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Frauen sind anders, Männer auch – deswegen braucht’s für Männer eine Plattform. Das war der Grund, warum ich menbloggers.de eingerichtet habe: eine Plattform für bloggende Männer.

Bloggende Frauen netzwerken schon längst, Männer sind da etwas zurückgefallen. Das muss ja nicht so bleiben, deswegen gibt es seit Ende Oktober 2017 mit menbloggers eine Plattform für bloggende Männer und Männerthemen.

Natürlich gibt es bloggende Männer und Männerblogs, die sind nicht immer leicht zu finden. Das war der Beweggrund für mich, eine entsprechende Plattform für bloggende Männer zu bauen – menbloggers will diese Lücke schließen. menbloggers ist die Bühne für Männer-Blogger und bloggende Männer

menbloggers ist eine Sammlung von Männer-Blogs und soll die ganze Bandbreite von Themen widerspiegeln. Noch sind es erst zwei Dutzend Blogs von Männern, aber es werden mehr. menbloggers will nicht werten, sondern nur sammeln und helfen, sich zu orientieren.

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Warum bloggende Männer eine eigene Plattform brauchen

Brauchen bloggende Männer eine eigene Plattform? Ja! Bloggende Frauen netzwerken schon längst, Männer sind da eher im Hintertreffen. Das muss ja nicht so bleiben, deswegen gibt es seit kurzem mit menbloggers eine Plattform für bloggende Männer und Männerthemen.

Wer sich in der Blogosphäre umsieht, entdeckt so viele einfühlsame, intelligente, interessante und animierende Blogs von Frauen, aber nur wenige von Männern. Da fällt mir Unruhewerk von Maria Al-Mana ein. Uschi Ronnenberg hat das Verzeichnis Blogs50plus aufgebaut, mit Unterstützung von Maria. Karin Hertzer hat den Münchner Blogger Stammtisch ins Leben gerufen. Dann natürlich die Lady Bloggers, darunter Susanne Ackstaller, Conny Doll, Anja Frankenhäuser, Stepanie Gruppe, Valérie Müller und Claudia Steinlein. Ferner sind da ja noch die Lifestyle-Bloggerinnen auf Youtube wie Nilam Farooq oder Lisa Banholzer und Tanja Trutschnig mit ihrem Blogger Bazaar. Nicht zu vergessen Ronja Pfuhl mit ihrem Blog FoodnPhoto.

Menbloggers für bloggende Männer

Da stellt sich doch die Frage, warum es offensichtlich so wenige bloggende Männer gibt. Kein Interesse fürs Bloggen? Oder haben sie schlicht keine Zeit und schreien sich stattdessen im Fußballstadion die Lunge aus dem Leib? Sind ihnen Biergarten und Pornos lieber? Vielleicht sind sie ja so mit ihrer Karriere beschäftigt, dass fürs Bloggen die Muße fehlt. Kann es sein, dass seichte Konversation nichts für harte Männer ist?

Natürlich gibt es bloggende Männer und Männerblogs, die sind nicht immer leicht zu finden. Das war der Beweggrund für mich, eine entsprechende Plattform für bloggende Männer zu bauen – menbloggers will diese Lücke schließen. men bloggers ist die Bühne für Männer-Blogger und bloggende Männer – und seit 25. Oktober 2017 so richtig online.

men bloggers wird eine Sammlung von Männer-Blogs und soll die ganze Bandbreite von Themen widerspiegeln. men bloggers will nicht werten, sondern nur sammeln und helfen, sich zu orientieren. Nicht mehr und nicht weniger.

Bitte liebe bloggenden Männer tragt euch bei menbloggers sein, damit möglichst viele erfahren, was Männer so machen.




Warum „Rente“ ein Wahlkampfthema ist

Die Union möchte das Thema „Rente“ am liebsten ganz aus dem Bundestagswahlkampf heraus halten. Das wiederum will der Sozialverband VdK der Union nicht durchgehen lassen und gibt sich kämpferisch. VdK-Präsidentin Ulrike Mascher legte die Finger in die Wunde und fordert die „soziale Spaltung zu stoppen“. Ihre Bestandsaufnahme fällt wenig schmeichelhaft für Bayern aus.

Rentenpolitik auf dem Prüfstand

Der VdK stellt die Pflege- und Rentenpolitik auf den Prüfstand und kommt zu einem ganz anderen Ergebnis als beispielsweise die Union und vor allem als CSU-Chef Horst Seehofer, der den Freistaat als „Vorstufe zum Paradies“ betrachtet. Nicht von ungefähr titelt der „Münchner Merkur“ „so (un)sozial ist Bayern wirklich“. Klar, dass die Union dieses Thema aus dem Wahlkampf am liebsten nicht ansprechen will. „Eine Reform ist unausweichlich, Experten warnen bereits vor den Folgen“, schreibt die „Zeit“. Die CDU wolle deshalb eine Kommission einsetzen, die bis 2019 Vorschläge erarbeiten soll.

Davon könne beileibe keine Rede sein, so Mascher. Die Armutsgefährdung für Ältere in Bayern sei sehr hoch. „Die Quote der Empfänger von Grundsicherung im Alter hat sich zwischen 2010 und 2015 von 2,1 auf 2,8 Prozent erhöht“. Das dürften schätzungsweise 120 000 ältere Menschen sein, die ohne Hilfe vom Staat nicht über die Runden kommen. Dabei ist das sicher nur die halbe Wahrheit, denn 60 Prozent gehen nach Schätzung von Armutsforschern nicht zum Amt, um einen Antrag auf Grundsicherung zu stellen – „aus Unwissenheit, aber vor allem aus Scham“, so Mascher.

