Wie Apotheker und Ärzte Patienten hinters Licht führen

Wer krank wird, sollte lateinisch können. Wenn nicht, machen ihm Ärzte und Apotheker ein X für ein U vor, führen uninformierte Patienten hinters Licht und in die Abgründe der Verschreibungspraxis. Wenn auf dem Rezept das Kästchen „aut idem“ (oder das Gleiche) angekreuzt ist, bekommt er eben nicht das Gleiche oder etwas Ähnliches, sondern wirklich genau das, was auf dem Rezept draufsteht, ansonsten schiebt ihm die Apothekerin oder der Apotheker ein anderes Medikament über den Tresen.

Uninformierte Patienten Apotheker und Ärzte setzen die Logik in der Praxis außer Kraft: Beim Ankreuzen dieses Kästchens „aut idem“ bekommen Patienten eben nicht das Gleiche, sondern genau das, was auf dem Rezeptformular draufsteht, also beispielsweise DiltaHexal 90mg Retardabl. Weil das aber jeder Patient verstehen würde, haben Ärzte und Apotheker das Kästchen schon gleich mal lateinisch beschriftet und dann noch die Logik umgekehrt. Schließlich bedeutet auch das Ankreuzen des Kästchens „Gebührenpflichtig“, dass der Patient Gebühren bezahlen muss – und nicht umgekehrt. Das heißt, Ärzte und Apotheker widersprechen sich bereits auf diesem Formular selbst. Das ist nichts anderes als Verbrauchertäuschung.

aut idem ins Gegenteil verkehrt

Die Bedeutung von „aut idem“ wurde ins Gegenteil verkehrt. Wenn ein Arzt heute „aut idem“ ankreuzt, muss der Apotheker das aufgeschriebene Medikament abgeben – und wenn es nicht angekreuzt ist, gibt’s nur „das Gleiche“.

Ok, dass Apotheker und Ärzte nichts von Logik halten, ist das eine, dass Apotheker und Ärzte ihre Patienten aber für dumm verkaufen, ist das andere. Warum informieren Apotheker ihre Kunden nicht, dass sie ihnen etwas anderes liefern als auf der Bestellung draufsteht, so wie das im normalen Umgang zwischen Lieferant und Kunden üblich ist. Schon mal was von den Prinzipien eines ehrbaren Kaufmanns gehört? Den Hausbesitzer möchte ich sehen, der sich mit einem Fenster ohne Sprossen zufriedengibt, wenn er ein Sprossenfenster bestellt hat. Aber in der Apotheke ist das mittlerweile normal, dass Patienten ein ähnliches Medikament bekommen, das aber nicht dasselbe ist, wie auf dem Rezept vermerkt. Vielen, ich hoffe nicht allen Apothekern, ist diese Abweichung nicht einmal ein informierender Satz wert.

Von wegen Kundenorientierung

Kundenorientierung sieht anders aus, anders als beispielsweise in Olching in der Bären-Apotheke. Was ist da in der Bären-Apotheke passiert? Statt DiltaHexal 90 mg schob die Apothekerin der Kundin Diltiazem AL 90 retard über die Theke. Das Üble daran, die beiden Packungen sehen sich zum Verwechseln ähnlich – und sie heißen ja auch ähnlich.

Ist das nun ein Einzelfall? Nein, das passiert deutschlandweit sicher millionenfach – jeden Tag. Michael Wenzel hat sein Erlebnis mit „aut idem“ treffend Mitte Februar 2017 in der „Westerwälder Zeitung“ erzählt: So viel vorweg, er hat beim Arzt auf „aut idem“ bestanden, da er ein anderes Medikament möglicherweise nicht vertrage. Ein Arzt, so viel zur Erklärung, erlaubt dem Apotheker demnach durch das Ankreuzen der beiden Wörter auf einem Rezept, ein anderes als das namentlich verordnete, aber wirkstoffgleiches Arzneimittel abzugeben. Aber zurück zu Wenzels Erzählung: „Kein Problem, heißt es, und Minuten später marschiere ich mit dem Rezept zur nächsten Apotheke. Kurzes Gespräch, dann ab nach Hause. Dort angekommen, bemerke ich, dass ich ausgerechnet das Mittelchen erhalten habe, das ich nun einmal überhaupt nicht haben möchte. Nichts mit ‚aut idem‘. Also, neues Rezept anfordern, es abholen, wieder zur Apotheke, zuvor erhaltenes Medikament umtauschen und die verträgliche Arznei in Empfang nehmen. So hätte es eigentlich laufen müssen. Denkste, denn als ich mit dem neuen Rezept vor der Apothekerin stehe, meint diese nunmehr fest, dass das kleine ‚aut idem‘-Kreuzchen falsch angebracht sei. Also wieder zum Arzt, dann zur Apotheke und anschließend zur Arbeit …“

Warum Ersatzmedikamente?

Die Krankenkassen wollen sparen und gestehen ihren Mitgliedern oft nur Medikamente zu, die den gleichen Wirkstoff enthalten aber billiger sind. Gleicher Wirkstoff heißt nicht, dass das Ersatzmedikament auch gleich verträglich ist, denn außer dem Wirkstoff enthalten Medikament ja auch andere Bestandteile. Hat nun der Arzt das „aut idem“-Feld nicht angekreuzt, muss die Apotheke eines der drei günstigsten Arzneimittel mit gleicher Stärke und Zusammensetzung des Wirkstoffs verkaufen.

Folgen der Rabattverträge

Was steckt dahinter? Krankenkassen vereinbaren mit Pharmakonzernen Preisnachlässe auf Arzneimittel. Angenommen, der Arzt verschreibt jetzt genau das Medikament, für das die Krankenkasse einen Rabatt ausgehandelt hat, dann bekommt der Patient das Medikament auch. Falls dieser Fall – und das meist so – nicht eintritt, bekommt der Kunde vom Apotheker ein anderes Medikament mit gleichem Wirkstoff – und das ist dann ein Medikament von einem Pharmahersteller, für das die Krankenkasse einen Vertrag abgeschlossen hat. Weil aber jede Krankenkasse andere Rabatte mit unterschiedlichen Pharmaherstellern aushandelt, bekommt Patient A, der bei Krankenkasse B Mitglied ist ein anderes Medikament als Patient B, der bei Krankenkasse B Mitglied ist. Und damit das Ganze auch nicht zu einfach ist, gilt ein einmal gewährter Rabatt ja nicht für alle Ewigkeit. Das heißt, sollte die Krankenkasse einen günstigeren Lieferanten finden mit höheren Rabatten, dann wird sich ihren bestehenden Vertrag aufkündigen und wechseln. Für den Patienten bedeutet das, dass er statt dem bisher verordneten und gut wirkenden Mittel ein anderes „aut-idem“-Produkt bekommt.

