Wie Spiele das Gedächtnis trainieren und Spaß machen

Alter, älter, Demenz – muss nicht sein. Dass unser Gedächtnis beim Älterwerden nachlässt, ist leider so. Wir können es aber trainieren. Wir können eine neue Sprache lernen oder neue Spiele. Schon als Kind haben wir spielend die Welt erlernt. Warum nicht im Alter spielend das Gedächtnis schulen?

Auch das Gehirn will trainiert werden. Mit Training bleibt es fit. Mit Training können wir den Alterungsprozess entgegenwirken. Denn, schon früh im Erwachsenenalter beginnt der Abbau. Seine Fähigkeiten lassen mit 30 Jahren bereits ab. Aber keine Sorge!

Keine Demenz, oft Depression

Manchmal ist Gedächtnisverlust allerdings ein Zeichen von Demenz oder kann durch seelische Belastung entstehen. Wer sich sorgt, dement zu werden, sollte sich schon ab 50 Jahren untersuchen zu lassen, erklärt Oliver Peters, Leiter der Gedächtnissprechstunde der Charité. 42 Prozent der Untersuchten in seiner Sprechstunde hätten tatsächlich Demenz. Bei 33 Prozent sei der Grund allerdings eine Depression.

Spiele gegen die Demenz

Wie dem entgegenwirken? Unser Gehirn will beschäftigt werden. Ok, Sprachen sind das eine, aber warum nicht auch unseren natürlichen Spieltrieb nachgeben. Spiele eignen sich, um das Gedächtnis zu trainieren und dabei auch etwas Spaß zu haben. Beim Spielen vergessen wir für eine Zeitlang unsere Sorgen. Zum Spielen braucht es übrigens nicht immer einen oder mehrere Mitspieler. Es gibt auch Spiele, die jeder alleine spielen kann. Beispiele gefällig?

Spiele – allein oder in der Gruppe

Bridge

Bridge ist eines der beliebtesten Spiele – besonders in Europa. In Polen gilt das Spiel sogar als Nationalspiel. Bridgespielen macht Spaß und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Bridge trainiert Konzentration, Gedächtnis und Geduld. Bridge schult im Umgang mit anderen. Bridge ist gut fürs Immunsystem, denn es soll angeblich die Anzahl der weißen Blutkörperchen erhöhen. Bridge ist ein Kartenspiel für vier Personen. Die Regeln scheinen auf den ersten Blick etwas kompliziert. Bridge ist aber erlernbar. Bridge trainiert das Gedächtnis. Bridge-Spieler müssen sich den Spielablauf so gut wie möglich einprägen – das schult das Gedächtnis. Es lohnt, auf die Karten, die der Partner im Spiel abgibt (Gebote) zu achten, um eine Idee davon zu bekommen, welche Karten er oder sie in der Hand hält. Profi-Bridge-Spieler raten daher, sich beim Spielen Zeit zu nehmen. Bei zu viel innerer Unruhe oder Zeitdruck ist es schwer, sich etwas zu merken.

Buchstaben streichen

Wie Spiele das Gedächtnis trainieren und Spaß machen. . Fürs Buchstaben streichen braucht jeder nur eine alte Zeitung oder ein Magazin. Wir nehmen uns eine Seite vor uns streichen dann mit einem Stift einen bestimmten Buchstaben auf der gesamten Seite oder in einem Absatz durch.

Wie Spiele das Gedächtnis trainieren und Spaß machen

Buchstaben streichen? Auch eines der Spiele, das Gedächtnis zu trainieren. Das ist eine simple Übung, die aber die Konzentration schult.  Wir müssen uns dabei konzentrieren, was das Gedächtnis schult. Fürs Buchstaben streichen braucht jeder nur eine alte Zeitung oder ein Magazin. Wir nehmen uns eine Seite vor uns streichen dann mit einem Stift einen bestimmten Buchstaben auf der gesamten Seite oder in einem Absatz durch. Das kann ein „e“ sein oder ein „s“ – egal. Wer will, kann seine Zeit messen – und beobachtet aller Voraussicht nach Verbesserungen. Ideal für diese Übung ist eine Uhr mit Sekundenanzeige.  Wer will, setzt sich ein Limit oder Ziel – beispielsweise bis Ende der Woche eine bestimmte Zeit zu erreichen. Wir sollten dabei aber realistisch bleiben. Unter Druck gelingt die Aufgabe schlechter als ohne.

Roulette

Roulette? Positive Auswirkungen aufs Gehirn? Ja! Wie das? Roulette ist ein altes Spiel. Roulette gibt es schon seit dem 17. Jahrhundert. Ein Grund ist vermutlich der Kick, den wir beim Kreisen der Kugel spüren. In diesen Momenten entscheidet sich, welche Zahl und Farbe gewinnt. Der Kick, das ist das Gefühl, das Schicksal erraten zu können. Genau dieser Kick ist es, der viele Spieler reizt. Da kommt freilich noch etwas Anderes dazu. Manche Spieler glauben, sie könnten errechnen, wo die Kugel liegen bleibt. Sie erarbeiten sich eine Strategie. Sie nutzen die Wahrscheinlichkeitsrechnung – auch ein gutes Training fürs Gehirn. Wer den ganz besonderen Kick sucht, platziert eine Wette. Es gibt eine Reihe von Strategien beim Roulette, aber eine beliebte ist die D’Alembert-Methode. Dabei wird auf Farbe, Gerade/Ungerade Zahlen oder auf 1-18/19-36 gesetzt und bei jedem Verlust der Einsatz um 1 erhöht. Der Sinn dabei ist es, eine Balance zwischen Verlusten und Gewinnen herzustellen und dadurch am Ende einen Gewinn einzustreichen. Da sich der Einsatz erhöht, erhöht sich auch die Gewinnsumme und vorausgegangene Verluste werden ausgeglichen. Es macht natürlich genauso viel Spaß, Roulette mit Spielgeld zu Hause mit Freunden oder im Internet zu spielen.

