Wo lebt sich’s am besten als Rentner im Ausland?

Wo lebt sich’s am besten für Rentner im Ausland? In der Frage hilft der Global Age Watch Index weiter. Danach geht es Rentner und Senioren in der Schweiz, in Norwegen, Schweden – und in Deutschland am besten, gefolgt von Kanada, den Niederlanden, Island und Japan. Die USA sind nur auf Platz neun, Großbritannien auf Platz zehn. Am schlechtesten geht es Rentnern in Pakistan, Mozambique und Malawi. Absolutes Schlusslicht ist Afghanistan.

Ok, das ist das eine. Gerade die Schweiz und Norwegen sind geprägt von hohen Lebenshaltungskosten – da kann schon mal der eine oder andere Rentner auf die Idee kommen, mit seiner Rente in günstigere Länder auszuweichen. Das gilt natürlich auch für Deutschland. Klingt ja auch verlockend – gerade im Süden ist es wärmer als in heimischen Gefilden und meist auch billiger. Aber stimmt das wirklich?

Was beim Auswandern ins Ausland zu bedenken ist

Rentner, die allerdings ihre Rente im Ausland genießen will, sollte einiges bedenken, wie gerade der Fall Thailand zeigt. Das Land verlangt von Rentnern, die dort leben wollen einen Nachweis, dass 65 000 Bath monatlich eingehen. Das entspricht aktuell (Stand 23. Juni 2017) 1710 Euro. Problem ist der schwächelnde Euro. Falls diese Entwicklung weitergeht, erhöht sich das schnell auf 1800 Euro. Machen wir uns nichts vor, die Geldvermehr-Arie von Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) wird dafür sorgen, dass der Euro gegenüber anderen Währungen an Wert verliert.

Ferner verlangt Thailand für ein Retirement Visa ein Bankguthaben von 800 000 Baht – nach heutigem Stand mehr als 21 000 Euro. „Damit möchte Thailand sicherstellen, dass Rentner den Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten können und nicht dem thailändischen Staat zur Last fallen“, schreibt Rainer Hellstern in seinem Buch „Rente im Ausland“. Wer mehr über die Voraussetzung wissen will, informiert sich am besten auf den Seiten der thailändischen Botschaft.

Hellsterns Buch ist fast so eine Art Bibel für auswanderungswillige Rentner. Deswegen lohnt sich mehr als nur ein Blick in das 204-Seiten starke Werk, das übrigens von seinem Blog Auswandern-Handbuch begleitet wird. Er geht auf die Gründe ein, warum manche Rentner auswandern wollen. Er dringt bis zu den Feinheiten des deutschen Sozialversicherungsrechts vor und klärt über den Geldtransfer ins Ausland auf. Das gilt auch für Thailand, wie er auch auf seinem Blog schreibt.

Die Rentenzahlung nach Thailand ist ohne Probleme möglich. Die Deutsche Rentenversicherung überweist die monatliche Rente auf das gewünschte Konto in Thailand. Bei der Auslandsüberweisung können allerdings hohe Verluste durch Bankgebühren und Währungsumrechnungen entstehen. Diese gehen immer zulasten des Rentenempfängers und werden nicht von der Rentenversicherung übernommen! Doch es gibt einfache Möglichkeiten mit kleinen Tricks die Bankgebühren zu reduzieren. Mehr zum Thema Rentenzahlung ins Ausland.

Mehr Wunsch als Wirklichkeit

Er warnt auswanderungswilligen Rentnern, sich zu vergegenwärtigen, dass „die Realität nicht immer hält, was die Träume versprachen“. Er rät, sich keinen fremden Menschen anzuvertrauen, weil viele es nur auf das Geld der Rentner abgesehen haben. Vorsicht sei vor allem beim Kauf von Immobilien angebracht.

Was sein Buch besonders lesenswert macht, ist der Länderteil. Hellstern geht auf die USA ein, auf die Schweiz, auf Österreich, Spanien, Frankreich, Thailand, die Türkei, Kambodscha, die Philippinen – und zwar was Lebenshaltungskosten, Klima, Entfernung, Sprache, medizinische Versorgung, Umzug und Visum betrifft

Am Ende des Buch erwähnt er auch die „Pflege im Ausland“: was kostet sie, wer übernimmt die Kosten, wie findet man ein gutes Pflegeheim?

Wie das Beispiel Thailand zeigt, ändern sich die Bestimmungen und Verhältnisse. Deswegen sollten auswanderungswillige Rentner auch in dieses Kapital schauen. Es listet auf sieben Seiten weitere Informationsquellen auf.

Nach der Lektüre des Buchs relativiert sich wahrscheinlich einiges – das ist Hellstern zugute zu halten. Er geht fundiert auf Sonnen- und Schattenseite ein und warnt vor den Tücken. Also unbedingt reinschauen – und dann erst planen.

Vielleicht ist sinnvoll, das Auswandern einfach einmal zu proben und im Süden zu überwintern. Auch dafür hat Hellstein auf seinem Blog einige wertvolle Hinweise und Tipps.

Als Rentner in die Türkei? Na ja, im Moment ist das wohl eher nicht so empfehlenswert. Dazu ein Video von Phoenix – aus Zeiten vor dem Umsturzversuch. Heute sieht die Lage allerdings anders aus.

https://www.youtube.com/watch?v=sfz6Nw3Bvag

 

Interessant scheint aus Rentensicht auch Neuseeland zu sein, wie Christine Brunner auf ihrem Blog „Kiwifinch“ berichtet. Die Rente ist allerdings vergleichsweise niedrig, dafür aber steuerfreie – und jeder bekommt die „Superannuation“, sprich Grundsicherung, für die niemand Beiträge zahlen muss, weil sie aus den Steuern finanziert werden. Das heißt, es bleibt den Kiwis genug Geld übrig, um fürs Alter vorzusorgen. Allerdings bekommen nur echte Kiwis eine neuseeländische Rente, das heißt, der Rentenbezug ist an gewisse Bedingungen geknüpft wie die neuseeländische Staatsbürgerschaft und ein ausreichend langes Leben vor der Rente in Neuseeland.

