Wie gut kennt ihr euch mit Finanzen aus? Das amüsante Finanz-Quiz

Sind wir Deutsche Finanzanalphabeten? Das kann doch nicht sein – oder? Jeder kann sich beim Finanz-Quiz von vorunruhestand einmal selbst testen, wie fit er in punkto Finanzen ist.

Viel Spaß beim Finanz-Quiz

Also wie gut kennt ihr euch mit Finanzen aus? Und Finanzen ist mehr als nur Geld und Börse, dabei geht’s auch um Versicherungen und ums Rechnen, ums tägliche Haushalten, um Schulden und Anlage, um Wert und Unwert.

Umfrage lassen den Schluss zu, dass es nicht sonderlich gut steht um das Finanzwissen hierzulande. Viele Deutsche überschätzen ihre eigene Finanzkompetenz. Ich hoffe ja, dass es nicht so ist, deswegen dieses Finanz-Quiz.

Bei dem Finanzquiz geht es um Inflation, Besteuerung und Versicherungen. Was steckt hinter den Abkürzungen der Finanzprofis? Wie viel Ahnung habt ihr in punkto Finanzen. Das Finanz-Quiz hilft, genau das herauszufinden.

Viel Spaß beim Quiz!

 

Das Thema Finanzen geht alle an. Leider ist es um die Finanzkompetenz hierzulande nicht sonderlich gut bestellt. Was weißt du über Inflation, EZB, Realzinsen und ETFs?

Bestenliste: Finanz-Quiz

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Jahresrückblick 2017 – die wichtigsten Themen und Köpfe

Wie war 2017? Ein Jahresrückblick. Höchste Zeit, so kurz vor Silvester mit den besten Bildern und Beiträgen das Jahr Revue passieren zu lassen. Es war spannend, manchmal frustrierend und inspirierend. 2017 war sicher, so viel vorweg, ein Jahr des Umbruchs.

Der Jahresrückblick

Januar

Rente ist komplex, das haben viele, aber längst nicht alle begriffen. Deswegen startet 2017 mit einem Quiz. Reden wir über Demografie und Nachhaltigkeit …

Wie gut kennt ihr euch mit Rente aus? Das ultimative Renten-Quiz

 

Zum 1. Januar 2017 ist die Riester-Rente 15 Jahre alt geworden. Aber so jung sie auch ist, hat sie bereits ausgedient. Die ersten Versicherer steigen aus dem Riester-Geschäft aus – und die Zahl der Riester-Verträge stagniert schon seit 2013.

Die Riester-Rente hat ausgedient – Versicherer steigen aus

Der Chef der Europäischen Zentralban (EZB), Mario Draghi, enteignet die Deutschen – und die können nur wütende die Faust ballen. Draghi zuckt nur mit den Schultern: “selber schuld”, so sein Kommentar. Zinsen sind abgeschafft, wer’s nicht begreift, spart sich arm.

Wie Draghi die Deutschen systematisch enteignet

Das Buch von Ingrid Meyer-Legrand in ihrem Buch „Die Kraft der Kriegsenkel“ lässt eine ganze Generation aufhorchen. Wir, die wir Mitte der 50er und Anfang der 60er-Jahre geboren wurden, werden uns und unserer Geschichte bewusst. Wie sind wir geworden, was wir sind?

Kriegsenkel, Babyboomer, Generation X – wer sind wir und was steckt in uns?

Februar

SolidarrenteRentenniveauMindestlohn – der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, dreht am Sozialrad und will die Agenda 2010 von Ex-Kanzler Gerhard Schröder ein großes Stück zurückdrehen. Er wird – noch – gefeiert von seinen Genossen und der Presse.

Wie Kanzlerkandidat Schulz die Agenda 2010 zurückdrehen will

Forderungen nach einem Kinderbonus bei der Rente werden laut? Die CSU will einen „Kinderbonus“ erstreiten. Es wird wieder über die Erziehungsleistung von Eltern gesprochen.

Warum ein Kinderbonus für Eltern bei der Rente nötig ist

März

Die Babyboomer kommen langsam ins Rentenalter – und können sich schon mal mit ihrer jährlichen Renteninformation einstimmen. Was steht da drin und was bedeutet das?

Wie lese ich meinen Rentenbescheid und was bedeutet das?

Der Staat plündert die Rentner aus – das wird vielen so langsam bewusst. Besonders schlimm trifft es die Besitzer einer Direktversicherung und Mitglieder von Pensionskassen, denn ihnen nehmen Staat und Sozialversicherung annähernd ein Fünftel weg.

Wie der Staat Rentner um einen Teil der eigenen Altersvorsorge bringt

April

Finanzminister Wolfgang Schäuble will eine Grenze von 5000 Euro bei Barzahlungen einzuführen. Bürger empfinden das als Gängelung und Einschränkung ihrer Freiheit.

Fiskus will Bürger beim Bargeld gängeln

Die Renten steigen, weswegen immer mehr Rentner Steuern zahlen müssen. Viele fühlen sich damit überfordert und verstehen die Welt nicht mehr.

Was Rentner bei der Steuererklärung beachten sollten

Mai

Superfood ist derzeit im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde – von exotischen Goji-Beeren, Noni-Saft, Chia-Samen, Matcha, Quinoa bis zu Chia-Samen. Dabei können es heimische Früchte und Samen durchaus mit den Exoten aufnehmen. Was ist dran an Super-Food?

Was so super am Superfood Ingwer ist

Das war’s dann! Nach 37 Berufsjahren als Journalist endet mein Leben als angestellter Redakteur. 37 Jahre, die geprägt waren von Umbrüchen und Verwerfungen. Sie haben eine die Branche umgetrieben und treiben sie immer noch um. Keine Themenkonferenzen mehr, kein Scribbeln, kein Redaktionsschluss, kein Termindruck. Um dem Rentenschock zu entkommen, habe ich für mich beschlossen, die neue Phase mit einem Tapetenwechsel einzuleiten und zu verreisen. Das wird nicht irgendeine Reise – keine Weltreise, kein Segeltörn, kein Abtauchen in Südindien oder das Abmühen mit dem Jakobsweg, sondern eine ganz besondere: meine persönliche Tour de France. Am 20. Mai ging’s los.

Tapetenwechsel zum Abschied – Neubeginn zur Rente

Juni

Grenoble, Gap, Digne, Canne, Marseille, Aix-en-Provence, Avignon – über die Seealpen, an die Côte d’Azur, weiter Richtung Provence. Jeden Tag 70 bis hundert Kilometer radln. Hitze, Durst, Wadenkrämpfe, Hexenschuss – und die Suche nach einer Unterkunft. Mai und Juni sind geprägt von meiner persönlichen Tour de France, die mich auch ans Limit gebracht hat.

Tag 12 meiner Tour de France

Ich treffe mich mit meiner Ältesten und Schwiegersohn Moritz in Avignon. Wir radln gemeinsam am Mittelmeer entlang Richtung Barcarès nahe Perpignan. Es ist heiß, aber es macht ungemein Spaß. Freiheit auf zwei Rädern.

