Immer mehr ältere Menschen in Deutschland arbeiten

Warum arbeiten immer mehr Alte in Deutschland? Die Zahl der 65- bis 69-Jährigen, die noch einer Erwerbstätigkeit nachgehen ist von 2005 bis 2015 deutlich gestiegen – von 6,5 auf immerhin 14,5 Prozent, so das Statistische Bundesamt. Das ist jeder Siebte. Warum ist das so?

Gründe fürs Arbeiten im Alter

Viele dürften schlicht und einfach gezwungen sein zu arbeiten, wenn auch nur wenige Stunden pro Woche, weil die Rente nicht zum Leben reicht. Andere wollen sich noch einbringen und ihr Wissen an Jüngere weitergeben. Eine dritte Gruppe kann gar nicht anders, weil sie in der Arbeit die Erfüllung sieht. Das dürfte vor allem für viele Selbstständige und ihre mithelfenden Familienangehörige zutreffen. Das geht auch aus den Zahlen der Statistiker hervor. Übrigens ist die Erwerbstätigenquote bei Akademikern in dem Alter auch höher als bei Nicht-Akademikern.

Baden-Württemberger arbeiten am längsten

Interessant ist auch, wie sich das Arbeiten-im-Alter regional verteilt. Den Statistikern zufolge hat Baden-Württemberg mit 19,4 Prozent den höchsten Anteil arbeitender 65- bis 70-Jähriger. Am Ende des Ranking steht Sachsen-Anhalt mit 11,7 Prozent.

Im Westen arbeiten mehr Alte noch

Generell ist es so, dass im Osten mit 13,1 Prozent weniger Menschen im Rentenalter arbeiten als im Westen mit 17,5 Prozent. Klar, weil im Osten meist die Arbeitsplätze für Ältere fehlen. In Boom-Regionen wie München sieht die Lage meist anders aus – eben auch für die Altersgruppe der 65- bis 70-Jährigen.


In welchen Branchen Rentner arbeiten

BerufeZahl arbeitender Rentner
Büro125279
Reinigung105586
Hausmeister74367
Zustelldienst54146
Verkäufer42632
Lager41797
Busfahrer39332
Lkwfahrer29830
Wachdienst23419
Taxifahrer22947
Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Spitzenreiter Estland

Übrigens, Deutschland liegt bei der Erwerbsquote älterer Menschen über dem europäischen Durchschnitt, der liegt bei 11,7 Prozent. Nur in Ländern wie Dänemark, Estland, Irland, Lettland und Litauen arbeiten noch mehr im Rentenalter als in Deutschland. Spitzenreiter ist Estland mit 29,3 Prozent, gefolgt von Schweden und Großbritannien.

Lebenserwartung in Deutschland

In dem Zusammenhang ist es auch interessant, wie viel Zeit den heute 65-Jährige noch bleibt: Die Lebenserwartung für heute 65-jährige Männer liegt zurzeit bei 17,69 Jahren und für 65-jährige Frauen bei 20,90 Jahren, so das Statistische Bundesamt.

… und hier die Zahlen von Eurostat

Erwerbstätigenquote der 65- bis 69-Jährigen  
20052015
EU-28*8.811.7
Deutschland6.514.5
Belgien3.54.9
Bulgarien4.89.3
Dänemark13.415.3
Estland22.229.3
Finnland6.814.2
Frankreich2.85.9
Griechenland9.67.9
Irland15.119.2
Italien6.98.6
Kroatien10.86.7
Lettland17.917.6
Litauen8.816.1
Luxemburg5.3
Malta4.38.6
Niederlande9.213.1
Österreich5.89.3
Polen9.99.5
Portugal27.718.2
Rumänien24.717
Schweden13.721.6
Slowakei2.95.2
Slowenien11.96.7
Spanien4.64.9
Tschechische Republik8.110.7
Ungarn3.74.6
Vereinigtes Königreich14.421.2
Zypern18.912.1
*in Prozent; Quelle Eurostat

Länger leben: 100 Blicke aufs Alter – vor allem das Arbeiten im Alter

100 Interviews und 4000 Antworten auf 40 Fragen. Die Interviewpartner sind 60 bis über 90 Jahre alt und stammen aus ganz Europa. Originalton mit Untertiteln.

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Was ein stilvolles Zuhause ausmacht und was es dafür braucht?

Was macht ein stilvolles Zuhause aus? Das Ambiente. Gerade jetzt im Herbst, wenn es draußen wieder früher dunkel wird, ziehen wir uns in unsere eigenen vier Wände zurück und wollen es gemütlich und heimelig.

Natürlich spielt der Esstisch eine wichtige Rolle, weil sich hier Familie und Freunde zusammenfinden. Nach dem Essen zieht die Entourage dann aber doch Richtung Sofa weiter, um es sich in Armsessel und Sofa gemütlich zu machen – zusammen mit einer Kerze, einem Glas Wein und Knabberzeug bei angeregten Gesprächen.

Das Sofa als Hingucker

Auch wenn von vielen unterschätzt – das Sofa oder die Couch ist immer noch ein Hingucker; und in Familien auch so der heimliche Stolz. Da werden die Kissen drapiert und der Tisch dekoriert. Deswegen spielt es für viele sehr wohl eine Rolle, ob der Überzug aus Stoff, Alcantara oder Leder ist. Alcantara, ein Mikrofaservliesstoff aus Polyester und Polyurethan, wird zwar gern mit Wildleder verwechselt, ist aber eben Kunststoff. Leder bleibt eben doch Leder. Da spielt die Haptik eine Rolle, weil sich Leder eben anders anfühlt.