Solitaire

Solitaire ist ein Kartenspiel, das jeder für sich auch alleine spielen kann. Solitaire ist auch als “Patiencen legen” bekannt. Ein Solitaire-Spiel entspannt und trainiert das Gedächtnis. Wer entspannt ist, kann sich besser konzentrieren und Dinge leichter aus dem Gedächtnis abrufen. Beim Solitaire werden jeweils entweder eine Karte und drei Karten vom Stapel gezogen. Diese müssen dann in die richtige Reihenfolge (von 2 bis Ass) auf den Tisch gelegt werden. Es ist also eines dieser Spiele, in denen Karten organisiert werden. Organisieren und andere Aufgaben, bei denen nicht viel Nachdenken erforderlich ist (wie Geschirrspülen oder auch das Arbeiten im Garten zum Beispiel) können entspannend wirken und eine “Auszeit” bieten.

Spielen trainiert das Gehirn – so viel dürfte klargeworden sein. Das wirkt sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden aus.

Was spielt ihr? Wie haltet ihr euer Gehirn auf Trab? Bin gespannt auf eure Antworten.




Zehn Bücher, die Babyboomer und Bestager lieben werden

Babyboomer, Bestager – wir alten Knacker und alten Schachteln sind noch jung geblieben. Höchste Zeit, sich dessen wieder bewusst zu werden. Wenn uns das schon die Anderen nicht zugestehen, dann braucht’s Selbstmotivation. Warum nicht per Buch. Zehn Bücher, die Babyboomer und Bestager lieben werden.

Übrigens, diese Bücher sind auch prima Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke. Ideal zum Verschenken. Zu Weihnachten empfiehlt vorunruhestand zehn Bücher für die 60plus-Generation – von Opoczinski bis Prosinger.

Top-Ten Bücher für Babyboomer und Bestager

  1. Michael Opoczinski: „Aussortiert und Abkassiert, Altwerden in Deutschland“,
    19,99 Gütersloher Verlagshaus, 2016

    Michael Opoczynski Aussortiert und Abkassiert

    Was heißt es, in Deutschland alt zu werden? Dieser Frage ist Michael Opoczynski in seinem Buch „Aussortiert und Abkassiert“ nachgegangen und kommt zu erstaunlichen Erkenntnissen. Was passiert heute mit den Alten? Werden sie von „skrupellosen Finanzberatern ausgenommen, in unzumutbaren Pflegeheimen entsorgt, ausgegrenzt bei der Arbeitssuche, diskriminiert wegen ihres Alters“? Ist das wirklich so? Der Blick fällt auf die anderen Alten, die ihr Leben aktiv leben, reisen, studieren, ihren Enkeln helfen, sich in der Integration von Flüchtlingen engagieren und ein Ehrenamt mit Elan ausfüllen. Wie fühlt sich Altwerden in Deutschland an?

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  2. Christiane Northrup:„Göttinnen altern nicht“, Arkana, 24,99 Euro

    Älterwerden ist nicht gleichbedeutend mit dem Verlust der Gesundheit, Schönheit oder dem Abgleiten in kulturelle Bedeutungslosigkeit. Niemand könnte das eindringlicher, überzeugender und leidenschaftlicher postulieren als die weltweit renommierte Gynäkologin und Bestsellerautorin Christiane Northrup.

  3. Holger BalodisDagmar Hühne:„Die Vorsorgelüge – Altersarmut durch private Vorsorge“, Ullstein Verlag, 7,99 Euro

    [amazon asin=B00885SDH6&template=iframe image]Private Altersvorsorge muss sein, so das Mantra der Politik. Doch schützen
    die Versicherungen wirklich vor Altersarmut? Holger Balodis und Dagmar
    Hühne decken auf, dass Riester, Rürup und Co. für mehr als 80 Prozent
    der Beitragszahler ein Verlustgeschäft ist – und womöglich der erste Schritt
    in die Altersarmut. Die großen Profiteure sind Versicherungen
    und der Staat. Ein Buch, das alle künftigen Rentner dieses Landes
    interessieren muss.

  4. Rainer Hellstern:Das Handbuch zur Rente im Ausland“, Books on Demand, 12,99 Euro als E-Book, 19,99 Euro als Taschenbuch

    [amazon asin=B013SSRR9C&template=iframe image1]Hellsterns Buch ist fast so eine Art Bibel für auswanderungswillige Rentner.
    Deswegen lohnt sich mehr als nur ein Blick in das 204-Seiten starke Werk,
    das übrigens von seinem Blog Auswandern-Handbuch begleitet wird.
    Er geht auf die Gründe ein, warum manche Rentner auswandern wollen.
    Er dringt bis zu den Feinheiten des deutschen Sozialversicherungsrechts
    vor und klärt über den Geldtransfer ins Ausland auf

  5. Wolfgang Prosinger: In Rente – der größte Einschnitt unseres Lebens, 9,99 Euro,

    Walter Prosinger - "In Rente"

    Nichts bedeutet eine größere Veränderung für unser Leben als der Renteneintritt. Denn wir werden ab der Grundschule vom Leistungsgedanken bestimmt: Schule schaffen, Job bekommen, Karriere machen etc. Plötzlich aber geht es nicht mehr um Leistung. Eine Konstante, die das Leben 60 Jahre lang bestimmt hat, bricht weg. Ist das ein Glücksfall, weil leidige Pflichten und Zwänge endlich wegfallen? Oder bedeutet es den Absturz in die Bedeutungslosigkeit und den Verlust des Lebenssinns?

  6. Jörg Zittlau:„Langweiler leben länger – über die wahren Ursachen eines langen Lebens“,
    Güterloher Verlagshaus, 17,99 Euro

    Ein Mann ist keine Altersvorsorge Helma Sick

    Langweiler haben ein schlechtes Image, aber gute Chancen alt zu werden, das hat Jörg Zittlau in seinem Buch „Langweiler leben länger – über die wahren Ursachen eines langen Lebens“. So ein  bisschen spielt das Erbgut natürlich eine Rolle, denn wer aus einer Familie mit Hundertjährigen kommt, hat gut Chance, selbst die Hundert zu erreichen. Darüber hinaus kommt es auf einen regelmäßigen Tagesablauf, einen pragmatisch-gelassenenen Pessimismus und Berechenbarkeit an. Zittlau plädiert deswegen für einen Lebensstil der unangestrengten Askese – neurotische Selbstüberschätzung und Aktionismus sind schlecht für ein langes Leben.