Tag 19 meiner Tour de France

Tag 22 meiner Tour de France Rund 1300 Kilometer liegen zwischen dem Col de La Faucille und Barcarès, ein verbogener Gepäckträger, zwei neue Fahrradmäntel, zwei neue Trinkflaschen, ein Hexenschuss, Lippenherpes und eine Magen-Darm-Infektion. Nicht zu vergessen ein Platten, viele Tausende verbrauchter Kalorien sowie ein wundgescheuerter Hintern.

Tag 22 meiner Tour de France

Letzter Tag meiner Tour de France – mein Rad-Navi zeigt 1752 Kilometer an, 19 574 Meter Steigung, 147 Stunden total, maximale Höhe 1351 Meter, 87 897 verbrauchte Kalorien und 87 Stunden im Sattel – und weil ich das Navi versehentlich aus- statt abgeschaltet habe, darf ich noch 98 Kilometer addieren. Das heißt, ich habe insgesamt 1848 Kilometer zurückgelegt – in vier Wochen, mit zwei Pausen. Ja, das alles war dann in Bordeaux vorbei. Schon Tage vorher ereilte mich die Nachricht, dass meine Schwiegermutter im Krankenhaus liegt und wohl dringend Hilfe braucht. Innerlich wehrte ich mich noch dagegen, meine Tour abzubrechen, unterbewusst dämmerte mir jedoch, dass von mir erwartet wird, mich darum zu kümmern. Ich überlegte hin und her, wie ich von Bordeaux nach Straßburg komme. Mit dem Zug, mit dem Bus – oder mit dem Flieger? Glücklicherweise war noch ein Platz im Radabteil des TGV frei, so dass ich den Zug um 7.23 Uhr nahm. Ein bisschen Wehmut beschlich mich doch. Soweit gekommen – und jetzt einfach aufhören. Adieu – und vielleicht gibt’s ja eine Fortsetzung der Tour

Ende meiner Tour de France

Juli

Nach der satten Rentenerhöhung 2016 können sich die Rentner auch in diesem Jahr auf eine spürbare Erhöhung ihrer Ruhestandsgelder freuen. Um wie viel die Renten 2017 steigen? Im Osten steigen die Renten zum 1. Juli 2017 um 3,59 Prozent, im Westen um 1,90 Prozent.

Um wie viel die Renten zum 1. Juli 2017 steigen

Der Wahlkampf kommt langsam in Fahrt. Die Wahlprogramme liegen auf dem Tisch. Was bringen die Wahlprogramme für Rentner? Was kosten sie Rentnern? Was darf der erwarten, der fürs Alter vorsorgt? Ein Vergleich bringt Licht ins Dunkel.

Was Wahlprogramme der Parteien für Rentner bedeuten

August

Die Diesel-Diskussion kocht hoch. Viele fühlen sich von der Autobranche verschaukelt. Offensichtlich nimmt es die Autobranche nicht sonderlich ernst mit dem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, die in Artikel zwei des Grundgesetzes verankert ist. Wie anders ließe sich sonst erklären, dass ihre Dieselfahrzeuge ein Vielfaches an Stickoxide hinauspusten wie erlaubt?

Wie die Autobranche unsere Gesundheit ruiniert

Die Sozialabgaben steigen und steigen und steigen … rund 30 Prozent dessen, was die Deutschen jährlich erwirtschaften, wurde im vergangenen Jahr für Soziales ausgegeben. Das sind mittlerweile 918 Milliarden Euro – 30 Milliarden Euro oder 3,4 Prozent mehr Sozialabgaben als im Jahr davor. Wann ist die Billionen-Marke überschritten?

918 Milliarden Euro für Sozialausgaben

September

Immer mehr Menschen verarmen im Alter und sind auf Grundsicherung angewiesen. Mittlerweile beziehen mehr als eine halbe Million über 65-Jährige Grundsicherung – ein Anstieg von mehr als 36 Prozent.

Halbe Million Rentner auf Grundsicherung angewiesen, Armutsrisiko steigt

Wer sein ganzes Berufsleben gesetzlich krankenversichert war, hat im Alter kein Problem. Dumm nur, wer zwischenzeitlich privat krankenversichert war – der blutet in der Rente. Seit August 2017 dürfen einige Rentner allerdings auf niedrigere Krankenkassenbeiträge hoffen, denn eine Gesetzesänderung entschärft die sogenannte 9/10-Regelung.

Wie sich Rentner doch noch günstiger versichern können

Ach ja, am 24.September war ja noch Bundestagwahl. CDU/CSU und SPD könnten zwar wieder eine große Koalition bilden, sie erreichten 53,4 Prozent der Stimmen. Die SPD will aber nicht mehr. Das Tauziehen um eine neue Regierung beginnt – und ist, wie wir alle wissen, noch immer nicht beendet.

Oktober

Kennen Sie die Höhe Ihrer Rente? Wenn nein, sind Sie in guter Gesellschaft, denn laut Bankenverband kennen zwei von drei Deutschen ihre Rente nicht. Da wäre es doch toll, wenn es ein „Rentenkonto“ für jeden Bürger gäbe. Aber wie realistisch ist ein solches Rentenkonto für alle? In so einem Rentenkonto sollte detailliert drinstehen, wie viel jeder an Altersvorsorgeansprüche zu erwarten hat.

Ist ein Rentenkonto für alle die Lösung?

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles verkauft doch tatsächlich alle, die fürs Alter vorsorgen für dumm. Viele investieren Monat für Monat Geld in die betriebliche Altersvorsorge, aber am Ende rechnet sich diese Investition nicht, weil Staat und Sozialversicherung den Altersvorsorger schröpfen. Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) soll die Betriebsrenten stärken, tatsächlich ist es eine Mogelpackung. Denn, Andrea Nahles unterscheidet dabei zwischen „guten“ Riesterern und „schlechten“ Direktversicherten. Jeder, der eine Riester-Rente abschließt oder abgeschlossen hat, muss in der Auszahlungsphase künftig keine doppelten Beiträge mehr zur Krankenversicherung zahlen, alle anderen, die per Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung einzahlen, müssen aber doppelte Beiträge zahlen.

Wie Andrea Nahles Altersvorsorger für dumm verkauft

Hat der Weltspartag ausgedient? Sparen bei Nullzinsen – lohnt sich das noch? Wie geht Sparen heute?

Hat der Weltspartag ausgedient? Wie geht Geldanlegen im Zinstief

Brauchen bloggende Männer eine eigene Plattform? Ja! Bloggende Frauen netzwerken schon längst, Männer sind da eher im Hintertreffen. Das muss ja nicht so bleiben, deswegen gibt es seit kurzem mit menbloggers eine Plattform für bloggende Männer und Männerthemen. Menbloggers geht an den Start.

