Trump drückt den Dollar: USA-Urlaub adé

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Der Dollar schmiert ab, Trump jubelt – und Urlauber zahlen drauf. Warum die US-Währungspolitik den nächsten Traumurlaub teurer macht, als viele denken.

US-Präsident Donald Trump spielt wieder einmal Cowboy mit der Weltwirtschaft –  und spielt die Schwäche des US-Dollars herunter. „The dollar’s doing great“, meint Trump. Während er einen schwachen Dollar als „großartig“ feiert, wissen viele Amerikaner bald nicht mehr, wie sie mit stetig steigenden Preisen über die Runden kommen sollen – angesichts einer Inflation von 2,7 Prozent.

Im Januar 2026 liegt die Inflationsrate stabil bei 2,7 %. Während die Energiepreise zuletzt sanken, bleiben die Kosten für Wohnen und Lebensmittel die größten Preistreiber. Experten erwarten für den Rest des Jahres 2026 eine leichte Tendenz nach oben (Prognosen bis zu 3,5 %), da neue Handelszölle die Importpreise verteuern könnten.

Der Dollar schmiert ab

Eigentlich sollten wir meinen, ein schwacher Dollar würde Reisen in die USA verbilligen, aber reiselustige Deutsche spüren sehr schnell die Verteuerung in den Staaten. Wobei einige Hotspots, wie New York und San Francisco, schon unverschämt teuer sind.

Jahr
Inflationsrate (YoY)
2016 1,3 %
2018 2,4 %
2020 1,2 %
2022
8,0 % (Peak bei 9,1 %)
2024 2,9 %
2026 (Jan) 2,7 %

Trumps Kalkül ist simpel: Ein billiger Dollar soll die US-Exporte ankurbeln. Dass er damit gleichzeitig die Inflation befeuert und ausländische Touristen vergrault, scheint ihm egal zu sein. „A weak dollar makes you a hell of a lot more money“ (mit einem schwachen Dollar kann man mehr Geld scheffeln), so Trumps Meinung. Er sieht einen schwachen Dollar gut für die heimische Industrie.

US-Dollar / Euro

US-Dollar / Euro – allein in diesem Jahr hat der Dollar gegenüber dem Euro deutlich verloren Quelle: comdirect

Die Quittung für die Reisekasse

Was bedeutet das für uns in Europa? Der Euro knackt die Marke von 1,20 Dollar. Klingt erst mal nach mehr Kaufkraft, oder? Weit gefehlt.

  • Teure Importe: Wenn der Dollar fällt, steigen oft die Rohstoffpreise (wie Gold, das bereits auf Rekordhoch ist). Das fließt früher oder später in unsere Lebenshaltungskosten ein.
  • USA-Reisen adé: Wer im Vorruhestand endlich die Route 66 befahren oder Florida genießen wollte, muss umdenken. Zwar bekommt man mehr Dollar für den Euro, doch die US-Inflation frisst diesen Vorteil wieder auf. Trump gibt offen zu: Ein starker Dollar hilft gegen Teuerung – ein schwacher befeuert sie.
  • Währungs-Chaos: Trumps Zollpolitik verunsichert die Märkte. Allein 2025 hat der Dollar fast zwölf Prozent verloren. Das ist kein gesundes Marktwachstum, das ist politisch gewollte Instabilität.

Trump pokert, wir bangen

Es ist die klassische „America First“-Logik: Die Welt soll die Zeche für den amerikanischen Exportboom zahlen. Während Trump sich über billige Exporte freut, schmilzt die Planungssicherheit für alle.

Vielleicht ist es an der Zeit, das Reiseziel für den nächsten Winter zu überdenken. Statt Florida tut es vielleicht auch die Algarve – solange der Euro dort noch etwas wert ist.

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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