  7. Die Kraft der Kriegsenkel“ von Ingrid Meyer-Legrand. Erschienen 2016 im Europa Verlag, München.

    Ingrid Meyer-Legrand Die Kraft der Kriegsenkel

    Ganz ehrlich, das Wort „Kriegsenkel“ ist für viele immer noch neu – für mich auch. Wir, die wir Mitte der 50er und Anfang der 60er-Jahre geboren wurden, sind genau diese Kriegsenkel, die Ingrid Meyer-Legrand in ihrem Buch „Die Kraft der Kriegsenkel“ zu Wort kommen lässt.
    Es regt uns an, darüber nachzudenken, wie wir geworden sind was wir sind – und das ist mehr, als viele denken.

  8. Wenn das Wochenende 7 Tage hat von Herb Stumpf (Books on Demand), 19,95 Euro

    Wenn das Wochenende 7 Tage hat von Herb Stumpf

    Es geht beim Übergang vom Beruf ins Rentnerleben darum, sich am besten schon vor Rentenbeginn selbst zu erkunden, sich auf die eigene Persönlichkeit einzulassen, denn, nur sie nehmen wir mit in die Rente oder Pension „Das, was Sie aus sich selbst in dieser langen Zeit Ihres Berufslebens gemacht haben, unabhängig vom Nimbus und Status ihrer ehemaligen Position“, wie es Herb Stumpf, Autor des Buchs „Wenn das Wochenende 7 Tage hat“  so schön formuliert.

  9. Kester Schlenz: „Alter Sack, was nun?“, 8,99 Euro Taschenbuch, Goldmann, 2014

    Ein Mut-Mach-Buch für alle alten Säcke. Kein Thema wird ausgelassen: Sex im Alter, Fitness-Probleme, Tränensäcke, nörgelnde Kinder, Männer und Mode, junge Rotzlöffel im Job, die wachsende Wampe, die erste Vorsorgeuntersuchung, die „Fiftytät“ als Wiederholung der Pubertät oder der ewige Kampf mit dem inneren Schweinehund. Alles Probleme, aber unterm Strich bleibt die Erkenntnis: wir sind zwar nicht mehr jung, aber wir können es immer noch krachen lassen.

  10. Christine Werner: Große Reise mit kleiner Rente – als Großmutter allein um die Welt, BoD, 16,99 Euro

    Eine Rentnerin erfüllt sich ihren Lebenstraum – einmal allein um die Welt! Mit sehr knappem Budget hat sie in fast 15 Monaten fünf Erdteile bereist. Fünfzehn Länder, Unterbringung und Transport, überraschende Begegnungen unterwegs und vieles mehr werden mit erfrischender Begeisterung vermittelt.
    Das Buch ist kein Reiseführer! Aber geeignet, Reiseleidenschaft zu wecken, um Ungeahntes zu entdecken.

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Wie oft Männer und Frauen ab 60 noch Sex haben

Sex mit 60 – oder gar 70, vielleicht sogar mit 80? Ein Thema, das lange Tabu war. Erst in den vergangenen Jahren wird das Thema Sex im Alter öffentlich diskutiert. Ja, selbst Filme inszenieren Sex im Alter. Gestern hat das Thema Sex im Alter gestern noch mitleidiges Lächeln provoziert. Heute ist es heute fast schon selbstverständlich.

22 Millionen über 60 Jahre

Womit das wohl zusammen hängt? Wir, die Gruppe der 60plus-Generation, wird immer größer. Mittlerweile sind mehr als 22 Millionen hierzulande über 60 Jahre alt – weit mehr als jemals zuvor. Wir, die Babyboomer, sind nicht nur viele, sondern auch noch vergleichsweise fit. Wir 68er- oder Post-68er sind in einer Ära relativer Freizügigkeit aufgewachsen.

Wir haben länger Lust, als gesellschaftlich goutiert wird. Jüngere glauben vielleicht, sie hätten das Thema für sich gepachtet. Das stimmt natürlich nicht, schon lange nicht mehr. „Die Vorstellung, Sex sei nur für die Jungen, ist seit einiger Zeit bei ihnen in Bewegung geraten“, sagt die Liebesexpertin Andrea Micus.

Das Portal Fernarzt hat in die Schlafzimmer gespäht. Dabei hat Fernarzt interessante Fakten herausgefunden. Es fragte nach der Zufriedenheit mit dem eigenen Sex- und Liebesleben und nach dem vernachlässigten Thema Sex im Alter. Interessant natürlich das Thema „Sex im Alter“.

Wie oft hat die 60plus-Generation noch Sex?

Die gesamten Studienergebnisse gibt es auf www.fernarzt.com.

Wie Fernarzt herausfand, heißt Alter nicht unbedingt Lust-Verlust. Der Befragung zufolge haben deutsche Frauen und Männer zwischen 50 und 70 noch durchschnittlich alle zwei Wochen Sex. Danach wird’s zwar seltener, endet aber noch lange nicht. Männer über 70 kommen noch auf annähernd zehn Mal Sex pro Jahr. Frauen jenseits der 70 kommen nur auf etwa zwei Mal Sex. Bei vielen führe der nachlassende Leistungsdruck dazu, dass Sex im Alter als besonders schön und befriedigend empfunden werde.

Sex noch mit 80 Jahren

Übrigens, James-Bond-Darstellerin Judi Dench will auch mit ihren 82 Jahren nicht auf den Spaß im Bett verzichten. Sie „sieht nicht ein, dass sich das Sex-Leben ändern sollte, nur weil man ein gewisses Alter erreicht hat“, wie sie von wize.life zitiert wurde.

Wenn bei älteren Paaren die Lust auf die Lust eingeschlafen ist, habe das oft nichts mit den Wechseljahren zu tun, klärt der Sex-Therapeut Volker van den Boom auf. Es sei meist einfach ein Zeichen dafür, dass Sex für beide Partner nicht befriedigend ist. Aber das muss ja nicht so bleiben. Wozu haben wir unsere Kreativität.




