Westdeutsche zieht es nach Ostdeutschland

Einige Rentner und Vorruheständler überlegen sich, ob sie nicht besser nach Ostdeutschlands umzuziehen sollen. Warum ist Ostdeutschland so attraktiv für die Generation 50plus und noch mehr für 60plus?

Jahrzehntelang sind Junge und Alte aus Ostdeutschland in den Westen gezogen. Das hat sich offensichtlich umgekehrt. Eintagsfliege oder Trendwende? Bereits seit vier Jahren ziehen dem Berlin-Institut zufolge mehr Menschen aus Westdeutschland – oder dem Ausland – in den Osten. Allerdings profitieren davon einige „Schwarmstädte“ überproportional, darunter Leipzig, Dresden, Jena, Erfurt, Potsdam und Rostock. Gefragt bei Pensionären sind auch Wohnorte in Küstennähe.

Die Richtung der Binnenwanderung zwischen Ost- und Westdeutschland hat sich geändert. 26 Jahre lang sind nach der deutschen Wiedervereinigung mehr Menschen von Ost- nach Westdeutschland gezogen. Auch laut Statista hat sich der Trend umgekehrt, wobei Statista auf Daten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung verweist. Danach sind 93 415 Menschen von West- nach Ostdeutschland gezogen, aber nur 89 418 von Ost- nach Westdeutschland. „Wanderungsverluste haben die ostdeutschen Flächenländer weiterhin bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren, bei allen anderen Altersgruppen ist der Saldo für Ostdeutschland hingegen positiv“, so die Geografin Dr. Nikola Sander, Forschungsdirektorin am BiB.

Sachsen sind Wanderungsgewinner

Wanderungsgewinner sind Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Im Gegenzug verlassen immer noch mehr Menschen Sachsen-Anhalt und Thüringen in Richtung Westen.

Wanderung von Westdeutschland nach Ostdeutschland

Wanderung von Westdeutschland nach Ostdeutschland Quelle: Statista

Empty-Nest- und Ruhestandswanderer

Die Demographen vom Berlin-Institut unterscheiden bei ihrer Untersuchung die sogenannten „Empty-Nest-Wanderer“ und die „Ruhestandswanderer“: Was sind „Empty-Nest-Wanderer“? Kurz gesagt, solche Eltern, deren Kinder das Nest verlassen haben – meist über 50. Wenn das Haus leer ist, überlegen sich zumindest einige, umzuziehen. Viele sind es allerdings nicht, denn die Umzugsbereitschaft ist in dieser Altersgruppe nicht mehr sonderlich hoch. Von 1000 Einwohnern zwischen 50 und 64 Jahren hätten sich in den neuen Bundesländern im Jahr 2013 nur rund 16 für einen Umzug in eine andere Gemeinde entschieden, so das Institut. Die 52 000 Empty-Nest-Wanderer im Jahr 2013 seien eine überschaubare Gruppe. Es könnte indes mehr werden, mutmaßen die Demographen. „Auch wenn große Wanderungsströme in dieser Altersgruppe bislang ausbleiben, haben die neuen Bundesländer insgesamt bei den Empty-Nest-Wanderern die Trendwende geschafft“, so das Institut. Besonders beliebt bei der Altersgruppe zwischen 50 bis 64 Jahren sind Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Am liebsten haben Empty-Nest-Wanderer laut Berlin-Institut die neun ostdeutschen Großstädte. Leipzig habe es den 50- bis 64-Jährigen besonders angetan. Verlierer seien allerdings kleine Gemeinden mit weniger als 500 Einwohnern.

Meer und Berge ziehen

Gefragt sind bei Empy-Nest-Wanderer auch attraktive Gemeinden Küstennähe, Kurorte und landschaftlich schöne Gegenden. So können laut Berlin-Institut die Küstenorten Binz, Heringsdorf und Sassnitz an der Ostsee einen Positiv-Saldo verbuchen. In Sachsen gelte das für  Oderwitz im Vorland des Zittauer Gebirges und die zweitälteste sächsische Stadt Dohna.  „Auch die beiden thüringischen Kurorte Bad Berka und Bad Liebenstein können bei den Empty-NestWanderern im Saldo einen Zuzug verbuchen“, so die Demographen. Gleiches gelte für das Moor-, Mineral- und Kneippheilbad Bad Schmiedeberg und die beschauliche Hansestadt Havelberg in Sachsen-Anhalt.

Wichtig ist den Empty-Nest-Wanderer wohl, dass die Gemeinde, in die sie ziehen, in punkto Arzt, Apotheken und Läden gut ausgestattet sind, so dass die Zuzügler keine allzu weiten Wege zurücklegen müssen.

Ostdeutschland bei Rentner beliebt

Die neuen Bundesländer sind bei den über 64-Jährigen gefragt. „Besonders Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern locken Ruhestandswanderer an“, so das Berlin-Institut. Der Rentenbeginn ist ein einschneidender Abschnitt im Leben. Zwar bleibt das Gros der Rentner in ihrer vertrauten Umgebung, einige allerdings entscheiden sich zu einem Neuanfang. Denn, der Beruf hält sie ja nicht mehr an einem bestimmten Wohnort – sie sind jetzt endlich frei, selbst zu entscheiden, wo sie residieren wollen. Einige ziehen näher zu ihren Kindern und Enkeln, andere drängt es ans Meer oder in die Berge. „Es waren zuerst ältere Wanderungswillige, die es vermehrt in die neuen Bundesländer zog“, konstatieren die Berliner Forscher. Die Wanderungsbewegung setzte schon vergleichsweise früh ein. Viele zogen es nach Mecklenburg-Vorpommern des Meeres wegen. Nach Brandenburg zog es laut Berlin-Institut Rentner wegen altersfreundlicher Städte. Dieser Trend dürfte allein schon wegen der wachsenden Zahl der Rentner anhalten. „Denn je älter die stark besetzten Jahrgänge der Babyboomer werden, desto mehr verschieben sich auch unter den Wanderern die Anteile zugunsten höherer Altersgruppen“, konstatieren die Forscher. Sie gehen auch davon aus, dass es zwischen 2013 und 2030 mehr Rentner werden – ihr Zahl steige von drei auf 3,7 Millionen.

