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Linnemann plant eine neue Strukturkommission Pflege. Die Seniorenorganisation Bagso warnt vor Sparmaßnahmen und fordert echte Beteiligung sowie bezahlbare Versorgung.
Die Pflegesituation in Deutschland spitzt sich weiter zu, doch statt echter Lösungen drohen neue Leistungskürzungen. Nach der Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann, eine Strukturkommission Pflege einzuberufen, schlägt die BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) Alarm: Eine nachhaltige Pflegereform gelingt nur, wenn die Stimmen von Betroffenen und Fachverbänden gehört werden.
Armutsrisiko für Pflegebedürftige
Die drängendsten Schwachstellen des aktuellen Systems liegen offen zutage:
- Überlastung und Armutsrisiko: Pflegende Angehörige tragen eine enorme Last. Die stetig steigenden Eigenanteile treiben immer mehr Pflegebedürftige direkt in die Sozialhilfe.
- Bürokratie statt Versorgung: Überbordende Dokumentationspflichten und der anhaltende Fachkräftemangel hemmen die Versorgung vor Ort.
- Fehlende Kommunalsteuerung: Die BAGSO fordert, den Kommunen endlich die Verantwortung und Mittel zu übertragen, um bedarfsgerechte Pflegestrukturen direkt vor Ort zu gestalten.
Das Pflegesystem braucht eine grundlegende Reform
Gute Pflege und Lebensqualität im Alter kosten Geld – Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Betroffenen zerstören das Fundament der solidarischen Pflegeversicherung. Wenn die Bundesregierung den Pflegenotstand nachhaltig lösen will, muss sie die Praxisexperten an einen Tisch holen und ein klares Signal setzen: Eine würdevolle Pflege muss unserer Gesellschaft etwas wert sein.
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