Wie wäre es mit Malta?

Interessant erscheint auch Malta. Die Republik Malta („Repubblika ta‘ Malta“) ist 316 Quadratkilometer groß, was in etwa der Fläche des Stadtstaats Bremen entspricht. Auf Malta leben rund 430 000 Menschen. Damit sind die Inseln – Gozo gehört auch dazu – ziemlich dicht bewohnt. Auf Malta wird maltesisch und englisch gesprochen. Malta ist seit 1964 unabhängig, seit 2004 gehört es der Europäischen Union an und seit 2008 ist der Euro offizielles Zahlungsmittel. Die Inselgruppe liegt rund 90 km südlich von Sizilien. Was Malta besonders attraktiv für Ruheständler macht: das Klima. Denn auf den Inseln scheint die Sonne an 320 Tagen im Jahr. Dazu kommt noch die Kultur: Malta hat neun Weltkulturerbe-Stätten. Als Ex-Kron-Kolonie der Briten wird in Malta links gefahren. Es gibt auf Malta gute Busverbindungen und günstige Fährverbindungen zu den Inseln Gozo und Comino. Wer mehr über Einreisebestimmung, Gesundheitssystem und Wirtschaft wissen will, ist am besten auf der Seite von Internationalliving aufgehoben.

Wie wäre es mit der Ukraine?

„Die Ukraine wird für Wirtschaftsflüchtlinge aus Österreich immer attraktiver, also für Pensionisten, die sich eine billigere Heimat suchen müssen“, schreibt die „Wiener Zeitung“. Claudia Aigner hat eine witzige Glosse („Mei private Altersvorsorge is a Flugticket nach Odessa“) zu dem Thema geschrieben, die endet mit: „Die österreichische Bevölkerung wird also doch nicht überaltern. Dafür vermutlich die ukrainische. Und die Rumänen und Bulgaren sollten sich auch schön langsam auf die Flüchtlingswelle vorbereiten. Und anfangen, Altersheime zu bauen. He, hoffentlich werden die Pensionen für Auslandsösterreicher nicht irgendwann an die Lebenshaltungskosten im jeweiligen Gastland angepasst. Wär blöd.“

Simple Pleasures And A Home For $32,000 In Southern Italy„, schreibt International Living. Valerie Fortney Schneider beschreibt ihre Erfahrung mit dem Kauf einer Villa in Süditalien. „Making the decision to transplant ourselves to Italy was easy. Making the move itself was painless. Making ourselves at home was smooth and immediate. We have a feeling of belonging that we’ve not known anywhere else, extraordinarily generous neighbors, and a whole village to greet us with a friendly buongiorno (good morning) when we go for our morning caffe.“ Sie lebt in einem kleinen Weiler in der Provinz Potenza, in der Basilicata. Die Italiener am Ort machen ihre Salsa selbst und ihren Wein, produzieren Feigen und Birnen, Bohnen und Tomaten. Sie zahlte 32 000 Dollar für ihr Haus, eine kleine 300 Jahre alte Casa. Die Lebenshaltungskosten sind vergleichsweise niedrig, so Valerie Fortney Schneider. Umgerechnet einen Dollar für einen Espresso, 60 US-Cent für eine Packung Nudeln und einen Korb voll Gemüse für weniger als fünf Dollar.

Wie wäre es mit Frankreich?

Laut Hellstern ist Frankreich das fünftbeliebteste Zielland für deutsche Rentner. „Savoir vivre“, französische Lebensart ist das Zauberwort. Aber Vorsicht, die Lebenshaltungskosten sind teilweise deutlich höher als hierzulande. Eine Kugel Eis kostet locker mal 2,50 bis drei Euro, wogegen hierzulande die Kugel schon für 1,20 Euro zu haben ist. Wer Bier liebt, ist in Frankreich Fehl am Platz. Ein Weißbier kostet in Toulouse beispielsweise sieben Euro, selbst im vergleichsweise teuren München zahlt ein Biertrinker dafür 3,50 bis vier Euro – als rund die Hälfte. Wer seinen Ruhestand im Nachbarland verbringen will, sollte etwas Geld mitbringen. Was die Kosten für Immobilien betrifft, so kommt es sehr darauf an, wo ein Rentner residieren will – an der Côte d‘Azur kostet eine Wohnung ähnlich viel wie in München. Im Hinterland oder im Süden Richtung Perpignan wird’s dann deutlich billiger. Eine Immobilie in Paris erscheint unerschwinglich, zumindest für Normalverdiener. Paris gilt laut Hellstern als die zweit teuerste Stadt der Welt. Das gilt übrigens auch für die Lebenshaltungskosten. Ein Espresso kann locker mal 4,50 Euro kosten. Auch andere Lebensmittel sind teurer als in Deutschland. Dafür ist allerdings die Auswahl größer. Wer nach Frankreich reist und zurück, muss zudem, so er denn Autobahnen benutzt, Maut zahlen – und die schlägt kräftig zu Buche. Ein Wort zur Sprache: Wer nicht französisch spricht, hat in Frankreich schlechte Karten. „Viele Franzosen sprechen ungern eine andere Sprache als die eigene, selbst wenn sie es könnten“, bemerkt Hellstern treffend. Diese Erfahrung habe ich während meiner Tour de France ebenfalls gemacht. Wer also beabsichtigt, seinen Ruhestand in Frankreich zu verbringen, sollte unbedingt französisch lernen oder seine Schulkenntnisse auffrischen. Die Volkshochschulen bieten ortnah entsprechende Kurse an, beispielsweise die vhs Olching.

Was die medizinische Versorgung betrifft, so verlangt Frankreich einen hohen Eigenanteil. Die Krankenversicherung zahle nur 70 Prozent der Kosten für Arzt- und Zahnartzbehandlung, so Hellstern.