Mittelgroße Städte gefragt

Dabei zieht es die Ruhestandswanderer nicht unbedingt in die Großstädte, anders als die Jungen. Ganz abgesehen davon, dass sich viele die Großstadt nicht mehr leisten können, das gilt vor allem für München, Frankfurt und Stuttgart. Sie wollen es lieber etwas beschaulicher und suchen sich mittelgroße Städte aus, das heißt, Städte mit 10 000 bis 50 000 Einwohner – ablesbar an den Zahlen des Berlin-Instituts, das für mittelgroßen Städte im Jahr 2013 ein Plus von insgesamt 3,4 Ruhestandswanderern je 1000 Einwohner in dieser Altersgruppe verbuchte. Wichtig ist für die Ruhestandswanderer, dass es am Ort

Supermarkt, Arzt und Post gibt.

Auch kleine Gemeinden können Magnete für ältere Wanderungswillige sein. Einigen von ihnen hilft dabei ihre reizvolle Landschaft. So verzeichnen etwa die beiden kleinen Gemeinden Alt Schwerin und Blankenhof eine Nettozuwanderung bei den über 64-Jährigen. Beide liegen in Europas größtem geschlossenem Seengebiet, der Mecklenburgischen Seenplatte. Die über 1000 Seen der Regionen locken nicht nur Touristen an, sondern können auch einige ältere Menschen dazu bewegen, ihren Lebensabend dort zu verbringen. Andere Gemeinden haben ältere Menschen als Zielgruppe ausgemacht und sich auf deren Bedürfnisse spezialisiert. Dazu zählt etwa das malerische Burg im brandenburgischen Spreewald, das als staatlich anerkannter Ort mit Heilquellenkurbetrieb nicht nur Übernachtungsgäste anzieht, sondern auch einen Zuzug von Ruheständlern verzeichnet. Ähnlich attraktiv ist der Kurort Bad Elster im sächsischen Vogtland, eines der ältesten Mineral- und Moorheilbäder Deutschlands, oder das staatlich anerkannte Heilbad Bad Klosterlausnitz in Thüringen. (O-Ton Berlin-Institut)

Top-Schwarmstädte der Alten im Osten

Lüchow-Dannenberg  (+8,5%*)
Potsdam 7,2%
Schwerin 5,2%
Weimar 5,0% 1,7% 2,3%
*Prozentualer Zuwachs von 2008 bis 2013 laut GDW

Image by Hans Braxmeier from Pixabay 




Auto selbst reparieren und Geld sparen

Für Rentner gehört das eigene Fahrzeug einfach zum Alltag – als Garantie für Mobilität. Wer als Rentner sparen muss, setzt am besten beim Auto an. Warum nicht bei der Reparatur sparen und selbst reparieren. Was geht und was nicht?

In der Stadt ist ein Auto vielleicht nicht unbedingt notwendig, aber auf dem Land. Wer mobil sein will kommt ohne kaum aus. Wer nur eine kleine Rente hat, für den wird ein Auto allerdings wegen hoher Spritpreise, Versicherungs- und Reparaturkosten fast schon zum Luxus – eine Zwickmühle. Wie lässt sich dieser Zwiespalt auflösen? Wie wäre es denn mit Selbermachen? Damit lässt sich Geld sparen.

Reparieren leicht gemacht

Der Luftfilter setzt sich zu, der Auspuff rostet, der Ölwechsel steht an und die Reifen sind abgefahren. Wer nur ein bisschen handwerkliches Geschick hat, kann das mit ein wenig Erfahrung und mit dem passenden Werkzeug leicht selbst reparieren und die defekten Teile gegen neue auswechseln. Das spart Geld.

Ölwechsel für kleines Geld

Eine der wichtigsten Wartungsarbeiten, die sich für kleines Geld auch problemlos selbst machen lassen, ist der Ölwechsel – fällig in der Regel alle 15 000 Kilometer oder einmal im Jahr. Dafür braucht es eigentlich nur eine Hebebühne oder eine Auffahrhilfe, so dass der Do-it-your-selfer den Ölfilter und die Ölablassschraube leichter entfernen und den Auffangbehälter für das Altöl platzieren kann. Vorher sollte noch der Deckel am Öleinfüllstutzen, durch den das neue Öl später eingefüllt wird, abgeschraubt werden. So fließt das alte Öl – am besten betriebswarm (Vorsicht vor Verbrennungen!) – besser ab. Nach dem Aufbocken des Fahrzeuges Ölablassschraube lösen und das Altöl in einem geeigneten Behälterauffangen. Nach dem Ablassen, die Schraube wieder fest verschließen, den neue Ölfilter einsetzen und schon kann das neue Öl eingefüllt werden. Das Altöl kann bei dem Händler, bei dem das neue Motoröl gekauft wurde, auch wieder zurückgegeben werden.

Luftfilterwechsel schnell erledigt

Ein weiteres Verschleißteil am Auto, das immer wieder in regelmäßigen Abständen gewechselt werden muss, ist der Luftfilter. Der sitzt im Luftfilterkasten und ist somit bei den meisten Autos gut zu erreichen. Für einen Luftfilterwechsel reicht meist handelsübliches Werkzeug. Das meist mit vielen Falten versehene, spezielle Filterpapier muss von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. Dabei sollte auch gleich der Luftfilterkasten mit gereinigt werden, denn darin setzt sich öfter mal Schmutz ab. Meist ist der je nach Modell zwischen 20 und 100 Euro teure Luftfilter in weniger als 20 Minuten auch von Laien zu wechseln. Der Autobesitzer spart sich das Geld für den Werkstattbesuch.

Auspuffwechsel kein Problem

Einfacher wird es beim Auspuffwechsel. Auch beim Wechsel vom Endschalldämpfer lässt sich bares Geld sparen. Das Fahrzeug muss nur rückwärts auf zwei Auffahrrampen gefahren werden, die Schelle zwischen dem Mittelschalldämpfer und dem Endschalldämpfer (Vorsicht – heiß!) wird gelöst und schon kann der alte Auspuff samt Aufhängungsgummis abgezogen werden. Dann neue Gummis am neuen Auspuff montieren, alles wieder einfädeln und die Halterungsschelle wieder fest anziehen.

