Krankenkassenkampf: Wie die HKK wechselwillige Kunden warnt

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Viele Versicherte wechseln zur günstigen BKK Firmus. Die Konkurrenz reagiert nun mit „bösen Briefen“ und fragwürdigen Behauptungen. Die Aufsicht prüft den Fall.

Wer im Ruhestand oder kurz davor seine Fixkosten senken möchte, greift oft zum Rotstift bei der Krankenkasse. Grund für den Wechsel: die Erhöhung des Zusatzbeitrags. Ein Wechsel ist heute so einfach wie nie – doch wer der günstigen Konkurrenz den Vorzug gibt, muss mit Gegenwind von der alten Kasse rechnen.

Aggressiver Wettbewerb um Versicherte

Besonders die BKK Firmus steht derzeit im Fokus. Mit einem Zusatzbeitrag von nur 2,18 Prozent lockt sie massenhaft Versicherte an – die Mitgliederzahl stieg seit 2019 von knapp 99.000 auf über eine Million. Das gefällt den Platzhirschen gar nicht. Wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet, verschickt etwa die HKK Warnbriefe an Kunden, die bereits ihren Wechsel angekündigt haben. In diesen Schreiben ist von „Lockangeboten“ die Rede und es wird behauptet, Versicherte hätten bei einer unterjährigen Beitragserhöhung kein Sonderkündigungsrecht.

Falsche Behauptungen im Umlauf?

Die BKK Firmus reagiert irritiert und weist die Vorwürfe zurück. Zwar gab es 2024 eine Preisanpassung, dennoch blieb man die günstigste bundesweite Kasse. Auch das Thema Kündigungsrecht wird von der Konkurrenz offenbar verzerrt dargestellt: Werden Beiträge erhöht, besteht grundsätzlich ein Sonderkündigungsrecht – auch wenn die HKK versucht, durch komplizierte Argumentationen zur Wechseldauer Unsicherheit zu schüren.

Aufsichtsbehörde schaltet sich ein

Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) findet für dieses Gebaren deutliche Worte: Eine Krankenkasse darf einen Wechsel weder erschweren noch verhindern. Die Behörde prüft nun aufsichtsrechtliche Maßnahmen gegen die HKK, da das Verhalten als rechtswidrig eingestuft wird.

Tipp für Rentner

Lassen Sie sich von emotionalen Briefen oder Warnungen Ihrer aktuellen Kasse nicht verunsichern. Verbraucherschützer raten dazu, die Wahl rein sachlich nach Beitragshöhe und individuellen Zusatzleistungen zu treffen. Ein Wechsel kann im Jahr mehrere hundert Euro Ersparnis bedeuten – Geld, das in der Rente sicher besser investiert ist.

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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