Betriebsrentner und Grundrentner werden gegeneinander ausgespielt

Union und SPD schielen auf die Europa-Wahl und wollen Wähler mit Wohltaten ködern. Da ihnen die breiten Masse der Geringverdiener, sprich potentielle Grundrentner, wichtiger ist, wird die Entlastung von Betriebsrentner ad acta gelegt.

Es war bei „Bild“ nur eine kleine Meldung auf Seite zwei in der Mittwochsausgabe (13. Februar 2019), die aber Millionen von Betriebsrentnern betrifft, darunter auch viele mit einer Direktversicherung. „Bild“ schreibt, Merkel lehne die Entlastung von Betriebsrentnern ab. „Rund sechs Millionen Betriebsrentner müssen wohl auch in Zukunft den doppelten Krankenkassenbeitrag auf ihre Altersvorsorge zahlen“, so „Bild“. Nach Finanzminister Olaf Scholz (SPD) habe jetzt auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dem Plan ihres Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) eine Absage erteilt. Merkel kategorisch: „Das geht nicht“. Weil die Abschaffung angeblich mit rund drei Milliarden Euro pro Jahr zu teuer sei.

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Merkel will ihrem Gesundheitsminister Spahn eines auswischen

In der gleichen Ausgabe, auf der gleichen Seite titelt das Blatt „So heimlich einigt sich die GroKo auf die Grundrente“. Über die Abschaffung des doppelten Beitrags wird schon jahrelang diskutiert, der Direktversicherungsgeschädigte e.V. (DVG) kämpft zäh gegen die Doppelverbeitragung. Zurzeit liegt eine Gesetzesinitiative der bayerischen Staatsregierung im Bundesrat, die Mittelstandsvereinigung der CDU hat auf dem CDU-Parteitag erfolgreich für die Abschaffung dieses Unrechts gekämpft – und jetzt soll es bei der Grundrente ganz schnell gehen. Spätestens bis Anfang Mai, so die „Bild“, werde es einen Gesetzesentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil geben. Wenn es nach der Union geht, soll dieser Entwurf noch vor der Sommerpause ins Kabinett.

Grundrentner gegen Betriebsrentner ausgespielt

Was da läuft, ist doch ganz klar. Für die Betriebsrentner ist angeblich nicht genug Geld da, aber für das Projekt Grundrente. Mit der Grundrente lässt sich bei Wählern auch besser punkten – und da will keiner hintan stehen. „Bild“ zitiert Mike Mohring, den CDU-Chef von Thüringen und Fraktionsvorsitzenden im Erfurter Landtag: „Die Grundrente kann und muss dieses Jahr beschlossen werden“. Klar, Mohring will Thüringens Ministerpräsident werden und Bode Ramelow, der der Linken angehört, am 27. Oktober 2019 beerben, dann ist nämlich Landtagswahl in Thüringen.

Wieder werden Wähler geködert

Union und SPD haben das Thema Grundrente gekapert, um Wähler zu ködern. Die Wohltaten gehen aber dieses Mal zu Lasten der Betriebsrentner, denn für ihre Entlastung von doppelten Krankenkassenbeiträgen ist plötzlich kein Geld mehr da, das wird ja für die Grundrente gebraucht. Dabei ist die Betriebsrente in der jetzigen Konstellation ein Minus-Geschäft, an dem Versicherer und Krankenkassen verdienen, aber nicht der Betriebsrentner.

Mittelstandsvereinigung für Betriebsrentner

Es gibt in der Union freilich auch eine andere Fraktion, angeführt von Mittelstandschef Carsten Linnemann, die sich für die Entlastung der Betriebsrentner engagiert. Merkel will Linnemann aber kleinhalten, wie ihr jüngstes Machtwort wieder verdeutlicht.

Möglichst viele sollten begreifen, dass wir Bürger wieder einmal von Merkel verschaukelt werden. Sie macht sich – wieder einmal – Themen der SPD zu eigen, um den Machterhalt der Union zu sichern. Ihr läuft die Zeit davon, denn die Europa-Wahl und vier Landtagswahlen stehen vor der Tür: am 26. Mai in Bremen, am 1. September in Brandenburg, am gleichen Tag in Sachsen und am 27. Oktober in Thüringen.

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bin selbst gespannt, ob ich das in letzter Konsequenz durchhalte.  Also, bleibt neugierig – wo immer ihr auch mitlest und haltet Ausschau nach #28daysofblogging .

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Deutschland bei Altersvorsorge international abgeschlagen

Deutschland hat seine Altersvorsorge in den vergangen 15 Jahren systematisch in die Grütze gefahren. Mittlerweile sind wir im internationalen Vergleich nur noch auf Platz 13 und deutlich abgeschlagen.