Warum bloggende Männer eine eigene Plattform brauchen

November

Zeitweise sah so aus, dass die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren entweder ganz oder teilweise vor dem Aus steht. Schwarz-Gelb-Grün, sprich die künftige Jamaika-Koalition plante, diese Regelung zu beschneiden. Noch folgt Dementi auf Dementi, aber Rentenanwärter sollten sich schon mal darauf einstellen, dass dieses Gesetz geändert wird.

Abschlagsfreie Rente mit 63 vor dem Aus?

Sparen und selbst enteignen – wie passt das zusammen? Ganz einfach, wenn die Inflation höher ist als die Zinsen, dann schrumpft das Realvermögen. Nominal hat der Sparer zwar morgen noch genau so viel auf dem Konto wie heute, nur kann er sich damit immer weniger kaufen. Also wird er immer ärmer.

Wie sich deutsche Sparer systematisch selbst enteignen

Bei der Altersvorsorge ist Dänemark Spitze, gefolgt von den Niederlanden, Deutschland ist nur Mittelmaß und rangiert auf dem 13. Platz. Im Vergleich der Altersvorsorgesysteme in 30 ausgesuchten Ländern kommt Deutschland nur auf einen mittelmäßigen 13. Platz.

Dänen haben beste Altersvorsorge – Deutschland nur Mittelmaß

Dezember

Wie die Europäische Zentralbank (EZB) unter ihrem Chef Mario Draghi deutsche Rentner und Krankenversicherte abzockt. Seine  Negativzinsen zehren an den Rücklagen der Deutschen Rentenversicherung und kostet Rentner Kaufkraft. Draghis lässt auch die Krankenkassen bluten und damit die Versicherten.

Wie Draghi deutsche Rentner und Krankenversicherte abzockt

Recht haben und Recht bekommen, sind zwei Paar Stiefel – das müssen alle Direktversicherungsgeschädigte wieder einmal schmerzlich erfahren. Wer gegen das Unrecht der Doppelverbeitragung seiner Direktversicherung klagt, wird von den Richtern mit Mutwillgebühren geblockt.

Richter blocken mit Mutwillgebühren Klagen ab


Tote des Jahres

Mal ganz abgesehen von Rente, Niedrigzins und Gebühren sind 2017 einige Ikonen, Künstler, Politiker, Denker und Schauspieler unserer Jugend gegangen

Januar

Bereits am 10. Januar starb Roman Herzog mit 82 Jahren, der ehemalige Bundespräsident bleibt mit seinem Satz „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen“ im Gedächtnis.

Februar

Am 12. Februar stirbt Jazz-Sänger Al Jarreau

März

am 18. März legt Chuck Berry seine Gitarre für immer zur Seite

April

am 12. April legt Michael Ballhaus die Kamera zur Seite

Mai

Am 3. Mai geht Schauspielerin und Sängerin Daliah Lavi
am 23. Mai stirbt „James-Bond“-Schauspieler Roger Moore

Juni

am 10. Juni stirbt der Sänger Gunter Gabriel
am 16. Juni geht Ex-Kanzler Helmut Kohl für immer
am 20. Juni verlässt Christel Sembach-Krone die Manege
am 22. Juni hört Gunter Gabriel endgültig auf

Juli

am 2. Juli verstummt der Gesang von Chris Roberts

August

am 20. August starb der Komiker Jerry Lewis mit 91 Jahren

September

Am 12. September starb Heiner Geißler
am 27. September starb Gründer des „Playboy“ Hugh Hefner

 

Oktober

am 24. Oktober starb die Rock-Legende Fats Domino

November

am 6. November verlässt Bond-Girl Karin Dor die Leinwand

Dezember

am 6. Dezember stirbt Rockstar Johnny Hallyday

 




Deutsche beziehen heute doppelt so lang Rente wie 1960

Rente, renter, am rentesten – Rentner in Deutschland beziehen heute 19,6 Jahre Rente. Das ist annähernd doppelt so lang wie vor 57 Jahren, sprich 1960.1960 bezogen die Menschen durchschnittlich 9,9 Jahre Rente. In Zukunft wird die Bezugsdauer der Rente eher noch weiter steigen.

 

Die Deutsche Rentenversicherung hat ausgerechnet, dass Rentner in Deutschland allein in den vergangenen 20 Jahren etwa 3,6 Jahre länger Rente beziehen als davor. Der Grund ist klar: Wir leben länger, so der Vorsitzende des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, Alexander Gunkel. Im Schnitt leben wir in Deutschland bis 79,5 Jahre. Frauen leben der „Apotheken Umschau“ bis 83,1 Jahre, Männer bis 78,2 Jahre – eine Differenz von 4,9 Jahren.

Japaner leben länger

Deutschland gehört in punkto Lebenserwartung dabei nicht einmal zu den Weltmeistern. Dieser Titel steht den Japanern zu, die im Schnitt eine Lebenserwartung von 85 Jahren haben. Deutschland ist in punkto Lebenserwartung nur gutes Mittelfeld. In Europa sind es vor allem Isländer,  Norweger und Schweizer, die deutlich länger leben.

Länger leben, länger Rente beziehen

Eine längere Lebenserwartung bedeutet auch eine längere Bezugszeit der Rente. Spätestens, wenn der Babyboomer-Jahrgang 1964 in Rente geht, wird die Reformdebatte richtig hochkochen. Es werden dann die Forderungen lauter, das Rentenalter weiter nach oben zu setzen. Denn, eines dürfte klar sein: Die Rentenkasse kommen wegen der steigenden Lebenserwartung und der steigenden Bezugszeit der Rente enorm unter Druck.

Mehr Rente ab Juli 2018

Wie sieht es sonst mit der Rentenversicherung aus? Was gibt’s Neues in punkto Rente? Die Rentenversicherung nimmt mehr Geld ein: Der November war sogar der Monat, mit den höchsten Pflichtbeitragseinnahmen. Deswegen sinkt der Rentenbeitrag 2018 auch von 18,7 auf 18,6 Prozent. Die Rentner können sich parallel dazu auf höhere Renten freuen. Zum 1. Juli 2018 sollen die Bezüge der Ruheständler um 3,09 Prozent im Westen und um 3,23 Prozent im Osten steigen.

Rentenniveau fällt auf 45 Prozent

Noch läuft’s richtig gut, aber das wird so nicht bleiben. Gunkel zufolge wird das Rentenniveau bis 2030 auf 45 Prozent fallen. Danach geht es sogar noch weiter nach unten. Ein niedrigeres Rentenniveau bedeutet auch niedrigere Renten.

Beitragssatz und Nettorentenniveau vor Steuern bis 2045. Das Niveau der Rente sinkt und der Beitragssatz steigt

Beitragssatz und Nettorentenniveau vor Steuern bis 2045. Das Rentenniveau sinkt und der Beitragssatz steigt

Gunkel warnt davor, die langfristige Perspektive in der Rentenversicherung nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn so ab 2025 die besonders geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, wird sich die finanzielle Situation der Rentenversicherungen deutlich verschärfen. Es sei davon auszugehen, dass die Nachhaltigkeitsrücklage dann deutlich zusammenschrumpft. Das ist aber vernünftig, denn momentan zahlt die Rentenversicherung für die Rücklage Strafzinsen an die Europäische Zentralbank, weil ihr Chef Mario Draghi Negativzinsen eingeführt hat.




