Wie Sex und 60 zusammenpassen

Sex und Senioren – das ist eines der letzten verbliebenen Tabus. Deswegen lohnt es sich, darüber zu reden und einigen Mythen zurecht zu rücken.

Um den ersten Irrtum auszuräumen – wir wachen nicht eines Tages auf und stellen fest, dass wir keine sexuellen Wesen mehr sind. Wir leben in einer jugend-dominierten Gesellschaft, die gern den Mythus wiederkäut Sexualität beginne schon abzuflauen, wenn das erste graue Haar erscheint. Ich – und wenn von “ich” die Rede ist, geht es um Dorrie Jacobson, ein pensioniertes Playboy Bunny, Model, Make-up-Künstlerin und Quasi-Expertin für stilvolles Altern – denke, Mutterschaft, Meno-Pause und der unerbittliche Druck gnadenloser Medien arbeiten zusammen, um Frauen den Wunsch und die Begeisterung für Sex zu vergällen. So dass unsere Sexualität und unser Selbstwertgefühl um die 50 Schaden nehmen. Allerdings ist es nie zu spät, seine Anziehungskraft und seinen Charme wieder zu beleben.

Jeder braucht Zuneigung und Intimität

Ich für meinen Teil habe nicht die Absicht auf meine “Sexy-lady”-Karte so schnell zu verzichten, weil ich denke, alle Menschen brauchen Zuneigung und Intimität, um aufzublühen – und Dorrie vertritt ihre Meinung explizit auf ihrem Blog Senior Style Bible. Einverstanden oder nicht – die sexuelle Revolution ist einfach passiert und Frauen brauchen sich seitdem nicht mehr wie Mimosen verhalten. Früher galt noch, den Sex für die Ehe aufzusparen. Wer sich anders verhielt, hing das nicht an die große Glocke. Viele von uns heirateten jung, getrieben von sexueller Neugier, folglich hatten sie keine Erfahrung. Es gab die braven Mädchen – das waren die, die Männer heiraten wollte, wie unsere Mütter behaupteten – und schlechte Mädchen (mit lockeren Sitten, schlechtem Ruf, die häufige Dates hatten). Zum Glück haben sich die Zeiten geändert und Frauen können sich jetzt eingestehen, sexuelle Bedürfnisse zu haben und müssen sich nicht mehr nach dem Urteil von Freunden, der Gesellschaft orientieren – oder der eigenen Schere im Kopf.

Wer das Glück hat, mit einem liebevollen Partner zusammen zu leben und dazu noch wunderbaren Sex zu genießen – für den sind diese Zeilen nicht gedacht. Wer nicht dazu gehört, liest am besten weiter!

Sex verlängert das Leben

Studien zeigen tatsächlich, dass Senioren, die sexuell aktiv sind, länger leben, gesünder sind – und warum soll das nicht stimmen? Warum also soll ein Single-Senior nicht auf Date-Suche gehen, wenn er seinen Seelenverwandten noch nicht gefunden hat? Warum nicht einen „Freund mit gewissen Vorzügen“ suchen? Sexuelle Befriedigung muss nicht unbedingt Teil einer Liebesbeziehung sein. Klar, müssen zwei sich „riechen“ können und sich anziehend finden – und einander vertrauen können. Um nicht missverstanden zu werden, ich muntere Frauen nicht zum One-Night-Stand auf, denn das kann gefährlich sein. Ferner vorschlagen auch nicht schlage vor, sich einen „jungen Hengst“ zu suchen, weil das meist Heiratsschwindler sind. Meiner Meinung nach ist ein “Freund mit gewissen Vorzügen” einfach jemanden, den eine Frau kennenlernt, den sie mögen und körperlich anziehend finden, der jedoch aus irgendeinem Grund nicht für eine langfristige Beziehung in Frage kommt.

Sex ohne Bindung – geht das?

