Was Wahlprogramme der Parteien für Rentner bedeuten

Die Wahlprogramme liegen auf dem Tisch. Was bringen die Wahlprogramme für Rentner? Was kosten sie Rentnern? Was darf der erwarten, der fürs Alter vorsorgt? Ein Vergleich bringt Licht ins Dunkel.

So viel vorweg – jeder kann sich die Wahlprogramme im Internet im Detail ansehen und selbst beurteilen, welche Parteien für ihn das beste Angebot hat. Jeder dürfte vermutlich das herauslesen, was er herauslesen will. Was ist mit den Rentnern und den Altersvorsorgern? Was haben sie von SPD, CDU/CSU, FDP und Linken zu erwarten?

Wie die SPD Millionen enteignet

Nehmen wir den konkreten Fall der Doppelverbeitragung von Direktversicherungen. Jeder, der fürs Alter per Entgeltumwandlung in Form einer Kapitallebensversicherung vorgesorgt hat, wurde 2004 von der rot-grünen Regierung – mit Hilfe der Union – enteignet. Das Perfide an dem von Ulla Schmidt (SPD) initiierten Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG), das 2004 wirksam wurde: Es betrifft auch Verträge, die lange vor Einführung des Gesetzes abgeschlossen worden waren. Das ist ein klarer Verstoß gegen das Rückwirkungsgesetz.

Sorry, wenn das jetzt alles etwas abstrakt klingt, Fakt ist, dass alle Betriebsrentner und Besitzer von Kapitallebensversicherungen, die einen entsprechenden Vertrag zur Entgeltumwandlung unterschrieben haben, bei der Auszahlung von den Krankenkassen geschröpft werden. Die Krankenkasse verlangen den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil der Krankenversicherung plus Pflegeversicherung. Alles in allem fehlen den Betroffenen annähernd 20 Prozent, der Auszahlungssumme.

Nur FDP und Linke reagieren

Wie reagieren die Parteien auf diesen Missstand, der Millionen mit einer entsprechenden Altersvorsorge betrifft? Mit der FDP und den Linken haben zwei Parteien begriffen, dass das GMG eine handfeste Ungerechtigkeit ist und gehen in ihren Wahlprogrammen explizit darauf ein.

Wahlprogramme der Parteien

Die FDP

So schreibt die FDP auf Seite 29 in ihrem Wahlprogramm:

Die Auszahlung von Vorsorgeverträgen darf in der Kranken- und Pflegeversicherung nicht beitragspflichtig sein, weil dies eine unfaire Doppelbelastung darstellt. Die Bundesregierung hebt die Doppelverbeitragung nur für die Riester-geförderte Altersvorsorge auf. Wir wollen eine solche Lösung für alle Konzepte der betrieblichen und privaten Altersvorsorge.“

Die Linken

Und die Linken versprechen in ihrem Wahlprogramm auf Seite 23:

Die Linke ist für eine betriebliche Altersvorsorge, die überwiegend von den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern finanziert wird. Der Ausbau der überwiegend von den Beschäftigten finanzierten betrieblichen Altersvorsorge – vor allem durch Entgeltumwandlung- darf nicht als Alibi für ein weiter sinkendes Rentenniveau missbraucht werden. Wir werden die Doppelverbeitragung mit Krankenversicherungsbeiträgen bei betrieblicher Altersvorsorge sofort beenden. Betriebsrenten dürfen nicht frei von Sozialabgaben sein. So werden die Finanzen der gesetzlichen Rentenversicherung geschwächt und die Rentenansprüche aller Versicherten – egal ob sie über den Betrieb vorsorgen oder nicht – sinken. Ungleichheit wird so verschärft.

Die Grünen

Die Grünen reden nur von „Abzocke durch Banken und Versicherer“, meinen damit aber nicht die Krankenversicherungen – ansonsten kein Wort zum GMG und der Doppelverbeitragung. Kein Wunder, das Gesetz wurde ja von einer rot-grünen Regierung eingeführt. Die Grünen wollen sogar noch mehr Staat und mehr Zugriff auf das Geld derjenigen, die fürs Alter vorsorgen, nachlesbar auf Seite 199 des Wahlprogramms.

Wir wollen deshalb einen Bürger*innenfonds in öffentlicher Verwaltung einführen und diesen sowohl für die betriebliche wie auch die private Vorsorge öffnen.“

Die SPD

Und was will die SPD? Sie will …

betriebliche Altersversorgung attraktiver machen … Wir haben einen neuen Rahmen für die betriebliche Altersversorgung geschaffen, der die Ausweitung vor allem auf kleine und mittlere Unternehmen erleichtert: basierend auf tarifvertraglichen Lösungen, verbindlich und unter Beteiligung der Arbeitgeber. Sollte diese Lösung nicht ausreichen, werden wir eine gesetzliche Verpflichtung zur betrieblichen Altersversorgung schaffen.“

Damit können Staat und Krankenkassen noch bei weit mehr Altersvorsorgern abkassieren als schon in der Vergangenheit. Die Abschaffung der Doppelverbeitragung schreibt sie bewusst nicht ins Wahlprogramm, sondern nur, dass die SPD die Grundzulage anhebt, obwohl sie einen Satz vorher schreibt, dass „die ‚Riester-Rente‚, die staatlich geförderte private Altersvorsorge, die Erwartungen bei ihrer Einführung im Hinblick auf Spartätigkeit, Rendite und Verteilung nach wie vor nicht erfüllt.

Die CDU/CSU

Die Doppelverbeitragung wurde damals von CDU/CSU abgenickt. Was schreibt die Union heute in ihr Wahlprogramm diesbezüglich? Mit dem Thema will sich die Union nicht so recht beschäftigen. Sie verweist nur auf Seite 42:

Durch das Betriebsrenten-Stärkungsgesetz haben wir die Attraktivität von Betriebsrenten deutlich verbessert, auch indem wir die Anrechnungsvorschriften bei der Grundsicherung geändert haben.

Ansonsten will sich die Union auf eine Expertengruppe stützen, die ab 2019 sich Gedanken für die Zeit nach 2030 machen soll. Sprich, die Union will das Thema am liebsten aus dem Bundestagswahlkampf raushalten.