Edles Ambiente dank Leder

Ledersofa verleihen einem Wohnzimmer ein edles Ambiente. Selbst, wenn die Oberfläche etwas abgegriffen ist und Patina angesetzt hat, das Vintage-Gefühl bleibt, der „Gebraucht“-Stil. Und da lohnt es sich, etwas Geld zu investieren, denn hochwertiges Leder verleiht dem Möbel das gewisse Etwas – die ideale Voraussetzung für eine lebenslange Freundschaft.

Allerdings kann Vintage auch schnell in „abgenutzt“ umschlagen – damit das nicht passiert, braucht Leder Pflege.

Pflegetipps für Ledersofas

Ein Ledersofa ist zwar robust, verlangt aber trotzdem Pflege. Wer sein Ledersofa liebt, entstaubt es einmal pro Woche – ideal ist dafür ein weiches Baumwolltuch. Einmal monatlich holt der Leder-Fan ein feuchtes Tuch heraus – und ab und an ist dabei ein spezielles Lederpflegemittel erforderlich. Doch Vorsicht, aggressive Reinigungsmittel schaden dem Leder oder hinterlassen dunkle Flecken. Das gilt auch für Fleckenentferner, Bohnerwachs, Hautcreme oder Schuhcreme.

Kräftiges Rubbeln kann zu unansehnlichen Glanzstellen führen. Stattdessen sollten kleinere Verschmutzungen mit einem farblosen Radiergummi oder mit einer Gummibürste entfernt werden. Wird das Leder einmal feucht, so sollte diese Feuchtigkeit möglichst sofort aufgenommen werden. Raues Leder kann auch mit einem Staubsauger abgesaugt werden und Fettflecken im Kopfbereich lassen sich mit stark verdünntem Essig abtupfen.

Die Qualität des Leders erkennen

Für welches Design und für welches Leder sich entschieden wird, ist reine Geschmacksache. Dennoch gibt es bezüglich der Qualität einiges zu beachten. Jeder kann vor dem Kauf einen Qualitätstest machen: mit den Fingern über das Leder fahren. Fühlt es sich geschmeidig, weich und nicht allzu kalt an, ist die Qualität gut. Außerdem muss das Leder an allen Stellen gleichmäßig stark sein. Gutes Leder ist komplett durchgefärbt, wodurch Abnutzungen und kleinere Kratzer später kaum auffallen. Einfachere Qualität ist nur mit Farbe besprüht. Ein angefeuchtetes Taschentuch, welches eine Minute lang auf das Leder gedrückt wird, sollte weiß bleiben. Färbt es allerdings ab, so ist die Qualität nicht gut. Natürlich darf auch der Sitztest nicht fehlen: Wie schnell passt sich das Leder der Körpertemperatur an? Je schneller, desto besser.

Leder richtig gepflegt, behält viele Jahre seine Schönheit - auch und erst recht mit Patina

Leder richtig gepflegt, behält viele Jahre seine Schönheit – auch und erst recht mit Patina

Tipp: Hochwertiges Leder hält bei entsprechender Pflege deutlich länger als ein Sofa aus Stoff. Sollte das Leder dennoch im Laufe der Zeit unschön werden, so muss nicht unbedingt gleich ein neues Sofa her, sondern manchmal reicht auch ein neuer Bezug, wie es ihn zum Beispiel bei SoftArt Leder gibt.

Die kommenden dunklen Tage verlieren ihren Schrecken – im Gegenteil, stilvolles Ambiente und eine stimmungsvolle Deko verwandeln das Zuhause so richtig „hyggelig“, wie die Dänen sagen, und die müssen es wissen, sind sie doch das glücklichste Volk. Übrigens, wer mehr darüber wissen will, schaut am besten beim Dänemark-Block von Linda vorbei.

 

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Bestandsaufnahme vor der Rente in punkto Ausgaben und Einnahmen

Eine Bestandsaufnahme vor der Rente? Ja, vor der Rente! Wer schon in Rente ist, für den ist es meist zu spät, weil er nicht mehr reagieren kann. Was sich so selbstverständlich anhört, ist leider nicht selbstverständlich. „Erschreckend – die meisten Deutschen haben keine Ahnung von der gesetzlichen Rente; weder von den steuerlichen Modalitäten, von den Beiträge zur Sozialversicherung noch von der wirklichen Rentenhöhe“, schreibt das Vergleichsportal Biallo.

Wie viel Einnahmen und Ausgaben?

Leider haben viele auch keine Ahnung, wie viele Einnahmen sie im Rentenalter insgesamt haben werden. In punkto Ausgaben dürfte es ähnlich sein. Biallo spricht davon, dass „Deutsche im Tal der Ahnungslosen“ leben – nicht alle, wohlgemerkt, aber leider immer noch viel zu viele. Deswegen ist eine Bestandsaufnahme von Einnahmen und Ausgaben dringend nötig.

Erst, wenn sie in Rente sind, geht ihnen ein Licht auf, aber da ist es meist zu spät. Das mag herzlos klingen, beschreibt freilich die Wirklichkeit. Wer jetzt 50 Jahre alt ist – oder vielleicht etwas älter, kann noch am Rad drehen, für die über 60-Jährigen ist es aber bereits zu spät.

Zuerst ein Kassensturz

Deswegen ist es höchste Zeit, Kassensturz zu machen, sprich sich einen Überblick über die finanzielle Situation zu verschaffen. Es braucht eine Bestandsaufnahme des Gesamtvermögens, einschließlich der zu erwartenden regelmäßigen Einkünfte im Alter. Die Einnahmen bestimmen die Ausgaben, denn im Alter wird es schwierig bis unmöglich, einen Kredit aufzunehmen. Übrigens, gilt das nicht nur für Rentner, sondern auch für viele, die ihren Job verloren haben und noch keine neue Arbeit gefunden haben, sprich, auch für Arbeitslose ist es schwierig, einen Kredit zu bekommen, allerdings nicht unmöglich.

