Was Impulskontrolle mit Rente zu tun hat – und weiß-blau mit Altersvorsorge

Mit der gesetzlichen Rente allein lässt sich der Lebensstandard nicht halten – Zusatzvorsorge ist nötig. Dafür aber müssen die Jungen frühzeitig anfangen zu sparen und ab und an mal auf etwas verzichten. Impulskontrolle nennt sich das. Und was hat das jetzt bitte schön mit weiß-blau zu tun?

Weiß-blau – so sieht ein Eisbecher aus mit Kokos-Curaçao-Eis plus Sahne. Umso stimmiger, wenn der Eisbecher einen blauen Fuß hat. Ein kulinarischer Traum, der sich nur noch durch einen Espresso toppen lässt. Das Ganze für 5,85 Euro. Statt Eisbecher könnte es natürlich auch ein Cocktail Margarita, Mai Tai oder White Lady sein – alles schön mit Curaçao.

Genuss statt Geld – gönn‘ dir was

„Gönn‘ dir was!“, heißt die Devise. Das Leben ist zu kurz, um es nicht in vollen Zügen zu genießen. Außerdem, was sind schon 5,85 Euro? Geld wird überschätzt. Was zählt ist Genuss, das Leben ist schon hart genug.

Okay, 5,85 Euro mal zwölf sind schon 70,20 – ganz abgesehen davon, dass es ja nicht bei einem Eisbecher bleibt, dazu kommt vielleicht ein Aperol Spritz, ab und an mal ein Weißbierchen … Am Ende des Monats sind so aus 5,85 Euro locker mal 50, 60 oder 70 Euro geworden. Einfach so durch die Speiseröhre verschwunden – und du wunderst dich, wo das Geld geblieben ist.

Was soll das heißen? Kommt jetzt der Wink mit dem Zaunpfahl? Mit dem Geld ließe etwas Besseres anstellen – sparen vielleicht? Nur wo bliebe dann der Spaß am Leben?

Bier aus dem Kasten statt in der Kneipe

Na ja, irgendwie schon. Zumindest sollen die Zeilen zum Nachdenken anregen – nachdenken worüber? Über lieb gewordene Gewohnheiten. Klar, wer auskömmlich verdient, denkt vielleicht nicht darüber nach, wenn er hier mal ein paar Euros für einen Eisbecher ausgibt oder für ein schnelles Feierabend-Bier. Aber das Feierabend-Bier zuhause gekippt, kostet eben keine 3,50 oder teilweise sogar 3,90 Euro, sondern nur 85 Cent. Das gleiche gilt natürlich für den Cappuccino und den Eisbecher. Du sparst also 2,65 Euro bei jedem Bier – beim Eisbecher dürfte es sicher noch mehr sein.

Mit ein bisschen Impulskontrolle – und dem Verschieben deiner Bedürfnisbefriedigung auf später – könntest du locker 50 Euro pro Monat zur Seite legen, ach was heißt 50 Euro, es könnten sogar mehr sein. Ganz abgesehen davon, dass dein Leben nicht immer „to go“ funktionieren muss. Entschleunigung als Alternative? Warum nicht!

Altersvorsorge ist uncool

Also kommt jetzt doch der Verweis auf die Altersvorsorge? Ja! Die Kokos-Curaçao-Eisbecher, auf die du in jungen Jahren verzichtest, vervielfachen sich im Laufe der Jahre, vorausgesetzt du investierst das gesparte Geld optimal.

„Ach komm‘, hör‘ mir auf mit Altersvorsorge!“, wirst du jetzt vielleicht sagen – „klingt uncool“. Kann gut sein, aber aus deiner Entscheidung heute, folgt, ob du mit 63 Jahren in Rente gehen kannst oder eben erst mit 67, weil die gesetzliche Rente nicht reicht – und sie wird nicht reichen. „Es ist ein Mythos, dass sich der Lebensstandard durch die gesetzliche Rente halten lässt“, warnt Rentenexperte Bernt Rürup. Wer sich im Alter nicht deutlich einschränken wolle, müsse also zusätzlich vorsorgen, so sein Credo, wie er es in „compass“, dem Kundenmagazin von Comdirect formuliert. Die Rentenexpertin und Buchautorin Helma Sick („Ein Mann ist keine Altersvorsorge“) bläst bei „jetzt“ ins gleiche Horn:

Natürlich seien junge Leute keine Großverdiener. Aber es stimme einfach nicht, dass sie kein Geld hätten. Coffee to go, Fast Food, Fitnessstudiobeiträge, Maniküre, Waxing, Krimskramsläden, Drogerieeinkäufe – oft gebe man viel mehr Geld aus als nötig. Man solle sich bei allem, was man überlegt zu kaufen, fragen: Ist das jetzt ein Must have oder nur Nice to have? Dinge der zweiten Kategorie könne man sich sparen. Man dürfe sie sich schon mal gönnen, aber eben nicht ständig. Jeder könne eine Summe zwischen 50 oder 100 Euro im Monat zurücklegen, davon ist Sick überzeugt.

Klar, 50 Euro pro Monat ist nicht die Welt – es könnte aber ja auch mehr sein. Übrigens sind 50 Euro pro Monat aufs Jahr gerechnet immerhin 600 Euro. Was lässt sich damit anfangen? Angenommen, du legst noch was drauf, dann lassen sich aus den 600 Euro locker tausend draus machen.

Wie seinen Eisbecher-Standard halten?

Tausend Euro pro Jahr, das sind in zehn Jahren 10 000 Euro, in 20 Jahren 20 000 Euro – nominal wohlgemerkt, denn real sind diese 20 000 Euro in 20 Jahren bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1,5 Prozent nur noch 14 850 Euro wert. Anders ausgedrückt, dein Kokos-Curaçao-Eis plus Sahne mit Espresso kostet dann keine 5,85 Euro mehr sondern 7,88 Euro. Dann denkst du vielleicht wehmütig an 2017 zurück. Für deine 20 000 Euro bekämst du dann nur noch 2538 Eisbecher, heute sind es noch 3418.

Eigentlich hast du nur eine Chance, deinen Eisbecher-Standard zu halten: Du investierst richtig – mit sparen kommst du leider nicht weit. Übrigens, was das Wort „eigentlich“ betrifft – du kannst natürlich auch uneigentlich reich heiraten, etwas erben oder sonst wie zu Geld kommen. Dann sind die kommenden Zeilen hinfällig

Eisbecher aus mit Kokos-Curaçao-Eis plus Sahne – was hat das mit Altersvorsorge zu tun? https://goo.gl/iwXPAk vorunruhestand.de #retirement #icecream #glace #curacao #retraite #retirementprovision #blue #white #bluewhite #bleu #blanc

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Besser reich heiraten als sparen?

Wenn jedoch nicht, dann musst du dich wohl mit dem Thema Investieren befassen, willst du dir auch im Alter den einen oder anderen weiß-blauen Eisbecher oder Cocktail können. Rentenexperte Rürup deutet schon mal an, was du anstellen musst, um dir im Alter etwas zu gönnen: „Je jünger, desto mehr Aktien, aber bitte breit gestreut!“.