Wie Draghi deutsche Rentner und Krankenversicherte abzockt

Wie die Europäische Zentralbank (EZB) unter ihrem Chef Mario Draghi deutsche Rentner und Krankenversicherte abzockt. Seine  Negativzinsen zehren an den Rücklagen der Deutschen Rentenversicherung und kostet Rentner Kaufkraft. Draghis lässt auch die Krankenkassen bluten und damit die Versicherten.

Sparer zahlen Strafzinsen

Jeder, der größere Beträge bei Banken oder direkt bei der EZB bunkert, muss Strafzinsen zahlen. Da die Deutsche Rentenversicherung eine „Nachhaltigkeitsrücklage“ von 32 Milliarden Euro vorhält, gehört sie natürlich auch zu den Verlierern der Negativzinspolitik von Draghi. Dem Rentenversicherungsbericht 2017 zufolge hat sie „nur“ zehn Millionen Euro verloren. Auf jeden einzelnen der 21 Millionen Rentner umgerechnet, bedeutet das: Jeder verliert dadurch pro Jahr annähernd 50 Cent. Das klingt wenig, wird aber mehr werden. Denn, die Deutsche Rentenversicherung rechnet laut „Welt“ für 2018 bereits mit 50 Millionen Euro Verlust durch die Strafzinspolitik von Draghi. So steht es auch im Rentenversicherungsbericht 2017 in der Übersicht B 1 auf Seite 29
in der Zeile „Vermögenserträge“.

Millionen Rentner abgezockt

Der Zins für die sogenannte „Einlagefazilität“ liegt seit Juni 2014 unter null. Im Dezember 2015 wurde der Strafzins sogar auf minus 0,3 Prozent erhöht. Im März 2016 verschlechterte sich die Lage für Sparer weiter. Der Strafzins stieg dann auf minus 0,4 Prozent. Für 2017 weist die Rentenversicherung eine „eiserne Reserve“ von 32,9 Milliarden Euro aus. Bei einem Strafzins von minus 0,4 Prozent ergibt sich damit ein Verlust von 131,6 Millionen Euro. Wie kann es sein, dass die Rentenversicherung nur zehn Millionen Euro Verlust ausweist? Sie muss das Geld so anlegen, dass „ein Verlust ausgeschlossen erscheint“, so steht es zumindest im Sozialgesetzbuch. Also in Aktien darf sie damit nicht investieren. In Staatsanleihen darf sie auch nicht investieren. Sie darf nicht in Immobilien investieren. Bleibt nur Tagesgeld – und dafür gibt’s im Schnitt noch 0,03 bis 0,08 Prozent, wie die Finanzberatung FMH auf ihrer Seite ausweist. Und wie argumentiert die Rentenversicherung selbst?

„Es gibt zwei Einflüsse, die zu deutlich geringeren Entgelten führen: 

1. Die Anlagen werden weit überwiegend bei Geschäftsbanken und mit Laufzeiten bis zu einem Jahr getätigt. Daher liegt der Geldmarktzins insgesamt über dem Satz der Einlagefazilität bei der EZB.

2. Die im Jahr 2017 fälligen Anlagen wurden weit überwiegend im Jahr 2016 zu damals noch besseren Geldmarktkonditionen getätigt.“

Rentenversicherung muss bluten

Wie hat die Deutsche Rentenversicherung das Geld ihrer Beitragszahler angelegt, um den Verlust klein zu halten? Der Rentenversicherungsbericht schweigt sich leider aus. Auf Anfrage bei der Deutschen Rentenversicherung kam folgende Antwort: „Da die Mittel der Nachhaltigkeitsrücklage liquiditätsnah anzulegen sind,
werden die Anlagen weit überwiegend in Form von Termingeldern bei Geschäftsbanken getätigt. Bei der Anlage ist, neben der Liquidität der Anlage, die Sicherheit und die Wirtschaftlichkeit zu beachten.“

Draghis Politik enteignet systematisch Millionen deutscher Rentner. Das ist ein Skandal, über den sich hierzulande offensichtlich niemand groß aufregt.

Systematische Enteignung

Das Schlimme daran, Ruheständler und alle, die fürs Alter vorsorge werden nicht nur auf diesem Weg enteignet. Für ihre betriebliche und private Altersvorsorge bekommen sie auch immer weniger. Das ist aber immer noch nicht alles. Auch der Gesundheitsfonds, in die gesetzlich Krankenversicherten einzahlen, wird von Draghi enteignet. Denn, auch der Gesundheitsfonds zahlt für seine Rücklagen Strafzinsen. Die Strafzinsen summierten sich laut „Neues Deutschland“ von Januar bis September 2016 auf vier Millionen Euro. Hochgerechnet aufs ganze Jahr dürfte es sicher fünf Millionen Euro sein. 2017 zahlte der Gesundheitsfonds vermutlich noch weit mehr als diese fünf Millionen Euro an Strafzinsen.

Kampf gegen Krake Krankenkasse

Gleichzeitig kassieren die Krankenkassen bei den Direktversicherten ab. Wenn die ihr über Jahrzehnte per Entgeldumwandlung angespartes Geld ausbezahlt bekommen, halten die Krankenkassen die Hand auf. Das Geld landet über Umwege im Gesundheitsfonds, der von Draghi geschröpft wird. So lässt sich Geld am besten vernichten – Geld, das normalerweise den Versicherten zu Gute kommen sollte.

Geld verliert seine Funktion

Draghi hat mit seiner Negativzinspolitik erreicht, dass Geld seine Funktion als Wertaufbewahrungsmittel weitgehend verloren. Die Deutsche Bundesbank sollte ihre Erklärung umschreiben, welche Aufgaben Geld hat. Ihre Erklärung verhöhnt jeden Sparer.

Wer spart, „konserviert“ den Wert über die Zeit und bildet sich so eine Reserve, über die er später bei Bedarf verfügen kann. Das „Spar-Geld“ kann man so in der Zwischenzeit anderen überlassen (z. B.einer Bank). Dafür bekommt man Zinsen, die gewissermaßen eine Entschädigung dafür sind, dass man für eine bestimmte Zeit auf die Verfügbarkeit seines Geldes verzichtet.

Von wegen!

 




Hat der Weltspartag ausgedient? Wie geht Geldanlegen im Zinstief

Sparen bei Nullzinsen – lohnt sich das noch? Hat der Weltspartag damit ausgedient? Wie geht Sparen heute? Und wann ist Weltspartag überhaupt? Am einfachsten zu beantworten ist noch die Fragen, wann Weltspartag ist. Weltspartag ist am letzten Werktag im Oktober – und zwar am 30. Oktober 2017.