In Bayern nicht alles weiß-blau

Das ist ein anderes Bild, als die bayerische Sozialministerin Emilia Müller so gern in ihrem Sozialbericht zeichnet. Und dieses Bild würde die CSU gern auch im Bundestagswahl wie eine Monstranz vor sich hertragen – oder das Thema „Rente“ am besten gleich ganz ignorieren. In ihrem Wahlprogramm schreibt die CSU, eine Kommission werde Antworten für die Rente nach 2030 liefern. „Die Weiterentwicklung der Rente nach 2030 soll in einem gesellschaftlichen Konsens unter Einbeziehung der Tarifpartner geregelt werden“, so die windelweiche Formulierung. Sie will eine Rentenkommission einsetzen, „die bis Ende 2019 Vorschläge erarbeiten soll“. Das heißt letztlich, das Thema „Rente“ auf die Zeit nach der Bundestagswahl verschieben. „Bis 2030, also 13 Jahre lang, de facto Stillstand bei der Rentenpolitik?“, fragt Mascher. Das werde es mit dem VdK nicht geben.

Nöte von Rentnern

Dabei sind die Nöte vieler Rentner drängend – auch und gerade im reichen Bayern. Die Mieten machen gerade ältere Münchner ärmer. In München sind die Mieten von 2007 bis 2015 um 28 Prozent gestiegen. Viele müssen sogar beim Essen sparen oder Flaschen sammeln gehen, um sich ihre Wohnung überhaupt noch leisten zu können. Manche müssen gar in billigere Wohnungen umziehen.

Armutsgefährdung wächst

Insofern dürfte es nicht sonderlich wundern, dass die Armutsgefährdung in Bayern dem VdK zufolge bei über 65-Jährigen bei 21,8 Prozent – die durchschnittlichen bayerischen Werte, sprich den „Landesmedian“ zugrunde gelegt. Besonders hart trifft es ältere Frauen in Bayern, „denn 24,4 Prozent von ihnen haben ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze“, so Mascher.

Die Armutsgefährdung wird sich künftig eher noch verschärfen, denn die Neurenten erreichen in Bayern kaum noch die Armutsschwelle, die in Bayern derzeit bei 1025 Euro pro Monat liegt – viele Neurenten liegen unter dieser Schwelle, ablesbar auch an den Zahlen der Deutschen Rentenversicherung. Die durchschnittliche Altersrente bei Männer liegt nur knapp über dieser Schwelle, bei Frauen liegt der Durchschnitt eklatant darunter.

Durchschnittliche Renten von Bestandsrentnern in Bayern 2015

RegierungsbezirkRenten gesamtRenten wegen Erwerbsminderung Renten wegen Alters Renten wegen Todes   
MännerFrauenMännerFrauenGesamtWitwenWitwerWaisen
Oberbayern779.89774.39740.741094.16653.65546.23608.68290.8170.06
Niederbayern689.63800.56732.771020.83527.02497.8550.74263.24174.15
Oberpfalz692.79778.65722.431029.64534.24512.15568.28263.57172.81
Oberfranken735.15774.48747.91052.78628.26520.99575.18301.96175.31
Mittelfranken767.91754.28728.781101.13647.22543.38606.12296.38170.2
Unterfranken738.22791.5724.351104.56552.86540.98602.18266.34174.49
Schwaben743.12767.57734.791078.26599.08529.04591.62277.19170.79
Bayern gesamt747.95776.56734.31078.12610.41532.11592.03283.39171.82

Quelle: VdK/Deutsche Rentenversicherung

Durchschnittliche Renten von Neurentnern in Bayern 2015

RegierungsbezirkRenten gesamtRenten wegen Erwerbsminderung Renten wegen Alters Renten wegen Todes   
MännerFrauenMännerFrauenGesamtWitwenWitwerWaisen
Oberbayern729.51742.39681.521029.41657.39482.51619.02275.91167.29
Niederbayern673.97758.65650.441031.63526.19447.63569.89229.58176.17
Oberpfalz691.32756.46649.691066.65553.06453.57575.26236.28174.96
Oberfranken710.22746673.921054.54630.46459.28585.57273.4173.51
Mittelfranken729.62737.03654.891066.555654.22478.44615.35281.68167.05
Unterfranken724.94776.52644.761101.55585.4480.27619.21239.3172.38
Schwaben707.15747.38667.221032.31596.67469.12604.01253.05169.63
Bayern gesamt714.87750.66663.951048.88615.59471.14603.81260.96170.32

Quelle: VdK/Deutsche Rentenversicherung

Mütterrente muss besser werden

Die VdK-Präsidentin stößt die Kritik der Wirtschaft sauer auf, die sich über „zu viele Rentengeschenke“ beklagt. Gemeint ist die Mütterrente – der VdK hat erreicht, dass die Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder von einem auf zwei Jahre pro Kind aufgestockt wurden. Der VdK will aber die Gleichstellung – und fordert die Aufstockung auf drei Jahre pro Kind, wie es für Kinder, die nach 1992 geboren wurden mittlerweile selbstverständlich ist. Damit nicht genug, Frauen, die Grundsicherung beziehen, wird die dank Kindererziehungszeiten höhere Rente mit der Grundsicherung verrechnet. Der VdK fordert deswegen einen Freibetrag von 200 Euro. Mascher meint, „Kinder groß gezogen zu haben, darf nicht weniger wert sein, als über einen Versicherungskonzern eine private Altersvorsorge abgeschlossen zu haben“. Der VdK kennt viele Beispiele von Frauen, die auf diese 200 Euro dringend angewiesen wären.