Reifenwechsel als Standard-Spar-Modell

Wer richtig Geld sparen will oder muss, lagert seine Reifen am besten in der eigenen Garage – hängend oder auf einem sogenannten Reifenbaum, denn die Werkstatt verlangt natürlich Geld fürs Einlagern von Reifen. Mit ein bisschen Hilfe ist auch der Wechsel kein Problem. Dafür braucht es einen Wagenheber: Fahrzeug aufbocken, Radbolzen oder -muttern lösen, alte Reifen samt Felgen abbauen und Saisonreifen aufziehen. Wichtig ist, dass die Reifen ab und an zum Auswuchten gebracht werden.

Batteriewechsel – Job für Sparfüchse

Auch moderne Autobatterien halten nicht ewig – nach fünf bis sieben Jahren muss eine neue Starterbatterie her. Für einen Wechsel muss das Fahrzeug zunächst abgestellt werden und alle Verbraucher am Auto sollten abgeschaltet sein. Dann zuerst das schwarze Kabel am Minuspol entfernen, in einem zweiten Schritt das rote Kabel am Pluspol. Sind beide Kabel abmontiert, so kann die Halterung der Batterie an der Karosserie abgeschraubt werden und der alte Akku wird aus dem Auto herausgehoben. Nach dem Einsetzen und Festschrauben der neuen Autobatterie wird das rote Kabel am Pluspol zuerst befestigt, ehe dann das schwarze Kabel am Minuspol folgt.  Wer Korrosion an den Batterie-Polen verhindern will, reibt diese vorher noch mit säurefreiem Fett ein.

Auch Arbeiten wie der Glühbirnenwechsel oder der Wechsel der Wischerblätter müssen nicht in einer teuren Werkstatt erfolgen. Mit ein wenig handwerklichem Geschick, dem passenden Werkzeug und etwas Erfahrung schaffen das viele auch selbst.




Regierung will mit Rentenkonto Rentner linken

Und wieder einmal gaukelt uns die Regierung vor, die Höhe der Rente ließe sich auf Knopfdruck abrufen. Arbeits- und Finanzminister schmieden eine unselige Allianz, um die Rentner mit einem Rentenkonto noch besser überwachen und abzocken zu können. Also Vorsicht!

Dem Staat ist nur daran gelegen, den Bürger zu kontrollieren, um auch noch den letzten Cent aus ihm heraus zu kitzeln. Ein Online abrufbares Rentenkonto wäre doch die ideale Lösung. Genau daran arbeiten Arbeit- und Finanzminister laut „Bild“. Mit einem Klick, so das Blatt, soll jeder in Deutschland zukünftig erfahren können, wie viel Geld er im Alter zur Verfügung hat.

Das hat nichts mit Fürsorge zu tun, dahinter steckt die Absicht, den Bürger auszuhorchen. Denn, für den Staat ist es ein leichtes, sich Zugang zu diesem Renten-Check zu verschaffen.

Wer will ein Rentenkonto?

Wer will denn so was? Es gibt einige Befürworter für eine solche übergreifende Infoplattform, in der alles zusammengefasst sein könnte, was der einzelne Bürger wissen muss, um einschätzen zu können, was er im Alter an Versorgungsansprüchen zu erwarten hat. Da ist zum einen der Bankenverband, dann natürlich der Arbeits- und Finanzminister und die Deutsche Renten Information. Auch das Deutsche Institut für Altersvorsorge spricht sich dafür aus. Treibende Kraft ist die Deutsche Renten Information.

Vorsicht vor staatlicher Fürsorge

Klingt aufs Erste plausibel und löblich. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zitierte den jetzigen Wirtschaftsminister Peter Altmaier mit den Worten, dass „durch die Einführung eines digitalen Bürgerportals künftig sichergestellt werden soll, dass alle Verwaltungsdienstleistungen deutschlandweit elektronisch verfügbar sind“, so sein hehrer Ansatz. Gleichzeitig müsse ein solches Portal den Bürgern den Zugang zu einer unabhängigen Plattform bieten, die alle Ansprüche aus gesetzlicher Rente, Betriebsrente und privater Vorsorge sicher, einfach und übersichtlich zusammenfasst. Damit solle, so Altmaiers Argument, nachvollziehbar sein, „welche Anwartschaften der Bürger in den verschiedenen Säulen der Altersversicherung angespart hat“.

Wie gesagt, klingt fürsorglich. Cui bono – wem nützt ein solches Rentenkonto? Wirklich dem Bürger – oder nicht doch eher dem Staat. Dank eines solchen Rentenkontos kann der Staat dann viel besser abschätzen, wo er den Bürger noch schröpfen kann, denn dann liegen ja die ganzen Vermögensverhältnisse des Bürger offen – und für den Staat vergleichsweise bequem erreichbar.

Skepsis ist angebracht

Woher diese Skepsis? Dem Staat ist nicht zu trauen, das hat die Doppelverbeitragung von Direktversicherungen bewiesen. Der Staat beutet Betriebsrentner aus, für die Altersvorsorge wegen des Zugriffs von Staat und Krankenkasse zum Minus-Geschäft wird. Die Lebensversicherer werden vom Staat gezwungen, jeden Cent an die Krankenversicherung zu melden, den ein Bürger im Laufe seines Lebens über eine Direktversicherung angespart hat. Diese Information ist für Staat und Sozialversicherung Milliarden wert, denn der Besitzer einer Direktversicherung zahlt bei Rentenbeginn den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil plus Pflegeversicherungsbeitrag an seine Krankenversicherung – annähernd 20 Prozent zehn Jahre lang. Möglich gemacht hat diese Enteignung ein Gesetz aus dem Jahre 2004, initiiert von der damaligen rot-grünen Regierung mit Unterstützung der Union. Das Gesundheitsmodernisierungsgesetz wird rückwirkend auch auf Verträge angewandt, die lang vor Inkrafttreten des Gesetzes abgeschlossen worden waren.

