Neue Rente: Länger arbeiten, mehr zahlen, weniger bekommen?

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Die Rentenkommission schlägt harte Reformen vor: länger arbeiten, Rente mit 63 kappen. ZDF-Moderatorin Sarah Tacke diskutiert über die bittere Medizin.

Bittersüße Medizin oder notwendiger Befreiungsschlag?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Rentenkasse bekommt schon heute mehr als 100 Milliarden Euro jährlich aus dem Bundeshaushalt für versicherungsfremde Leistungen – Tendenz steil nach oben. Die 33 Vorschläge der Rentenkommission liegen nun auf dem Tisch, doch die bittere Pille stößt auf enormen Widerstand und droht das Rentenpaket platzen zu lassen.

Das Reformpaket auf dem Prüfstand:

  • Später in den Ruhestand: Die Deutschen sollen länger arbeiten, während die beliebte „Rente mit 63“ stark eingeschränkt werden soll.
  • Mehr Schultern: Zukünftig sollen auch Politiker und Selbstständige in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen.
  • Eigenverantwortung: Ohne zusätzliche private Vorsorge wird es künftig kaum mehr gehen.

Schon vor der Umsetzung spaltet das Thema die Politik quer durch die Parteien. Besonders beim Thema Rente mit 63 verläuft der Graben selbst durch die Union: Die ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten gründen eine Zweckallianz mit der SPD, um den Früheinstieg in den Ruhestand zu verteidigen.

In ihrer ZDF-Sendung (lief am Donnerstag, 20. August 2026, 22.15 Uhr) beleuchtet Sarah Tacke die brennenden Fragen unserer Generation: Ist die eigenständige Kapitaldeckung die Rettung? Bleibt die Generationengerechtigkeit auf der Strecke? Und wer zahlt am Ende wirklich die Zeche?

Mit dabei im Talk: Pascal Reddig (CDU), Ines Schwerdtner (Die Linke), Ökonomin Veronika Grimm sowie Angelika Kindt, die mit 77 Jahren zeigt, wie Arbeiten im Alter aussehen kann.

Ines Schwerdtner von den Linken negiert mehr oder weniger den demographischen Wandel: „Das Umlagesystem hat Weltkriege überlebt, es hat ökonomische Krisen überlebt, es wird auch Friedrich Merz noch weiter überleben“, so ihr Argument. Pascal Redding von der CDU hält ihr entgegen, dass man den demographischen Wandel nicht wegleugnen kann. Die Wirtschaftsweise Grimm sieht die Notwendigkeit von Reformen und warnt: „Wenn die Rente mit 63 bleibt, dann verliert die Reform an Wirksamkeit.“

Bild: ZDF | Svea Pietschmann

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Helmut Achatz

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