauen Haaren toll aus und verleihen dem Gesicht zusätzlich eine gewisse Frische. Hellblau ist ebenfalls eine Farbe, die einen optisch jünger wirken lässt – gut kombiniert, können Best Ager damit wenig falsch machen. Damen können insbesondere im Frühling gerne auf fein gemusterte, farbenfrohe Kleider wie diese auf peterhahn.de zurückgreifen. Sie verleihen dem Outfit eine jugendliche Leichtigkeit und sind sowohl im Alltag als auch bei festlichen Anlässen ein Hingucker.

A propos Augen, bei der Wahl der richtigen Farbe bietet es sich an, sich an der eigene Augenfarbe zu orientieren. Ist das ausgesuchte Kleid im gleichen oder ähnlichen Farbton gehalten, werden die Augen dadurch zusätzlich betont – was sich positiv auf die Ausstrahlung auswirkt. Hellgrau bei grauen Haaren? Das ist fast schon ein No-Go, also eher zu meiden. Wenn schon Grau, dann in Kombination mit farbenfrohen Accessoires.

Den Durchblick behalten

Dabei ist die passende Brille auch ein Accessoire. Eine geschmackvolle Brille lässt Damen jünger und frischer wirken lassen. Das Wichtigste dabei ist, dass die Fassung der Brille zur Gesichtsform passt. Wer ein ovales Gesicht hat, der kann so gut wie jedes Brillenmodell tragen, anders sieht das bei Menschen mit einer eckigen Gesichtsform aus, denen eher runde Brillen mit einer dünnen Fassung stehen. Wer sich vom Optiker ausführlich beraten lässt, wird schnell das perfekte Brillenmodell für sich finden. Auch bei der Brille gilt: Mut zur Farbe!

Bild: Flickr Mom Mike Miller 




Wie sich Bore-out im Ruhestand verhindern lässt

Ausstand, Abschied von den Kollegen, Rente – von heute auf morgen ändert sich der gesamte Lebensablauf, die Struktur und die Ablaufmuster, die sich zum größten Teil nach dem Berufsleben richteten, gibt es plötzlich nicht mehr. Stattdessen ist viel Zeit für Reisen, Kinder und Enkelkinder, Haus und Hof. Oft kommt es aber vor, dass frisch gebackene Rentner in eine Art von Bore-out verfallen, anstatt die neu gewonnenen Freiheit zu genießen. Wie lässt sich Bore-out im Ruhestand verhindern?

Aus dem Vorruheständler ist ein Ruheständler geworden, der die Pflichten abgeworfen hat und plötzlich überfordert ist mit der vielen Freizeit. Langeweile und Unlust stellen sich ein. Damit das nicht passiert, braucht jeder Aufgaben und Motivation für den nächsten Lebensabschnitt. Einige Tipps:

Freude auf das, was kommt

Ist der Arbeitsalltag passé, zerbröselt die Tagesstruktur, viele soziale Kontakte lösen sich auf, Sinnfragen drängen sich in den Vordergrund – das Rentnerdasein fühlt sich für manche nicht an wie ein immerwährender Urlaub. Spätestens jetzt gilt es, Erwartungen an den neuen Lebensabschnitt anzupassen, eigentlich sollte dieser Prozess schon früher beginnen. Erst dann stellt sich so etwas wie stilles Glück ein.

Wie sich darauf vorbereiten? Wie wäre es denn, die Arbeitszeit gegen Ende der Karriere etwas zu verringern, neue Hobbys wieder aufzunehmen und sich klar zu machen, dass nur die wenigsten Kollegen Freunde sind. Nur ganz wenige werden nach dem Renteneintritt noch Kontakt halten. Wichtig ist es auch, sich im neu gewonnenen Alltag nicht hängen zu lassen. Auch wer nicht mehr ins Büro fährt und keinen wichtigen Termin mehr wahrnimmt, sollte auf sich und sein Äußeres achten, schon aus Selbstrespekt. Warum sich nicht mal bewusst in Schale werfen, einfach mal so. Als Rentner mit der Mode gehen? Warum nicht! Abseits des Arbeitsalltags in ein elegantes Business-Hemd von traditionsreichen Anbietern wie Walbusch schlüpfen oder sich als Frau ein neues Kleid oder eine schicke Bluse gönnen. Wer sich selbst gefällt, ist seelisch gesünder und glücklicher – und darum geht es doch im Rentenalltag.