Was die CSU wirklich von dem Thema Doppelverbeitragung hält, lässt sich am besten aus einer Antwort von Karin Eiden, Referentin für Soziales und Gesundheit bei der CSU Landesleitung herauslesen. Gefragt hat der Verein der Direktversicherungsgeschädigten (DVG). Hier ihre Antwort:

Sie beklagen verständlicherweise die finanziellen Folgen des GKV-Modernisierungsgesetz (GMG). Hierzu darf ich Ihnen Folgendes mitteilen: Die Anwendung des vollen allgemeinen Beitragssatzes auf Betriebsrenten und Versorgungsbezüge sowohl für Pflichtversicherte als auch für freiwillig versicherte Rentner ist in den zurückliegenden Verhandlungen zum GKV-Modernisierungsgesetz im Jahr 2003 damit begründet worden, dass die eigenen Beitragszahlungen der Rentner heute nur noch gut 40% ihrer Leistungsausgaben in der Krankenversicherung abdeckten. Im Jahr 1973 seien die Leistungsaufwendungen der Krankenkassen für Rentner in den alten Ländern noch zu rund 72% durch die für sie gezahlten Beiträge gedeckt worden. Um die Belastung der erwerbstätigen Beitragszahler nicht noch stärker ansteigen zu lassen und die Lohnnebenkosten zu senken, sei es erforderlich gewesen, die Rentner wieder verstärkt an der Finanzierung ihrer Leistungsausgaben zu beteiligen.
Zudem sind Krankenversicherungsbeiträge auf Betriebsrenten seit jeher alleine vom Versicherten zu tragen. Damit soll die Bereitschaft des Arbeitgebers erhalten und gefördert werden, sich freiwillig am Aufbau einer Betriebsrente mit eigenen finanziellen Aufwendungen zu beteiligen. Allerdings wurde in der Vergangenheit auf Betriebsrenten für pflichtversicherte Rentner nur ein halber Beitrag (z.B. 7,2% statt 14,4%) an die Krankenkassen abgeführt, während für Betriebsrenten bei freiwillig versicherten Rentnern der volle Beitrag gezahlt wurde. Diese Ungleichbehandlung wurde mit dem GKV-Modernisierungsgesetz mit Wirkung zum 01. Januar 2004 beendet. Nunmehr müssen auch Pflichtversicherte den vollen allgemeinen Beitragssatz ihrer jeweiligen Krankenkasse auf die Versorgungsbezüge entrichten. Der Grundsatz bleibt, dass alle beitragspflichtigen Einnahmen zusammen nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt werden. Versorgungsbezüge – unabhängig davon, ob sie laufend oder einmalig gezahlt werden – sind als Rente vergleichbare Einnahmen beitragspflichtig, wenn sie auf eine frühere Erwerbstätigkeit des Versorgungsempfängers zurückzuführen sind und bei Eintritt des Versicherungsfalles (Erwerbsminderung oder Alter) ausfallendes Erwerbseinkommen ersetzen oder im Fall des Todes der Sicherung von Hinterbliebenen dienen sollen.
Das Bundesverfassungsgericht hat am 28.09.2010 entschieden, dass die genannten Regelungen des § 229 SGB V nicht gegen den Artikel 2 Abs. 1 des Grundgesetzes in Verbindung mit dem rechtsstaatlichen Grundsatz des Vertrauensschutzes verstoßen. Somit können Kapitalleistungen aus betrieblichen Direktversicherungen Versorgungsbezügen nach § 229 SGB V gleichgestellt und damit der Beitragspflicht unterworfen werden. Dieses sei mit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit vereinbar, weil der Gesetzgeber berechtigt ist, jüngere Krankenversicherte von der Finanzierung des höheren Aufwands für die Rentner zu entlasten und die Rentner entsprechend ihrem Einkommen verstärkt zur Finanzierung heranzuziehen. Der Vertrauensschutz der betroffenen Versicherten wird dabei nicht unzumutbar beeinträchtigt.

Der Beitragspflicht, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der einzelnen Beitragszahler berücksichtigt, steht als Gegenleistung der Bestand des Versicherungsschutzes in der gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber. Die Versicherten sind im Rahmen des Solidaritätsprinzips an der Finanzierung der GKV beteiligt und erhalten hierfür den umfassenden Krankenversicherungsschutz.


Der DVG hat im Namen vieler Betroffener eine Umfrage bei allen Mitgliedern des Bundestags gestartet – an dieser Umfrage sollten sich so viele wie möglich beteiligen, denn die Doppelverbeitragung betrifft Millionen hierzulande. Deswegen an dieser Stelle der Text der Umfrage:

Sehr geehrte Damen und Herren!
Bundestagswahlkampf hat schon begonnen. Trotz vieler anderer politischer Themen bleibt auch das Thema Gerechtigkeit auf der Tagesordnung, denn es ist für den sozialen Frieden wichtig!
Als Betroffene von privat finanzierten Direktversicherungen wissen wir, welche Ungerechtigkeiten schnelle, nicht ausgereifte, per Schattenpolitik vereinbarte Gesetzesänderungen auslösen können! Auszahlungen, welche zu 100% aus bereits verbeitragten Nettobezügen der Versicherten gespeist wurden, sind Privatvermögen und dürfen nicht per Etikettenschwindel nachträglich zu beitragspflichtigen Versorgungsbezügen mit 18,5 % GKV-Abzug mutieren.
Wir möchten, dass die Geschädigten das Vertrauen in Politik und Rechtsstaat wiedererlangen und der Missbrauch des GMG-Gesetzes durch staatlich legitimierte nachträgliche Teil-Enteignung der Altersvorsorge gestoppt und rückgängig gemacht wird.
Deshalb müssen wir uns nun informieren, um zu entscheiden, wen wir wählen. Im Namen des Direktversicherungsgeschädigten e.V. erheben wir für die vielen betroffenen Bürger eine Umfrage bei allen Mitgliedern des Deutschen Bundestages und bitten Sie um die Beantwortung folgender Fragen:  

———————————

__  Ja – das Thema Mehrfachverbeitragung  und die Missachtung des Vertrauens- / Bestandsschutzes bei Altverträgen (Abschluss vor 2004) der Direktversicherungen, die von den betroffenen Arbeitnehmern allein ohne Zutun ihrer Arbeitgeber finanziert wurden,  muss in der neuen Legislaturperiode endlich gelöst werden, und ich werde mich dafür einsetzen, dass das Thema auf die Tagesordnung gesetzt wird.

__ Nein – ich finde die derzeitige Regelung der Verbeitragung zur Kranken- und Pflegeversicherung von Auszahlungen aus Direktversicherungen, egal, von wem sie finanziert wurden,  richtig und werde mich in der neuen Legislaturperiode nicht für eine Änderung  einsetzen, ggf. auch dagegen stimmen.

Ein Teil der Ungerechtigkeit in der Gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung besteht darin, dass die sogenannten „versicherungsfremden Leistungen“ nur von der Solidargemeinschaft der Gesetzlich Versicherten getragen wird und nicht von privat Versicherten, Beamten und Abgeordneten.

Wie ist hierzu Ihre Meinung?

__  Ja – der Staatsbeitrag muss jedes Jahr zu 100 % den jeweiligen versicherungsfremden Aufwand der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung abdecken. Ich werde mich dafür einsetzen, dass dies geändert wird und die Regierung uns jährlich darüber berichtet.

