Krankenkassen-Schock: Schon wieder höhere Beiträge

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Die SKD BKK erhöht ihren Zusatzbeitrag bereits ab November. Doch sie ist nicht die einzige Kasse, die 2026 an der Beitragsschraube dreht.

Die Spirale bei den Krankenkassenbeiträgen dreht sich weiter. Mitglieder der SKD BKK müssen ab dem 1. November 2026 tiefer in die Tasche greifen: Der Zusatzbeitrag steigt von 2,98 auf 3,65 Prozent. Damit erhöht sich der Gesamtbeitrag auf 18,25 Prozent.

Für Arbeitnehmer klingt ein Plus von 0,67 Prozentpunkten zunächst überschaubar. Tatsächlich zahlen Beschäftigte und Arbeitgeber die Erhöhung jeweils zur Hälfte. Bei 4.500 Euro Bruttoverdienst summiert sich das dennoch auf gut 15 Euro zusätzliche Belastung pro Monat für den Arbeitnehmer.

Ist die SKD BKK ein Einzelfall?

Nein. Die Beitragserhöhung der SKD BKK ist lediglich die jüngste Episode einer Entwicklung, die viele gesetzlich Versicherte längst zu spüren bekommen. Bereits zum Jahreswechsel 2025/2026 haben zahlreiche große Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge angehoben. Betroffen waren unter anderem die Techniker Krankenkasse, die Barmer, die DAK-Gesundheit sowie mehrere AOKen.

Auch unterjährig kam es 2026 zu weiteren Anpassungen. So erhöhte beispielsweise die BKK Groz-Beckert ihren Zusatzbeitrag zum 1. Oktober von 3,40 auf 4,20 Prozent. Insgesamt wurden 2026 bereits zahlreiche Beitragsänderungen registriert.

Die SKD BKK ist also keineswegs die einzige Krankenkasse mit höheren Beiträgen. Sie steht lediglich exemplarisch für ein System, das zunehmend unter finanziellem Druck gerät.

Bemerkenswert ist nicht nur die Beitragserhöhung selbst, sondern auch ihr Zeitpunkt. Zwischen der Information der Versicherten am 22. Oktober und dem Inkrafttreten am 1. November liegen gerade einmal wenige Tage. Wer die Mehrbelastung vermeiden möchte, muss daher schnell handeln und sein Sonderkündigungsrecht prüfen.

Ist die SKD BKK jetzt teurer als der Durchschnitt?

Ja. Mit 3,65 Prozent Zusatzbeitrag liegt die SKD BKK deutlich über dem von der GKV-Schätzerkreis für 2027 prognostizierten Durchschnitt von 2,9 Prozent und auch über vielen großen Kassen wie der Techniker Krankenkasse (2,69 Prozent für 2026).

Wechseln kann sich lohnen

Wer von einer Beitragserhöhung betroffen ist, erhält ein Sonderkündigungsrecht. Ein Kassenwechsel kann mehrere Hundert Euro Ersparnis pro Jahr bringen, insbesondere wenn die neue Krankenkasse einen deutlich niedrigeren Zusatzbeitrag verlangt.

Regelmäßig Zusatzbeitrag vergleichen

Die nächste Beitragserhöhung ist da, aber sie wird kaum die letzte bleiben. Für gesetzlich Versicherte lohnt sich der regelmäßige Vergleich der Krankenkassen inzwischen mehr denn je. Denn während die Leistungen oft ähnlich sind, unterscheiden sich die Zusatzbeiträge teilweise um mehr als zwei Prozentpunkte. Und das geht direkt ins Portemonnaie.

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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