Tja, „breit gestreut“, klingt gut – und heißt nicht, möglichst viele Einzelaktien zu kaufen. A propos Aktien, sind die nicht casino-mäßig gefährlich? Die Börse ist kein Casino, denn langfristig – und die Betonung liegt auf „langfristig“ – bringen Aktien je nach Land und Börse zwischen fünf und neun Prozent Rendite pro Jahr. Aber zurück zu den Aktien und dem Breit-Streuen. Das geht natürlich am besten, in dem du gleich einen ganzen vorkonfektionierten Korb kaufst, so etwas wie den Dax oder den S&P 500, einen Index also. Und diesen Index kannst du kaufen – nennt sich dann Indexfonds oder ETF (Exchange-Traded Fund).

In 20 Jahren 43 400 Euro

Also zurück zu deinem Eisbecher plus Espresso, auf den du verzichtest und den 1000 Euro Einsparung im Jahr – das macht auf den Monat umgerechnet 83,33 Euro. Runden wir auf 85 Euro auf und denken wir 20 Jahre in die Zukunft. Nehmen wir weiter an, du erzielst mit einem ETF-Sparplan durchschnittlich sieben Prozent Rendite pro Jahr – und das 20 Jahre lang. In einigen Jahren wird es weniger sein, in anderen Jahren mehr, deswegen der Durchschnitt. In 20 Jahren hast du bei 85 Euro im Monat insgesamt 20 400 Euro selbst gespart, dazu kommt ein Plus von 23 000 Euro – macht zusammen 43 400 Euro. Übrigens, die sieben Prozent sind eher pessimistisch angesetzt: Der Dax schaffte in den vergangenen 20 Jahren acht Prozent, der amerikanische Akienindex S&P 500 annähernd siebeneinhalb Prozent, der MDax sogar zehn Prozent. Wie wäre es denn, zwei ETFs zu kombinieren – auch das ist keine Hexerei.

Je jünger, desto mehr Aktien

Im Alter könntest du dir über zehn Jahre pro Monat 360 Euro selbst auszahlen, bis dein Eisbecher-Einspar-Vermögen aufgezehrt ist. Mit dem Geld lässt sich natürlich auch etwas Anderes anstellen, beispielsweise eine Weltreise finanzieren.

Wie gesagt, je jünger du bist, desto mehr Aktien dürfen es sein: Beim S&P 500 sind die Aktien der 500 größten US-Unternehmen gebündelt, beim MDax sind es 50 Firmen aus der zweiten Reihe – beide zusammen genommen repräsentieren somit 550 Unternehmen. Das Risiko ist also breit gestreut – nicht nur regional, sondern auch in punkt Währung und Branchen.

Also, worauf noch warten? Wenn nicht jetzt, wann dann.


Ironblogger München Logo

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Dieser Artikel ist mein Beitrag zur diesjährigen Blogparade der Münchner Ironblogger – übrigens nicht die erste ihrer Art. Dieses Mal geht es um das Thema weiß-blau oder blau-weiß. Vor mir schrieb Matthias J. Lange über „Wie das Playmobil-Reporterset 3468 meinen Berufswunsch beeinflusste“. Am Donnerstag, den 20. April ist Lutz Prauser mit seinem Blog „wasserfrosch“ dran. 




Deutsche halten trotz Real-Verlust am Sparbuch fest

Es ist nur schwer zu verstehen, aber die Deutschen halten trotz Fast-Null-Zinsen am Sparbuch fest und trotz Real-Verlust. Das Sparbuch ist immer noch die beliebteste Anlage der Deutschen. Im vergangenen Jahr hatten immerhin noch 40 Prozent der Deutschen ihr Geld auf einem Sparbuch angelegt. Das Erstaunliche dabei, sie wissen sehr wohl, dass sie damit real Vermögen verlieren, denn die Inflation kletterte im Januar auf 1,9 Prozent, während die Zinsen nur hauchdünn über der Nullmarke liegen. Wer so handelt, vernichtet auf Dauer sein reales Vermögen.

Glaube ans Sparbuch hält sich hartnäckig

Die GfK in Nürnberg hat jüngst die Diskrepanz zwischen „zwischen Meinung und Wirklichkeit“ anhand einer Umfrage aufgedeckt. Was erschreckt, selbst heute noch halten zwölf Prozent der Verbraucher das klassische Sparbuch für „attraktiv“.

Der Realzins ist längst schon negativ - schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Der Realzins ist längst schon negativ – schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Ähnlich groß ist die Diskrepanz bei Gold und der betrieblichen Altersversorgung. Sie meinen zwar, dass Gold durchaus Renditechancen habe, nur sechs Prozent der von GfK Befragten habe aber Gold im Tresor oder Depot. Xetra-Gold, sprich, das in Euro bewertete Gold, ist von Anfang 2008 bis heute um mehr als hundert Prozent gestiegen, anders ausgedrückt, es hat sich im Wert verdoppelt. In Dollar bewertet, war das Plus nicht ganz so groß: Anfang 2008 kostete eine Feinunze 860 Dollar, heute notiert Gold bei 1220 Dollar – immer noch ein Plus von mehr als 40 Prozent. Da kann kein Sparbuch mithalten. Was die betriebliche Altersversorgung betrifft, so halten 42 Prozent für attraktiv, nur 18 Prozent nutzen sie.

Immobilie weit oben auf der Beliebtheitsskala

Beliebt bei den Deutschen ist auch Immobilie (46 Prozent), der Bausparvertrag (29 Prozent), die private Rentenversicherung und die private Kapitallebensversicherung (jeweils 21 Prozent) sowie das Tagesgeldkonto (18 Prozent). Tja, und einige machen gar nichts mit ihrem Geld, sondern bunkern es unter der Matratze – der GfK zufolge sind es ganze 23 Prozent.

Aktien kommen nur langsam

Auch wenn die Deutschen ihr Geld mehrheitlich lieber sicher anlegen, gewönnen Aktien und Investmentfonds langsam an Attraktivität. 2016 landen sie laut GfK mit jeweils 20 Prozent auf den Plätzen sieben und acht des Attraktivitätsrankings, während zwölf Prozent (Aktien) und 15 Prozent (Investmentfonds) der Befragten bereits wirklich in diese Anlageformen investieren. Erstaunlich, die Deutschen werden Aktien gegenüber langsam etwas aufgeschlossener – im Gegensatz zu Franzosen, Italienern und Briten. „Nur sieben Prozent der Italiener, 13 Prozent der Franzosen und 19 Prozent der Briten halten Aktien für attraktiv“, so die GfK.




Wie Urlauber und Überwinterer im Ausland an ihr Geld kommen

Mit Kreditkarte zahlen ist im Ausland ja ganz einfach und weltweit akzeptiert. Was tun, wenn die Karte weg ist? Wie kommen Urlauber und Überwinterer im Ausland an Geld?

Ein längerer Urlaub, Überwintern oder gar dauerhaftes Auswandern ins Ausland ist für viele Rentner und Pensionäre längst eine attraktive Option. Die Hauptgründe sind vor allem das schöne Wetter und die niedrigen Lebenshaltungskosten – auch und gerade außerhalb der EU. Thailand und die Türkei sind bei Deutschen überaus beliebt. Wer länger bleiben will, muss natürlich einiges mit Rente, Versicherung und Fiskus klären; für Überwinterer ist es einfacher.