__  Nein  die pauschale Abgeltung des Staatsbeitrages in den Sozialversicherungen ist in der derzeitigen Form richtig und gerecht und soll unverändert so bleiben!

x

Ort, Datum,                            Name

NS: Sollten Sie nicht mehr für den neuen Bundestag kandidieren, würden Sie dann diese Umfrage bitte an Ihren Nachfolger weiterleiten?

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen




Fünf Tipps, wie sich ein Bad ideal fürs Alter anpassen lässt

Ob wir es wollen oder nicht – wir werden älter. Die Muskeln beginnen zu schwächeln und alltägliche Abläufe, die sonst so mühelos von der Hand gingen, werden zum Problem. Gerade im Bad spüren wir diese Entwicklung – höchste Zeit über einen Umbau nachzudenken.

Wie locker sind wir doch früher über den Wannenrand gestiegen und haben uns ins warme Wasser gleiten lassen – und heute? Diese Aktion wird manchmal zum Act. Das muss nicht sein. Es wird Zeit, über einen seniorengerechten Umbau nachzudenken.

Was sich so beiläufig liest, ist eben ganz und gar nicht beiläufig. Worauf müssen Sanierungswillige achten? Fünf Tipps für den Umbau zum barrierefreien Badezimmer.

1. Toilette mit erhöhter Bauform

Für viele führt der Weg am Morgen zunächst mal zur Toilette. Damit das Hinsetzen trotz eingeschränkter Beweglichkeit mühelos klappt, empfiehlt sich eine Toilettenerhöhung. Durch ein paar zusätzliche Zentimeter wächst das WC auf eine Höhe von 46 oder 48 Zentimeter. Da muss niemand mehr allzu tief Knie beugen, wodurch der Toilettengang leichter fällt. Und was für eine WC-Form wählen? Stand-WC oder Hängetoilette? Beide bringen’s auf eine Höhe von 46 oder 48 Zentimeter; bei einer wandhängenden Toilette genügt oft bereits ein verstellbares Montageelement. Wo bekommt der Sanierungswillige ein solches Stand-WC? Bei Calmwaters beispielsweise oder ähnlichen Badshops. Zusätzlichen Halt bieten Griffe neben dem Klosett. Auch auf Reisen muss kein Senior auf den Komfort verzichten – dafür gibt es die Toilettensitzerhöhung. Sie ist transportabel und lässt sich bei Bedarf einfach auf den WC-Sitz legen. Je nach Modell ist sie sogar mit Haltegriffen ausgestattet.

2. Barrierefreier Waschplatz

Seniorengerechte Waschbecken? Was soll da anders sein? Das Waschbecken ist praktischerweise unterfahrbar – heißt, es bietet genug Beinfreiheit. Bei einem solchen Waschbecken ist es auch kein Problem, sich einen Stuhl zu holen, um sich darauf niederzulassen und sich in Ruhe zu rasieren oder zu waschen.

3. Wasserhahn mit gutem Handling

An Retro-Wasserhähne zum Drehen freuen sich vielleicht Vintage-Fans, fürs Alter sind aber Einhebelmischer besser. Mit einer Hand stellen Nutzer die Wassermenge und –temperatur ein, während sie sich mit der zweiten Hand am Beckenrand oder einem Haltegriff festhalten. Empfehlenswert sind Armaturen mit eingebautem Thermostat: Das Wasser kommt richtig temperiert aus dem Hahn. Und dann darf die sensor-gesteuerte Variante nicht vergessen werden – dank eines eingebauten Infrarotsensors erkennt der Kran eine sich nähernde Bewegung, öffnet die Absperrung und schon fließt ein kräftiger Strahl aus dem Auslauf heraus.

4. Bodengleiche Dusche

Wer schon jemals in einem barrierefreien Badezimmer geduscht hat, weiß die Vorteile zu schätzen. Durch die schwellenlose Bauweise der bodengleichen Dusche fällt der Einstieg leicht; maximal 2,5 Zentimeter misst die Duschwanne in der Höhe. Das ist auch für Rollstühle kein Problem. Bei  durchgefliesten Duschboards ist der Übergang vollkommen ebenmäßig. Mit Glastüren statt eines Vorhangs wirkt das Badezimmer größer und offener – und die Türen öffnen sich zur Sicherheit nach außen.

Wer eine Dusche in ein Seniorenbad einbauen will, sollte auf die Maße achten: Für ein barrierefreies Bad misst die Dusche mindestens 1,20 Meter in Breite und Länge; ist die Nasszelle für einen Rollstuhlfahrer gedacht, sollte es mindestens 1,50 x 1,50 Meter sein.

5. Badewannen mit Tür

Das entspannte Bad nach einem anstrengenden Tag möchte kaum jemand missen. Gerade bei müden Knochen und schmerzenden Muskeln sorgt das warme Wasser für wohlige Momente. Besonders leicht klappt der Einstieg bei einer Badewanne mit Tür – die ist entweder bereits beim Kauf integriert oder wird nachträglich in die Wanne eingebaut. Abgedichtet ist die Tür mit einer Dichtung aus Silikon oder Gummi, schließlich soll das Wasser in der Wanne bleiben.

Eine gute Alternative ohne Tür sind in den Boden eingelassene Wannen mit einer Randhöhe von etwa 25 Zentimeter. Optisch erinnern sie stark an die herkömmlichen Badewannen. Selbst die 30plus-Generation ist vom Look begeistert. Den sicheren Halt beim Ein- und Ausstieg garantieren Griffe am Wannenrand sowie an der Wand; eine zusätzliche Antirutsch-Beschichtung im Inneren der Wanne garantiert den sicheren Stand. Seniorenbadezimmer? Das klingt nach viel Aufwand, muss aber nicht sein – und schon gar nicht ist es mit den kargen Bädern im Krankenhaus zu vergleichen. Im Vordergrund stehen Entspannung und Wohlfühlen. Bilder, Skulpturen, Pflanzen und Stores bringen Ambiente ins Bad.  Die Tipps sollen Sanierungswilligen die Orientierung erleichtern – und das Bad bleibt im Alter eine Wohlfühloase.




Wer wo wie lange lebt in Deutschland und warum

Der Frage, wer wo wie lange lebt, ist das Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Rostock nachgegangen. Interessant war vor allem, ob es noch Ost-West-Unterschiede bei der Lebenserwartung gibt. Ja, aber kaum noch, so das Fazit. Vor allem die Frauen im Osten haben den Demographie-Experten zufolge den Rückstand gegenüber den Frauen im Westen nahezu aufgeholt.