Wenn die Anziehung gegenseitig ist, kann diese Art von Mann jemand sein, mit dem du eine sexuelle Beziehung eingehst, aber ohne dich binden zu lassen. So erfüllt eine Frau ihr Bedürfnis nach sexueller Intimität, während die große Liebe sucht. Ich weiß, das ist nicht für jedefrau – viele ältere Frauen haben einfach Sex aus ihrem Leben aus vielen Gründen gestrichen. Wer sich jedoch nach Intimität sehnt, sollte sich nicht schämen, es zuzugeben und darauf zu reagieren. Liebe und Sex müssen nicht deckungsgleich sein in einer Beziehung. Ich habe sehr befriedigende körperliche Beziehungen zu Männern gehabt, die waren einfach wunderbare Liebhaber, aber auch nicht mehr. Nur weil die Chemie stimmt, bedeutet das nicht, dass ein Mann für eine langfristige Beziehung taugt. Es ist wichtig, zwischen einem potentiellen Partner und einem potentiellen Liebhaber zu unterscheiden. Jeder sollte sich seiner Bedürfnisse bewusst sein und wonach er sucht. Das verlangt, in sich zu gehen. Es ist nicht einfach, das antiquierte Denken hinter sich zu lassen und sich zu öffnen für liberaleres Denken. Allerdings gibt es einige großartige Artikel und Internetseiten, die über Sexualität im Alter diskutieren. Wer diese Seiten seiner selbst entdecken will, beginnt am besten damit, sich einmal dort einzulesen. Es hilft, von den Erfahrungen Gleichgesinnter zu lernen und sich zu unterstützen, die das gleiche fühlen.

Der Beitrag ist eine Übersetzung des Artikels SEX & THE SENIOR: FRIENDS WITH BENEFITS

Weiterführende Links: 

 




Messe für Best Ager in Stuttgart

Foto: Messe Stuttgart

Am heutigen Montag, den 16. und dem morgigen Dienstag den 17. November können sich Best Ager, die junge Alten und Senioren in Stuttgart im Rahmen der Messe “Die besten Jahre” über alles informieren, was das Leben nach dem Beruf leichter macht. Die Stuttgarter Messemacher bieten eine Aktivbühne mit Mitmachangeboten (Flexibar, Thera-Bank), einen E-Bike-Parcours, Nordic-Walking-Kurse und breiten eine Kulturstraße aus. Natürlich ist für das leibliche Wohl gesorgt – Messebesucher können in der Besenwirtschaft eine Viertele genießen und Maultauschen im Marktcafé.

Wachsende Zielgruppe mit Geld

Die Stuttgarter Messemacher haben erkannt, dass hier eine Zielgruppe wächst, die bereit ist Geld auszugeben, um den letzten Lebensabschnitt angenehme zu gestalten. „Die Besten Jahre“, so das Messe-Motto bietet den Organisatoren zufolge „Antworten auf viele brennende Fragen“. Dazu gehört: „Wie will ich wohnen, wenn ich einmal nicht mehr selbständig leben kann? Wer soll meine Entscheidungen für mich treffen, wenn ich dazu nicht mehr in der Lage bin? Wem und wie vererbe ich mein Vermögen, damit es möglichst erhalten bleibt?“

Neben zahlreichen Aktiv- und Freizeitangeboten informiert die Messe auch über  „heiße Eisen“. Im Fachforum und im Vortragsraum „Hoffnung“ können sich Messebesucher über Themen wie Pflegebedürftigkeit, Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung schlau machen.

Dazu gehören auch Infos über eine Projektreise nach Nordindien, um Gegensätze zu erleben. Es geht um Fitness für Körper und Geist. Ferner wird das Thema Ehrenamt angesprochen. Natürlich darf das Thema Technik nicht fehlen: „Smartphones und Tablet-PCs sind aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Lassen Sie sich vom aktuellen Stand der Technik nicht abhalten! Im Rahmen von ‚Kultur trifft Technik’ erfahren Sie, warum das mobile Internet gerade für Menschen der Generation 50+ interessant ist“, so die Messemacher.

Der Stuttgarter Messeherbst auf einen Blick:

Der Stuttgarter Messeherbst hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintrittskarten kosten inklusive VVS-Kombiticket 13 Euro, ermäßigt 10 Euro (online unter www.messe-stuttgart.de/vorverkauf günstiger). Die Karten berechtigen zum Besuch aller an diesem Tag parallel stattfindenden Messen. Kombitickets für die bequeme Anreise zum Stuttgarter Messeherbst sind bei den Easy-Ticket-Vorverkaufsstellen, den Toto-Lotto-Verkaufsstellen im VVS-Gebiet, an den SSB-Automaten und -Verkaufsstellen sowie an den Fahrkartenschaltern der Deutschen Bahn erhältlich.