Verbraucher zahlen die Zeche

Wer also will, dass er ein bestimmtes Medikament bekommt, muss darauf achten, dass das „aut-idem“-Kästchen angekreuzt ist. Pech, wenn sich der Arzt weigert. Viele Ärzte gehen dazu über, einen Wirkstoff aufzuschreiben und nicht den Handelsnamen, um Problemen aus dem Weg zu gehen. Übrigens, es gibt noch die Möglichkeit, dass der Patient die Mehrkosten selbst trägt. Aber, um mal wieder kompliziert zu machen: Der Kunde zahlt in der Apotheke nicht den Aufpreis, sondern den kompletten Preis des Medikaments. Von der Krankenkasse bekommt er einen Teil des Preises zurück – so viel, wie eben das rabattierte Medikament gekostet hätte. In der Regel zahlt der Versicherte dann noch eine Art Verwaltungskosten.

 Wie lese ich mein Rezept? Ein Erklärvideo


Ein ziemlicher Irrsinn, um pro Medikament einige Cent zu sparen. Die Techniker Krankenkasse ist da indes anderer Ansicht, durch diese Praxis spare sie „bei gleicher Versorgungsqualität im Jahr über 250 Millionen Euro“.

 




Warum Warren Buffett auch nur mit Wasser kocht

Wer kennt Warren Buffett nicht? Warren Buffett ist der bekannteste unter allen Börsenstars. Jeder, der ein Börsenbuch schreibt, zitiert Warren Buffett. Warren Buffett ist der Guru für viele Börsianer. Ist das berechtigt? Wie erfolgreich ist Warren Buffett wirklich? Was können Anleger von Warren Buffett lernen? Was können sie besser machen als Warren Buffett?

Der amerikanische Großinvestor Warren Buffett ist auch als „Orakel aus Omaha“ bekannt, weil seine Firma Berkshire Hathaway ihren Sitz in Omaha, im Bundesstaat Nebraska, hat. Buffett ist der „erfolgreichste Investor der Welt“, vielleicht auch, weil er der älteste Investor der Welt ist mit seinen mittlerweile fast 87 Jahren – am 30. August wir er 87 Jahre alt.

Warren Buffet als Vorbild?

Was können sich Anleger von Buffett abschauen? Ist Buffett wirklich so gut, wie alle meinen? Zur ersten Frage ist schon viel geschrieben worden. Die Bücher über ihn und Value Investing dürften mittlerweile viele Regalbretter füllen. Buffetts Regeln sind ganz einfach: „Kaufe günstig, verkaufe teuer“, „berechne den möglichen Gewinn deines Geschäfts“, „betrachte das Geldverdienen als ein Geschäft …“, „werfe niemals deine Prinzipien über Bord“. Der Börsenguru wird nicht müde zu betonen, dass es weit besser ist, ein wundervolles Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen als ein faires Unternehmen zu einem wundervollen Preis („It’s far better to buy a wonderful company at a fair price than a fair company at a wonderful price.“).

Buffett orientierte sich bei seinen Entscheidungen oft an seinem Vorbild Benjamin Graham, dem Vater des Value Investing. Die „Sicherheitsmarge“ und der innere Wert eines Unternehmens können Buffetts Meinung nach von verschiedenen Investoren verschieden ermittelt werden. Klingt alles plausibel – und Buffetts Bilanz scheint ihm Recht zu geben: Von 1965 bis 2015 erzielte er mit seinen Investments eine Rendite von sage-und-schreibe 19,2 Prozent, pro Jahr wohlgemerkt.

Der MDax ist besser

Also, einfach Buffett nacheifern?  Buffett als Vorbild ist dennoch nicht ganz so einfach für Kleinanleger nachzubauen, da der Finanzprofi natürlich ganz andere Mittel hat, oft nicht über die Börse kauft und den Verkäufern dank Buffetts Macht die Konditionen aufdrückt. Für Buffett ist wichtig, die „Gewinne des Unternehmens für nächsten zehn Jahre möglichst genau vorhersagen zu können“. Buffett sucht „Unternehmen mit Monopol, einer und mehreren starken Marken, wenig konjunktursensitiv, leicht zu verstehen“. Ob sich Buffett da nicht etwas vormacht? Das klingt nach Kompetenzillusion. Wer sich beispielsweise Buffetts Lieblingsaktie Coca-Cola anschaut und sie mit dem MDax vergleicht, zweifelt an Buffetts Urteilsvermögen. Der MDax hat sich seit 2000 versechsfacht, die Coca-Cola-Aktie legte im gleichen Zeitraum „nur“ um 60 Prozent zu. Ok, einschließlich Dividenden hat sie sich vermutlich mehr als verdoppelt. Selbst mit dem breit angelegten US-Aktienindex S&P 500 wäre Buffett besser gefahren.

Ok, jetzt ist fairerweise zu sagen, dass Warren Buffett selbst rät, in einen Indexfonds zu investieren, zumindest hat er das wohl in sein Testament geschrieben. Warren Buffett griff sogar in einem seiner  veröffentlichten Aktionärsbriefe traditionelle Fondsgesellschaften und Hedgefonds an.

Somit kommen wir automatisch zur zweiten Frage? Ist Buffett wirklich so gut, wie alle meinen? Die Frage ist ziemlich einfach zu beantworten. Warren Buffett ist Chef der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway, deren Aktien jeder an der Börse kaufen kann. Ihre Wertpapierkennnummer ist A0YJQ2, die ISIN ist US0846707026. Warren Buffet ist zwar nicht mehr der reichste Mann der Welt, aber er gehörte zu den reichsten. Sein Vermögen beläuft sich aktuell (Stand: 28. Juli 2017) auf 63,8 Milliarden Euro, so zumindest weist es „Forbes“ in seiner Milliardärsliste aus.