Mehr Geld für Erwerbsgeminderte

Mütterrente ist nicht der einzige Stein des Anstoßes: Der VdK fordert von der Politik die Abschaffung der Rentenabschläge für Erwerbsminderungsrentner, die eben wegen diesen Abschlägen von 10,8 Prozent in hohem Maß armutsgefährdet seien.

Leider ist auch die vermeintliche Verbesserung durch das Pflegegesetz eher eine Verschlechterung. Der VdK sieht viele Verlierer. Es könne nicht sein, dass Pflegebedürftige Anspruch nur auf dem Papier hätten. Bayern habe besonders hohe Hürden aufgebaut bei der Auswahl eines Pflegedienst-Anbieters, die viele einfach nicht erfüllen können. Von Flächendeckung für die konkrete Entlastung im Alltag könne keine Rede sein – „und wenn überhaupt vorhanden, sind die Anbieter oft auf Monate ausgebucht“. Ambulante Dienste seien oft so teuer, „dass oft nicht mehr als drei, vier Stunden pro Monat dafür herausspringen“. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen fühlen sich nach Meinung Maschers oft verschaukelt, weil sie zwar Pflegestufe eins anerkannt bekommen haben, aber die Leistungen nirgends abrufen können.

Desaster bei Kurzzeitpflege

Besonders viel im Argen liege bei der Kurzzeitpflege. Kurzzeitpflege, so viel zur Erklärung, ist dafür gedacht, dass pflegende Angehörige auch einmal Urlaub machen können. Aber dafür müsste Plätze geben. „Tatsächlich finden Betroffene in Bayern aber kaum solche Angebote, die Zahl der Kurzzeitpflegesätze sinkt sogar mehr und mehr“, prangert Mascher an. So seien im März 2012 in 205 bayerischen Heimen 966 feste Kurzzeitpflegeplätze angeboten worden, im März 2017 seien es nur noch 796 Plätze gewesen. Allein das sagt schon viel über den desolaten Zustand in Bayern aus.

Soziale Spaltung stoppen

Der VdK lässt die Muskeln spielen mit seiner Aktion „soziale Spaltung stoppen“. Was durchaus verständlich ist, hat er doch nach eigenen Angaben allein im Juli 2017 immerhin 4226 neue Mitglieder gezählt – „ein Rekord“, so der VdK-Landesvorsitzende in Bayern Michael Pausder. Insgesamt habe der VdK in Bayern 665 000 Mitglieder. Und „VdK-Mitglieder werden immer kämpferischer und aktiver“. Bei den sieben bayerischen VdK-Großveranstaltungen im Juli 2017 seien die Hallen mit 600 bis 700 Besucher überall „rappelvoll“ gewesen.

Wie gut kennt ihr euch bei Rente und Altersvorsorge aus?

Renten-Quiz

Das Thema Rente geht Junge und Alte an, denn die Noch-Beitragszahler werden irgendwann selbst Rentenempfänger. Was weißt du über Rente, Demographie, Altern und Ruhestand?

Bestenliste: Renten-Quiz

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Warum die Rente mit 63 so stark gefragt ist

2016 waren es mehr als 241 000, die die abschlagsfreie Rente mit 63 gestellt haben, 2017 dürfte es vermutlich weniger sein. Dazu kommen noch die Arbeitnehmer, die mit Abschlag früher in Rente gehen. Warum ist die Rente mit 63 Jahren so gefragt?

Mal ehrlich, wer die Möglichkeit hat, geht früher – Ausnahmen bestätigen die Regel. Das Arbeitsleben ist in den vergangenen Jahren stressiger geworden, viele Stellen für Ältere stehen auf der Kippe. Dazu kommen noch gesundheitliche Einschränkungen. Es wird ab 60 einfach mühsamer. Das gilt sowohl physisch wie psychisch. Wer gehen kann, geht häufig. Das lässt sich an den Zahlen der Deutschen Rentenversicherung ablesen.

Warum gehen 63-Jährige?

Obwohl die Unternehmen immer wieder beteuern, wie teuer ihnen die Alten sind – nur wenige unternehmen etwas, um ältere Beschäftigte zu motivieren, doch zu bleiben. Woher kommt’s, dass 63-Jährige nicht mehr wollen? Sie hören doch nicht auf, weil es ihnen so gut geht und sie sich im Job wohl fühlen – das Gegenteil ist der Fall. Der Druck hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen – „Arbeitsverdichtung“ nennt sich das verharmlosend. Sie wollen unsinnigen Ansagen aus der Führungsetage nicht mehr einfach mitmachen. Dann jedes Mal die Angst, vom Teller zu fallen – Beispiele dafür gibt’s genug. Erinnert sei nur an Siemens oder die Medienbranche, die vor allem versucht, Ältere los zu werden. Tatsächlich gehen Männer im Schnitt mit 63,9 Jahren in Rente und Frauen mit 64,2 Jahren in Rente, so die Deutsche Rentenversicherung. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter lag bezogen auf 2016 bei 64,1 Jahren.

Bosch als Ausnahme?