Was die Formalitäten betrifft, so ist laut Hellstern spätestens drei Monate nach dem Umzug eine Anmeldung oder ein Antrittsbesuch im Rathaus in Frankreich nötig. Wer den Termin versäume, müsse ein Bußgeld zahlen. Die Behörden wollen den Reisepass sehen, einen Miet- oder Kaufvertrag und vielleicht die letzte Stromrechnung. Aufenthaltserlaubnis brauchen Deutsche in Frankreich nicht.

Übrigens gibt es in Facebook eine Gruppe „Auswandern nach Frankreich“. Auf der Seite wohin-auswandern erfährt der auswanderungswillige Ruheständler ebenfalls etwas über Frankreich und das Leben dort.

Übrigens International Living hat auch einen Facebook-Account

Finanzen100 hat Rentendomizile untersucht und liefert acht Vorschläge: Dafür hat Finanzen100 Daten zur Lebensqualität und den Lebenshaltungskosten der Vergleichsseite Numbeo ausgewertet. Zu den acht Orten, wo schon tausend Euro pro Monat reichen, gehören:

  • Bursa in der Türkei
  • Mangalore in Indien
  • Prag in Tschechien
  • Kapstadt in Südafrika
  • Riad in Saudi-Arabien
  • Warschau in Polen
  • Monterrey in Mexiko
  • Sofia in Bulgarien

Nützliche Links:




Wie Draghi die Deutschen systematisch enteignet

Der Chef der Europäischen Zentralban (EZB), Mario Draghi, lacht sich ins Fäustchen, wenn die Deutschen wegen der Enteignung ihres Vermögens durch die Notenbank klagen. “Selber schuld”, so sein Kommentar. Aber am Fakt, dass die Deutschen durch die EZB enteignet werden, ist nicht zu rütteln.

Und, es wird von Monat zu Monat schlimmer. Im Dezember stieg die Inflationsrate auf 1,7 Prozent, im Januar werden es laut Statistischem Bundesamt bereits 1,9 Prozent sein. Gleichzeitig bekommen die Deutschen immer weniger für Tagesgeld. Laut Ypos Finanzplanung liegt die durschnittliche Rendite für Tagesgeld irgendwo bei 0,07 Prozent. Beim Marktführer ING Diba gibt’s noch 0,35 Prozent. Aber bei den Großen wie der Postbank müssen sich Kunden mit 0,01 Prozent begnügen. Das heißt, wer sein Geld konservativ anlegt, verliert 1,89 Prozent: 0,01 minus 1,9 – im besten Fall immer noch minus 1,55 Prozent.

Der Realzins ist längst schon negativ - schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Der Realzins ist längst schon negativ – schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Wie soll da noch jemand fürs Alter vorsorgen? Nach dem der Ölpreis lange Zeit vergleichsweise tief war, zog er in den vergangenen Monaten wieder an. Auch Lebensmittel werden teurer, nicht zu vergessen die Mieten. Daran wird sich so schnell nichts ändern – im Gegenteil. Die ersten aus der Babyboomer-Generation müssen bereits aus den teuren Schwarmstädten wie München, Frankfurt und Hamburg wegziehen, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.

Draghi ist das egal, weil er nur die Südländer im Blick hat. Für die Deutschen allerdings bedeutet seine Politik eine schleichende Enteignung. Die Sparer stecken in der Zwickmühle. Sie könnten ihr nur entkommen, wenn sie mehr in Aktien investieren.

„Die Nullzinspolitik bei steigender Inflation ist verheerend für den deutschen Sparer„, empörte sich Bayerns Finanzminister Markus Söder im „Handelsblatt“. Draghi dürfte sich davon kaum beeindrucken lassen. Niemand sollte damit rechnen, dass die EZB die Zinsen bald wieder anhebt. Draghi betonte erst vor kurzem wieder, dass die Zinsen noch lange niedrig bleiben werden.

Am stärksten gestiegen ist Energie mit einem Plus von 5,8 Prozent, gefolgt von Lebensmitteln (plus 3,2 Prozent). Die Nettokaltmieten sind angeblich „nur“ um 1,6 Prozent gestiegen – Münchner können darüber nur lachen.




Sozialministerin Nahles macht die Betriebsrente kaputt

Der Garantiezins fällt in den Keller, die Auszahlungen werden von der Krankenkasse verbeitragt – und jetzt soll auch noch die Haftung der Unternehmen wegfallen. Mit der Betriebsrente geht’s bergab – und das alles in der Ära der Bundesarbeits- und -sozialministerin Andrea Nahles. Bravo!

Die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ haben herausgefunden, dass der Bundesfinanzminister und die Bundearbeitsministerin wohl einen Deal ausgehandelt haben: Unternehmen sollen künftig nicht mehr für die Betriebsrenten einstehen müssen.

Nach der jetzigen Rechtslage hafte der Betrieb über Jahrzehnte hinweg dafür, dass die Betriebsrente später gezahlt werde, beschreibt die „Stuttgarter Zeitung“ den Ist-Zustand. In der Regel seien die Unternehmen zwar abgesichert; das Risiko liege zunächst bei den Pensionskassen oder Versicherungen, für die es wiederum eigene Sicherungseinrichtungen gibt. Letztlich steht das Unternehmen für die Betriebsrente gerade, falls alle Stricke reißen. Das will Nahles kippen.

Der Vorstoß wird laut „Stuttgarter Zeitung“ damit begründet, dass vor allem kleine und mittlere Betriebe die Haftung scheuen und gleich gar keine Betriebsrente anbieten. Sie sehen das geltende Recht als Hindernis. Sie bieten in vielen Fällen keine Betriebsrenten an, weil sie das Haftungsrisiko scheuen.

