So klappt’s mit dem Umzug im Alter

Ein Umzug im Alter ist eine Herausforderung. Aber mit kompetenten Helfer ist auch diese Aufgabe lösbar. Die besten Tipps für einen stressfreien Umzug.

Umziehen im Alter? Manche wollen, andere müssen umziehen. Da spielt vieles eine Rolle – weil Haus oder Wohnung nach dem Tod des Partners zu groß sind oder nicht altersgerecht, weil wir zurück in die alte Heimat oder einfach näher zu den Enkeln rücken wollen. Nicht selten spielt auch das Geld eine Rolle. In der Großstadt steigen die Mieten und die Rente reicht nicht mehr, während es sich anderswo billiger leben lässt. Unbenommen ist ein Umzug für die 60plus-Generation eine Herausforderung.

Immer mehr Senioren ziehen um

Gerade in München, Hamburg und Berlin trifft es immer mehr Senioren, die sich ihr Viertel oder ihren Kiez nicht mehr leisten können. Als letzter Ausweg bleibt dann nur noch der Umzug. Es dürfte nicht sonderlich verwundern, dass gerade in München und Berlin Seniorenumzüge nichts Besonderes mehr sind. Es gibt Schätzungen, danach ist jeder dritte Berliner dieser Altersgruppe in den vergangenen zehn Jahren mindestens einmal umgezogen ist.

Wer sich für einen Umzug entschließt, sollte einiges beachten – und sich am besten eine Checkliste anlegen. Wir Älteren haben im Laufe unseres Lebens einiges angesammelt an Erinnerungsstücken; wir sind verwurzelt mit unserer Umgebung und haben ein gewachsenen soziales Netz. Wie wollen wir diesen Schritt bewältigen?

Schaffen wir das? Nehmen wir alles mit? Was müssen wir aussortieren? Wer kümmert sich um Telefon- und TV-Anschluss am neuen Domizil? Wessen Hilfe können wir in Anspruch nehmen?

Umzug ohne Stress

Das Zögern der Älteren und die Scheu vor einem Umzug hat natürlich handfeste Ursache:

  • Geringere Mobilität
    Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, so sind wir nicht mehr so belastbar wie in jungen Jahren. Selbst das Einpacken wird zum Kraftakt. Meist ist die neue Wohnung kleiner oder anders geschnitten als die alte, das heißt, wir müssen uns von vielem trennen. Dann müssen sie sich ja noch ums Renovieren der alten Wohnung kümmern – alles in allem ist das ein ziemlicher Kraftakt.
  • Aufgabe des gewohnten Umfelds
    Wir lassen unser Umfeld hinter uns. Das fängt beim gewohnten Ausblick an und hört beim Schwatz mit den Nachbarn auf. Wir müssen uns in punkto Einkaufen und Arzt neu orientieren. Sich umzugewöhnen fällt aber im Alter schwerer als in jungen Jahren.
  • Viele kostbare Erinnerungsstücke
    Im Laufe der Jahre sammeln sich immer mehr Gegenstände an, mit denen wir wertvolle Erinnerungen verbinden. Sie sollten den Umzug unbeschadet überstehen.

Beim Umzug helfen lassen

Das alles selbst stemmen zu wollen, ist keine gute Idee. Besser ist es, eine Umzugsfirma zu engagieren – eine, die sich mit Seniorenumzügen auskennt. Es lohnt sich, Angebote zu vergleichen und dann alles durchzusprechen. Profis haben Routine, so dass sich manche Probleme von selbst lösen.

In der Regel ist es ja nicht damit getan, Kartons zu transportieren. Schnell tauchen Fragen auf wie:

  • Wer verpackt den Hausrat?
  • Wer entsorgt überzählige Möbel und Hausrat?
  • Wer renoviert die alte Wohnung?
  • Wer schließt Waschmaschine und Herd an?
  • Wer kümmert sich um die Lampen?
  • Wer demontiert und montiert Rollos, Jalousien und ähnliches?

Am Umzug hängt weit mehr als nur den Haushalt von A nach B zu verlegen. Es geht um die Ummeldung beim Strom- und Gas-Lieferanten, ums Telefon und um Lieferdienste. Einiges können wir delegieren, wodurch ein Seniorenumzug auch relativ stressfrei ablaufen kann.




Brauchen wir ein Job-Plattform für Rentner?

Was für eine Frage. Ja, wir brauchen eine Job-Plattform für Rentner. Einige Silver Ager wollen oder müssen arbeiten. Sie bringen Wissen mit, das Unternehmen brauchen. Umgekehrt suchen Silver Ager Bestätigung, auch in finanzieller Form. In Österreich tut sich etwas – und in Deutschland?

Bei Siemens werden Ältere systematisch aussortiert und gedrängt, einen Auflösungsvertrag zu unterschreiben. Siemens ist dabei nicht der einzige Konzern hierzulande, der versucht, die Silver Ager loszuwerden. Schade, offensichtlich hat der Konzern nicht begriffen, welchen Erfahrungsschatz er hat, den er nur heben müsste. Siemens ist indes nicht symptomatisch für den Umgang von Unternehmen mit ihren Beschäftigten. Andere Konzerne wissen sehr wohl, was sie an den Älteren haben. Über kurz oder lang werden Unternehmen das Potenzial der Älteren anzapfen müssen, um Arbeitsplätze zu besetzen.

Job-Plattform für Silver Ager

Allein dieses Beispiel zeigt, dass es gerade hierzulande ein Umdenken braucht, einen Paradigmenwechsel, wie das so schön heißt. Offensichtlich sind die Österreicher da schon weiter. In Wien hat sich eine Online-Plattform gebildet, die das Wissen und Können von Silver Agern für Unternehmen anzapfen wollen. „Grow Wiser“ ist Motto und Programm der Plattform WisR, die Silver Ager und Unternehmen zusammenbringen will.

Dabei geht es den Recruitern nicht nur um die Vermittlung von Silver Agern, sondern auch um Aufklärung, Beratung und Hintergründe. In ihrem Blog kläre sie über Zuverdienst und die Rahmenbedingungen auf, über Selbstständigkeit und liefern Tipps für den Lebenslauf.

Expansion nach Deutschland

Noch beschränkt sich die Plattform WisR auf Österreich, aber das soll sich laut Daniel Eberharter von WisR ändern. Bereits im April will das Unternehmen seine Radius auf den süddeutschen Raum erweitern.