Excel statt Rentenkonto

Aber zurück zum Rentenkonto. Dem deutschen Staat ist in punkto Altersvorsorge nicht zu trauen, das hat er bis lang mehrfach bewiesen. Initiative in punkto Rentenübersicht ist besser – und dafür gibt es ein einfaches Mittel: eine Excel-Tabelle. Jeder kann in diese Tabelle alle Daten selbst eintragen, Excel summiert die Zahlen auf. Wer diese Tabelle ständig aktualisiert, hat problemlos einen Überblick über seine Altersvorsorge. Ach ja, Excel. Das ist ein Tabellenkalkulationsprogramm von Microsoft – das zu lernen ist kein Zauberwerk. Viele Windows-Nutzer dürften vermutlich bereits Excel auf ihrem Rechner haben. Die Bundesregierung könnte ja jedem ein Exemplar schenken. Wie wäre es denn, wenn der Staat statt in ein Rentenkonto zu investieren, in Finanzwissen investieren würde, wie es ja schon seit langem von Wirtschaftlern gefordert wird? Bislang sind alle derartigen Vorstöße im Sande verlaufen – oder habe ich da etwas nicht mitbekommen?




Brauchen wir ein Job-Plattform für Rentner?

Was für eine Frage. Ja, wir brauchen eine Job-Plattform für Rentner. Einige Silver Ager wollen oder müssen arbeiten. Sie bringen Wissen mit, das Unternehmen brauchen. Umgekehrt suchen Silver Ager Bestätigung, auch in finanzieller Form. In Österreich tut sich etwas – und in Deutschland?

Bei Siemens werden Ältere systematisch aussortiert und gedrängt, einen Auflösungsvertrag zu unterschreiben. Siemens ist dabei nicht der einzige Konzern hierzulande, der versucht, die Silver Ager loszuwerden. Schade, offensichtlich hat der Konzern nicht begriffen, welchen Erfahrungsschatz er hat, den er nur heben müsste. Siemens ist indes nicht symptomatisch für den Umgang von Unternehmen mit ihren Beschäftigten. Andere Konzerne wissen sehr wohl, was sie an den Älteren haben. Über kurz oder lang werden Unternehmen das Potenzial der Älteren anzapfen müssen, um Arbeitsplätze zu besetzen.

Job-Plattform für Silver Ager

Allein dieses Beispiel zeigt, dass es gerade hierzulande ein Umdenken braucht, einen Paradigmenwechsel, wie das so schön heißt. Offensichtlich sind die Österreicher da schon weiter. In Wien hat sich eine Online-Plattform gebildet, die das Wissen und Können von Silver Agern für Unternehmen anzapfen wollen. „Grow Wiser“ ist Motto und Programm der Plattform WisR, die Silver Ager und Unternehmen zusammenbringen will.

Dabei geht es den Recruitern nicht nur um die Vermittlung von Silver Agern, sondern auch um Aufklärung, Beratung und Hintergründe. In ihrem Blog kläre sie über Zuverdienst und die Rahmenbedingungen auf, über Selbstständigkeit und liefern Tipps für den Lebenslauf.

Expansion nach Deutschland

Noch beschränkt sich die Plattform WisR auf Österreich, aber das soll sich laut Daniel Eberharter von WisR ändern. Bereits im April will das Unternehmen seine Radius auf den süddeutschen Raum erweitern.

Die Wiener haben begriffen, dass der „demographische Wandel die Gesellschaft grundlegend und damit auch den Arbeitsmarkt ändert“, so WisR-Gründerin Klaudia Bachinger.

Die Registrierung ist für Silver Ager übrigens kostenlos, für Unternehmen im Abosystem nutzbar.

Am 12. März haben es die Newcomern in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ bei Puls4 geschafft, die durchaus vergleichbar ist mit „Die Höhle der Löwen“ auf Vox. Ein Deal kam indes nicht zustande. Aber die Jungunternehmerinnen sind offensichtlich zuversichtlich, weitere Geldgeber für ihre Expansion nach Deutschland zu finden.

Die Wiener sind indes nicht die einzigen, die sich Gedanken machen über die Babyboomer und ihrem Wunsch, wenigstens zeitweise und in Teilzeit zu arbeiten. In Frankfurter gibt es das Online-Netzwerk für erfahrene Fach- und Führungskräfte MASTERhora. Die Frankfurter sind aber nicht explizit für Rentner da, sondern für die Generation 50plus.

Im österreichischen Bodensdorf hat sich der Verein Unruhestandaktiv gegründet, der die Generationensolidarität in Wirtschaft und Gesellschaft fördert, multikulturelle Generationentreffpunkte organisiert und Spiel-, Lern-, und Werkräumen sowie Kooperationen organisiert.

Foto: WisR




So können Rentner Steuern sparen

Durch die Rentenerhöhungen werden immer mehr Rentner steuerpflichtig. Wer 2018 mehr als 9000 Euro – der steuerliche Grundfreibetrag – Rente plus Zusatzverdienst bezieht, muss eine Steuererklärung abgeben und zahlt Steuern. Wie Rentner Steuern sparen können.

Übersteigt die Rente plus Zuverdienst durch Nebentätigkeiten 9000 Euro (Grundfreibetrag), sind auch Rentner dazu verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. In dieser Erklärung machen sie viele Angaben genauso wie steuerpflichtige Arbeitnehmer. Allerdings gibt es da einiges, was speziell auf Rentner gemünzt ist – und ihnen zugutekommt. Wer das weiß und nutzt, kann bei der Steuererklärung einiges sparen.

So lassen sich Steuern drücken

Die Lohnsteuerhilfe (Lohi) schätzt, dass durch die Rentenerhöhung 2019 rund 48 000 Rentner Steuern zahlen müssen, die bisher keine Steuern zahlen mussten. Ein Viertel aller Rentner, knapp fünf Millionen Senioren, müssen der Lohi zufolge 2019 ihre Steuererklärung abgeben, worüber sich der Finanzminister freut, der 410 Millionen Euro zusätzlich kassiert.