Beiden kann es indes passieren, dass Geld, Karte und Pässe gestohlen werden. Dann heißt es, schnell aktiv zu werden: Zuerst einmal die Karte sperren lassen und parallel dazu „Kuno“ nutzen, ein freiwilliges System von Polizei und Wirtschaft zur Reduzierung von Betrug im elektronischen Lastschriftverfahren.

Was tun bei Karten- und Pass-Verlust?

Stehlen Kriminelle EC- oder Kreditkarte – das gilt auch, wenn sie verloren gehen – im Ausland, dann greift der Bestohlen am besten sofort zum Telefon und lässt die Karte sperren. Wer sich zu viel Zeit lässt, so kann ihm das angelastet werden. Bei grober Fahrlässigkeit haftet der Herausgeber der Karte nicht. Einige Kartenfirmen verlangen eine Selbstbeteiligung von 150 Euro. Übrigens, der Karten-Sperr-Notruf ist 24 Stunden an sieben Tagen die Woche erreichbar – unter bundesweit 116116 oder vom Ausland 0049 116116, es geht auch unter 0049 030 4050 4050.

Bei Verlust von Personalausweis, Führerschein, Reisepass oder sonstigen wichtigen Dokumenten hilft die deutsche Botschaft oder das Konsulat. Zeitnahe Ausstellung von Ersatzdokumenten kann besonders wichtig sein, wenn diese an Grenzen oder Flughäfen benötigt werden. Ebenso hilft die deutsche Botschaft auch bei der Kontaktaufnahme zu Familie oder Freunden in der Heimat sowie bei der ersten Notfallversorgung mit Bargeld.

Bei Geldverlust – Finanztransfer ins Ausland

Schnell wieder zu Geld zu kommen nach dem Verlust von Karte und Pass – kein Problem: Es gibt ja die Blitzüberweisung. Überweisungen innerhalb des SEPA (Single Euro Payments Area), also im EU-Ausland, sind schnell und kostengünstig möglich. Beim außereuropäischen Ausland stellt sich oft das Problem sehr hoher Gebühren und langer Bearbeitungszeit.

Da hilft der Online-Geldtransferdienstleister Azimo weiter. Der Zahlungsdienst bedient über 190 Staaten und verschiedene Währungen bei Auslandsüberweisungen. Die Gesamtkosten übersteigen selten mehr als ein bis zwei Prozent der Überweisungssumme, sprich, vergleichsweise günstig, bei herkömmlichen Überweisungen sind meist drei bis vier Prozent fällig. Allerdings kommt da ja auch noch der Wechselkurs dazu. Wie lange so eine Überweisung dauert? Bei Azimo beispielsweise zwischen zwei und vier Tagen, abhängig von der Einzahlungsart.




Hat der Weltspartag ausgedient? Geldanlegen im Zinstief

Sparen bei 0 Zins – lohnt sich das noch? Wie an jedem letzten Werktag im Oktober – seit 1924 übrigens – feiern auch dieses Jahr wieder die Sparkassen den „Weltspartag“, obwohl es eigentlich nichts zu feiern gibt.

Der Slogan „dein Sparschwein – ein wertvoller Schatz. Mach mehr daraus“, klingt wie Hohn. Für Guthaben auf dem Sparbuch zahlt die Stadtsparkasse München beispielsweise 0,01 Prozent Zinsen pro Jahr – immerhin nicht „0“, das traut sie sich nicht, noch nicht. Damit lässt sich nicht „mehr aus seinem Geld machen“, wie die Sparkassen propagieren.

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Eigentlich sollten die Sparkassen und Volksbanken – auch bei den Volks- und Raiffeisenbanken gibt’s meist nur 0,01 Prozent – diesen Tag still und heimlich begraben. Denn seinen Zweck, Kinder fürs Sparen zu begeistern, erfüllt er angesichts dieser Zinssätze sicher nicht.

Früher gab’s höhere Zinsen

Das war schon mal anders, wie wir Alten uns sicher erinnern können. Da war das Spar-Büchse-Leere ein freudiges Ritual. Wer kann sich noch an die alten Sparbüchsen erinnern? Da kam der Mann von der Sparkasse mit seinem Schlüssel, leerte die Büchse, zählte das Geld und trug die Zahl ins Sparbuch ein. Lang ist’s her.

Dank Gespartem plus Zins konnten sich die Kinder dann ein Rad leisten oder etwas Anderes. Finanzprofi Robert Halver sagte vor einiger Zeit, der

„Weltspartag ist kein Freudentag mehr, er ist ein Volkstrauertag“.

Schuld daran ist die Europäische Zentralbank (EZB). Ihr Chef Mario Draghi hat die Zinsen auf 0 gedrückt – und verlangt von Banken und Sparkassen Strafzinsen, wenn sie ihr Geld bei der EZB parken. Das heißt, die Finanzinstitute wollen gar kein Geld mehr, weil sie für Überschüssiges ja Strafgebühren zahlen müssen.

Sparen ist kontraproduktiv

Sparen ist sogar kontraproduktiv bei einem Zins von 0,01 Prozent, denn gleichzeitig verliert das Geld an Wert wegen der Inflation, die mittlerweile wieder bei 0,7 Prozent liegt. Das heißt, wer sein Geld zur Sparkasse bringt, verliert pro Jahr 0,69 (0,7 minus 0,01) Prozent. Der Inflationscheck von Ypos veranschaulicht das sehr bildlich.

Wer wirklich noch Zinsen für sein Geld bekommen will, muss schon anderswo suchen – beispielsweise bei Zinsplattformen wie Zinspilot, Weltsparen und Savedo, die Einlagen bei Banken im europäischen Ausland ermöglichen und mittlerweile Milliarden eingesammelt haben.

Draghi zwingt Anleger zu mehr Risiko

Oder er muss etwas mehr Risiko eingehen und beispielsweise auf Indexfonds (ETF) setzen. Das Frankfurter Fintech-Unternehmen Ginmon hat dafür einen interessanten Ansatz gewählt – mit digital verwalteten ETFs. Lars Reiner, Gründer und Geschäftsführer von Ginmon erinnert sich zwar noch gern daran, wie er mit seinem Großvater vor 20 Jahren am Weltspartag die Sparkasse besucht hat:

„Feierlich wurden 100 Mark auf mein Konto eingezahlt; die Verzinsung betrug zwei Prozent“. Sein Opa habe sich sogar noch an Zeiten von deutlich über vier Prozent erinnern können. Am 91. Weltspartag stelle sich Reiner sich mittlerweile die Sinnfrage, ob sich der Weltspartag durch die niedrigen Zinsen nicht selbst abgeschafft hat. „Dass die Geldinstitute am Weltspartag auch heute noch gut besucht sind, liegt an den Werbegeschenken“, vermutet Reiner.