Sonderschauen auf der Messe “Die besten Jahre”

https://twitter.com/Messe_Stuttgart/status/666167779230396416

 




Alter als attraktive Lebensphase, die besten Ideen

Ältere in der Stadt, altern in der Stadt – wie geht das? Die besten Ideen und Vorhaben im und für das Alter in der Stadt sollen prämiert werden mit dem „Deutschen Alterspreis“ von der Robert-Bosch-Stiftung. Sie sucht Initiativen für ein altersfreundlicheres Stadtleben, sie sucht auch Beispiele, wie Ältere ihre Stadt mitgestalten. Dafür hat sie 120 000 Euro ausgelobt, die am 24. November in Berlin den Preisträgern überreicht werden.

Nominiert sind sechs Projekte:

  • Mobia – Mobil bis ins Alter Saarbahn GmbH, Saarbrücken
  • Jugendzentrum für Senioren Kinder von gestern e.V., München
  • Ich-Verein für soziales Engagement Thomas Henrich, Nürnberg/Fürth
  • x-mal Mensch Stuhl – Fassaden-Inszenierung Angie Hiesl, Köln
  • Magazin sechs+sechzig Verein zur Förderung des Dialogs der Generationen, Nürnberg
  • Griesheim – Die besitzbare Stadt, Griesheim

Insgesamt haben sich wohl 244 Projekte und Initiativen um den „Deutschen Altenpreis“ beworben.

Eine elfköpfige Jury hat die sechs Nominierten daraus ausgewählt. Zu den Jury-Mitgliedern gehören Dr. Stephan Articus (Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städtetages), Professor Dr. Clemens Becker (Chefarzt an der Klinik für Geriatrische Rehabilitation am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart), Anja Gockel (Modedesignerin), Professor Dr. Dr. Andreas Kruse (Direktor des Instituts für Gerontologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg), Professor Dr.-Ing. Gesine Marquardt (Professorin für Sozial- und Gesundheitsbauten an der TU Dresden), Dr. Wolfgang Malchow (Mitglied des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH), Thomas Osterkorn (Chefredakteur viva!), Professor Susanne Porsche (Filmproduzentin), Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg (Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes), Dr. Henning Scherf (früherer Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen) und Hildegard Schooß (Gründerin und ehemalige Leiterin des Mehrgenerationenhauses Salzgitter).

Alte sollen in der Stadt wohnen bleiben können

Anliegen der Stiftung ist es, dass älteren Menschen in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben dürfen. Das wird künftig noch ein Problem werden, denn auch die Jungen zieht es in die Stadt, so dass sie den Alten die Wohnung streitig machen. Steigende Nachfrage bei nur schwach wachsenden Angebot lässt die Preise, sprich Mieten steigen – und da können viele Alte irgendwann nicht mehr mithalten. Der demographische Wandel wird zum Verteilungskampf.

Die Projekte sollen zeigen, wie beispielsweise Alten in der Stadt mobil bleiben und wie das Engagement der Älteren unsere Gesellschaft bereichern.

Alle Informationen zum Deutschen Alterspreis unter www.alterspreis.de

Die Projekte:

 




Fußball im Rentenalter – Spielspaß für Senioren

Am heutigen 3. November wird Gerd Müller 70 Jahre alt. Allerdings dürfte die Geburtsfeier des „Bombers der Nation“ eher bescheiden ausfallen, leidet der Ex—Torjäger schon seit Jahren an Alzheimer. Gerd Müller gilt als bester Stürmer, den Deutschland je hatte. Er wurde in den 70er-Jahre gefeiert, ja gerade zu verehrt. Dann 1981 Karriereende.

