Werbung
Künstliches Kniegelenk
Warum dieser Eingriff nötig ist
-
Der Eingriff: Die abgenutzten Knorpel- und Knochenflächen am Oberschenkelknochen und Schienbeinkopf werden präzise abgetragen.
-
Das Implantat: Es wird eine Oberflächenprothese eingesetzt, die das Gelenk ersetzt. Zwischen den Metallkomponenten dient ein sogenanntes Inlay aus speziellem Kunststoff als neuer Puffer und Gleitlager.
-
Die Verankerung: Bei mir wird die Prothese einzementiert. Der Vorteil des schnell härtenden Knochenzements liegt darin, dass das Bein in der Regel sehr früh wieder voll belastet werden kann.
📋 Der Fahrplan für die nächsten Wochen
-
OP-Tag & Klinikaufenthalt (ab 30.9.): Vorbereitung, Operation unter Narkose/LJA und erste Mobilisation direkt im Krankenhaus.
-
Stationäre Reha (05.10. – 25.10.): Drei Wochen intensive Physiotherapie, Kraftaufbau und Gangschulung in der Hessing-Klinik in Augsburg.
📝 Live-Tagebuch: Updates aus Klinik und Reha
Tag 2 – 1. Oktober: Erste Schritte im Krankenhaus
+++ Da ich gestern nach der OP noch Stunden vor mich hindämmerte und zwischenzeitlich auch schlief, bin ich natürlich mitten in der Nacht aufgewacht. Ich greife zum Smartphone, um mich abzulenken, bette mein operiertes Bein regelmäßig um und schiebe die Bettdecke unter das Knie.
+++ Am Morgen kommt eine Schwester und bringt Medikamente für den Tag in einer Tablettenbox, um die Tabletteneinnahme zu strukturieren; eine halbe Stunde später kommt die nächste Schwester mit einer Infusion, die beim Abschwellen des Knies helfen soll. Als Nächstes bekomme ich eine Schmerztablette; kurz darauf kommt die nächste Infusion: Jonosteril ist eine isotonische Vollelektrolytlösung, die verlorenes Blut ersetzen und den Blutkreislauf stabilisieren soll. Das ist keine reine Kochsalzlösung, sondern enthält neben Wasser, vor allem Natriumchlorid, Natriumacetat-Trihydrat, Kaliumacetat, Calciumacetat-Monohydrat und Magnesiumacetat-Tetrahydrat.
+++ Noch vor dem Frühstück erscheint der behandelnde Arzt und versichert, dass alles gut gelaufen sei. Ich sei für das Team eine Besonderheit gewesen: Meine Knochen sind so fest, dass er drei Sägeblätter brauchte, weil die ersten zwei stumpf geworden waren.
+++ Ach, bevor ich es vergesse: Zwischenzeitlich brachte die Schwester einen Zimmergenossen – einen älteren Herrn, so in meinem Alter. Kaum hatte er sich eingerichtet, wurde er auch schon zur OP gefahren.
+++ Endlich bringt die Schwester das Frühstück.
Tag 1 – 30. September: Der Tag der Operation
+++ Alles gepackt – und ab geht’s in die Helios-Klinik München-West. Es ist noch ziemlich ruhig. Ich soll mich um 7.00 Uhr einfinden, bin aber schon früher da.
+++Empfang in der Station. Ich bekomme mein Zimmer zugewiesen; auf dem Bett liegen ein OP-Hemdchen und eine Netzhose. Der Krankenpfleger verweist auf die „Speisekarte“. Ich frage nach, wann meine OP stattfindet. Er meint: „zwischen 11 und 12 Uhr“. Ich bin noch allein im Zweibettzimmer. Das kann sich aber ändern. Ich räume meinen Schrank ein, verabschiede mich von meiner Frau und warte auf meine OP.
+++ Da ich bis zur OP etwas Zeit habe, checke ich, ob es schon so etwas Ähnliches wie einen Live-Blog zum Thema gibt. Fehlanzeige! Aber ich finde einschlägige Infos zu einem neuen Kniegelenk bei Dr. Manuel Köhne. Auf Instagram (Account kniehueftop) bekomme ich einen Eindruck, was auf mich in den kommenden Stunden zukommt:
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Werbung