Was die Einnahmen betrifft, so hat ein durchschnittlicher Rentnerhaushalt laut Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) von 2013 (das sind die aktuellsten Zahlen) des Statistischen Bundesamts genau brutto 2438 Euro, wovon netto nach Abzug von Sozialversicherung und Steuern noch 2206 Euro übrig bleiben; Pensionärshaushalte haben 5173 Euro brutto und 4 404 netto. Wer nur Rente bezieht, kommt im Schnitt auf 1470 Euro – und da wird’s schon eng. Das sind, wohlgemerkt, Durchschnittswerte, denn viele Rentner bekommen deutlich weniger als diesen Betrag. Ende 2016 bekamen Männer im Westen im Schnitt, wohlgemerkt im Schnitt 1078 Euro und im Osten 1171 Euro Rente ausgezahlt. Frauen mussten sich im Schnitt mit 606 Euro beziehungsweise 894 Euro begnügen.

Bestandsaufnahme vor der Rente

Soviel zur Ausgangssituation. Wie geht’s nun weiter? Tom Fries und Michael Huber haben das in ihrem Buch „Finanzcoach für den Ruhestand“ detailliert beschrieben: Wer sich dran macht, eine Ausgaben/Einnahmen-Bilanz zu ziehen, sollte, so ihr Rat, erst einmal alle Unterlagen zusammensuchen. Zu den wichtigen Unterlagen gehören beispielsweise die Rentenauskunft, Kontoauszüge und die Steuererklärung.

Notwendigen Unterlagen für die Bestandsaufnahme

  • Konto- und Depotauszüge
  • Mieteinnahmen
  • Lebensversicherungspolicen
  • Belege zu geschlossenen Fonds und Beteiligungen
  • Schulden und andere Verbindlichkeiten
  • Rentenauskünfte
  • betriebliche Altersvorsorge
  • letzte Steuererklärung/Steuerbescheid
  • Erbanwartschaften
  • Ehevertrag und andere Verträge

Quelle: „Finanzcoach für den Ruhestand“, Tom Fries, Michael Huber

Das ist etwas Mühe, aber es lohnt sich, alles einmal zusammenzutragen. Das war die Vorarbeit, jetzt geht an die Bilanz von Ausgaben und Einnahmen. Und auch da hilft das Buch von Fries und Huber weiter.

Die Ausgaben

Zuerst die Ausgaben:

 Höhe in der Rente/Pension
Lebenshaltung
Haushalt
Kleidung
Freizeit/Hobbys
Gesundheit
Wohnen
Miete oder Unterhalt
Nebenkosten
Telefon/Internet
Radio
Verkehr
Auto
sonstige Fahrzeuge
öffentlicher Verkehr
Versicherungen
Kapitalleben
Krankenversicherung
sonstige Versicherung
Darlehen/Kredite
Zinsen
Tilgung
Sonstiges
Ersatzanschaffungen
Reparaturen
Ferien, Reisen
Unterstützungen
Summe

Wohnen, Energie und Nahrungsmittel dürften die größte Posten sein, der Posten Freizeit sollte indes nicht unterschätzt werden, denn Rentner haben mehr Zeit für Reisen. Auch wer im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung lebt, muss vielleicht für Verwalter oder Hausmeister zahlen, dazu kommen Grundsteuer und sonstige kommunale Abgaben wie Müllabfuhr und Umlagen. Die monatlichen Ausgaben eines Rentnerhaushalts lagen 2013 übrigens statistisch bei 1973 Euro. Mittlerweile dürfte diese Zahl jedoch überholt sein – und deutlich höher liegen. Was sicher zunehmen wird, sind die Ausgaben für Reisen und Gesundheit. Dafür fallen andere Kosten weg wie die Unterstützung der Kinder vielleicht. Jetzt zu den Einnahmen.

Klar, bei vielen ist es die gesetzliche Rente. Die Standardrente für jemand, der 45 Jahre den Durchschnittssatz gezahlt hat, lag Mitte 2016 bei 1370 Euro im Westen und 1290 Euro im Osten. Das Netto-Rentenniveau ist mittlerweile auf 47,9 Prozent der Netto-Gehälter gesunken – und sinkt aber bis 2030 auf 43 Prozent. Da die Standardrente so gut wie niemand erreicht, ist die Durchschnittsrente viel interessanter: Sie liegt mit 980 Euro für Männer im Westen und 952 Euro im Osten und für Frauen bei 485 Euro im Westen und 838 Euro im Osten. Das heißt, manche Renten liegen sogar unter dem Grundsicherungsniveau, das bei 721 Euro liegt, wobei die Rentenversicherung empfiehlt, prüfen zu lassen, wenn das gesamte monatliches Einkommen durchschnittlich unter 773 Euro liegt, ob ein Rentner Anspruch auf Grundsicherung hat. Gut wer vorgesorgt hat, hoffentlich betrieblich und am besten noch privat.

So, jetzt zur Einnahmensübersicht …

Die Einnahmen

 Höhe in der Rente/Pension
aus Renten.....
gesetzlich
betrieblich
privat
sonstige
aus Immobilien.....
Mieteinnahmen
- Instandhaltung
- Betriebs/Verwaltungskosten
aus übrigen Vermögen.....
Zinsen/Dividenden
Ausschüttungen......
Sonstiges
Summe....