Soziale Arbeit als Ausgleich

Oder wie wäre es, der Gesellschaft wieder etwas zurück zu geben – in Form von soziales Engagement? Viele Rentner sind geistig fit und könnten weniger Privilegierten in dieser Gesellschaft helfen. Warum nicht in Form von Nachhilfeunterricht? In Deutschland leben viele Kinder in schwierigen Verhältnissen, die dringend Hilfe brauchen. Andere zu unterstützen ist der Königsweg, dem neuen Lebensabschnitt einen Sinn zu geben. Wer sich sozial engagiert, entgeht der Alterseinsamkeit, hält Körper und Geist fit und tut gleichzeitig Gutes. Auch die Rolle als Großmutter oder -vater kann diesen Effekt hervorrufen.

Alte Hobbys wiederentdecken

Hobbys motivieren und helfen, den Alltag zu strukturieren. Schöner Nebeneffekt: Rentner bleiben körperlich und geistig fit. Wie wäre es denn, schon im Vorruhestand alte Hobbys wieder aufzunehmen oder neue zu entdecken? Weiterbildung ist mehr als ein Zeitvertreib für Bestager, schließlich hilft sie, am Ball zu bleiben. Viele beginnen nach dem Arbeitsalltag noch einmal ein Studium und belegen Fächer, an denen sie schon immer interessiert waren. 2015 ermittelte das Statistische Bundesamt, dass mehr als die Hälfte der Gasthörer an deutschen Universitäten über 60 Jahre alt ist – das sind annähernd 18 000 Senioren. Die Chance, hier Gleichgesinnten zu begegnen und neue Kontakte zu finden, ist groß. Viele Volkshochschulen bieten ein Studium generale an sowie Führungen und Kurse – auch eine Chance, soziale Kontakte zu knüpfen und fit zu bleiben.

 

Bildrechte: Flickr Couple Mysudbury.ca Ouisudbury.ca 



Tapetenwechsel zum Abschied – Neubeginn zur Rente

Das war’s dann! Nach 37 Berufsjahren als Journalist endet mein Leben als angestellter Redakteur. 37 Jahre, die geprägt waren von Umbrüchen und Verwerfungen. Sie haben eine die Branche umgetrieben und treiben sie immer noch um. Keine Themenkonferenzen mehr, kein Scribbeln, kein Redaktionsschluss, kein Termindruck. War nur schwer vorstellbar – und ist doch mittlerweile neuer Alltag. Das Schreiben wird indes auch weiter in meinem Leben eine wichtige Rolle spielen.

Von der Redaktion in Rente?

Wie auch immer, 2017 ist eine Zäsur in meinem Leben, ein Einschnitt – und ein Schritt nach vorn. Den Abend des Lebens gilt es zu feiern, zurück zu treten, Abstand zu gewinnen, diese Jahrzehnte zu überdenken und dankbar zu sein, für das was war.

Von der Redaktion direkt in die Rente? Eine schlechte Idee. Deswegen – und, um dem Rentenschock zu entkommen – habe ich für mich beschlossen, die neue Phase mit einem Tapetenwechsel einzuleiten und zu verreisen. Das wird nicht irgendeine Reise – keine Weltreise, kein Segeltörn, kein Abtauchen in Südindien oder das Abmühen mit dem Jakobsweg, sondern eine ganz besondere: meine persönliche Tour de France.