Betriebe haben Probleme wegen Niedrigzins

Hauptgrund der geplanten Abschaffung der Haftung durch die Betriebe: Viele Unternehmen haben angesichts der Negativzinsphase – begründet in der Politik von EZB-Chef Mario Draghi – Probleme, die Renten in der bisherigen Höhe zu zahlen. „Viele Unternehmen, die beispielsweise ihren Mitarbeiter zugesagt haben, eine Betriebsrente in bestimmter Höhe oder in Abhängigkeit vom letzten Gehalt auszuzahlen, haben große Probleme mit den Pensionsrückstellungen“, so das Blatt. „Wegen der gesunkenen Kapitalmarktzinsen müssen sie in der Bilanz mehr Vorsorge treffen“, stellt die „Stuttgarter Zeitung“ weiter fest. Das belaste die Ertragslage der Unternehmen.

Krankenkassenbeitrag auf die Betriebsrente

Roland Pichler von der „Stuttgarter Zeitung“ findet, dass dieser Vorstoß von Andrea Nahles nicht reicht. Es komme auch darauf an, die Arbeitnehmer von Betriebsrenten zu überzeugen. „Die Beschäftigten halten sich auch deshalb zurück, weil sie bei Betriebsrenten im Alter den vollen Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag zahlen müssen“, so sein Kommentar. Die Krankenkasse langt voll zu und verlangt so wohl den Arbeitgeber- und den Arbeitnehmeranteil von den Betriebsrentner, da bleibt am Ende nicht mehr viel übrig von der über Jahre angesammelten Rendite und führt die Betriebsrente ad absurdum. Die „Verbeitragung“ geht übrigens auf eine Gesetzesänderung der früheren rot-grünen Bundesregierung zurück. Der Frust unter den Betriebsrentner ist groß und hat schon zu Klagen geführt, die indes alle abgeschmettert wurde. Das zeigt, dass sich der Staat bei den Betriebsrentner bedient, wenn er Geld braucht. Auch für Pichler ist klar, dass „die Politik die Belastungen zumindest abmildern sollte – nur so findet die Betriebsrente mehr Anhänger“.


Übrigens: Einer Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zufolge haben rund 265 000 zusätzliche Arbeitnehmer  seit vergangenem Jahr eine Altersversorgung über ihren Betrieb abgeschlossen. Insgesamt haben somit mehr als 15 Millionen Beschäftigte eine betriebliche Altersversorgung. Das heißt, nicht mal jeder Zweite hat eine betriebliche Altersvorsorge. Die Beiträge für die betriebliche Altersversorgung summierten sich nach Berechnung des GDV im vorigen Jahr auf 19,1 Milliarden Euro.

Weiterführende Links:

Was es dazu bei Twitter gibt

https://twitter.com/Service50Plus/status/769134503709274112

https://twitter.com/HeriKarch/status/769108363137445888




Kleine Leute büßen für Draghis Negativzins

Spätestens jetzt muss auch der Letzte begreifen, dass ihn die Negativzinspolitik des EZB-Chefs Mario Draghi sehr wohl angeht und den eigenen Geldbeutel belastet. Für Tagesgeld gibt’s schon lang nichts mehr – und jetzt erhöhen auch die ersten Banken ihre Gebühren. Die Postbank schafft ihr kostenloses Girokonto für Millionen Kunden ab, vor allem für solche, die eh schon wenig verdienen.

So viel vorweg, jetzt ins Detail: Die Tochter der Deutschen Bank, verlangt ab November von ihren Kunden, auf deren Konto monatlich weniger als 3000 Euro eingehen Gebühren. Ganz klar, die Postbank hat nichts zu verschenken – und wenn sie bei Draghi, dem Chef der Europäischen Zentralbank, für ihre Einlagen bei der EZB Zinsen zahlen muss, dann bleibt ihr nichts Anderes übrig, als diese Kosten weiter zu reichen. Dummerweise trifft es wieder mal die Kleinen Leuten mit niedriger Rente oder niedrigen Einkommen. Bislang war die Kontoführung für sie kostenlos, wenn auf ihrem Konto pro Monat mindestens 1000 Euro eingingen, künftig müssen es 3000 Euro sein. Die wenigsten verdienen aber so viel oder bekommen so viel Rente.

Strafzinsen für Geld auf dem Girokonto

Bislang wurde Girokonten querfinanziert, angesichts von Negativzinsen funktioniert das nicht mehr – und deswegen erhöhen die Banken ihre Gebühren. Eigentlich müssten sie ihre Kunden direkt mit Negativzinsen belasten, wenn diese Geld auf ihrem Konto bunkern, aber das traut sich (fast) noch niemand. Die bayerische Raiffeisenbank in Gmund am Tegernsee verlangt von September an von Privatkunden mit großen Summen auf dem Girokonto Strafzinsen. Der Strafzins oder das „Verwahr-Entgelt“ (O-Ton Raiffeisenbank Gmund) 0,4 Prozent.

Zurück zur Postbank: 5,3 Millionen Deutsche haben ein Girokonto bei der Postbank. Das kostet ab November 3,90 Euro pro Monat. Bisher war die Kontoführung kostenlos, wenn darauf jeden Monat mindestens 1000 Euro eingingen. Ab November müssen pro Monat schon 3000 Euro eingehen, damit die Kontoführung weiter kostenlos ist. Wer sein Girokonto nur online nutzt, zahlt ab November 1,90 Euro.

Negativzins schlägt voll durch

Übrigens, schon bislang zahlten Geringverdiener: Bei eine Geldeingang von weniger als 1000 Euro zahlen Postbankkunden 5,90 Euro – sie zahlen dann künftig nur 3,90 Euro. Kunden, die jünger sind als 22 Jahre zahlen nichts.

Die Postbank ist nicht das erste Finanzinstitut, das seine Gebühren erhöht: Viele Sparkassen haben ihr Preismodell bereits zum Nachteil der Kunden verändert.

Über Wechsel der Bank nachdenken

Spätestens jetzt ist es an der Zeit, über die Kosten der eigenen Bank nachzudenken und vielleicht nach Alternativen zu suchen. Die DKB beispielsweise wirbt immer noch mit einem kostenlosen Girokonto. Bei Vergleichsportalen wie check24 bekommen Wechselwillige einen Überblick.