Die Wiener haben begriffen, dass der „demographische Wandel die Gesellschaft grundlegend und damit auch den Arbeitsmarkt ändert“, so WisR-Gründerin Klaudia Bachinger.

Die Registrierung ist für Silver Ager übrigens kostenlos, für Unternehmen im Abosystem nutzbar.

Am 12. März haben es die Newcomern in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ bei Puls4 geschafft, die durchaus vergleichbar ist mit „Die Höhle der Löwen“ auf Vox. Ein Deal kam indes nicht zustande. Aber die Jungunternehmerinnen sind offensichtlich zuversichtlich, weitere Geldgeber für ihre Expansion nach Deutschland zu finden.

Die Wiener sind indes nicht die einzigen, die sich Gedanken machen über die Babyboomer und ihrem Wunsch, wenigstens zeitweise und in Teilzeit zu arbeiten. In Frankfurter gibt es das Online-Netzwerk für erfahrene Fach- und Führungskräfte MASTERhora. Die Frankfurter sind aber nicht explizit für Rentner da, sondern für die Generation 50plus.

Im österreichischen Bodensdorf hat sich der Verein Unruhestandaktiv gegründet, der die Generationensolidarität in Wirtschaft und Gesellschaft fördert, multikulturelle Generationentreffpunkte organisiert und Spiel-, Lern-, und Werkräumen sowie Kooperationen organisiert.

Foto: WisR




Die Top-Rentner-Ziele 2019

Wo am besten die Rente verbringen? International Living liefert die Antwort und stellt jedes Jahr die beliebtesten Top-Rentner-Ziele vor. Das Best-Ager-Portal ist US-lastig, deswegen sind amerikanische Länder übergewichtet – mit Ausnahme Spanien und Portugal.

Der Annual Global Retirement Index von International Living ist fast schon legendär. Seit 30 Jahren kämen sie alle Winkel dieser Welt ab und analysieren, wo es sich als Rentner am besten lebt. Dabei geht es nicht nur um die Lebenshaltungskosten, sondern auch um Sicherheit, Visa-Bestimmungen, Lebensweise, Gesundheitswesen, Willkommenskultur und den Glücksfaktor.

Panama Nummer 1 für Amis

Zu den International-Living-Favoriten gehören verständlicherweise Mexiko und Costa Rica. Sie sind für US-Amerikaner leicht zu erreichen, die Bürokratie hält sich in Grenzen und es gibt schon viele amerikanische Rentner-Gemeinde in beiden Ländern. Neu auf der Liste ist Thailand.

Für deutsche Rentner liegen Costa Rica, Ecuador, Mexiko und die Nummer 1 Panama vermutlich nicht ganz so günstig, allein schon in punkto Entfernung. Für deutsche Ruheständler bietet sich eher Polen, Tschechien, Ungarn, die Türkei und Bulgarien an. Laut „Welt“ sind das zurzeit die attraktivsten Länder für deutsche Rentner.

Top-Rentner-Ziele 2019

Aber zurück zum Ranking von International Living – hier die Top-Ten-Rentner-Ziele:

  1. Panama
  2. Costa Rica
  3. Mexiko
  4. Ecuador
  5. Malaysia
  6. Kolumbien
  7. Portugal
  8. Peru
  9. Thailand
  10. Spanien

Noch ein paar Worte zu den europäischen Zielen:

Portugal

Nach Meinung von International Living hat Portugal ein rentner-freundliches Klima, eine aufgeschlossene Bevölkerung und eine entschleunigte Lebensweise. Viele Portugiesen, gerade in den urbanen Regionen, sprechen Englisch, wer sich jedoch nicht unbedingt in Touristenzentren niederlassen will, sollte Portugiesisch lernen. Die Lebenshaltungskosten sind niedriger als in Deutschland.

Spanien

Sandstrände, mediterrane Gelassenheit und Sonne rund ums Jahr ziehen Touristen und Rentner an. Große deutschsprachige Exklaven erleichtern die Eingewöhnung. Spanien hat den Euro, das Gesundheitswesen ist dem Deutschlands vergleichbar, die Lebenshaltungskosten sind aber niedriger als hierzulande. Vieles spricht also für Spanien als Rentnerparadies.

 

Image by Julius_Silver on Pixabay




Heute Niedriglohn – morgen magere Rente

Niedriglohn und Altersarmut sind mittlerweile Dauerthema. Schon im April 2016 nahm sich Anne Will des Themas an, heute wieder. Trotz Beschäftigungsboom droht Geringverdienern im Alter eine Rente nur knapp über Sozialhilfeniveau oder sogar darunter. Nur was passiert, um das zu ändern?

„Niedriger Lohn, magere Rente – was ist uns Arbeit wert?“ – so ähnlich hieß der Titel bereits 2016, den Anne Will in ihrer Sendung diskutieren ließ. Irgendwie einfallslos, oder? Verändert hat sich seitdem nicht viel. Anne Will lädt auch fast wieder die gleichen Leute ein – mit Malu Dreyer, eine SPD-Politikerin, mit Mike Mohring, einen CDU-Politiker, mit Katrin Göring-Eckardt, jemand von den Grünen, mit Petra Vogel ist wieder jemand von der IG Bau dabei, dann natürlich jemand von den Familienunternehmern, dieses Mal Reinhold von Eben-Worlée und Guido Fahrendholz. Koordinator einer Notunterkunft für Obdachlose in Berlin. Es kommt dann auch wie erwartet. „Tichys Einblick“ ätzt, dass „die Veranstaltung über weite Strecken zäh war, wie ein Zusammenschnitt aus Sendungen der letzten Monate, auf die ein Dramaturg frech ‚Best of‘ gepappt hat“.

Millionen arbeiten für Niedriglohn

Auch die Einführung zum Talk liest sich so ähnlich wie damals: „Immer mehr Menschen in Deutschland brauchen einen Nebenjob, um über die Runden zu kommen; rund vier Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind im Niedriglohnsektor tätig … und schon heute leben fast jede fünfte Rentnerin und jeder fünfte Rentner in Altersarmut … die Große Koalition will das Problem mit einer sogenannten Grundrente lösen und die Lebensleistung der Menschen in Deutschland besser honorieren.“ Ja, was ist schief gelaufen in Deutschland, dass so viele Menschen von ihrem Erwerb nicht mehr leben können?

Warum läuft es anderswo besser?

