Werbung
Niedriges Rentenniveau, niedrige Rente – manche Rentnerjahrgänge sind besonders hart. Wer dazu gehört.
Das Rentenniveau in Deutschland sinkt seit Jahren. Aber wann war es am niedrigsten und welche Jahrgänge traf es am schlimmsten? Wir zeigen Ihnen, was die Statistik verrät und warum diese Information für Ihre eigene Altersvorsorge so wichtig ist.
Rentenniveau auf Sinkflug
Das Rentenniveau zeigt, wie viel Rente ein Durchschnittsverdiener im Verhältnis zu seinem letzten Gehalt erhält. Je niedriger der Wert, desto geringer ist die Kaufkraft der Rente im Vergleich zu den Löhnen. Das Verhältnis zwischen der Standardrente und dem durchschnittlichen Jahresarbeitsentgelt ist seit Ende der 1970er-Jahre rückläufig, seit 2012 liegt das Rentenniveau durchgehend bei weniger als der Hälfte des durchschnittlichen Arbeitsentgelts, schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung.
Zwischen 2014 und 2018 sowie 2022 war das Rentenniveau besonders niedrig und lag konstant bei unter 48,1 Prozent. Diese Phase trifft vor allem Rentnerjahrgänge, die in dieser Zeit in den Ruhestand gingen.
Laut der Veröffentlichung „Rentenversicherung in Zeitreihen“ der Deutschen Rentenversicherung für das Jahr 2024 war die Standardrente im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen in den folgenden Jahren besonders niedrig:
2015 | 47,7 |
2024 | 48,0 |
2014 | 48,1 |
2016 | 48,1 |
2018 | 48,1 |
2022 | 48,1 |
Wer in diesen Jahren in Rente ging, muss mit einem niedrigeren Rentenniveau leben.
Die Rentenexperten der Deutschen Rentenversicherung haben in der Statistik „Rentenversicherung in Zeitreihen“ (Stand 2024) ermittelt, dass die folgenden Jahrgänge in den Jahren mit dem niedrigsten Rentenniveau in Rente gingen:
- Jahrgänge der späten 1940er und frühen 1950er Jahre
Rentner, die zu dieser Zeit in den Ruhestand wechselten, mussten statistisch gesehen die größten Einbußen hinnehmen. Ohne zusätzliche private Altersvorsorge kann dies den gewohnten Lebensstandard gefährden. Besonders Geringverdienende und Frauen sind oft von Altersarmut bedroht, da sie meist weniger in die Rentenkasse einzahlen konnten.
Entwicklung des Rentenniveaus in Deutschland
von 2000 bis 2025. Das Rentenniveau bezeichnet das Verhältnis der sogenannten Standardrente (nach 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsverdienst) zum durchschnittlichen Einkommen und wird als Netto-Wert vor Steuern angegeben.
Jahr | Rentenniveau in % | |
---|---|---|
2000 | 52.9 | |
2001 | 52.6 | |
2002 | 52.9 | |
2003 | 53.3 | |
2004 | 53.0 | |
2005 | 52.6 | |
2006 | 52.2 | |
2007 | 51.3 | |
2008 | 50.5 | |
2009 | 52.0 | |
2010 | 51.6 | |
2011 | 50.1 | |
2012 | 49.4 | |
2013 | 48.9 | |
2014 | 48.1 | |
2015 | 47.7 | |
2016 | 48.1 | |
2017 | 48.3 | |
2018 | 48.1 | |
2019 | 48.2 | |
2020 | 48.2 | |
2021 | 49.4 | |
2022 | 48.1 | |
2023 | 48.2 | |
2024 | 48.0 | |
2025 | 49,2* | |
*Prognose |
Was bedeutet das für Ihre eigene Rente?
- Das Rentenniveau sinkt weiter: Aktuelle Berechnungen zeigen, dass das Rentenniveau ohne Reformen bis 2070 auf 40,5 Prozent fallen könnte.
- Achtung, Trugschluss: Auch wenn die Rente nominal steigt, bedeutet ein sinkendes Rentenniveau, dass die Rente von der Lohnentwicklung entkoppelt wird und die Kaufkraft im Alter sinkt.
Handeln Sie jetzt: So optimieren Sie Ihre Altersvorsorge
Da die gesetzliche Rente allein oft nicht ausreicht, um den Lebensstandard zu sichern, ist eine frühzeitige private Altersvorsorge entscheidend.
Drei Wege, um Ihre Rente aufzubessern:
- Private Vorsorge: Nutzen Sie staatlich geförderte Produkte wie die Riester-Rente oder betriebliche Altersvorsorge (bAV).
- ETF-Sparpläne: Investieren Sie langfristig in Aktien-Indexfonds, um von attraktiven Renditen zu profitieren.
- Immobilien: Bauen Sie mit Wohneigentum Vermögen auf oder erzielen Sie Mieteinnahmen als zusätzliche Einnahmequelle im Alter.
Haben Sie schon mit Ihrer Altersvorsorge begonnen oder sind Sie noch unsicher, welche Schritte Sie als Nächstes unternehmen sollten?
Werbung