Zum Auftakt die Tour de France

Keine Angst, ich muss den Radprofis nicht nacheifern, habe ich doch alle Zeit der Welt. Es geht darum, das Bisherige hinter mir zu lassen, den Kopf frei zu bekommen und die Batterien neu aufzuladen. Es soll Spaß machen, die Sinne und den Geist anregen. Natürlich wird es eine Herausforderung, die ich allerdings nicht ohne vorheriges Training angehe. Deswegen schwang ich mich bereits in den vergangenen Monaten häufiger als früher in den Sattel meines Rennrads geschwungen und strampelte ausgedehnte Touren ab – einfach, um zu sehen, wie’s mir dabei geht. Natürlich ging es auch darum, Kondition aufzubauen. Es soll ja schließlich ein „lustvoller Übergang vom Berufsleben in die freie Zeit danach“ werden, wie es Herb Stumpf in seinem Buch „Wenn das Wochenende 7 Tage hat empfiehlt.

Tourverlauf von 1955

Nur so viel vorweg: Ich habe mir den Tour-Verlauf des Jahres 1955 ausgesucht. Warum 1955? Die Tour des Jahres davor bezieht Amsterdam ein, ich wollte aber eine reine Frankreich-Tour. Das hat mich animiert, den Jahrgang 1955 zu nehmen. 1955 hingegen fuhren die Routiers von Le Havre los und stoppten schließlich in Paris. Übrigens, 2017 wird die Tour de France in Düsseldorf starten.

Meine Tour startet allerdings am Col de la Faucille nahe des Genfer Sees und wird, wenn alles glatt läuft, in Straßburg enden … à bientôt et au revoir

Tortour de France von Tim Moore

Tortour de France von Tim Moore

Übrigens hat schon mal jemand so eine Tour de France unternommen: Der Brite Tim Moore hat darüber ein Buch geschrieben. Es heißt „Alpenpässe und Anchovis – die Tour de France im Selbstversuch“. Der untrainierte und bekennende Faulpelz will’s wissen –  ohne Rücksicht auf Strapazen und Verluste nimmt er die 3630 Kilometer auf sich und unter sein neues Rennrad – allein unterwegs als erlebnishungriger Masochist. Habe mich schon mal eingelesen.

Davon gibt’s wohl mehrere Auflagen, denn das Buch wird auch mit dem Titel „Tortour de France – das härteste Radrennen der Welt im Selbstversuch“ angeboten.  

 

 

In den kommenden Wochen und Monaten werde ich diesen Blog zum Reise-Live-Blog umfunktionieren. Das heißt, ich lasse euch daran teilhaben, wo ich gerade radle und wie’s mir geht.

Am 20. Mai geht’s los: Start am Col de la Faucille … bleibt gespannt und bleibt dran.

 


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Warum Taschenuhren für Männer mehr sind als ein Accessoire

Der Rhythmus der Zeit scheint in der modernen Welt an Fahrt aufzunehmen. Dennoch, viele Moden, Musikstile und auch manche technischen Geräte erleben heutzutage ihr Revival – so auch Taschenuhren. Vintage ist en vogue. Dabei erinnern die filigrane Fertigung und die alte Optik an eine Zeit, in der Gegenstände von Hand und für die Ewigkeit hergestellt wurden. So sind Qualitätsprodukte entstanden, die heute viel wert sein können. Das erklärt auch, warum Taschenuhren für Männer mehr sind als nur Accessoire.

Durch das Comeback wird die Taschenuhr neben ihrem Dasein als modisches Accessoire nunmehr auch für Liebhaber attraktiver, die sich nicht dem Sammeln besonders teurer Stücke verschrieben haben. Denn einige Zeitmesser stellen auch eine echte Wertanlage dar. Besonders Spezialfunktionen wie ein ewiger Kalender, die Angabe von Schaltjahren oder die Anzeige von Mondphasen – im Fachjargon Komplikationen genannt – tragen zur Wertsteigerung bei. Oft stehen hinter solchen Uhren überaus renommierte Firmen, die eine lange Tradition vorweisen können. Patek Philippe beispielsweise, eines der letzten unabhängigen Familienunternehmen und als Hersteller der kompliziertesten Luxus-Uhr der Welt bekannt, feierte 2014 bereits sein 175. Jubiläum. „Herkunft ist wie eine Lehre, die jede Generation aufs Neue absolvieren muss.“, resümiert Thierry Stern, Leiter des Unternehmens.