Wie sich beim Strom sparen lässt – und mehr Geld zum Leben bleibt

Beim Strom sparen? Das geht. Darüber sollten gerade Rentner nachdenken mit kleiner Rente. Denn, weniger Stromkosten bedeutet, es bleibt mehr Geld zum Leben. In der Regel eröffnet die Stromrechnung reichlich Sparpotenzial. Darüber hinaus lässt sich aber auch durch sparsamere Geräte Strom sparen – und das alles ohne Einbußen bei der Lebensqualität. Mit ein paar Tipps lässt sich das Leben erleichtern und die Stromrechnung drücken. Es kommt eben beim Stromsparen auf das Gewusst-wie an.

Zwei Möglichkeiten zum Strom sparen

Grundsätzlich gibt es zwei Maßnahmen, bei den Stromkosten im Haushalt zu sparen:

  • So lohnt sich das Energiesparen ganz nach dem Motto „Was ich nicht verbrauche, muss ich auch nicht bezahlen“.  Übrigens, gilt das nicht nur für Strom.
  • Zum anderen – zusätzlich oder für sich gesehen – bringt ein günstiger Stromtarif eine ganze Menge, vor allem eine niedrigere Monatsrechnung.  Dank Internet lassen sich die möglichen Tarife heute leicht und schnell vergleichen, auch der Wechsel ist meist ganz einfach – und der Vertragsabschluss ist sofort und ebenfalls online möglich. Gerade ältere Menschen sind häufig noch beim örtlichen Stromversorger in Vertrag – doch der ist oft deutlich teurer als die überregionalen kleineren Stromanbieter, von denen es mittlerweile mehrere Hundert in Deutschland gibt. Zusammengefasst, mit dem Wechsel zu einem anderen Stromanbieter und energieeffizienten Elektrogeräte bessern Rentner ihr Haushaltsbudget auf.

Ein Wechsel des Energieanbieters macht übrigens oft auch beim Umzug Sinn, da der bestehende Vertrag ohnehin gekündigt werden muss. Eine Neuorientierung ist dann leicht möglich und hilft, den günstigsten Energieversorger zu finden. Was sonst noch beim Umzug im Alter zu beachten ist, steht übrigens hier im Blog-Beitrag „Die besten Tipps für den Umzug im Alter“.

Strom sparen im Haushalt

Küchen-Haushaltsgeräte

Küchen-Haushaltsgeräte.

Kühlschrank, Waschmaschine, Mikrowelle, Mixer, Friteuse, Entsafter, Küchenmaschine, Waffeleisen – Elektrogeräte sind oft die größten Energiefresser im Haushalt. Dabei ist es gerade dort recht leicht, Energie einzusparen. Es lohnt sich, Stromfresser gegen sparsamere Geräte auszutauschen. Beim Kauf sind die sparsameren am Energieeffizienzlabel zu erkennen. Wann immer finanziell möglich, sollten hier Geräte der höchsten Klasse die erste Wahl beim Neukauf sein. Die zusätzlichen Kosten beim Kauf amortisieren sich im Laufe der Betriebszeit.

Eine weitere Möglichkeit zu sparen, bietet sich durch die Nutzung von Sparprogrammen – bei modernen Elektrogeräten heute Standard. Besonders bei Waschmaschinen und Geschirrspülern kann der Energieverbrauch durch Sparprogramme gesenkt werden. So muss beispielsweise die Spülmaschine nicht zwingend mit 65 Grad laufen. In den meisten Fällen bringen auch niedrigere Temperaturen das gewünschte Reinigungsergebnis.

Noch mehr Tipps, wie sich im Haushalt effektiv Strom sparen lässt, sind unter „Energie-Spartipps“ aufgelistet.

 

 

Bild 1: © istock.com/Stadtratte

Bild 2: © istock.com/kazoka30




Richtig Geld für den Ruhestand anlegen damit es bis ins hohe Alter reicht

Wie richtig Geld anlegen, damit es bis ins hohe Alter reicht? Diese Fragen stellen sich viele. Und die Frage wird immer drängender, denn die Bundesbürger leben so lange wie noch nie – das Durchschnittsalter deutscher Frauen betrug 2014 immerhin 81,4 Jahre, während Männer 74,7 Jahre alt wurden. Wer sein Geld falsch angelegt hat, gefährdet im Alter seine Existenz. Nicht selten müssen dann die eigenen Kinder für die alten Eltern einspringen, weil die Reserven nicht mehr reichen.

Durchschnittlicher Ruhestand –  20 Jahre

Seit den 1960er-Jahren verdoppelte sich die Lebenszeit nach Ende des Arbeitslebens: Früher betrug die Lebenszeit im Ruhestand nur zehn Jahre, heute durchschnittlich 20 Jahre – Tendenz steigend. Gleichzeitig ist aber auch das Zinsniveau gefallen. Mittlerweile liegt der Leitzins bei null und der Zins für die Einlagen der Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) sogar bei minus 0,4 Prozent. Das dramatische Folgen für Geldanlagen von Senioren – und natürlich auch für die der aktiven Beschäftigten. Denn eines ist klar, allein auf die gesetzliche Rente kann sich heute keiner mehr verlassen – sie deckt nur noch etwa 50 Prozent des letzten Einkommens ab.

Doch mit einigen Änderungen lässt sich Geld sicher anlegen und bringt dennoch Ertrag. Noch immer setzen vor allem ältere Menschen auf das Tagesgeldkonto. Doch das ist nicht zeitgemäß, da es keine Zinsen auf das Ersparte gibt – und ohne entsprechende Rendite hat der Ruheständler auch keine Chance, im Alter seinen Wohlstand zu erhalten. Auch die zweite liebste Anlageform, die Lebensversicherung, bringt nicht mehr genügend Rendite.

Mehr Rendite durch smartes Anlegen

Geld anlegen auf intelligente Art, aber wie? Quelle:istockInzwischen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Geld auch weit vor dem Ruhestand anzulegen. Vom klassischen Konto bis hin zu Anlagemöglichkeiten bei Banken, die das Geld nach ethisch ökologischen Kriterien verwalten, ist für jeden eine passende Variante dabei. Der Bundesverband deutscher Banken empfiehlt älteren Anlegern, die Zinsen zu vergleichen. Denn so ist die Geldanlage trotzdem sicher und die Rendite liegt über den derzeit üblichen mageren Zinsen. Wer sein Geld risikoreicher in Aktien investieren möchte, sollte die Faustformel „100 minus Lebensalter“ berücksichtigen. Das bedeutet bei einem 70-jährigen, dass dieser höchstens 30 Prozent seines Vermögens in Aktien anlegen sollte. Wer nicht selbst einzelne Aktien mühselig heraussuchen möchte, kann beispielsweise auch in einen Mischfonds oder in Indexfonds investieren. Indexfonds bilden einen Index wie den Dax nach. Die Kosten sind vergleichsweise niedrig, ferner kann ein Indexfonds jederzeit über die Börse ge- und verkauft werden.

Geld anlegen auf intelligente Art, aber wie? Quelle:istock

Der Zinseszins macht den Unterschied

Bei einem Rentner machen selbst kleine Differenzen im Zins einen großen Unterschied aus. So ist beispielsweise bei einem Vermögen von 50 000 Euro und einer Entnahme von 750 Euro monatlich das Guthaben bereits nach noch nicht einmal sechs Jahren aufgebraucht. Selbst wenn nur 500 Euro entnommen werden, reicht das Geld nur noch acht Jahre.

