Wie wär’s mit einer Weinreise? Die schönsten Routen

Genuss und Erholung – warum nicht mal beides verbinden? Eine Weinreise spricht alle Sinne an. Und dafür müssen Lebenskünstler gar nicht weit fahren, denn in Deutschland warten viele interessante Weinbauregionen nur darauf, entdeckt zu werden – und dann lockt ja auch noch Südtirol. Zeit, die Entdeckungstour zu starten.

Entlang der deutschen Weinstraße

Wer den deutschen Wein liebt, der sollte wenigstens einmal die deutsche Weinstraße in der Pfalz besucht haben. Sie ist die älteste touristische Straße des Landes. Durch das Deutsche Weintor in Schweigen-Rechtenbach hindurch erstreckt sich die Weinstraße über 85 Kilometer und verbindet 130 Weinorte miteinander. Sie führt dabei durch malerische Landschaften, über Weinberge und vorbei an Flüssen. Im Sommer dürfen sich Besucher über sonnige Tage und mediterranes Klima freuen. Nicht umsonst gilt die Pfalz als „Toskana Deutschlands“. Unbedingt einen Besuch wert ist das größte Weinfest der Welt in Bad Dürkheim. Wer durch die Pfalz tourt, den erwarten vor allem die klassischen deutschen Weinsorten, darunter Riesling, ferner Silvaner, Müller-Thurgau und Kerner. Sie gehören zum vielfältigen Weinangebot der Pfalz. Wer sich inspirieren lassen will, schaut vielleicht bei rewe-reisen.de vorbei.

Durchs schöne Frankenland

Bei Weinkennern im In- und Ausland gleichermaßen beliebt ist der Frankenwein. Der aromatische Müller-Thurgau ist der Wein, der in Franken am meisten gekeltert wird. Daneben erfreut sich vor allem der Bacchus als Spezialität der Region großer Beliebtheit. Würzburg ist das Zentrum des fränkischen Weinlandes. Mit der Residenz, der Festung Marienberg und ihren zahlreichen Kirchen hat die Stadt viel zu bieten. Nach der Besichtigung laden die vielen Weingüter zum Entspannen und Genießen ein. Eine Besonderheit kommt aus Franken: der Bocksbeutel, die kleine Flasche mit dem gewölbten Bauch – dafür ist Franken bekannt. Weiter führt die Reise entlang des Mains. Die vielen Weinberge der Gegend tauchen die Hügel und Berge in ein eindrucksvolles Grün. Am Mainufer reiht sich ein Weinstädtchen ans andere. Wer da nicht einkehrt, ist selbst schuld – um ein Glas Wein zu genießen und das romantische Flair Frankens kennen zu lernen. Mehr Informationen zum fränkischen Weinland ist hier zu finden.

Zum Törggelen nach Südtirol

Gerade für die Bayern liegt der Süden ja so nah. In dreieinhalb Stunden sind Münchner in Meran – ein Ortswechsel, der auch einen Klimawechsel bedeutet. In Südtirol ist der Wein vermutlich schon seit tausend Jahren vor Christus heimisch. Südtirol wird stark vom Mittelmeerklima geprägt – ideal für rote und weiße Weine. Bei den Weißen dominieren Grau- und Weißburgunder, während sich bei den roten Sorten Blauburgunder, Merlot und Cabernet Sauvignon hervortun. Landschaftlich ist Südtirol geprägt von den Alpen, grünen Wiesen, Burgen und romantischen Almhütten. Vor allem Wanderer kommen hier voll auf ihre Kosten. Überall sie auf kleine Weingüter, die zum Verweilen und Kosten einladen. Zwar lockt Südtirol das ganze Jahr, sicher am schönsten ist es im Herbst, wenn die Hof- und Buschenschänken zum Törggelen einladen – das ist Weinurlaub vom feinsten.

Jede Weinregion in Europa beeindruckt mit ihren Besonderheiten und Spezialitäten. Deutschland kann da locker mithalten – mit herrlichen Landschaften und außergewöhnlichen Weinen.

 

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Warum ein Kinderbonus für Eltern bei der Rente nötig ist

Sollen Eltern eine Art Kinderbonus bei der Rente bekommen? Oder sollen Kinderlose bestraft werden? Die CSU ist eher für belohnen und will einen „Kinderbonus“ erstreiten, so CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. Der Kinderbonus soll die Beiträge der Eltern zur Rentenversicherung mindern – und im Grundsatzprogramm der Partei festgeschrieben werden. Es ist höchste Zeit, die Erziehungsleistung von Eltern besser zu würdigen. Dazu passt allerdings nicht, dass die CSU am Ehegattensplitting festhält und keinen Gedanken an ein Familiensplitting verschwendet.

Rentenversicherte haben zwei Pflichten

Die CSU erinnert sich wieder an das Prinzip des Umlageverfahrens, dass ja zwei Aufgaben für die aktiven Versicherten vorsieht: für die Rentnergeneration zu zahlen und parallel dazu die nachfolgende Zahler-Generation großzuziehen. Der zweite Teil wird allerdings von vielen vernachlässigt – ob unverschuldet oder gewollt sei dahingestellt. Eltern aber leisteten mit der Erziehung ihrer Kinder „den wichtigsten Beitrag für die Zukunft unseres Rentensystems“, so das CSU-Papier – und die CSU erinnert sich wieder daran, dass dies bisher beim Rentenbeitrag nicht ausreichend berücksichtigt worden sei. Deswegen fordert sie auch die Mütterrente II und damit die volle Gleichstellung für Mütter bei der Rente“.