Vom Kirchturm in die Tasche

Zum Ursprung der Taschenuhr gibt es verschiedene Überlieferungen. Eines steht jedoch fest: Peter Henlein baute Anfang des 16. Jahrhunderts als erster deutschsprachiger Hersteller eine Uhr mit einem speziellen mechanischen Antrieb, der so kompakt war, dass die Uhr am Körper getragen werden konnte. Die Taschenuhr war geboren und die Zeit nicht mehr einzig am Kirchturm abzulesen. Die ersten Taschenuhren waren mit nur einem Zeiger ausgestattet und den Wohlhabenderen vorbehalten. Diese steckten sie, an einer Kette befestigt, in ihre Westentaschen. So wurde die Taschenuhr bald zum sozialen Statussymbol. Während des Ersten Weltkrieges musste sie aber einer Weiterentwicklung ihrer selbst weichen, der Armbanduhr. Denn diese erwies sich im Gefecht als deutlich praktischer. Seither wurde die Armbanduhr in zahllosen Varianten zum Standard für jedermann.

Accessoire für den modernen Mann

Heutzutage steht die Taschenuhr für Exklusivität und Eleganz. Zückt man sie aus einer dazu passenden Anzugweste, sorgt das vielerorts für faszinierte Blicke – ob auf einer Hochzeit, bei einer Geschäftsfeier oder in der Bahn. Auch in Kombination mit legerer Kleidung sorgt die Taschenuhr für ein elegantes Erscheinungsbild. Der moderne Mann weiß um die Qualität und die Finesse der kompakten Zeitmesser. Auf diese Weise Luxus und Eleganz auszustrahlen, muss dabei nicht unerschwinglich sein: Marktplätze wie Chrono24 bieten Taschenuhren renommierter Hersteller bereits ab hundert Euro an. Uhrenliebhaber bekommen dafür nicht nur einen zuverlässigen und dabei äußerst eleganten Chronometer, sondern auch eine lohnenswerte Geldanlage – denn Uhren wie diese sind auf ihre eigene Weise zeitlos.
Bildrechte: Flickr Taschenuhr SKranzPhotos




Altwerden in den eigenen vier Wänden – so funktioniert’s

Über das Altwerden denken die meisten Menschen nur ungern nach. Sollten sie aber, denn die Bevölkerung altert stetig. Oft bedeutet das Angst vor abnehmender Mobilität: Bestimmte Tätigkeiten fallen schwerer, und Treppenstufen werden plötzlich zum Hindernis. Um sich nach wie vor wohl zu fühlen, kann ein Umbau helfen – und jeder kann bis ins hohe Alter in der gewohnten Umgebung bleiben.

Barrierefreies Bad heißt modernisieren

Das Badezimmer steht häufig im Fokus einer altersgerechten Anpassung – neben stufenlosen Zugängen zur Eingangstür, Treppenlifte in mehrstöckigen Wohnungen oder Häusern und einer besseren Beleuchtung des gesamten Wohnraums. Barrierefreie Bäder sind längst als moderner Mehrwert des Wohnraums zu verstehen – so entsteht erst gar nicht der Eindruck von Sterilität wie bei einem Pflegeheim. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall, wie ein Blick in Hotels oder Neubauten belegt. Dort erfüllen barrierefreie oder barrierearme Bauweisen nicht nur die Standards des Bundes, sondern beeindrucken auch mit zeitgemäßem Design. Wer Informationen zu den erwähnten Standards sucht, wird im Leitfaden für barrierefreies Bauen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fündig.

