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Ab Juli steigen die Renten um 4,24 %. Doch der Preisschock durch den Iran-Krieg treibt die Inflation auf 2,8 %. Wir klären, wie viel Kaufkraft wirklich bleibt.
Rentenplus vs. Teuerung: Ein knappes Rennen
Eigentlich war die Nachricht für die 21 Millionen Rentner in Deutschland ein Grund zum Feiern: Zum 1. Juli 2026 steigen die Renten bundeseinheitlich um 4,24 Prozent. Das ist deutlich mehr, als Experten noch im letzten Herbst prognostiziert hatten. Doch während die Rentenwerte klettern, ziehen dunkle Wolken am Konjunkturhimmel auf.
Inflation bei 2,8 Prozent
Der Inflations-Dämpfer: Frische Zahlen des Statistischen Bundesamtes trüben die Freude. Infolge der geopolitischen Spannungen und des Iran-Kriegs ist die Inflationsrate im Juli auf 2,8 Prozent gesprungen. Das ist deutlich mehr als im Juni: In dem Monat lag die Inflationsrate noch bei 2,3 Prozent. Im Juli ist der staatliche Tankrabatt ausgelaufen, der die Preise an den Zapfsäulen für zwei Monate gedämpft hatte. Die Verbraucher waren durch die Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel deutlich entlastet worden. Nach dem Ende der Vergünstigung verteuerten sich Kraftstoffe jedoch wieder. Gestiegen sind indes nicht nur die Energiepreise, sondern auch Dienstleistungen, zu denen unter anderem Restaurantbesuche und Reisen zählen. Sie wurden um 2,9 Prozent teurer.
Was bleibt unterm Strich?
Zwar liegt das Rentenplus nominal mit 4,24 % immer noch über der Teuerungsrate, doch der reale Kaufkraftgewinn schmilzt zusammen. Wenn wir die steigenden Zusatzbeiträge der Krankenkassen und die kalte Progression bei der Steuer einrechnen, bleibt für viele Ruheständler nur ein schmales Polster übrig. Die Rechnung:
4,24 - 2,80 = 1,44 % reales Rentenplus
Ein Nullsummenspiel
Die Erhöhung fängt die aktuellen Preissprünge zwar auf, aber der erhoffte „große Sprung“ beim Lebensstandard fällt durch die neue Krisenlage bescheidener aus als gedacht. Bleiben Sie wachsam bei Ihren Ausgaben – die Inflation ist zurück im Spiel.
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