Wer sich an Anne Will und 2016 erinnert, hat ein Déjà-Vu-Erlebnis. Wie wäre es denn, mal zu fragen, warum es in Nachbarländern wie Dänemark, Schweden oder den Niederlanden besser läuft? Wie wäre es denn, mal zu fragen, warum das Pensionsniveau hierzulande so viel höher ist als das Rentenniveau? Wie wäre es denn, mal zu fragen, warum es keine Erwerbstätigenpension gibt? Wie wäre es denn, mal zu fragen, was Altersarmut mit den Negativzinsen zu tun hat? Ganz richtig warf Petra Vogel den Parteien vor, wirkungslos herumzudoktern, dabei müsse das gesamte Rentensystem verändert werden. „Es müssen Beamte, es müssen Abgeordnete und es müssen auch Selbständige mit in die Kassen einzahlen“, so Vogel.

Wir drehen uns also im Kreis – und das aus den Rundfunkgebühren finanziert.

Anne Will lief übrigens am 3. März 2019 um 21.45 Uhr im Ersten. Die Sendung lässt sich in der Mediathek abrufen.




Mit Qigong zu mehr Gelassenheit

Qigong ist eine Mischung aus Bewegung und Meditation – und ideal geeignet, um zu mehr Gelassenheit zu finden. Qigong schult die Konzentration, verbessert die Selbstwahrnehmung, fördert Gleichgewichtssinn und Beweglichkeit. Vielleicht hilft Qigong auch, unser Leben zu verlängern.

Woher kommt Qigong?

Ob 2000 oder gar 3000 Jahre alt, dürfte ziemlich egal sein – so viel ist allerdings klar, die chinesische Bewegungsmeditation hat sich bewährt, sich mit sich selbst in Einklang zu bringen. Wir skeptischen Westler müssen es einfach zulassen, was Chinesen schon längst akzeptiert haben. Fließende Bewegungen und ruhige Atmung helfen, sich wohler, vitaler und ausgeglichener zu fühlen. Dass sich damit sogar das Leben verlängern lässt, ist für Qigong-Anhänger ausgemachte Sache.

Anders als andere Sportarten, eignet sich Qigong auch für uns ältere Jahrgänge – und das Schöne dabei, Qigong wird mittlerweile überall angeboten, ob in Volkshochschulen oder in Sportvereinen, von Fitness-Studios und Personal Trainern. Ganz abgesehen davon, wer wirklich niemand finden sollte, kann auch Youtube konsultieren. Aber in der Gruppe macht’s einfach mehr Spaß und motiviert zu Regelmäßigkeit.

Was heißt Qigong?

Das chinesische Wort Qigong kommt von „Qi“ (ausgesprochen Tschi) und „Gong“. Qi steht für die innere Kraft, was wir auch als Lebensenergie ansehen. „Auf uns Menschen bezogen bedeutet es jene Energie, die wir seit Beginn unserer Existenz in uns tragen“, schreibt das Taiji-Forum. „Gong“ übersetzt das Taiki-Forum mit „Arbeit“, „Pflege“, „Übung“ oder „beständiges Üben“. Die Zusammensetzung von „Qi“ und „Gong“ bedeute demnach die Arbeit mit der Lebensenergie oder die Pflege derselben. Die Pflege des Qi meine eine bestimmte Form der „Selbstnährung“ des Menschen; die Lebensenergie werde also nicht von außen gestärkt, sondern von innen, durch den Menschen selbst. Mit Qigong-Übungen soll laut Taiji-Forum das Qi erhalten, gestärkt und ausgeglichen werden.

Sinn und Zweck ist es, die Lebensenergie zu stärken, um gesünder und vitaler zu werden, was letztlich das Leben verlängern kann. „Qigong ist ein harmonischer Fluss an Bewegungen“, zitiert die Frankfurter Rundschau Qigong- und Taiji-Lehrerin Karin Sedlmeier aus Wolnzach in Oberbayern. „Man hört kurz vor der stärksten Anspannung auf und geht dann in die Gegenbewegung“, fasst sie zusammen. Ob Qigong das Immunsystem fördert, daran zweifeln vielleicht einige, aber dass Qigong beruhigt, erfährt jeder, der es selbst ausprobiert.

In China ist die Bewegungsmeditation so etwas wie eine Volksbewegung. Alt und jung treffen sich in Parks, um gemeinsam zu üben. Qigong ist dabei eben nicht unbedingt Sport, sondern Bewegungsmeditation und Atemübung.

Wie Qigong üben?

Qigong-Übungen tragen in der Regel poetisch anmutende Namen wie „In die Stille eintreten“, „Den Himmel stützen“, „Der Kranich breitet seine Flügel aus“. Übungsfolgen orientieren sich an den fünf Elementen oder am Morgengebet buddhistischer Mönche. Dadurch wird es leichter, sich die Folge zu merken. Jede einzelne Übung hat eine bestimmten Zweck, ist gut für das eine oder andere Organ und soll das Qi mehren und zum Fließen bringen.

Wie Qigong praktizieren?

In der Gruppe mit einer Kursleiterin ist es sicher leichter, die Bewegungsabläufe zu erlernen und einzuüben. Wer einige Bewegungsabläufe verinnerlicht hat, kann und soll sie zu Hause üben. Qigong lässt sich im Stehen und Sitzen üben. Im Sommer gehen Qigong-Übende auch in die freie Natur.

Wofür ist Qigong gut?

Das Gesundheitsportal lifeline hat kurz zusammengefasst, wofür Qigong gut ist und gegen welche Leiden es hilft:

Die sanften Qigong-Übungen erfordern keine besondere Kraftanstrengung und sind in jedem Alter möglich. Als begleitende Therapie sind sie zum Beispiel empfehlenswert

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bis auf einen Tag, habe ich bis zum Schluss durchgehalten. Mit dem heutigen Beitrag endet diese Challenge.  #28daysofblogging .

Wer noch alles mitmacht bei #28DaysofBlogging:




Was Bestager auf der Inviva erwartet

Mitten drin, statt nur dabei – um einen alten Slogan des DSF zu bemühen. Darum geht es bei der Inviva, der Erlebnismesse für Bestager in Nürnberg vom 27. Februar bis 3. März. Nicht von ungefähr findet parallel dazu die „Freizeit, Touristik & Garten“ sowie die Whiskey-Messe „The Village“ (nur 2. und 3. März) statt.