Sicher ist das nicht überall so, angeblich soll das bei Bosch beispielsweise ganz anders sein. Dazu führte die „Stuttgarter Zeitung“ mit dem Bosch-Geschäftsführer Christoph Kübel ein Interview, in dessen Rahme Kübel sagte: „Wir analysieren und zertifizieren dort zum Beispiel jeden Arbeitsplatz im Hinblick auf gesundheitliche Aspekte. Damit stellen wir sicher, dass Mitarbeiter auch jenseits der 60 noch arbeiten können“. Bosch hat sogar eine Tochtergesellschaft gegründet, die Pensionäre für Projekte vermittelt. Bosch ist indes eher die Ausnahme als die Regel, wie sonst ließen sich die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung deuten. Die Forderung von Stephan Sandrock, Leiter des Fachbereichs Arbeits- und Leistungsfähigkeit beim Institut für angewandte Arbeitswissenschaft  „Arbeitsplätze sollten altersgerecht eingerichtet werden“, klingt zwar gut, die Realität sieht meist anders aus.

 

Gesetz macht’s möglich

Dass so viele vorzeitig gehen, verdanken sie dem Gesetz für „Altersrente für langjährig Versicherte“, das im Juli 2014 in Kraft trat. Das Gesetz für „besonders langjährig Versicherte“ wurde schon 2012 eingeführt. Danach können Arbeitnehmer in Deutschland, die mindestens 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, ohne Einbußen bei ihrer gesetzlichen Altersrente vorzeitig in den Ruhestand gehen. Ansonsten wird das reguläre Renteneintrittsalter bis zum Jahr 2029 auf 67 Jahre angehoben.

Das Gesetz kommt meist Männern zugute. Annähernd drei Viertel derjenige, die die vorgezogene Rente in Anspruch nehmen, sind Männer, denn Frauen haben leider keine durchgehende Erwerbsbiografie.

 

Beamte als Vorreiter

Am meisten davon betroffen ist der öffentliche Dienst. Der Anteil der Betriebe liegt dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge bei mehr als 30 Prozent. In anderen Branchen seien es deutlich weniger, die früher in Rente gehen wollen.

Was machen die Betriebe, wenn die Alten gehen? Mehr als die Hälfte der Betriebe plane Neueinstellungen, nur ein Viertel wolle mit internen Umstrukturierungsmaßnahmen reagieren, etwa durch technische und organisatorische Veränderungen, um die Älteren halten.

Ost-West-Unterschiede

Zwischen West- und Ostdeutschland sind dabei deutliche Unterschiede festzustellen. Im Westen sind dem IAB zufolge elf Prozent der Betriebe betroffen, in Ostdeutschland 15 Prozent. Das liege an der Altersstruktur, das heißt, in ostdeutschen Betrieben sind die Beschäftigten älter.

 

Eine Frage zum Schluss: Wer hat bereits Erfahrungen gemacht mit der Rente ab 63? Würde mich auf Reaktionen freuen.



Warum die Rentenlücke zwischen Frau und Mann so groß ist

Es vergeht im derzeitigen Wahlkampf kaum ein Tag, an dem in den Medien nichts über die Renten, deren Sicherung und etwaige Wahlversprechen zu lesen ist. Jetzt sind durch Nachfrage der Grünen-Bundestagsfraktion neue Zahlen zur Rentenlücke zwischen Männern und Frauen bekannt geworden. Demnach klafft immer noch eine große Lücke zwischen dem Einkommen von Männern und Frauen. Warum ist die Rentenlücke so groß? Wie kommt es dazu und wie verläuft die Entwicklung?

Rentenlücke bei 53 Prozent

Die gute Nachricht vorweg –  die Rentenkluft zwischen Männern und Frauen wird kleiner. Allerdings nur in winzigen Schritten. Deutschlandweit hat sich die Differenz bei der Altersvorsorge zwischen Männern und Frauen von 2010 bis 2015 um lediglich vier Prozent verringert. Das heißt, die Lücke hat sich jährlich nur um 0,8 Prozent seit 1995 geschlossen. Diese Daten stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion, erklärt Spiegel Online. Danach haben Frauen nur 47 Prozent der Bezüge von Männern zur Verfügung. Das heißt im Umkehrschluss, die Lücke in Deutschland beträgt noch immer 53 Prozent. In den alten Bundesländern gibt es sogar einen sogenannten „Gender Pension Gap“ (Geschlechter-Renten-Lücke) von 58 Prozent. Wesentlich geringer fällt sie in den östlichen Bundesländern aus: Hier gehen die Renten zwischen Männern und Frauen „nur“ um 28 Prozent auseinander. Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, rechnet gegenüber Spiegel Online vor, dass es „bei jetzigem Tempo noch bis etwa 2080“ dauert, „bis die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern geschlossen ist“. FOCUS-Online hat genau hinterfragt, wo Rentner am meisten bekommen und wo am wenigsten.

Gründe für die Rentenlücke

Mehrere Faktoren sind die Ursache für diese Kluft und die nur allmähliche Verbesserung: Da unser Rentensystem auf jährlichen Einzahlungen in die Rentenkasse beruht, spielen Faktoren wie die Erwerbsbeteiligung, die Teilzeitquote oder Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit – etwa durch die Kinderbetreuung – eine maßgeblich Rolle für die Berechnung der Bezüge. Natürlich ist auch die Höhe des Gehalts ein entscheidender Faktor: Denn die Grundlage für die Berechnung sind Entgeltpunkte, die sich aus den „beitragspflichtigen Jahresverdiensten“ ergeben, erklärt dieser Ratgeber zur jährlichen Renteninformation. Darüber hinaus sind die Gehälter nach wie vor ungleich verteilt: Der Bruttostundenlohn von Frauen ist durchschnittlich noch immer um 21 Prozent niedriger als der von Männern. Zudem übernehmen Frauen häufiger die Kinderbetreuung und die Altenpflege: So investieren sie im Schnitt 52,4 Prozent mehr unentgeltliche Pflegearbeit für die Betreuung von Angehörigen als Männer. Die Zahlen zeigen, dass die Politik in Deutschland auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch eine sozialpolitische Großbaustelle zu betreuen hat.