Der Kursverlauf der Berkshire-Hathaway-Aktie lässt sich ganz einfach auf Seiten wie comdirekt oder onvista mit dem Kursverlauf eines Index wie dem MDax vergleichen. Da Warren Buffett ja keine Dividenden ausschüttet, sondern wieder gleich in seine Investmentgesellschaft investiert sowie wie der MDax, werden damit auch Äpfel mit Äpfel verglichen. Der Chart über einen Zeitraum von siebeneinhalb Jahren ist ziemlich eindeutig: Der MDax schneidet deutlich besser ab als die Berkshire-Hathaway-Aktie. Ja, aber wie ist das mit der Outperformance, sprich dem besseren Abschneiden der Berkshire-Hathaway-Aktie im Vergleich zum amerikanischen Index S&P 500? Ganz einfach, der S&P 500 ist ein Kursindex, während die Berkshire-Hathaway-Aktie sozusagen eine Performance-Aktie ist, die auch Dividenden enthält anders als der S&P 500, in dem Dividenden nicht eingerechnet sind. Da kann Warren Buffett leicht besser sein als der S&P 500. Wer den Total-Return-Index S&P 500 – als0 Kurs plus Dividende – mit der Berkshire-Hathaway-Aktie vergleichen würde, würde nicht schlecht staunen. Was Wunder, ein Total-Return-Indexfonds auf den S&P 500 wie db-Xtracker (ISIN: LU0490618542) schlägt die Berkshire-Hathaway-Aktie deutlich. Das weiß Warren Buffett auch, deswegen empfiehlt er seinen Erben ja auch, nicht auf Einzelaktien, sondern auf Indexfonds zu setzen. Den Index auf Dauer zu schlagen, schafft eben kein Fondsmanager – und Warren Buffett ist ja auch nichts anderes als ein Fondsmanager.

Warren Buffett liebt Coke

Warum das so ist, dürfte jedem klar sein, der unvoreingenommen darüber nachdenkt: Jeder Anleger hat so seine Vorlieben – bei Warren Buffett ist es eben Coca-Cola, weil er damit sein erstes Geld verdient hat. Ein Index ist jedoch gefühlslos und deswegen unbestechlich.

Übrigens, der Vergleichschart enthält nicht nur die Berkshire-Hathaway-Aktie, sondern auch den MDax, den Weltaktienindex MSCI World und den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, der nach dem Value-Investing-Prinzip anlegt sowie den Dax und den S&P 500 als Kursindex. Die Grafik spricht für sich. Warum plagen ich immer noch so viele mit der Auswahl von Einzelaktien ab? Weil sie eben glauben, besser zu sein als der Markt, was meist Kompentenzillusion ist.

Vergleich Berkshire Hathaway mit Indizes und Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen

Vergleichschart Berkshire Hathaway und MDax

Vergleichschart Berkshire Hathaway und MDax

Zumindest eines zeigt das Beispiel Warren Buffet: Wer reich werden will braucht viel Geduld. Warren Buffet hat sein erstes Geld schon als Knabe mit Coca-Cola verdient – aber das ist eine andere Geschichte. Übrigens, iBlog-Finance hat zehn Tipps von Warren Buffett gesammelt – einer davon heißt „Investiere in dich, bevor du in jemand anderen investierst“. Vielleicht sollte das möglichst viele beherzigen, die immer noch glauben, ihre Bank wird’s schon richten. Wie wäre es denn mal mit etwas Eigeninitiative in punkto Geldanlage?

Disclaimer:

Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier enthaltenen Aussagen sind nicht als Angebot oder Empfehlung bestimmter Anlageprodukte zu verstehen. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Wertpapiere oder Investments erwähnt werden. Der Beitrag soll lediglich einen Überblick über die Möglichkeiten geben und die selbständige Anlageentscheidung erleichtern




Die richtige Pflege für reife Haut

Neben vielen anderen Dingen am und im Körper verändert sich mit dem Alter auch das größte Organ des Menschen, die Haut. Damit sie auch mit 50 plus noch strahlt, braucht es nicht nur die richtige Pflege. Dermatologen zufolge sollten Senioren auch besser täglich duschen, als ausgiebige Vollbäder zu genießen.

Juckreiz, Rötungen oder sehr trockene Partien – die Haut reagiert darauf, wenn sie nicht das bekommt, was sie braucht. Im Alter ist das vor allem: Ruhe.

Milde Reinigung fürs Gesicht

Runzeln und Falten lassen sich nicht gänzlich verhindern. Schließlich ist es ganz natürlich, das die Haut im Alter faltig wird und nicht mehr pfirsichglatt ist. Mit guter Pflege und UV-Schutz lässt sich der Alterungsprozess jedoch hinausschieben – so kommt es gar nicht erst zu lästigen Beschwerden wie Kontaktallergien und Juckreiz. Entsprechende Reinigungsmittel stellen den natürlichen Säureschutzmantel wieder her, machen die Haut widerstandsfähiger und verhindern, dass sie an Feuchtigkeit verliert. Forscher von der Charité Berlin empfehlen, viel Wasser zu trinken, da eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr nachweislich einen vitalisierenden Effekt hat: Die Durchblutung und der Stoffwechsel der Haut werden angekurbelt und die Haut ist widerstandsfähiger.

Kosmetiker und Dermatologen raten zusätzlich dazu, nur milde, seifenfreie und pH-neutrale Waschlotionen zu verwenden, die die Haut nicht austrocknen und den Fett- und Feuchtigkeitsmangel im Alter ausgleichen. Um Kosmetika mit Duft- und Konservierungsstoffen sollten Menschen mit reifer Haut hingegen einen großen Bogen machen, da diese Hautprobleme verursachen können. Für die abschließende Gesichtspflege eignen sich vor allem Cremes mit natürlichen Ölen wie Jojoba- und Nachtkerzensamenöl und hautberuhigenden Inhaltsstoffen wie Alge, Aloe Vera oder Calendula. Diese Stoffe wirken entzündungshemmend und beschleunigen die Wundheilung. Denn auch Kratzer oder rissige sowie aufgeschürfte Hautstellen verheilen mit steigendem Alter langsamer und schlechter.