Quelle: „Finanzcoach für den Ruhestand“, Tom Friess, Michael Huber

Überschuss oder Lücke?

Wer die beiden Tabellen gewissenhaft und ehrlich ausgefüllt hat, stellt schnell fest, dass er vermutlich eine Lücke hat – Glückwunsch, wenn’s anders ist. Dabei ist die Inflation noch gar nicht berücksichtigt.

Inflation

Die Inflation lag im 60-Jahresschnitt bei 2,7 Prozent. Gut, so hoch wird sie so schnell nicht wieder werden, aber mit zwei Prozent müssen Vorruheständler schon rechnen. Tom Friess und Michael Huber haben ausgerechnet, was das macht: „Für Dinge, die heute 50 000 Euro kosten, müssen bei einer jährlichen Inflation von nur zwei Prozent nach zehn Jahren 60 900 Euro bezahlt werden“.

Konsequenzen:

Wer feststellt, dass er eine Versorgungslücke im Alter hat, muss entweder vorher noch richtig Gas geben oder sich im Alter einschränken. Das mit dem Gas geben dürfte schwierig werden, deswegen bleibt wohl nur sparen. Was sich alles einsparen und optimieren lässt, davon in einem der nächsten Beiträge.

Einnahmen-Überschuss-Rechnung per Haushaltsbuch

Übrigens, mit der einmaligen Bilanz ist es nicht getan: Wer seine Finanzen in den Griff bekommen will, kommt nicht umhin, regelmäßig ein Haushaltsbuch zu führen – das funktioniert offline und online, offline in Form einer Kladde oder eines linierten Notizbüchleins oder mit einem Programm, wie es beispielsweise die Verbraucherzentrale anbietet oder als Formular zum Herrunterladen von der Sparkassen-Seite – das geht natürlich auch mit Excel, wie wird im Video erklärt.

Das moderne Haushaltsbuch per Excel – ein Erklär-Video

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Beim Festgeld sind gute Konditionen das A&O

Beim Festgeld kommt es auf die Konditionen an – und Festgeld scheint für viele Deutsche immer noch erste Wahl zu sein, wenn es ums Geldanlegen geht. Ganz nach dem Motto „Vergleich macht reich“ sollte jeder Anleger die Konditionen verschiedener Banken nebeneinander halten.

Dank Internet ist der Vergleich von Konditionen beim Festgeld ja mittlerweile kein Problem mehr. Wer mit dem Gedanken spielt, ein Festgeldkonto zu eröffnen, der sollte zunächst einen Festgeldkonten-Vergleich anstellen. Denn attraktive Konditionen sind wichtig, um angemessene Rendite zu erzielen. So ist vor allem auf die Mindest- und Maximalanlagesumme sowie auf die Mindest- und Maximallaufzeit der verschiedenen Angebote zu achten.

Je länger desto lukrativer

Sowohl Mindest- und Maximalanlagesumme als auch Mindest- und Maximallaufzeit sind sehr flexibel gestaltet – variieren also von Bank zu Bank. So liegt etwa bei einigen Online-Anbietern die Mindestanlagesumme für Festgelder bei nur 500 Euro. Bei klassischen Banken ist diese hingegen höher und beläuft sich meist auf 2500 bis 5000 Euro. Je höher die eigene Festgeldanlage ist, desto langfristiger sollte diese ausgelegt sein, da die Zinsen bei einem etwas höheren Betrag deutlich lukrativer sind.

Wer auf der Suche nach einem Angebot ohne Mindestanlagesumme ist, der sollte ebenfalls nach einiger Zeit fündig werden. Allerdings bieten nur wenige Banken Festgeldkonten ohne Mindest- und Maximalanlagesumme an, wie die Plattform Festgeld Deutschland schreibt.

Festgeld auch bis zehn Jahre

Die kürzeste Frist für Festgelder liegt bei einem Monat. Bei dieser Mindestgrenze, insofern sie nicht überschritten wird, spricht man von einem Parkkonto. Die Maximallaufzeit ist wiederum bei den verschiedenen Banken unterschiedlich geregelt. So liegt sie üblicherweise zwischen drei und zwölf Monaten. Wer für sich ein Anlagekonzept entwickelt, das über einen längeren Zeitraum läuft, der kann je nach Anbieter auch eine Maximallaufzeit zwischen 60 und 120 Monaten wählen. Festgelder können also maximal zehn Jahre angelegt werden. Die Zinsen werden einem meist am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Anleger können sich die Zinsen allerdings auch am Ende eines Kalenderjahres gutschreiben lassen.

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Wie sich beim Strom sparen lässt – und mehr Geld zum Leben bleibt

Beim Strom sparen? Das geht. Darüber sollten gerade Rentner nachdenken mit kleiner Rente. Denn, weniger Stromkosten bedeutet, es bleibt mehr Geld zum Leben. In der Regel eröffnet die Stromrechnung reichlich Sparpotenzial. Darüber hinaus lässt sich aber auch durch sparsamere Geräte Strom sparen – und das alles ohne Einbußen bei der Lebensqualität. Mit ein paar Tipps lässt sich das Leben erleichtern und die Stromrechnung drücken. Es kommt eben beim Stromsparen auf das Gewusst-wie an.