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Wer wo wie lange lebt in Deutschland und warum

Der Frage, wer wo wie lange lebt, ist das Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Rostock nachgegangen. Interessant war vor allem, ob es noch Ost-West-Unterschiede bei der Lebenserwartung gibt. Ja, aber kaum noch, so das Fazit. Vor allem die Frauen im Osten haben den Demographie-Experten zufolge den Rückstand gegenüber den Frauen im Westen nahezu aufgeholt.

Im Westen kommen Frauen auf 82,8 Jahre

Um es kurz zu machen – im Westen lag die durchschnittliche Lebenserwartung der Frauen bei 82,8 Jahren, im Osten bei 82,6 Jahren (Stand 2015); bei den Männern ist die Ost-West-Kluft noch etwas größer. Eine Studie von 2015 ergab, dass Männer im Osten im Schnitt 76,6 Jahre alt werden, Männer im Westen 78,0 Jahre. 2017 sieht die Situation schon ganz anders aus, wie der „Tagesspiegel“ im Juni 2017 schreibt. In Deutschland könne ein neugeborener Junge derzeit mit 78,2 Jahren rechnen; ein Mädchen komme auf 83,1 Jahre. Tendenz steigend. Im Deutschland während der Kaiserzeit hatten Neugeborene dem „Tagesspiegel“ zufolge hierzulande grade mal die Aussicht, 43 zu werden.

Wer wo wie lange lebt – abhängig von Wirtschaftskraft

Noch eins ist den Experten aufgefallen: Die Lebenserwartung hängt auch von der Wirtschaftskraft einer Region ab. Im Ruhrgebiet und im Saarland werden die Menschen nicht so alt – im Schnitt wohl gemerkt. Dafür fallen der Südwesten und der Süden Bayerns positiv auf. Statt Ost-West-Kluft bei der Lebensdauer gibt es den Forschern zufolge jetzt eine Süd-Nord-Kluft. Am ältesten werden die Frauen im Süden: Spitzenreiter bei der durchschnittlichen Lebenserwartung der Frauen ist Baden-Württemberg mit 83,6 Jahren, gefolgt von Sachsen, Bayern und Hessen. Der Atlas der Lebenserwartungen gleiche immer mehr einem Flickenteppich mit bundesweit einzelnen starken und schwachen Regionen, da auch im Westen Gebiete mit strukturellen ökonomischen Problemen zurückfallen. Das fiel auch dem „Tagesspiegel“ auf. Sie berufen sich dabei auf eine Studie des Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung.

Wo mehr Reiche wohnen, wird man älter. Weniger extrem als in den USA lässt sich das auch hierzulande nachweisen. So ergab eine Studie, dass man im Landkreis Starnberg im Durchschnitt gut acht Jahre länger lebt als in Pirmasens. Und das Robert-Koch-Institut hat errechnet, dass Männer aus benachteiligten Schichten in Deutschland zehn Jahre früher sterben als Geschlechtsgenossen aus bessergestellten Familien. Männliche Neugeborene der ärmsten Kategorie kommen demnach auf 70,1 Jahre, die wohlhabendsten auf 80,9 Jahre. Bei Frauen sind es 76,9 und 85,3 Jahre.

Das Ruhrgebiet fällt zurück

Lagen die Kreise mit der kürzesten Lebensspanne der Frauen 1996 noch im Osten, häufen sie sich jetzt den Forschern des Max-Planck-Instituts in Nordrhein-Westfalen. „Diese Teile des Ruhrgebiets sehen zwar auf der Karte klein aus, haben aber ähnlich viel Bevölkerung wie ein ostdeutsches Bundesland“, sagt Demograf Rembrandt Scholz. Das Schlusslicht unter den Bundesländern bei der Lebenserwartung der Frauen, das Saarland, liegt ebenfalls im Westen.

So habe eine Studie ergeben, dass Menschen im Landkreis Starnberg im Durchschnitt gut acht Jahre länger leben als in Pirmasens. Und das Robert-Koch-Institut hat dem „Tagesspiegel“ zufolge errechnet, dass Männer aus benachteiligten Schichten in Deutschland zehn Jahre früher sterben als Geschlechtsgenossen aus bessergestellten Familien. Männliche Neugeborene der ärmsten Kategorie kämen demnach auf 70,1 Jahre, die wohlhabendsten auf 80,9 Jahre. Bei Frauen sind es 76,9 und 85,3 Jahre.

„Heute liegen deutschlandweit vor allem hoch entwickelte Regionen vorne“, so Rembrandt Scholz vom Max-Planck-Institut. Das hänge auch mit Wanderungsströmen zusammen. Hoch entwickelte Regionen ziehen Menschen mit hohem Bildungsgrad an, die deutlich länger leben.

Das Berlin-Institut hat auch festgestellte, dass „im Endeffekt die Lebenserwartung vor allem an zwei Faktoren hängt: Sozialstatus und Bildung“. Beides bedinge einander, es beeinflusse Einkommen und berufliche Stellung, Wohnsituation, Ernährung, Risikoverhalten – alles ganz wesentliche Faktoren für Gesundheit und langes Leben.