So lässt sich die Haut ins Gleichgewicht bringen

  • Rückfettende Reinigungsmilch für empfindliche Haut
  • Reizlindernde Kühlmasken mit hautberuhigender Wirkung
  • Feuchtigkeitsmasken gegen trockene Haut
  • Leichte Massagen mit Ölen oder Fluids auf Lipidbasis für geschmeidige Haut

Besser Duschen statt Baden

Der Dermatologe Dr. Ulrich Klein aus dem nordrhein-westfälischen Witten rät älteren Menschen zudem dazu, zu duschen und auf lange Schaumbäder zu verzichten. Denn „je älter wir werden, desto mehr bauen die Talgdrüsen an Qualität und Quantität ab. Das kann zu Ekzemen führen und Allergien fördern“, erklärt der Experte. Nicht nur für die Haut, auch in puncto Barrierefreiheit sind ebenerdige Walk-In-Duschen, wie sie hier erhältlich sind, die bessere Wahl. Denn das Verletzungsrisiko beim Steigen über den Badewannenrand oder durch Ausrutschen auf der Seife im Stehen ist bei einer Wanne wesentlich höher. Zudem gilt es bei der Körperhygiene auf raue Waschlappen und alkalische Seifen zu verzichten, die den Säureschutzmantel angreifen. Parfümfreies Duschgel und Pflegeprodukte für Babyhaut leisten übrigens auch älteren Menschen gute Dienste.

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Warum zu viel Ballast Lebensqualität kostet

Wer unter Detox nur die Entgiftung des Körpers von Chemikalien, Alkohol und Nikotin versteht, greift zu kurz. Das Konzept lässt sich auch auf einen anderen Bereich des Lebens anwenden, beispielsweise den Kleiderschrank. Wie viel Ballast hängt da nicht selten an Kleiderstange und Haken.

Den alten Lebensabschnitt beenden

Wer in den Ruhestand geht, beendet einen Lebensabschnitt – und ein neuer beginnt. Durch den Wegfall geregelter Arbeitszeiten müssen wir den eigenen Alltag neu strukturieren und uns von der ein oder andere Gewohnheit trennen. Brauchen wir wirklich alles, was sich in den Jahren angesammelt hat – die Bücher, das Geschirr und die Kleidung? Sakkos, Blazer, Pullover, Hosen und Röcke haben schon viele Jahre auf dem Buckel; viele sind nur selten getragen worden, andere passen längst nicht mehr oder sind unmodisch. Mal ehrlich, wollen wir uns damit länger belasten? Es ist ein Gefühl von Freiheit, sich von überflüssigem Ballast zu lösen und so den Schritt in eine neue Zeit zu wagen. Doch unsere Kleidung ist nicht einfach nur eine Hülle, die uns vor Witterung schützt. Sie ist ein Merkmal unserer Identität, ja, und Kommunikationsmittel der Moderne.

Die soziale Komponente

Der Hintergedanke bei Kleidung war ja ursprünglich: Sie sollten einen Zweck erfüllen, uns vor Wind und Wetter schützen, vor Wärme und Kälte sowie zu viel Sonne. Und heute? Heute übernimmt Kleidung in unserer Gesellschaft auch eine soziale Funktion. Sie ist ein Kommunikationsmittel, mit dem wir mit anderen Menschen eine Verbindung eingehen können oder eben nicht. Kleidung spiegel  wir unseren Geschmack wider, zumindest gilt das für die meisten. Sie fungiert auch zur Selbsteinordnung, ob bewusst oder unbewusst. Farbwahl, Kombination mit anderen Kleidungsstücken und Marken vermitteln dem Gegenüber eine Botschaft. Ähnelt sich die Kleidung, entwickelt sich unbewusst ein Zugehörigkeitsgefühl. Auch wenn Kleider bekanntlich Leute machen, sollten wir nicht den Fehler begehen, Menschen anhand ihrer Kleidung zu bewerten. Hinter einer Fassade aus Kleidung steckt immer ein Individuum.

Den neuen Lebensabschnitt beginnen

Kleidung und Lebensstil sind somit eng verbunden. Oft kommt es vor, dass wir bestimmte Kleidungsstücke mit Ereignissen oder Lebensabschnitten verbinden. Das Tragen löst alte Gefühle aus, kann aber auch dazu führen, dass wir mit unseren Gedanken in einer anderen Zeit stecken bleiben. Gleiches gilt für den Ruhestand. Statt dem Vergangenen ewig treu zu bleiben, sollten wir die Chancen nutzen, die ein neuer Lebensabschnitt bietet. Es ist an der Zeit, sich von alten Kleidungsstücken zu trennen, und in neue zu schlüpfen.

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Warum Wandern das ideale Hobby ist

55 ist einfach das beste Alter, oder? Die meisten sind mit 55 Jahren – und darüber – noch gesund und fit, beruflich läuft es rund, die Kinder sind aus dem Haus. Es bleibt mehr freie Zeit für sich und seine Interessen. Viele müssen auch nicht mehr jeden Euro zweimal umdrehen.

Was damit anstellen? Briefmarken sammeln war gestern, heute rückt das Thema Gesundheit in den Vordergrund.

Wandern als ideales Hobby

Der Generation 55plus geht es nicht mehr um den Nervenkitzel oder darum zu testen, wer der Beste und der Stärkste ist, sondern Entspannung, gesundheitsbewusste Erholung und auch Genuss stehen im Vordergrund. Dafür ist kaum etwas anderes besser geeignet als Wandern.

Wandern als Volkssport?

Die richtige Wanderausrüstung

Ganz ohne Equipment, wie Ausrüstung auf neudeutsch so schön heißt, geht es auch beim Wandern nicht. Trotzdem hält sich die Zahl der Gegenstände in Grenzen – außer jemand will über die Alpen zu Fuß wandern.