Im Westen kommen Frauen auf 82,8 Jahre

Um es kurz zu machen – im Westen lag die durchschnittliche Lebenserwartung der Frauen bei 82,8 Jahren, im Osten bei 82,6 Jahren (Stand 2015); bei den Männern ist die Ost-West-Kluft noch etwas größer. Eine Studie von 2015 ergab, dass Männer im Osten im Schnitt 76,6 Jahre alt werden, Männer im Westen 78,0 Jahre. 2017 sieht die Situation schon ganz anders aus, wie der „Tagesspiegel“ im Juni 2017 schreibt. In Deutschland könne ein neugeborener Junge derzeit mit 78,2 Jahren rechnen; ein Mädchen komme auf 83,1 Jahre. Tendenz steigend. Im Deutschland während der Kaiserzeit hatten Neugeborene dem „Tagesspiegel“ zufolge hierzulande grade mal die Aussicht, 43 zu werden.

Wer wo wie lange lebt – abhängig von Wirtschaftskraft

Noch eins ist den Experten aufgefallen: Die Lebenserwartung hängt auch von der Wirtschaftskraft einer Region ab. Im Ruhrgebiet und im Saarland werden die Menschen nicht so alt – im Schnitt wohl gemerkt. Dafür fallen der Südwesten und der Süden Bayerns positiv auf. Statt Ost-West-Kluft bei der Lebensdauer gibt es den Forschern zufolge jetzt eine Süd-Nord-Kluft. Am ältesten werden die Frauen im Süden: Spitzenreiter bei der durchschnittlichen Lebenserwartung der Frauen ist Baden-Württemberg mit 83,6 Jahren, gefolgt von Sachsen, Bayern und Hessen. Der Atlas der Lebenserwartungen gleiche immer mehr einem Flickenteppich mit bundesweit einzelnen starken und schwachen Regionen, da auch im Westen Gebiete mit strukturellen ökonomischen Problemen zurückfallen. Das fiel auch dem „Tagesspiegel“ auf. Sie berufen sich dabei auf eine Studie des Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung.

Wo mehr Reiche wohnen, wird man älter. Weniger extrem als in den USA lässt sich das auch hierzulande nachweisen. So ergab eine Studie, dass man im Landkreis Starnberg im Durchschnitt gut acht Jahre länger lebt als in Pirmasens. Und das Robert-Koch-Institut hat errechnet, dass Männer aus benachteiligten Schichten in Deutschland zehn Jahre früher sterben als Geschlechtsgenossen aus bessergestellten Familien. Männliche Neugeborene der ärmsten Kategorie kommen demnach auf 70,1 Jahre, die wohlhabendsten auf 80,9 Jahre. Bei Frauen sind es 76,9 und 85,3 Jahre.

Das Ruhrgebiet fällt zurück

Lagen die Kreise mit der kürzesten Lebensspanne der Frauen 1996 noch im Osten, häufen sie sich jetzt den Forschern des Max-Planck-Instituts in Nordrhein-Westfalen. „Diese Teile des Ruhrgebiets sehen zwar auf der Karte klein aus, haben aber ähnlich viel Bevölkerung wie ein ostdeutsches Bundesland“, sagt Demograf Rembrandt Scholz. Das Schlusslicht unter den Bundesländern bei der Lebenserwartung der Frauen, das Saarland, liegt ebenfalls im Westen.

So habe eine Studie ergeben, dass Menschen im Landkreis Starnberg im Durchschnitt gut acht Jahre länger leben als in Pirmasens. Und das Robert-Koch-Institut hat dem „Tagesspiegel“ zufolge errechnet, dass Männer aus benachteiligten Schichten in Deutschland zehn Jahre früher sterben als Geschlechtsgenossen aus bessergestellten Familien. Männliche Neugeborene der ärmsten Kategorie kämen demnach auf 70,1 Jahre, die wohlhabendsten auf 80,9 Jahre. Bei Frauen sind es 76,9 und 85,3 Jahre.

„Heute liegen deutschlandweit vor allem hoch entwickelte Regionen vorne“, so Rembrandt Scholz vom Max-Planck-Institut. Das hänge auch mit Wanderungsströmen zusammen. Hoch entwickelte Regionen ziehen Menschen mit hohem Bildungsgrad an, die deutlich länger leben.

Das Berlin-Institut hat auch festgestellte, dass „im Endeffekt die Lebenserwartung vor allem an zwei Faktoren hängt: Sozialstatus und Bildung“. Beides bedinge einander, es beeinflusse Einkommen und berufliche Stellung, Wohnsituation, Ernährung, Risikoverhalten – alles ganz wesentliche Faktoren für Gesundheit und langes Leben.

Damit haben gerade Vorruheständler in Baden-Württemberg und Bayern, zuvorderst Frauen, eine deutlich längere Spanne, die sie genießen können. Die Grafik unten spricht für sich.

Weiterführende Links:

Wer wo wie lange lebt

Wer wo wie lange lebt – Flickenteppich mit Süd-Nord-Gefälle. Ost-Deutschland hat aufgeholt, dafür ist das Ruhrgebiet zurückgefallen, wie aus einer Studie des Max-Planck-Institut hervorgeht

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Mit der richtigen Kleidung auch im Alter jünger wirken

Kleider machen Leute – diese Redewendung wird nie an Bedeutung verlieren. Schicke Kleidung trägt enorm dazu bei, sich wohl zu fühlen in seiner Haut. Wer sich schick anzieht, strahlt das auch nach außen aus. Das Alter ist keine Entschuldigung dafür, sich gehen zu lassen – im Gegenteil, in der passenden Kleidung wirkt jeder jünger. Allerdings kommt es darauf an, zu wissen worauf es ankommt.

Auf die Qualität kommt es an

Wer jung ist, probiert viele Outfits aus und folgt gern den neuesten Trends. Im Laufe der Jahre lernt fast jeder, was einem steht. Die Garderobe wird noch mehr ganz so oft erneuert. Gerade im Alter zählt Klasse statt Masse – und die Qualität seiner. Aber was ist Qualität? Mit ein bisschen Gespür erkennt jeder häufig mit bloßem Auge, was Qualität ist und was nicht. Hochwertige Materialien fühlen sich auf der Haut einfach angenehmer an. Für besondere Anlässe kann ab und zu ein edler Kaschmir-Pullover oder eine Seiden-Bluse in die Einkaufstasche wandern.

Mut zur Farbe!

Wenn es darum geht, mit der richtigen Kleidung jünger auszusehen, können Farbtöne wahre Wunder wirken. Kräftige Farben sehen insbesondere bei grauen Haaren toll aus und verleihen dem Gesicht zusätzlich eine gewisse Frische. Hellblau ist ebenfalls eine Farbe, die einen optisch jünger wirken lässt – gut kombiniert, können Best Ager damit wenig falsch machen. Damen können insbesondere im Frühling gerne auf fein gemusterte, farbenfrohe Kleider wie diese auf peterhahn.de zurückgreifen. Sie verleihen dem Outfit eine jugendliche Leichtigkeit und sind sowohl im Alltag als auch bei festlichen Anlässen ein Hingucker.

