Wer bekommt mehr als 3000 Euro Rente?

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Die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist bei der gesetzlichen Rente riesig. Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) zeigen: Eine Monatsrente von über 3.000 Euro bleibt für die absolute Mehrheit der Deutschen ein unerreichbarer Traum.

Nur jeder Tausendste knackt die 3.000-Euro-Marke

Von den rund 18,7 Millionen Altersrentnern in Deutschland bezogen im aktuellen Statistikzeitraum gerade einmal 18.273 Personen eine Netto-Rente von 3.000 Euro oder mehr. Das entspricht einem Anteil von verschwindend geringen 0,1 Prozent. Statistisch gesehen schafft es also nur jeder 1.000. Rentner über diese Hürde. Zum Vergleich: Pensionäre im Bund erhalten im Schnitt mehr als 3.200 Euro brutto im Monat.

Die harten Fakten auf einen Blick:

Bei einem Rentenniveau von 48 Prozent ist es für viele schwer, 3000 Euro Rente zu erzielen.

  • Die 0,1 %-Hürde: Nur ca. 40 bis 50 Personen pro 100.000 Rentner erreichen die Spitzenrente.
  • Das Durchschnittsniveau: Die Standardrente nach 45 Beitragsjahren liegt im Schnitt bei nur etwa 1.600 bis 1.700 Euro.
  • Das Geschlechtergefälle: Frauen erreichen die 3.000-Euro-Marke statistisch gesehen so gut wie nie.
  • Die Voraussetzung: Um diese Summe zu erzielen, müssten Arbeitnehmer über 45 Jahre hinweg konstant ein Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient und rund 80 bis 90 Entgeltpunkte (EP) gesammelt haben.

Vergleich: Realität vs. Standardrente

Merkmal Standardrentner (Eckrentner) Spitzenrentner (> 3.000 €)
Anteil Durchschnittsmaßstab < 0,1 %
Erforderliche Entgeltpunkte 45 EP ca. 80 – 90 EP
Einkommensniveau Durchschnittsverdienst Dauerhaft über Beitragsbemessungsgrenze

Die 2400-Euro-Hürde – für die meisten zu hoch

Auch der Weg zu einer Rente von 2.400 Euro netto ist steinig. Laut DRV-Zahlen erhielten lediglich rund 133.000 Regelaltersrentner einen Betrag über dieser Grenze. Hinzu kommen etwa 136.000 besonders langjährig Versicherte. Besonders bitter sieht es bei den Frauen aus: Nur rund 15.400 Frauen schafften es in die reguläre Rentenklasse über 2.400 Euro.

Fazit: Nicht auf den Staat verlassen

Wer im Alter mehr als 3.000 Euro zur Verfügung haben möchte, schafft dies über die gesetzliche Rentenkasse allein fast nie. Eine frühzeitige private und betriebliche Altersvorsorge ist unerlässlich, um die Rentenlücke zu schließen.

Der „Renten-Check“

„Und Sie? Machen Sie den Selbsttest:

Wie viele Entgeltpunkte haben Sie bereits auf Ihrem Rentenkonto? Schauen Sie in Ihre aktuelle Renteninformation. Liegen Sie über oder unter dem Durchschnitt von 45 Punkten? Schreiben Sie uns Ihre Meinung oder Ihre Erfahrungen unten in die Kommentare!“

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6 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ilona Maassen
    17. März 2024 11:38

    es besteht ein absolut ungerechter Unterschied zwischen Rentner und Pensionären, die um 70 % ihres letzten Bezuges erhalten, mit welcher Berechtigung. vor dem Gesetzt sind NICHT ALLE GLEICH