Jeder sollte seine Steuern drücken – wie geht das? Hans Daumoser, Vorstand der Lohi Bayern, stellt die sieben effektivsten Steuertipps für Rentner vor:

Sonderausgaben

„Zunächst dürfen laut Gesetz die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung als Sonderausgaben angesetzt werden“, so der Steuerexperte der Lohi. „Das sind immerhin schon rund elf Prozent der Rente.“ Auch Beiträge zur Haftpflicht-, Unfall- oder Zahnzusatzversicherung kommen in Frage, wenn die steuerliche Höchstgrenze noch nicht erreicht wurde. Nicht zu vergessen sind die sonstigen Sonderausgaben, wie ein Versorgungsausgleich, Unterhaltsleistungen, die Kirchensteuer, Parteibeiträge und Spenden. In den meisten Fällen wird der Pauschbetrag von 36 Euro (72 Euro bei gemeinsamer Veranlagung) überschritten.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Werden haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch genommen, so können die Kosten dafür zu 20 Prozent abgesetzt werden. Darunter fallen nicht nur die Kosten für eine Putzhilfe oder ambulante Pflege, sondern auch der Hausnotruf. Wer krankheitsbedingt in einem Pflegeheim wohnen muss, kann alle Dienstleistungen im Heim, auch für den Haarschnitt oder die Fußpflege, als haushaltsnahe Dienstleistung geltend machen. Mieter finden häufig auch Posten in der Nebenkostenabrechnung des Vermieters, die absetzbar sind. Ähnlich zu den haushaltsnahen Dienstleistungen lassen sich auch Handwerkerrechnungen in der Rente von der Steuer absetzen.

Außergewöhnliche Belastungen

Alle Ausgaben, die unter die außergewöhnlichen Belastungen fallen, sollten für die Steuererklärung addiert werden. Dies sind beispielsweise die Kosten für eine Brille, ein Hörgerät, den Zahnersatz oder den Rollator. Auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente auf Rezept, Zuzahlungen bei der Physiotherapie, Honorare für Heilpraktiker oder vom Arzt verordnete medizinische Behandlungen, die die Krankenkasse nicht übernommen hat, können in der Steuererklärung angegeben werden. Wissenschaftlich nicht anerkannte Behandlungen müssen zuvor vom Amtsarzt attestiert werden.

Fahrtkosten zum Arzt, zur Physiotherapie oder ins Krankenhaus können mit 30 Cent pro Kilometer berücksichtigt werden. Viele einzelne kleinere Rechnungen können hier am Ende ins Gewicht fallen. Und große Investitionen wie in einen Treppenlift, im Zuge eines alters- oder behindertengerechten Umbaus des Eigenheims, machen sich richtig bemerkbar. Es kommt zwar die zumutbare Belastung zum Tragen, bevor etwas abgesetzt werden kann, aber die ist bei kleineren Renten nicht wirklich hoch.

Behindertenpauschbetrag

Bei permanenten chronischen Leiden oder dauerhaften gesundheitlichen Einschränkungen sollte darüber nachgedacht werden, ob nicht ein Behinderungsgrad festgestellt werden kann. Wird ein Grad der Behinderung von 25 bis 100 bescheinigt, so kann nach dem Grad gestaffelt der Behinderten-Pauschbetrag zwischen 310 und 1420 Euro und erhöht bis 3700 Euro geltend gemacht werden.

Liegt der Behinderungsgrad bei 70 mit dem Merkmal „G“ oder bei 80, so kann zusätzlich eine Pauschale für Fahrtkosten in Höhe von 900 Euro als außergewöhnliche Belastung beansprucht werden. Bei den Merkmalen „aG“, „BI“ oder „H“ können für Privatfahrten von bis zu 15 000 Kilometer und sogar bis zu 4500 Euro abgesetzt werden, wenn die tatsächliche Fahrleistung nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden kann.

Werbungskosten

Jedem steuerpflichtigen Rentner wird vom Finanzamt automatisch eine Pauschale von 102 Euro angerechnet. Oft liegen aber höhere Werbungskosten, beispielsweise  aufgrund einer gebührenpflichtigen Renten- oder Steuerberatung, Mitgliedschaft bei einem Lohnsteuerhilfeverein, Kontoführungsgebühren, Gewerkschafts- oder Verbandsbeiträgen vor. Auch Rechtsberatungs- oder Prozesskosten, bei denen es um die Rente geht, sind anzuführen. Wird einem Nebenjob, der kein Minijob ist, nachgegangen, so kommen die Fahrtkosten, Arbeitsmittel und Fortbildungskosten dazu.

Günstigerprüfung für Kapitalerträge

„Liegt der persönliche Steuersatz in der Rente unter 25 Prozent und fallen aufgrund von lebenslangen Ersparnissen Kapitalerträge an, so sollte auf der Anlage KAP die „Günstigerprüfung“ angekreuzt werden“, rät Hans Daumoser. Denn dann wird die Differenz zwischen dem niedrigeren persönlichen Steuersatz und der abgeführten Abgeltungsteuer rückerstattet.

Wer Steuern zahlen muss, sollte seine Steuererklärung von sich aus fristgerecht abgeben und darauf achten, dass er möglichst viel absetzen kann. Damit das Finanzamt die Abzüge anerkennt, müssen aber das ganze Jahr über Belege gesammelt werden. Denn nur nachweisliche Ausgaben werden steuerlich berücksichtigt. Wer jedoch unter dem steuerfreien Existenzminimum lebt, kann sich von der Abgabepflicht zur Steuererklärung befreien lassen und ist damit ein für alle Mal den Papierkram los.

 

Quelle: obs/Lohnsteuerhilfe Bayern e.V./© lohi




Frauen sind im Alter arm dran – ärmer als Männer

Beim Ruhestandsgeld klafft weiter eine Lücke zwischen Frauen und Männern. Sie wird zwar langsam kleiner, weil mehr Frauen erwerbstätig sind und Erziehungszeiten besser anerkannt werden, aber so richtig befriedigen kann das nicht.

Wenn westdeutsche Frauen ihren Rentenbescheid anschauen, muss ihnen schlecht werden, denn da stehen im Schnitt kaum mehr als 600 Euro und ein paar Zerquetschte drauf. Westdeutsche Männer bekommen hingegen im Schnitt 1078 Euro und damit deutlich mehr. Die Lücke bei den Renten der Vertreter beider Geschlechter ist gewaltig. Ostdeutsche haben’s besser, vor allem ostdeutsche Frauen, denn sie bekommen im Schnitt wohlgemerkt 894 Euro, ostdeutsche Männer 1171 Euro.