Ein Kind kostet 120 000 Euro

Wie viel das ausmacht, lässt sich mit etwas Rechnen in Zahlen fassen: Ein Kind kostet seinen Eltern vom ersten Lebenstag an bis zum 18. Geburtstag mindestens 120 000 Euro, mindestens, meist ist es mehr, ganz abgesehen davon, dass nur ein kleiner Teil der Sprösslinge schon mit 18 ausziehen, viele bleiben länger im Elternhaus.  Aber auch nach dem Auszug zahlen Eltern für ihre Kinder weiter, wenn sie in einer andere Stadt studieren. Mit dem Kindergeld kommen Studenten nicht weit. Übrigens, diese Rechnung, die von mir stammt, ist auch schon zehn Jahre alt, mittlerweile dürften es längst 130 000 oder sogar 140 000 Euro sein.

Wie war das nochmal mit der Gerechtigkeit? Ein Erklärvideo – so einfach kann das sein, oder?

Die 120 000 Euro angesetzt, müsste die Entlastung pro Jahr mindestens 6666,66 Euro betragen, pro Monat somit

  • 555,55 Euro für ein Kind
  • 1111,10 Euro für zwei Kinder
  • 1666,65 Euro für drei Kinder
  • 2222,20 Euro für vier Kinder

Wie das zustande kommt? 120 000 Euro geteilt durch 18 und noch mal geteilt durch zwölf. Bei zwei oder gar drei Kindern kommt da ein nettes Sümmchen zusammen, angesichts dessen müssten Eltern mit mehreren Kindern gar keine Rentenbeiträge mehr zahlen. Dabei sind die staatlichen Zuwendungen wie Kindergeld, die Mitversicherung bei der Krankenkasse und sonstige Transferleistungen in dieser Kalkulation bereits berücksichtigt.

Auf einen ähnlichen Betrag kam übrigens die „Süddeutsche Zeitung“ im Januar 2017 in ihrem Artikel „Kinder, das kostet!“. Sie ist der Frage nachgegangen, ob Kinder wirklich teurer sind als früher und verweist auf das Statistische Bundesamt. Danach „gaben Paare 2008 in Deutschland für ein Kind unter sechs Jahren im Durchschnitt 519 Euro pro Monat aus, für Kinder zwischen zwölf und 18 Jahren sogar 700 Euro“. Bis zu seinem 18. Geburtstag koste ein Kind somit 130 000 Euro. Will es studieren, müssen die Eltern noch mal einiges drauflegen – rund 100 000 Euro dürfte ein Studium schon kosten. Offensichtlich sind bei den 130 000 Euro der Verdienstausfall der Eltern, Versicherungen, das größere Auto und die Nachhilfe noch nicht enthalten. Ok, zurück zur Frage, ob Kinder heute teurer sind als früher. Die „Süddeutsche Zeitung“ verweist dabei auf Zahlen von 1973: „Noch 1973 gab ein Haushalt mit monatlichen Nettoeinkommen von 2000 Mark rund 500 Mark pro Kind aus.“ Dass die Kosten gestiegen seien, habe viele Gründe. So seien die Zuzahlungen in der Schule höher geworden, gleichzeitig dauere die Ausbildung länger.

Kinder als Rentenversicherung?

Ohne Kinder keine Rentenzahlungen. „Bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren Kinder eine Rentenversicherung“, zitiert die „Süddeutschen Zeitung“ den Soziologen Christian Alt. Die Rente war nicht staatlich geregelt, somit mussten sich die Menschen selbst um ihre Altersvorsorge kümmern – in Form von Kindern. Kinder halfen im Haushalt und trugen zum Haushaltseinkommen bei. Im Alter sorgen die Kinder für ihre Eltern. Kinder waren somit der Garant fürs Auskommen im Alter. Die Stellung der Kinder habe sich, so die „Süddeutsche Zeitung“, schrittweise geändert, „als die Kindheit im 18. Jahrhundert als eigene Lebensphase entdeckt wurde, die Kindersterblichkeit zurückging und mehr Frauen aus höheren Schichten arbeiten gingen“. Bis heute sei es ein Phänomen der Gutverdienenden, das Eltern ihren Kindern möglichst viel bieten wollen. Anders sieht es natürlich in den unteren Schichten aus. Dem „Spiegel“ zufolge lebt fast jeder fünfte Minderjährige in einer armen Familie – und das habe sich sogar noch verschärft. In Zahlen ausgedrückt, nimmt sie die Situation erschreckend aus. „Noch immer leben 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Mädchen und Jungen in Deutschland in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten“, weiß der „Spiegel“. Wobei die Kinderarmut regional recht unterschiedlich verteilt ist. Bremen beispielsweise sticht mit einer Quote von 33 Prozent deutlich heraus. In Oberbayern, der Oberpfalz und Tübingen seien es lediglich neun bis maximal 10,5 Prozent.

Tja, es wird spannend, was die CSU da als Entlastungsbetrag ansetzt – vermutlich Peanuts, sorry, wegen des Worts.

Übrigens, der Lastenausgleich zwischen Familien mit Kindern und Kinderlosen ist längst überfällig. Dass das Thema jetzt auf den Tisch kommt, hat auch nur mit der nahenden Bundestagswahl zu tun – oder?

Von der SPD ist in punkto Entlastung der Familien bei der Renten noch nichts zu hören. Die Änderung des Ehegattensplittings ist zwar avisiert, passiert ist in diese Richtung bislang noch nichts.

Auch die Deutsche Rentenversicherung sperrt sich gegen einen Kinderbonus. Das, so die Begründung, widerspräche der Lohn- und Beitragsbezogenheit der Renten. Die Rentenversicherung kommt mit dem Argument, durch gleich hohe Beiträge würden auch gleich hohe Anwartschaften in der Rentenversicherung erworben werden. Die Rentenversicherung verwies zudem darauf, dass Familien bei der Anrechnung von Kindererziehungszeiten für die Rente gefördert würden. Allein aus der Anrechnung von drei Jahren Kindererziehungszeiten, der Aufwertung von Beitragszeiten bis zum zehnten Lebensjahr eines Kindes und dem Kinderzuschlag zur Witwenrente können sich für das erste Kind zusätzliche Rentenansprüche in Höhe von mehr als 200 Euro ergeben.