Damit haben gerade Vorruheständler in Baden-Württemberg und Bayern, zuvorderst Frauen, eine deutlich längere Spanne, die sie genießen können. Die Grafik unten spricht für sich.

Weiterführende Links:

Wer wo wie lange lebt

Wer wo wie lange lebt – Flickenteppich mit Süd-Nord-Gefälle. Ost-Deutschland hat aufgeholt, dafür ist das Ruhrgebiet zurückgefallen, wie aus einer Studie des Max-Planck-Institut hervorgeht

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Warum Taschenuhren für Männer mehr sind als ein Accessoire

Der Rhythmus der Zeit scheint in der modernen Welt an Fahrt aufzunehmen. Dennoch, viele Moden, Musikstile und auch manche technischen Geräte erleben heutzutage ihr Revival – so auch Taschenuhren. Vintage ist en vogue. Dabei erinnern die filigrane Fertigung und die alte Optik an eine Zeit, in der Gegenstände von Hand und für die Ewigkeit hergestellt wurden. So sind Qualitätsprodukte entstanden, die heute viel wert sein können. Das erklärt auch, warum Taschenuhren für Männer mehr sind als nur Accessoire.

Durch das Comeback wird die Taschenuhr neben ihrem Dasein als modisches Accessoire nunmehr auch für Liebhaber attraktiver, die sich nicht dem Sammeln besonders teurer Stücke verschrieben haben. Denn einige Zeitmesser stellen auch eine echte Wertanlage dar. Besonders Spezialfunktionen wie ein ewiger Kalender, die Angabe von Schaltjahren oder die Anzeige von Mondphasen – im Fachjargon Komplikationen genannt – tragen zur Wertsteigerung bei. Oft stehen hinter solchen Uhren überaus renommierte Firmen, die eine lange Tradition vorweisen können. Patek Philippe beispielsweise, eines der letzten unabhängigen Familienunternehmen und als Hersteller der kompliziertesten Luxus-Uhr der Welt bekannt, feierte 2014 bereits sein 175. Jubiläum. „Herkunft ist wie eine Lehre, die jede Generation aufs Neue absolvieren muss.“, resümiert Thierry Stern, Leiter des Unternehmens.

Vom Kirchturm in die Tasche

Zum Ursprung der Taschenuhr gibt es verschiedene Überlieferungen. Eines steht jedoch fest: Peter Henlein baute Anfang des 16. Jahrhunderts als erster deutschsprachiger Hersteller eine Uhr mit einem speziellen mechanischen Antrieb, der so kompakt war, dass die Uhr am Körper getragen werden konnte. Die Taschenuhr war geboren und die Zeit nicht mehr einzig am Kirchturm abzulesen. Die ersten Taschenuhren waren mit nur einem Zeiger ausgestattet und den Wohlhabenderen vorbehalten. Diese steckten sie, an einer Kette befestigt, in ihre Westentaschen. So wurde die Taschenuhr bald zum sozialen Statussymbol. Während des Ersten Weltkrieges musste sie aber einer Weiterentwicklung ihrer selbst weichen, der Armbanduhr. Denn diese erwies sich im Gefecht als deutlich praktischer. Seither wurde die Armbanduhr in zahllosen Varianten zum Standard für jedermann.

Accessoire für den modernen Mann

Heutzutage steht die Taschenuhr für Exklusivität und Eleganz. Zückt man sie aus einer dazu passenden Anzugweste, sorgt das vielerorts für faszinierte Blicke – ob auf einer Hochzeit, bei einer Geschäftsfeier oder in der Bahn. Auch in Kombination mit legerer Kleidung sorgt die Taschenuhr für ein elegantes Erscheinungsbild. Der moderne Mann weiß um die Qualität und die Finesse der kompakten Zeitmesser. Auf diese Weise Luxus und Eleganz auszustrahlen, muss dabei nicht unerschwinglich sein: Marktplätze wie Chrono24 bieten Taschenuhren renommierter Hersteller bereits ab hundert Euro an. Uhrenliebhaber bekommen dafür nicht nur einen zuverlässigen und dabei äußerst eleganten Chronometer, sondern auch eine lohnenswerte Geldanlage – denn Uhren wie diese sind auf ihre eigene Weise zeitlos.
Bildrechte: Flickr Taschenuhr SKranzPhotos




Wem was schenken? Ein Plädoyer für originell-praktische Geschenke

Ein runder Geburtstag steht an, eine Abschiedsfeier, ein Grünkohl-mit-Pinkel-Essen oder ein Grillabend – was mitbringen? Mal ehrlich, wer kennt schon den Geschmack des Gastgebers oder der Gastgeberin so ganz genau? Warum nicht etwas Praktisches mitbringen? Klingt vielleicht einfallslos, muss es aber nicht sein. Originell-praktische Geschenke haben völlig zu unrecht nicht den besten Ruf. Ein Körbchen mit verschiedenen Senf-Sorten, ein Marmeladen-Bukettt ist originell und nützlich. Umso besser, wenn es dazu noch kreativ eingepackt. Also, warum nicht mal alltagstaugliche Geschenke?