Wer zu Fuß unterwegs ist, merkt schnell, das viel Gepäck hinderlich ist – es verbietet sich von selbst, viel Gepäck mitzunehmen. Unbedingt notwendig sind eigentlich nur:

  • bequemes, festes Schuhwerk
  • geeignete Kleidung
  • Regenschutz
  • Rucksack
  • Trinkflasche
  • Handy für Notfälle
  • eventuell Wanderstock

Deutschlands schönsten Wanderstrecken

Deutschland ist für das Wandern wie geschaffen. Es gibt kaum ein anderes Land mit so einer Vielfalt von Landschaften, Sitten, Kulturen und Traditionen auf so engem Raum. Von Friesland im Norden zu den Alpen im Süden, dem Rheintal im Westen bis zum Spreewald im Osten, Deutschland hat Wanderern viele Landschaften zu bieten.

  1. Der Goldsteig

Der Wanderweg ist mit mehr als 650 Kilometern Länge der längste zertifizierte Qualitätswanderweg Deutschlands. Er führt von Marktredwitz bis Passau und verbindet den Oberpfälzer mit dem Bayerischen Wald. Der Weg führt streckenweise auf mehr als 1.000 Metern Höhe entlang. Teilstrecken des Goldsteigs sind auch für Anfänger geeignet.

  1. Der Heidschnuckenweg

Der Wanderweg nimmt seinen Anfang in Hamburg-Fischbeck und schlängelt sich in vielen Windungen mitten durch die Lüneburger Heide. Die Endstation ist die Residenzstadt Celle. Der Heidschnuckenweg ist über 200 Kilometer lang und eignet sich auch für Anfänger. Der höchste Punkt liegt gerade einmal 169 Meter über dem Meeresspiegel.

  1. Harzer Hexenstieg

Der Harzer Hexenstieg ist zwar „nur“ hundert Kilometer lang, führt aber durch die herrliche Landschaft des Harzes, Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge. Der höchste Punkt führt über den 1141 Meter hohen Brocken, den höchsten Berg Mitteldeutschlands. Beim Wandern durchquert der Naturliebhaber auch den Nationalpark Harz.

  1. Rennsteig

Der Rennsteig ist Deutschlands ältester und bekanntester Fernwanderweg. Er gehört auch zu den meist frequentierten und wird jährlich von etwa 100 000 Wanderern begangen. Der Rennsteig erstreckt sich über 170 Kilometer und nimmt seinen Anfang in Eisenach, wo sich auf der Wartburg der Reformator Martin Luther einige Zeit aufhielt. Er führt über den Kamm des Thüringer Walds, des Thüringer Schiefergebirges und des Frankenwalds und endet in Blankenstein an der Saale. Der Rennsteig ist ein historischer Grenzweg, der bereits im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde.

In der Ruhe liegt die Kraft

Wandern ist kein Leistungssport, sondern eine schöne und gesunde Freizeitbeschäftigung. Zum Wandern eignen sich nicht nur die bekannten Fernwanderwege. In und um fast jeden Ort finden sich gut markierte Wege, die zur Erkundung der Umgebung einladen. Sogar im Ruhrgebiet oder in Berlin gibt es schöne Fleckchen Natur oder geschichtlich interessante Wanderwege. Wichtig ist, dass Wandern Spaß macht. Am besten wandert es sich übrigens in Gesellschaft, mit der Familie, dem Ehepartner oder Freunden und Kollegen.


Max und Tanja berichten mit einem Augenzwinkern auf Ihrem Blog SurvivalMesserGuide.de über die Freuden des Outdoorlebensstils und ihre Leidenschaft für Outdoormesser. Von ihnen stammt auch dieser Gastbeitrag.




Männer gehen im Schnitt mit 63,9 Jahren in Rente

Die Deutschen gehen immer später in Rente. Männer gehen im Schnitt mit 63,9 Jahren in Rente und Frauen sogar erst mit 64,2 Jahren, so die Deutsche Rentenversicherung. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter liegt somit bezogen auf 2016 bei 64,1 Jahren. Vor 20 Jahren hielt es Männer nur bis 62 Jahre im Job und Frauen bis 62,2 Jahre. Das heiß, viele arbeiten heute deutlich länger als früher.

Rente mit 63

Warum ist das so? Dem Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen zufolge hängt das damit zusammen, dass in den vergangenen Jahren der vorzeitige Bezug der Altersrente eingeschränkt wurde und das Renteneintrittsalter sich in Richtung 67 Jahre verschiebt. Dem wirkt die abschlagsfreie Altersrente ab 63 Jahren entgegen. Aber auch dieser Effekt dürfte sich bald verflüchtigen. Der Jahrgang 1951 ist der letzte, der von der abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren profitiert. Die später geborenen Jahrgänge zwischen 1953 und 1963 haben mit Zitronen gehandelt, denn für sie wird Zugangsalter schrittweise wieder auf 65 Jahre angehoben. Es wird immer teurer schon mit 63 Jahren vorzeitig in Rente zu gehen. 2016 sank einem Spiegel-Bericht zufolge die Zahl der Senioren, die sich für die „Rente mit 63“ entschieden haben. In Zahlen aus: 2016 gingen 225 000 mit 63 Jahren in Rente, 2015 waren es 49 000 mehr.

Arbeiten bis 64

Mit einem Alter von 64,1 Jahren liegt das durchschnittliche Zugangsalter damit nur noch knapp unter der früheren Regelaltersgrenze mit 65 Jahren – mit dem Unterschied allerdings, dass die Rentner heute Abschläge in Kauf nehmen müssen.

Für jeden Monat, den ein Beschäftigter früher in Rente geht, muss er einen Abschlag von 0,3 Prozent in Kauf nehmen. Wer also beispielsweise Anfang März 1954 geboren ist, kommt auf einen Abschlag von 9,6 Prozent.

Altersgrenze wird steigen

Bislang macht sich die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre noch kaum bemerkbar, die ab Beginn des Jahres 2012 eingesetzt hat und die im Jahr 2013 zu einem um zwei Monate verzögerten Rentenbeginn führt. Die Geburtsjahrgänge ab 1964 können regulär erst ab einem Alter von 67 Jahren in Rente gehen – außer sie nehmen Abschläge in Kauf. Das heißt, das durchschnittliche Renteneintrittsalter wird wohl steigen.

Die Entwicklung des durchschnittlichen Renteneintrittsalters

Das durchschnittliche Renteneintrittsalter ist heute höher als vor 20 Jahren

Das durchschnittliche Renteneintrittsalter ist heute höher als vor 20 Jahren

 




Millionär zu werden ist nicht schwer, oder?