Nur komisch, bei der Pflegeversicherung wird sehr wohl zwischen Kinderlosen und Eltern mit Kindern unterschieden.

 

Weiterführende Links:




Wie sich der Garten in eine Oase verwandeln lässt

Trautes Heim, Glück allein – in diesen Worten steckt ein Quäntchen Wahrheit. Denn, ein eigenes Grundstück mit Garten bietet Chancen, die anderen Menschen verwehrt bleiben. Wie sich so ein Garten in eine Oase verwandeln lässt? Hecken, Bänke, Rosenbeete – und ein eigener Pool werten einen Garten. Vor allem mit einem Pool erfüllen sich Gartenbesitzer einen Traum, der erholsame Momente abseits überfüllter Strände verspricht.

Ein Pool kann vieles sein, auch das aufblasbare Planschbecken, wer allerdings mehr will, sollte sich mit dem Thema Naturpool beschäftigen.

Was ist ein Naturpool?

Was ist ein Naturpool? Anders herum, was ist ein Naturpool nicht? Jedes Planschbecken muss irgendwann einmal entleert werden, weil das Wasser verdreckt und sich Keime bilden. Das gilt auch für ein Schwimmbecken. Natürlich ist es toll, sich im Sommer zu erfrischen und fit zu halten. Weniger toll ist die Pflege – Wassers ohne Zugabe von Chemikalien ist nicht möglich, weil sonst das Infektionsrisiko wächst, was den Badespaß trübt.

 

Geht’s auch anders? Ja, wer auf Natürlichkeit Wert legt, ist mit einem Naturpool gut beraten. Denn der Naturpool ist zwar optisch mit einem Swimmingpool im klassischen Design vergleichbar, wirkt aber dennoch alles andere als steril. Im Gegensatz zur weiß-bläulichen Farbgebung normaler Pools fügt sich die Badeoase von Anbietern wie Pool for Nature mit ihrem grünen Farbton harmonisch in die Umgebung ein.

Vorteile von Naturpools

Ein Naturpool bietet einige Vorteile. So wird das Wasser in Naturpools biologisch durch Wasserpflanzen oder Mikroorganismen gereinigt wird. Die Badeparadiese bleibt somit frei von Chemikalien. Das Wasser wird über ein Nachbarbecken gereinigt, was den Naturpool selbst von Fischen oder Pflanzen befreit. Vorteil: Pflegebedarf sowie damit verbundene finanzielle Aufwendungen halten sich in Grenzen, anders als bei herkömmlichen Pools oder Planschbecken.

Ein weiterer Pluspunkt von Naturpools: Das Wasser erwärmt sich dank überschaubarer Größe und verhältnismäßig geringen Tiefe von allein. Und niemand muss Angst haben vor Hautreaktionen, ausgelöst durch Chemikalien.

Pflege von Naturpools

Wie gesagt, ein einmal professionell angelegter Naturpool braucht keine große Pflege. Gartenexperten gehen von etwa zwei Stunden Pflegeaufwand aus. Und so lässt sich das Wasser im Naturpool lange sauber und frisch halten:

  • kleine Filteranlage zur Säuberung des Schmutzwassers einsetzen
  • regelmäßige Überprüfung des Nährstoffgehalts
  • bei Wahl des Naturpools bewusst Naturstein auswählen

Naturpool versus Schwimmteich

Was unterscheiden Naturpools und Schwimmteiche? Gemeinsam ist ihnen, dass sie das Wasser ohne Zusatz von Chemikalien biologisch aufbereiten. Im Gegensatz zum Naturpool sind Pflanzen – und Planktonsedimentation – für die Reinigung des Wassers verantwortlich und halten es klar.

Beim Naturpool wird das Wasser täglich durch einen biofilmaufbauenden Filter gepumpt wird. Im Filter werden Nährstoffe und Schwebeteilchen von Mikroorganismen gebunden und abgebaut. Das Wasser im Naturpool bleibt klar – auch ohne Wasserpflanzen, womit für Schwimmer mehr Platz bleibt.

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Warum Blumen immer noch gut ankommen

Blumen als Mitbringsel oder Geschenk sind zwar längst nichts aufregendes mehr, aber darüber freuen sich immer noch die meisten – Klassiker eben, die sich für viele Gelegenheiten anbieten. Das gilt auch nicht nur für Junge, sondern auch Ältere. Übrigens, müssen das auch nicht immer Schnittblumen sein, Topfpflanzen oder Gewächse für den Garten kommen ebenfalls bestens an. Und warum kommen Blumen immer noch gut an?

Freundschaft braucht Pflege

Geschenke, so klein sie auch sein mögen, zeigen dem Beschenkten immer „Ich denk an Dich“. Das wissen Großeltern häufig besonders zu schätzen, vor allem dann, wenn die Kinder und Enkelkinder weit weg wohnen. Wenn sie die Großeltern beschenken wollen, müssen sich halt etwas einfallen lassen. Aber wozu gibt es den Blumen-Service! Blumen verschicken mit Bloomy Days ist beispielsweise so eine besonders unkomplizierten Methoden für persönliche Geschenke, die immer gut ankommen. Mit der Auswahl der richtigen Sorten wird auch ein kleiner bunter Strauß zum sehr persönlichen Geschenk.

Was passt wann?

Es gibt viele verschiedene Sorten, die als Schnittblumen verschenkt werden können – und jede hat eine andere Bedeutung. Damit der Schenker mit den Blumen für die Großeltern auch den „richtigen Ton“ trifft, sollte der Schenkende folgendes beachten:

  • Rote Rosen stehen für Liebe und Leidenschaft
  • Die Farbe Rosa steht für Jugend
  • Die weiße Rose als klassische Hochzeitsblume repräsentiert die Unschuld
  • Die Nelke, früher Symbol der Arbeiterbewegung, steht heute in Rot für Leidenschaft,
  • in Weiß für ewige Treue
  • Vorsicht bei gelben Nelken: Sie zeigen eine Abneigung gegen den Beschenkten!
  • Auch die Tulpe steht für Liebe und Zuneigung; dabei gilt, je dunkler die Farbe, umso stärker das Gefühl.
  • Rote Tulpen sind eine einzige Liebeserklärung,
  • in Orange symbolisieren sie Faszination.
  • Chrysanthemen strahlen Frische und Fröhlichkeit, aber auch Beständigkeit aus
  • In Rot stehen sie, wie so viele Blumen, für die Liebe.