Tipp: 

Die Rendite kann anstatt mit Aktien auch mit langlaufendem Festgeld aufgepeppt werden. Je länger das Geld liegen gelassen wird, desto höher die Rendite. Solch gut verzinsten Festgeldkonten gibt es allerdings in der Regel ausschließlich bei Online-Banken.

Weiterführende Links:

Fotos: ©istock




Die Alten hauen das Geld auf den Kopf

Ja, die Alten hauen das Geld auf den Kopf, das heißt, sie konsumieren. Denn, der Nullzins animiert nicht zum Sparen, deswegen hauen die Leute das Geld lieber auf den Kopf – vor allem die Alten. Jeder Dritte von den über 60-Jährigen spart nicht länger. Wozu auch, es gibt ja keine Zinsen mehr. Die Stadtsparkasse verlangt künftig sogar Strafgebühren für schlechter Verdienende, die noch immer auf Papierauszüge bestehen. Das sind die Folgen der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Keine Lust aufs Sparen

Aber der Reihe nach: Die Comdirect veröffentlicht regelmäßig ihren Spar- und Anlageindex. Das Ergebnis ist dieses Mal überaus interessant: Die Deutschen haben keine Lust mehr auf Sparen: „26 Prozent der Bundesbürger geben an, im vergangenen Monat gar nichts oder weniger als 50 Euro auf die hohe Kante gelegt zu haben“, so das Ergebnis der Comdirect-Untersuchung. Erstaunlich dabei, vor allem die ältere Generation zähle momentan eher den Sparmuffeln. So hat „bei den über 60-Jährigen jeder Dritte (35 Prozent) fast nichts gespart“. Die Jüngeren sind offensichtlich mittlerweile etwas anders gestrickt, denn von den 18- bis 29-Jährigen gaben nur 17 Prozent an, nichts zu sparen.

Konsum der Deutschen

Konsum sei den Deutschen derzeit wichtiger, als zu sparen. Und wie viel legen die Deutschen im Schnitt so zur Seite? Der Umfrage zufolge sind es 109 Euro. Bei dieser Betrachtung darf allerdings nicht vergessen werden, dass viele auch nichts zurückliegen können, weil sie mit ihrem Gehalt oder der Rente so gerade über die Runden kommen – und am Monatsende nichts übrig bleibt.

Es ist zum Haare ausraufen, trotz Nullzins lassen die meisten ihr Geld noch immer auf dem Girokonto liegen oder zahlen ihres Euros aufs Sparbuch ein. Die beliebtesten Anlageformen sind – die Top Ten Geldanlage.

Die Top-Ten-Geldanlagen

So legten die Deutschen im März ihre Ersparnisse an:

  1. Girokonto (56%)
  2. Sparbuch (52%)
  3. Tagesgeld (37%)
  4. Bausparvertrag (32%)
  5. Lebensversicherung (31%)
  6. Altersvorsorge (30%)
  7. Bargeld (30%)
  8. Fonds (19%)
  9. Festgeld (19%)
  10. Aktien (15%)

Der comdirect Spar- und Anlageindex erscheint monatlich und gibt Aufschluss darüber, ob Privatpersonen in Deutschland tendenziell eher sparen oder konsumieren. Der Index basiert auf einer repräsentativen Befragung von 1.600 Bundesbürgern, die vom Marktforschungsinstitut Toluna durchgeführt wird. Er spiegelt das Verhalten der Privatpersonen mit Blick auf ihre Anlagen und Ausgaben wider – und damit ihre Sparneigung.

Sparindex der Comdirect

Sparindex der Comdirect

Tipps zur Geldanlage von Mr. Dax, Dirk Müller

https://www.youtube.com/watch?v=nam9T_8jdN8

Weiterführende Links:




Draghi enteignet die deutschen Sparer

Draghi enteignet die deutschen Sparer, auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen. Die Europäische Zentralbank (EZB) unter ihrem Chef Mario Draghi greift zu radikalen Mitteln und schafft den Zins gleich ganz ab. Der Leitzins sinkt von 0,05 Prozent auf 0,0 – in Worten „null“ – Prozent. Der Einlagezins für Banken, die ihr Geld bei der EZB parken, sinkt von minus 0,3 auf minus 0,4 Prozent, sprich die Banken zahlen Strafzinsen.

Mit diesen Mitteln will Draghi Deflation und Konjunkturschwäche im Euro-Raum bekämpfen. Gleichzeitig enteignet er die deutschen Sparer, die für ihr Geld künftig nichts mehr bekommen – und es besser zuhause bunkern, denn die Banken werden dazu übergehen, ebenfalls Strafzinsen einzuführen und ihre Kunden belasten.

Schulden machen ohne Ende

Damit nicht genug, Draghi sammelt immer mehr Anleihen ein, teils von fragwürdigen Staaten wie Italien, die ihre Schulden nie und nimmer werden zurückzahlen können. Weil es davon wahrscheinlich nicht genug gibt, weitet Draghi das Aufkaufprogramm sogar auf Unternehmensanleihe aus. Statt 60 Milliarden will Draghi ab April monatlich für 80 Milliarden Schuldenpapiere aufkaufen.

Bald Strafgebühren fürs Girokonto

Draghis stellt sich vor, dass die Banken künftig mehr Geld verleihen – das Gegenteil wird passieren, denn werden wohl die Zinsen erhöhen müssen, um die Strafzinsen bei der EZB zahlen zu können. Und noch etwas wird passieren: Die Banken werden künftig mehr Bargeld horten, um nicht bestraft zu werden, wenn sie Geld zwischenparken.

Börsianer profitieren von Nullzinsen

Die Börsianer freut’s – der Deutsche Aktienindex Dax schoss um mehr als zweieinhalb Prozent nach oben in Richtung 10 000 Punkte. Den deutschen Sparer schlägt er aber mit diesen Maßnahmen ins Gesicht, denn sie müssen sich jetzt endgültig von Tagesgeld verabschieden. Parallel dazu fällt der Euro-Kurs wie ein Stein und büßte mehr als einen Cent ein.

Was das für die Rendite deutscher Staatsanleihen bedeutet, veranschaulicht folgende Grafik:

Renditen für Staatsanleihen im freien Fall

Renditen für Staatsanleihen im freien Fall

Außer den Sparern werden vor allem die Lebensversicherer unter Draghis Radikalkur leiden. Denn als Großanleger müssen sie ebenfalls Parkgebühren zahlen. Staatsanleihen werfen künftig überhaupt nichts mehr ab – im Gegenteil, die Versicherer werden künftig noch Geld zahlen müssen, wenn sie dem Staat Geld leihen. Damit trifft Draghi auch deutsche Rentner und Pensionäre, die immer weniger von ihrer Lebensversicherung haben.

