Gebiss weg, Rente weniger: Der Kahlschlag-Plan

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Erst Zusatzbeitrag, jetzt Zahnarzt-Aus? Der Wirtschaftsrat der CDU will Leistungen streichen und die Rente kürzen. Bleibt uns am Ende nur noch das Arbeiten bis zum Umfallen?

Das neue Jahr hat ja schon gut angefangen – mit höheren Zusatzbeiträgen. Aber während wir noch über die drastisch gestiegenen Zusatzbeiträge der Krankenkassen fluchen, liegt der nächste Hammer bereits auf dem Tisch. Der CDU-Wirtschaftsrat hat Anfang Februar ein sechsseitiges Papier („Agenda für die Arbeitnehmer in Deutschland“) vorgelegt, das für jeden, der lange gearbeitet und viel in die Sozialversicherung einbezahlt hat, wie eine Drohung klingen muss.

Wer nicht reich ist, muss leiden?

Geht es nach dem Willen der Wirtschaftslobbyisten, fliegen Zahnarztbehandlungen komplett aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen. Das Argument: Jeder könne das ja „privat absichern“. Wer also im Alter keine Lust auf eine lückenhafte Kauleiste hat, darf zusätzlich blechen – als ob die 17 Millionen bereits existierenden Zahnzusatzversicherungen – Kosten pro Monat zwischen zehn und 80 Euro – nicht schon Beweis genug für das Versagen des Systems wären. Übrigens, wer sich ein Implantat einsetzen lässt, zahlt das bislang bereits selbst.

Antwort der SPD

Antwort der SPD Quelle: Instagram

Renten-Pläne: Länger schuften für weniger Geld

Doch beim Lächeln hört es nicht auf. Der Angriff auf die „fleißige Mitte“ geht tiefer:

  • Weg mit der Rente mit 63: Wer Jahrzehnte eingezahlt hat, soll gefälligst länger bleiben.
  • Streichung der Mütterrente: Ein Schlag ins Gesicht für alle, die Erziehungsarbeit geleistet haben.
  • Rente ab 67+: Das Eintrittsalter soll an die Lebenserwartung gekoppelt werden.

Die Botschaft ist klar: Während Unternehmenssteuern auf 25 Prozent sinken und der Soli für Gutverdiener fallen soll, wird bei denen gekürzt, die das System mit ihren Beiträgen stützen. Man nennt es „Wachstumskräfte entfesseln“ – für uns im Vorruhestand oder Ruhestand fühlt es sich eher wie eine Fesselung der Lebensplanung an.

Ist das die „Erneuerung des Aufstiegsversprechens“, wenn wir uns den Zahnersatz vom Mund absparen müssen, während wir bis 70 am Schreibtisch oder an der Werkbank stehen?

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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