Warum Warren Buffett auch nur mit Wasser kocht

Wer kennt Warren Buffett nicht? Warren Buffett ist der bekannteste unter allen Börsenstars. Jeder, der ein Börsenbuch schreibt, zitiert Warren Buffett. Warren Buffett ist der Guru für viele Börsianer. Ist das berechtigt? Wie erfolgreich ist Warren Buffett wirklich? Was können Anleger von Warren Buffett lernen? Was können sie besser machen als Warren Buffett?

Der amerikanische Großinvestor Warren Buffett ist auch als „Orakel aus Omahabekannt, weil seine Firma Berkshire Hathaway ihren Sitz in Omaha, im Bundesstaat Nebraska, hat. Warren Buffett ist der „erfolgreichste Investor der Welt“, vielleicht auch, weil er der älteste Investor der Welt ist mit seinen mittlerweile fast 87 Jahren – am 30. August 2018 wird er 88 Jahre alt.

Warren Buffet als Vorbild?

Was können sich Anleger von Buffett abschauen? Ist Warren Buffett wirklich so gut, wie alle meinen? Zur ersten Frage ist schon viel geschrieben worden. Die Bücher über ihn und Value Investing dürften mittlerweile viele Regalbretter füllen. Buffetts Regeln sind ganz einfach: „Kaufe günstig, verkaufe teuer“, „berechne den möglichen Gewinn deines Geschäfts“, „betrachte das Geldverdienen als ein Geschäft …“, „werfe niemals deine Prinzipien über Bord“. Der Börsenguru wird nicht müde zu betonen, dass es weit besser ist, ein wundervolles Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen als ein faires Unternehmen zu einem wundervollen Preis („It’s far better to buy a wonderful company at a fair price than a fair company at a wonderful price.“).

Buffett orientierte sich bei seinen Entscheidungen oft an seinem Vorbild Benjamin Graham, dem Vater des Value Investing. Die „Sicherheitsmarge“ und der innere Wert eines Unternehmens können Buffetts Meinung nach von verschiedenen Investoren verschieden ermittelt werden. Klingt alles plausibel – und Buffetts Bilanz scheint ihm Recht zu geben: Von 1965 bis 2015 erzielte er mit seinen Investments eine Rendite von sage-und-schreibe 19,2 Prozent, pro Jahr wohlgemerkt.

Der MDax ist besser

Also, einfach Buffett nacheifern?  Buffett als Vorbild ist dennoch nicht ganz so einfach für Kleinanleger nachzubauen, da der Finanzprofi natürlich ganz andere Mittel hat, oft nicht über die Börse kauft und den Verkäufern dank Buffetts Macht die Konditionen aufdrückt. Für Warren Buffett ist wichtig, die „Gewinne des Unternehmens für nächsten zehn Jahre möglichst genau vorhersagen zu können“. Warren Buffett sucht „Unternehmen mit Monopol, einer und mehreren starken Marken, wenig konjunktursensitiv, leicht zu verstehen“. Ob sich Warren Buffett da nicht etwas vormacht? Das klingt nach Kompetenzillusion. Wer sich beispielsweise Buffetts Lieblingsaktie Coca-Cola anschaut und sie mit dem MDax vergleicht, zweifelt an Buffetts Urteilsvermögen. Der MDax hat sich seit 2000 versechsfacht, die Coca-Cola-Aktie legte im gleichen Zeitraum „nur“ um 60 Prozent zu. Ok, einschließlich Dividenden hat sie sich vermutlich mehr als verdoppelt. Selbst mit dem breit angelegten US-Aktienindex S&P 500 wäre Warren Buffett besser gefahren.

Ok, jetzt ist fairerweise zu sagen, dass Warren Buffett selbst rät, in einen Indexfonds zu investieren, zumindest hat er das wohl in sein Testament geschrieben. Warren Buffett griff sogar in einem seiner  veröffentlichten Aktionärsbriefe traditionelle Fondsgesellschaften und Hedgefonds an.

Somit kommen wir automatisch zur zweiten Frage? Ist Buffett wirklich so gut, wie alle meinen? Die Frage ist ziemlich einfach zu beantworten. Warren Buffett ist Chef der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway, deren Aktien jeder an der Börse kaufen kann. Ihre Wertpapierkennnummer ist A0YJQ2, die ISIN ist US0846707026. Warren Buffet ist zwar nicht mehr der reichste Mann der Welt, aber er gehörte zu den reichsten. Sein Vermögen beläuft sich aktuell (Stand: 28. Juli 2017) auf 63,8 Milliarden Euro, so zumindest weist es „Forbes“ in seiner Milliardärsliste aus.

Aktiencharts miteinander vergleichen

Der Kursverlauf der Berkshire-Hathaway-Aktie lässt sich ganz einfach auf Seiten wie comdirekt oder onvista mit dem Kursverlauf eines Index wie dem MDax vergleichen. Da Warren Buffett ja keine Dividenden ausschüttet, sondern wieder gleich in seine Investmentgesellschaft investiert sowie wie der MDax, werden damit auch Äpfel mit Äpfel verglichen. Der Chart über einen Zeitraum von siebeneinhalb Jahren ist ziemlich eindeutig: Der MDax schneidet deutlich besser ab als die Berkshire-Hathaway-Aktie. Ja, aber wie ist das mit der Outperformance, sprich dem besseren Abschneiden der Berkshire-Hathaway-Aktie im Vergleich zum amerikanischen Index S&P 500? Ganz einfach, der S&P 500 ist ein Kursindex, während die Berkshire-Hathaway-Aktie sozusagen eine Performance-Aktie ist, die auch Dividenden enthält anders als der S&P 500, in dem Dividenden nicht eingerechnet sind. Da kann Warren Buffett leicht besser sein als der S&P 500. Wer den Total-Return-Index S&P 500 – also Kurs plus Dividende – mit der Berkshire-Hathaway-Aktie vergleichen würde, würde nicht schlecht staunen. Was Wunder, ein Total-Return-Indexfonds auf den S&P 500 wie db-Xtracker (ISIN: LU0490618542) schlägt die Berkshire-Hathaway-Aktie deutlich. Das weiß Warren Buffett auch, deswegen empfiehlt er seinen Erben ja auch, nicht auf Einzelaktien, sondern auf Indexfonds zu setzen. Den Index auf Dauer zu schlagen, schafft eben kein Fondsmanager – und Warren Buffett ist ja auch nichts anderes als ein Fondsmanager.

