Mehr Murks bei der Mütterrente

FinanzenSoziales

Werbung

Die Mütterrente ist ein ziemlicher Murks. Kinder vor ’92 geboren sind weniger wert als Kinder nach ’92 geboren. Die CSU will die Mütter gleichstellen, deren Kinder vor 1992 auf die Welt kamen. Dieser Vorstoß kommt nicht von ungefähr: 2017 sind Bundestagswahlen. Klar, dass die CSU mit diesem Pfund wuchern will.

Seit 2014 zwei Jahre Kindererziehungszeiten

Zur Erinnerung: Zum 1. Juli 2014 wurde die Mütterrente schon einmal nachgebessert. Seit dem bekommen Mütter (oder Väter), deren Kinder vor 1992 geboren wurden, zwei Jahre statt nur einem Jahr Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung angerechnet. Pro Kind und Monat liegt die Rente dadurch um 30,45 Euro (West) beziehungsweise 28,66 Euro (Ost) höher. Mit der Kindererziehungszeit gleicht die Rentenversicherung wirtschaftliche Nachteile aus, „die Mütter oder Väter durch die Erziehung von Kindern haben“, erklärt die Rentenversicherung. Für die Mütter oder Väter übernimmt der Staat die Rentenbeiträge für maximal 36 Monate. Dabei sind Kindererziehungszeiten Pflichtbeiträge. Für die  Rentenversicherung werden die Mütter oder Väter so gestellt, als hätten sie den Durchschnittsverdienst aller Versicherten bekommen.

Mit unserem Newsletter auf dem Laufenden bleiben

Einfach jetzt kostenlos abonnieren

Künftig drei Jahre für die Mütterrente

Soweit der Ist-Zustand – die CSU will nun die Mütterrente auch auf die Väter und Mütter ausweiten, deren Kinder schon vor 1992 geboren wurden. Soweit der Wunsch der CSU. Ob ihre Vorstellungen durchgehen, steht auf einem anderen Blatt. Das Rentenkonzept geht auf Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) zurück. Auf die Versicherten oder die Steuerzahler kommen nach Schätzung rund 6,5 Milliarden Euro pro Jahr zu.

Dem „Münchner Merkur“ zufolge plädiert Müller dafür, „den Betrag nicht aus der Rentenkasse, sondern aus Steuermitteln zu finanzieren“. Wenn die verbesserte Mütterrente aus der Rentenkasse bezahlt werden würde, schlüge das natürlich voll auf die Beiträge durch. Dabei ist es ausgemachtes Ziel, dass der Rentenbeitrag nicht über 22 Prozent steigen soll. Die CSU habe, so die „Frankfurter Neue Presse“ bereits vor vier Jahren die CDU erfolgreich zu einer höheren Anerkennung der Erziehungsleistungen von Müttern bei der Rente gedrängt, die vor 1992 Kinder bekommen haben. Sie erhalten aber immer noch weniger Geld als jüngere Mütter. „Die Anhebung kostete mehrere Milliarden Euros; nun pocht die CSU auf die volle Angleichung.“ Die CDU-Spitze sei nicht begeistert, bekomme aber den Druck vieler Frauen in der Partei zu spüren, die das gut finden.

Leer gehen bei der Mütterrente aus – Personen die:

  • während der Erziehung bereits eine Altersvollrente oder eine Versorgung nach beamtenrechtlichen oder anderen Regelungen wie zum Beispiel eine Pension erhalten,
  • die Regelaltersgrenze erreicht haben und nie gesetzlich rentenversichert waren oder
  • aufgrund der Erziehung Versorgungsanwartschaften in einem anderen Versorgungssystem erworben haben, die dort gleichwertig wie in der gesetzlichen Rente berücksichtigt werden.

 

Foto: pixabay

Du kannst den Artikel teilen:

Werbung

Das könnte dich auch interessieren

null

Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

Newsletter

Erhalte regelmäßig News, Tipps und Infos rund um’s Thema Rente und Co. Du erhältst 14-tägig einen Newsletter.

Weitere Inhalte

Rentenplaner für Dummies

Werbung

Menü