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Betrüger setzen Senioren mit Schockanrufen massiv unter Druck. Eine neue Kampagne „Tatort Telefon“ soll helfen, Schockanrufe zu erkennen und richtig zu reagieren.
Die Masche ist so alt wie perfide: Das Telefon klingelt, und eine aufgelöste Stimme täuscht eine dramatische Notlage vor. Ein tödlicher Unfall, eine drohende Haftstrafe oder eine lebensnotwendige Operation – die Geschichten der Betrüger sind darauf ausgelegt, Angst zu schüren und Zeitdruck zu erzeugen.
„Ich lege auf!“ – Neue Kampagne gegen Telefonbetrug
Um dieser Welle von Schockanrufen entgegenzuwirken, hat die Polizeiliche Kriminalprävention die bundesweite Kampagne „Tatort Telefon“ gestartet. Das klare Ziel: potenzielle Opfer zu stärken und den Tätern die Grundlage zu entziehen.
Die Strategie der Kriminellen
Die Betrüger geben sich oft als Verwandte oder Amtspersonen (z. B. Polizisten) aus. Besonders perfide: Oft werden Opfer auf dem Handy so lange in der Leitung gehalten, bis das Geld übergeben wird. So wird verhindert, dass die Betroffenen zwischendurch den Rat von Angehörigen einholen oder zur Besinnung kommen.
So schützen Sie sich effektiv
Die Polizei rät zu einem ganz einfachen, aber wirkungsvollen Schritt: Legen Sie sofort auf! Das ist nicht unhöflich, sondern Ihr wirksamster Schutzschild.
Weitere wichtige Tipps:
- Keine Details: Geben Sie niemals Auskunft über Ihre Finanzen oder Wertsachen.
- Gegen-Check: Rufen Sie Ihre Angehörigen unter der Ihnen bekannten, alten Nummer zurück.
- Keine Übergaben: Übergeben Sie niemals Bargeld oder Schmuck an Unbekannte.
- Kennwort vereinbaren: Legen Sie innerhalb der Familie ein Codewort fest, um Identitäten zweifelsfrei zu prüfen.
Informationsmaterial für Sie und Ihre Angehörigen
Auf der Webseite www.polizei-beratung.de/schockanrufe finden Sie hilfreiche Videos, Infoblätter und sogar Vorlagen, um Ihren Telefonbucheintrag zu anonymisieren (z. B. Vornamen kürzen), damit Betrüger Sie gar nicht erst als potenzielles Ziel identifizieren.
Helfen Sie mit, die Masche zu stoppen: Sprechen Sie im Freundeskreis und in der Nachbarschaft über dieses Thema. Gemeinsam machen wir es den Betrügern schwer.
Bild: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
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