Reisetrends 2026: So urlaubt die Generation 60plus

Reisen

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Weg vom Massentourismus, hin zu bewussten Erlebnissen: Welche Ziele und Reiseformen 2026 bei Bestagern besonders hoch im Kurs stehen.

Das Reisejahr 2026 zeigt deutlich: Die Generation 60plus ist so reiselustig wie nie zuvor, stellt aber neue Ansprüche an die „schönste Zeit des Jahres“. Während die Inflation in anderen Bereichen zum Sparen zwingt, bleibt das Budget für den Urlaub stabil. Dabei geht der Trend weg vom klassischen „Abhaken“ von Sehenswürdigkeiten. Bestager wollen Komfort, Sicherheit und Qualität, aber ebenso Abenteuer, Natur und authentische Erlebnisse.

Bestager möchten nicht mehr nur „am Strand liegen“, sondern suchen Erholung, Inspiration und persönliche Entfaltung. „Reisen wird zunehmend als Form der Selbstverwirklichung und des lebenslangen Lernens verstanden; gerade im Alter haben viele Menschen den Wunsch, Träume zu verwirklichen, die jahrzehntelang aufgeschoben wurden“, schreibt die Plattform Herzjung.

Reisetrends für Bestager

  • Slow Travel & Coolcation: Statt Hitzestress im tiefen Süden suchen viele Reisende 2026 die angenehme Kühle des Nordens. Skandinavien und das Baltikum boomen. Unter dem Motto „Slow Travel“ wird länger an einem Ort verweilt, um tief in die lokale Kultur einzutauchen – Qualität schlägt Quantität.
  • Nostalgie-Reisen: Ein starker Trend 2026 ist das Wiederentdecken alter Erinnerungen. Viele Bestager zieht es an Orte ihrer Kindheit oder Jugend, um diese mit dem heutigen Komfort neu zu erleben.
  • Luxuriöse Zugreisen: Die Bahn erlebt eine Renaissance. Besonders exklusive Zugreisen durch Europa oder Panoramazüge in Übersee bieten die perfekte Mischung aus Entschleunigung und höchstem Komfort.
  • Mehrgenerationen-Urlaub: Gemeinsame Zeit mit Kindern und Enkeln wird wichtiger. Großzügige Ferienhäuser oder spezialisierte Resorts, die Freiraum für alle Altersgruppen bieten, sind gefragt.
  • Small-Group-Abenteuer: Authentizität ist Trumpf. Kleine Gruppenreisen mit Expertenbegleitung – etwa zu kulturellen oder kulinarischen Themen in Ländern wie Japan oder Portugal – ersetzen zunehmend den anonymen Massentourismus.

Die „Bestager“ von heute definieren das Reisen 2026 neu: Es geht um Bedeutung statt Entfernung. Ob in der heimischen Natur oder bei einer achtsam geplanten Fernreise – im Vordergrund stehen das persönliche Erleben und die bewusste Auszeit vom Alltag.

Mittsommer ohne Hitze

Während Südeuropa im Juli 2026 unter der dritten Hitzewelle des Jahres stöhnt, stehen Bestager an der Reling einer Elektro-Fähre im norwegischen Geirangerfjord. Die Luft ist klar, 21 Grad mild, und das Einzige, was sie hören, ist das sanfte Plätschern des Wassers und ein entfernter Wasserfall. Das ist „Coolcation“ – der Urlaub in der angenehmen Frische.

Die Kunst des Weglassens

Früher wollten sie vielleicht noch in zwei Wochen ganz Skandinavien sehen. Heute praktizieren sie Slow Travel: das heißt, drei feste Standorte, jeweils fünf Tage. Kein Kofferpacken im Akkord, kein Zeitdruck.

  1. Die Ankunft: Statt des Flugzeugs wählen sie die Bahnverbindung über Kopenhagen. Der Weg ist hier tatsächlich das Ziel; das sanfte Gleiten durch die skandinavische Landschaft ist der perfekte Übergang in den Urlaubsmodus.
  2. Das Erleben: In einem kleinen Fischerdorf auf den Lofoten mieten sie sich in ein restauriertes Rorbu (Fischerhütte) ein. Statt geführter Bustouren suchen sie den Kontakt zu den Einheimischen.
  3. Die Aktivität: Slow Travel bedeutet nicht Stillstand. Weg vom Instagram-Hype.

Warum uns die Kühle so guttut

Es ist mehr als nur die Temperatur. „Coolcation“ in Skandinavien bedeutet, dass der Körper nicht gegen die Hitze kämpfen muss. Gerade als Bestager fühlen wir uns vitaler, schlafen bei offenem Fenster tief und fest und können die Natur mit allen Sinnen genießen, ohne ständig nach Schatten zu suchen.

Slow Travel ist die ultimative Form des Reisens für uns. Wir haben nichts mehr zu beweisen, aber alles zu entdecken. Wer die Hektik der Flughäfen gegen das sanfte Rattern der Schienen und die Hitze des Südens gegen die tiefblauen Fjorde des Nordens tauscht, kehrt nicht nur erholt, sondern innerlich bereichert zurück.

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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