Mit einem bunten Strauß machen Enkel und Kinder bestimmt keinen Fehler. Noch mehr zur Blumensprache gibt es hier

Topfpflanzen verschenken

Gelegenheiten, Blumen zu verschenken, gibt es viele – so zum Muttertag, zum Geburtstag, zu Weihnachten, zum Ehejubiläum der Eltern oder Großeltern. Wer der Vergänglichkeit – die Schnittblumen bei aller Schönheit und Aussagekraft mit sich bringen – nichts abgewinnen kann, kann statt Blumen auch Topfpflanzen verschenken. Das können Blüh- oder Grünpflanzen für Fensterbank und Balkon sein, aber auch Kräutertöpfe oder Setzlinge für den Garten. In jedem Fall ist es wichtig, Pflanzen auszuwählen, die zum Beschenkten, aber auch zu dessen Umfeld passen. Wer weder Balkon noch Garten hat, kann mit einer Tomatenpflanze nicht so viel anfangen, wer ständig unterwegs ist und deshalb auf Zimmerpflanzen verzichtet, kann vielleicht höchstens einem Kaktus etwas abgewinnen.

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Wie Kanzlerkandidat Schulz die Agenda 2010 zurückdrehen will

Solidarrente, Rentenniveau, Mindestlohn – der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, dreht am Sozialrad und will die Agenda 2010 von Ex-Kanzler Gerhard Schröder ein großes Stück zurückdrehen. Allein das lässt seine Umfragewerte nach oben schießen. In Bielefeld bei einer SPD-Arbeitsmarktkonferenz hat Schulz nun erste Richtungsaussagen gemacht. Schulz spricht von „Fehlern“ und er will die Agenda 2010 korrigieren

Schulz verspricht laut „Börsen-Zeitung“ eine Beschränkung von sachgrundlos befristeten Arbeitsverträgen – ein Instrument der Beschäftigungsförderung. Er wolle die Mitbestimmung stärken, wo Initiatoren von Betriebsratswahlen von Arbeitgebern unter Druck gesetzt werden und wo Unternehmen die europäische Rechtsform der SE nutzen, um hierzulande Arbeitnehmerrechte auszuhebeln. Dem Blatt zufolge soll auch Arbeitslosengeld länger fließen, um jahrelang Berufstätige nicht so schnell in Hartz IV fallen zu lassen. Ähnliches gelte für die gesetzliche Rente. Langjährige Arbeitnehmer sollen auch bei geringem Verdienst und niedrigen Versorgungsansprüchen über eine Solidarrente deutlich besser gestellt sein als solche, die auf Staatskosten von Hartz IV gelebt haben.

Länger Arbeitslosengeld

Der designierte Kanzlerkandidat der SPD sieht eine „wachsende Ungleichheit“, ob gefühlte oder tatsächliche sei dahin gestellt. Wenn es  auch die ganz großen Missstände am Arbeitsmarkt hierzulande nicht gebe, wie er indirekt einräumt. Bei der längeren Zahlung von Arbeitslosengeld blieb er vage. Nur Erinnerung: Das Arbeitslosengeld war mit Schröders Arbeitsmarkt- und Sozialreformen von maximal 32 auf maximal 18 Monate verkürzt worden. Heute bekommen zumindest Ältere ab 58 Jahren wieder 24 Monate Arbeitslosengeld.

Altersversorgung: Die Rente ist nicht sicher | quer vom BR

Applaus von der Gewerkschaft

Natürlich sieht die Gewerkschaft Schulz‘ Äußerungen positiv. Michael Vassiliadis, Chef der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie bezeichnet der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ gegenüber die „sachgrundlose“ Befristung von Arbeitsverträgen als „ein Übel, das inzwischen fast jede Familie kennt – egal, ob Akademiker oder einfache Arbeiter dazugehören“.

Schulz werfe sich letztlich den Gewerkschaften in die Arme. Deren Verhältnis zur SPD sei nach der Agenda 2010 abgekühlt und habe sich erst nach Novellen wie dem Mindestlohn und zur Tarifeinheit wieder angewärmt. Schulz mutiert nach Ansicht der „Börsen-Zeitung zum Anti-Erben Schröders. Die SPD solle lieber den Beschäftigungsboom auf der Habenseite verbuchen. Die „Börsen-Zeitung“ befürchtet, dass das Zurückdrehen der Agenda 2010 „bald wieder Arbeitsplätze kosten und Menschen zu Almosenempfängern machen wird“. Ungleichheit sei dann nicht gefühlt, sondern ganz real.




Wie Bestager zu Messies werden – und warum?

Nippes hier und stapelweise Zeitschriften dort, dazu Tassen mit Sprung sowie leere Shampoo-Flaschen – alles wird angehäuft und weggelegt. Über kurz oder lang verwandelt sich ein Wohnzimmer in eine Müllkippe. Wie kommt es aber, dass aus Bestagern Messies werden – warum ist das so?

Manche schaffen es psychisch nicht mehr, alles Überflüssige aufzuräumen, manche alte Menschen auch physisch nicht mehr – und dann verlieren sie die Kontrolle. Wie so etwas passieren kann, beschreibt das SWR Fernsehen.