Warren Buffett liebt Coke

Warum das so ist, dürfte jedem klar sein, der unvoreingenommen darüber nachdenkt: Jeder Anleger hat so seine Vorlieben – bei Warren Buffett ist es eben Coca-Cola, weil er damit sein erstes Geld verdient hat. Ein Index ist jedoch gefühlslos und deswegen unbestechlich.

Übrigens, der Vergleichschart enthält nicht nur die Berkshire-Hathaway-Aktie, sondern auch den MDax, den Weltaktienindex MSCI World und den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, der nach dem Value-Investing-Prinzip anlegt sowie den Dax und den S&P 500 als Kursindex. Die Grafik spricht für sich. Warum plagen ich immer noch so viele mit der Auswahl von Einzelaktien ab? Weil sie eben glauben, besser zu sein als der Markt, was meist Kompentenzillusion ist.

Vergleich Berkshire Hathaway mit Indizes und Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen

Vergleichschart Berkshire Hathaway und MDax

Vergleichschart Berkshire Hathaway und MDax

Zumindest eines zeigt das Beispiel Warren Buffet: Wer reich werden will braucht viel Geduld. Warren Buffet hat sein erstes Geld schon als Knabe mit Coca-Cola verdient – aber das ist eine andere Geschichte. Übrigens, iBlog-Finance hat zehn Tipps von Warren Buffett gesammelt – einer davon heißt „Investiere in dich, bevor du in jemand anderen investierst“. Vielleicht sollte das möglichst viele beherzigen, die immer noch glauben, ihre Bank wird’s schon richten. Wie wäre es denn mal mit etwas Eigeninitiative in punkto Geldanlage?

Disclaimer:

Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier enthaltenen Aussagen sind nicht als Angebot oder Empfehlung bestimmter Anlageprodukte zu verstehen. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Wertpapiere oder Investments erwähnt werden. Der Beitrag soll lediglich einen Überblick über die Möglichkeiten geben und die selbständige Anlageentscheidung erleichtern




Die richtige Pflege für reife Haut

Neben vielen anderen Dingen am und im Körper verändert sich mit dem Alter auch das größte Organ des Menschen, die Haut. Damit sie auch mit 50 plus noch strahlt, braucht es nicht nur die richtige Pflege. Dermatologen zufolge sollten Senioren auch besser täglich duschen, als ausgiebige Vollbäder zu genießen.

Juckreiz, Rötungen oder sehr trockene Partien – die Haut reagiert darauf, wenn sie nicht das bekommt, was sie braucht. Im Alter ist das vor allem: Ruhe.

Milde Reinigung fürs Gesicht

Runzeln und Falten lassen sich nicht gänzlich verhindern. Schließlich ist es ganz natürlich, das die Haut im Alter faltig wird und nicht mehr pfirsichglatt ist. Mit guter Pflege und UV-Schutz lässt sich der Alterungsprozess jedoch hinausschieben – so kommt es gar nicht erst zu lästigen Beschwerden wie Kontaktallergien und Juckreiz. Entsprechende Reinigungsmittel stellen den natürlichen Säureschutzmantel wieder her, machen die Haut widerstandsfähiger und verhindern, dass sie an Feuchtigkeit verliert. Forscher von der Charité Berlin empfehlen, viel Wasser zu trinken, da eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr nachweislich einen vitalisierenden Effekt hat: Die Durchblutung und der Stoffwechsel der Haut werden angekurbelt und die Haut ist widerstandsfähiger.

Kosmetiker und Dermatologen raten zusätzlich dazu, nur milde, seifenfreie und pH-neutrale Waschlotionen zu verwenden, die die Haut nicht austrocknen und den Fett- und Feuchtigkeitsmangel im Alter ausgleichen. Um Kosmetika mit Duft- und Konservierungsstoffen sollten Menschen mit reifer Haut hingegen einen großen Bogen machen, da diese Hautprobleme verursachen können. Für die abschließende Gesichtspflege eignen sich vor allem Cremes mit natürlichen Ölen wie Jojoba- und Nachtkerzensamenöl und hautberuhigenden Inhaltsstoffen wie Alge, Aloe Vera oder Calendula. Diese Stoffe wirken entzündungshemmend und beschleunigen die Wundheilung. Denn auch Kratzer oder rissige sowie aufgeschürfte Hautstellen verheilen mit steigendem Alter langsamer und schlechter.

So lässt sich die Haut ins Gleichgewicht bringen

  • Rückfettende Reinigungsmilch für empfindliche Haut
  • Reizlindernde Kühlmasken mit hautberuhigender Wirkung
  • Feuchtigkeitsmasken gegen trockene Haut
  • Leichte Massagen mit Ölen oder Fluids auf Lipidbasis für geschmeidige Haut

Besser Duschen statt Baden

Der Dermatologe Dr. Ulrich Klein aus dem nordrhein-westfälischen Witten rät älteren Menschen zudem dazu, zu duschen und auf lange Schaumbäder zu verzichten. Denn „je älter wir werden, desto mehr bauen die Talgdrüsen an Qualität und Quantität ab. Das kann zu Ekzemen führen und Allergien fördern“, erklärt der Experte. Nicht nur für die Haut, auch in puncto Barrierefreiheit sind ebenerdige Walk-In-Duschen, wie sie hier erhältlich sind, die bessere Wahl. Denn das Verletzungsrisiko beim Steigen über den Badewannenrand oder durch Ausrutschen auf der Seife im Stehen ist bei einer Wanne wesentlich höher. Zudem gilt es bei der Körperhygiene auf raue Waschlappen und alkalische Seifen zu verzichten, die den Säureschutzmantel angreifen. Parfümfreies Duschgel und Pflegeprodukte für Babyhaut leisten übrigens auch älteren Menschen gute Dienste.