Sein Geburtstag ist Anlass, mal über den Lieblingssport der meisten Männer nachzudenken. Diese Aufgabe hat der „Senior-Ratgeber“ übernommen und sich in der aktuellen Oktober-Ausgabe (10/2015), die in den meisten Apotheken ausliegt des Themas Sport im Alter gewidmet. Dabei geht das Magazin auf Fußball ein und verweist auf eine Studie der Universität Kopenhagen, die Senioren begleitete, die das Fußballspielen wieder anfingen. Das Ergebnis nach einem Jahr: Die Fußballer hatten der Studie zufolge ein größeres Lungenvolumen und bessere Ausdauer. Vorunruheständler und Rentner, die lange Zeit keinen Fußball mehr gespielt haben, sollten allerdings einige Regeln beachten, damit es nicht gleich zum Fiasko wird.

Nicht zu ehrgeizig beim Alten-Fußball

Die Alt-Sportler sollten ein paar Dinge beachten, rät das Apothekenmagazin „Senioren-Ratgeber“, denn ältere Amateurfußballer haben ein ähnlich hohes Verletzungsrisiko wie Profisportler. Das ergab eine aktuelle Studie der Universität des Saarlandes. Die Muskeln, Bänder und Sehnen älterer Menschen sind weniger belastbar. Ein guter Trainer verkleinert das Spielfeld, verkürzt Spielzeiten, verbietet Grätschen und Stollenschuhe, bremst übertriebenen Ehrgeiz – und zeigt Übungen, die Verletzungen vorbeugen. Der Spaß, und nicht Leistung, sollte im Vordergrund stehen.

Sport als Jungbrunnen

Mit regelmäßigem und vielleicht nicht ganz so ambitioniertem Sport lässt sich nachweislich beispielsweise eine beginnende Herzschwäche verzögern. Der Allgemeinzustand bessert sich und das Immunsystem wird gestärkt. Alles Binsenweisheit – aber heißt es so schön „Es gibt nichts gutes, außer man tut es“. Das gilt ebenso für den Sport für Best Ager. Dem „Senioren Ratgeber“ zufolge ist Bewegung die beste Medizin. Ob es unbedingt Fußball sein muss, sei dahin gestellt. Das Magazin listet die positiven Folgen von gemäßigtem Sport auf. So beugt Bewegung beispielsweise auch Diabetes vor – und bei einer Depression ist Sport ähnlich wirksam wie Medikamente.

Weiterführende Links:




Hohe Miete, Gefahr der Altersarmut, Münchner gefährdet

In München sind die Mieten von 2007 bis heute um 28 Prozent gestiegen. Für Gutverdiener mag das kein Problem sein, wohl aber für Senioren, deren Renten nicht in gleicher Weise steigen wie die Gehälter. Das trifft besonders hart die Senioren in Bayern und da vor allem die Münchner, denn zwei Drittel wohnen zur Miete – in Bayern ist es die Hälfte. Die Eigentumsquote in anderen Bundesländern ist weit höher. Dem aktuellen „Wohnungsmarktbarometer“ der „Abendzeitung“ zufolge liegen die Erstbezugsmieten bei durchschnittlich 18,39 Euro pro Quadratmeter und Wiedervermietungsmieten bei 15,57 Euro pro Quadratmeter. Für eine 60 Quadratmeter große Wohnung kommen so schnell an die tausend Euro Miete pro Monat zusammen. Wie soll sich das ein durchschnittlicher Rentner in München noch leisten?

Müssen Münchner auswandern?

Müssen Münchner Senioren künftig auswandern – ins Saarland vielleicht oder nach Niederbayern? Der Wohnungsmarkt ist nach Auffassung des VdK und des Mieterbunds weder auf die Bedürfnisse Älterer eingestellt noch für die Zukunft gerüstet. Da tickt eine Zeitbombe, denn die Renten in Bayern können mit den explodierenden Mieten nicht Schritt halten. Dazu kommt ferner, dass viele Wohnungen nicht altersgerecht sind. Da wohnt der Senior im vierten Stock in einem Haus ohne Fahrstuhl – wie soll er seine Einkäufe und Arztgänge meistern?

Wo sollen Senioren sparen?

Der erste Punkt scheint aber noch viel gravierender: Weil die Senioren an der Miete nicht sparen können, sparen sie an allem anderen, sprich am Essen, Heizen, Kleidung und Gesundheit. Dem Sozialverband VdK Bayern zufolge fehlen im Land bis 2030 etwa 354 000 barrierefreie Wohnungen, allein in München mehr als 30 000.