Zwei Möglichkeiten zum Strom sparen

Grundsätzlich gibt es zwei Maßnahmen, bei den Stromkosten im Haushalt zu sparen:

  • So lohnt sich das Energiesparen ganz nach dem Motto „Was ich nicht verbrauche, muss ich auch nicht bezahlen“.  Übrigens, gilt das nicht nur für Strom.
  • Zum anderen – zusätzlich oder für sich gesehen – bringt ein günstiger Stromtarif eine ganze Menge, vor allem eine niedrigere Monatsrechnung.  Dank Internet lassen sich die möglichen Tarife heute leicht und schnell vergleichen, auch der Wechsel ist meist ganz einfach – und der Vertragsabschluss ist sofort und ebenfalls online möglich. Gerade ältere Menschen sind häufig noch beim örtlichen Stromversorger in Vertrag – doch der ist oft deutlich teurer als die überregionalen kleineren Stromanbieter, von denen es mittlerweile mehrere Hundert in Deutschland gibt. Zusammengefasst, mit dem Wechsel zu einem anderen Stromanbieter und energieeffizienten Elektrogeräte bessern Rentner ihr Haushaltsbudget auf.

Ein Wechsel des Energieanbieters macht übrigens oft auch beim Umzug Sinn, da der bestehende Vertrag ohnehin gekündigt werden muss. Eine Neuorientierung ist dann leicht möglich und hilft, den günstigsten Energieversorger zu finden. Was sonst noch beim Umzug im Alter zu beachten ist, steht übrigens hier im Blog-Beitrag „Die besten Tipps für den Umzug im Alter“.

Strom sparen im Haushalt

Küchen-Haushaltsgeräte

Küchen-Haushaltsgeräte.

Kühlschrank, Waschmaschine, Mikrowelle, Mixer, Friteuse, Entsafter, Küchenmaschine, Waffeleisen – Elektrogeräte sind oft die größten Energiefresser im Haushalt. Dabei ist es gerade dort recht leicht, Energie einzusparen. Es lohnt sich, Stromfresser gegen sparsamere Geräte auszutauschen. Beim Kauf sind die sparsameren am Energieeffizienzlabel zu erkennen. Wann immer finanziell möglich, sollten hier Geräte der höchsten Klasse die erste Wahl beim Neukauf sein. Die zusätzlichen Kosten beim Kauf amortisieren sich im Laufe der Betriebszeit.

Eine weitere Möglichkeit zu sparen, bietet sich durch die Nutzung von Sparprogrammen – bei modernen Elektrogeräten heute Standard. Besonders bei Waschmaschinen und Geschirrspülern kann der Energieverbrauch durch Sparprogramme gesenkt werden. So muss beispielsweise die Spülmaschine nicht zwingend mit 65 Grad laufen. In den meisten Fällen bringen auch niedrigere Temperaturen das gewünschte Reinigungsergebnis.

Noch mehr Tipps, wie sich im Haushalt effektiv Strom sparen lässt, sind unter „Energie-Spartipps“ aufgelistet.

 

 

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Wie Mütter bei der Rente vom Staat benachteiligt werden

Wie Mütter bei der Rente vom Staat benachteiligt werden – das betrifft vor allem Frauen, die nach der Geburt ihres Kindes schon bald wieder arbeiten gingen. Wenn sie in Rente gehen und während der Kindererziehungszeit zu viel verdient haben, bekommen sie im schlechtesten Fall gar nichts ihrer Arbeitsleistung anerkannt.

Wie das? Die Rentenversicherung sieht bei der Anrechnung der Kindererziehungszeit eine Obergrenze vor, wenn die Mutter mehr als der Durchschnitt verdient hat. Das Ganze ist leider ziemlich kompliziert – wie überhaupt das Rentenrecht. Die „Freie Presse“ aus Chemnitz hat das Problem anhand eines Falls, nämlich der von Heidrun Buchner, aufgedröselt. Heidrun Buchner bekam, so das Blatt, 1975 eine Tochter. Dummerweise habe sie in den ersten zwei Lebensjahren des Kindes 14 Monate gearbeitet und Beiträge zur freiwilligen Zusatzrentenversicherung gezahlt. In punkto Anrechnung der Kindererziehungszeiten gilt aber eine Bemessungsgrenze – und Heidrun Buchner lag darüber, wie übrigens viele Frauen in der DDR, die ja auf ein gut ausgebautes Kinderbetreuungssystem setzen konnten.

31 oder 30 Euro für einen Rentenpunkt

So weit, so schlecht. Mütter bekommen für die Kindererziehung von der Rentenversicherung einen Entgeltpunkt, sozusagen die Währung der Rentenversicherung, gut geschrieben – und der ist sei 1. Juli 2017 in Westdeutschland 31,03 Euro wert und in Ostdeutschland 29,69 Euro. 2018 wird er sich in Westdeutschland auf 31,86 Euro erhöhen und in Ostdeutschland auf 29,51 verringern. Wenn Kindererziehung und Arbeit zusammenkommen, bekämen die Mütter natürlich entsprechend mehr Entgeltpunkte. So weit die Theorie. In der Rentenpraxis ist das leider ganz und gar nicht so. Für die Entgeltpunkte haben die Rentenversicherungspolitiker eine Obergrenze eingezogen. Wenn jetzt eine Frau zu gut verdiente während der Kindererziehung bekommt sie nicht die Summe ihrer Entgeltpunkte, sondern weniger oder gar nichts von den Ansprüchen aus der Kindererziehung.

Obergrenze bei der Mütterrente

Das wird an einem Beispiel deutlich wie die Zeitschrift „Lichtblick“ errechnete, wobei sie den fiktiven Fall von Marianne L. nimmt: „Marianne L. hatte damals (gemeint ist das Jahr 1990, als ihr Kind zur Welt kam) 80 000 Mark (ja, der Euro wurde erst 2002 eingeführt) Jahresgehalt und lag weit über dem damaligen Durchschnittsgehalt“. Der Durchschnitt lag damals, im Jahr der Geburt des Kindes laut Deutscher Rentenversicherung bei 41 946 Mark, die Beitragsbemessungsgrenze lag bei 75 600 Mark – und dafür gab’s 1,8 Rentenpunkte.

