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Arbeiten bis zum Umfallen? Grünen-Chef Banaszak rüttelt am Rentenalter und will die Frühverrentung einschränken. Droht uns jetzt der Ausverkauf des Ruhestands?
Auch die 🟢 Grünen wollen etwas zur Rente sagen, vor allem einer: Grünen-Chef Felix Banaszak. Während die Bundesregierung noch in einer Rentenkommission über die 🔮 Zukunft der Altersvorsorge grübelt, prescht Banaszak mit Forderungen vor, die vielen angehenden Ruheständlern die 😡Zornesröte ins Gesicht treiben dürften. Sein Argument klingt auf den ersten Blick logisch, bei genauerem Hinsehen aber wie eine 👇 Drohung: Weil wir immer älter werden, sollen wir gefälligst auch länger arbeiten. „Ohne Tabu“ wolle er darüber diskutieren, die reale Lebensarbeitszeit zu erhöhen. Im Klartext bedeutet das: Die Rente mit 67 war erst der Anfang.
Frühverrentung im Visier
Besonders brisant: Banaszak nimmt die „Einschränkung von Frühverrentungen“ ins Visier. Wer gehofft hatte, mit Abschlägen ein paar Jahre früher das Leben zu genießen, könnte bald vor verschlossenen Türen stehen. Statt Freiheit im Alter gibt es dann mehr „Reha und Gesundheitsschutz“ – damit die Arbeitskraft auch ja bis zum letzten Atemzug erhalten bleibt.
Umverteilung statt Sicherheit?
Und als ob das nicht genug wäre, stellt der Grünen-Chef auch noch die Dynamik der Renten infrage. Hohe Renten sollen langsamer steigen, um kleine Renten zu stützen. Was als soziale Gerechtigkeit verkauft wird, ist für viele, die jahrzehntelang Höchstbeiträge eingezahlt haben, ein Schlag ins Gesicht. Es riecht nach Einheitsrente durch die Hintertür.
Der Ruhestand wird zur Verhandlungsmasse
Noch nennt Banaszak seine Pläne eine „Skizze“. Doch im Sommer soll daraus ein Parteitagsbeschluss werden. Für die Generation der Babyboomer, die jetzt vor dem Absprung steht, ist die Botschaft klar: Verlasst euch nicht auf die Versprechen der Vergangenheit. Wer seinen Vorruhestand plant, sollte das lieber heute als morgen tun – bevor die Politik die Zielpfosten erneut verschiebt.
Rentepapier der Grünen
Banaszak knüpft an das Rentenpapier „Reform der Rente – Gute Rente sichern, junge Generation entlasten“ an, das vom 21. November 2025 stammt. Auf acht 📄 Seiten, legen die Grünen dar, wie es besser funktionieren könnte, die 🙋♀️ Bedürfnisse von Jung und Alt 👵 zusammenzubringen: „Doch es gibt einen Weg, den unterschiedlichen Perspektiven gerecht zu werden: Ein stabiles Rentenniveau für alle Generationen und ein klares Nein zu Altersarmut – und zugleich grundsätzliche Reformen, um den Anstieg der Beitragssätze deutlich zu dämpfen und die Finanzierung der Rente der geburtenstarken Jahrgänge nicht einseitig den jüngeren Generationen aufzubürden.“ Die Quadratur des Kreises also.
Die 5 Kern-Vorschläge der Grünen
Die Reform zielt darauf ab, die Belastung der jüngeren Generationen zu reduzieren und Altersarmut zu verhindern.
- Stabiles Rentenniveau: Dauerhaft über 48 Prozent halten.
- Länger gesund arbeiten: keine vorzeitige Verrentung, sondern Anreize für längeres Arbeiten durch bessere Arbeitsbedingungen.
- Mehr Schultern für die Finanzierung: Einführung einer Bürgerversicherung (Einbeziehung von Beamten und Selbstständigen).
- Kapitalmarkt-Nutzung: Aufbau eines Bürgerfonds als staatlich organisierte, kapitalgedeckte Säule.
- Garantierente: effektive Absicherung gegen Altersarmut.
Wie realistisch und sind die Vorschläge? Fragen wir doch mal KI:
Realismus: der Faktencheck
B. Realismus: Die politische Mauer
Die realistische Einschätzung der Umsetzung sieht aufgrund des notwendigen Systemwechsels schwierig aus:
| Vorschlag | Realistische Hürde | Einschätzung |
| Bürgerversicherung | Benötigt fundamentalen Systemwechsel. Stößt auf massiven Widerstand bei Union, FDP und Beamtenverbänden. | Gering |
| Bürgerfonds | Die Idee der Kapitaldeckung ist prinzipiell Konsens (Stichwort Generationenkapital). Die Details zur Finanzierung und Ausgestaltung sind aber stark umstritten. | Mittel |
| Steuerfinanzierung | Fiskalisch teuer. Die notwendige Verlagerung von versicherungsfremden Leistungen auf den Bundeshaushalt ist aufgrund der angespannten Haushaltslage politisch schwierig. | Mittel |
Nur fromme Wünsche
Das Rentenpapier der Grünen präsentiert eine umfassende Reformagenda, die darauf abzielt, ein stabiles Rentenniveau zu garantieren und Altersarmut zu vermeiden. Es hat ambitionierte und sozial gerechte Ziele, die für zukünftige Generationen von Bedeutung sind. Dennoch ist die Realisierbarkeit dieser Vorschläge von verschiedenen Faktoren abhängig: politischem Willen, finanziellen Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Akzeptanz.
Versprechen
Am 14. Mai 2025 versprach Vizekanzler Lars Klingbeil eine Rentenreform „zügig“ anzugehen. Die Zeit läuft.
Zeit seit Abgabe des Versprechens
Okay, um es klarer auszudrücken: Das sind nette Wünsche, aber daran sind schon Generationen von Politikern vor ihnen gescheitert – und genau das ist das Problem. Das jetzige Rentensystem hätte vor Jahrzehnten reformiert werden müssen, wie es beispielsweise Holländer und Schweden gemacht haben. Passiert ist hierzulande allerdings wenig. Bisherige Regierungen haben bislang nur Schönheitsreparaturen durchgeführt – teilweise eher eine Verschlimmbesserung. Von Realismus kann keine Rede sein.
Es braucht eine tiefgreifende Rentenreform, wenn nicht, fährt das System an die Wand – nicht heute und auch nicht 2026, aber ab 2030 oder den Jahren danach. Die Widerstände sind allerdings groß, weswegen es so schnell nichts wird mit der Rentenreform.
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