„Die Überhitzung des Mietmarkts trifft Menschen besonders hart, die aus eigener Kraft ihre finanzielle Situation nicht mehr verbessern können, also Rentnerinnen und Rentner, chronisch Kranke und Menschen mit Behinderung“, so die Mieterbund-Vorsitzende Beatrix Zurek

Statt mehr Sozialwohnungen sind es in Bayern weniger geworden: In 15 Jahren habe sich hier der Bestand auf heute 130 000 Wohnungen halbiert – und in den kommenden fünf Jahren sei es so, dass weitere 25 000 Wohnungen aus der Sozialbindung fallen, während die Zahl der Anspruchsberechtigten stetig ansteigt. VdK und Mieterbund fordern den Neubau von mindestens 80 000 Mietswohnungen, finanziert von der Staatsregierung.

Der gemeinsamen Forderungskatalog von VdK Bayern und Mieterbund Bayern:

  1. Wir fordern, den sozialen Wohnungsbau energisch auszubauen. In jeder Kommune muss es einen verbindlich festgelegten Anteil an Sozialwohnungen innerhalb des Mietwohnbestands geben. Fallen Wohnungen aus der Sozialbindung, muss deren Zahl wieder an anderer Stelle aufgefüllt werden. Der Bund ist aufgefordert, die Verwendung seiner Zuschussmittel für die Sozialwohnraumförderung an die Länder stärker zu kontrollieren.
  2. Wir fordern, das staatliche KfW-Förderprogramm„Altersgerecht Umbauen“weiter auszubauen.
  3. Wir fordern das Einführen einer verbindlichen Quote für barrierefreies und altersgerechtes Bauen bei Neubauten und Sanierungsmaßnahmen von Mietshäusern.
  4. Wir fordern, gemeinschaftliche Wohnformen wie Genossenschaften stärker zu fördern.
  5. Wir fordern, einen Teil der Mittel der Städtebauförderung des Bundes an die Länder verbindlich für die Förderung der Barrierefreiheit und die Teilhabe von Menschen mit Behinderung sowie älteren Menschen zu binden. Bei der Quartiersentwicklung müssen Betroffenenverbände und Interessensvertreter verbindlich in den Entwicklungsprozess eingebunden werden.

Weiterführende Links:

Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog … Bin gespannt auf eure Meinung




Junge Alte länger fit

Junge Alte länger fit – warum das so ist? Die jungen Alten sind noch ganz schön fit – werden sie auch bleiben müssen, denn die Herausforderungen, die auf diese Gruppe zukommt ist enorm. Mit 17 Millionen sind es auch ziemlich viele. Was treibt die jungen Alten um, welche Probleme haben sie und wie gehen sie damit um. Dieser Frage ist das Statistische Bundesamt in ihrem Datenreport “Generation 65+” nachgegangen.

Das Interessanteste vorweg – der Anteil der Senioren (65+) ist auf 21 Prozent gestiegen, das heißt, jeder fünfte Deutsche ist älter als 65, fünf Prozent sogar älter als 80. Der Jugendquotient (Zahl der unter 20-Jährigen bezogen auf die Zahl der 20- bis unter 65-Jährigen) fiel der Behörde zufolge auf  31, er rangiert damit unter dem Altenquotient (Zahl der 65-Jährigen und Älteren bezogen auf die Zahl der 20- bis unter 65-Jährigen) mit 34. Anfang 1955 war das noch umgekehrt. So lag der Jugendquotient damals bei 50 und der Altenquotient bei 18, seit 2006 übersteigt der Altenquotient den Jugendquotienten.

Mehr Omas als Opas

Die Zahl der Jungs ist im Baby- und Kindesalter um fünf Prozent größer als die der Mädchen. Das ändert sich jedoch ab dem Alter von 60: Es sterben mehr Männer als Frauen, so dass das weibliche Geschlecht dann überwiegt. Der Altersgruppe der 70- bis 80-Jährigen überwiegen die Frauen mit einem Anteil von 55 Prozent, bei der Altersgruppe 80+ ist der Anteil sogar bei 68 Prozent. Das heißt, Männer sind dann Mangelware – oder anders ausgedrückt, es gibt viel mehr Omas als Opas.