Wäre Marianne L. vor dem 1. Juli 2014 in Rente gegangen, hätte sie auch den Entgeltpunkt für die Kindererziehungszeit bekommen, leider geht sie erst später in Rente. Also, die Gnade der frühen Geburt hat sie nicht. Bis zu diesem Zeitpunkt gab’s pauschal einen Entgeltpunkt für jedes Kind.

Willkür bei der Rentenberechnung

So, Marianne L. bekommt weniger als diesen Punkt, denn Punkte aus Beschäftigung und Kindererziehung werden nur noch bis zu einer Höchstgrenze anerkannt. Für das Jahr der Geburt von Mariannes Kind, sprich 1990, haben die Rentenpolitiker eine Obergrenze festgelegt – genau 1,8 Rentenpunkte.

Die Regelung ist willkürlich, der Zeitpunkt ist Willkür und auch die Obergrenze ist nach Gutsherrenart festgelegt. Warum liegt die Obergrenze für Kinder, die 1990 geboren wurden bei 1,8 und für Kinder, die 1980 geboren wurden bei 1,7 Rentenpunkte? Willkür ist auch der Stichtag 1. Januar 1992 – denn Mütter (oder Väter), deren Kinder vor 1992 geboren wurden, bekommen zwei Jahre Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung angerechnet, „bei Geburten ab 1992 sind es 36 Monate“, so die Rentenversicherung. Der Sozialverband VdK – und auch die CSU – kämpfen dafür, die Mütterrente anzugleichen. „Die älteren Mütter müssen wie die jüngeren drei statt bisher nur zwei Kindererziehungsjahre für die Rente angerechnet bekommen“, forder der VdK.

Millionen Mütter von Betrug betroffen

Es handelt sich auch nicht um ein paar Ausnahmen. „Lichtblick“ zufolge bekommen rund 2,5 Millionen Frauen die versprochene höhere Rente „nur zum Teil oder überhaupt nicht“.

Die Beitragsbemessungsgrenze sei, so die „Freie Presse“ deshalb schon mehrmals angegriffen worden, bisher ohne Erfolg. Der Fall liegt beim Bundesverfassungsgericht, das bislang freilich noch nichts entschieden hat, zumindest nach meinemWissen. Das Sozialgericht Brandenburg ist davon überzeugt, „dass die Regelung zur Höchstbegrenzung verfassungswidrig ist. Sie führt zu einer ungleichen Behandlung verschiedener Personengruppen, weil sich Kindererziehungszeiten nicht bei allen Versicherten gleich auswirken. Benachteiligt sind diejenigen Versicherten, die während der ersten Lebensjahre ihrer Kinder arbeiten, vergleichsweise eher höhere versicherungspflichtige Entgelte erzielen und so die Solidargemeinschaft mit hohen Rentenversicherungsbeiträgen unterstützen. Erzielt ein Versicherter während der Kindererziehungszeit ein solch hohes beitragspflichtiges Entgelt, werden seine Kindererziehungszeiten nicht mehr in gleicher Weise berücksichtigt wie bei einem Versicherten mit geringerem oder ohne Entgelt.“ (Haufe, Ungleichbehandlung von Besserverdienenden, 20.4.2012).

Widerspruch gegen Rentenbescheid

Mütter, die sich benachteiligt fühlen, sollten Widerspruch einlegen. Der Dresdner Rechtsanwalt Matthias Herberg hat sich auf solche Fälle spezialisiert und ermutigt die Betroffenen beim Sozialgericht zu klagen, was übrigens gerichtskostenfrei ist.

Ein Musterbrief ist auf der FP-Webseite hinterlegt.

Wie viel arbeitende Mütter bekommen – Obergrenze bei den Entgeltpunkten

JahrDurchschnittsverdienstBeitrags- Bemessungsgrenzemaximale Rentenpunkte
197430000203811.47
197533600218081.54
197637200233351.59
197740800249451.64
197844400262421.73
197948000276851.7
19805040029 4851.71
198152800309001.75
198256400321981.82
198360000332931.82
198462400342921.82
198564800352861.84
198667200366271.83
198768400377261.81
198872000388961.85
198973200400631.83
199075600419461.8
199178000444211.75
199281600468201.74
19938640049142

Weiterführende Links:




Wie der Wechsel des Girokontos leichter wird

Das Wechseln des Girokontos wird jetzt leichter. Bankkunden können künftig leichter mit ihrem Konto umziehen, was auch sinnvoll ist, denn immer mehr Banken und Sparkassen wollen Geld für die Kontoführung. Da hilft nur wechseln. Jetzt ist das Zahlungskontengesetz (ZKG) in Kraft getreten, das den Wechsel erleichtert.

Wechsel muss in 14 Tagen erledigt sein

Worum es genau geht? Banken müssen ihre Kunden beim Kontowechsel unterstützen, was den Kunden das Leben erleichtert und viele ermuntern wird, diesen Wechsel nicht länger hinauszuzögern. So sollen Daueraufträge und Lastschriftmandate leichter von einer Bank mit zur anderen genommen werden können. Die bisherige Bank muss binnen 14 Tagen sämtliche Daueraufträge und Lastschriften auf die neue Bank übertragen.

