Babyboomer: Schock-Prognose zur Wohnarmut

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Millionen Babyboomer steuern mit Mini-Renten auf Wohnarmut zu. Steigende Mieten bedrohen ihren Lebensstandard im Alter. Armut bis zum Tod droht.

Der Ruhestand – für viele eigentlich die Zeit, um endlich durchzuatmen. Doch für fast 40 Prozent der kommenden Rentnergeneration zeichnet sich ein düsteres Szenario ab. Eine aktuelle Auswertung des Pestel-Instituts im Auftrag der IG Bau zeigt: Rund fünf Millionen Babyboomer steuern auf eine monatliche Rente von weniger als 800 Euro zu.

Münchner trifft es besonders

Vor allem in Metropolen wie München oder Frankfurt droht vielen der Absturz in die Wohnarmut. Wer die Miete nicht mehr stemmen kann, muss oft weit wegziehen – raus aus dem vertrauten Umfeld. Und betroffen sind längst nicht nur Frauen. Auch viele Männer haben über Jahre in Teilzeit, im Niedriglohn oder mit Unterbrechungen gearbeitet – mit fatalen Folgen für die Rente.

Dach über dem Kopf reiner Luxus

Das Schlagwort der Stunde heißt „Wohnarmut“. Wer sein Arbeitsleben in Teilzeit, im Niedriglohnsektor oder mit Unterbrechungen verbracht hat, steht im Alter vor einer unlösbaren Gleichung:

  • Die Mieten steigen, besonders in den Ballungsräumen, ungebremst weiter.
  • Die Renten stagnieren auf einem Niveau, das kaum die Fixkosten deckt.

Arm im Alter heißt arm bis zum Tod“,

warnt Institutsleiter Matthias Günther. Besonders prekär: Wer wenig verdient, konnte weder eine Betriebsrente aufbauen noch privat vorsorgen.

Die Forderung: Umverteilung statt Absturz

IG Bau-Chef Robert Feiger findet deutliche Worte. Wenn die Schere zwischen Wohnkosten und Alterseinkommen weiter aufgeht, wird der Staat bei den Sozialausgaben massiv zuzahlen müssen. Seine radikale Forderung für das Rentensystem:

Die Rente muss im unteren Bereich steigen. Hohe Renten können im Gegenzug sinken.“

Was bedeutet das für uns?

Ohne eine politische Kurskorrektur oder eine deutliche Stärkung der Grundrente droht vielen der Umzug in die soziale Isolation – weit weg von der gewohnten Umgebung, dorthin, wo die Miete gerade noch bezahlbar ist.

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Bild: Christian Langballe on Unsplash

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Helmut Achatz

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