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Immer mehr Rentner trifft eine saftige Steuerrechnung. Viele müssen nachzahlen – oft über 1.000 Euro. Wer mehrere Einkünfte hat, rutscht schnell in die Steuerpflicht.
Was viele während des Berufslebens verdrängt haben, holt sie im Alter ein: Die sogenannte nachgelagerte Besteuerung greift massiv ein und sorgt bei Millionen von Rentnern für spürbare finanzielle Belastungen. Einer Auswertung des Steuererklärungsanbieters Smartsteuer zufolge mussten rund 41 Prozent der ausgewerteten Rentner Steuern nachzahlen, wie „ntv“ zitiert. Im Durchschnitt seien 1326 Euro fällig geworden. In der Hälfte aller Fälle lag die Nachzahlung allerdings bei höchstens 499 Euro.
Vorsicht vor Nachzahlungen
Regelmäßig sind es Anpassungen des Rentenfreibetrags, steigende Rentenbezüge aufgrund von Rentenanpassungen oder zusätzliche Einkünfte (wie Betriebsrenten oder Mieteinnahmen), die dazu führen, dass das Gesamteinkommen den steuerlichen Grundfreibetrag übersteigt. Wer hier nicht rechtzeitig vorsorgt, riskiert bittere Nachzahlungen.
Rentenerhöhung zu 100 Prozent versteuert
Was viele vielleicht nicht wissen: Jede Rentenerhöhung wird zu hundert Prozent besteuert, sodass mehr und mehr Rentner in die Steuerpflicht fallen. Das Problem: Der Rentenfreibetrag wird bei Rentenbeginn in Euro festgelegt und bleibt dann ein Leben lang gleich, das heißt, er wird nicht prozentual angepasst und auf spätere Rentenanpassungen angewendet. Jede Rentenerhöhung treibt den steuerpflichtigen Anteil weiter nach oben, während der Freibetrag unverändert bleibt. Das Ergebnis: Immer mehr Rentner zahlen drauf. Manche müssen sogar künftig
Wichtig für Steuer-Planung:
- Steuerpflicht prüfen: Auch ohne Aufforderung durch das Finanzamt sind
viele Rentner zur Abgabe einer Erklärung verpflichtet. - Vorauszahlungen im Blick behalten: Wer im Vorjahr eine Nachzahlung leisten
musste, wird oft zu vierteljährlichen Vorauszahlungen veranlagt. - Freibeträge nutzen: Denken Sie an Sonderausgaben, Werbungskosten und
den Altersentlastungsbetrag, um die Steuerlast legal zu senken. - Belege aufbewahren: Rentner können mehr absetzen, als sie denken – deswegen Belege aufbewahren.
Vor dem Steuer-Schock schützen
Vorbereitung ist der beste Schutz vor unliebsamen Überraschungen der Finanzbehörden. Frühzeitige Transparenz über die eigene Einkommenssituation schafft Sicherheit im Ruhestand. Nutzen Sie Beratungsangebote von Lohnsteuerhilfevereinen oder spezialisierten Steuerberatern, um Ihren individuellen Fall zu prüfen.
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