Draghi verändert die Finanzlandschaft – und leider zu Ungunsten der Deutschen. Er ist seit 1. November 2011 Chef der EZB und wird es noch bis 2019 bleiben. Bis dahin fällt ihm sicher noch einiges, was vermutlich nicht gefallen wird.

Gebühren sind das eine, Negativzins das andere – Dutzende Sparkassen haben „FOCUS Online“ zufolge damit begonnen, Geschäftskunden Negativzinsen in Rechnung zu stellen.  FOCUS Online hat nachgefragt, wer wann wo Strafzinsen fürchten muss.

Weiterführende Links: 

… und was sagt twitter?

https://twitter.com/sternde/status/766583242413645824

https://twitter.com/VZSaar/status/767290238528000001

https://twitter.com/franke_media/status/766704276752175104




Richtig Geld für den Ruhestand anlegen damit es bis ins hohe Alter reicht

Wie richtig Geld anlegen, damit es bis ins hohe Alter reicht? Diese Fragen stellen sich viele. Und die Frage wird immer drängender, denn die Bundesbürger leben so lange wie noch nie – das Durchschnittsalter deutscher Frauen betrug 2014 immerhin 81,4 Jahre, während Männer 74,7 Jahre alt wurden. Wer sein Geld falsch angelegt hat, gefährdet im Alter seine Existenz. Nicht selten müssen dann die eigenen Kinder für die alten Eltern einspringen, weil die Reserven nicht mehr reichen.

Durchschnittlicher Ruhestand –  20 Jahre

Seit den 1960er-Jahren verdoppelte sich die Lebenszeit nach Ende des Arbeitslebens: Früher betrug die Lebenszeit im Ruhestand nur zehn Jahre, heute durchschnittlich 20 Jahre – Tendenz steigend. Gleichzeitig ist aber auch das Zinsniveau gefallen. Mittlerweile liegt der Leitzins bei null und der Zins für die Einlagen der Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) sogar bei minus 0,4 Prozent. Das dramatische Folgen für Geldanlagen von Senioren – und natürlich auch für die der aktiven Beschäftigten. Denn eines ist klar, allein auf die gesetzliche Rente kann sich heute keiner mehr verlassen – sie deckt nur noch etwa 50 Prozent des letzten Einkommens ab.

Doch mit einigen Änderungen lässt sich Geld sicher anlegen und bringt dennoch Ertrag. Noch immer setzen vor allem ältere Menschen auf das Tagesgeldkonto. Doch das ist nicht zeitgemäß, da es keine Zinsen auf das Ersparte gibt – und ohne entsprechende Rendite hat der Ruheständler auch keine Chance, im Alter seinen Wohlstand zu erhalten. Auch die zweite liebste Anlageform, die Lebensversicherung, bringt nicht mehr genügend Rendite.

Mehr Rendite durch smartes Anlegen

Geld anlegen auf intelligente Art, aber wie? Quelle:istockInzwischen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Geld auch weit vor dem Ruhestand anzulegen. Vom klassischen Konto bis hin zu Anlagemöglichkeiten bei Banken, die das Geld nach ethisch ökologischen Kriterien verwalten, ist für jeden eine passende Variante dabei. Der Bundesverband deutscher Banken empfiehlt älteren Anlegern, die Zinsen zu vergleichen. Denn so ist die Geldanlage trotzdem sicher und die Rendite liegt über den derzeit üblichen mageren Zinsen. Wer sein Geld risikoreicher in Aktien investieren möchte, sollte die Faustformel „100 minus Lebensalter“ berücksichtigen. Das bedeutet bei einem 70-jährigen, dass dieser höchstens 30 Prozent seines Vermögens in Aktien anlegen sollte. Wer nicht selbst einzelne Aktien mühselig heraussuchen möchte, kann beispielsweise auch in einen Mischfonds oder in Indexfonds investieren. Indexfonds bilden einen Index wie den Dax nach. Die Kosten sind vergleichsweise niedrig, ferner kann ein Indexfonds jederzeit über die Börse ge- und verkauft werden.

Geld anlegen auf intelligente Art, aber wie? Quelle:istock

Der Zinseszins macht den Unterschied

Bei einem Rentner machen selbst kleine Differenzen im Zins einen großen Unterschied aus. So ist beispielsweise bei einem Vermögen von 50 000 Euro und einer Entnahme von 750 Euro monatlich das Guthaben bereits nach noch nicht einmal sechs Jahren aufgebraucht. Selbst wenn nur 500 Euro entnommen werden, reicht das Geld nur noch acht Jahre.

Tipp: 

Die Rendite kann anstatt mit Aktien auch mit langlaufendem Festgeld aufgepeppt werden. Je länger das Geld liegen gelassen wird, desto höher die Rendite. Solch gut verzinsten Festgeldkonten gibt es allerdings in der Regel ausschließlich bei Online-Banken.

Weiterführende Links:

Fotos: ©istock




Milliardendefizit in Pensionskasse der Kirche

Was wie eine Satire klingt, ist bitterer Ernst – der katholischen Kirche geht offensichtlich das Geld für die Altersvorsorge ihrer Pensionäre aus. Die Pensionskasse weist ein Milliardendefizit aus. Der Grund: Zum einen treten immer mehr aus der Kirche aus, weswegen die Einnahmen aus der Kirchensteuer schrumpfen, zum anderen verdient die Kirche immer weniger mit ihrem Kapitalstock wegen der Negativzinsen.

Der „Frankfurter Allgemeine“ (FAZ) zufolge drohen der katholischen Kirche „große finanzielle Verwerfungen“. Der Pensionskasse der Diözesen fehlen danach 5,5 Milliarden Euro. „Im schlimmsten Fall käme es zur Zahlungsunfähigkeit einzelner Bistümer“, so das Blatt. Ja, die Zinspolitik von Mario Draghi, dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) bleibt eben nicht ohne Folgen für die Altersvorsorge aller – für Pensionskassen, Lebensversicherungen, Krankenkassen, sprich alle Institutionen, die auf Zins angewiesen sind. Den Zins abzuschaffen, hat gravierende Folgen – und die bekommt jetzt auch die katholische Kirche zu spüren.