In der ehemaligen DDR war das System der Kindergärten und Horte deutlich besser ausgebaut als in Westdeutschland, weswegen ostdeutsche Frauen durchgehend arbeiten konnte. Zudem war Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland bis zur Wende nahezu unbekannt. Das heißt, viele ostdeutsche Frauen können bis dahin eine durchgehende Erwerbsbiografie vorweisen.

Frauen bekommen 606 Euro, Männer 1087

Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung hat sich die Unterschiede bei den Ruhegeldern einmal vorgenommen und errechnete, dass Frauen 2014 durchschnittlich 618 Euro, Männer 1037 Euro gesetzliche Renten bekommen. Bei den Betriebsrenten sei die Differenz sogar noch eklatanter. So bekämen Männer 2011 im Schnitt mit 574 Euro fast dreimal so viel Geld wie Frauen. Für 2015 hat die Stiftung ein „Gender Pension Gap“ von 53 Prozent errechnet. Seitdem hat sich kaum etwas verändert, denn auch heute sind die Unterschiede immer noch eklatant.

Gesetzliche und private Rente addiert, sind es bei Frauen nur 43 Prozent der Altersbezüge wie bei Männern. Die Unterschiede haben sich der Studie zufolge seit Anfang der 90er-Jahre zwar angeglichen, aber so richtig befriedigen kann das niemand.

Wer hat schuld an dieser Diskrepanz?

Wer oder was trägt Schuld an dieser Diskrepanz: Die mangelnde Vereinbarkeit von Kindererziehung und Arbeit. Mal ehrlich, meist bleibt die Kindererziehung doch bei den Frauen hängen – und damit sind sie später im Rentenalter die Gekniffenen. Denn ihnen fehlen Beitragszeiten, obwohl sie etwas für die Rentenversicherungen getan haben, nämlich das Heranziehen künftiger Beitragszahler.

Knapp zusammengefasst heißt das:

  • Lücken in der Erwerbsbiografie: Frauen waren häufig nicht durchgängig berufstätig
  • oft nur Teilzeit: Frauen arbeiten häufig nur Teilzeit
  • Niedriglohn: Frauen tendieren zu Berufen (sozialer Bereich, Dienstleistung), in denen sie weniger verdienen
  • Öfter mal Pausen: Kinder zu betreuen, verlangt Präsenz und das lsst sich nur schwer mit dem Job vereinbaren
  • Minijobs: häufig nutzen Frauen Minijobs ohne Rentenversicherung

Frauen weltweit schlechter versorgt

Übrigens, die „geschlechtsbezogene Ungleichheit in der Alterssicherung ist keine deutsche Besonderheit, wenngleich die Situation in Deutschland im europäischen Vergleich besonders ungünstig ist“, so das Institut der Hans-Böckler-Stiftung.

Am 8. März 2019 ist Frauentag – und in Berlin sogar ein Feiertag, den es einst auch in der DDR gab. Die Berliner haben den Frauentag vor allem eingeführt, weil sie sonst so wenige Feiertage haben. Bayern beispielsweise hat 13 Feiertag, die Augsburger sogar noch einen mehr. Wer in erfunden hat, darüber streiten sich Deutsche und Amerikaner. Denn bereits 1909 haben gab es einen Frauentag in den USA. 1910 schlug die deutsche Sozialistin Clara Zetkin auf der Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines entsprechenden Gedenktags vor.

Am 18. März 2019 gibt es dann den Equal Pay Day. Der Equal Pay Day (EPD) ist so etwas Ähnliches wie der Steuerzahlergedenktag, denn bis dahin arbeiten Frauen umsonst (im Vergleich zu Männer, die mehr verdienen). 2018 war der Equal Pay Day übrigens am 19. März, das heißt, es hat sich in punkto Gender Pay Gap kam etwas verändert.




Die Top-Rentner-Ziele 2019

Wo am besten die Rente verbringen? International Living liefert die Antwort und stellt jedes Jahr die beliebtesten Top-Rentner-Ziele vor. Das Best-Ager-Portal ist US-lastig, deswegen sind amerikanische Länder übergewichtet – mit Ausnahme Spanien und Portugal.

Der Annual Global Retirement Index von International Living ist fast schon legendär. Seit 30 Jahren kämen sie alle Winkel dieser Welt ab und analysieren, wo es sich als Rentner am besten lebt. Dabei geht es nicht nur um die Lebenshaltungskosten, sondern auch um Sicherheit, Visa-Bestimmungen, Lebensweise, Gesundheitswesen, Willkommenskultur und den Glücksfaktor.

Panama Nummer 1 für Amis

Zu den International-Living-Favoriten gehören verständlicherweise Mexiko und Costa Rica. Sie sind für US-Amerikaner leicht zu erreichen, die Bürokratie hält sich in Grenzen und es gibt schon viele amerikanische Rentner-Gemeinde in beiden Ländern. Neu auf der Liste ist Thailand.

Für deutsche Rentner liegen Costa Rica, Ecuador, Mexiko und die Nummer 1 Panama vermutlich nicht ganz so günstig, allein schon in punkto Entfernung. Für deutsche Ruheständler bietet sich eher Polen, Tschechien, Ungarn, die Türkei und Bulgarien an. Laut „Welt“ sind das zurzeit die attraktivsten Länder für deutsche Rentner.

Top-Rentner-Ziele 2019

Aber zurück zum Ranking von International Living – hier die Top-Ten-Rentner-Ziele:

  1. Panama
  2. Costa Rica
  3. Mexiko
  4. Ecuador
  5. Malaysia
  6. Kolumbien
  7. Portugal
  8. Peru
  9. Thailand
  10. Spanien

Noch ein paar Worte zu den europäischen Zielen:

Portugal

Nach Meinung von International Living hat Portugal ein rentner-freundliches Klima, eine aufgeschlossene Bevölkerung und eine entschleunigte Lebensweise. Viele Portugiesen, gerade in den urbanen Regionen, sprechen Englisch, wer sich jedoch nicht unbedingt in Touristenzentren niederlassen will, sollte Portugiesisch lernen. Die Lebenshaltungskosten sind niedriger als in Deutschland.

