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Nicht Mercedes, sondern Suzuki ist die Nummer eins bei Über-60-Jährigen. Warum hängen japanische Modelle die deutschen Klassiker ab?
Wer an das typische „Rentnerauto“ denkt, hat oft eine silberne Mercedes-Limousine im Kopf. Doch die aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) und eine Auswertung von „Auto Motor Sport“ (Stand Januar 2025) zeichnen ein anderes Bild: Der wahre Favorit der Generation 60+ kommt aus Japan. Der heimliche Star ist Suzuki.
Japanische Zuverlässigkeit vs deutsches Prestige
Unglaubliche 50,6 Prozent aller in Deutschland zugelassenen Suzukis werden von Menschen über 60 gefahren. Ein Modell sticht dabei besonders hervor: der Suzuki Splash. Hier sind fast 70 Prozent der Halter Senioren. Auch andere japanische Marken wie Subaru, Honda und Toyota belegen die vorderen Plätze.
- Suzuki: Über 50 % aller in Deutschland zugelassenen Suzukis werden von Menschen über 60 Jahre gefahren.
- Subaru: Rund 49 % Seniorenanteil.
- Honda: Rund 47 % Seniorenanteil.
- Toyota: Rund 44 % Seniorenanteil.
Warum gerade Japaner?
Der Grund für diesen Erfolg ist so simpel wie einleuchtend: Einfachheit. Während viele moderne Autos mit komplizierten Touchscreens überfrachtet sind, setzen Marken wie Suzuki oft auf:
- Analoge Bedienung: Echte Schalter und Knöpfe statt verschachtelter Menüs.
- Ergonomie: Eine hohe Sitzposition für bequemes Einsteigen und kompakte Maße für gute Übersicht.
- Wirtschaftlichkeit: Niedrige Anschaffungspreise und seltene Werkstattbesuche schonen das Budget im Ruhestand.
Zusätzlich sollen japanische Marken mit einem geringen Anschaffungspreis, niedrigem Verbrauch und seltenen Werkstattbesuchen aufwarten, was Rentnern mit begrenztem Budget entgegenkommt.
Deutsche Marken im Mittelfeld
Die deutschen Hersteller folgen erst mit deutlichem Abstand. Opel führt das heimische Feld mit 41,4 % an, dicht gefolgt von Mercedes-Benz (41,3 %). Bei VW sind es sogar nur rund 34 Prozent – wobei Klassiker wie die B-Klasse oder der Golf Sportsvan in ihrer spezifischen Nische weiterhin extrem beliebt bei Senioren bleiben.
Ein Trend zur Moderne?
Trotz der Vorliebe für bewährte Technik zeigt die Statistik auch: Die Elektromobilität holt auf. Im Jahr 2025 stiegen die Neuzulassungen von E-Autos (BEV) um über 43 Prozent. Ob sich dieser Trend auch bei den älteren Semestern durchsetzt, bleibt spannend – die unkomplizierte Handhabung bleibt jedoch das entscheidende Kaufargument.
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Bild: Toyota
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