Weiterführende Links:

https://twitter.com/SZ/status/707884188578533376

https://twitter.com/TARGOBANK/status/707919013595226112

https://twitter.com/thinkBTO/status/707139129419669504

https://twitter.com/_JennyGER_/status/711804794927783936

 

 




Wie Vorruheständler ihr Vermögen retten

Tagesgeld und Anleihen können die Geldentwertung kaum noch bremsen. Wer sein Vermögen real erhalten will oder sogar noch mehren, muss umdenken. Sachwerte heißt die Devise!

 Plus-minus-null kommt heraus, wer sein Vermögen auf einem Tagesgeldkonto parkt, denn die Inflationsrate liegt bei 0,3 Prozent und der durchschnittliche Zinssatz für Tagesgeld liegt exakt auf dem gleichen Niveau. Die reale Verzinsung nach Abzug der Inflation liegt als bei exakt null Prozent. Dabei ist die Steuer noch nicht berücksichtigt. Mit Staatsanleihen ist auch kein Staat mehr zu machen. Die Durchschnittsrendite liegt Ende Januar bei 0,26 Prozent. Selbst zehnjährige Papiere werfen nur noch ein knappes halbes Prozent ab, fünfjährige notieren bereits im Minus, das heißt, Anleger zahlen dem Staat sogar noch Geld dafür, dass sie ihm welches leihen dürfen. Eine verkehrte Welt. Wie bitte schön, soll da ein Vorruheständler oder Rentner sein Vermögen erhalten oder gar vermehren? Ist leider ungerecht, aber Tatsache.

Sachwerte! Aber welche?

Was bleibt angesichts dieser Gemengelage noch übrig? Sachwerte! Nur welche? Klar, Aktien wären eine Alternative. Die beiden Crashs 2000 bis 2003 und 2008 bis 2009 haben leider vielen Deutschen Dividendenpapiere verleidet. Nach dem Platzen der sogenannten Internetblase 2000 verlor der Dax mehr als 60 Prozent an Wert. 2008 war es zwar nicht ganz so schlimm, der Index büßte dennoch die Hälfte ein. Aktionäre haben eine Durststrecke von 13 Jahren durchlitten. Auf lange Sicht kommt eigentlich keiner an Aktien vorbei. Allerdings kommt es sehr auf die Auswahl an – und da sind Dax-Werte, sprich die Aktien aus dem Deutschen Aktienindex nicht unbedingt erste Wahl. Manche ausländischen Papiere sind stabiler als deutsche Werte aus der deutschen Börsen-Oberliga.

Der Zins ist abgeschafft

Mit festverzinslichen Wertpapieren ging es vielen in diesem Zeitraum zwar besser, aber der Notenbankchef Mario Draghi macht es Fans von Anleihen zurzeit alles andere als leicht, noch an Zinspapiere zu glauben. Mit seiner jüngsten Entscheidung drückte er den Zins, den die Banken zahlen müssen, wenn sie ihr Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) deponieren, auf minus 0,3 Prozent. Der Leitzins liegt schon seit September 2014 bei 0,05 Prozent. Und wie es aussieht, dürfte Draghi den Einlagesatz für Banken im März noch ein Stück ins Minus drücken – schlechte Aussichten für Zinsjäger. Für Bundesanleihen gibt es ja schon seit langem fast nichts mehr.

Genau hinschauen bei Immobilien

Leider ist die Auswahl alles andere als leicht. Vielen Ruheständlern fällt beim Wort Sachwerte sofort die Immobilie ein. Leider sind die Immobilienpreise bereits stark gestiegen, vor allem in den sogenannten Schwarmstädten wie München, Regensburg, Heidelberg und Freiburg beispielsweise. Dorthin zieht es junge Leute mit der Folge, dass die Mieten steigen und die Immobilienpreise. 20 Euro Warmmiete pro Quadratmeter sind durchaus üblich. Der Quadratmeter überbauter Raum kostet in München im Schnitt 6500 Euro. Für eine Drei-Zimmer-Wohnung legen Investoren locker mal mehr als eine halbe Million Euro auf den Tisch. Dazu kommen fünf bis sieben Prozent Grunderwerbsteuer plus Notar und sonstiges – sind weitere 30 000 Euro. Wer eine entsprechende Wohnung für 1200 Euro kalt vermieten kann, darf sich glücklich fühlen. Das bringt eine vermeintliche Rendite von 2,6 Prozent – brutto wohlgemerkt, denn davon ab gehen Instandhaltung, Versicherung und sonstige Kosten, so dass die 2,6 Prozent schnell auf zwei Prozent zusammenschrumpfen. Das Risiko von Mietnomaden oder Leerstand ist dabei ebenfalls nicht berücksichtigt. Gut, wer in Schwarmstädten eine Immobilie kauft, kann davon ausgehen, dass sie im Wert steigt. Wer ein entsprechendes Objekt kaufen will, sollte zumindest 20 bis 30 Prozent Eigenkapital mitbringen – das sind immerhin 100 000 bis 150 000 Euro. Ganz abgesehen davon, dass Immobilienkäufer ein Klumpenrisiko eingehen, was für Vorruheständler und erst recht für Ruheständler nicht zu vernachlässigen ist. Das heißt, wer sich eine Immobilie als Altersvorsorge zulegen will, sollte sich das Objekt schon sehr genau ansehen. Wie heißt es so schön unter Makler, wenn’s darum geht was zählt: „Lage, Lage, Lage“. Dabei gilt, dass wer in einer A-Stadt wie München kauft, kann auch eine B-Lage nehmen, wer auf eine B-Stadt wie Augsburg schielt, sollte eine A-Lage nehmen.

Immobilienfonds als Alternative?

Allein dieser kurze Ausflug zeigt schon, dass eine pauschale Bewertung nicht so einfach ist. Entscheidend ist, wie eine Stadt wächst, wie sich die Kaufkraft entwickelt und die sonstigen Rahmenbedingungen. Grundsätzlich gilt für die Immobilie, dass sie nicht als spekulatives Element zu sehen ist.

Wem das Klumpenrisiko zu groß ist, greift zu offenen Immobilienfonds. Die gesetzlichen Regeln haben sich zwar verschärft, sie gelten aber nur für offene Immobilienfonds, die über die Fondsgesellschaft gekauft werden. Wer Immobilienfonds über die Börse kauft und verkauft, ist von Regeln wie Rückgabe erst nach einjähriger Kündigungsfrist und Mindesthaltedauer 24 Monate nicht betroffen. Immerhin werfen einige offene Immobilienfonds Renditen von 2,5 bis drei Prozent ab – allerdings, nach Abzug der Gebühren bleibt davon nicht mehr allzu viel übrig. Wer sich damit zufrieden gibt, sollte bei der Auswahl unbedingt darauf achten, wie sich der Fonds in der Vergangenheit entwickelt hat – und wie die Portfolio-Struktur aussieht.

