Rentenreform fällt bei den Bürger durch

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68 Prozent wollen die „Rente mit 63“ behalten. Die geplante Rentenreform fällt bei den Bürgern durch. Die Regierung verliert den Rückhalt.

Die Bundesregierung will die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abschaffen. Doch die Bürger machen bei diesem Plan offenbar nicht mit. Eine aktuelle Insa-Umfrage (1005 Befragte, Umfrage vom 6./7.8.2026) zeigt ein für die Koalition verheerendes Bild: 68 Prozent der Deutschen lehnen die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 ab, nur 24 Prozent sind dafür.

Das ist eine Momentaufnahme, basierend auf wenigen Befragten. „Bild“ hat die Ergebnisse aufgegriffen und titelte „Das halten die Deutschen von der Rentenpolitik“.

„Rente mit 63“ – Privileg für wenige?

Denn die Debatte wird gern so geführt, als gehe es um ein Privileg für einige wenige. Tatsächlich betrifft die Regelung Millionen Beschäftigte. 56 Prozent der Befragten geben an, die Möglichkeit des vorzeitigen, abschlagsfreien Renteneintritts selbst nutzen zu wollen oder bereits genutzt zu haben.

Wer kann vorzeitig in Rente gehen?

GeburtsjahrAltersgrenze
195363 Jahre plus 2 Monate
195463 Jahre plus 4 Monate
195563 Jahre plus 6 Monate
195663 Jahre plus 8 Monate
195763 Jahre plus 10 Monate
195864 Jahre
195964 Jahre plus 2 Monate
196064 Jahre plus 4 Monate
196164 Jahre plus 6 Monate
196264 Jahre plus 8 Monate
196364 Jahre plus 10 Monate
ab 196465 Jahre

Wer 45 Jahre lang Beiträge gezahlt hat, empfindet die Aussicht auf einen früheren Ruhestand nicht als Geschenk des Staates, sondern als verdiente Anerkennung seiner Lebensleistung. Genau deshalb stößt der Reformvorschlag auf so massiven Widerstand.

Hinzu kommt: Die Ablehnung beschränkt sich nicht auf die Rente mit 63. Auch die geplante Einbeziehung von Minijobs in die Sozialversicherung findet keine Mehrheit. 61 Prozent der Befragten sprechen sich dagegen aus.

Besonders alarmierend für die Koalition ist ein weiterer Wert: 77 Prozent der Deutschen sind der Umfrage zufolge mit der Rentenpolitik der Bundesregierung unzufrieden. Nur 16 Prozent zeigen sich zufrieden. Schlechter kann eine politische Zwischenbilanz kaum ausfallen.

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Widerstand wächst

Dabei wächst der Widerstand längst nicht nur in der Bevölkerung. Gewerkschaften laufen Sturm, und selbst Ministerpräsidenten von CDU und SPD stellen sich öffentlich gegen die Abschaffung der Rente mit 63. Der politische Rückhalt für die Pläne bröckelt sichtbar.

Rückhalt für „Rente mit 63“

Die Umfrage sendet deshalb eine klare Botschaft nach Berlin: Wer nach 45 Arbeitsjahren den abschlagsfreien Renteneintritt streichen will, sollte dafür sehr gute Argumente haben. Bisher ist es der Bundesregierung offenbar nicht gelungen, die Menschen davon zu überzeugen.

Oder anders gesagt: Die Bürger haben abgestimmt. Und das Ergebnis fällt deutlich aus. Die Rente mit 63 genießt mehr Rückhalt als ihre Abschaffung.

 

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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