Geschenke für den Haushalt

Edelstahlseiher, Kochlöffel, Küchenscheren, Teigschaber – also, wer da als Hobbykoch nicht ins Schwärmen kommt! Dekorativ verpackt und mit einem sinnigen Spruch garniert kommt bei vielen Freude auf. Wer nicht genau weiß, was er dem Anderen unbedingt schenken kann, ist mit einem Utensilien-Körbchen gut beraten. Dafür taugen im Grunde genommen sämtliche Küchen-Utensilien. Originelle Geschenkideen & Geschenkkörbe für die Küche schließen auch Zutaten wie Essig und Öl, Estragon und Muskat, Tee und Kaffee, Käse und Wein ein. Wie gesagt, nett präsentiert, macht das immer etwas her. Klar, dass bei der Auswahl der Geschmack des Beschenkten im Vordergrund stehen sollte. Passend zu den Zutaten kann ja jeder das Geschenk durch passendes Zubehör ergänzen. Das kann eine Käsereibe sein, Flaschenöffner oder Teekanne – in Kombination mit edlen Delikatessen sind diese Utensilien perfekte Geschenke für begeisterte Hobbyköche. Und nebenbei dekorative Elemente auf dem Esstisch. Wer gerne den Kochlöffel schwingt, freut sich bestimmt über eine originelle Schürze, die viel Platz für eine kreative Gestaltung bietet. Wer es besonders persönlich gestalten will, näht sie selbst oder lässt sie mit dem Namen des Beschenkten besticken. Mal ehrlich, wer jetzt noch nicht weiß, was er schenken soll, ist selber schuld.

Für passionierte Bastler – wie wär’s mit selbst gefertigten Topfuntersetzer, Tischsets und Frühstücksbrettchen, oder mit einer selbst gebauten Käseplatte im Loch-Design? Auf dieser Seite gibt es die Bauanleitung für dieses originelle Küchenutensil.

Was nur Männern schenken?

Bei Männern wird’s vielleicht etwas schwieriger. Was wünschen sie sich? Praktisches Zubehör fürs Auto macht sich als Geschenk ganz gut. Wie lässt sich ein Auto aufhübschen? Das können Radkappen sein, allerdings muss der Schenkende schon wissen, welches Auto der Beschenke fährt. Im Zweifel eignen sich:

  • Autoreiniger und Scheibenschwamm
  • Navigationssystem
  • Eiskratzer mit integriertem Handschuh
  • eine Plane zum Schutz oder bei Frost
  • Überzüge oder Kissen für die Sitze
  • Einparkhilfe mit Farb-Display

Auto-Liebhaber freuen sich sicher auch über ein aufregendes „Erlebnis-Geschenk“. Das kann eine Spritztour mit einem Cabrio sein oder ein rasanter Besuch auf einer Rennstrecke – alles bequem online zu buchen. Ach ja, an der Stelle darf der ADAC nicht vergessen werden: Warum nicht mal einen Gutschein für ein ADAC-Fahrtraining verschenken? Der ADAC bietet diverse Kurse zur Fahrsicherheit an.

Bild: © istock.com/caracterdesign




Warum auch Bestager der Spielsucht verfallen – und wie damit umgehen?

„Sechzig Jahre und kein bisschen weise …“ – das Lied von Curd Jürgens gilt leider für so manche Ältere, die oft stundenlang vorm Daddelautomaten hängen, nicht los kommen vom Computer und immer noch hoffen, beim Lotto das große Los zu ziehen. Schleichend wird aus dem Vergnügen dann Sucht. Wie lässt sich mit Spielsucht umgehen?

Egal, ob Lotto, Casinospiele oder Sportwetten – viele Menschen können mit Glücksspielen nicht umgehen und fallen irgendwann der Spielsucht anheim. Derzeit leiden einer Studie der Bundeszentral für gesundheitliche Aufklärung zufolge schätzungsweise 650 000 Menschen in Deutschland unter einem problematischen Spielverhalten – vermutlich sind es noch weit mehr. Sie überschreiten immer wieder die Grenzen, die es beim Spielen einzuhalten gibt. Der Weg in die Sucht ist nicht immer leicht zu erkennen. Besonders, da viele Betroffene das Glücksspiel zuerst als reinen Zeitvertreib und wegen des Unterhaltungsfaktors anfangen.

Die Nachfrage nach Glücksspielen ist jedenfalls da. Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter von Casinospielen. Portale, wie das Onlinecasino-austria.at entdecken jeden Tag neue Betreiber, die sie auf Herz und Nieren prüfen und bewerten. Schätzungen zufolge spielt derzeit etwa dritte Deutsche öfter mal ein Glücksspiel. Männer scheinen besonders gefährdet zu sein.

Wie kommt es zur Spielsucht?

Wie kommt es zur Spielsucht? Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Nur so viel, je rasanter der Spielverlauf, desto höher das Suchtpotenzial. Zocker verlieren da schon mal den Überblick über ihre Einsätze – und vor allem über ihre Verluste. Irgendwann können diese Spieler dann nicht mehr mit dem Glücksspiel aufhören. Dieser Meinung ist jedenfalls Dr. Anja Bischof von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Lübeck. Sie befasst sich mit der Suchtforschung und Suchttherapie und weiß, dass der Kontrollverlust mit einer sozialen Isolation einhergeht, was daraufhin zu schwerwiegenden Folgen für den oder die Betroffenen führt, wie den Verlust des Arbeitsplatzes, Schulden und Trennung vom Partner. Letztlich verlieren Spielsüchtige nach und nach den Bezug zur Realität.

Wer ist davon betroffen?