Alt sein. Die Knochen tun weh, der Kühlschrank füllt sich nur schwer und dann noch dieser Haushalt. Wie soll man das nur schaffen? Viele ältere Menschen haben häufig wenig Kontakt mit ihren Angehörigen, wohnen allein oder leiden zum Beispiel an Demenz. Irgendwann stellen sie fest, dass sie ihren Alltag nur noch schwer meistern können und der Wohnungsputz auf der Strecke bleibt. Oft ist es dann schon zu spät.
Wenn aufräumen allein nicht mehr hilft, ist ein professioneller Müllentsorger gefragt. Sie haben oft den Auftrag, Wohnungen komplett leer zu räumen und sauberzumachen. Die Verursacher würden sie meist nicht mehr kennenlernen, so der pfälzische Entrümpler Matthias Witzel, aber die Fälle würden sich oft ähneln.
Doch woran liegt das? Oftmals stirbt der Ehepartner oder der Bezug zum Angehörigen nimmt ab, ältere Menschen fallen schnell in ein Loch und wollen es selbst nicht wahrhaben, hilflos zu sein. „In der heutigen Gesellschaft guckt nicht mehr jeder nach der Nachbarschaft“, sagt Matthias Witzel.
Er hat schon viel Dreck gesehen. Ihn anzufassen, kein Problem, den Geruch zu ertragen, eine Herausforderung. „Ich sag es ehrlich, ich bin das schwächste Glied in der Kette. Ich bin der, der sich auch manchmal übergeben muss.“ Aber nicht nur der Gestank ginge Witzel an die Nieren, oft berühre ihn auch das Schicksal dieser Menschen und das sei oft noch einprägender als die ganze Arbeit. Selbst eine Leiche in der Wohnung mussten die Entrümpler einmal vorfinden.

Der SWR lässt im Video einen professionellen Entrümpler zu Wort kommen.

Messie leitet sich vom Englischen „mess“ ab, was so viel bedeutet wie Unordnung, Schweinerei, Mansch, Sauerei, Verhau und Kuddelmuddel. Messitum kommt bei Alt und Jung vor, wobei die Älteren in der Mehrheit sind. Das Gros ist zwischen 40 und 50 Jahre alt sind. Viele wollen es ja nicht wahrhaben – aber erst, wenn die Betroffenen es erkennen, kann ihnen ein Dritter helfen. Helfen heißt in dem Fall, ihnen bewusst zu machen, was der Unterschied ist zwischen Ordnung und gesunder Unordnung. Müll ist für viele eine Art Schutzpanzer gegen die Außenwelt, weswegen sie sich nur ungern von ihrer „Sammlung“ trennen. Messitum ist allerdings noch mehr – es ist häufig auch, die Unfähigkeit, sich dem Leben zu stellen, bedeutet Entscheidungsunfähigkeit und innerer Zerrissenheit.

Eine der häufigen Ausreden von Messies ist „Ich werde es vielleicht mal brauchen“ – ein Totschlag-Argument, wie jeder schnell begreifen dürfte. Damit lässt sich alles abbügeln und jeder Anflug von Aufräumen unterlaufen. Auf der Seite „Katrin-schafft-Platz wird dieses Phänomen einfühlsam beschrieben. Es seien die Vorstellungen dahinter, die das Ausmisten so schwer machen; jeder Gegenstand repräsentiere einen Wunsch, eine Vorstellung, eine Erinnerung und auch Ängste. Der Abschied davon sei die eigentliche Herausforderung. „Es ist leicht nachvollziehbar, dass der Abschied von einem Wunsch schmerzhaft sein kann, aber selbst an ihren Ängsten halten viele unbewusst fest“, beschreibt Katrin Miseré diese Haltung. Nur wer es schaffe, sich davon zu lösen, falle auch das Ausmisten leicht. „Manchmal klappt es auch umgekehrt – über den Abschied vom Gegenstand gelingt der Abschied von dem was dahinter steckt“, weiß sie.

Dabei „schafft Reduktion inneren Raum“, wie Gabi Raeggel auf ihrem Blog „achtsame Lebenskunst“ eingängig beschreibt.

…Ausmisten ist wie eine seelische Tiefenreinigung. Mit der Reduktion klären Sie Ihre Beziehungen, vor allem die Beziehung zu sich selbst. Sie bestimmen Ihren Standpunkt zur eigenen Vergangenheit und Zukunft sowie zu anderen Menschen..“

Wie wäre es denn mal mit „Plastikfasten“? Der Aufruf zum Plastikfasten kommt in diesem Jahr von Anneliese Bunk, die gemeinsam mit Nadine Schubert das Buch Besser leben ohne Plastik“ geschrieben hat – oder „Autofasten“. Mehr Beispiele finden sich auf der Seite „Widerstandistzweckmäßig“




Um wie viel die Erwerbsminderungsrente ab 2018 steigt

Die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bastelt schon eine ganze Weile an der Verbesserung für Erwerbsminderungsrentner. Offensichtlich darf es nicht mehr so viel kosten wie geplant – die Mehrausgaben sinken von drei Milliarden Euro auf eineinhalb Milliarden Euro. Und was kommt für die Betroffenen heraus? Der Linken-Rentenexperte Matthias Birkwald hat es für das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) einmal ausgerechnet: „2018 liegt das Plus bei gerade einmal 4,50 Euro im Monat, 2025 sind es 50 Euro.“ Die Zurechnungszeit, wie das so schön heißt, wird dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales auch nicht am 1. Januar 2018 mit einem Schlag von 62 auf 65 Jahre erhöht, sondern stufenweise – 2018 kommen zu den 62 Jahren drei Monate dazu, 2019 sechs Monate, 2020 dann zwölf Monate, 2021 schließlich 18 Monate, 2022 dann 24 Monate, 2023 letztlich 30 Monate.

Die große Mehrheit der künftig kranken Rentner werde weiter auf Grundsicherung angewiesen sein. Wie und wo Erwerbsminderungsrentner Wohngeld und Grundsicherung beantragen, schildert ausführlich die Facebook-Gruppe „Schwerbehinderte, Rente, EM Rente“. Wer allerdings Grundsicherung beantragt, muss sich bei den Behörden in punkto Finanzen nackt ausziehen.