Heute schon an morgen denken

Wer heute schon an morgen denkt, spart doppelt Kosten beim Umbau. Einige Beispiele zeigen, wie sich die Basis schaffen lässt, um in Zukunft Kosten zu sparen und frühzeitig Gefahrenquellen im Haushalt zu erkennen und zu umgehen:

    • „Duschen sollten möglichst ebenerdig gefliest und bodengleich sein, oder, falls das nicht möglich ist, einen maximal zwei Zentimeter hohen Einstiegsrand haben.“, rät die Aktion „Das sichere Haus“. Der gemeinnützige Verein, der sich unter anderem mit Unfallprävention beschäftigt, bietet viele weiterführende Informationen rund ums Thema. Sogenannte Walk-in Duschen, sprich Duschen mit schwellenlosen oder bodengleichen Einstieg, bieten die nötige Sicherheit und sind in diversen Ausführungen und für jeden Geschmack erhältlich. Sturzbedingten Verletzungen wird damit vorgebeugt. Rutschhemmende Bodenbeläge geben zusätzlichen Halt.
    • Oft unterschätzen Renovierungswillige den Bedarf an Freifläche zwischen den einzelnen Sanitärobjekten; manchmal erweisen sich die baulichen Gegebenheiten als problematisch. Um die Toilette herum zum Beispiel ist Bewegungsfreiraum besonders wichtig. Außerdem gilt es zu beachten, dass die Sitzhöhe mit etwa 46 bis 48 Zentimetern hoch genug ist, damit Senioren mühelos aufstehen können. Selbst in kleineren Badezimmern sollten rechts und links neben der Toilette Stützklappgriffe installiert sein – kein Problem, sie auch später kostengünstig nachzurüsten, sofern der Platz ausreicht. Bei zusätzlichen Einschränkungen durch einen Rollstuhl sind etwa 90 Zentimeter Bewegungsfreifläche zu einer Seite nötig, sowie eine Fläche von 150 mal 150 Zentimetern davor.
    • Wichtig ist außerdem, dass rings um das Waschbecken genügend Ablagefläche vorhanden ist, um Wasch- und Kosmetikutensilien ablegen zu können. Um vor dem Waschtisch sitzen zu können, sind diese in einer Einbauhöhe von 80 bis 85 Zentimetern zu montieren. Eine Unterputzlösung des Siphons verhindert, dass man sich die Knie stößt. Ein Flachaufputzsiphon stellt eine kostengünstige Alternative dar.

Handelt es sich nicht um einen umfangreicheren Hausumbau, sondern lediglich um die altersgerechte Anpassung des Badezimmers, ist es nicht notwendig, Architektenbüros zu beauftragen. Dann sind spezialisierte Handwerksbetriebe der richtige Ansprechpartner.

Foto: Flickr DAVINCI_BVM_LO_12 DAVINCI Haus




Die 10 besten Tipps für ein langes, gesundes Leben

Was ist das Geheimnis eines langen und gesunden Lebens? Wer sollte das besser wissen als die Älteren unter uns. Was haben sie gemeinsam – und wie können Andere davon profitieren? Die zehn besten Tipps für ein langes und gesundes Leben.

„Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran …“ – wer kennt das Lied von Udo Jürgens nicht. Aber wer mit 66 Jahren erst in Schuss kommt, für den ist dann auch schon Schluss. Wer alt werden will, muss früh anfangen – und nicht erst mit 66. Warum aber bleiben einige auch im Alter geistig und körperlich fit und andere nicht? Wie ticken Superager?

Öfter mal das Gehirn fordern

Lisa Feldman Barrett, eine Psychologie-Professorin an der Northeastern University und Kollegen am Massachusetts General Hospital haben sogenannte Superager untersucht und mit Altersgenossen verglichen. Dabei zeigte sich, dass gewisse Hirnregionen der Superager eher denen von 25-Jährigen entspricht – offensichtlich kaum betroffen vom Alterungsprozess. Ohne auf die Details einzugehen, wie wird jemand zum Superager? Die beste Antwort sei, so Lisa Feldman Barrett, an etwas angestrengt zu arbeiten, sich auch mal geistig anzustrengen – ab und an mal ein Kreuzworträtsel zu lösen oder ein Sudoku reicht nicht. Übrigens gilt das auch für die körperliche Fitness. Das heißt, sich anzustrengen fordert Körper und Geist. „If you don’t use it, you lose it“, wie das so schön auf Englisch heißt.