Ärmer dank Sparen

Der Slogan „dein Sparschwein – ein wertvoller Schatz. Mach mehr daraus“ der Sparkasse Kraichgau klingt wie Hohn. Für Guthaben auf dem Jugendsparkassenbuch zahlt die Sparkasse Kraichgau (Stand 23. Oktober 2017) 0,25 Prozent, ab 2500 Euro Guthaben allerdings nur noch 0,025 Prozent. Die Stadtsparkasse München beispielsweise zahlt sogar nur 0,01 Prozent Zinsen pro Jahr – immerhin nicht „0“, das traut sie sich nicht, noch nicht. Damit lässt sich nicht „mehr aus seinem Geld machen“, wie die Sparkassen propagieren.

Was sind Realzinsen?

Der Sparkassenverband hat anlässlich des Weltspartags 2017 einiges zum Thema Sparen zusammengetragen. Allerdings steht da nichts über Realzinsen. Realzinsen? Realzinsen sind die nominalen Zinsen minus Inflationsrate – und die sind zurzeit negativ. Wie das? Na, wenn die Stadtsparkasse München 0,01 Prozent Zinsen bietet und die Inflation (Stand September 2017) bei 1,8 Prozent liegt, dann schrumpft mein reales Vermögen um -1,79 Prozent. Das heißt, ich vernichte mit Sparen mein reales Vermögen. Das klingt unlogisch, ist aber so. Kinder zum Sparen anzuhalten, ist eine … ja, was? Kinder zum Sparen anzuhalten ist eine dreiste Frechheit. Wie wäre es denn, wenn der Sparkassenmensch den Kindern einmal vor Augen führt, was reale Zinsen sind. Da helfen auch die Kugelschreiber und Schlüsselanhänger nichts, die Sparkassen und Banken am Weltspartag Kindern schenken.

Weltspartag besser begraben

Eigentlich sollten die Sparkassen und Volksbanken – auch bei den Volks- und Raiffeisenbanken gibt’s meist nur 0,01 Prozent – diesen Tag still und heimlich begraben. Denn seinen Zweck, Kinder fürs Sparen zu begeistern, erfüllt er angesichts dieser Zinssätze sicher nicht. Wenn an dem Tag beim Leeren gefüllter Spardosen kleine Geschenke verteilt werden, dann tun Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken ihren kleinen Kunden damit einen Bärendienst.

Früher gab’s höhere Zinsen

Das war schon mal anders, wie wir Alten uns sicher erinnern können. Da war das Spar-Büchse-Leeren ein freudiges Ritual. Wer kann sich noch an die alten Sparbüchsen erinnern? Da kam der Mann von der Sparkasse mit seinem Schlüssel, leerte die Büchse, zählte das Geld und trug die Zahl ins Sparbuch ein. Lang ist’s her.

Dank Gespartem plus Zins konnten sich die Kinder dann ein Rad leisten oder etwas Anderes. Finanzprofi Robert Halver sagte vor einiger Zeit, der

„Weltspartag ist kein Freudentag mehr, er ist ein Volkstrauertag“.

Schuld daran ist die Europäische Zentralbank (EZB). Ihr Chef Mario Draghi hat die Zinsen auf 0 gedrückt – in Worten: null: Er verlangt von Banken und Sparkassen Strafzinsen, wenn sie ihr Geld bei der EZB parken. Das heißt, die Finanzinstitute wollen gar kein Geld mehr, weil sie für Überschüssiges ja Strafgebühren zahlen müssen.

Sparen ist kontraproduktiv

Sparen ist sogar kontraproduktiv bei einem Zins von 0,01 Prozent, denn gleichzeitig verliert das Geld an Wert wegen der Inflation, die mittlerweile bei 1,8 Prozent liegt. Das heißt, wer sein Geld zur Sparkasse bringt, verliert pro Jahr 1,79 Prozent. Vor einem Jahr lag der Verlust „nur“ bei 0,69 (0,7 Inflation minus 0,01) Prozent. Je länger die Nullzins-Phase dauert, desto höher wird der Schaden für den Sparer. Der Inflationscheck von Ypos veranschaulicht das sehr bildlich.

Wer wirklich noch Zinsen für sein Geld bekommen will, muss schon anderswo suchen – beispielsweise bei Zinsplattformen wie Zinspilot, Weltsparen und Savedo, die Einlagen bei Banken im europäischen Ausland ermöglichen und mittlerweile Milliarden eingesammelt haben. Aber selbst dort, bekommen Sparer zwar ein paar Zehntel Prozent mehr, das reicht aber immer noch nicht, um die Inflation auszugleichen.

Draghi zwingt Anleger ins Risiko

Oder er muss etwas mehr Risiko eingehen und beispielsweise auf Indexfonds (ETF) setzen. Das Frankfurter Fintech-Unternehmen Ginmon hat dafür einen interessanten Ansatz gewählt – mit digital verwalteten ETFs. Lars Reiner, Gründer und Geschäftsführer von Ginmon erinnert sich zwar noch gern daran, wie er mit seinem Großvater vor 20 Jahren am Weltspartag die Sparkasse besucht hat:

„Feierlich wurden 100 Mark auf mein Konto eingezahlt; die Verzinsung betrug zwei Prozent“. Sein Opa habe sich sogar noch an Zeiten von deutlich über vier Prozent erinnern können. Am 91. Weltspartag stelle sich Reiner mittlerweile die Sinnfrage, ob sich der Weltspartag durch die niedrigen Zinsen nicht selbst abgeschafft hat. „Dass die Geldinstitute am Weltspartag auch heute noch gut besucht sind, liegt an den Werbegeschenken“, vermutet Reiner.

Weiterführende Links:

Fidelity: Über Geld spricht man nicht 
Finanzwelt: Wie viel Rendite ist realistisch 
Versicherungsbote: Geldanlegen als Schulfach – Sparwissen der Familie unzeitgemäß

 

 

 




Wie Anleger mit kleinen Summen in Immobilien investieren können

400 000 Euro für eine 70-Quadratmeter-Wohnung in München ist nichts besonderes. Die Preise schnellen in die Höhe – viele können schon längst nicht mehr mithalten. Wie können Anleger mit kleinen Summen dennoch in Immobilien investieren? Mit Zinsanlage vernichten Sparer ja ihr Geld.

Klar, da fallen vielen offene und geschlossene Immobilienfonds ein, des weiteren Immobilienaktien – nur die wenigsten denken an Alternativen wie Crowdinvesting. „Crowd was?“ werden jetzt einige fragen. „Crowd“ heißt auf deutsch „Herde“oder „Masse“ – Masse Mensch. Viele investieren in ein größerer Projekt, das ein Einzelner nicht stemmen kann – das kann ein Windrad sein, ein Startup oder eben eine Immobilie. Eine Immobilie? Ja, eine Immobilie!