A propos Augen, bei der Wahl der richtigen Farbe bietet es sich an, sich an der eigene Augenfarbe zu orientieren. Ist das ausgesuchte Kleid im gleichen oder ähnlichen Farbton gehalten, werden die Augen dadurch zusätzlich betont – was sich positiv auf die Ausstrahlung auswirkt. Hellgrau bei grauen Haaren? Das ist fast schon ein No-Go, also eher zu meiden. Wenn schon Grau, dann in Kombination mit farbenfrohen Accessoires.

Den Durchblick behalten

Dabei ist die passende Brille auch ein Accessoire. Eine geschmackvolle Brille lässt Damen jünger und frischer wirken lassen. Das Wichtigste dabei ist, dass die Fassung der Brille zur Gesichtsform passt. Wer ein ovales Gesicht hat, der kann so gut wie jedes Brillenmodell tragen, anders sieht das bei Menschen mit einer eckigen Gesichtsform aus, denen eher runde Brillen mit einer dünnen Fassung stehen. Wer sich vom Optiker ausführlich beraten lässt, wird schnell das perfekte Brillenmodell für sich finden. Auch bei der Brille gilt: Mut zur Farbe!

Bild: Flickr Mom Mike Miller 




Wie aus Burn-out im Ruhestand Bore-out wird

Der Autor Herb Stumpf und der Coach Wolfgang Schiele denken intensiv über den Vorruhestand nach, „weil die Veränderungen in diesem Lebensabschnitt ganz erheblich sind“, so Stumpf. Es geht eben nicht nur um die Finanzen, sondern auch um Beziehungen, das soziale Netz und um so banale Fragen, „wie strukturiere ich meinen Tagesablauf“. Diese Phase betrifft Kopf, Seele und Geist. Aus Burn-out kann dann unversehens Bore-out werden.

Wolfgang Schiele hat im Job-Portal Xing deswegen die fünf Gründe zusammengefasst, „warum man gut auf den Eintritt in den Ruhestand vorbereitet sein sollte“.

Gedanken zum Übergang vom Beruf in den Ruhestand:

  • Wir unterschätzen den Übergangsschock vom Berufsleben in die Ruhestandsphase: Er tritt nämlich abrupt, von einem Tag auf den anderen, ein. Wir, soeben noch mit dem Beruf vernetzt, verlassen plötzlich und unvorbereitet die Jahrzehnte lang gewohnten Struktur- und Ablaufmuster. Planungen für den Ruhestand: Fehlanzeige, weil – die Arbeit hat uns andere Prioritäten vorgegeben.
  • Als „Entberuflichte“ bewerten wir die vor uns liegende Zeitspanne der Späten Freiheit oft fahrlässig falsch: Wir leben durchschnittlich noch 20 Jahre lang. Das ist die gesamte Zeit unserer Kindheit, der Schul- und Berufsausbildung! Und wir haben zumeist keine langfristigen und nachhaltigen Pläne! Trotz immer besserer Gesundheit, großer Mobilität und hoher Flexibilität bis ins hohe Alter!
  • Unser Lebensphasenschalter wird mit einem Ruck umgelegt: von hoher Anforderung, ja möglicher Überforderung im Beruf, auf eine nunmehr drohende Unterforderung im Ruhestand. Von Burn-out-Syndrom auf „Bore-out-Syndrom“. Eine wirkliche Übergangs- und Anpassungszeit räumt uns das Leben nicht ein.
  • Der Wechsel in neue Rollen und Identitäten ist für uns heftig und ungewohnt. Heute noch Chef mit personeller und finanzieller Verantwortung oder Fachmann mit abrufbarem Wissen und hohem Ansehen, morgen, am Tage „Eins“ des Ruhestandes, sind wir entbunden von Mitarbeiterzuständigkeit, werden nicht mehr von Fachkollegen nach unserem Wissen und unseren Berufserfahrungen befragt. Ohne Funktion, nur noch Person.
  • Im Berufsleben haben wir so manche einschneidende Veränderung hingenommen: haben die Profession gewechselt, das Unternehmen, die Einstellung zur Arbeit. Fast schon ein „business as usual“ – eine ganz normale Übung eben. Wir waren Experten im Abwarten, Aussitzen, Anpassen – Changemanagement im beruflichen Leben war fast schon betriebliches Tagesgeschäft. Doch nun geht es nicht mehr an uns vorüber, sondern durch uns selbst durch, das Veränderungsmanagement …

Und Schiele hat die (mögliche) Entwicklung zum Bore-out in Uhr-Form zusammengefasst: Wer im Job besonders aktiv war und viel Verantwortung trug, kann nur schwer loslassen. Was nach dem Beruf kommt sehen sie als inhalts- und sinnlos an „und laufen somit Gefahr, in das berüchtigte ‚tiefe Loch‘ zu fallen“, wie es Schiele formuliert. Welche Phasen und Etappen diese Gruppe durchschreitet, hat der anhand  „Boreout-Uhr“ beschrieben.

Der Boreout-Prozess lässt sich Schiele zufolge grundsätzlich in vier Phasen aufteilen:

  1. Die Halte- oder Umschaltphase,
  2. Die Stillstandsphase,
  3. Die Frustrationsphase und
  4. Die Apathiephase.

 

Der Coach Schiele ist übrigens über die Webseite Coachingfiftyplus erreichbar.




Best-Ager-Magazin vom „Spiegel“ am Start

Der ‚“Spiegel“ hat mit „Spiegel Classic ein Magazin für die Generation 50plus herausgebracht. Das Magazin „für Menschen mit Erfahrung und Entdeckergeist“ soll sich dem „Lebensgefühl und der Lebenswirklichkeit der Generation 50plus widmen“, so das Credo der Magazinmacher.

Titelthema des Erstlings ist die Zukunftsangst älterer Menschen („Strategien für ein angstfreies Leben“). Es geht in der Ausgabe laut „Spiegel“-Verlag um Fragen wie „Wie wohne ich?“, „Wie verbringe ich meine Freizeit?“, „Wie halte ich mich gesund und fit?“ und „Welche Ziele habe ich?“. Ressortleiterin Susanne Weingarten will allerdings nicht das Alter der Leser in den Vordergrund stellen, sondern vielmehr ein Heft produzieren mit all den „Themen, die für sie (die Zielgruppe) relevant sind“.

Lebenswirklichkeit der 50plus-Generation

„Das neue Magazin Spiegel Classic bietet anspruchsvolle und unterhaltsame Beiträge, in denen sich die Interessen und Lebenswirklichkeit dieser Zielgruppe widerspiegeln“, sagt Weingarten. Reportagen und Ratgeberstücke zu Themen wie Reisen, Sport, Gesundheit, Kultur und Kulinarik dürfen natürlich nicht fehlen.