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Warum Mobilität im Alter wichtiger wird

Bluthochdruck, Meniskus, Rheuma – es gibt so vieles, was uns im Alter einschränkt, uns und unsere Mobilität. Da wird manchmal bereits der wöchentliche Einkauf zum Problem oder die Dusche oder das Treppensteigen. Wie lässt sich die Mobilität im Alter erhalten?

Was anstellen, um auch im Alter mobil zu bleiben? Mal ehrlich, wäre nicht auch ein Umzug in eine neue Wohnung manchmal die beste Lösung? Die die meisten Wohnungen und Häuser in Deutschland sind nicht unbedingt altersgerecht – und nicht für ein ganzes Leben gedacht. Wenn der Alltag immer schwieriger zu meistern ist, muss sich eben die Wohnung anpassen – und nicht umgekehrt. Mit einigen Umbauten können die meisten auch in der Lage so lange wie möglich im Eigenheim bleiben. Umziehen ist eine, aber nicht die einzige Option.

Was gibt es an Hilfsmitteln, um auch im Alter mobil zu bleiben?

Duschen zum Betreten

Täglich baden oder duschen – für viele ist das eine Selbstverständlichkeit. Was aber, wenn der hohe Badewannenrand zum Hindernis wird oder der glatte Wannenboden? Wie viele Ältere haben sich beim Baden oder Duschen schon schwer verletzt? Das muss nicht sein. Bäder und Duschen lassen sich ans Alter und die neuen Umstände anpassen. Die Lösung heißt Einstiegsbad und -dusche. Dank einer kleinen Tür an einer Seite der Dusche oder der Badewanne kann jeder auch im Alter ganz bequem ein- und aussteigen. Damit nicht genug, durch Extra-Sitz und Wandstützen wird Duschen und Baden so komfortabel wie möglich.

Mit dem Lift Treppe steigen

Im Alter erweist sich die Treppe für einige als Hürde. Nur mit fremder Hilfe lassen sich noch die Stufen überwinden. Einfach hinnehmen? Nein, denn auch dafür haben sich findige Techniker etwas einfallen lassen, um das Treppensteigen zu erleichtern: den praktischen Treppenlift. Der Treppenlift wird per Schienensystem an die Außen-oder Innenseite der Treppe angebracht. Ein integrierter motorisierter Sitz transportiert mobilitäts-eingeschränkte Menschen bequem von A nach B oder andersherum transportieren. Der Treppenlift passt sich dank unterschiedlichen Variationen den Lebensumständen an. Beispielsweise kann jeder einen Treppenlift für eine gewisse Zeit mieten, ein gebrauchtes Modell kaufen – oder eben sich doch für einen komplett neuen Lift entscheiden.

Den Stuhl ins Rollen bringen 

Das Haus ist das eine, der Ort und die nähere Umgebung das andere. Wer nicht mehr gut zu Fuß ist, für den werden auch der wöchentliche Einkauf oder ein Arztbesuch zur Herausforderung. Wie wäre es mit einem Seniorenmobil oder einem Stuhl, der rollt? Ein Seniormobil bringt Mobilitätseingeschränkte gemütlich zum Supermarkt oder Apotheke – und sie sind nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Wer nicht mehr alleine Autofahren kann und jemanden gefunden hat, der das Fahren übernimmt, der kann sein Mobil einfach und sicher im Kofferraum verstauen. 

Wer will schon unselbstständig sein

Im Alter mobil zu bleiben – das hat für Senioren oberste Priorität. Unselbständigkeit belastend und frustriert. Altersexperten haben Lösungen parat – ob Treppenlift oder Seniorenmobil. Niemand sollte sich scheuen, sich seine Einschränkungen einzugestehen – wie soll ihm sonst geholfen werden? Meist sind die Angehörigen die richtigen Ansprechpartner, um Probleme zu bereden und zusammen das passende Hilfsmittel zu finden, um die individuelle Situation zu verbessern.




Wie Sex und 60 zusammenpassen

Sex und Senioren – das ist eines der letzten verbliebenen Tabus. Deswegen lohnt es sich, darüber zu reden und einigen Mythen zurecht zu rücken.

Um den ersten Irrtum auszuräumen – wir wachen nicht eines Tages auf und stellen fest, dass wir keine sexuellen Wesen mehr sind. Wir leben in einer jugend-dominierten Gesellschaft, die gern den Mythus wiederkäut Sexualität beginne schon abzuflauen, wenn das erste graue Haar erscheint. Ich – und wenn von „ich“ die Rede ist, geht es um Dorrie Jacobson, ein pensioniertes Playboy Bunny, Model, Make-up-Künstlerin und Quasi-Expertin für stilvolles Altern – denke, Mutterschaft, Meno-Pause und der unerbittliche Druck gnadenloser Medien arbeiten zusammen, um Frauen den Wunsch und die Begeisterung für Sex zu vergällen. So dass unsere Sexualität und unser Selbstwertgefühl um die 50 Schaden nehmen. Allerdings ist es nie zu spät, seine Anziehungskraft und seinen Charme wieder zu beleben.

Jeder braucht Zuneigung und Intimität

Ich für meinen Teil habe nicht die Absicht auf meine „Sexy-lady“-Karte so schnell zu verzichten, weil ich denke, alle Menschen brauchen Zuneigung und Intimität, um aufzublühen – und Dorrie vertritt ihre Meinung explizit auf ihrem Blog Senior Style Bible. Einverstanden oder nicht – die sexuelle Revolution ist einfach passiert und Frauen brauchen sich seitdem nicht mehr wie Mimosen verhalten. Früher galt noch, den Sex für die Ehe aufzusparen. Wer sich anders verhielt, hing das nicht an die große Glocke. Viele von uns heirateten jung, getrieben von sexueller Neugier, folglich hatten sie keine Erfahrung. Es gab die braven Mädchen – das waren die, die Männer heiraten wollte, wie unsere Mütter behaupteten – und schlechte Mädchen (mit lockeren Sitten, schlechtem Ruf, die häufige Dates hatten). Zum Glück haben sich die Zeiten geändert und Frauen können sich jetzt eingestehen, sexuelle Bedürfnisse zu haben und müssen sich nicht mehr nach dem Urteil von Freunden, der Gesellschaft orientieren – oder der eigenen Schere im Kopf.