Per Schwarm zur Immobilie

Mit „Betongold“ ist das so eine Sache. Wer sich ein Häuschen kauft oder eine Eigentumswohnung geht damit ein Klumpenrisiko ein. Klar, in Metropolen wie München, Frankfurt, Hamburg und Berlin ist der Wertzuwachs fast garantiert. Was aber in anderen Regionen? Dumm nur, dass alle darauf spekulieren. Die Niedrigzinspolitik von EZB-Chef Mario Draghi lässt die Preise ins Kraut schießen. Die Einkommensentwicklung kann damit leider nicht mithalten. Das heißt, es wird für Normalverdiener immer schwieriger, sich ihren Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Glücklich die Erben – sie können sich auch überteuerte Objekten noch leisten. Aber auch sie müssen sich über Jahre oder gar Jahrzehnte binden. Für junge Paare mag das noch angehen, wer aber schon 50 oder gar älter ist, für denn wird es ein Problem. Die neuen Vorschriften zur Bewertung der Kreditwürdigkeit stellen weitere Hürden auf, denn die Bonität wird nun auch dahingehend beurteilt, ob sich die Verbindlichkeiten bis zum Renteneintritt zurückführen lassen.

Eine alternative Möglichkeit wären geschlossene Immobilienfonds, die das zur Realisierung bestimmter Bau- oder Sanierungsprojekte notwendige Eigenkapital akquirieren. Problem ist der  kostenintensiven Vertrieb, der von vornherein die Rendite schmälert. Die Idee der gemeinschaftlichen Finanzierung einzelner Projekte lässt sich aber auch deutlich günstiger umsetzen: mit Online-Plattformen – Stichwort Crowdinvestoren. Das eröffnet eine deutlich größere Flexibilität in punkto Mindestanlagesummen oder Auswahl geeigneter Objekte, vor allem aber ist diese Form der Finanzierung deutlich schlanker organisiert.

Vorteile von Crowdinvesting

Wie funktioniert das Ganze? Es gibt spezialisierten Crowdinvesting-Plattformen für Immobilien. Wer dabei mitmachen will, registriert sich als Nutzer, wählt das geeignete Projekt aus und legt sein Geld an. Die Konditionen sind vergleichsweise flexibel, so eröffnet exporo.de die Möglichkeit einer Geldanlage bereits ab einem Betrag von 500 Euro, die für zwei bis drei Jahre und mit einer Verzinsung zwischen fünf und sieben Prozent pro Jahr investiert werden können. Damit lässt sich auch eine das Risiko streuen: Mehrere kleinere Beträge werden in verschiedenen Immobilien investiert, was das Ausfallrisiko reduziert.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil ist die Transparenz, die von den Plattformen gewährleistet wird: Die Anleger werden regelmäßig zum Baufortschritt informiert, auch hier eröffnen die digitalen Medien stringente Prozesse. Videos, Fotos und Berichte können schnell und vor allem kostengünstig zugänglich gemacht werden.

Die Kehrseite der Medaille

No risk, no fun – oder umgekehrt, ohne Risiko, keine Rendite. Das gilt auch für Crowdinvesting in Immobilien. Einerseits spielt natürlich das jeweilige Projekt eine wichtige Rolle, wenn es um die Erfolgsaussichten geht. Die Lage und die Qualität der Bausubstanz beeinflussen die Vermarktungschancen. Es können aber immer unerwartete Probleme auftreten: Verzögert sich die Baumaßnahme oder kommt es aus anderen Gründen zu Mehrkosten, führt das ebenso zu Verlusten wie der Ausfall von Mieteinnahmen. Sich mit der Materie zu befassen und die Exposés im Vorfeld genau zu prüfen, empfiehlt sich also in jedem Fall.

Ein weiterer Nachteil kann sich aus der vertraglichen Gestaltung ergeben, denn die Investition wird in der Regel als Nachrangdarlehen oder Genussschein umgesetzt. Die Anleger werden somit nicht an der Wertsteigerung der Immobilie beteiligt, sie sind also keine Miteigentümer, sondern geben de facto ein Darlehen. Auf der anderen Seite würden im Ernstfall erst die Verbindlichkeiten gegenüber Banken bedient, bevor die Crowdinvestoren eine Entschädigung erwarten könnten.

Chancen und Risiken abwägen

Immobilien werden bereits seit 2012 per Crowd finanziert, es gibt also durchaus belastbare Erfahrungsberichte, die zur Orientierung genutzt werden können. Die hohe Flexibilität in Bezug auf die Anlagesummen spricht neben der zu erzielenden Rendite eindeutig für diese Anlageform – die ohnehin angebrachte Sorgfalt bei der Auswahl der Projekte und Initiatoren vorausgesetzt. Ein gewisses Ausfallrisiko lässt sich nicht ausschließen, wie das für viele andere Modelle auch zutrifft. Das macht die Diversifizierung, also ein Splitting des Anlagebetrages auf verschiedene Projekte, umso wichtiger – und vor allem leicht umsetzbar.

Disclaimer:

Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier enthaltenen Aussagen sind nicht als Angebot oder Empfehlung bestimmter Anlageprodukte zu verstehen. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Wertpapiere oder Investments erwähnt werden. Der Beitrag soll lediglich einen Überblick über die Möglichkeiten geben und die selbständige Anlageentscheidung erleichtern




Wie Draghi die Deutschen systematisch enteignet

Der Chef der Europäischen Zentralban (EZB), Mario Draghi, lacht sich ins Fäustchen, wenn die Deutschen wegen der Enteignung ihres Vermögens durch die Notenbank klagen. “Selber schuld”, so sein Kommentar. Aber am Fakt, dass die Deutschen durch die EZB enteignet werden, ist nicht zu rütteln.

Und, es wird von Monat zu Monat schlimmer. Im Dezember stieg die Inflationsrate auf 1,7 Prozent, im Januar werden es laut Statistischem Bundesamt bereits 1,9 Prozent sein. Gleichzeitig bekommen die Deutschen immer weniger für Tagesgeld. Laut Ypos Finanzplanung liegt die durschnittliche Rendite für Tagesgeld irgendwo bei 0,07 Prozent. Beim Marktführer ING Diba gibt’s noch 0,35 Prozent. Aber bei den Großen wie der Postbank müssen sich Kunden mit 0,01 Prozent begnügen. Das heißt, wer sein Geld konservativ anlegt, verliert 1,89 Prozent: 0,01 minus 1,9 – im besten Fall immer noch minus 1,55 Prozent.

Der Realzins ist längst schon negativ - schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Der Realzins ist längst schon negativ – schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Wie soll da noch jemand fürs Alter vorsorgen? Nach dem der Ölpreis lange Zeit vergleichsweise tief war, zog er in den vergangenen Monaten wieder an. Auch Lebensmittel werden teurer, nicht zu vergessen die Mieten. Daran wird sich so schnell nichts ändern – im Gegenteil. Die ersten aus der Babyboomer-Generation müssen bereits aus den teuren Schwarmstädten wie München, Frankfurt und Hamburg wegziehen, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.