    Antworten
    • Stefan Radmacher
      21. Juli 2024 11:46

      Stimmt…Nicht! Leider unterliegen Sie der verbreiteten Fehlannahme, die Beamten würden nicht dafür bezahlen. Tatsächlich wurde ihnen bereits bei Wiedereinführung des Beamtenrechts nach dem II.Weltkrieg, aufgrund ihrer Versorgungssicherheit, durch das parlamentarische Gremium nur anteilig ein „privatwirtschaftliches“ Vergleichsgehalt zugestanden. Dazu ermittelte man die Einkommen bei entsprechender Ausbildung in der Zivilwirtschaft und entschied, 10 Monatsgehälter dieser Erhebung auf 12 Monate zu verteilen für die Beamten. Das entspricht einer persönlichen Versorgungsrücklage von knapp 17% für die Pensionskasse. Seit 1992 zahlen die Bundesbeamten(auch die der meisten Bundesländer) jedes Jahr zusätzlich 0,2 % mehr Rücklage, da diese automatisch von jeder Lohnerhöhung abgezogen werden. Sind seit 1992 nochmals 6,4% (ohneZinseszins). Insgesamt führen die Bundesbeamten damit 23,4% an Versorgungsrücklage ab. Und sie erreichen ihren Pensionseintritt frühestens nach 40 Jahren und nicht wie in der Rente nach 35 Jahren. Da für die höheren Lohngruppen der Beamten Studiengänge zwingend absolviert und bestanden werden müssen, liegt der Diensteintritt für Beamte des gehobenen und höheren Dienstes daher oft weit hinter dem der Privatwirtschaft mit Lehre- duales Studium etc. So kommen sie oft nicht auf die von Ihnen genannten 70%.
      Das Problem ist eher wie bei der Rente, es gibt und gab nach der Weimarer Rebuplik nie wieder eine Kasse in der das Geld liegt.

      Antworten
  • Helmut Achatz
    17. März 2024 11:54

    Leider wahr. Dabei wäre es so einfach, von den Nachbarn zu lernen. In Österreich gibt es nur „eine“ Pension für alle – zum Vorteil aller. Die österreichische Pension ist deutlich höher als die deutsche Rente, da alle einzahlen.

    Antworten
  • Man darf sich doch die Frage stellen warum unserer Damen und Herren Beamte sich so wehren „gleichberechtigt“ zu werden!? Die Österreicher machen uns vor wie es gehen sollte. Diese beamteten Sozialräuber sollte man aus ihren Stuben jagen und an der freien Wirtschaft schnuppern lassen. Eine Pension in Höhe von 72% für jeden der nur seine Zeit absitzt, egal wie seine Leistung aussieht ist schlicht untragbar, weder finanziell noch moralisch. Dann diese Mindestpension in Höhe von aktuell (2025) 2045€, .. bekommt jeder der es geschafft hat 5 Jahre verbeamtet zu sein, egal ob der nun eine 3 Tages Woche „leistete“ oder 5 Tage, ja , es ist völlig Wurscht ob diese Person irgendwas für Stadt, Land oder Bund gebracht hat, Hauptsache die 5 Jahre sind um!! Welcher Handwerke hat nach 45 !! Jahren, in 2025 eine Rente von 2045€ ?? Es ist eine eklatante Benachteiligung der nicht verbeamteten Arbeiter und Angestellten die zum Himmel schreit! Warum bekommen Beamte wesentlich mehr Kindergeld, warum sind die privat versichert, warum bekommen die viel bessere Darlehenszinsen als das Normalo Volk ?? Es Stinkt mir .. und auch zum Himmel, .. dass wir so etwas zulassen.

    Antworten
  • Grütz, Klaus-Peter
    10. April 2026 19:45

    Jeder ist seines Glückes Schmied. Jeder kann sich bemühen, in das Beamtenverhältnis einzusteigen. Er muß allerdings die nicht leichten Voraussetzungen erfüllen.
    Sozialneid ist eine schlechte Charaktereigenschaft.

    Antworten
  • jeder ist seines Glückes Schmied, doch nicht jeder Schmied hat Glück…

    Antworten

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