Auf der Inviva reicht die Themenspanne vom der Ehrenamtsbörse bis zur Senioren-Union. Letztlich geht es um Angebote und Informationen für ein langes, gesundes und selbstbestimmtes Leben. Partner der inviva sind unter anderen das Seniorenamt der Stadt Nürnberg, das Klinikum Nürnberg, der
Sozialverband VdK sowie das Franken Fernsehen – mit den Themenwelten „Gesundheit erhalten“, „Selbst bestimmen“ und „Zeit gestalten“.

Bestager-Messe Inviva in Nürnberg

Unter den Anbietern sind neben Kliniken, soziale Einrichtungen, Verbände, und Vereinen auch Initiativen und Dienstleistungsunternehmen, Dabei geht es um medizinische Vorsorge, alternative Heilmethoden, Rehabilitation und Betreuung aber auch um Fitness und Bewegung. Das Gesundheits-Forum stellt verschiedene
Gesundheitsthemen vor und gibt den Besuchern die Möglichkeit, sich zu informieren und Experten um Rat zu fragen.

Wo möchte ich wohnen und wie möchte ich leben? Diese Fragen spielen im Alter eine immer größere Rolle. Deswegen stellt die Inviva verschiedene Wohnkonzepte vor und präsentiert Möglichkeiten, die eigenen vier Wände barrierefrei zu gestalten.

Börse für Ehrenämter

Natürlich spielt das Thema Freizeitgestaltung eine wichtige Rolle. Wer sich ehrenamtlich betätigen will – auf der Inviva findet er sich etwas. Die Stadt Nürnberg bietet auf ihre Portal buergernetz-nuernberg.de eine Ehrenamtsbörse. Vertreten sind natürlich auch der VdK und andere Vereine. Gleich am Angang zur Halle 12 zieht ein Franken-Stand die Besucher an. Die Region hat einiges zu bieten. Auf der Erlebnisbühne animieren Kursleiter Besucher, einfach mal das Tanzbein zu schwingen oder sich Judo zeigen zu lassen. Die Inviva bietet ferner einen Tai Chi Workshop an. Klar spielt das Thema Wellness eine große Rolle auf der Inviva.

Rente ist zentrales Thema

Das Seniorenamt der Stadt Nürnberg stellt am 1. und 2. März die Themen „Rente, Freiheit und Digitales“ in den Mittelpunkt. So diskutiert zum Beispiel Ulrike Mascher, die Vorsitzende vom VdK Bayern, mit weiteren Experten die Frage „Rente: Welches Konzept hat Zukunft?“. Darüber hinaus geht es um Themen, wie „gesünder leben mit Apps“- und der Journalist Dieter Bednarz stellt sein Buch „Zu jung für alt vor, in dem er die Frage aufwirft, was tun, wenn das Arbeitsleben endet, man sich aber viel zu jung fühlt, um zum alten Eisen zu gehören?

Von Halle 12 sind es nur ein paar Schritte zu den Hallen der Freizeit, Touristik & Garten“. Dort warten Aussteller aus den Branchen Reisen, Garten und Outdoor.  Und am Wochenende (2. und 3. März) läuft die Whisk(e)y-Messe „The Village“ ebenfalls parallel zur Freizeit Messe.

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bin selbst gespannt, ob ich das in letzter Konsequenz durchhalte.  Also, bleibt neugierig – wo immer ihr auch mitlest und haltet Ausschau nach #28daysofblogging .

Wer noch alles mitmacht bei #28DaysofBlogging:

 




Urlaub vom Alltag in der Therme

Kaiser und Könige machen es, warum machen wir es nicht auch? Thermen. Gerade, wenn’s noch so richtig nass-kalt und trüb ist, kann ein Tag in der Therme aufheitern. Ganz abgesehen davon, dass uns so ein Tag richtig gut tut.

Wenn’s mal wieder zwickt und knirscht, wird es Zeit, in die Therme zu fahren und sich zu restituieren, sprich, sich wieder herzustellen. Da hilft ein Schwefel-, Selen, Lithium- oder Salzbad. Die Wirkung des Thermalwassers gegen Rücken- und Gelenkbeschwerden ist legendär, aber auch gegen Stress und Hautprobleme. Nach einem Tag in der Therme schlafen wir wohlig ein und fühlen uns am nächsten erquickt. Der Therme sei Dank.

Karl der Große und seine Therme

Das wussten schon Kaiser und Könige. Nicht von ungefähr hat Karl der Große seine Residenz in Aachen aufgeschlagen. In den letzten Jahren seines Lebens war er mehr im Thermalwasser als auf dem Thron.

Müde, matt und abgeschlagen – wer sich so richtig erschöpft fühlt, für den ist es Zeit, sich zu regenerieren, sonst wird aus Stress Burn-out. Schrothkuren und Kneipp-Anwendungen helfen, die innere Balance wiederzufinden. Wer Probleme mit der Lunge hat oder eine Allergie, der atmet in heilklimatischen Kurorten durch. Sole unterstützt die Abwehrkräfte, Inhalation befreit die Atemwege und beseitig den Juckreiz.

Thermen-Ranking als Orientierungshilfe

Wer welche Therme braucht, das muss jeder für sich eruieren. Welche öffentlich zugängliche Therme oder Saunalandschaft die beliebteste ist im ganzen Land, hat das Verbraucherportal Testberichte.de ermittelt – und ein Thermen-Ranking aufgelegt. Die Tester haben sich in diesem Jahr 486 (2018: 369) Wellness-Oasen vorgenommen. Sie verließen sich dabei auf insgesamt annähernd 370 000 Kundenmeinungen. Da dürfte die Auswahl doch deutlich erleichtern.

Top-1-Therme in Eibelstadt

Beliebteste Wellness-Oase Deutschlands ist mit 4,7 von 5 Sternen das MainSaunaLand im bayerischen Eibelstadt, Platz zwei belegt der Vorjahressieger Vabali in Berlin (4,6), gefolgt vom Vabali in Düsseldorf (4,6). Pluspunkte sammeln die Spitzenreiter für die Freundlichkeit des Personals, ihrer gepflegten, vielfältigen und sauberen Saunalandschaft sowie der guten Aufgüsse und des guten Essens.

Die Schlusslichter sind Thermen in Zinnowitz, Sellin und Hofheim. Hauptkritikpunkte der Besucher sind dem Test-Portal zufolge kaltes Wasser, hohe Preise, mangelnde Sauberkeit, zu viel Unruhe und Lautstärke durch viele Besucher, zu enge Umkleiden und nicht zuletzt ein schlechtes Gastronomieangebot.