Zum einen sind Menschen mit Hang zum Narzissmus und Kontrollstörungen eher spielsuchtgefährdet als stabile Menschen. Zum anderen geraten viele Männer, Arbeitslose und Personen mit Migrationshintergrund in die Spielsucht, da sie das Glücksspiel nutzen, um aus ihrer miserablen Lage zu kommen. Diese Idee geht allerdings meistens nach hinten los. Besonders hoch sind die Zahlen der Spielsüchtigen bei jungen Leuten und Jugendlichen. Auch hier sind es vorwiegend die Männer, die an einem problematischen Spielverhalten leiden.

Wie mit Spielsucht umgehen?

Wer merkt, dass er plötzlich den ganzen Tag daddelt, bei dem sollten die Alarmglocken klingeln. Besonders, wer ständig die Einsätze erhöht. Das schlimme dabei, Spielsüchtige nutzen auch Geld, das sie eigentlich gar nicht haben. Wer bemerkt, dass Stress und Probleme im Alltag über Hand nehmen und diese mit weiterem Zocken kompensiert werden, sollte sich dringend Hilfe holen – oft leichter gesagt, als getan. In Deutschland gibt es zahlreiche Hilfsmaßnahmen, Therapieangebote und professionelle Unterstützung bei Spielsucht. Viele Beratungsstellen bieten darüber hinaus kostenlose und anonyme Gespräche an. Bei einer ausgeprägten Spielsucht ist zudem ein ambulanter oder stationärer Klinikaufenthalt möglich. Denn Glücksspielsucht ist als Krankheit anerkannt. Die Kosten für die Behandlung können von der Krankenkasse übernommen werden.

Sich selbst auf die Finger schauen

Wer auf das Glücksspiel nicht verzichten will und gerne regelmäßig spielt, kann einer Spielsucht mit einfachen Mitteln entgegenwirken – Pausen einplanen und nur im konzentrierten Zustand spielen. Wichtig ist ferner, sich ein Limit zu setzen, das auf keinem Fall überschritten werden darf. Was gar nicht geht, zu versuchen Verluste wieder wett zu machen. Und noch etwas, Spielen und Alkohol sind eine gefährliche Kombination.




Renten steigen bis 2030 im Schnitt um zwei Prozent

Jedes Jahr zwei Prozent mehr – um so viel sollen die Renten in Deutschland bis 2030 steigen. Die 20,8 Millionen Rentner können damit rechnen, dass die Bezüge bis dahin um durchschnittliche 2,1 Prozent pro Jahr steigen. Das geht zumindest aus den Modellrechnungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hervor. Insgesamt sollen sich die Renten im Schnitt bis 2030 um 35 Prozent erhöhen. Parallel dazu sinkt allerdings das Rentenniveau von derzeit 48 auf 47 Prozent im Jahr 2024, danach geht es weiter nach unten bis auf 44,5 Prozent im Jahr 2030. Im vergangenen Jahr sahen die Prognosen noch etwas positiver aus – da sollten die Renten bis 2029 noch um 41 Prozent steigen.

Beitragssatz steigt auf 21,8 Prozent

Im Rentenversicherungsbericht 2016 des BMAS stehen noch mehr interessante Details. So wird 2030 der Beitragssatz auf 21,8 Prozent gestiegen sein, der Standardrentner bekommt dann 1844 Euro monatlich, das entspricht einem Rentenniveau von 44,5 Prozent. Standardrentner ist eine Modellperson, die 45 Jahre Beiträge eingezahlt und wie der Durchschnitt verdient hat. Das BMAS geht davon aus, dass die Beschäftigten riestern und 2030 monatlich 278 Euro bekommen. Zusammen mit der gesetzlichen Rente macht das dann 2122 Euro aus, was einem Sicherungsniveau von 51,2 Prozent entspricht.

Im Schnitt nur 1025 Euro Rente

Weitere wichtige Daten: Zurzeit gibt es rund 20,8 Millionen Rentner in Deutschland – 200 000 mehr als 2015. Standardrente ist das eine, tatsächlich ausgezahlte Rente das andere. Laut Rentenversicherungsbericht wurden 2015 im Schnitt an Männer 1025 Euro Rente pro Monat ausgezahlt. In Ostdeutschland war der Wert mit 1076 Euro etwas höher als im Westen mit 1012 Euro. Frauen bekommen deutlicher weniger. Im Westen erhielten sie im Schnitt 586, im Osten 838 Euro. Dass Frauen im Osten mehr bekommen als Frauen im Westen liegt daran, dass Frauen in den neuen Ländern mehr gearbeitet haben – sie konnten ihre Kinder schon früh in die Krippe, den Kindergarten oder Hort geben. Glücklicherweise leben viele Frauen nicht allein, so dass noch andere Einkünfte hinzukommen. Deswegen sind die Nettoeinkommen der Rentnerhaushalte meist deutlich höher.

Am 24. November wollen Union und SPD bei ein Rentenreformpaket schnüren. Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) will noch bis Ende November ein Rentenkonzept vorlegen.

Rentenniveau

Entwicklung des Rentenniveaus seit 2000
 StandardverdienstStandardrenteRentenniveau
200023.34112.35652,9
200123.78512.51252.6
200224.08312.74652,9
200324.24412.92553,3
200424.34112.89153,0
200524.38912.82152,6
200624.50112.79652,2
200724.90712.78151,3
200825.42512.84050,5
200925.10113.05552,0
201025.63213.23251,6
201126.44113.25350,1
201227.24913.46549,4
201327.84713.61248,9
201428.55313.74348,1
201529.310*13.95547,6
201630.020*14.36747,9
201748,1**
*vorläufig**erwartetQuelle: Deutsche Rentenversicherung