Mangelware sind auch Kinder: 1964 wurden 1,36 Millionen geboren, 2009 mit 665 000 nur noch etwa die Hälfte. Das hat natürlich gravierende Auswirkungen auf das Rentensystem.

Dramatischer Bevölkerungsrückgang

Denn die Mädchen, die heute nicht geboren werden, können später als Frau auch keine Kinder bekommen. Es kommt zum Bevölkerungsrückgang, denn selbst die angenommene Zuwanderung wird nicht ausreichen, diesen Rückgang aufzuhalten.

Der Bevölkerungsrückgang wird den Statistikern zufolge bis 2020 erst moderat ausfallen. 2020 werden etwa zwei Prozent weniger Menschen als 2009 in Deutschland leben, 2030 etwa fünf Prozent und 2060 schließlich 21 Prozent weniger. Absolut wird sich die Einwohnerzahl von derzeit 81,8 Millionen auf 64,7  im Jahr 2060 vermindern. Gerade der Osten Deutschland wird sich regelrecht entleeren, das gilt insbesondere für Mecklenburg-Vorpommern, das jetzt schon zu den am dünnsten besiedelten Bundesländern gehört.

https://twitter.com/ALWO_Pflege/status/626836659259244544

Älter und einsamer

Wir werden nicht nur immer älter, wir werden auch immer einsamer. So nimmt gerade die Zahl der alleinlebenden Frauen ab 60 deutlich zu – bei der Gruppe 75+ leben sogar 60 Prozent allein. Bei den Männern dieses Alters sind es nur 20 Prozent.

Die demographische Entwicklung wirkt sich natürlich auf die gesetzlichen Renten aus. Für männliche Neurentner  in den alten Bundesländern zeigt sich den Statistikern zufolge ein deutlicher Rückgang ihrer Entgeltpunkte (EP), die ja maßgebend sind für die Rente: Die Anwartschaften des Medianrentners sinken im Zeitverlauf von etwa 47 um knapp elf Prozent auf 42 EP im Jahr 2009. Die Folge: Neurentner des Jahres 2009 bekommen im Schnitt vergleichsweise geringere Altersrenten als Neurentner der vorangegangenen Jahre. Am schlimmsten trifft es dabei die Rentner mit niedriger und mittlerer Rente. Nominal sank ihre Rente von 1072 im Jahr 1993 auf 1013 im Jahr 2009 – die Inflation trifft sie damit richtig hart.

Vergleich mit den europäischen Nachbarn

Noch ein Blick über den nationalen Gartenzaun – und ein Vergleich mit unseren europäischen Nachbarn:

Die Deutschen arbeiten im Schnitt länger als die meisten Nachbarn. So weist Deutschland bei den 60- bis 64-Jährigen 2014 eine Erwerbstätigenquote nach international vergleichbarer Abgrenzung der Arbeitskräfteerhebung von 53 Prozent aus, in Estland ist sie genauso hoch, in Schweden liegt sie bei 66 Prozent – der EU-Durchschnitt lag 2014 nur bei 37 Prozent.

In punkto Geburtenrate ist Deutschland so ziemlich das Schlusslicht. Damit sich die Bevölkerung eines Landes auf natürliche Weise jedoch reproduzieren kann, ist in hochentwickelten Ländern eine Zahl von durchschnittlich 2,1 Kindern je Frau erforderlich. Davon ist Deutschland mit 1,4 weit entfernt. Solange die Geburtenziffer unter diesem Wert bleibt, wird jede folgende Müttergeneration dem kleinen Einmaleins der Statistiker zufolge kleiner als die vorherige. Von den 27 EU-Ländern erreichte nur Irland 2009 knapp den Durchschnittswert von 2,1, in Frankreich waren es 2,0 Kinder je Frau. Die geringsten Geburtenziffern der EU verzeichneten Lettland, Portugal und Ungarn mit jeweils 1,3 Kindern je Frau. In Deutschland lag die durchschnittliche Kinderzahl mit 1,4 nur knapp darüber. Aber das sind die Werte von 2009 – 2015 sieht es deutlich schlechter in Deutschland aus, gemessen an der Geburtenrate von 2009 bis 2013, die sich auf die Zahl der Kinder pro tausend Einwohner bezieht. In dieser Beziehung ist Deutschland auf dem letzten  Platz mit einer Rate von 8,28 Geburten auf je tausend Einwohner. Um das auszugleichen, müssten jedes Jahr mehr als eine halbe Millionen Menschen einwandern.