Wer das Glück hat, mit einem liebevollen Partner zusammen zu leben und dazu noch wunderbaren Sex zu genießen – für den sind diese Zeilen nicht gedacht. Wer nicht dazu gehört, liest am besten weiter!

Sex verlängert das Leben

Studien zeigen tatsächlich, dass Senioren, die sexuell aktiv sind, länger leben, gesünder sind – und warum soll das nicht stimmen? Warum also soll ein Single-Senior nicht auf Date-Suche gehen, wenn er seinen Seelenverwandten noch nicht gefunden hat? Warum nicht einen „Freund mit gewissen Vorzügen“ suchen? Sexuelle Befriedigung muss nicht unbedingt Teil einer Liebesbeziehung sein. Klar, müssen zwei sich „riechen“ können und sich anziehend finden – und einander vertrauen können. Um nicht missverstanden zu werden, ich muntere Frauen nicht zum One-Night-Stand auf, denn das kann gefährlich sein. Ferner vorschlagen auch nicht schlage vor, sich einen „jungen Hengst“ zu suchen, weil das meist Heiratsschwindler sind. Meiner Meinung nach ist ein „Freund mit gewissen Vorzügen“ einfach jemanden, den eine Frau kennenlernt, den sie mögen und körperlich anziehend finden, der jedoch aus irgendeinem Grund nicht für eine langfristige Beziehung in Frage kommt.

Sex ohne Bindung – geht das?

Wenn die Anziehung gegenseitig ist, kann diese Art von Mann jemand sein, mit dem du eine sexuelle Beziehung eingehst, aber ohne dich binden zu lassen. So erfüllt eine Frau ihr Bedürfnis nach sexueller Intimität, während die große Liebe sucht. Ich weiß, das ist nicht für jedefrau – viele ältere Frauen haben einfach Sex aus ihrem Leben aus vielen Gründen gestrichen. Wer sich jedoch nach Intimität sehnt, sollte sich nicht schämen, es zuzugeben und darauf zu reagieren. Liebe und Sex müssen nicht deckungsgleich sein in einer Beziehung. Ich habe sehr befriedigende körperliche Beziehungen zu Männern gehabt, die waren einfach wunderbare Liebhaber, aber auch nicht mehr. Nur weil die Chemie stimmt, bedeutet das nicht, dass ein Mann für eine langfristige Beziehung taugt. Es ist wichtig, zwischen einem potentiellen Partner und einem potentiellen Liebhaber zu unterscheiden. Jeder sollte sich seiner Bedürfnisse bewusst sein und wonach er sucht. Das verlangt, in sich zu gehen. Es ist nicht einfach, das antiquierte Denken hinter sich zu lassen und sich zu öffnen für liberaleres Denken. Allerdings gibt es einige großartige Artikel und Internetseiten, die über Sexualität im Alter diskutieren. Wer diese Seiten seiner selbst entdecken will, beginnt am besten damit, sich einmal dort einzulesen. Es hilft, von den Erfahrungen Gleichgesinnter zu lernen und sich zu unterstützen, die das gleiche fühlen.

Der Beitrag ist eine Übersetzung des Artikels SEX & THE SENIOR: FRIENDS WITH BENEFITS

Weiterführende Links: 

 




Messe für Best Ager in Stuttgart

Foto: Messe Stuttgart

Am heutigen Montag, den 16. und dem morgigen Dienstag den 17. November können sich Best Ager, die junge Alten und Senioren in Stuttgart im Rahmen der Messe „Die besten Jahre“ über alles informieren, was das Leben nach dem Beruf leichter macht. Die Stuttgarter Messemacher bieten eine Aktivbühne mit Mitmachangeboten (Flexibar, Thera-Bank), einen E-Bike-Parcours, Nordic-Walking-Kurse und breiten eine Kulturstraße aus. Natürlich ist für das leibliche Wohl gesorgt – Messebesucher können in der Besenwirtschaft eine Viertele genießen und Maultauschen im Marktcafé.

Wachsende Zielgruppe mit Geld

Die Stuttgarter Messemacher haben erkannt, dass hier eine Zielgruppe wächst, die bereit ist Geld auszugeben, um den letzten Lebensabschnitt angenehme zu gestalten. „Die Besten Jahre“, so das Messe-Motto bietet den Organisatoren zufolge „Antworten auf viele brennende Fragen“. Dazu gehört: „Wie will ich wohnen, wenn ich einmal nicht mehr selbständig leben kann? Wer soll meine Entscheidungen für mich treffen, wenn ich dazu nicht mehr in der Lage bin? Wem und wie vererbe ich mein Vermögen, damit es möglichst erhalten bleibt?“

Neben zahlreichen Aktiv- und Freizeitangeboten informiert die Messe auch über  „heiße Eisen“. Im Fachforum und im Vortragsraum „Hoffnung“ können sich Messebesucher über Themen wie Pflegebedürftigkeit, Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung schlau machen.

Dazu gehören auch Infos über eine Projektreise nach Nordindien, um Gegensätze zu erleben. Es geht um Fitness für Körper und Geist. Ferner wird das Thema Ehrenamt angesprochen. Natürlich darf das Thema Technik nicht fehlen: „Smartphones und Tablet-PCs sind aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Lassen Sie sich vom aktuellen Stand der Technik nicht abhalten! Im Rahmen von ‚Kultur trifft Technik’ erfahren Sie, warum das mobile Internet gerade für Menschen der Generation 50+ interessant ist“, so die Messemacher.

Der Stuttgarter Messeherbst auf einen Blick:

Der Stuttgarter Messeherbst hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintrittskarten kosten inklusive VVS-Kombiticket 13 Euro, ermäßigt 10 Euro (online unter www.messe-stuttgart.de/vorverkauf günstiger). Die Karten berechtigen zum Besuch aller an diesem Tag parallel stattfindenden Messen. Kombitickets für die bequeme Anreise zum Stuttgarter Messeherbst sind bei den Easy-Ticket-Vorverkaufsstellen, den Toto-Lotto-Verkaufsstellen im VVS-Gebiet, an den SSB-Automaten und -Verkaufsstellen sowie an den Fahrkartenschaltern der Deutschen Bahn erhältlich.

