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Die BKK firmus, eine der günstigsten Kassen, nimmt seit April 2026 nur noch in zehn Bundesländern neue Mitglieder auf. Für Bestandsversicherte bleibt alles beim Alten.
Die Betriebskrankenkasse BKK firmus ist nicht mehr bundesweit geöffnet. Seit dem 10. April 2026 dürfen neue Mitglieder nur noch in zehn Bundesländern aufgenommen werden. In Brandenburg, Mecklenburg‑Vorpommern, Rheinland‑Pfalz, Saarland, Schleswig‑Holstein und Thüringen ist ein Beitritt nicht mehr möglich.
Kasse zieht sich aus sechs Bundesländern zurück
Der Grund liegt nicht in finanziellen Problemen, sondern in aufsichtsrechtlichen Vorgaben: Betriebskrankenkassen dürfen nur dort aktiv sein, wo ihre Trägerunternehmen Betriebsstätten haben. Durch organisatorische Veränderungen musste die BKK firmus ihr „Erstreckungsgebiet“ anpassen.
Für Bestandsversicherte ändert sich nichts
- Wichtig für alle, die bereits bei der BKK firmus versichert sind.
- Ihre Mitgliedschaft bleibt vollständig bestehen.
- Es gibt keine Einschränkungen, keine Sonderkündigungen und keine Leistungsänderungen.
- Auch Versicherte in den betroffenen Bundesländern behalten ihren Schutz.
Weiterhin geöffnet in zehn Bundesländern

Neue Mitglieder kann die BKK firmus weiterhin aufnehmen in:
- Bayern,
- Baden‑Württemberg,
- Berlin,
- Bremen,
- Hamburg,
- Hessen,
- Niedersachsen,
- Nordrhein‑Westfalen,
- Sachsen und
- Sachsen‑Anhalt.
Damit bleibt die Kasse für rund 80 Prozent der Bevölkerung wählbar.
Die BKK Firmus ist nicht gerade glücklich über diese Regelung: Der Verlust der bundesweiten Öffnung sei eine Entwicklung, die in vielerlei Hinsicht einen faden Beigeschmack hinterlässt. „Das Kassenwahlrecht – ein hohes und bewährtes Gut im Sinne der Versicherten – wird durch eine solche Regelung ad absurdum geführt. Sie macht unser Erstreckungsgebiet abhängig von den organisatorischen Entwicklungen unserer Trägerunternehmen, die wir nicht beeinflussen können. Es handelt sich um ungleiche Spielregeln für die verschiedenen Kassenarten. Das ist nichts, wovon die Versicherten profitieren – ganz im Gegenteil“, sagt Dirk Harrer, Vorstand der BKK firmus.
Kritik an der Gesetzeslage
Die BKK firmus selbst hält die Regelung für überholt. Sie schränke das Kassenwahlrecht ein und behindere den Wettbewerb zwischen gesetzlichen Krankenkassen. Doch solange der Gesetzgeber nicht nachbessert, bleibt die Öffnung an die Standorte der Trägerunternehmen gebunden.
Was bedeutet das für Versicherte?
- Bestandskunden: Keine Änderungen.
- Wechselwillige: In sechs Bundesländern ist ein Beitritt nicht mehr möglich.
- Anträge bis 9. April 2026: Wurden noch angenommen.
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