Renten-Schock: In Deutschland reicht das Geld nicht

Finanzen

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Eine neue Studie zeigt: Nur in vier EU-Ländern deckt die staatliche Rente die Lebenskosten. Deutschland gehört nicht dazu – besonders hohe Mieten werden zum Problem.

Wer heute in Deutschland seinen Ruhestand plant, blickt oft mit Sorge auf den Rentenbescheid – und das mit Recht, wie eine aktuelle Untersuchung des Datenstudios Datapulse Research mit harten Fakten belegt.

Deutschland schwächelt im Europa-Vergleich

In der Analyse „Reicht die Rente für den Ruhestand?“ wurden die staatlichen Renten in 30 europäischen Ländern den tatsächlichen Lebenshaltungskosten der Generation 60+ gegenübergestellt. Das Ergebnis ist ernüchternd: In den meisten Ländern klafft eine gewaltige Lücke.

Europavergleich Renten

Euro-Werte berechnet auf Grundlage des Gesamtwerts der Altersrenten in Euro geteilt durch die Anzahl der Altersrentner. Kaufkraftwerte berechnet auf Grundlage der Gesamtrenten in KKS geteilt durch die Anzahl der Altersrentner. Umfasst keine Invaliditäts-, Hinterbliebenenrenten oder andere Rentenarten.
Grafik: DataPulse Research. Quelle: Eurostat-Daten für Altersrenten 2023 in Euro, Altersrenten in Kaufkraftstandards (KKS) und Altersrentner gesamt. Erstellt mit Datawrapper

Nur vier „Oasen“ in Europa

Lediglich vier Länder schaffen es, dass die staatliche Rente rein rechnerisch mehr einbringt, als Senioren für das tägliche Leben ausgeben müssen:

  • Rumänien (+21 %)
  • Tschechien (+18 %)
  • Polen (+4 %)
  • Spanien (+3 %)

Das deutsche Defizit: Die Mietfalle

Obwohl die Renten in Deutschland im europäischen Vergleich moderat hoch sind, landet die Bundesrepublik im Mittelfeld der „Defizitländer“. Der Grund dafür liegt weniger an der Rentenhöhe selbst als an den Rahmenbedingungen:

  1. Hohe Lebenshaltungskosten: Vor allem die Inflation bei Energie und Lebensmitteln belastet deutsche Rentner überproportional.
  2. Geringe Eigentumsquote: In den „Überschuss-Ländern“ wie Rumänien oder Polen leben fast alle Senioren im abbezahlten Eigenheim. In Deutschland hingegen zahlt ein Großteil der Rentner weiterhin Miete – ein Posten, der die Kaufkraft massiv reduziert.

Die bittere Realität der Brutto-Werte

Die Studie weist zudem darauf hin, dass die untersuchten Daten auf Brutto-Renten basieren. Da in Deutschland zusätzlich Steuern und Sozialabgaben fällig werden, ist die reale Rentenlücke für den Einzelnen oft noch deutlich größer als statistisch ausgewiesen. Selbst im Spitzenreiter-Land Luxemburg (höchste Rente mit ca. 34.400 €/Jahr) reicht das Geld aufgrund der hohen Kosten kaum zur vollen Deckung.

Fazit für angehende Ruheständler:

Die staatliche Rente ist in Deutschland lediglich eine Basisabsicherung. Ohne zusätzliches privates Vermögen oder Wohneigentum bleibt der gewohnte Lebensstandard im Alter für die Mehrheit kaum finanzierbar.

Die vollständige Studie mit interaktiven Grafiken finden Sie unter: datapulse.de/rentenluecke-europa-vergleich/

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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