Erstaunlich ist der große Preisunterschied, der von für zwei Stunden von 8,50 bis 50 Euro reicht.

Kneippen und Kultur

Ein Thermen-Besuch ist aber noch weit mehr. Viele Kurorte bieten ja noch prall gefüllten Veranstaltungskalender mit täglich attraktiven Konzerten, Bühnenshows, Tanz und Unterhaltung parat, dazu Wanderwege und sonstige Infrastruktur. Bad Wörishofen beispielsweise veranstaltet vom 4. bis 7. April seine Gesundheitstage, dabei geht es um „Healthy Aging mit Kneipp“. Erfolgsautor und Arzt Andreas Michalsen stellt sein Buch „Mit Ernährung heilen – besser essen, einfacher fasten, länger leben“ in Bad Wörishofen vor. Veranstaltungstipps und Wellness-Tipps lassen sich in der Bad Wörishofer Gästezeitung nachlesen. Übrigens bringen viele Kurorte mittlerweile ihre eigen Gästezeitung heraus – der Verlegergemeinschaft Deutsche Kur- und Freizeitmagazine listet mittlerweile 18 auf.

Wer sich grundsätzlich über Kuren – und im speziellen über Kuren in Bayern – informieren will, ist auf der Seite „Gesundes Bayern“ gut aufgehoben. Die Macher erklären, welche Kuren es wo in Bayern (insgesamt 42) gibt und zeigen mit einer Checkliste, wie jeder erfolgreich eine Kur beantragt.

Foto/Quelle : obs/Testberichte.de/Tramont_ana

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bin selbst gespannt, ob ich das in letzter Konsequenz durchhalte.  Also, bleibt neugierig – wo immer ihr auch mitlest und haltet Ausschau nach #28daysofblogging .

Wer noch alles mitmacht bei #28DaysofBlogging:




Ein Messebesuch ist wie ein Urlaubstag

Ein Messebesuch ist wie ein Urlaubstag – das gilt gerade für die Freizeitmesse free in München. Gerade im Februar wächst der Wunsch nach Sonne, Urlaub, Meer, Rad und Reisen. Was liegt also näher, sich auf einer Messe inspirieren zu lassen.

„Mit Holland America Line die Welt entdecken“ – warum nicht? In Halle A6 der Freizeitmesse free in München drängen sich die Stände von Aida, MSC Cruise, Princess Cruises und Arosa. Wer jemals vorhatte, eine Kreuzfahrt zu machen – hier fände er reichlich Inspiration. Mittlerweile kreuzen die Luxusdampfer in norwegischen Fjorden und in der Karibik, gleiten durch den Panamakanal und überqueren den Ozean. Princess Cruise allein steuert 380 Destinationen an. Wer da nicht ins Schwärmen kommt. Mit Arosa entdecken unternehmungslustige Senioren Seine, Donau und den Rhein.

Messebesuch als Urlaubstag

Wie wäre es mit einer Pizza auf dem Italien-Stand oder einem Schoppen bei den Österreichern? Niemand muss hungrig nach Hause gehen. Dazwischen aber braucht’s ein bisschen Bewegung auf dem Paddel-See oder dem großen Fahrrad-Parcours.

Unsere Welt ist abgezirkelt, da ist es durchaus verständlich, wenn wir ab und an zu kleinen Fluchten ausbrechen. So eine Messe ist eine davon. Die Industrie hat reagiert darauf und bietet uns alles von der Luxus-Flusskreuzfahrt bis zum Outdoor-Abenteuer. Warum auch nicht!

„Chacun à son goût“, sagen die Franzosen. Jedem nach seinem Geschmack, heißt das auf Deutsch. Wir können es uns glücklicherweise aussuchen, wie wir unsere Freizeit genießen – die Möglichkeiten sind breit gefächert. Was für eine Chance.

Endlich können wir azyklisch verreisen

Wir Best Ager haben den großen Vorteil, uns aussuchen zu können, wann wir verreisen. Wir müssen uns nicht länger an Schulferien orientieren und auch keinen Chef mehr wegen des Urlaubs fragen. Also, nutzen wir die Zeit. Wer azyklisch verreist, hat mehr vom Leben – und von seinem Geld, denn außerhalb der Schulferien sind viele Destinationen deutlich billiger.

Wer auf der free unvoreingenommen durch die Hallen schlendert, landet irgendwann in Halle C5, in der es vor allem um Rad geht. Wer glaubte, die Entwicklung des Fahrrad sei abgeschlossen, der sollte seine Meinung ganz schnell revidieren. Es gibt „Generation-Trikes“, die „Gekko-Klasse“, E-Scooter, E-Bikes, Tandems mit einem Liegerad und Lasträder. Einfach phantastisch! Wer immer noch Auto fährt, ist selbst schuld. Auf dem Fahrrad-Parcours kann jeder selbst ausprobieren, wie sich so etwas fährt. Halle C5 bietet zwei Teststrecken mit einer neuen Zwei-Meter-Rampe, wo täglich auch zwei Trial-Bike-Meister ihr Können zeigen. Ja, und wer Lust bekommen hat, organisiert auf der free gleich seine nächste Tour – wie wäre es mal mit München-Prag oder entlang der Altmühl oder mit der Romantischen Straße oder über die Alpen oder mit Inselhüpfen? Mit dem Rad ist vieles möglich.

Fußmassage und Tiefenwärme

Und wer jetzt von dieser Vielfalt erschöpft ist, pilgert in Halle A5 zum Wellnessen. Er kann sich ja dort mal die Füße massieren lassen oder sich einen Vortrag über Aloe Vera anhören oder sich in die Tiefenwärmekabine setzen.

Zum Abschluss gibt’s noch eine Bierverkostung mit fränkischer Hopfenkaltschale. Wer dann immer noch nicht entspannt ist, dem ist nicht zu helfen.

Partnerland ist 2019 übrigens Tschechien – für viele noch Terra Incognita, obwohl es so nah liegt. Die meisten kennen nur Prag, dabei bietet Südböhmen einiges an Kultur und Lebensart.

Die Free geht noch bis zum 24. Februar um 18 Uhr.

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bin selbst gespannt, ob ich das in letzter Konsequenz durchhalte.  Also, bleibt neugierig – wo immer ihr auch mitlest und haltet Ausschau nach #28daysofblogging .