Spanien

Sandstrände, mediterrane Gelassenheit und Sonne rund ums Jahr ziehen Touristen und Rentner an. Große deutschsprachige Exklaven erleichtern die Eingewöhnung. Spanien hat den Euro, das Gesundheitswesen ist dem Deutschlands vergleichbar, die Lebenshaltungskosten sind aber niedriger als hierzulande. Vieles spricht also für Spanien als Rentnerparadies.

 

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Was Bestager auf der Inviva erwartet

Mitten drin, statt nur dabei – um einen alten Slogan des DSF zu bemühen. Darum geht es bei der Inviva, der Erlebnismesse für Bestager in Nürnberg vom 27. Februar bis 3. März. Nicht von ungefähr findet parallel dazu die „Freizeit, Touristik & Garten“ sowie die Whiskey-Messe „The Village“ (nur 2. und 3. März) statt.

Auf der Inviva reicht die Themenspanne vom der Ehrenamtsbörse bis zur Senioren-Union. Letztlich geht es um Angebote und Informationen für ein langes, gesundes und selbstbestimmtes Leben. Partner der inviva sind unter anderen das Seniorenamt der Stadt Nürnberg, das Klinikum Nürnberg, der
Sozialverband VdK sowie das Franken Fernsehen – mit den Themenwelten „Gesundheit erhalten“, „Selbst bestimmen“ und „Zeit gestalten“.

Bestager-Messe Inviva in Nürnberg

Unter den Anbietern sind neben Kliniken, soziale Einrichtungen, Verbände, und Vereinen auch Initiativen und Dienstleistungsunternehmen, Dabei geht es um medizinische Vorsorge, alternative Heilmethoden, Rehabilitation und Betreuung aber auch um Fitness und Bewegung. Das Gesundheits-Forum stellt verschiedene
Gesundheitsthemen vor und gibt den Besuchern die Möglichkeit, sich zu informieren und Experten um Rat zu fragen.

Wo möchte ich wohnen und wie möchte ich leben? Diese Fragen spielen im Alter eine immer größere Rolle. Deswegen stellt die Inviva verschiedene Wohnkonzepte vor und präsentiert Möglichkeiten, die eigenen vier Wände barrierefrei zu gestalten.

Börse für Ehrenämter

Natürlich spielt das Thema Freizeitgestaltung eine wichtige Rolle. Wer sich ehrenamtlich betätigen will – auf der Inviva findet er sich etwas. Die Stadt Nürnberg bietet auf ihre Portal buergernetz-nuernberg.de eine Ehrenamtsbörse. Vertreten sind natürlich auch der VdK und andere Vereine. Gleich am Angang zur Halle 12 zieht ein Franken-Stand die Besucher an. Die Region hat einiges zu bieten. Auf der Erlebnisbühne animieren Kursleiter Besucher, einfach mal das Tanzbein zu schwingen oder sich Judo zeigen zu lassen. Die Inviva bietet ferner einen Tai Chi Workshop an. Klar spielt das Thema Wellness eine große Rolle auf der Inviva.

Rente ist zentrales Thema

Das Seniorenamt der Stadt Nürnberg stellt am 1. und 2. März die Themen „Rente, Freiheit und Digitales“ in den Mittelpunkt. So diskutiert zum Beispiel Ulrike Mascher, die Vorsitzende vom VdK Bayern, mit weiteren Experten die Frage „Rente: Welches Konzept hat Zukunft?“. Darüber hinaus geht es um Themen, wie „gesünder leben mit Apps“- und der Journalist Dieter Bednarz stellt sein Buch „Zu jung für alt vor, in dem er die Frage aufwirft, was tun, wenn das Arbeitsleben endet, man sich aber viel zu jung fühlt, um zum alten Eisen zu gehören?

Von Halle 12 sind es nur ein paar Schritte zu den Hallen der Freizeit, Touristik & Garten“. Dort warten Aussteller aus den Branchen Reisen, Garten und Outdoor.  Und am Wochenende (2. und 3. März) läuft die Whisk(e)y-Messe „The Village“ ebenfalls parallel zur Freizeit Messe.

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bin selbst gespannt, ob ich das in letzter Konsequenz durchhalte.  Also, bleibt neugierig – wo immer ihr auch mitlest und haltet Ausschau nach #28daysofblogging .

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Zum 1. März wird die Mütterrente ausbezahlt

Die SPD hat das Rentenpaket mit heißer Nadel gestrickt, dabei vergaß sie, dass die Rentenkasse etwas Zeit braucht, sich drauf einzustellen. Die Mütterrente II wird für Bestandsrentnerinnen erst jetzt zum 1. März rückwirkend ausgezahlt, aber auch nicht für alle auf einmal, sondern sukzessiv, das heißt, das kann sich bis Sommer hinziehen.

Die Mütterrente ist mehrmals geändert worden: Seit 2014 gab es für die vor 1992 geborenen Kinder erst einmal ein zweites Erziehungsjahr, seit Januar 2019 bekommen die annähernd zehn Millionen Mütter und Väter einen weiteren Zuschlag in Höhe eines halben Entgeltpunktes. Ursprünglich wollte die CSU jedem Kind drei Rentenpunkten zugestehen, es sind dann aber doch nur zweieinhalb geworden für die vor 1992 geborenen Kinder. Zur Erinnerung: Dagegen war vor allem die vermeintlich ach so gerechtigkeitsliebende SPD.

Wie viel bekommen Mütter mehr?

Dank der Rentenreform bekommen Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, einen halben Rentenpunkt mehr erhalten. Das heißt, sie bekommen seit 1. Januar 2019 insgesamt zweieinhalb (2,5) Rentenpunkte pro Kind. Weil sich die Regierung so spät und nach viel Hickhack erst darauf geeinigt hatte, konnte das Geld nicht schon ab Januar für Rentnerinnen mit vor 1992 geborenen Kinder ausbezahlt werden. Neu-Rentnerinnen mit vor 1992 geborenen Kindern allerdings bekommen die erhöhte Mütterrente bereits seit Anfang 2019.