Gesetz erst ab 2018

Kern des Gesetzes ist: Künftige Rentner mit Erwerbsminderung sollen bessergestellt werden, ihre Renten sollen so berechnet werden, als ob sie bis 65 Jahre gearbeitet hätten, nicht wie heute bis 62. Das Gesetz soll allerdings erst ab 2018 greifen. Dumm, wer heute schon eine Erwerbsminderungsrente bezieht – sie schauen in die Röhre. Nach Schätzungen beziehen zurzeit etwa 1,8 Millionen Menschen eine Erwerbsminderungsrente. Jedes Jahr kommen schätzungsweise 170 000 neu hinzu. Die Zurechnungszeit wurde mit dem Rentenpaket 2014 vom 60. auf das 62. Lebensjahr angehoben. Damals wurde von der Bundesregierung auch beschlossen, beim Berechnen der Zurechnungszeit seit 1. Juli 2014 die letzten vier Jahre vor der Erwerbsminderung außen vor zu lassen, falls der Verdienst – eben wegen der nur eingeschränkten Arbeitsfähigkeit – bereits geringer ausgefallen war. Diese Regelung half den Erwerbsgeminderten, die ab 2014 eine entsprechende Rente bezogen.

Nur Neu-Rentner profitieren

Auch dieses Mal profitieren wieder nur die Neu-Rentner von der Neuregelung. Nahles sieht zumindest, dass die bisherigen Erwerbsminderungsrentner die Ausgeschmierten sind, was sie bedauert. Eine rückwirkende Verbesserung im Rentenrecht führe schnell zu Mehrausgaben in Milliardenhöhe – und die seien nicht mehr finanzierbar.

Viele sind erst 50

Häufig trifft es Menschen mitten im Leben – aus einer akuten, wird eine chronische Krankheit und sie müssen vorzeitig in den Ruhestand gehen. Im Schnitt sind Erwerbsminderungsrentner erst 50 Jahre alt. Es versteht sich von selbst, dass ihre Rentenansprüche häufig dürftig sind. Nach einer Berechnung der Deutschen Rentenversicherung betrug die durchschnittliche Rente wegen voller Erwerbsminderung 2015 im Westen für Männer bei 763 Euro monatlich, für Frauen bei 729 Euro. Der Deutschen Rentenversicherung zufolge bekommt jeder Siebte nur so Erwerbsminderungsrentner, dass es zum Leben nicht reicht. Diese Gruppe ist somit auf  staatliche Grundsicherung angewiesen.

Erwerbsminderungsrente – eine Rente, die in die Armut führt? Erklär-Video vom VdK

„Nur“ 10,8 Prozent Abschläge

Wer vorzeitig in Rente geht, muss Abschläge von der Rente in Kauf nehmen – das gilt auch für „normale“ Rentner, die zwischen 63 Jahren und der gesetzlichen Altersrente in den Ruhestand gleiten. Für jeden Monat, den ein Beschäftigter früher in Rente geht, muss er einen Abschlag von 0,3 Prozent akzeptieren. Das kann sich im schlechtesten bis auf 14,4 Prozent summieren. Bei Erwerbsgeminderte sind die Abschläge bei 10,8 Prozent gedeckelt. Aber mit Abschlägen gehen fast alle in die Frührente – im Schnitt sind es In 85,20 Euro pro Monat.

Übrigens, wurden laut einer dpa vorliegenden Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken 2016 viele Anträge auf eine Erwerbsminderungsrente abgelehnt. 150 752 von 355 572 erledigten Neuanträgen wurden abgelehnt. Die durchschnittliche Höhe bei Erwerbsminderungsrenten lag 2015 bei 672 Euro


Und das schrieb Angela Merkel auf einen Brief der Erwerbsgeminderten Elvira Palkowski, die sich als „die ewige Benachteiligte“ betrachtet:

Sehr geehrter Frau Palkowski,
vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten. Es sind unvorhersehbare Ereignisse, die Erwerbsminderung nach sich ziehen. Natürlich hat ein Versicherter nicht selber in der Hand, ob er eines Tages gezwungen ist, vorzeitig aus dem Arbeitsleben auszuscheiden. Passiert das leider doch, hilft in diesem Fall die Erwerbsminderungsrente, das vorher erzielte Einkommen zu ersetzen.
Wer nach einem Unfall oder einer Krankheit nichts mehr an seiner Erwerbssituation ändern kann, ist in besonderem Maße auf die Solidarität der Versichertengemeinschaft angewiesen. Deswegen wurden Rentenansprüche von Erwerbsgeminderten spürbar verbessert. Dafür hat die Bundesregierung mit dem Rentenpaket gesorgt.
So wurde die Zurechnungszeit ab dem 1. Juli 2014 um zwei Jahre vom 60. auf das 62. Lebensjahr angehoben. Wer krank ist, nicht mehr arbeiten kann und in Erwerbsminderungsrente gehen muss, bekommt danach aktuell eine Rente, als hätte er bis zum vollendeten 62. Lebensjahr weitergearbeitet.
Außerdem ist für die Höhe der Erwerbsminderungsrente der bisherige Verdienst entscheidend. Er wird im Durchschnitt für die Zurechnungszeit zugrunde gelegt. Auch hier sind die Regeln seit Juli 2014 spürbar verbessert worden. Seither wird geprüft, ob die letzten vier Jahre bis zum Eintritt der Erwerbsminderung möglicherweise den durchschnittlichen Verdienst negativ beeinflussen – etwa weil bereits Einkommenseinbußen zu verzeichnen waren. Das ist häufig der Fall, da manche Menschen krankheitsbedingt weniger oder gar nicht mehr arbeiten konnten. Mindern die letzten vier Jahre bis zum Eintritt der Erwerbsminderung die Ansprüche, fallen sie künftig aus der Berechnung heraus. Diese sogenannte „Günstigerprüfung“ führt die Deutsche Rentenversicherung durch. Für die Berechnung der Erwerbsminderungsrente zählt immer das Ergebnis, das für den Rentner besser ist.
Abschläge für erwerbsgeminderte Menschen gelten, wenn die Rentenleistung vor der regulären Altersrente beginnt. Sie tragen aber der besonderen Situation der Erwerbsminderung Rechnung und sind auf maximal 10,8 Prozent begrenzt. Für Versicherte, die freiwillig früher in Rente gehen, beträgt der Abschlag maximal 18 Prozent.
Die Grundversorgung garantiert jedem Bürger ein Leben in Würde. Sollten Rentenleistungen nicht ausreichen, ist es möglich, soziale Unterstützung zu beantragen. Jeder hat das Recht, seinen Anspruch auf weitere Hilfen bei der zuständigen Sozialbehörde prüfen zu lassen.
Weitere Informationen in der Broschüre der Deutschen Rentenversicherung: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/In…
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Mehr dazu unter:




Warum auch Bestager der Spielsucht verfallen – und wie damit umgehen?

„Sechzig Jahre und kein bisschen weise …“ – das Lied von Curd Jürgens gilt leider für so manche Ältere, die oft stundenlang vorm Daddelautomaten hängen, nicht los kommen vom Computer und immer noch hoffen, beim Lotto das große Los zu ziehen. Schleichend wird aus dem Vergnügen dann Sucht. Wie lässt sich mit Spielsucht umgehen?

Egal, ob Lotto, Casinospiele oder Sportwetten – viele Menschen können mit Glücksspielen nicht umgehen und fallen irgendwann der Spielsucht anheim. Derzeit leiden einer Studie der Bundeszentral für gesundheitliche Aufklärung zufolge schätzungsweise 650 000 Menschen in Deutschland unter einem problematischen Spielverhalten – vermutlich sind es noch weit mehr. Sie überschreiten immer wieder die Grenzen, die es beim Spielen einzuhalten gibt. Der Weg in die Sucht ist nicht immer leicht zu erkennen. Besonders, da viele Betroffene das Glücksspiel zuerst als reinen Zeitvertreib und wegen des Unterhaltungsfaktors anfangen.

Die Nachfrage nach Glücksspielen ist jedenfalls da. Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter von Casinospielen. Portale, wie das Onlinecasino-austria.at entdecken jeden Tag neue Betreiber, die sie auf Herz und Nieren prüfen und bewerten. Schätzungen zufolge spielt derzeit etwa dritte Deutsche öfter mal ein Glücksspiel. Männer scheinen besonders gefährdet zu sein.

Wie kommt es zur Spielsucht?

Wie kommt es zur Spielsucht? Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Nur so viel, je rasanter der Spielverlauf, desto höher das Suchtpotenzial. Zocker verlieren da schon mal den Überblick über ihre Einsätze – und vor allem über ihre Verluste. Irgendwann können diese Spieler dann nicht mehr mit dem Glücksspiel aufhören. Dieser Meinung ist jedenfalls Dr. Anja Bischof von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Lübeck. Sie befasst sich mit der Suchtforschung und Suchttherapie und weiß, dass der Kontrollverlust mit einer sozialen Isolation einhergeht, was daraufhin zu schwerwiegenden Folgen für den oder die Betroffenen führt, wie den Verlust des Arbeitsplatzes, Schulden und Trennung vom Partner. Letztlich verlieren Spielsüchtige nach und nach den Bezug zur Realität.

Wer ist davon betroffen?

Zum einen sind Menschen mit Hang zum Narzissmus und Kontrollstörungen eher spielsuchtgefährdet als stabile Menschen. Zum anderen geraten viele Männer, Arbeitslose und Personen mit Migrationshintergrund in die Spielsucht, da sie das Glücksspiel nutzen, um aus ihrer miserablen Lage zu kommen. Diese Idee geht allerdings meistens nach hinten los. Besonders hoch sind die Zahlen der Spielsüchtigen bei jungen Leuten und Jugendlichen. Auch hier sind es vorwiegend die Männer, die an einem problematischen Spielverhalten leiden.

Wie mit Spielsucht umgehen?

Wer merkt, dass er plötzlich den ganzen Tag daddelt, bei dem sollten die Alarmglocken klingeln. Besonders, wer ständig die Einsätze erhöht. Das schlimme dabei, Spielsüchtige nutzen auch Geld, das sie eigentlich gar nicht haben. Wer bemerkt, dass Stress und Probleme im Alltag über Hand nehmen und diese mit weiterem Zocken kompensiert werden, sollte sich dringend Hilfe holen – oft leichter gesagt, als getan. In Deutschland gibt es zahlreiche Hilfsmaßnahmen, Therapieangebote und professionelle Unterstützung bei Spielsucht. Viele Beratungsstellen bieten darüber hinaus kostenlose und anonyme Gespräche an. Bei einer ausgeprägten Spielsucht ist zudem ein ambulanter oder stationärer Klinikaufenthalt möglich. Denn Glücksspielsucht ist als Krankheit anerkannt. Die Kosten für die Behandlung können von der Krankenkasse übernommen werden.

Sich selbst auf die Finger schauen

Wer auf das Glücksspiel nicht verzichten will und gerne regelmäßig spielt, kann einer Spielsucht mit einfachen Mitteln entgegenwirken – Pausen einplanen und nur im konzentrierten Zustand spielen. Wichtig ist ferner, sich ein Limit zu setzen, das auf keinem Fall überschritten werden darf. Was gar nicht geht, zu versuchen Verluste wieder wett zu machen. Und noch etwas, Spielen und Alkohol sind eine gefährliche Kombination.