Gibt es dafür irgendwelche Tipps oder Rezepte? Panayiotis Mallis, Vice Chairman der Cyprus Adult Education Association (CAEA) glaubt, zehn Denk- und Verhaltensweisen gefunden zu haben, die einem helfen, mental und körperlich möglichst lang fit zu bleiben. Mallis weiß, wovon er redet: Er ist 83 Jahre alt. Der Zypriot nennt es

„Decalogue of Longevity – healthy Ageing

– und das sind seine Tipps:

  • Strong appetite. Damit meint er nicht, immer kräftig zu essen, sondern sich angemessen zu ernähren. Das heißt, möglichst auf Fastfood zu verzichten.
  • Firm will. Ein fester Wille. Das Gegenteil ist Wankelmut, sich gern vom eigenen Weg abbringen zu lassen.
  • Continous battle against indifference. Beständiger Kampf gegen Gleichgültigkeit und Desinteresse. Begeisterungsfähigkeit und Schaffensfreude. Wer für etwas Feuer fängt, vergisst seine Zipperlein.
  • Unlimited patience. Ausdauer, Geduld und Beharrlichkeit – drei Wörter, die am besten ausdrücken, was damit gemeint ist.
  • Enthusiam. Sich für etwas begeistern.
  • Self control. Diese Geisteshaltung dürfte sich mit Selbstbeherrschung am besten umschreiben lassen.
  • Discreet lenience. Damit ist dezente und taktvolle Nachsicht mit den Fehlern Anderer gemeint. Das heißt nicht, zu allem Ja und Amen zu sagen, sondern dem Anderen respektvoll und nachsichtig auf einen Fehler hinzuweisen.
  • Always humour. Seinen Humor nicht zu verlieren, auch in schwierigen Situationen. Mit Humor lässt sich vieles leichter ertragen.
  • Ability to disentangle complications. Disentangle steht für „entflechten“. Gemeint ist damit, schwierige Situationen zu vereinfachen, genau zu hinterfragen, worin das wirkliche Problem besteht.
  • Skill to live alone. Die Fähigkeit, auch allein zurecht zu kommen. Im Leben kommt es vor, dass jemand allein dasteht, auch wenn es anders geplant war. Einige kommen mit der Situation gar nicht zurecht, andere nur schlecht. Jeder sollte darauf vorbereitet sein und es sich zumindest vorstellen, besser noch, es einzuüben.

Letztlich geht es darum, lebendig und aufmerksam zu bleiben, den Kontakt zu suchen und neugierig zu bleiben. Gesundes Essen, ausreichender Schlaf und angemessener Sport tragen sicher das Übrige dazu bei.

Der Mensch braucht Rituale

Wer sich gewisse Rituale erhält, den wirft so schnell nichts aus der Bahn – auch das hilft, den Verfall hinauszuzögern. Ein Ehrenamt hilft, sich gebraucht zu fühlen und fördert den Kontakt und bringt Selbstbestätigung.

Erasmus+ bietet übrigens vom 18. bis 23. Oktober 2017 wieder einen Trainingskurs für Lehrer und Dozenten aus der Erwachsenenbildung an zum Thema „Learning in later life“, denn viele Gesellschaften in Europa stehen vor dem Problem der Alterung. In diesem Trainingskurs geht es genau um diesen Prozess und wie er am besten zu meistern ist. Europas Staaten sind gefordert, das als Herausforderung zu sehen, statt als Bedrohung. Die Älteren sollen auch künftig aktiv am Leben teilnehmen – in Familien, Gemeinden und in der Gesellschaft.  