Mal ehrlich, wer wäre nicht gern Millionär. Das ist auch gar nicht so schwer: Einfach 38,50 Euro in die vietnamesische Währung Đồng umtauschen – und schon wird der Wunsch wahr. Spaß beiseite, wie lässt sich der Millionärstraum erfüllen?

Wie werde ich Millionär? Wer hat sich die Frage nicht schon einmal gestellt? Statt 40 Stunden im Büro herunter zu reißen, sich auf der Baustelle abzuschuften oder sich hinter der Theke die Füße platt zu treten, auf dem Deck einer Yacht Schampus schlürfen – das wäre doch was. Was lässt sich anstellen, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen?

Die Möglichkeiten an Geld zu kommen sind vielfältig. Von YouTube-Star über Profi-Fußballer bis hin zum Lottogewinner – viele Wege führen zum Reichtum und aus fast jedem Talent kann Geld gemacht werden. Hierfür gibt es zahlreiche Beispiele. Finde heraus, welchen Lebensweg du einschlagen solltest, um endlich reich zu werden!

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Millionär werden ist nicht so schwer

Wer reich geboren ist, muss sich darüber keine Gedanken machen, auch, wer in eine reiche Familie hineingeboren wurde. Rund ein Drittel der Vermögenden in Deutschland gibt als Hauptgrund für das eigene Vermögen eine Schenkung oder ein Erbe an.

Dumm, wer nicht zu dieser privilegierten Gruppe gehört. Für die Mehrheit bleibt nur der Weg, sich seinen Reichtum zu erarbeiten. Soziale Berufe haben es leider doppelt so schwer, wie Banker oder IT-Experten.

Kannste was, haste was

Zum Glück gibt es nicht nur einen Weg, der dich in eine finanziell abgesicherte Zukunft führen kann. Vielleicht liegen deine persönlichen Stärken nicht unbedingt im kaufmännischen, sondern eher im sportlichen Bereich? Dann wäre eine professionelle Fußballerkarriere vielleicht eine Option für dich. Keine Frage, mit einer Karriere im Fußball sind jede Menge Schweiß und Anstrengung verbunden. Der durchschnittliche Jahresverdienst in der zweiten Bundesliga von 450 000 Euro entschädigt jedoch für vieles.

Fußballer oder Pop-Star

Kommt dir das Dasein als Fußballer körperlich zu anstrengend vor und verfügst du eher über Stärken im künstlerischen Bereich, dann solltest du einmal über Gesangsunterricht nachdenken. Schlagersternchen Andrea Berg gehört in den letzten Jahren zu den erfolgreichsten Künstlerinnen in Deutschland. Aber auch Kollegin Helene Fischer konnte beispielsweise 2014 durch Plattenverkäufe etwa 3,5 Millionen Euro einnehmen.

Konzernchef als Alternative

Ist dir das Künstlerleben zu alternativ, dann könnten dir die Selbstständigkeit und die Gründung eines eigenen Unternehmens unter Umständen zu einer Menge Geld verhelfen. Der eigene Chef sein, für andere Regeln aufstellen und Entscheidungen treffen ist genau dein Ding und du bist risikofreudig? Mit einer guten Geschäftsidee und etwas Glück kannst du es als Unternehmer in die Liga der Reichen schaffen. Immerhin 40% der Reichen geben die Selbstständigkeit als Weg zum Wohlstand an.

Wenn dir die Selbstständigkeit zu unsicher erscheint, bleibt dir außerdem der mühsame Weg über die Anstellung in einem Konzern oder bei einer Beratungsfirma. Dabei solltest du dir im Klaren darüber sein, dass der Weg tatsächlich sehr hart ist. Denn um es wirklich zum Millionär zu schaffen, musst du schon an der Spitze eines Unternehmens arbeiten. Verabschiede dich schon einmal von den Sommerurlauben der nächsten Jahre, ansonsten dauert dieser Weg zu der Million einfach viel zu lange.

YouTube ist auch ein Weg

Sollten wirklich alle Stricke reißen, bietet dir natürlich auch das Internet Möglichkeiten, zu Anerkennung und Reichtum zu gelangen. Ungeachtet persönlicher Vorkenntnisse oder beruflicher Qualifikationen kann hier Jeder gutes Geld verdienen – zahlreiche YouTube-Stars machen es vor. Dabei zahlt es sich aus, besonders gut Videospiele spielen oder Beautyprodukte einkaufen zu können. Auf YouTube lassen sich im besten Fall mehrere Millionen pro Jahr verdienen.

Spielen oder reich heiraten

Allen Bemühungen zum Trotz hilft manchmal auch einfach nur Glück, um zu dem ersehnten Geld zu kommen. Sei es der Lottogewinn oder die Heirat mit dem richtigen Partner – ein Tipp, den sich vor allem Frauen zu Herzen nehmen können. Ein Großteil der deutschen Vermögenden sind Männer!

Also warte nicht, sondern finde den richtigen Weg für dich und werde einer von den diesjährigen 50 000 neuen Millionären in Deutschland.

Multi-Millionär in Vietnam

Wenn gar nichts hilft, dann wandere einfach nach Vietnam aus. Schon mit ein paar Hundert Euro wirst du zum Đồng-Multi-Millionär.

Und das haben sich die „Prinzen“ zum Thema Millionär einfallen lassen.

Ich wär‘ so gerne Millionär
Dann wär mein Konto niemals leer
Ich wär‘ so gerne Millionär
Millionenschwer
Ich wär‘ so gerne Millionär

 




Wann neue Fenster sinnvoll sind

Auch Häuser werden alt. Wenn es in den eigenen vier Wänden zieht, kann das Leben darin sehr schnell ungemütlich werden. Zudem steigen die Heizkosten enorm an. Was tun? Die Lösung heißt: neue Fenster. Wann lohnt sich die Investition?

