Rentenerhöhung 2022 nur 4,6 Prozent

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Für 2022 können Rentner mit einer Rentenerhöhung rechnen, allerdings fällt sie mit 4,6 Prozent im Westen und 5,3 Prozent im Osten geringer aus als erwartet.

Die neue rot-gelb-grüne Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag den sogenannten Nachholfaktor reaktiviert. Deswegen wird die Rentenerhöhung 2022 nicht ganz so hoch ausfallen, wie geplant, wie „T-Online“ schreibt. Nach dem, was bislang durchgesickert ist, wird die Rente im Westen nur um 4,6 und im Osten um 5,3 Prozent steigen – das sind 0,6 Prozent weniger als ursprünglich geplant.

Der Nachholfaktor war 2018 unter der großen Koalition von Union und SPD ausgesetzt worden. Die Ampelkoalition führt ihn jetzt wieder ein, was künftige Rentenerhöhungen dämpft.

Freuen können sich „T-Online“ zufolge alle, die eine Erwerbsminderungsrente (EM) beziehen. Für sie soll es dennoch „Verbesserungen“ geben. Was das konkret heißt, bleibt aber bislang noch unklar.

Rentenerhöhungen seit 2000

JahrWestOst
20000,600,60
20011,912,11
20022,162,89
20031,041,19
2004--
2005--
2006--
20070,540,54
20081,101,10
20092,413,38
2010--
20110,990,99
20122,182,26
20130,253,29
20141,672,53
20152,102,50
20164,255,95
20171,93,59
20183,223,27
20193,183,91
20203,454,2
20210,000,72
20224,4e5,1e
e=erwartet

Da es 2021 keine Rentenerhöhung gab, liegt der aktuelle Rentenwert gegenwärtig bei 34,19 Euro (West) und bei 33,47 Euro (Ost).

2021 Null-Anpassung

Für 2021 gab es keine Rentenerhöhung wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Krise. Kurzarbeit drückte die Lohnsumme 2020, woraus sich die Nullrunde 2021 ableitet. Denn beziehen Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld, so News.de, sind sie weiter in der Rentenversicherung versichert. „Die Beiträge zur Rentenversicherung werden während der Kurzarbeit auf der Basis des tatsächlich gezahlten – also des reduzierten – Verdienstes des Beschäftigten gezahlt, erklärt die Deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin. Gezahlt werden die Beiträge gemeinsam vom Versicherten und dem Arbeitgeber“, schreibt News.de. Die Kurzarbeit wirke sich damit auch auf die spätere Rente aus.

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Helmut Achatz

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