Wie aus Burn-out im Ruhestand Bore-out wird

Der Autor Herb Stumpf und der Coach Wolfgang Schiele denken intensiv über den Vorruhestand nach, „weil die Veränderungen in diesem Lebensabschnitt ganz erheblich sind“, so Stumpf. Es geht eben nicht nur um die Finanzen, sondern auch um Beziehungen, das soziale Netz und um so banale Fragen, „wie strukturiere ich meinen Tagesablauf“. Diese Phase betrifft Kopf, Seele und Geist. Aus Burn-out kann dann unversehens Bore-out werden.

Wolfgang Schiele hat im Job-Portal Xing deswegen die fünf Gründe zusammengefasst, „warum man gut auf den Eintritt in den Ruhestand vorbereitet sein sollte“.

Gedanken zum Übergang vom Beruf in den Ruhestand:

  • Wir unterschätzen den Übergangsschock vom Berufsleben in die Ruhestandsphase: Er tritt nämlich abrupt, von einem Tag auf den anderen, ein. Wir, soeben noch mit dem Beruf vernetzt, verlassen plötzlich und unvorbereitet die Jahrzehnte lang gewohnten Struktur- und Ablaufmuster. Planungen für den Ruhestand: Fehlanzeige, weil – die Arbeit hat uns andere Prioritäten vorgegeben.
  • Als „Entberuflichte“ bewerten wir die vor uns liegende Zeitspanne der Späten Freiheit oft fahrlässig falsch: Wir leben durchschnittlich noch 20 Jahre lang. Das ist die gesamte Zeit unserer Kindheit, der Schul- und Berufsausbildung! Und wir haben zumeist keine langfristigen und nachhaltigen Pläne! Trotz immer besserer Gesundheit, großer Mobilität und hoher Flexibilität bis ins hohe Alter!
  • Unser Lebensphasenschalter wird mit einem Ruck umgelegt: von hoher Anforderung, ja möglicher Überforderung im Beruf, auf eine nunmehr drohende Unterforderung im Ruhestand. Von Burn-out-Syndrom auf „Bore-out-Syndrom“. Eine wirkliche Übergangs- und Anpassungszeit räumt uns das Leben nicht ein.
  • Der Wechsel in neue Rollen und Identitäten ist für uns heftig und ungewohnt. Heute noch Chef mit personeller und finanzieller Verantwortung oder Fachmann mit abrufbarem Wissen und hohem Ansehen, morgen, am Tage „Eins“ des Ruhestandes, sind wir entbunden von Mitarbeiterzuständigkeit, werden nicht mehr von Fachkollegen nach unserem Wissen und unseren Berufserfahrungen befragt. Ohne Funktion, nur noch Person.
  • Im Berufsleben haben wir so manche einschneidende Veränderung hingenommen: haben die Profession gewechselt, das Unternehmen, die Einstellung zur Arbeit. Fast schon ein „business as usual“ – eine ganz normale Übung eben. Wir waren Experten im Abwarten, Aussitzen, Anpassen – Changemanagement im beruflichen Leben war fast schon betriebliches Tagesgeschäft. Doch nun geht es nicht mehr an uns vorüber, sondern durch uns selbst durch, das Veränderungsmanagement …

Und Schiele hat die (mögliche) Entwicklung zum Bore-out in Uhr-Form zusammengefasst: Wer im Job besonders aktiv war und viel Verantwortung trug, kann nur schwer loslassen. Was nach dem Beruf kommt sehen sie als inhalts- und sinnlos an „und laufen somit Gefahr, in das berüchtigte ‚tiefe Loch‘ zu fallen“, wie es Schiele formuliert. Welche Phasen und Etappen diese Gruppe durchschreitet, hat der anhand  „Boreout-Uhr“ beschrieben.

Der Boreout-Prozess lässt sich Schiele zufolge grundsätzlich in vier Phasen aufteilen:

  1. Die Halte- oder Umschaltphase,
  2. Die Stillstandsphase,
  3. Die Frustrationsphase und
  4. Die Apathiephase.

 

Der Coach Schiele ist übrigens über die Webseite Coachingfiftyplus erreichbar.