Pro Kind und Monat gibt es im Osten 15,35 Euro, im Westen 16,02 Euro mehr. Das bedeutet, dass West-Rentnerinnen zum 1. März rückwirkend für Januar und Februar 32,04 Euro ausbezahlt bekommen, Ost-Rentnerinnen 30,70 Euro. Insgesamt erhalten betroffene Rentnerinnen im Westen 192,24 Euro mehr, im Osten 184,20 Euro.

Verzögerung bei Mütterrente II

Die Verzögerung gab’s nur für Bestandsrentnerinnen, für alle Mütter (und Väter), die ab Januar 2019 in Rente gehen, ist alles paletti. Sie profitieren sofort von der Mütterrente II. Die Bestandsrentnerinnen müsse jedoch gedulden. Wie die „Deutsche Handwerks Zeitung“ schreibt, wird „die Reform im Laufe der ersten Jahreshälfte 2019 umgesetzt werden – hier gibt es Nachzahlungen rückwirkend ab Januar 2019.“ Genau diese zeitversetzte und rückwirkende Auszahlung beginne nun im März 2019. So werde die Mütterrente II ab März sukzessive auch an die Bezugsberechtigten ausgezahlt, die bereits im Ruhestand sind. Bis alle umgestellt sind, könne es nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung allerdings bis zum Sommer dauern.

Abgaben auf die Mütterrente

Rentnerinnen sollten sich aber nicht zu früh freuen, denn auf die Mütterrente fallen noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie gegebenenfalls Steuern an. Ferner wird die höhere Mütterrente auf die Grundsicherung angerechnet. Der Sozialverband VdK fordert einen Freibetrag für Leistungen der gesetzlichen Rente auf die Grundsicherung.

Antrag, um Mütterrente zu bekommen?

Rentnerinnen müssen die höhere Mütterrente nicht beantragen. Das gilt sowohl für Bestandsrentnerinnen wie Neurentnerinnen.

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Ein Messebesuch ist wie ein Urlaubstag

Ein Messebesuch ist wie ein Urlaubstag – das gilt gerade für die Freizeitmesse free in München. Gerade im Februar wächst der Wunsch nach Sonne, Urlaub, Meer, Rad und Reisen. Was liegt also näher, sich auf einer Messe inspirieren zu lassen.

„Mit Holland America Line die Welt entdecken“ – warum nicht? In Halle A6 der Freizeitmesse free in München drängen sich die Stände von Aida, MSC Cruise, Princess Cruises und Arosa. Wer jemals vorhatte, eine Kreuzfahrt zu machen – hier fände er reichlich Inspiration. Mittlerweile kreuzen die Luxusdampfer in norwegischen Fjorden und in der Karibik, gleiten durch den Panamakanal und überqueren den Ozean. Princess Cruise allein steuert 380 Destinationen an. Wer da nicht ins Schwärmen kommt. Mit Arosa entdecken unternehmungslustige Senioren Seine, Donau und den Rhein.

Messebesuch als Urlaubstag

Wie wäre es mit einer Pizza auf dem Italien-Stand oder einem Schoppen bei den Österreichern? Niemand muss hungrig nach Hause gehen. Dazwischen aber braucht’s ein bisschen Bewegung auf dem Paddel-See oder dem großen Fahrrad-Parcours.

Unsere Welt ist abgezirkelt, da ist es durchaus verständlich, wenn wir ab und an zu kleinen Fluchten ausbrechen. So eine Messe ist eine davon. Die Industrie hat reagiert darauf und bietet uns alles von der Luxus-Flusskreuzfahrt bis zum Outdoor-Abenteuer. Warum auch nicht!

„Chacun à son goût“, sagen die Franzosen. Jedem nach seinem Geschmack, heißt das auf Deutsch. Wir können es uns glücklicherweise aussuchen, wie wir unsere Freizeit genießen – die Möglichkeiten sind breit gefächert. Was für eine Chance.

Endlich können wir azyklisch verreisen

Wir Best Ager haben den großen Vorteil, uns aussuchen zu können, wann wir verreisen. Wir müssen uns nicht länger an Schulferien orientieren und auch keinen Chef mehr wegen des Urlaubs fragen. Also, nutzen wir die Zeit. Wer azyklisch verreist, hat mehr vom Leben – und von seinem Geld, denn außerhalb der Schulferien sind viele Destinationen deutlich billiger.

Wer auf der free unvoreingenommen durch die Hallen schlendert, landet irgendwann in Halle C5, in der es vor allem um Rad geht. Wer glaubte, die Entwicklung des Fahrrad sei abgeschlossen, der sollte seine Meinung ganz schnell revidieren. Es gibt „Generation-Trikes“, die „Gekko-Klasse“, E-Scooter, E-Bikes, Tandems mit einem Liegerad und Lasträder. Einfach phantastisch! Wer immer noch Auto fährt, ist selbst schuld. Auf dem Fahrrad-Parcours kann jeder selbst ausprobieren, wie sich so etwas fährt. Halle C5 bietet zwei Teststrecken mit einer neuen Zwei-Meter-Rampe, wo täglich auch zwei Trial-Bike-Meister ihr Können zeigen. Ja, und wer Lust bekommen hat, organisiert auf der free gleich seine nächste Tour – wie wäre es mal mit München-Prag oder entlang der Altmühl oder mit der Romantischen Straße oder über die Alpen oder mit Inselhüpfen? Mit dem Rad ist vieles möglich.

Fußmassage und Tiefenwärme

Und wer jetzt von dieser Vielfalt erschöpft ist, pilgert in Halle A5 zum Wellnessen. Er kann sich ja dort mal die Füße massieren lassen oder sich einen Vortrag über Aloe Vera anhören oder sich in die Tiefenwärmekabine setzen.

Zum Abschluss gibt’s noch eine Bierverkostung mit fränkischer Hopfenkaltschale. Wer dann immer noch nicht entspannt ist, dem ist nicht zu helfen.

Partnerland ist 2019 übrigens Tschechien – für viele noch Terra Incognita, obwohl es so nah liegt. Die meisten kennen nur Prag, dabei bietet Südböhmen einiges an Kultur und Lebensart.

Die Free geht noch bis zum 24. Februar um 18 Uhr.

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