Zum Auftakt einer Serie über Wohnformen im Ruhestand widme sich Spiegel Classic den Chancen und Risiken, die im Zusammenleben mit Kindern und Enkeln liegen. Das Best-Ager-Magazin stellt verschiedene Wohnformen vor, darunter auch das Mehrgenerationenhaus. Die Ausgabe enthalte eine Reportage aus Namibia über den 68-jährigen Hamburger Unternehmer Michael Hoppe, der in der ehemaligen deutschen Afrika-Kolonie eine zweite Heimat gefunden hat und Hilfsprojekte für Kinder organisiert. Das Thema Fitness im Kopf kommt ebenso vor wie der Schauspielstar Mario Adorf, der über erste Verliebtheit und sein Verhältnis zu den Frauen („Mein erster Schwarm“) plaudert.

Umfang von Spiegel Classic: 140 Seiten, in einer Druckauflage von 165 000 Exemplaren. Der Preis: 4,90 Euro.

Der erste Eindruck – eher enttäuschend

Wie versprochen: der erste Eindruck von Spiegel Classic. Das fängt schon mit dem Cover an. Wer meint, die Zielgruppe 50plus wieder zu finden, wird ziemlich enttäuscht. Da schaut den Best-Agern ein Mit-Dreißiger entgegen. Der soll als Testimonial für „Erfahrung und Entdeckergeist“ herhalten. Zumindest komisch. Dann das Logo, das keines ist. Und was bitte schön soll „Classic“ heißen? Das ist irreführend und irritierend. Der Mann am Kiosk schaut Käufer verdutzt an, die nach „Spiegel Classic“ fragen. „Was soll das sein?“. Das Editorial muss ohne Front-Frau oder -Mann auskommen – niemand, der seinen Kopf hinhält. Offensichtlich wollte keiner der Redakteure sein Konterfei dafür hergeben. „Wer schreibt hier eigentlich – Persönliches ohne Persönlichkeit“, wirft das Medienmagazin „Meedia“ ein.

Spiegel Classic sei erkennbar bemüht, durch Handwerk und Professionalität zu punkten, notiert Meedia. Wer das Magazin aufmerksam durchblättert, fühlt sich kaum angesprochen. Mich beschleicht das Gefühl, dass da einiges aus dem großen Spiegel-Fundus stammt, darunter beispielsweise die Reportage aus Nambia über den 68-jährigen Hamburger Unternehmer Michael Hoppe.

Wat is’n Dampfmaschin?

Die Bilder wirken eher wie beiläufig und etwas verschämt, einfach eingestreut und beliebig, dazu viele Strichzeichnungen, wo es unnötig ist. Das Recycling-Papier lädt nicht gerade zum Schwelgen ein. A propos Strichzeichnungen: Die Kolumne des Finanzexperten Hermann-Josef Tenhagen lässt den interessierten Leser doch eher ratlos zurück. Da kommt keine ISIN vor, keine Erklärung, was sich denn hinter dem Kürzel BGH und MSCI verbirgt. ISIN steht übrigens für International Securities Identification Number und ist eine zwölfstellige Buchstaben-Zahlen-Kombination, sowas wie die Postleitzahl für einen Ort, nur in dem Fall für ein Wertpapier; BGH steht für Bundesgerichtshof und MSCI für Morgan Stanley Capital International, einem Macher von Aktienindizes, darunter der globale Aktienindex MSCI World. Mittlerweile gibt es einige Indexfonds auf den MSCI World, darunter beispielsweise den Comstage MSCI World mit der ISIN: LU0392494562. Die Verwaltungsgebühren sind mit 0,2 Prozent gering, ferner ist der Indexfonds sparplanfähig, das heißt, wenn ein Opa wirklich etwas für seinen Enkel tun will, kann er einen Sparplan einrichten, so dass jeden Monat oder alle drei Monate vielleicht für einen bestimmten Betrag Fondsanteile gekauft werden. Gleichzeitig erklärt die Kolumne, was ein Depot ist. Als wenn das nicht jeder Opa längst wüsste. Und warum bitte schön, muss Tenhagen als Strichmännchen erscheinen? Ihn kennt doch mittlerweile fast jeder aus dem Fernsehen.

Mühsame Annäherung an 50plus

Zugegeben, Verlage mühen sich ab mit der Zielgruppe 50plus. Mittlerweile tummeln sich einige 50plus-Magazine am Markt, darunter „Victoria“ und „meins – Frauen wie wir. Gruner+Jahr probiert es mit „Brigitte Wir –  und hat immerhin schon einige Ausgaben Erfahrung. Auch „Brigitte Wir“ hatte Anlaufschwierigkeiten, nicht zuletzt mit den Anzeigenkunden, die sich noch nicht ganz auf die Zielgruppe 50plus eingestellt haben. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Übrigens, „Viva“ ist bereits wieder vom Markt verschwunden. Schon Weihnachten 2015 kam das Aus für das Best-Ager-Magazin aus dem Gruner+Jahr-Verlag.

 




Was geht uns eigentlich die Demografie an?

Deutschland schrumpft nicht. Ist das eine gute Nachricht? Deutschland schrumpft zwar nicht, aber Deutschland wird älter. Deutschland verändert sich strukturell, insofern geht uns die Demografie sehr wohl etwas an – und was geht uns die Demografie an?

Wer sich das Video bei Youtube von Rosemarie Konirsch bis zum Ende anschaut, begreift in 4:42 Minuten, was uns Demografie angeht. Zwar bleibt die Bevölkerungszahl in Deutschland vergleichsweise stabil, trotz Zuwanderung vergreist Deutschland langsam. In zehn Jahren, sprich so gegen 2027 geht die Babyboomer-Generation endgültig in Rente. Dann sei der Peak erreicht.

Ist der demografische Wandel wirklich so schlimm? Ein Video von Rosemarie Konirsch

Und es ist ja nicht so, dass entsprechend viele Junge nachrücken. Die Basis ist deutlich schmäler – aus dem Tannenbaum wird, na, sagen wir mal, so etwas wie eine Artischocke, mit einer schmalen Basis und einem dickeren Oberteil. Den Erwerbstätigen stehen mehr ältere Menschen gegenüber. Dieser Prozess sei eine riesige Herausforderung für Personaler, so die Demografie-Exertin Konirsch. Dabei sei auch der Know-how-Verlust nicht zu vernachlässigen.