https://twitter.com/TK_Presse/status/626771998186819584

https://twitter.com/insm/status/626723307216326656

“Berliner Morgenpost”: 65 oder älter – und stolz darauf

 

 




Riester nix für Geringverdiener

Das Internet ist voll mit nützlichen News über Rente, Vorruhestand & mehr. Hier eine kleine Auswahl aktueller Hinweise. Verantwortlich für den Inhalt sind die Macher der verlinkten Seiten:

… Lesetipps vom 10. Juli 2015

 




Von “alten” und “jungen” Alten

Bin per Zufall auf Masterhora gestoßen. Sorry, “das junge soziale Online-Netzwerk für erfahrene Fach- und Führungskräfte und Unternehmen Gesellschaft und Arbeitswelt im demografischen Wandel – und die Herausforderung, neue Strukturen zu finden” firmiert unter MASTERhora. Jetzt feiern sie ihr zweijähriges Bestehen und haben junge Frankfurter zu ihren Erfahrungen mit älteren Kollegen befragt. Das Ergebnisse ist doch ermutigend für uns ältere Generation. Wir wissen manchmal mehr, sind vielleicht etwas spießig, können das Ganze etwas gelassener angehen – und tun auch jungen Kollegen gut, wenn’s mal wieder zickig oder hitzig wird.

Jung lernt von Alt und umgekehrt

Die Idee finde ich gut. Die Einträge in Facebook geben in etwa das wieder, was dieses Land braucht. Volker K. hat es so formuliert: “… : Jung lernt vom Alter und umgekehrt… eine ideale Symbiose für Lernprozesse”. Sabine R. schreibt in Facebook: “Wir finden,das es ‘den Jungen’ oder ‘den Alten’ nicht mehr heute im Berufsleben gibt. Jung sind alle, die ihren Beruf mit Leidenschaft und Optimismus machen, weil Beruf ja bekanntlich von Berufung kommt. Es gibt auch junge Alte, die mit ihrem Job abgeschlossen haben, sich nicht einbringen möchten, aber auch nichts in ihrem Leben verändern möchten, herum jammern,dass die Arbeitswelt sich so verändert hat. Das hat sie und wir finden genau das gut, denn alle können voneinander profitieren. Jeder ist für sein Berufsleben selbst verantwortlich, ob jung oder alt. Jeder soll arbeiten, so lange er mag und kann. Natürlich gilt unser Feedback nicht für Berufe, bei denen der Körper Verschleiß-Erfahrungen zeigen wird auf Dauer. Aber auch dort lebt das Berufsleben von einem Miteinander von Jung und Alt, das wir nicht missen möchten”. Recht hat sie: Arbeitszeit ist Lebenszeit

Das heutige Alt ist nicht mehr das von früher

Es ist bemerkenswert, wie zurzeit so etwas aufbricht wie das neue Zusammen zwischen Jung und Alt. Aber es ist noch weit mehr: Das heutige Alt ist nicht mehr das von früher, als 70-Jährige schon ziemlich abgehalftert waren und nicht mehr konnten. Die 70-Jährigen von heute, sind noch fitter als die gleiche Alterskohorte in den 50er- und 60er-Jahren.

Masterhora greift auf, was vielen Best Agern am Herzen liegt: noch mal gebraucht zu werden. Die Plattform sieht sich selbst als “ein professionelles Wissens- und Businessnetzwerk, das sich die Weiterbeschäftigung und die Weiterbildung qualifizierter älterer Arbeitnehmer und Ruheständler sowie ihre Vernetzung mit Unternehmen sowie mit der Zivilgesellschaft zum Ziel gesetzt hat”. Damit sei Masterhora eine “integrierte und einzigartige Antwort auf eine älter werdende Gesellschaft, um deren wichtige Ressource ‘Wissen’ für nachfolgende Generationen zu erhalten und weiter zu entwickeln”.

Es lohnt sich auf alle Fälle mal rein zu schnuppern.




Senioren vereinigt euch!