Je dichter desto besser

Moderne Fenster mit einer guten Wärmeschutzverglasung sorgen für angenehme Wärme im Haus und senken zudem den Energieverbrauch enorm. Also, alte Fenster raus, neue Fenster rein? Nicht immer müssen alte Fenster gleich ausgetauscht werden. Entscheidend ist vor allem, dass sie dicht sind, um das Altwerden in den eigenen vier Wänden so angenehm wie möglich zu gestalten. Meist sind Fenster die Schwachstellen in jedem Haus – kalte Luft dringt ein und wertvolle Wärme geht verloren. Durch schlecht isolierte Fenster geht bis zu 15 Prozent der erzeugten Wärme verloren. Aber sind die Fenster im Haus wirklich undicht? Ein Test bringt Klarheit.

Wie undichte Fenster erkennen?

Das erste Anzeichen für undichte Fenster: ein Luftzug. Es lohnt sich, den Rahmen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das lässt sich am einfachsten mit einem Räucherstäbchen überprüfen. Einfach vor das Fenster halten. Verwirbelt sich der Rauch, ist das Fenster unzuausreichend abgedichtet und sollte ausgetauscht werden. Alternativ wird auch auf den Bildern einer Wärmebildkamera erkennbar, welche Fenster zu viel Wärme hindurchlassen und daher möglicherweise veraltet sind.

Neue Fenster aussuchen

Wer sich dazu durch gerungen hat, undichte Fenster auszutauschen, fragt sich natürlich, welches Fenster er nehmen soll. Holz, Kunststoff oder Alu? Bevor es an die Auswahl geht, ist es sinnvoll, genau Maß zu nehmen. Hier gibt es eine Anleitung, wie sich verschiedene Fensterarten am besten vermessen lassen. Wer dann die genauen Maße kennt, kann sich nach passenden Modellen umsehen. Beim Kauf spielen vor allem ein guter U-Wert sowie eine mehrfache Verglasung eine wichtige Rolle. Der U-Wert besagt, wie viel Wärme vom Fenster durchgelassen wird. Je besser der U-Wert, desto mehr Energie können Sie sparen. Eine hochwertige Dreifachverglasung isoliert optimal.

Austausch der Fenster

Selbst Hand anlegen oder einbauen lassen? Wer handwerklich begabt ist, kann diesen Austausch sicher alleine vornehmen. Und wie funktioniert der Aus- und Einbau? Die folgende Anleitung hilft dabei:

  1. die alten Fensterflügel aushängen. Aber Vorsicht, damit kein Glas zerspringt. Je nach Alter kann es notwendig sein, die Fensterbänke ebenfalls zu entfernen.
  2. die alten Fensterrahmen an mehreren Stellen zersägen, um sie anschließend herausnehmen zu können.
  3. alte Rahmendübel heraus herausschrauben und die alten Fensterlaschen entfernen
  4. die neuen Fenstergriffe montieren, anschließend die neuen Fensterflügel in den Rahmen hängen.
  5. an der Außenseite des Fensterrahmens ein Dekompressionsdichtband anbringen. Das ist in der Regel enthalten.
  6. jetzt die Fensterrahmen einsetzen, fixieren und ausrichten. Der Rahmen sollte dabei in jedem Fall lot- und waagerecht sein. Am besten mit einer Wasserwaage überprüfen.
  7. nun den Fensterrahmen verschrauben und die Anschlussfugen mit Silikon oder Acryl abdichten

Wie gesagt, wer handwerklich begabt ist, kann den Austausch alleine vornehmen, dabei in jedem Fall jedoch zu zweit arbeiten, da Fenster unter anderem sehr schwer sein können. Wer sich das nicht zutraut, sollte unbedingt einen Profi zu Rate ziehen.

Bild : © istock.com/Kuzavok




Warum die Rentenlücke zwischen Frau und Mann so groß ist

Es vergeht im derzeitigen Wahlkampf kaum ein Tag, an dem in den Medien nichts über die Renten, deren Sicherung und etwaige Wahlversprechen zu lesen ist. Jetzt sind durch Nachfrage der Grünen-Bundestagsfraktion neue Zahlen zur Rentenlücke zwischen Männern und Frauen bekannt geworden. Demnach klafft immer noch eine große Lücke zwischen dem Einkommen von Männern und Frauen. Warum ist die Rentenlücke so groß? Wie kommt es dazu und wie verläuft die Entwicklung?

Rentenlücke bei 53 Prozent

Die gute Nachricht vorweg –  die Rentenkluft zwischen Männern und Frauen wird kleiner. Allerdings nur in winzigen Schritten. Deutschlandweit hat sich die Differenz bei der Altersvorsorge zwischen Männern und Frauen von 2010 bis 2015 um lediglich vier Prozent verringert. Das heißt, die Lücke hat sich jährlich nur um 0,8 Prozent seit 1995 geschlossen. Diese Daten stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion, erklärt Spiegel Online. Danach haben Frauen nur 47 Prozent der Bezüge von Männern zur Verfügung. Das heißt im Umkehrschluss, die Lücke in Deutschland beträgt noch immer 53 Prozent. In den alten Bundesländern gibt es sogar einen sogenannten „Gender Pension Gap“ (Geschlechter-Renten-Lücke) von 58 Prozent. Wesentlich geringer fällt sie in den östlichen Bundesländern aus: Hier gehen die Renten zwischen Männern und Frauen „nur“ um 28 Prozent auseinander. Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, rechnet gegenüber Spiegel Online vor, dass es „bei jetzigem Tempo noch bis etwa 2080“ dauert, „bis die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern geschlossen ist“. FOCUS-Online hat genau hinterfragt, wo Rentner am meisten bekommen und wo am wenigsten.

Gründe für die Rentenlücke

Mehrere Faktoren sind die Ursache für diese Kluft und die nur allmähliche Verbesserung: Da unser Rentensystem auf jährlichen Einzahlungen in die Rentenkasse beruht, spielen Faktoren wie die Erwerbsbeteiligung, die Teilzeitquote oder Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit – etwa durch die Kinderbetreuung – eine maßgeblich Rolle für die Berechnung der Bezüge. Natürlich ist auch die Höhe des Gehalts ein entscheidender Faktor: Denn die Grundlage für die Berechnung sind Entgeltpunkte, die sich aus den „beitragspflichtigen Jahresverdiensten“ ergeben, erklärt dieser Ratgeber zur jährlichen Renteninformation. Darüber hinaus sind die Gehälter nach wie vor ungleich verteilt: Der Bruttostundenlohn von Frauen ist durchschnittlich noch immer um 21 Prozent niedriger als der von Männern. Zudem übernehmen Frauen häufiger die Kinderbetreuung und die Altenpflege: So investieren sie im Schnitt 52,4 Prozent mehr unentgeltliche Pflegearbeit für die Betreuung von Angehörigen als Männer. Die Zahlen zeigen, dass die Politik in Deutschland auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch eine sozialpolitische Großbaustelle zu betreuen hat.