Wer noch alles mitmacht bei #28DaysofBlogging:




Wie werde ich gesund 100 Jahre alt?

Wer weiß, vielleicht wirst auch du 100 Jahre alt. Die Chancen stehen gut. In Deutschland sind mehr als 17 000 Menschen so alt und älter. Was wir von ihnen lernen können.

Steinalt & Kerngesund - 100 Jahre erfüllt leben

Steinalt & Kerngesund

„Wie können wir dem Leben mehr Jahre und den Jahren mehr Leben geben?“, diese Frage stellt sich der Gesundheitsphilosoph Marcus Lauk. Gute Frage. Ja, wie? Warum nicht mal die Hundertjährigen selbst nach ihrer Methusalem-Formel fragen. Lauk hat es getan und seine Erkenntnisse im Buch „Steinalt & Kerngesund – 100 Jahre erfüllt leben“ zusammengefasst. Ihn faszinierte die Frage, wie wir möglichst lange gesund und gleichzeitig erfüllt leben. Er bereiste dazu die vier Langlebigkeitsregionen der Erde: Loma Linda in Kalifornien, Sardinien in Italien, Ikaria in Griechenland und Okinawa in Japan. Es gibt aber noch mehr Orte in der „blauen“ Zone, sprich in den Regionen mit besonders vielen Hundertjährigen. Dazu gehören auch die Halbinsel Nicoya in Costa Rica, Vilcabamba in Ecuador und das  italienische Bergdorf Campodimele, wo es sogar eine Enoteca La Longevita gibt. Der Vorruhestandscoach Wolfgang Schiele hat Sardinien besucht und war „überrascht von der Weltgewandtheit und Offenheit der Einwohner“ – und von der Kunst der Sarden, gesund alt zu werden. Seine Eindrücke hat auf seinem Blog spaetefreiheitruhestand in Bildern festgehalten.

Neben Sardinien ist vor allem Japan interessant, denn unter den 120 Millionen Japanern sind annähernd 70 000 Hundertjährig, unter den 82 Millionen Deutschen sind es „nur“ 17 000, im Jahr 2000 waren es sogar nur 7200. Das heißt, Japan hat uns in diesem Punkt etwas voraus. Aber was? Was auffällt, in allen diesen Suprager-Hotspots – die Langlebigen schwören auf gemüse- und fischlastige Ernährung, sie sind bis ins hohe Alter aktiv, bleiben geistig rege und sind mit sich und ihrem Umfeld zufrieden.

Wie viele haben 110 Jahre erreicht?

LandGestorben mit 110 und älterEinwohner in Mio
USA340325
Japan77127
Frankreich4867
Italien3660
Spanien2746
Deutschland1582
Schweden910
Norwegen85
Quelle: International Database on Longevity

Auch in den USA gibt es viele Hochbetagte. Deutschland schneidet bei Langlebigkeit eher schlechter ab. 

Natürlich spielen auch die Gene eine Rolle, aber vielleicht weniger als wir allgemein glauben. Die verschiedenen Altersexperten schätzen ihren Einfluss vielleicht auf 25 bis 30 Prozent. Das heißt umgekehrt, zu zwei Drittel bis drei Viertel sind wir selbst daran schuld, wenn wir nicht gesund alt werden. Lebenswandel und Lebensumstände spielen die Hauptrolle. Das schließt das Essen ein, die Bewegung, unsere Einstellung und unsere Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, wofür das schöne Wort Resilienz steht.

Resilienz fördert das Altwerden

Zufriedenheit, Erfüllung und Selbstwirksamkeit spielen eine große Rolle dafür, dass wir lang und gesund leben, wie die Heidelberger Hundertjährigen-Studien – die Wissenschaftler befragten rund hundert Hundertjährige. Und immer wieder betonen Hundertjährige, wie wichtig ist, nicht alles bierernst zu nehmen. Widerstandskraft oder Resilienz spielen als eine ganz wichtige Rolle dafür, wie wir alt werden. Optimisten sind klar im Vorteil. Es zeigt sich immer wieder, dass es auf die Einstellung zum Leben ankommt – dabei ist weniger entscheidend, ob es eher bescheidene Verhältnisse sind, in denen ein Hochbetagter lebt.

100 Jahre Lebensglück

100 Jahre Lebensglück

Gibt es irgendetwas, das wir tun können, um zu dieser wohlwollende Einstellung zu kommen und widerstandsfähig zu werden gegen die Unbill des Lebens?  Wenn sich die Umstände zum Negativen verändern, müssen wir uns anpassen und uns an dem freuen, was wir haben. Mehr auf den Weg zu achten als auf das Ziel. Klingt einfacher als es ist. Das Tun wird wichtiger als das Erreichen. Wichtig ist auch, sich auf das zu konzentrieren, was uns Spaß macht und was uns wirklich wichtig ist. Das heißt, wir müssen Haus halten mit unserer verbleibenden Kraft.  Das schafft innere Freiheit.

Regeln, um gesund 100 werden

  • Zuversicht

Hochbetagte sind zukunftsorientiert und konzentrieren sich auf die schönen Dinge im Leben und ignorieren, was nicht mehr geht mit 100. Tipp: Auf die eigenen Fähigkeiten achten und auf die Selbstheilungskräfte vertrauen. Wer gelassener durchs Leben geht, ist stressresistenter, wird seltener krank und lebt länger.

  • Zufriedenheit

Komisch, einige der Hochbetagten stammen aus eher armen Gegenden. Sie sind mit dem zufrieden, was sie haben und wissen das auch zu schätzen. Tipp: Wer zufrieden ist, lebt länger.

  • Mäßigung

Das Kochbuch der 100-Jährigen

Das Kochbuch der 100-Jährigen

Weniger ist mehr – das gilt auch fürs Essen. Sich den Bauch zu schlagen, schadet auf Dauer. Tipp: Gemäßigtes Hungern hilft anscheinend, das Altern zu verlangsamen, das zeigt sich am besten bei den Bewohner der japanischen Insel Okinawa, unter denen es viele Hochbetagte gibt. Sie haben sich eine spezielle Regel auferlegt, das so genannte „Hara hachi Bu“: „Der Magen soll bestenfalls zu 80 Prozent gefüllt werden – ein sublimes Hungergefühl gehört also auf Okinawa zur Esstradition“, schreibt FOCUS-Online.

