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Am 14. Oktober 2018 wählen die Bayern ihren Landtag. Es wird Zeit, die CSU daran zu erinnern, was sie Millionen angetan hat, die eigenverantwortlich fürs Alter vorsorgen. Deswegen treffen sich am Montag, den 26. März 2018 um 19 Uhr die Direktversicherungsgeschädigten zum 1. Münchner Stammtisch, dem Stammtisch der Direktversicherungsgeschädigten.
„Erst angelockt, dann abgezockt“ – damit muss Schluss sein. Das finden immer mehr, die per Entgeltumwandlung fürs Alter vorgesorgt haben und am Ende, wenn sie in Rente gehen 18,5 Prozent an die Krankenversicherung abdrücken müssen. Jeder, der eine Direktversicherung, sprich eine Kapitallebensversicherung über seinen Arbeitgeber abgeschlossen hat und einen Teil seines Gehalts oder sogar alles selbst eingezahlt hat, staunt nicht schlecht, wenn am Ende, bei der Auszahlung, die Krankenkasse von ihm den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil plus Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung verlangt – alles in allem mehr als 18 Prozent.
Stammtisch der Direktversicherungsgeschädigten
Dagegen wehren wir Direktversichertengeschädigten uns und treffen uns am Montag, den 26. März um 19 Uhr in der Cantina in der Pasinger Fabrik. Genaue Adresse: August-Exter-Straße 1, 81245 München – gleich beim Pasinger Bahnhof.
Es geht erst einmal darum, uns kennenzulernen und über mögliche Aktionen und das weitere Vorgehen zu diskutieren. Angesprochen sind natürlich vor allem die Mitglieder des Vereins der Direktversicherungsgeschädigten (DVG), es können aber auch Nichtmitglieder kommen.
Unrecht von Seehofer ausgekungelt
Noch ein paar Worte zum Hintergrund: Die damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und der jetzige Innenminister und ehemalige bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) haben damals, 2003, das Gesundheitsmodernisierungsgesetz ausgekungelt. Seit 2004 müssen Rentner auf Zahlungen aus Direktversicherungen zum Teil doppelte Krankenversicherungsbeiträge löhnen. Wer beispielsweise 100 000 Euro von seiner Versicherung bekam, zahlt mehr als 150 Euro im Monat – und das zehn Jahre lang. Da kommt ein Betrag von 18500 Euro zusammen – der Preis eines VW Golf. Wer seine Direktversicherung im Berufsleben weitgehend selbst getragen hat, zahlt sogar drauf. Vielen ist das noch nicht bewusst, um so geschockter sind sie, wenn sie den Brief der Krankenkasse lesen. Der DVG sieht dieses Gesetz als kalte Enteignung und kämpft für die Abschaffung. Vor allem die CDU/CSU sperrt sich gegen die Abschaffung und die Beseitigung dieses Unrechts. Da hilft nur Druck auf die CSU, die ja wieder in den Landtag gewählt werden will. Im Betriebsrentenstärkungsgesetz ist zwar die Doppelverbeitragung von betrieblichen Riester-Renten abgeschafft worden, nicht aber die von Direktversicherungen – ein weiteres Unrecht – einfach nur Murks. Allein daran lässt sich schon ablesen, wie unlogisch, unausgegoren und unfair die Politik bei der Altersvorsorge agiert. Höchste Zeit, eine breite Öffentlichkeit zu sensibilisieren.
Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit
„Wir werden jede Chance nutzen – keine Angst!“, so der Slogan von Kurt Lindinger, dem Initiator des Ingolstädter DVG-Stammtisches. Dem ist nichts hinzuzufügen. Also – auf in den Kampf gegen diese soziale Ungerechtigkeit!
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