Draghi ist das egal, weil er nur die Südländer im Blick hat. Für die Deutschen allerdings bedeutet seine Politik eine schleichende Enteignung. Die Sparer stecken in der Zwickmühle. Sie könnten ihr nur entkommen, wenn sie mehr in Aktien investieren.

„Die Nullzinspolitik bei steigender Inflation ist verheerend für den deutschen Sparer„, empörte sich Bayerns Finanzminister Markus Söder im „Handelsblatt“. Draghi dürfte sich davon kaum beeindrucken lassen. Niemand sollte damit rechnen, dass die EZB die Zinsen bald wieder anhebt. Draghi betonte erst vor kurzem wieder, dass die Zinsen noch lange niedrig bleiben werden.

Am stärksten gestiegen ist Energie mit einem Plus von 5,8 Prozent, gefolgt von Lebensmitteln (plus 3,2 Prozent). Die Nettokaltmieten sind angeblich „nur“ um 1,6 Prozent gestiegen – Münchner können darüber nur lachen.




Sozialministerin Nahles macht die Betriebsrente kaputt

Der Garantiezins fällt in den Keller, die Auszahlungen werden von der Krankenkasse verbeitragt – und jetzt soll auch noch die Haftung der Unternehmen wegfallen. Mit der Betriebsrente geht’s bergab – und das alles in der Ära der Bundesarbeits- und -sozialministerin Andrea Nahles. Bravo!

Die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ haben herausgefunden, dass der Bundesfinanzminister und die Bundearbeitsministerin wohl einen Deal ausgehandelt haben: Unternehmen sollen künftig nicht mehr für die Betriebsrenten einstehen müssen.

Nach der jetzigen Rechtslage hafte der Betrieb über Jahrzehnte hinweg dafür, dass die Betriebsrente später gezahlt werde, beschreibt die „Stuttgarter Zeitung“ den Ist-Zustand. In der Regel seien die Unternehmen zwar abgesichert; das Risiko liege zunächst bei den Pensionskassen oder Versicherungen, für die es wiederum eigene Sicherungseinrichtungen gibt. Letztlich steht das Unternehmen für die Betriebsrente gerade, falls alle Stricke reißen. Das will Nahles kippen.

Der Vorstoß wird laut „Stuttgarter Zeitung“ damit begründet, dass vor allem kleine und mittlere Betriebe die Haftung scheuen und gleich gar keine Betriebsrente anbieten. Sie sehen das geltende Recht als Hindernis. Sie bieten in vielen Fällen keine Betriebsrenten an, weil sie das Haftungsrisiko scheuen.

Betriebe haben Probleme wegen Niedrigzins

Hauptgrund der geplanten Abschaffung der Haftung durch die Betriebe: Viele Unternehmen haben angesichts der Negativzinsphase – begründet in der Politik von EZB-Chef Mario Draghi – Probleme, die Renten in der bisherigen Höhe zu zahlen. „Viele Unternehmen, die beispielsweise ihren Mitarbeiter zugesagt haben, eine Betriebsrente in bestimmter Höhe oder in Abhängigkeit vom letzten Gehalt auszuzahlen, haben große Probleme mit den Pensionsrückstellungen“, so das Blatt. „Wegen der gesunkenen Kapitalmarktzinsen müssen sie in der Bilanz mehr Vorsorge treffen“, stellt die „Stuttgarter Zeitung“ weiter fest. Das belaste die Ertragslage der Unternehmen.

Krankenkassenbeitrag auf die Betriebsrente

Roland Pichler von der „Stuttgarter Zeitung“ findet, dass dieser Vorstoß von Andrea Nahles nicht reicht. Es komme auch darauf an, die Arbeitnehmer von Betriebsrenten zu überzeugen. „Die Beschäftigten halten sich auch deshalb zurück, weil sie bei Betriebsrenten im Alter den vollen Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag zahlen müssen“, so sein Kommentar. Die Krankenkasse langt voll zu und verlangt so wohl den Arbeitgeber- und den Arbeitnehmeranteil von den Betriebsrentner, da bleibt am Ende nicht mehr viel übrig von der über Jahre angesammelten Rendite und führt die Betriebsrente ad absurdum. Die „Verbeitragung“ geht übrigens auf eine Gesetzesänderung der früheren rot-grünen Bundesregierung zurück. Der Frust unter den Betriebsrentner ist groß und hat schon zu Klagen geführt, die indes alle abgeschmettert wurde. Das zeigt, dass sich der Staat bei den Betriebsrentner bedient, wenn er Geld braucht. Auch für Pichler ist klar, dass „die Politik die Belastungen zumindest abmildern sollte – nur so findet die Betriebsrente mehr Anhänger“.


Übrigens: Einer Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zufolge haben rund 265 000 zusätzliche Arbeitnehmer  seit vergangenem Jahr eine Altersversorgung über ihren Betrieb abgeschlossen. Insgesamt haben somit mehr als 15 Millionen Beschäftigte eine betriebliche Altersversorgung. Das heißt, nicht mal jeder Zweite hat eine betriebliche Altersvorsorge. Die Beiträge für die betriebliche Altersversorgung summierten sich nach Berechnung des GDV im vorigen Jahr auf 19,1 Milliarden Euro.

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Was es dazu bei Twitter gibt




Kleine Leute büßen für Draghis Negativzins

Spätestens jetzt muss auch der Letzte begreifen, dass ihn die Negativzinspolitik des EZB-Chefs Mario Draghi sehr wohl angeht und den eigenen Geldbeutel belastet. Für Tagesgeld gibt’s schon lang nichts mehr – und jetzt erhöhen auch die ersten Banken ihre Gebühren. Die Postbank schafft ihr kostenloses Girokonto für Millionen Kunden ab, vor allem für solche, die eh schon wenig verdienen.

So viel vorweg, jetzt ins Detail: Die Tochter der Deutschen Bank, verlangt ab November von ihren Kunden, auf deren Konto monatlich weniger als 3000 Euro eingehen Gebühren. Ganz klar, die Postbank hat nichts zu verschenken – und wenn sie bei Draghi, dem Chef der Europäischen Zentralbank, für ihre Einlagen bei der EZB Zinsen zahlen muss, dann bleibt ihr nichts Anderes übrig, als diese Kosten weiter zu reichen. Dummerweise trifft es wieder mal die Kleinen Leuten mit niedriger Rente oder niedrigen Einkommen. Bislang war die Kontoführung für sie kostenlos, wenn auf ihrem Konto pro Monat mindestens 1000 Euro eingingen, künftig müssen es 3000 Euro sein. Die wenigsten verdienen aber so viel oder bekommen so viel Rente.