Keine Angst mehr vor dem Kontenwechsel

Bislang scheuten die Verbraucher vor diesem Schritt zurück, weil ihnen der Aufwand zu groß schien. Aber das ändert sich ja jetzt. Jeder vierte Verbraucher erwägt einer Umfrage zufolge einen Kontowechsel, wenn sich der Aufwand verringert. Am höchsten sei die Wechselbereitschaft mit 43 Prozent unter den 18- bis 29-Jährigen, so eine Umfrage im Auftrag der Triodos-Bank ergab. Bei Einkommen ab 3000 Euro netto ist demnach etwa jeder dritte Verbraucher zu einem Kontowechsel bereit. „Viele Verbraucher scheuen den Kontowechsel“, sagt Josefine Lietzau, Bankexpertin bei Finanztip. „Schließlich hängen am Zahlungskonto zahlreiche Lastschriften und Daueraufträge. Ein Kontoumzug war für den Verbraucher bislang immer mit hohem Aufwand und auch Risiken verbunden, etwa, dass die Miete nicht mehr pünktlich überwiesen wird.“ Mit der gesetzlichen Wechselhilfe sorgt der Gesetzgeber jetzt für Abhilfe.

Ärger über zu hohe Kosten

Ohne diese Erleichterungen im Hinterkopf könnten sich der Umfrage im Auftrag der Triodos-Bank zufolge lediglich 14 Prozent vorstellen, demnächst ihr Konto zu wechseln. Als Grund für eine Veränderung geben sie am häufigsten die Kosten und Konditionen für ihr Girokonto an. Darüber ärgern sich demnach zwei Drittel der wechselwilligen Befragten. Etwa jeder Dritte ist demnach mit dem Produktangebot seiner Bank, mit dem Service oder dem Filialnetz unzufrieden.

Video-Ident und Wechselservice

Der Wechsel zu Europas führender Nachhaltigkeitsbank ist jetzt noch einfacher, denn Neukunden können sich zukünftig per Video-Legitimation identifizieren und sparen sich dadurch den Gang zu einer Postfiliale für das klassische Post-Ident-Verfahren. Zur Nutzung von Video-Ident braucht der Wechselwillige einen Internetzugang, einen gültigen Personalausweis oder einen Reisepass sowie ein Handy, um den im Laufe der Identifizierung verschickten persönlichen Ident-Code zu empfangen. Es geht auch mit mit Computer und Webcam oder Smartphone sowie Tablet mit kostenloser App. Noch ist das Verfahren neu, es könnte sich jedoch neben dem Postident-Verfahren als standardmäßig genutzte Identifizierung etablieren. Der Vorteil für den Kunden: Er kann sich jederzeit und an jedem Ort der neuen Bank gegenüber identifizieren – und das Ganze dauert nur wenige Minuten.

Und so funktioniert das Verfahren – ein Erklär-Video

Übrigens, wer vergleichen will, wo Girokonten noch kostenlos sind, ist beim FMH Kontenvergleich richtig.

Weiterführende Links:




Mehr Murks bei der Mütterrente – oder wird alles gut?

Die Mütterrente ist ein ziemlicher Murks. Kinder vor ’92 geboren sind weniger wert als Kinder nach ’92 geboren. Die CSU will die Mütter gleichstellen, deren Kinder vor 1992 auf die Welt kamen. Dieser Vorstoß kommt nicht von ungefähr: 2017 sind Bundestagswahlen. Klar, dass die CSU mit diesem Pfund wuchern will.

Seit 2014 zwei Jahre Kindererziehungszeiten

Zur Erinnerung: Zum 1. Juli 2014 wurde die Mütterrente schon einmal nachgebessert. Seit dem bekommen Mütter (oder Väter), deren Kinder vor 1992 geboren wurden, zwei Jahre statt nur einem Jahr Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung angerechnet. Pro Kind und Monat liegt die Rente dadurch um 30,45 Euro (West) beziehungsweise 28,66 Euro (Ost) höher. Mit der Kindererziehungszeit gleicht die Rentenversicherung wirtschaftliche Nachteile aus, „die Mütter oder Väter durch die Erziehung von Kindern haben“, erklärt die Rentenversicherung. Für die Mütter oder Väter übernimmt der Staat die Rentenbeiträge für maximal 36 Monate. Dabei sind Kindererziehungszeiten Pflichtbeiträge. Für die  Rentenversicherung werden die Mütter oder Väter so gestellt, als hätten sie den Durchschnittsverdienst aller Versicherten bekommen.

Künftig drei Jahre für die Mütterrente

Soweit der Ist-Zustand – die CSU will nun die Mütterrente auch auf die Väter und Mütter ausweiten, deren Kinder schon vor 1992 geboren wurden. Soweit der Wunsch der CSU. Ob ihre Vorstellungen durchgehen, steht auf einem anderen Blatt. Das Rentenkonzept geht auf Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) zurück. Auf die Versicherten oder die Steuerzahler kommen nach Schätzung rund 6,5 Milliarden Euro pro Jahr zu.

Dem „Münchner Merkur“ zufolge plädiert Müller dafür, „den Betrag nicht aus der Rentenkasse, sondern aus Steuermitteln zu finanzieren“. Wenn die verbesserte Mütterrente aus der Rentenkasse bezahlt werden würde, schlüge das natürlich voll auf die Beiträge durch. Dabei ist es ausgemachtes Ziel, dass der Rentenbeitrag nicht über 22 Prozent steigen soll. Die CSU habe, so die „Frankfurter Neue Presse“ bereits vor vier Jahren die CDU erfolgreich zu einer höheren Anerkennung der Erziehungsleistungen von Müttern bei der Rente gedrängt, die vor 1992 Kinder bekommen haben. Sie erhalten aber immer noch weniger Geld als jüngere Mütter. „Die Anhebung kostete mehrere Milliarden Euros; nun pocht die CSU auf die volle Angleichung.“ Die CDU-Spitze sei nicht begeistert, bekomme aber den Druck vieler Frauen in der Partei zu spüren, die das gut finden.

