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„Sechzig Jahre und kein bisschen weise …“ – das Lied von Curd Jürgens gilt leider für so manche Ältere, die oft stundenlang vorm Daddelautomaten hängen, nicht los kommen vom Computer und immer noch hoffen, beim Lotto das große Los zu ziehen. Schleichend wird aus dem Vergnügen dann Sucht. Wie lässt sich mit Spielsucht umgehen?

Egal, ob Lotto, Casinospiele oder Sportwetten – viele Menschen können mit Glücksspielen nicht umgehen und fallen irgendwann der Spielsucht anheim. Derzeit leiden einer Studie der Bundeszentral für gesundheitliche Aufklärung zufolge schätzungsweise 650 000 Menschen in Deutschland unter einem problematischen Spielverhalten – vermutlich sind es noch weit mehr. Sie überschreiten immer wieder die Grenzen, die es beim Spielen einzuhalten gibt. Der Weg in die Sucht ist nicht immer leicht zu erkennen. Besonders, da viele Betroffene das Glücksspiel zuerst als reinen Zeitvertreib und wegen des Unterhaltungsfaktors anfangen.

Die Nachfrage nach Glücksspielen ist jedenfalls da. Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter von Casinospielen. Portale, wie das Onlinecasino-austria.at entdecken jeden Tag neue Betreiber, die sie auf Herz und Nieren prüfen und bewerten. Schätzungen zufolge spielt derzeit etwa dritte Deutsche öfter mal ein Glücksspiel. Männer scheinen besonders gefährdet zu sein.

Wie kommt es zur Spielsucht?

Wie kommt es zur Spielsucht? Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Nur so viel, je rasanter der Spielverlauf, desto höher das Suchtpotenzial. Zocker verlieren da schon mal den Überblick über ihre Einsätze – und vor allem über ihre Verluste. Irgendwann können diese Spieler dann nicht mehr mit dem Glücksspiel aufhören. Dieser Meinung ist jedenfalls Dr. Anja Bischof von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Lübeck. Sie befasst sich mit der Suchtforschung und Suchttherapie und weiß, dass der Kontrollverlust mit einer sozialen Isolation einhergeht, was daraufhin zu schwerwiegenden Folgen für den oder die Betroffenen führt, wie den Verlust des Arbeitsplatzes, Schulden und Trennung vom Partner. Letztlich verlieren Spielsüchtige nach und nach den Bezug zur Realität.

Wer ist davon betroffen?

Zum einen sind Menschen mit Hang zum Narzissmus und Kontrollstörungen eher spielsuchtgefährdet als stabile Menschen. Zum anderen geraten viele Männer, Arbeitslose und Personen mit Migrationshintergrund in die Spielsucht, da sie das Glücksspiel nutzen, um aus ihrer miserablen Lage zu kommen. Diese Idee geht allerdings meistens nach hinten los. Besonders hoch sind die Zahlen der Spielsüchtigen bei jungen Leuten und Jugendlichen. Auch hier sind es vorwiegend die Männer, die an einem problematischen Spielverhalten leiden.

Wie mit Spielsucht umgehen?

Wer merkt, dass er plötzlich den ganzen Tag daddelt, bei dem sollten die Alarmglocken klingeln. Besonders, wer ständig die Einsätze erhöht. Das schlimme dabei, Spielsüchtige nutzen auch Geld, das sie eigentlich gar nicht haben. Wer bemerkt, dass Stress und Probleme im Alltag über Hand nehmen und diese mit weiterem Zocken kompensiert werden, sollte sich dringend Hilfe holen – oft leichter gesagt, als getan. In Deutschland gibt es zahlreiche Hilfsmaßnahmen, Therapieangebote und professionelle Unterstützung bei Spielsucht. Viele Beratungsstellen bieten darüber hinaus kostenlose und anonyme Gespräche an. Bei einer ausgeprägten Spielsucht ist zudem ein ambulanter oder stationärer Klinikaufenthalt möglich. Denn Glücksspielsucht ist als Krankheit anerkannt. Die Kosten für die Behandlung können von der Krankenkasse übernommen werden.

Sich selbst auf die Finger schauen

Wer auf das Glücksspiel nicht verzichten will und gerne regelmäßig spielt, kann einer Spielsucht mit einfachen Mitteln entgegenwirken – Pausen einplanen und nur im konzentrierten Zustand spielen. Wichtig ist ferner, sich ein Limit zu setzen, das auf keinem Fall überschritten werden darf. Was gar nicht geht, zu versuchen Verluste wieder wett zu machen. Und noch etwas, Spielen und Alkohol sind eine gefährliche Kombination.

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

2 Comments

  1. Wer Spieler und Alkoholiker ist sollte schnellstens nach einer Alternative suchen. Ich rate dazu in die SPD einzutreten und Politiker zu werden. Dem Martin Schulz ist das gelungen und jetzt will er auch noch Bundeskanzler werden. Da bleiben alle Kneipen trocken und sämtliche Arbeitsplätze in Schnapsfabriken und Brauereien gehen verloren. Das ist sogar noch schlimmer als bei den Mohammedanern. Die dürfen wenigstens trinken wenn es dunkel ist und die Vorhänge geschlossen sind. Dann sieht das Allah, der Gott nicht und der Alkohol schmeckt auch noch besser.

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    1. Ja, SPD-Poltikern wie Steinmeier und Schulz fallen da ganz tolle Sachen ein wie die Doppelverbeitragung von Betriebsrenten, die sie ja eigentlich fördern wollen. Die klopfen sich sicher auf die Schenkel, wenn sie ihre Pensionen mit den Renten vergleichen. Sorry, etwas sarkastisch 😉

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