Mehr tun für altersgerechte Arbeit

Es gilt also für Unternehmen, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt auf eine altersgerechte Ausgestaltung der Arbeitswelt. Dazu gehört sicher auch, die Arbeit flexibler zu gestalten, dazu gehört ferner Weiterbildung für Ältere, was bislang in vielen Unternehmen vernachlässigt wird. Beim „Demografiegipfel 2017“ am 16. März 2017 – und auch schon davor – wurde zwar viel diskutiert, meist blieb es aber bei Sonntagsreden. In der Praxis sieht es doch so aus, dass die Arbeit generell nicht so gestaltet wird, „dass sie zunehmend älter werdenden Beschäftigten gerecht wird“, von Ausnahmen einmal abgesehen.

Spanien, Italien und Deutschland sind die „ältesten“ Bevölkerungen

2020 ist Deutschland im Schnitt 47 Jahre alt Quelle: oecd

2020 ist Deutschland im Schnitt 47 Jahre alt
Quelle: oecd

Investition in Weiterbildung

Die Kanzlerin mahnte Investitionen in Bildung und Forschung an, den Kommunen fehlt dafür aber meist das Geld. Innenminister Thomas de Maizière sagte, die Vitalität der sogenannten „jungen Alten“ sei eine Riesenchance für Deutschland. Klingt gut, kostet ja nichts. Doris Wagner von den Grünen kritisierte den „Demografiegipfel“ als Schaufensterveranstaltung, womit sich sicher nicht ganz unrecht hatte.

Dieses Jahr finden noch zwei weitere Demografie-Veranstaltungen statt:

Auf dem 7. Demografiekongress in Frankfurt treffen „Jungunternehmer der Generation Y treffen auf etablierte Führungskräfte aus Generationen, für die gar keine Buchstaben erfunden wurde“, so die Veranstalter. Auf dem Demografiekongress stellt sich auch das Demografienetzwerk vor. Das Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain besteht zurzeit aus 13 Partnern, darunter die IHK Frankfurt am Main, die Stadt Eschborn, die Stadt Frankfurt am Main, der Regionalverband FrankfurtRheinMain, das Europabüro der Metropolregion FrankfurtRheinMain und die ING-DiBa, das Demographie Netzwerk (ddn), die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, das IHK-Forum Rhein-Main, die Kreisstadt Dietzenbach, die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, der Verein zur Förderung der Standortentwicklung e.V. und die Frankfurt University of Applied Sciences.

Der Demografie Kongress im August versteht sich als der Leitkongress zur Gestaltung des demografischen Wandels hierzulande.




Wie wichtig es ist, im Alter mit der Mode zu gehen?

Mode hat nichts mit Größe oder Alter zu tun – oder doch? Letztlich kommt es drauf an, sich wohl zu fühlen. Mode ist also auch Maß für die eigenen Ansprüche – und die sollten im Alter nicht verflachen, denn Andere beurteilen einen, bewusst oder unbewusst, an der Kleidung. Das gilt für Frauen wohl noch mehr als für Männer. Allein deswegen ist es wichtig, auch im Alter mit der Mode zu gehen. Wobei Mode für die Generation 50plus sicher anders aussehen wird als für Jüngere.

Kann Mode Spaß machen?

„Wer älter wird, braucht a besser’s Gwand“, lautet ein gängiger Spruch älterer Herren in Bayern. Gepflegt auszusehen, hebt das Selbstvertrauen. Mode ist Haltung und keine Frage des Alters. Ein gut sitzendes Sakko samt Einstecktuch plus kombinationsstarker Bundfaltenhose – dazu vielleicht mal ein Stehkragenhemd im Comfort-Fit ist schnell zusammengestellt und schindet Eindruck. Es macht sogar Spaß, mal einiges auszuprobieren und es lohnt sich, auch die Trends zu verfolgen – ohne ihnen hinterher zu jagen. Wer ein gewisses Alter erreicht hat, der darf eine gesunde Lässigkeit entwickeln – Zeit, den eigenen Stil zu finden und gelegentlich zu experimentieren, dabei dennoch authentisch zu bleiben. Für Männer gibt’s leider noch wenige Blogs, die sie inspirieren könnten. „House of Majd“ vom Fotograf Ken Browar und dem Autor Hooman Majd gehört dazu, sicher auch „What Ali Wore“, Einen Überblick über Mode-Männer-Blogs gibt’s auf der Seite stylebook.

Stilvolles Altern als Kunst

Der eigene Stil kollidiert vielleicht manchmal mit der aktuellen Mode. Ältere, die versuchen, den Jungen nachzueifern, wirken gelinde gesagt „daneben“. Wer als reife Dame partout hipp sein will, muss sich nicht wundern, belächelt zu werden. Nun, keine Regel ohne Ausnahme, wie Dorrie Jacobson, ein pensioniertes Playboy Bunny und heute Quasi-Expertin für stilvolles Altern beweist – die sich aber auch gern selbst auf den Arm nimmt auf ihrer Seite „Senior Style Bible“. Es gibt nun einmal Trends, die für die Ältere überhaupt nicht tragbar sind, aber durchaus auch solche, die sich für den Alltag von Onkel Heinz und Tante Lisbeth eignen. Was bei dem Ex-Model gerade noch so durchgeht, wirkt bei anderen zumindest komisch. Dorrie beweist gleichzeitig, dass es Spaß macht, modische Trends zu beobachten, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben.

Für Dorrie steht fest, dass es nie zu spät ist, seine Anziehungskraft und seinen Charme wieder zu beleben. „Viele Frauen haben Angst, alt zu werden, deswegen will ich ihnen Bilder von Frauen zeichnen, die auch im Alter schön aussehen und sich auch so fühlen“, schreibt sie auf ihrer Seite „Senior Style Bible“. Schönheit sei alterslos, wenn sie mit dem nötigen Selbstvertrauen getragen werde.

Welche Rolle Farben spielen

Das Leben ist bunt – und nicht beige. „Über 50 ist nicht beige“, betitelt die Modebloggerin Sanne Fiege deswegen ihren Blog. Übrigens, auf dem Portal „Blogs50plus“ gibt es einen hilfreichen Überblick über Mode-Blogs für 40plus und 50plus. Bunte, fröhliche Farben heben die Stimmung. Besonders intensiv ist dieser Effekt bei leuchtendem Gelb oder Orange. Schwarz, Grau und Braun hingegen sollten immer mit mindestens einem bunten Stück kombiniert werden – als Stimmungsaufheller sozusagen.

Die Frühjahrs- und Sommertrends 2017

Was liegt dieses Jahr im Trend? Auf den Catwalks, sprich den Laufstegen, war viel Pink zu sehen – oder Fuchsia, wie diese auffällige Farbe auch heißt. Das ist allerdings schon etwas für Mutige. Angeblich dürfen das sogar Herren tragen. Aber wie gesagt: nichts muss, alles kann. Ein schickes Fuchsia-Hemd zur schwarzen Hose – warum nicht. Weitere Trends sind Tüll, T-Shirts mit großen Schriftzügen, Sportkleidung und typische 80er-Jahre-Mode (zu der etwa schwarze oder hautfarbene Schulterpolster wie man sie bei Sieh an! findet und Neon-Farben gehören). Ja, richtig gehört, die 80er-Jahre kommen wieder. Das war die Zeit von Glanz und Glitter, von Leggings und Rüschen. Wer damals damit aufgewachsen ist, dürfte sich zumindest wundern.