  • Sozialkontakte

Wir müssen uns um unser soziales Netz kümmern – das schließt die Familie ein, Nachbarn, Freunde, Gleichgesinnte. Hier ein Plausch, dort ein angeregtes Gespräch, ein Vortrag in der Volkshochschule, ein Diskussionsabend und Familienfest, das gibt uns Halt. Tipp: Einsamkeit verkürzt das Leben, Geselligkeit verlängert es.

  • Lebenssinn

Klingt hochgestochen, heißt aber schlicht, das Gefühl pflegen, etwas zu haben, wofür es sich lohnt, am Morgen aufzustehen. Die Japaner sagen dazu „Ikigai“, das japanische Wort für Lebenssinn. Dabei geht es darum, den eigenen Träumen zu folgen, statt zu versuchen, den Erwartungen Anderer zu entsprechen. Tipp: Ich bin ich – und das gern. Wer mehr über Ikigai wissen will, liest Bettina Lemkes Buch „Ikigai – der Sinn des Lebens im Alltag finden“.

  • Bewegung

Couch-Potatoes leben kürzer – wer sich nicht bewegt, muss sich nicht wundern, wenn er im Alter Probleme bekommt. Die Hochbetagten in der Blue Zone bewegen sich alle, ob in Okinawa, Ikaria oder Campodimele. Tipp: Wie wäre es denn mit einem Fitnesstracker? Der gibt uns einen Stubs, wenn wir mal wieder zu lange sitzen. Eine Mitgliedschaft im ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) kann auch nicht schaden – oder in einem Sportverein.

  • Rituale

Der Mensch braucht Rituale, egal ob im Alter oder in jungen Jahren. Sie strukturieren den Alltag. Nicht ungefähr werden Japaner im Schnitt besonders alt. Sie haben Rituale verinnerlicht. Es ist aber noch mehr als das, auch die vertraute Umgebung gibt uns Halt. Heimatverbundenheit hilft. Viele der Hochbetagten sind ihrem Ort oder ihrer Regionen treu geblieben. Tipp: Wenn schon Ortswechsel, dann alten Freundschaften pflegen. Dumm, wer geringschätzig auf seine alte Heimat schaut.

Quelle: „Guter Rat“ (12/2016)

10 Gebote fürLanglebigkeit

Panayiotis Mallis, Vice Chairman der Cyprus Adult Education Association (CAEA) glaubt, zehn Denk- und Verhaltensweisen gefunden zu haben, die einem helfen, mental und körperlich möglichst lang fit zu bleiben. Mallis weiß, wovon er redet: Er ist 83 Jahre alt. Der Zypriot nennt es

Seine Tipps für ein langes, gesundes Leben:

Strong appetite. Damit meint er nicht, immer kräftig zu essen, sondern sich angemessen zu ernähren. Das heißt, möglichst auf Fastfood zu verzichten.

Firm will. Ein fester Wille. Das Gegenteil ist Wankelmut, sich gern vom eigenen Weg abbringen zu lassen.

Continous battle against indifference. Beständiger Kampf gegen Gleichgültigkeit und Desinteresse. Begeisterungsfähigkeit und Schaffensfreude. Wer für etwas Feuer fängt, vergisst seine Zipperlein.

Unlimited patience. Ausdauer, Geduld und Beharrlichkeit – drei Wörter, die am besten ausdrücken, was damit gemeint ist.

Enthusiam. Sich für etwas begeistern.

Self control. Diese Geisteshaltung dürfte sich mit Selbstbeherrschung am besten umschreiben lassen.

Discreet lenience. Damit ist dezente und taktvolle Nachsicht mit den Fehlern Anderer gemeint. Das heißt nicht, zu allem Ja und Amen zu sagen, sondern dem Anderen respektvoll und nachsichtig auf einen Fehler hinzuweisen.

Always humour. Seinen Humor nicht zu verlieren, auch in schwierigen Situationen. Mit Humor lässt sich vieles leichter ertragen.

Ability to disentangle complications. Disentangle steht für „entflechten“. Gemeint ist damit, schwierige Situationen zu vereinfachen, genau zu hinterfragen, worin das wirkliche Problem besteht.

Skill to live alone. Die Fähigkeit, auch allein zurecht zu kommen. Im Leben kommt es vor, dass jemand allein dasteht, auch wenn es anders geplant war. Einige kommen mit der Situation gar nicht zurecht, andere nur schlecht. Jeder sollte darauf vorbereitet sein und es sich zumindest vorstellen, besser noch, es einzuüben.

Letztlich geht es darum, lebendig, neugierig und aufmerksam zu bleiben und den Kontakt zu suchen. Gesundes Essen, ausreichender Schlaf und angemessener Sport tragen sicher das Übrige dazu bei. Seine Tipps decken sich in etwa mit den Tipps

7 Tipps „Langweiler leben länger“

Ein Mann ist keine Altersvorsorge Helma Sick

Jörg Zittlau

Was verlängert unser Leben? Jörg Zittlau zitiert den österreichischen Arzt und Philosophen Ernst Freiherr von Feuchtersleben mit den Worten: „Das ganze Geheimnis, sein Leben zu verlängern, besteht darin, es nicht zu verkürzen“. Zittlau schlägt in seinen Buch „Langweiler leben länger“ vor:

 

 

  1. „Seien Sie nett zu sich – dann wird sich auch etwas verändern“
  2. „Seien Sie ehrlich zu sich – denn sonst kann sich nichts ändern“
  3. „Trainieren Sie Ihre Disziplin – aber in kleinen Portionen“
  4. „Hören Sie niemals auf, diszipliniert zu sein“
  5. „Weniger Dinge – mehr erleben“
  6. „Befreien Sie sich von der Tyrannei des Glücks“
  7. „Seien Sie ohne Hoffnung“

Das kommt uns doch irgendwie bekannt vor, oder? Einige der Tipps gleich sich und drücken das gleiche nur in anderen Worten aus.

 
Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bin selbst gespannt, ob ich das in letzter Konsequenz durchhalte.  Also, bleibt neugierig – wo immer ihr auch mitlest und haltet Ausschau nach #28daysofblogging .

Wer noch alles mitmacht bei #28DaysofBlogging:




Ist die Riester-Rente so sicher wie die gesetzliche Rente?

„Die Rente ist sicher“, propagierte einst Norbert Blüm. Aber eben nicht in der Höhe, vergaß er zu sagen. Das ist das Problem. Was für die gesetzliche Rente gilt, gilt auch für die Riester-Rente. Sie kann die Versorgungslücke nicht schließen, wofür sie ursprünglich gedacht war.