Strafzinsen für Geld auf dem Girokonto

Bislang wurde Girokonten querfinanziert, angesichts von Negativzinsen funktioniert das nicht mehr – und deswegen erhöhen die Banken ihre Gebühren. Eigentlich müssten sie ihre Kunden direkt mit Negativzinsen belasten, wenn diese Geld auf ihrem Konto bunkern, aber das traut sich (fast) noch niemand. Die bayerische Raiffeisenbank in Gmund am Tegernsee verlangt von September an von Privatkunden mit großen Summen auf dem Girokonto Strafzinsen. Der Strafzins oder das „Verwahr-Entgelt“ (O-Ton Raiffeisenbank Gmund) 0,4 Prozent.

Zurück zur Postbank: 5,3 Millionen Deutsche haben ein Girokonto bei der Postbank. Das kostet ab November 3,90 Euro pro Monat. Bisher war die Kontoführung kostenlos, wenn darauf jeden Monat mindestens 1000 Euro eingingen. Ab November müssen pro Monat schon 3000 Euro eingehen, damit die Kontoführung weiter kostenlos ist. Wer sein Girokonto nur online nutzt, zahlt ab November 1,90 Euro.

Negativzins schlägt voll durch

Übrigens, schon bislang zahlten Geringverdiener: Bei eine Geldeingang von weniger als 1000 Euro zahlen Postbankkunden 5,90 Euro – sie zahlen dann künftig nur 3,90 Euro. Kunden, die jünger sind als 22 Jahre zahlen nichts.

Die Postbank ist nicht das erste Finanzinstitut, das seine Gebühren erhöht: Viele Sparkassen haben ihr Preismodell bereits zum Nachteil der Kunden verändert.

Über Wechsel der Bank nachdenken

Spätestens jetzt ist es an der Zeit, über die Kosten der eigenen Bank nachzudenken und vielleicht nach Alternativen zu suchen. Die DKB beispielsweise wirbt immer noch mit einem kostenlosen Girokonto. Bei Vergleichsportalen wie check24 bekommen Wechselwillige einen Überblick.

Draghi verändert die Finanzlandschaft – und leider zu Ungunsten der Deutschen. Er ist seit 1. November 2011 Chef der EZB und wird es noch bis 2019 bleiben. Bis dahin fällt ihm sicher noch einiges, was vermutlich nicht gefallen wird.

Gebühren sind das eine, Negativzins das andere – Dutzende Sparkassen haben „FOCUS Online“ zufolge damit begonnen, Geschäftskunden Negativzinsen in Rechnung zu stellen.  FOCUS Online hat nachgefragt, wer wann wo Strafzinsen fürchten muss.

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… und was sagt twitter?




Milliardendefizit in Pensionskasse der Kirche

Was wie eine Satire klingt, ist bitterer Ernst – der katholischen Kirche geht offensichtlich das Geld für die Altersvorsorge ihrer Pensionäre aus. Die Pensionskasse weist ein Milliardendefizit aus. Der Grund: Zum einen treten immer mehr aus der Kirche aus, weswegen die Einnahmen aus der Kirchensteuer schrumpfen, zum anderen verdient die Kirche immer weniger mit ihrem Kapitalstock wegen der Negativzinsen.

Der „Frankfurter Allgemeine“ (FAZ) zufolge drohen der katholischen Kirche „große finanzielle Verwerfungen“. Der Pensionskasse der Diözesen fehlen danach 5,5 Milliarden Euro. „Im schlimmsten Fall käme es zur Zahlungsunfähigkeit einzelner Bistümer“, so das Blatt. Ja, die Zinspolitik von Mario Draghi, dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) bleibt eben nicht ohne Folgen für die Altersvorsorge aller – für Pensionskassen, Lebensversicherungen, Krankenkassen, sprich alle Institutionen, die auf Zins angewiesen sind. Den Zins abzuschaffen, hat gravierende Folgen – und die bekommt jetzt auch die katholische Kirche zu spüren.

Es trifft vor allem Kindergärtnerinnen

Wobei es gar nicht so sehr Pfarrer, Kaplane, Domkapitulare und Generalvikare trifft, denn sie sind ja Beamte, sondern Kindergärtnerinnen bei der Caritas und Sozialarbeiter in den Gemeinden, die bei der Kirche angestellt sind. Insgesamt beschäftigt die katholische Kirche rund 650 000 Menschen. Die beiden Kirchen, katholische und evangelische, sind hierzulande immerhin der zweitgrößte Arbeitgeber.

Insofern geht es nicht um Kleinigkeiten. Die „Kirchliche Zusatzversorgungskasse“ (KZVK) des katholischen Verbands der Diözesen Deutschlands sei mit 1,1 Millionen Versicherten und 150 000 Rentenempfängern einer der größten nichtstaatlichen Altersversorgungseinrichtungen in Deutschland, schreibt die „FAZ“ – und sie sei ein Sanierungsfall. Denn im vergangenen Herbst ergab die Bilanz, dass „die 2014 vorgenommene Neubewertung der bestehenden Verpflichtungen der Kasse zu einer Deckungslücke von 5,5 Milliarden Euro führte“, wie die KZVK auf ihrer eigenen Internet-Seite schreibt. Es sei aber mit aller Deutlichkeit darauf hinzuweisen, dass die Kasse über Jahrzehnte hinweg kein Problem habe, ihren Rentenzahlungsverpflichtungen nachzukommen. „Die jährlichen Beitragseinnahmen übersteigen die Aufwendungen für Versicherungsfälle deutlich“, so die KZVK weiter. Die Auszahlung von Renten sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Beiträge steigen deutlich

Auch wen die KZVK abwiegelt, die Arbeitgeber der kirchlichen Angestellten werden wohl künftig mehr zahlen müssen für ihre Beschäftigten – und genau das ist das Problem. Ein erheblicher Anstieg der Beiträge der Arbeitgeber sei bereits beschlossen, so die „FAZ“. „ Sollte es in den kommenden Jahren nicht gelingen, die Deckungslücken zu schließen, drohen der katholischen Kirche finanzielle Verwerfungen bis hin zur Zahlungsunfähigkeit ganzer Bistümer“, schreibt das Blatt weiter. Und der „Kölner Stadt-Anzeiger“ weiß es noch etwas genauer: Die 15 800 Betriebe „führten in der Vergangenheit vier Prozent des Bruttolohns ihrer Mitarbeiter an die KZVK ab; schon 2011 wurde der Beitrag auf 4,8 Prozent angehoben und soll nun bis 2024 stufenweise bis auf 7,1 Prozent steigen“. Das sind annähernd 48 Prozentpunkte – ein Mehraufwand in personalintensiven Betrieben, an dem sie schwer zu kauen haben.

Kirchenaustritte um 21 Prozent gestiegen

Ganz abgesehen davon, dass es ja in den kommenden Jahren nicht besser wird, denn die Kirchenaustritte steigen. Der Deutschen Bischofskonferenz zufolge ist die Zahl der Kirchenaustritte von 2013 bis 2014 von 178 805 auf 217 716 gestiegen – ein Plus von 21,8 Prozent. Anders ausgedrückt, 38 911 deutsche Katholiken zahlen seit dem keine Kirchensteuer mehr.

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