Gold als Münzen, Barren oder Zertifikat

Bleibt noch Gold: Das Edelmetall schützt ein Vermögen langfristig. Binnen acht Jahren hat sich der Wert von Xetra-Gold, sprich Gold in Euro gemessen, nahezu verdoppelt. Da kann der Dax nicht mithalten. Gold ist das Mittel zur Werterhaltung par excellence, denn es ist nicht einfach vermehrbar wie Papiergeld. Von der Antike bis heute waren Goldmünzen beispielsweise als Notreserve beliebt. Bei Gold fallen zwar vielen noch immer Münzen und Barren ein, wem das aber zu umständlich ist, kann – ganz abgesehen von den Kosten – auch ein Papier wie Xetra-Gold kaufen. Das ist mit physischem Gold hinterlegt – und der Käufer kann sich den Gegenwert in Gold auszahlen lassen. Das Papier wird an der Börse gehandelt. Gold ist als einziger Sachwert lagerfähig – im eigenen Tresor oder bei der Bank. Das gelbe Metall bringt zwar keine Zinsen, angesichts der gegenwärtigen Situation ist das aber kein Problem. Weiterer Vorteil von Gold: Es ist leicht handelbar und Anleger können Gold in kleinen Stückelungen kaufen – von einem Gramm bis zu einem Kilo, von einer zehntel Unze bis zu zehn Unzen. In Krisen ist das von Vorteil. Deswegen gehört Gold – oder auch andere Edelmetalle wie Platin und Silber – in jedes Depot.

Die Mischung macht’s

Allein dieser kurze Ausflug verdeutlicht, dass es nicht „die“ eine Lösung gibt, um sein Vermögen abzusichern. Die Mischung macht’s: Schön, wer im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung lebt, noch besser, wenn er einige Aktien sein eigen nett, die regelmäßig Dividende abwerfen – und für Krisenzeiten beruhigt eine Notreserve in Form von Goldmünzen oder –barren.

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Disclaimer:

Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier enthaltenen Aussagen sind nicht als Angebot oder Empfehlung bestimmter Anlageprodukte zu verstehen. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Wertpapiere erwähnt werden. Der Beitrag soll lediglich einen Überblick über die Möglichkeiten geben und die selbständige Anlageentscheidung erleichtern. 




Wie lässt sich die Versorgungslücke schließen?

Wie lässt sich die Versorgungslücke schließen, die sich bei den meisten Rentnern auftut? Ja, Versorgungslücke! Das ist der Unterschied zwischen dem letzten Gehalt und den Bezügen in der Rente. Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen oder diesen Umstand einfach ausblenden – gesetzlich Rentenversicherte merken im Alter, dass auf ihrem Konto am Monatsende deutlich weniger eingeht. Das Erschreckende an der Versorgungslücke ist, dass viele Deutsche gar nicht wissen, was sie im Alter an Geld erwarten dürfen. Sie verlassen sich immer noch weitgehend auf die gesetzliche Rente. Der CDU-Sozialexperte Karl Schiewerling (CDU) fordert deswegen einen Altersvorsorge-Pass, der ausweist, wie viel jeder Einzelnen an privater und betrieblicher sowie gesetzlicher Rente zu erwarten hat und was ihm nach Abzug von Sozialversicherung und Steuern netto noch übrig bleibt. Den Altersvorsorge-Pass wird es allerdings so schnell nicht geben. Viele sind da ziemlich ahnungslos. 

Höhere Rentenbeiträge für höheres Rentenniveau
Sinkendes Rentenniveau führt zur Altersarmut
Viele Junge juckt Altersvorsorge herzlich wenig
Wehe, wenn die heile Rentenwelt zerbricht
Heute Niedriglohn – morgen arm im Alter
Rente – was unterm Strich übrigbleibt

Dass wir gesetzlich Rentenversicherten eine Versorgungslücke haben, ist ohne Zweifel. Wie die Versorgungslücke schließen? Bestimmt nicht mit Tages- und Festgeld, mit den Zinsen aufs Sparbuch schon gleich gar nicht. Bundesanleihen sind ebenfalls kein probates Mittel, um die Versorgungslücke zu schließen. Als einzig rationale Alternative bleibt nur die Aktie – oder besser gesagt: die Aktien.

Wie die Versorgungslücke schließen?

Dass ein Anleger sein Vermögen nicht nur auf eine Aktie setzen sollte, versteht sich von selbst. Nicht von ungefähr stammt die alte Börsianerweisheit „Nie alle Eier in einen Korb“. Um es noch mal klipp und klar zu sagen: Wer in Aktien investiert, muss diversifizieren, sprich, sein Vermögen verteilen. Aber damit hat er gute Chancen, die Versorgungslücke zu schließen.

Diversifizieren, aber richtig

Klingt leichter gesagt als getan. Wie diversifizieren? In deutsche Aktien, in europäische Aktien oder Dividendenpapiere aus den Schwellenländern? Jein. Angesichts der jüngsten Turbulenzen an der Börse dürfte es wohl jedem klar sein, wie risikoreich Einzelinvestments sind. Manche Werte verlieren an nur einem Tag gleich zehn, zwölf und mehr Prozent. Kann ja sein, dass sie den Verlust schon bald wieder aufholen, diese Schwankungen stressen allerdings und halten viele davon ab, in Dividendenpapiere zu investieren.

Entgegen der landläufigen Meinung gilt die Losung „no risk, no fun“ bei der Vermögensanlage eben nicht. Es muss besser „less risk, more fun“ heißen. Wie verschiedene Studien belegen, werfen weniger riskante Investment meist mehr Rendite ab.

Indexfonds als Lösung

Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Die Lösung heißt: Fonds – und Fonds sind ja auch nichts anderes als Aktienkörbe. Wobei wieder zu unterscheiden ist zwischen aktiv gemanagten Fonds und Indexfonds. Bei der ersten Kategorie kümmert sich ein Fondsmanager über die Anlage in Aktien. Er kauft und verkauft mit dem Geld der Anleger Aktien und versucht, möglichst viel Rendite zu erwirtschaften. Dumm nur, dass er dafür eine Gebühr verlangt, die natürlich Performance kostet, sprich an der Rendite nagt. Mega-dumm, dass die überwiegende Mehrzahl der Fondsmanager es nicht schafft, besser zu sein als der Markt, sprich besser als ein Index wie der Dax oder der S&P 500.

Also doch nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber wie gesagt, mit den aktiv gemanagten Fonds konkurrieren Indexfonds. Das sind Fonds, die einen Index wie den Dax 1:1 nachbilden – und deswegen auch weniger Kosten in Form von Gebühren.

Mega-Trends und der richtige Mix

Mittlerweile bietet die Fondsbranche auf fast jeden Index einen entsprechenden Fonds an, auch ETF genannt: Exchange Traded Fund, ein Fonds, der problemlos an der Börse ge- und verkauft werden kann, wie eine Aktie.

Also, alles ganz easy? Jein, immer noch nicht. Es kommt auf den Index an. Der Dax beispielsweise ist wie der Name schon vermuten lässt, ein ziemlich übermütiger Heißsporn, der auch schon mal 40 Prozent fällt und steigt. Nichts für schwache Gemüter. Außerdem stellt der Dax ein Klumpenrisiko dar – alles deutsche Aktien, alle von Großkonzernen, dazu noch bank-, auto- und chemie-lastig. Erst jetzt kam mit Vonovia ein Immobilienkonzern dazu. Ach ja, die Versorger E.on und RWE sind dazu noch ziemlich von staatlichen Stellen abhängig. Weiterer Nachteil: Zwei Drittel der Dax-Aktien gehören Ausländern, vor allem aus dem Dollar-Raum. Der Dax ist somit auch von Währungsschwankungen betroffen.