Klassiker für jede Gelegenheit

Von der aktuellen Mode und vergänglichen Trends einmal abgesehen, gibt es auch Stücke, die sich jeder irgendwann einmal geleistet haben sollte. Dabei handelt es sich um zeitlose Klassiker – was wäre das Leben ohne ein bisschen Luxus? Für Damen gehört das Designer-Kostüm dazu, das sich zu allen festlichen Anlässen tragen lässt. Kostüme sind zeitlos und trendy – mit Charme-Garantie. Diese Eigenschaft hat zum Beispiel ein Kostüm von Chanel, Valentino oder Karl Lagerfeld. Für Herren ist es der hochwertige Anzug für besondere Lebenslagen – einer von Hugo Boss oder Armani.




Wie lässt sich Arbeit altersgerecht gestalten?

Politiker und Ökonomen fordern, dass Ältere länger arbeiten sollen. Können sie das auch? Wie stellen sich Unternehmen darauf ein? Längst ist nicht alles ideal – höchste Zeit nachzubessern oder überhaupt erst mal loszulegen.

Zwar steigt der Anteil älterer Beschäftigter in den Belegschaften peu à peu, aber von den 63-Jährigen sind der Bundesagentur für Arbeit nur noch 15 Prozent Vollzeit beschäftigt, von den 64-Jährigen sind es lediglich 10,3 Prozent, selbst von den 60-Jährigen sind nur 35,2 Prozent Vollzeit beschäftigt. So sah im vergangenen Jahr die Realität aus. Dabei altern Deutschland und Italien in Europa am schnellsten. Dem Statistischen Bundesamt zufolge waren 2016 hierzulande 21 Prozent älter als 65 Jahre – getoppt nur von Italien mit 22 Prozent. Die jüngste Bevölkerung hat übrigens Irland mit 13 Prozent 65plus-Einwohnern.

Immer weniger Aktive und mehr Alte

Unternehmen stehen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) vor der Herausforderung, Rahmenbedingungen für eine längere Lebensarbeitszeit zu gestalten. Die BAuA hat deswegen die Broschüre die „Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung“ herausgebracht. Die baua: Praxis vermittle systematisch und praxisnah den aktuellen Forschungsstand – plus Hinweise auf die Möglichkeiten einer alterns- und altersgerechten Arbeitsgestaltung.

2030 werden laut BAuA voraussichtlich nur noch 39 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter in Deutschland leben. 2010 seien es noch rund 45 Millionen. Schon aus Eigeninteresse müsste den Unternehmen daran gelegen sein, qualifiziertes Personal möglichst lange und leistungsfähig im Unternehmen halten – am besten bis zur Regelaltersrente. Eigentlich dürfte es sich von selbst verstehen, dass ein gutes Betriebsklima und ergonomische Arbeitsumfeld motivieren. Motivierte Beschäftigte, sind gesunde Beschäftigte, die seltener krank werden – gut für die Effizienz. Leider ist das bei vielen Führungskräfte noch nicht angekommen.

So sieht altersgerechte Arbeit aus

Die Broschüre der BAuA verdeutlicht, worauf es bei der alterns- und altersgerechte Gestaltung der Arbeit ankommt. Sie gibt konkrete Hinweise auf Gestaltungsmöglichkeiten im Betrieb – und ist gedacht für Verantwortliche in Betrieben, Arbeitsschutzakteure, Beratende, sowie Vertreter der Sozialpartner.

„Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung – Grundlagen und Handlungswissen für die Praxis“; Inga Mühlenbrock; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2016; ISBN: 978-3-88261-216-5; 100 Seiten, DOI: 10.21934/baua:praxis20161116. Die baua: Praxis gibt es als PDF im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/publikationen.




Wie sieht die richtige Pflege für reife Haut aus?

Im Laufe unseres Lebens verändert sich viel – unter anderem auch die Haut. Wer auch im hohen Alter mit frischer Haut und einem strahlenden Teint überzeugen möchte, der muss seine Haut richtig pflegen. Schließlich ist nicht jedes Produkt auch tatsächlich für ältere Menschen geeignet. Denn mit zunehmendem Alter steigen die Ansprüche der Haut. Worauf ist zu achten? Wie sieht die richtige Pflege für reife Haut aus?

Problem – langsamere Regeneration

Reife Haut regeneriert sich nicht mehr so schnell und wird empfindlicher. So kann sie beispielsweise auch weniger Feuchtigkeit speichern. Dadurch lässt die Elastizität nach und es entstehen Falten. Betroffen ist nicht nur das Gesicht, sondern die Haut am gesamten Körper.

Rissige Ellenbogen und Knie, das Gesicht wirkt fahl und die Beine fühlen sich schwer an und sind geschwollen. Schon kleinste Hautirritationen können zu starkem Juckreiz, Entzündungen und sogar Ekzemen führen. Schuld sind unter anderem die Schweißdrüsen, die bei Senioren weniger aktiv sind. Dadurch lässt der Säureschutzmantel viel schneller Bakterien durch die ansonsten vorhandene natürliche Barriere. Das führt letztlich zu Hautproblemen.

Tipps für die Hautpflege von Senioren?

Senioren neigen schnell zu trockener Haut. Diese besitzt nicht mehr die Widerstandskraft, wie sie früher einmal vorhanden war. Deswegen muss die Haut mit einer auf reife Haut spezialisierten feuchtigkeitsspendenden Creme verwöhnt werden. Das fängt bereits bei der Dusche an, denn die Haut muss mit allen notwendigen Stoffen versorgt werden – und da sind rückfettende Duschgels besonders gut geeignet.

Eine spezielle Körperlotion sorgt für die nötige Feuchtigkeit danach. Übrigens eignen sich als Pflegeprodukte ebenfalls Produkte für die Babypflege, da die Haut kleiner Kinder ebenfalls viel Feuchtigkeit benötigt. Zusätzlich zur Hautpflege ist aber auch ein gesunder Wasserhaushalt des Körpers wichtig, da dieser ebenfalls die Haut beeinflusst. „Trinken, trinken, trinken“ heißt das Motto. Senioren sollten ausreichend trinken, am besten über den Tag verteilt – Trinken und pflegen sind die ideale Kombination.

Tipp: Noch mehr Antiaging Tipps für die Haut ab 50 gibt es hier.

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