Werbung
„Wer Rentner quält, wird nicht gewählt“ – das war der Schlachtruf von weit mehr als 200 Direktversicherungsgeschädigten auf dem Münchner Marienplatz am 27. September 2018 auf der Demo gegen Abzocke. Die von Politik und Krankenkassen Abgezockten wollen das Unrecht der Doppelverbeitragung nicht länger hinnehmen.
Schon kurz vor 13 Uhr füllte sich der Marienplatz mit Magenta-farbenen Westen. Immer mehr Demo-Teilnehmer scharten sich um den Sprinter vor dem Münchner Rathaus, um Demo-Leibchen und Trillerpfeifchen zu verteilen. Gleichzeitig bliesen Mitglieder des Vereins der Direktversicherungsgeschädigten (DVG) die Riesen-Latex-Ballons auf mit der Inschrift „Erst angelockt, dann abgezockt“. Biertisch und Infostand werden aufgebaut. Flyer machen die Runde, Lautsprecherboxen werden an den Verstärker angeschlossen. Die Demo beginnt.
Demo gegen Abzocken durch Krankenkassen
DVG-Vorsitzender Gerhard Kieseheuer eröffnete die Demonstration gegen das Unrecht der Doppelverbeitragung von Direktversicherungen und für die Abschaffung der Abzocke durch Politik und Krankenkassen. Natürlich blieben viele Passanten stehen und fragen nach – nicht wenige erstaunt über dieses Unrecht der Doppelverbeitraung von Direktversicherungen, das mehrere Millionen hierzulande betrifft. Viele ahnten nichts von dieser Enteignung, eingeführt von Rot-Grün-Schwarz 2003 – noch mehr ahnen immer noch nichts.
Das Youtube-Video von der Demo in München
Das war eine sehr erfolgreiche Demonstration unserer Mitglieder am Donnerstag in München. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich ca. 200 Mitglieder auf dem Marienplatz.
Zu den wenigen Politikern, die sich auf die Seite der Entrechteten stellt, gehört der Landesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger. Er verlangt die Beendigung des Zwangsbeitrages und die Rückzahlung der bereits gezahlten Beiträge. Er prangerte die kalte Enteignung durch die damalige Schröder-Regierung an – akzeptiert von der Union und vor allem von Horst Seehofer. Ein Trillerpfeifenkonzert begleitete Aiwangers Rede, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Nach seiner Rede formierten sich die Demo-Teilnehmer hinter einem Polizeiauto und marschierten Richtung Diener- und Residenzstraße zum Odeonsplatz – ein eindrucksvolles Bild. Die Demonstranten schwangen ihre Fahnen,reckten ihre Schilder gen Himmel und skandierten „Wer Rentner quält, wird nicht gewählt“ oder „Wer Rentner quält, wird abgewählt“. Imposant auch die mitgeführten Latex-Ballons.
Freiwillige Mitglieder verteilten die DVG-Flyer und über das Megafon wurden die Münchner Bürger informiert. Während der Kundgebung interviewte das Bayrische Fernsehen viele Vereinsmitglieder.
Am Odeonsplatz ergriff Ates Gürpinar, der Sprecher des Landesverbands der Linken in Bayern, das Wort und berichtete vom Fall seines Vaters, der genau wie viele andere in diese Falle getappt war und nun Zwangsbeiträge an die Krankenkassen zahlen muss. Auch der Linken-Sprecher forderte eine Ende der Verbeitragung von Direktversicherung und verlangte eine Rücknahme.
Am Folgetag übertrug der Bayerische Rundfunk die Demo und eine Zusammenfassung im Fernsehen. Wer sich die Sendung (ab Minute drei) anschauen will – hier der Link
Werbung