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Was wirklich in die Hausapotheke gehört

Eine Hausapotheke darf in keinem Haushalt fehlen. Was gehört hinein? Wo sollte sie hängen oder stehen? Was ist sonst noch zu beachten? Die besten Tipps – plus Checkliste für den Hausgebrauch.

Schnittwunden, Halskratzen, Kopfschmerzen – mit einer gut sortierten Hausapotheke lassen sich kleine Wehwehchen selbst behandeln. Manchmal muss es zudem schnell gehen. Wer will schon mit einer blutenden Wunde erst zur Apotheke laufen, ganz abgesehen davon, dass die ja nicht immer offen hat. Auch bei Kopfschmerzen oder Halskratzen ist jeder froh, einfach in seinen Fundus an Medikamenten greifen zu können, um diese Malaisen zu behandeln.

Die meisten Deutschen haben vermutlich eine Hausapotheke. Aber mal ehrlich, wie viele wissen schon, ab das wichtigste enthalten ist. Oft fristet die Hausapotheke ein trauriges Dasein – versteckt in einer Ecke im Bad oder in der Abstellkammer. Nicht selten sammeln sich längst abgelaufene Pillen, Tropfen und Salben an oder Medikamente, von denen keiner mehr weiß, wofür sie einmal verschrieben wurden.

Wohin gehört die Hausapotheke?

Aber der Reihe nach. Wo sollte die Hausapotheke stehen oder hängen sein? Ideal ist natürlich ein kühler, trockener Raum. Das kann das Home-Office sein, die Diele oder das Schlafzimmer. Küche oder Bad taugen nicht als Ort für Hausapotheken. Medikamente mögen keine hohe Luftfeuchtigkeit.

Wie sieht die Hausapotheke aus?

Wie sollte die Hausapotheke aussehen? Ideal ist ein eigenes Schränkchen – warum denn nicht mal etwas investieren. Mit weißem Korpus und Milchglasscheibe kann sogar eine Hausapotheke etwas hermachen. Wenn das Schränkchen dann noch in Augenhöhe hängt, erleichtert das die Orientierung.

Was gehört hinein?

Jetzt zur Frage, was wirklich in eine Hausapotheke gehört. Natürlich unbedingt Verbandmaterial – und Arzneimittel sowie ein Fieberthermometer. Aber der Reihe nach:

Checkliste

  • Wundpflaster
  • Mull-Kompressen
  • Verbandspäckchen
  • Heftpflaster
  • Blasenpflaster
  • Dreiecktuch
  • Einweghandschuhe
  • Verbandsschere – und klammern
  • Pinzette
  • Fieberthermometer
  • Kühlpacks (die gehören ins Gefrierfach)
  • Schmerzmittel (Ibuprofen, Acetylsalicylsäure beispielsweise)
  • Erkältungsmittel
  • Halstabletten oder -lutschpastillen
  • Durchfallmedikamente
  • Wunddesinfektionsmittel (Spray und Salbe)
  • Mittel gegen Mückenstiche
  • Mittel gegen Lippenherpes
  • Rheuma- und Schmerzsalbe
  • Augentropfen
  • Hirschtalgstift
  • Erste-Hilfe-Anleitung

Wer auf Homöopathie schwört, legt sich am besten ein Set mit wichtigsten Mittel zurecht – am besten in Form von Kügelchen (Globuli). Es gibt Etui mit den 50 oder 60 wichtigsten Mitteln plus eines Führers „Homöopathie für den Hausgebrauch“.

Wer das Thema Hausapotheke ernst nimmt, überprüft auch deren Inhalt regelmäßig – mindestens einmal im Jahr. Also, einmal kurz auf das Verfallsdatum schauen – was abgelaufen ist, gehört ersetzt. Wenn Verpackungen angebrochen sind, gehören sie ebenfalls entsorgt. Wenn Salben und Cremes geöffnet wurden, gilt es ebenfalls, sie zu ersetzen. Gerade eine Salbe gegen Lippenherpes schadet dann mehr als sie nützt, weil sich Bakterien ansiedeln. Wie sieht es mit den Beipackzetteln aus? Liegen sie der Verpackung bei? Medikamente sollten in der Originalverpackung aufbewahrt werden. Wer seine verschreibungspflichtigen Arzneimittel in der Hausapotheke lagert, sollte sie nach der akuten Behandlung wieder entfernen.

Aber selbst Verbandsmaterial hält nicht ewig. Wenn Binden und Kompressen schon seit Jahren in der Hausapotheke schlummern, ist es besser, sie auszutauschen. Funktioniert das Fieberthermometer noch? Wenn nein, besser Batterie ersetzen.

Ist alles noch komplett?

Ganz wichtig, ist die Hausapotheke noch komplett? Wenn nein, dann besser möglichst bald auffüllen. Schließlich soll die Hausapotheke ja parat sein, wenn wir sie nötig haben.

… und wenn mal gerade das richtige Medikament fehlt und es ist Not am Mann, dann hilft die Notdienst-Apotheke.  Zu finden ist die beispielsweise in Bayern auf der Seite der Bayerischen Landesapothekerkammer oder der „Apotheken-Umschau“.

Was in den Urlaub mitnehmen?

Was gehört ins Reisegepäck? Klar, wer in exotische Länder fliegt, denkt sicher an die nötigen Impfungen, aber denkt er auch an seine Reiseapotheke? Was gehört in die Reiseapotheke?

  • Schmerzmittel
  • etwas gegen Juckreiz
  • Mückenschutz
  • Sonnenschutz
  • Durchfallmittel
  • Mittel gegen Reisekrankheit
  • Verbandsmaterial
  • Desinfektionsmittel

… und natürlich die Medikamente gegen akute und chronische Krankheiten