Werden Sparer von Maklern abgezockt?

Finanzen

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Die Debatte um einen Kostendeckel kocht hoch. Während die „Tagesschau“ vor Kosten warnt, mahnen Makler vor einer Beratungslücke für Geringverdiener.

Die Frage, wie wir für das Alter vorsorgen, ist untrennbar mit der Frage verbunden: Wer berät uns und was kostet das? Jüngst hat ein Bericht der „Tagesschau“ für viel Wirbel gesorgt. Darin wird die Provisionsberatung – und vor allem die hohen Kosten – kritisiert: Sie sei zu teuer und von Eigeninteressen der Vermittler geleitet.

Hat die „Tagesschau“ recht?

Branchenportale wie „Pfefferminzia“ und „Cash-Online“ halten dagegen. Der Vorwurf: Die Darstellung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sei einseitig, so das Hauptargument der Vermittlerverbände wie des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK): Wenn Provisionen – oder die Kosten – gedeckelt sind, müssen Sparer die Beratung direkt aus eigener Tasche bezahlen. Für Menschen mit geringem Einkommen könnte das bedeuten, dass professionelle Hilfe unerschwinglich wird. Ein Blick nach Schweden beweist, dass die Bürger so mündig sind, selbst zu entscheiden, wenn es um die Altersvorsorge geht – und die Schweden sind sicher nicht dümmer als die Deutschen.

Was bedeutet das für die Altersvorsorge?

Wer fürs Alter spart oder noch letzte Weichen für die private Vorsorge stellt, sollte genau hinschauen. Die „Tagesschau“ hat recht, wenn sie sagt, dass Provisionen die Rendite mindern können. Was hilft eine Beratung, wenn sie die Altersvorsorge kostet? Beratung kann richtig teuer werden und die Altersvorsorge mindern.

In der Diskussion prallen zwei Welten aufeinander. Während Verbraucherschützer das Ende der „versteckten Kosten“ fordern, warnt die Branche vor einer „Beratungsschale“. Damit meint der BVK eine Beratungslücke, weil sich nur noch Vermögende eine fundierte Beratung erhielten, während der „Normalverdiener“ auf sich allein gestellt sei oder nur noch standardisierte Online-Tools nutzt. Aber was hilft Beratung, wenn die Alterssparer nicht wissen, was in der Auszahlphase übrigbleibt? In der Praxis läuft Beratung meistens über Provisionen – und die können auf lange Sicht richtig ins Geld gehen.

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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