Es wird heiß am heutigen Freitag, den 2. Juli in Frankfurt. Hoch “Annelie”  breitet sich über ganz Deutschland aus – von der Ostsee bis zum Allgäu. Frankfurt ist da nicht ausgenommen. Das Thermometer erreicht 36 Grad Celsius. Vielleicht ist da der Besuch des 11. Deutschen Seniorentag gar keine so schlechte Idee. Die Hallen sind klimatisiert. Vom 2. bis 4. Juli präsentiert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) bei angenehmen Temperaturen – und zahlreichen Wasserspendern auf dem gesamten Gelände – im Congress Center Messe ein abwechslungsreiches Programm rund um das große Thema „Älterwerden“. Die Veranstalter haben ich einiges einfallen lassen – auf junge Alten und alte Junge warten mehr als 100 Einzelveranstaltungen, ein buntes Unterhaltungsprogramm und zahlreichen Mitmachangeboten.

Zu den Themen, die an diesen beiden Tagen diskutiert werden, gehören: Mobilität, digitales Know-how, Gesundheit und Pflege sowie ein Flirtkurs im Alter, ein Tanzfestival mit Hunderten Seniorentänzerinnen und -tänzern aus ganz Deutschland sowie eine Matinee mit Stücken von Bach und Mozart, gespielt von dem Alternswissenschaftler Prof. Dr. Andreas Kruse.

Auf der Messe SenNova können die Besucherinnen und Besucher außerdem verschiedene Gesundheitschecks durchführen lassen und ihre geistige und körperliche Fitness testen.

 

Ein paar wichtige Daten:

Am 2. und 3. Juli 2015 von 9:00 bis 18:00 Uhr, am 4. Juli 2015 von 9:00 bis 17:00 Uhr

Ort:

Congress Center Messe Frankfurt, Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main

Eintrittskarten:

Tageskarte am 2. und 3. Juli 2015: je 12 Euro

Tageskarte am 4. Juli 2015: 6 Euro (ab 13:00 Uhr freier Eintritt)

3-Tage-Karte: 25 Euro

Alle Eintrittskarten beinhalten die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV).

Ermäßigungen:

Für Gruppen ab 15 Personen (20 Prozent) und Inhaber des Frankfurt-Passes oder eines vergleichbaren Nachweises (50 Prozent).

Für Begleitpersonen von Schwerbehinderten mit dem Merkzeichen “B” im Ausweis sowie Schüler- und Studentengruppen (bei Voranmeldung) ist der Eintritt frei.

Eintrittskarten können auch in den Tourist Informationen am Frankfurter Hauptbahnhof und im Römer erworben werden.

Internetseite:

http://www.deutscher-seniorentag.deund www.sennova.de

Die BAGSO und die Best-Ager-Community Feierabend.de haben einen Fotowettbewerb gestartet „Gemeinsam in die Zukunft!“ fotografisch umzusetzen. Gefragt war eine persönliche Vision oder Vorstellung dieses Mottos – gebündelt in einem Foto. Die Ergebnisse werden in Frankfurt vorgestellt.

https://twitter.com/KNordlichtW/status/616345243512868865

https://twitter.com/IGBAU/status/616235399946608640

Auf dem Seniorentag wird auch die Aktion „einzigARTig stark!“ – Zur Lebenssituation allein lebender Frauen: Anblicke – Einblicke – Ausblicke” vorgesteltt. Die Zahl der Einpersonenhaushalte nimmt kontinuierlich zu: Inzwischen sind es nahezu 40 Prozent – in Großstädten bereits über die Hälfte. Besonders betroffen sind Frauen: Sie leben häufiger allein als Männer – eine deutlich steigende Tendenz ist ab dem 55. Lebensjahr zu verzeichnen. Ebenfalls wächst der Anteil innerhalb der Gruppe der jüngeren berufstätigen Frauen.

Auch innerhalb der KFD (katholische Frauengemeinschaft Deutschland) gibt es viele Frauen, die alleine leben. Sie sind Mitglieder in den Gruppen vor Ort und engagiert in verschiedenen Leitungspositionen des Verbandes. In ihrem neuen Leitbild beschreibt sich die KFD als “eine kraftvolle Gemeinschaft, die Frauen in ihrer Einzigartigkeit und in ihrer jeweiligen Lebenssituation stärkt”.