Finger weg vom Staatsdepot: Kenfo ist keine Lösung!

Finanzen

Werbung

Soll der Atommüll-Fonds „Kenfo“ unsere Altersvorsorge verwalten? Ein Blick auf die mickrige Rendite im Vergleich zu ETFs zeigt: Das wäre fatal für die private Rente.

Staatliche Verwaltung bei der Altersvorsorge scheitert

Es gibt Überlegungen, den staatlichen „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (Kenfo) als Verwalter für das geplante Altersvorsorgedepot einzusetzen. Doch ein nüchterner Blick auf die Zahlen offenbart ein Rendite-Desaster, das für angehende Rentner existenzbedrohend sein kann.

Kenfo vs. Markt: Der direkte Vergleich

Während der Kenfo in sechseinhalb Jahren von Mitte 2017 bis Ende 2024 eine jährliche Rendite von lediglich rund 3,08 % erzielte, lieferte ein weltweit anlegender ETF (wie der Invesco RAFI All-World Fundamental – Wertpapierkennnummer: A0M2EN) im gleichen Zeitraum 7,80 %.

Übrigens, jeder kann diese Renditeberechnung mit dem Aktienrechner von „Zinsen-Berechnen“ nachvollziehen.

Der Grund für das schwache Abschneiden ist die konservative Strategie: Mit über 40 % Anleihen und einem Cash-Anteil von knapp 5 % ist der Fonds viel zu vorsichtig aufgestellt. Was für einen Entsorgungsfonds als Sicherheitspolster gedacht ist, bremst den Vermögensaufbau für die Altersvorsorge massiv aus.

Portfolio-Struktur Ende 2024

  • 42,3 % Aktien
  • 40,4 % Anleihen
  • 12,6 % nicht-börsennotierte Anlagen
  • 4,7 % Cash

Von den Schweden lernen

Dass es auch anders laufen könnte, beweisen die Schweden: Ihr Staatsfonds investiert schon seit vielen Jahren weltweit und marktbreit. Die jährliche Rendite von deutlich mehr als zehn über einen Zeitraum von zehn Jahren kann sich sehen lassen. Die Kosten liegen deutlich unter einem Prozent, so dass die Rendite auch bei den Schweden ankommt und nicht bei der Fondsverwaltung. Damit schafft der AP7 Aktienfonds, so heißt er, auf Dauer Mehrwert für die Altersvorsorge der Schweden.

Mehr als fünf Millionen Schweden zahlen laut Fondsverwaltung in den AP7 Såfa ein. Der Fonds erwirtschaftet nach eigenem Bekunden eine Wertentwicklung, die „zumindest so gut ist wie der Durchschnitt privater Investmentfonds“. Seit der Einführung hat der AP7 Såfa sogar höhere Durchschnittsrenditen erwirtschaftet bei niedrigeren Verwaltungsgebühren als private Fonds.

Besser mit ETFs

Wer seine gesetzliche Rente mit privatem Vermögen aufbessern will, braucht Performance, keine staatsverwaltete Sicherheit auf Sparbuch-Niveau. Die geringe Kostenquote von markteffizienten ETFs und die langfristige Renditechance weltweiter Aktienindizes wie dem MSCI World sind durch den Kenfo derzeit nicht zu ersetzen.

Fazit:

Überlassen Sie Ihre Altersvorsorge nicht der deutschen staatlichen Bürokratie. Ein breit gestreuter, kostengünstiger ETF ist in Sachen Rendite der klare Sieger gegenüber der verwaltungslastigen Strategie des Kenfo. Wer im Alter gut leben will, muss auf den freien Markt setzen – nicht auf eine staatliche „Entsorgungs-Lösung“.

Du kannst den Artikel teilen:

Werbung

Das könnte dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

null

Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

Newsletter

Erhalte regelmäßig News, Tipps und Infos rund um’s Thema Rente und Co. Du erhältst 14-tägig einen Newsletter.

Weitere Inhalte

Rentenplaner für Dummies

Tour de France für alte Knacker: Buch Cover

Werbung

Menü