Es trifft vor allem Kindergärtnerinnen

Wobei es gar nicht so sehr Pfarrer, Kaplane, Domkapitulare und Generalvikare trifft, denn sie sind ja Beamte, sondern Kindergärtnerinnen bei der Caritas und Sozialarbeiter in den Gemeinden, die bei der Kirche angestellt sind. Insgesamt beschäftigt die katholische Kirche rund 650 000 Menschen. Die beiden Kirchen, katholische und evangelische, sind hierzulande immerhin der zweitgrößte Arbeitgeber.

Insofern geht es nicht um Kleinigkeiten. Die „Kirchliche Zusatzversorgungskasse“ (KZVK) des katholischen Verbands der Diözesen Deutschlands sei mit 1,1 Millionen Versicherten und 150 000 Rentenempfängern einer der größten nichtstaatlichen Altersversorgungseinrichtungen in Deutschland, schreibt die „FAZ“ – und sie sei ein Sanierungsfall. Denn im vergangenen Herbst ergab die Bilanz, dass „die 2014 vorgenommene Neubewertung der bestehenden Verpflichtungen der Kasse zu einer Deckungslücke von 5,5 Milliarden Euro führte“, wie die KZVK auf ihrer eigenen Internet-Seite schreibt. Es sei aber mit aller Deutlichkeit darauf hinzuweisen, dass die Kasse über Jahrzehnte hinweg kein Problem habe, ihren Rentenzahlungsverpflichtungen nachzukommen. „Die jährlichen Beitragseinnahmen übersteigen die Aufwendungen für Versicherungsfälle deutlich“, so die KZVK weiter. Die Auszahlung von Renten sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Beiträge steigen deutlich

Auch wen die KZVK abwiegelt, die Arbeitgeber der kirchlichen Angestellten werden wohl künftig mehr zahlen müssen für ihre Beschäftigten – und genau das ist das Problem. Ein erheblicher Anstieg der Beiträge der Arbeitgeber sei bereits beschlossen, so die „FAZ“. „ Sollte es in den kommenden Jahren nicht gelingen, die Deckungslücken zu schließen, drohen der katholischen Kirche finanzielle Verwerfungen bis hin zur Zahlungsunfähigkeit ganzer Bistümer“, schreibt das Blatt weiter. Und der „Kölner Stadt-Anzeiger“ weiß es noch etwas genauer: Die 15 800 Betriebe „führten in der Vergangenheit vier Prozent des Bruttolohns ihrer Mitarbeiter an die KZVK ab; schon 2011 wurde der Beitrag auf 4,8 Prozent angehoben und soll nun bis 2024 stufenweise bis auf 7,1 Prozent steigen“. Das sind annähernd 48 Prozentpunkte – ein Mehraufwand in personalintensiven Betrieben, an dem sie schwer zu kauen haben.

Kirchenaustritte um 21 Prozent gestiegen

Ganz abgesehen davon, dass es ja in den kommenden Jahren nicht besser wird, denn die Kirchenaustritte steigen. Der Deutschen Bischofskonferenz zufolge ist die Zahl der Kirchenaustritte von 2013 bis 2014 von 178 805 auf 217 716 gestiegen – ein Plus von 21,8 Prozent. Anders ausgedrückt, 38 911 deutsche Katholiken zahlen seit dem keine Kirchensteuer mehr.

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Draghi zerstört Altersvorsorge der Deutschen

Den Deutschen fehlen jetzt schon pro Kopf 2450 Euro für ihre Altersvorsorge, denn so viel hat die Niedrigzinsphase bislang gekostet. Damit zerstört Mario Draghi die Altersvorsorge der Deutschen. Vermutlich seien die Einbußen noch viel höher, schätzt die „Welt“. In Deutschland wird die Kritik an Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB)  immer lauter.

Weil die Union merkt, dass ihre Mitglieder und potenziellen Wähler aufmucken, riefen mehrere Politiker aus dem Unionslager dazu auf, den Währungshüter der EZB, deren Chef Mario Draghi ist, die Daumenschrauben anzusetzen und ihre Freiheiten zu beschneiden. Denn, die Deutschen spüren jetzt schon die Folgen von Draghis Negativzins-Politik. Was sich Schäuble und seine Kollegen in anderen Ländern an Zinsen sparen, fehlt den Deutschen in ihrer Altersvorsorge. Dazu kommt, das viele billige Geld treibt die Immobilienpreise und damit die Mieten. Deswegen müssen die ersten Mieter im Rentenalter bereits aus München fortziehen, wie die „tz“ am Wochenende berichtete: „Die bittere Wahrheit über unsere Rente“.

Die „tz“ lässt Roswitha Bauer zu Wort kommen:

Roswitha Bauer ist ein echtes Münchner Kindl. In der Maistraße erblickte die 72- Jährige das Licht der Welt. Und sie liebt ihr München. „Das hier ist einfach mein Daheim.“ Und trotzdem wohnt die Rentnerin schon seit gut 18 Jahren nicht mehr in ihrer Weltstadt mit Herz. „Weil ich mir das nicht leisten kann“, erklärt sie. „Wie soll ich mit 1650 Euro Rente hier gut auskommen? Obwohl das ja nicht wenig ist, kannst du dafür hier gerade mal in einer kleinen Mini-Wohnung leben. Alles ist schon lange so teuer, dass dir nichts mehr bleibt. Genau das wollten sie und ihr Mann nicht, und so zog das Paar Ende der 90er ins niederbayrische Aldersbach. „So konnten wir uns ein Eigenheim kaufen, haben einen Garten – alles ist wunderbar.“ Aber die Entscheidung fiel ihr damals nicht leicht. „Ich habe jahrelang für eine Münchner Versicherung gearbeitet, in der EDV-Abteilung, habe immer hier gewohnt. Da hängt man an seiner Stadt.“ Daher macht Roswitha Bauer jede Woche einen Ausflug, steigt in den Zug und fährt nach München. „Das brauche ich. Da steh ich dann an der Isar oder in der Innenstadt, schnauf durch und denke: Hier bin ich daheim.“

In sechs Jahren 200 Milliarden verloren

Finanzprofis gehen der „Welt am Sonntag“ davon aus, dass den Deutschen im Zeitraum 2010 bis 2016 knapp 200 Milliarden Euro an Zinseinnahmen verloren gehen.