Deutsche halten trotz Real-Verlust am Sparbuch fest

Es ist nur schwer zu verstehen, aber die Deutschen halten trotz Fast-Null-Zinsen am Sparbuch fest und trotz Real-Verlust. Das Sparbuch ist immer noch die beliebteste Anlage der Deutschen. Im vergangenen Jahr hatten immerhin noch 40 Prozent der Deutschen ihr Geld auf einem Sparbuch angelegt. Das Erstaunliche dabei, sie wissen sehr wohl, dass sie damit real Vermögen verlieren, denn die Inflation kletterte im Januar auf 1,9 Prozent, während die Zinsen nur hauchdünn über der Nullmarke liegen. Wer so handelt, vernichtet auf Dauer sein reales Vermögen.

Glaube ans Sparbuch hält sich hartnäckig

Die GfK in Nürnberg hat jüngst die Diskrepanz zwischen „zwischen Meinung und Wirklichkeit“ anhand einer Umfrage aufgedeckt. Was erschreckt, selbst heute noch halten zwölf Prozent der Verbraucher das klassische Sparbuch für „attraktiv“.

Der Realzins ist längst schon negativ - schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Der Realzins ist längst schon negativ – schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Ähnlich groß ist die Diskrepanz bei Gold und der betrieblichen Altersversorgung. Sie meinen zwar, dass Gold durchaus Renditechancen habe, nur sechs Prozent der von GfK Befragten habe aber Gold im Tresor oder Depot. Xetra-Gold, sprich, das in Euro bewertete Gold, ist von Anfang 2008 bis heute um mehr als hundert Prozent gestiegen, anders ausgedrückt, es hat sich im Wert verdoppelt. In Dollar bewertet, war das Plus nicht ganz so groß: Anfang 2008 kostete eine Feinunze 860 Dollar, heute notiert Gold bei 1220 Dollar – immer noch ein Plus von mehr als 40 Prozent. Da kann kein Sparbuch mithalten. Was die betriebliche Altersversorgung betrifft, so halten 42 Prozent für attraktiv, nur 18 Prozent nutzen sie.

Immobilie weit oben auf der Beliebtheitsskala

Beliebt bei den Deutschen ist auch Immobilie (46 Prozent), der Bausparvertrag (29 Prozent), die private Rentenversicherung und die private Kapitallebensversicherung (jeweils 21 Prozent) sowie das Tagesgeldkonto (18 Prozent). Tja, und einige machen gar nichts mit ihrem Geld, sondern bunkern es unter der Matratze – der GfK zufolge sind es ganze 23 Prozent.

Aktien kommen nur langsam

Auch wenn die Deutschen ihr Geld mehrheitlich lieber sicher anlegen, gewönnen Aktien und Investmentfonds langsam an Attraktivität. 2016 landen sie laut GfK mit jeweils 20 Prozent auf den Plätzen sieben und acht des Attraktivitätsrankings, während zwölf Prozent (Aktien) und 15 Prozent (Investmentfonds) der Befragten bereits wirklich in diese Anlageformen investieren. Erstaunlich, die Deutschen werden Aktien gegenüber langsam etwas aufgeschlossener – im Gegensatz zu Franzosen, Italienern und Briten. „Nur sieben Prozent der Italiener, 13 Prozent der Franzosen und 19 Prozent der Briten halten Aktien für attraktiv“, so die GfK.




Wie lässt sich Arbeit altersgerecht gestalten?

Politiker und Ökonomen fordern, dass Ältere länger arbeiten sollen. Können sie das auch? Wie stellen sich Unternehmen darauf ein? Längst ist nicht alles ideal – höchste Zeit nachzubessern oder überhaupt erst mal loszulegen.

Zwar steigt der Anteil älterer Beschäftigter in den Belegschaften peu à peu, aber von den 63-Jährigen sind der Bundesagentur für Arbeit nur noch 15 Prozent Vollzeit beschäftigt, von den 64-Jährigen sind es lediglich 10,3 Prozent, selbst von den 60-Jährigen sind nur 35,2 Prozent Vollzeit beschäftigt. So sah im vergangenen Jahr die Realität aus. Dabei altern Deutschland und Italien in Europa am schnellsten. Dem Statistischen Bundesamt zufolge waren 2016 hierzulande 21 Prozent älter als 65 Jahre – getoppt nur von Italien mit 22 Prozent. Die jüngste Bevölkerung hat übrigens Irland mit 13 Prozent 65plus-Einwohnern.

Immer weniger Aktive und mehr Alte

Unternehmen stehen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) vor der Herausforderung, Rahmenbedingungen für eine längere Lebensarbeitszeit zu gestalten. Die BAuA hat deswegen die Broschüre die „Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung“ herausgebracht. Die baua: Praxis vermittle systematisch und praxisnah den aktuellen Forschungsstand – plus Hinweise auf die Möglichkeiten einer alterns- und altersgerechten Arbeitsgestaltung.

2030 werden laut BAuA voraussichtlich nur noch 39 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter in Deutschland leben. 2010 seien es noch rund 45 Millionen. Schon aus Eigeninteresse müsste den Unternehmen daran gelegen sein, qualifiziertes Personal möglichst lange und leistungsfähig im Unternehmen halten – am besten bis zur Regelaltersrente. Eigentlich dürfte es sich von selbst verstehen, dass ein gutes Betriebsklima und ergonomische Arbeitsumfeld motivieren. Motivierte Beschäftigte, sind gesunde Beschäftigte, die seltener krank werden – gut für die Effizienz. Leider ist das bei vielen Führungskräfte noch nicht angekommen.

So sieht altersgerechte Arbeit aus

Die Broschüre der BAuA verdeutlicht, worauf es bei der alterns- und altersgerechte Gestaltung der Arbeit ankommt. Sie gibt konkrete Hinweise auf Gestaltungsmöglichkeiten im Betrieb – und ist gedacht für Verantwortliche in Betrieben, Arbeitsschutzakteure, Beratende, sowie Vertreter der Sozialpartner.

„Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung – Grundlagen und Handlungswissen für die Praxis“; Inga Mühlenbrock; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2016; ISBN: 978-3-88261-216-5; 100 Seiten, DOI: 10.21934/baua:praxis20161116. Die baua: Praxis gibt es als PDF im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/publikationen.