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Es vergeht zurzeit kaum eine Woche, in der nicht eine neue Fusion unter Krankenkassen öffentlich wird. Nach den bereits angekündigten Zusammenschlüssen mehrerer Betriebskrankenkassen steht nun die nächste große Fusion an: Die IKK Brandenburg und Berlin mit rund 211.000 Versicherten geht voraussichtlich zum 1. Oktober 2026 in der IKK gesund plus auf. Die neue Kasse wird dann rund 636.000 Versicherte betreuen.
Trend zur Fusion setzt sich fort
Damit bestätigt sich ein Trend, über den vorunruhestand.de bereits berichtet hat: Immer mehr Krankenkassen suchen in Fusionen einen Weg, steigenden Kosten, wachsendem Wettbewerbsdruck und höheren Anforderungen an Digitalisierung und Service zu begegnen. Zuletzt hatten unter anderem die vivida bkk und die BKK Scheufelen ihren Zusammenschluss zum Jahresbeginn 2027 angekündigt.
Sinkende Beiträge
Für Versicherte bedeuten Fusionen nicht automatisch Nachteile. Im Fall der IKK Brandenburg und Berlin soll der Zusatzbeitrag sogar von 4,35 auf 3,39 Prozent sinken, das ist der Betrag, den die Magdeburger Kasse aktuell erhebt. Zudem wurden betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen und bestehende Geschäftsstellen sollen erhalten bleiben. Übrigens, die günstigste bundesweite Kasse, die BKK firmus, verlangt 2,18 Prozent.
Nur noch 90 Krankenkassen
Der Konsolidierungsprozess hat eine lange Vorgeschichte. Gab es 1970 noch mehr als 1.800 Krankenkassen in Deutschland, sind es heute nur noch etwas über 90. Politiker wie Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann halten sogar eine weitere Reduzierung für sinnvoll. Experten verweisen allerdings darauf, dass weniger Krankenkassen nicht automatisch geringere Kosten bedeuten. Erfahrungen aus Österreich und der Schweiz zeigen, dass Fusionen zunächst auch erhebliche Umbaukosten verursachen können.
Vergleichen wird immer wichtiger
Für Versicherte bleibt es deshalb wichtig, Beitragsentwicklung, Leistungen und Serviceangebote weiterhin genau zu vergleichen. Denn auch in einem zunehmend konzentrierten Markt gibt es noch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Krankenkassen.
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