Sonderschauen auf der Messe „Die besten Jahre“

 




Alter als attraktive Lebensphase, die besten Ideen

Ältere in der Stadt, altern in der Stadt – wie geht das? Die besten Ideen und Vorhaben im und für das Alter in der Stadt sollen prämiert werden mit dem „Deutschen Alterspreis“ von der Robert-Bosch-Stiftung. Sie sucht Initiativen für ein altersfreundlicheres Stadtleben, sie sucht auch Beispiele, wie Ältere ihre Stadt mitgestalten. Dafür hat sie 120 000 Euro ausgelobt, die am 24. November in Berlin den Preisträgern überreicht werden.

Nominiert sind sechs Projekte:

  • Mobia – Mobil bis ins Alter Saarbahn GmbH, Saarbrücken
  • Jugendzentrum für Senioren Kinder von gestern e.V., München
  • Ich-Verein für soziales Engagement Thomas Henrich, Nürnberg/Fürth
  • x-mal Mensch Stuhl – Fassaden-Inszenierung Angie Hiesl, Köln
  • Magazin sechs+sechzig Verein zur Förderung des Dialogs der Generationen, Nürnberg
  • Griesheim – Die besitzbare Stadt, Griesheim

Insgesamt haben sich wohl 244 Projekte und Initiativen um den „Deutschen Altenpreis“ beworben.

Eine elfköpfige Jury hat die sechs Nominierten daraus ausgewählt. Zu den Jury-Mitgliedern gehören Dr. Stephan Articus (Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städtetages), Professor Dr. Clemens Becker (Chefarzt an der Klinik für Geriatrische Rehabilitation am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart), Anja Gockel (Modedesignerin), Professor Dr. Dr. Andreas Kruse (Direktor des Instituts für Gerontologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg), Professor Dr.-Ing. Gesine Marquardt (Professorin für Sozial- und Gesundheitsbauten an der TU Dresden), Dr. Wolfgang Malchow (Mitglied des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH), Thomas Osterkorn (Chefredakteur viva!), Professor Susanne Porsche (Filmproduzentin), Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg (Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes), Dr. Henning Scherf (früherer Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen) und Hildegard Schooß (Gründerin und ehemalige Leiterin des Mehrgenerationenhauses Salzgitter).

Alte sollen in der Stadt wohnen bleiben können

Anliegen der Stiftung ist es, dass älteren Menschen in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben dürfen. Das wird künftig noch ein Problem werden, denn auch die Jungen zieht es in die Stadt, so dass sie den Alten die Wohnung streitig machen. Steigende Nachfrage bei nur schwach wachsenden Angebot lässt die Preise, sprich Mieten steigen – und da können viele Alte irgendwann nicht mehr mithalten. Der demographische Wandel wird zum Verteilungskampf.

Die Projekte sollen zeigen, wie beispielsweise Alten in der Stadt mobil bleiben und wie das Engagement der Älteren unsere Gesellschaft bereichern.

Alle Informationen zum Deutschen Alterspreis unter www.alterspreis.de

Die Projekte:

 




Fußball im Rentenalter – Spielspaß für Senioren

Am heutigen 3. November wird Gerd Müller 70 Jahre alt. Allerdings dürfte die Geburtsfeier des „Bombers der Nation“ eher bescheiden ausfallen, leidet der Ex—Torjäger schon seit Jahren an Alzheimer. Gerd Müller gilt als bester Stürmer, den Deutschland je hatte. Er wurde in den 70er-Jahre gefeiert, ja gerade zu verehrt. Dann 1981 Karriereende.

Sein Geburtstag ist Anlass, mal über den Lieblingssport der meisten Männer nachzudenken. Diese Aufgabe hat der „Senior-Ratgeber“ übernommen und sich in der aktuellen Oktober-Ausgabe (10/2015), die in den meisten Apotheken ausliegt des Themas Sport im Alter gewidmet. Dabei geht das Magazin auf Fußball ein und verweist auf eine Studie der Universität Kopenhagen, die Senioren begleitete, die das Fußballspielen wieder anfingen. Das Ergebnis nach einem Jahr: Die Fußballer hatten der Studie zufolge ein größeres Lungenvolumen und bessere Ausdauer. Vorunruheständler und Rentner, die lange Zeit keinen Fußball mehr gespielt haben, sollten allerdings einige Regeln beachten, damit es nicht gleich zum Fiasko wird.

Nicht zu ehrgeizig beim Alten-Fußball

Die Alt-Sportler sollten ein paar Dinge beachten, rät das Apothekenmagazin „Senioren-Ratgeber“, denn ältere Amateurfußballer haben ein ähnlich hohes Verletzungsrisiko wie Profisportler. Das ergab eine aktuelle Studie der Universität des Saarlandes. Die Muskeln, Bänder und Sehnen älterer Menschen sind weniger belastbar. Ein guter Trainer verkleinert das Spielfeld, verkürzt Spielzeiten, verbietet Grätschen und Stollenschuhe, bremst übertriebenen Ehrgeiz – und zeigt Übungen, die Verletzungen vorbeugen. Der Spaß, und nicht Leistung, sollte im Vordergrund stehen.

Sport als Jungbrunnen

Mit regelmäßigem und vielleicht nicht ganz so ambitioniertem Sport lässt sich nachweislich beispielsweise eine beginnende Herzschwäche verzögern. Der Allgemeinzustand bessert sich und das Immunsystem wird gestärkt. Alles Binsenweisheit – aber heißt es so schön „Es gibt nichts gutes, außer man tut es“. Das gilt ebenso für den Sport für Best Ager. Dem „Senioren Ratgeber“ zufolge ist Bewegung die beste Medizin. Ob es unbedingt Fußball sein muss, sei dahin gestellt. Das Magazin listet die positiven Folgen von gemäßigtem Sport auf. So beugt Bewegung beispielsweise auch Diabetes vor – und bei einer Depression ist Sport ähnlich wirksam wie Medikamente.

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