Wem was schenken? Ein Plädoyer für originell-praktische Geschenke

Ein runder Geburtstag steht an, eine Abschiedsfeier, ein Grünkohl-mit-Pinkel-Essen oder ein Grillabend – was mitbringen? Mal ehrlich, wer kennt schon den Geschmack des Gastgebers oder der Gastgeberin so ganz genau? Warum nicht etwas Praktisches mitbringen? Klingt vielleicht einfallslos, muss es aber nicht sein. Originell-praktische Geschenke haben völlig zu unrecht nicht den besten Ruf. Ein Körbchen mit verschiedenen Senf-Sorten, ein Marmeladen-Bukettt ist originell und nützlich. Umso besser, wenn es dazu noch kreativ eingepackt. Also, warum nicht mal alltagstaugliche Geschenke?

Geschenke für den Haushalt

Edelstahlseiher, Kochlöffel, Küchenscheren, Teigschaber – also, wer da als Hobbykoch nicht ins Schwärmen kommt! Dekorativ verpackt und mit einem sinnigen Spruch garniert kommt bei vielen Freude auf. Wer nicht genau weiß, was er dem Anderen unbedingt schenken kann, ist mit einem Utensilien-Körbchen gut beraten. Dafür taugen im Grunde genommen sämtliche Küchen-Utensilien. Originelle Geschenkideen & Geschenkkörbe für die Küche schließen auch Zutaten wie Essig und Öl, Estragon und Muskat, Tee und Kaffee, Käse und Wein ein. Wie gesagt, nett präsentiert, macht das immer etwas her. Klar, dass bei der Auswahl der Geschmack des Beschenkten im Vordergrund stehen sollte. Passend zu den Zutaten kann ja jeder das Geschenk durch passendes Zubehör ergänzen. Das kann eine Käsereibe sein, Flaschenöffner oder Teekanne – in Kombination mit edlen Delikatessen sind diese Utensilien perfekte Geschenke für begeisterte Hobbyköche. Und nebenbei dekorative Elemente auf dem Esstisch. Wer gerne den Kochlöffel schwingt, freut sich bestimmt über eine originelle Schürze, die viel Platz für eine kreative Gestaltung bietet. Wer es besonders persönlich gestalten will, näht sie selbst oder lässt sie mit dem Namen des Beschenkten besticken. Mal ehrlich, wer jetzt noch nicht weiß, was er schenken soll, ist selber schuld.

Für passionierte Bastler – wie wär’s mit selbst gefertigten Topfuntersetzer, Tischsets und Frühstücksbrettchen, oder mit einer selbst gebauten Käseplatte im Loch-Design? Auf dieser Seite gibt es die Bauanleitung für dieses originelle Küchenutensil.

Was nur Männern schenken?

Bei Männern wird’s vielleicht etwas schwieriger. Was wünschen sie sich? Praktisches Zubehör fürs Auto macht sich als Geschenk ganz gut. Wie lässt sich ein Auto aufhübschen? Das können Radkappen sein, allerdings muss der Schenkende schon wissen, welches Auto der Beschenke fährt. Im Zweifel eignen sich:

  • Autoreiniger und Scheibenschwamm
  • Navigationssystem
  • Eiskratzer mit integriertem Handschuh
  • eine Plane zum Schutz oder bei Frost
  • Überzüge oder Kissen für die Sitze
  • Einparkhilfe mit Farb-Display

Auto-Liebhaber freuen sich sicher auch über ein aufregendes „Erlebnis-Geschenk“. Das kann eine Spritztour mit einem Cabrio sein oder ein rasanter Besuch auf einer Rennstrecke – alles bequem online zu buchen. Ach ja, an der Stelle darf der ADAC nicht vergessen werden: Warum nicht mal einen Gutschein für ein ADAC-Fahrtraining verschenken? Der ADAC bietet diverse Kurse zur Fahrsicherheit an.

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