Der amerikanische Aktienindex S&P 500 ist da schon eine bessere Wahl, denn der Index ist viiiel breiter aufgestellt, wie schon der Name sagt. Allerdings gehen deutsche Anleger da auch ein Währungsrisiko ein.

Indexfonds als Anlage-Alternative

So, Schluss mit der Miesmacherei – die Lösung heißt Branchen-Index-Fonds. Klingt sperrig, ist es aber nicht. Die Idee dahinter: Anleger sollten auf die wirklichen Mega-Trends dieses Jahrtausends setzen – und die Mega-Trends sind nicht Elektro-Autos oder 3-D-Druck. Wir werden immer mehr, wir werden immer älter, wir werden immer reicher und wir werden immer städtischer – das sind die wahren Mega-Trends.

Bevölkerungswachstum als Chance

Die Weltbevölkerungsuhr steht auf 7,3 Milliarden. Jedes Jahr kommen 22 bis 25 Millionen dazu, sodass 2020 schätzungsweise 7,5 Milliarden den Globus bevölkern. Mehr Menschen bedeutet: mehr Essen, mehr Autos, mehr Straßen, mehr Wohnungen. Parallel zum „Mehr“ vollzieht sich auch ein gesellschaftlicher Wandel, denn wir werden nicht nur mehr, sondern global gesehen auch immer älter, immer reicher und immer städtischer. Die Landflucht anhält. Mittlerweile leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Vor zehn Jahren war das umgekehrt. Der Trend geht dabei zu Mega-Citys: Zählten 1975 weltweit erst drei Städte mehr als zehn Millionen Einwohner, so sind es mittlerweile bereits zwei Dutzend.

Reicher deswegen, weil trotz sozialer Ungleichgewichte die Wirtschaftsleistung pro Kopf stetig steigt – von 2004 bis 2012 ist das Bruttoinlandsprodukt der USA von 41 928 auf 51 748 Dollar gestiegen, das Chinas von 1490 auf 6091 Dollar.

Wir werden mehr, älter, reicher und städtischer

Wer profitiert von dieser Entwicklung? Vom „Mehr“ auf alle Fälle Nahrungsmittelkonzerne wie Nestlé, Danone, Unilever und Diageo. Die Nutznießer des “Älter“ sind Pharma- und Gesundheitskonzerne wie Novartis, Pfizer, Novo Nordisk, Johnson & Johnson, Coloplast, Roche, Merck, Sanofi und Fresenius. Wer vom „Städtischer“ profitiert? Die Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Das sind Konzerne, die Infrastruktur und Wohnungen bauen, aber auch Hersteller von langlebigen Gebrauchsgütern. Was das „Reicher“ betrifft, so gehören dazu vor allem Luxuskonzerne wie LVMH, Richemont, aber auch Reiseanbieter und die angeschlossene Hotellerie.

Vier Indexfonds für vier Mega-Trends

Anleger, die davon profitieren wollen, setzen auf die Mega-Trends – und investieren in Branchen-Index-Fonds, diese Trends abbilden.

  • Wir werden immer mehr – essen und trinken entsprechend mehr: Beim Thema Essen und Trinken ist das vergleichsweise einfach: Anleger, die auf diesen Megatrend setzen wollen, greifen am besten zu einem Indexfonds, der den Stoxx-600-Food & Beverage abbildet. Er enthält alle Größen der Branchen, neben Nestlé auch Danone und Unilever (WKN/ISIN: ETF067/LU0378435803), laufende Kosten 0,25 Prozent. Darin enthalten sind 30 Einzelaktien dieser Branchen, angefangen von Anheuser-Busch bis Viscofan. Leider gibt es keinen weltweit ausgerichteten Index-Fonds, aber der europa-fokussierte enthält weltweit agierende Großkonzerne – und ist somit global zu nennen.
  • Wir werden immer älter – und kränker: Das Thema Gesundheit lässt sich gut mit dem MSCI-World-Health-Care-Index nachbilden, der die Indexfondsbranche zu Produkten wie den db x-trackers MSCI World Health inspirierte (WKN/ISIN: DBX0G8/LU0540980223).
  • Wir werden immer städtischer: Schwieriger wird es beim Thema „städtischer“. Was ist schon „städtischer“? Ist das Infrastruktur oder sind das Immobilien? Es gibt zwar Infrastruktur-Fonds, die sind aber ziemlich unausgewogen und enthalten auch andere Aktien, die mit Infrastruktur wenig zu tun haben. Besser ist es, auf langlebige Gebrauchsgüter zu setzen, und da bietet sich ein Indexfonds wie der Lyxor-ETF MSCI World Consumer Discretionary an. Der MSCIWorldConsumer-Discretionary-Index bildet die Ansprüche der Menschen weitgehend ab, die wegen des besseren Lebens in die Stadt ziehen. Der Aktienkorb enthält Werte wie Toyota, Home Depot und Comcast sowie Time Warner. Mit 57 Prozent sind die USA übergewichtet, Japans Anteil liegt nur bei 14 Prozent, Deutschlands bei sieben Prozent. Trotz dieses Missverhältnisses hat der Index den globalen Aktienmarkt gerade in den vergangenen drei Jahren deutlich abgehängt. Lyxor bietet einen entsprechenden Fonds an. WKN/ISIN: LYX0GH/LU0533032008, laufende Kosten 0,4 Prozent.
  • Wir werden immer reicher? Wirklich? Ja! Die Völkerwanderung in Syrien, im Irak und in Teilen Afrikas darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die Mittelschicht in Asien beispielsweise wächst. Wer mehr verdient, gönnt sich schon mal etwas Besonderes. Bei den Deutschen gehört mindestens ein längerer Urlaub im Jahr zur Selbstverständlichkeit. Das gilt übrigens auch für andere Industrieländer. Nicht von ungefähr boomt die Reisebranche. Davon profitieren Airlines wie Lufthansa, Hotelketten wie Accor und Kreuzfahrtgesellschaften wie Carnival. Diese Namen finden sich auch auf der Komponentenliste des Stoxx-600-Leisure & Travel wieder, den der Indexfonds von Comstage nachbildet. Britische Aktien sind mit 60 Prozent im Index vertreten, andere europäische Werte mit 40 Prozent. Der Indexfonds kommt seit 2009 auf eine jährliche Rendite von 20 Prozent. WKN/ISIN: ETF078/LU0378437254, laufende Kosten 0,25 Prozent. Als Alternative dazu bietet sich der S&P-Global-Luxury-ETF (WKN/ISIN: A0REJ4/FR0010688226), dessen Kurshistorie freilich etwas kurz ist. Das heißt, der Fonds muss sich erst noch beweisen.

Wer auf Mega-Trends setzte, hat im Schnitt besser als der Markt abgeschnitten, besser als der Dax allemal. Doch davon in der nächsten Folge der Serie Versorgungslücke schließen.

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Aktualisiert am 14. März 2017

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