„Das Kopfkissen – die bessere Riester-Rente?“, behauptet der Bund der Versicherten und provoziert damit die Versicherungsbranche. Wer hat Recht? Der Bund der Versicherten (BdV) hat in einer Studie ermittelt, „dass die Versicherungsunternehmen strukturell nicht in der Lage sind, erfolgreich mit den ihnen anvertrauten Werten zu arbeiten“. Das lasse sich sowohl auf hohe Kosten in der Ansparphase zurückführen, wie auch auf überzogene Annahmen zur Lebenserwartung, die die Rentenhöhe – und damit auch die Rendite – mindere, so die Studie des BdV.

Nur noch 0,9 Prozent Zins

Die Studie des BdV bezieht sich auf Riester-Rentenversicherungen, die mindestens den sogenannten Höchstrechnungszins abwerfen sollen. Der Höchstrechnungszins ist seit 1997 von vier Prozent auf mittlerweile 0,9 Prozent  gesunken, entsprechend niedrig fallen die Riester-Renten aus. Wer beispielsweise 20 Jahre lang monatlich 85 Euro eingezahlt hat und die 175 Euro Grundzulage mitgenommen hat, bekommt laut Stiftung Warentest bei der Allianz 77 Euro Riester-Rente ausgezahlt, bei DEVK nur 74 Euro, bei der R+V AG 77 Euro – nicht gerade üppig. Die Versicherungen versprechen zwar Überschussbeteiligungen, nur wer bereits Erfahrungen mit Versicherungen gemacht hat, weiß, dass die Überschussbeteiligungen im Lauf der Jahre teilweise bis auf null Euro abgeschmolzen wurden. Wie sollen die Konzerne auch Überschüsse angesichts der jahrelangen Nullzinsphase erwirtschaften – und daran wird sich auch so schnell nichts ändern, wie Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) unmissverständlich der ganze Welt mitteilte.

Wie die Überschüsse zusammenschmelzen

Der BdV hat also Recht, wenn er nur mit dem rechnet, was die Versicherer auf alle Fälle zahlen müssen. Aber selbst, wenn ein paar Euro Überschuss herausspringen, macht es das kaum besser. Der Gesamtverband der Deutschen  Versicherungswirtschaft (GDV) lässt das natürlich nicht auf sich sitzen und hält dagegen. Von Negativrenditen könne keine Rede sein, nach Steuern seien mit Riester-Renten Renditen zwischen drei und vier Prozent zu erzielen. „Das ist reine Polemik“, so der GDV-Geschäftsführer Peter Schwark. Der BdV kalkuliere mit viel zu niedrigen Lebenserwartungen und gehe von einem „unrealistischen Worst-Case-Szenario“ aus. Den schlimmsten Fall gibt es offensichtlich bei Versicherern nicht. Die Realität sieht leider anders aus, wie viele Kunden von Versicherungsunternehmen sicher bestätigen können.

Werden Männer 93 Jahre alt?

Was die Lebenserwartung betrifft, so nimmt der BdV die Zahlen vom Statistischen Bundesamt, während die Versicherungsbranche ihre eigenen Zahlen hat. Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) geht von einer Lebenserwartung bei Männern von 92,7 Jahren aus, das Statistisches Bundesamt von 78,7 Jahren – macht einen Unterschied von 14 Jahren. Aber wie viele Männer werden schon annähernd 93 Jahre alt? Die Rechnung gilt übrigens für heute 40jährige, heute 60Jährige hätte laut DAV noch 34 Jahre vor sich, dem Statistischen Bundesamt nur noch 21 Jahre. Der GDV meint, dass ein Viertel der 2009 geborenen Jungen und 38 Prozent der Mädchen voraussichtlich mindestens 95 Jahre alt werden. Umgekehrt sterben aber drei Viertel schon früher.

Klar, wenn die Auszahlung auf so viele Jahre gestreckt wird, sind viele bereits gestorben und beziehen damit auch keine Riester-Rente mehr. Deswegen gibt’s monatlich auch weniger, als wenn die Zahlen des Statistischen Bundesamts genommen würden. Der BdV prangert genau diese zu vorsichtig kalkulierten Lebenserwartungen an.

Riester-Rente nur für Methusaleme

Aber zurück zur BdV-Studie: Der BdV hat durchgerechnet, was wäre wenn jemand jeden Monat 85 Euro einzahlt – plus Grundzulage von jährlich 175 Euro und es unters Kopfkissen legt. Es würde sich ein Betrag von 20 400 Euro plus 3500 Euro Zulage, sprich insgesamt 23 900 Euro ansammeln. Der Sparer könnte sich davon 20 Jahre lang jeden Monat 99 Euro auszahlen und es wären immer noch einige Hunderte übrig. Wenn er sich „nur“ 77 Euro auszahlt, wie bei der Allianz beispielsweise, würde das Geld unterm Kopfkissen 25 Jahre reichen. Da Männer im Schnitt laut Statistischem Bundesamt nur eine Lebenserwartung von 78,4 Jahren haben, würde der Unterm-Kopfkissen-Sparer also deutlich besser abschneiden, denn er hat ab 65 nur noch 13,4 Jahre zu leben. Das heißt, er könnte sich sogar 150 Euro auszahlen. Klingt makaber, aber ist nur ein Rechenexempel. Nur so viel, mit den 77 Euro monatlicher Riester-Renter muss ein Sparer schon sehr alt werden, dass sich Riester für ihn gelohnt hat.

Riester-Rente ist ein Draufzahl-Geschäft

Der BdV hat nicht viel anders gerechnet – und kommt bei den üblichen Riester-Angeboten auf erzielbare Renditen (plus Staatszuschuss) von minus 2,9 Prozent bis minus 0,3 Prozent – also ein Draufzahlgeschäft. Die Versicherer kalkulieren einfach mit viel zu hohen Lebenserwartungen.

Übrigens, wenn die betriebliche Riester-Rente nicht von der Doppelverbeitragung durch die Krankenversicherung befreit worden wäre, sähe es sogar mit den Verlusten noch viel schlimmer aus. Denn bis 2018 wurde Riester noch doppelt verbeitragt, wie andere Betriebsrenten heute leider immer noch. Außerdem wurde sie bis dahin auf die Grundsicherung angerechnet. Beides hat das Betriebsrentenstärkungsgesetz zumindest für Riester verbessert, nicht aber für andere Betriebsrenten.