Der Wegfall der Zinsen räche sich bei der Altersvorsorge, weiß auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt von der CSU. Unionsfraktionsvize Ralph Brinkhaus (CDU) will die EZB unter Rechtfertigungsdruck setzen. Wir seien noch nicht laut genug, so der CDU-Politiker Michael Fuchs. Schwarz-Rot müsse deutlich sagen, dass sie die Politik von Draghi für falsch halte.

Die DZ Bank hat ausgerechnet, was deutschen Sparern durch die Niedrigzinsen entgeht – es sind annähern 200 Milliarden Euro. Dabei leidet ja nicht nur der Sparer darunter, sondern auch Banken und Versicherungen. Hans-Walter Peters, Präsident des Branchenverbandes BdB sieht sogar die Stabilität des Finanzsystems bedroht.

Die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ glauben denn, dass sich „ein erheblicher Sturm zusammen braut“ – und sie geht noch weiter. Bundesfinanzminister Schäuble solle Mario Draghi für die Wahlerfolge der AfD verantwortlich gemacht haben. „Tatsächlich scheint der Bundesregierung klar zu werden, dass sie schon in Kürze ein Renten-Problem hat, wenn die EZB ihre Geldpolitik nicht radikal ändert“, so das Blatt. Die Rentenerhöhung „übertüncht“ das Problem nur. Für die Bundestagswahl soll das Problem mit einem Steuergeschenk übertüncht werden.

Die „pinksliberale“ Jenny hat noch mehr als die 200 Milliarden Euro Verlust errechnet:

Die 200 Milliarden Euro stammen aus einer Berechnung der DZ Bank und besteht aus entgangenen Zinsen, die mit ersparten Kreditzinsen verrechnet wurden. Was in der Berechnung fehlt, sind zum Beispiel die imensen Aufschläge bei Immobilienpreisen, die man auch als Schaden bezeichnen könnte. Ebenso fehlt die Zukunftssicht: Bisher hat die EZB einen Schaden in Höhe von 200 Milliarden Euro verursacht, doch hier kommt in den nächsten Jahrzehnten noch einiges hinzu. Ich erinnere mich noch gut an Zeiten, wo Kritik an der EZB als Populismus abgekanzelt wurde. Jetzt hat sich die öffentliche Meinungsvorgabe plötzlich geändert.

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Sparkassenkunden zahlen für Nullzinspolitik der EZB

Nullzins kostet die Sparkassenkunden  Geld, denn sie werden von ihrem Finanzinstitut künftig belastet. Weil die Sparkassen kaum noch etwas mit Zinsen verdienen, leiden sie natürlich unter der Niedrizinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Auffangen lässt sich der Druck nur durch Kostensenkung. Das allein dürfte aber nicht reichen – die Sparkassen werden zusätzlich die Gebühren erhöhen. Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hat bereits angekündigt, dass „die Zeit von kostenlosen Girokonten vorbei ist.“

Firmen zahlen Strafzinsen

Noch schlimmer wird es für Firmen, die ein Konto bei der Sparkasse unterhalten. Wer höhere Beiträge auf seinem Konto liegen lässt, muss damit rechnen, „Verwahrgebühren“ zu bezahlen, schließlich zahlt die Sparkasse Strafzinsen, wenn sie ihr Geld bei der EZB parkt. Das geben die Finanzinstitute natürlich an die Kunden weiter. Zu glauben, dass Mario Draghis (EZB-Chef) Politik keine Auswirkungen auf die Bankpraxis hätte, ist blauäugig.

Künftig weniger Filialen

Was die Kosten betrifft, so werden die Sparkassen ihr Filialnetz ausdünnen, worunter die Kunden ebenfalls leiden, da sie künftig weiter fahren müssen bis zur nächsten Filiale.

Geringere Zinsen haben auch den Effekt, dass den Deutschen die Lust aufs Sparen vergeht, denn sie bekommen ja nichts mehr dafür. Die Sparkasse wird sich künftig wohl umbenennen müssen, denn von Sparen kann ja keine Rede mehr sein, sondern nur noch von Verwahren.

Aus für die Altersvorsorge

Diese Entwicklung ist natürlich fatal für die Altersvorsorge, denn, wer keine Zinsen mehr bekommt, baut auch kein Vermögen für den Ruhestand auf – und landet im Alter automatisch in der Armut. „So sorgen die niedrigen Zinsen dafür, dass Altersarmut in der Gesellschaft wahrscheinlicher wird“, schließt der Sparkassenverband ganz richtig.

Dazu Fahrenschon:

„Die heutigen Beschlüsse (10. März 2016) der Europäischen Zentralbank (EZB) werden für immer mehr Menschen  in der Euro-Zone zu einer Belastung“, so der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon. Neben Sparern und Kreditwirtschaft seien insbesondere auch Stiftungen, Versicherer, Versorgungssysteme, Sozialversicherungen und Krankenkassen betroffen.

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Draghi enteignet die deutschen Sparer

Draghi enteignet die deutschen Sparer, auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen. Die Europäische Zentralbank (EZB) unter ihrem Chef Mario Draghi greift zu radikalen Mitteln und schafft den Zins gleich ganz ab. Der Leitzins sinkt von 0,05 Prozent auf 0,0 – in Worten „null“ – Prozent. Der Einlagezins für Banken, die ihr Geld bei der EZB parken, sinkt von minus 0,3 auf minus 0,4 Prozent, sprich die Banken zahlen Strafzinsen.