Leer gehen bei der Mütterrente aus – Personen die:

  • während der Erziehung bereits eine Altersvollrente oder eine Versorgung nach beamtenrechtlichen oder anderen Regelungen wie zum Beispiel eine Pension erhalten,
  • die Regelaltersgrenze erreicht haben und nie gesetzlich rentenversichert waren oder
  • aufgrund der Erziehung Versorgungsanwartschaften in einem anderen Versorgungssystem erworben haben, die dort gleichwertig wie in der gesetzlichen Rente berücksichtigt werden.

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Wie, was und wo die Generation 50+ einkauft

Die Generation 50+, die sogenannten Bestager haben Geld, Zeit und Muße für Freizeit und Shopping. Was kaufen sie ein, wo kaufen sie ein und wie kaufen sie ein? Commerz Finanz hat mehr als 10 000 Verbraucher aus 13 europäischen Ländern gefragt – und ist zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Die Generation 50+ ist internet-affiner als viele glauben. Sie gibt gern Geld für Reisen aus und denkt darüber nach, ihre vier Wände zu renovieren.

Konsumbarometer 2016 – Europa

Das „Konsumbarometer 2016 – Europa“ der Commerz Finanz hat nach den Zielen und Wünsche der Generation 50+ gefragt. Was steht bei ihnen auf dem Einkaufszettel? Wo und wie kaufen sie ein? Bei der Befragung wird deutlich, dass die deutschen Bestager vor allem in Reisen und Renovierung investieren wollen. So sagen 60 Prozent der über 50-Jährigen, in den kommenden zwölf Monate Geld für Reisen und Freizeit ausgeben zu wollen; die Hälfte will Geld in Um- und Ausbau sowie Renovierung der eigenen vier Wände stecken. An dritter Stelle stehen neue Möbel.

Reiseweltmeister sind die Briten

Wer jetzt allerdings glaubt, die Deutschen seien Reiseweltmeister, sieht sich getäuscht. Der Studie zufolge reist die 50plus-Generation in Großbritannien und Frankreich häufiger als die deutsche. Die Hälfte der älteren Briten und Franzosen sind danach pro Jahr mindestens dreimal verreist und haben eine oder mehrere Nächte nicht zuhause verbracht. Bei den Deutschen waren es „nur“ 43 Prozent. Insgesamt verreiste die Generation 50+ hierzulande häufiger als die Jüngeren.

Deutsche kaufen gerne online

Die Deutsche kaufen gerne online – allerdings nicht alles. Kleidung, Bücher und Reisen bestellen die Deutschen gern online und sind dabei sogar in Europa führend. Bei Lebensmitteln sieht die Sache anders aus, da spielt das Internet eine untergeordnete Rolle, was sich freilich ändern kann. „Online-Shopping ist in Deutschland keine Altersfrage mehr“, so Alexander Wild, Experte für Senioren-Marketing. „Kleidung, Bücher, Freizeitartikel – wenn es um die Bestellung per Mausklick geht, sind Deutschlands über 50-Jährige europaweit führend, nicht zuletzt, weil diese neuen Einkaufsroutinen an die lange Tradition des Versandhandels in Deutschland anknüpfen.“

Werbung soll vor allem witzig sein

Die Freizeitgestaltung der Deutschen entspricht der ihrer europäischen Nachbarn. Mit einer Ausnahme: Die ältere Generation in Deutschland verbringt (deutlich) weniger Zeit mit Familie und Freunden. Nur rund jeder Dritte sieht seine Familie (36 Prozent) oder Freunde (34 Prozent) jede Woche, das ist in Spanien, Frankreich und Portugal sowie Italien beispielsweise anders.

Was die Werbung betrifft, so wollen die Bestager witzig angesprochen werden. „Soll die Werbung die Generation 50+ erreichen, muss sie auf der emotionalen Ebene ansetzen, witzig sein und Werte vermitteln“, so die Studie. Diese Aussage stehe ganz im Gegensatz zum Klischee des pflichtbewussten, trockenen Deutschen.

Bestager haben Social Media entdeckt

Wie digital sind die Bestager? Auch dazu liefert die Studie Antworten: „Senioren entdecken Social Media – im Internet interessiert sich die Generation 50+ besonders für Gesundheits- und Schönheitsthemen. Auffallend ist auch ihr ausgeprägtes Faible für Online-Spiele. Auf ihre digitale Autonomie sind sie stolz. Vermehrt fragen sie mittlerweile auch digitale Dienstleistungen aus den Bereichen Mobilität und Gesundheit nach.“ Mehr als zwei Drittel der 50- bis 64-Jährigen und 66 Prozent der über 65-Jährigen sind der Studie zufolge bei Facebook, Twitter oder einem anderen sozialen Netz, wobei sich die Zahlen auf 2013 beziehen. Das heißt, mittlerweile müssten es noch deutlich mehr sein. Die Deutschen sind dabei übrigens nicht Avantgarde, digitale Meister sind die Briten, gefolgt von Franzosen und Belgiern. „Die Generation 50+ shoppt heute online, datet online, pflegt Freundschaften in sozialen Netzwerken. Sie tauscht Rezepte in Online-Datenbanken, googelt, whatsappt oder skypt mit den Kindern und Enkelkindern; das Internet ist im Alltag der über 50- und über 60-Jährigen angekommen“, so Wild. Selbst immer mehr über 70-Jährige seien online.

Wie die Deutschen shoppen

Wie die Deutschen shoppen Quelle: Commerz Finanz

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