Mit diesen Mitteln will Draghi Deflation und Konjunkturschwäche im Euro-Raum bekämpfen. Gleichzeitig enteignet er die deutschen Sparer, die für ihr Geld künftig nichts mehr bekommen – und es besser zuhause bunkern, denn die Banken werden dazu übergehen, ebenfalls Strafzinsen einzuführen und ihre Kunden belasten.

Schulden machen ohne Ende

Damit nicht genug, Draghi sammelt immer mehr Anleihen ein, teils von fragwürdigen Staaten wie Italien, die ihre Schulden nie und nimmer werden zurückzahlen können. Weil es davon wahrscheinlich nicht genug gibt, weitet Draghi das Aufkaufprogramm sogar auf Unternehmensanleihe aus. Statt 60 Milliarden will Draghi ab April monatlich für 80 Milliarden Schuldenpapiere aufkaufen.

Bald Strafgebühren fürs Girokonto

Draghis stellt sich vor, dass die Banken künftig mehr Geld verleihen – das Gegenteil wird passieren, denn werden wohl die Zinsen erhöhen müssen, um die Strafzinsen bei der EZB zahlen zu können. Und noch etwas wird passieren: Die Banken werden künftig mehr Bargeld horten, um nicht bestraft zu werden, wenn sie Geld zwischenparken.

Börsianer profitieren von Nullzinsen

Die Börsianer freut’s – der Deutsche Aktienindex Dax schoss um mehr als zweieinhalb Prozent nach oben in Richtung 10 000 Punkte. Den deutschen Sparer schlägt er aber mit diesen Maßnahmen ins Gesicht, denn sie müssen sich jetzt endgültig von Tagesgeld verabschieden. Parallel dazu fällt der Euro-Kurs wie ein Stein und büßte mehr als einen Cent ein.

Was das für die Rendite deutscher Staatsanleihen bedeutet, veranschaulicht folgende Grafik:

Renditen für Staatsanleihen im freien Fall

Renditen für Staatsanleihen im freien Fall

Außer den Sparern werden vor allem die Lebensversicherer unter Draghis Radikalkur leiden. Denn als Großanleger müssen sie ebenfalls Parkgebühren zahlen. Staatsanleihen werfen künftig überhaupt nichts mehr ab – im Gegenteil, die Versicherer werden künftig noch Geld zahlen müssen, wenn sie dem Staat Geld leihen. Damit trifft Draghi auch deutsche Rentner und Pensionäre, die immer weniger von ihrer Lebensversicherung haben.

Weiterführende Links:

https://twitter.com/SZ/status/707884188578533376

https://twitter.com/TARGOBANK/status/707919013595226112

https://twitter.com/thinkBTO/status/707139129419669504

https://twitter.com/_JennyGER_/status/711804794927783936

 

 




Meisten Deutsche sind Finanzanalphabeten

Die Rente sollte reichen für den Ruhestand – tut sie allerdings oft nicht. Das wollen viele Deutsche nicht wahr haben. Gleichzeitig wollen sie sich aber auch nicht mit ihren Finanzen beschäftigen. Sie wundern sich dann, wenn das Geld im Alter nicht reicht. Das ist allerdings fatal in Zeiten des Nullzinses – und es wird ja eher noch schlimmer statt besser, denn Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) dreht weiter an der Zinsschraube.

Bloß nicht um die Rente kümmern

Dass es sich bei dieser Einschätzung nicht bloß um ein dumpfes Gefühl handelt, sondern um Fakten, hat jetzt wieder einmal die Studie „Servicemonitor Finanzen“ der NFS Netfonds verdeutlicht. Danach finden 67 Prozent der Bundesbürger, sprich zwei Drittel, die gesetzliche Rentenversicherung sollte ausreichend sein, so dass sie sich selbst nicht um eine Vorsorge kümmern müssen. Sie selbst wollen sich um ihre Finanzen nicht kümmern. Die Mehrheit, immerhin 65 wählen der Studie zufolge die einfachste, jedoch ertragloseste Anlagevariante und parken ihr Geld für wenig Zinsen auf einem Spar- oder Tagesgeldkonto. NFS Netfonds befragte 1000 Bundesbürgern ab 18 Jahren zu diesem Thema.

Tagesgeld als Allheilmittel

„Bei den meisten Deutschen liegt ein Großteils ihres Einkommens in festverzinsten Niedrigzinsprodukten. Damit versäumen sie letztlich, überhaupt Vermögen aufzubauen“, sagt Christian Hammer, Geschäftsführer von NFS Netfonds. Der Grund für diese defensive Haltung sei Unwissen, denn 63 Prozent verstünden die meisten Finanzprodukte gar nicht und lassen folglich lieber die Finger davon. 68 Prozent halten sie der Studie zufolge gar für so kompliziert, dass sie nicht mehr ruhig schlafen könnten, wenn sie sie abschließen würden.

„Doch obwohl die Deutschen Finanzprodukte alleine nicht durchschauen, schrecken viele vor einer unabhängigen Beratung zurück“, so Hammer. Dieses Verhalten wird sich noch rächen, aber es scheint bei vielen tief verwurzelt. Drei Viertel der Bundesbürger fürchten der Studie zufolge versteckte Kosten und scheuen deswegen zurück. Daran wird sich auch NFS Netfonds messen lassen müssen. Ähnlich wie beim Friseur oder beim Automechaniker will der Kunde wissen, was eine bestimmte Leistung kostet. Insofern müssen Preislisten öffentlich sein. Wie so etwas aussieht, zeigt beispielsweise die Quirin Bank. So kostet der Depotcheck beispielsweise 300 Euro, eine Anlagevorschlag mit Analyse 150 Euro pro Stunde und ein Vermögensplan 300 Euro.

Weiterführende Links:

  • FAZ: Viele verlassen sich auf ihre Rente