Die Niederländer machen’s besser, die Dänen, die Finnen, die Australier, die Schweden, die Norweger, Singapur, Chile, Neuseeland, die Kanadier, die Schweizer und die Iren: die Rente. Das deutsche Rentensystem ist nur Mittelklasse. Das brachte jetzt eine Studie des Beratungsunternehmens Mercer ans Licht. Deutschland liegt 2017 nur auf Platz 13 von 30 analysierten Ländern und hat sogar gegenüber 2016 noch einen Platz verloren. Das Beratungsunternehmen Mercer untersucht die Altersvorsorgesysteme von Länder weltweit. Kriterien sind dabei Nachhaltigkeit, Angemessenheit und Integrität. Die Skala reicht von 0 bis 100, wobei 100 überragend bedeutet.

Deutschland deutlich abgeschlagen

Mercer hat die Altersvorsorge untersucht und dabei die staatliche und die betriebliche Rente berücksichtigt sowie private Altersvorsorge. Die Dänen landen dabei schon zum sechsten Mal in Folge auf dem ersten Rang mit einer Punktzahl von 78,9 (von 100), knapp gefolgt von den Niederländern. Deutschland ist mit 66,8 Punkten weit abgeschlagen.

„Auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich einen Rang zurückfällt, zeigt die Studie deutlich, dass unser Rentensystem mit einem ‚gesunden Mix‘ aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge auf einem guten Weg ist“, meint Dr. Udo Müller, Rentenexperte bei Mercer. Das bezieht sich freilich auf 2017, denn 2018 und 2018 unternimmt die Regierung alles, um Betriebsrentner weiter abzuzocken. Das Betriebsrentenstärkungsgesetz wurde nicht genutzt, um die Betriebsrenten zu stärken, denn der Webfehler des doppelten Krankenkassenbeitrags ist immer noch nicht behoben.

Betriebsrentner werden abgezockt

Mercer meint sogar, das Betriebsrentenstärkungsgesetz, das im August 2017 erlassen wurde und ab 2018 in Kraft trat, würde die Situation verbessern – eher nicht. Das Beratungsunternehmen meint, dass die folgende Maßnahmen zu weiteren Verbesserungen des Altersvorsorgesystems beitragen:

  • Anhebung der Mindestrenten für Niedriglohn-Rentner
  • Weitere Erhöhung der Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer
  • Verbesserung der Kommunikation an die Leistungsempfänger
  • Erhöhung der Teilnahmequoten in der betrieblichen Altersversorgung.

Die Berater sehen das leider zu optimistisch. Ob die Grundrente von Hubertus Heil kommt, ist ungewiss, die Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer wird sich wegen der Rente mit 63 nicht erhöhen, von einer Verbesserung der Kommunikation an die Leistungsempfänger ist nichts zu bemerken und eine Erhöhung der Teilnehmerquote in der betrieblichen Altersvorsorge wird es auch nicht geben, denn die Doppelverbeitragung von Betriebsrenten hat Angela Merkel gerade abgelehnt („Merkel lehnt Entlastung von Betriebsrentner ab“, so „Bild“).

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Merkel gegen Spahn – die Betriebsrentner sind die Dummen

Vor allem das Thema Nachhaltigkeit war Mercer wichtig. „Weltweit haben eine steigende Lebenserwartung und niedrige Investmenterträge ebenso signifikante wie längerfristige Auswirkungen auf die Fähigkeit vieler Systeme, angemessene Rentenleistungen bereitzustellen – jetzt und in Zukunft“, so das Beratungsunternehmen.  Japan, Österreich, Italien und Frankreich seien Beispiele für Volkswirtschaften, in denen die Rentensysteme nicht auf einem nachhaltigen Modell basieren, das aktuelle und zukünftige Generationen tragen könne.

Was macht Dänemark besser?

Dänemark erreichte bei der Nachhaltigkeit mit 79,8 Punkten den besten Wert von allen Ländern, Deutschland kam nur auf 40,9 Punkte. Auch bei der Integrität war Dänemark mit 81,3 Punkten deutlich bessere als Deutschland mit nur 74,0 Punkten. Integrität heißt,  Vertrauenswürdigkeit und Beständigkeit bei der Privatvorsorge. Der deutsche Staat führt leider Gesetze rückwirkend ein und greift in das Eigentum seiner Bürger ein – Verlässlichkeit sieht anders aus. Integrität schließt auch staatliche Aufsicht, Risikosteuerung und die Kommunikation ein. Damit ist es in Deutschland nicht besonders gut bestellt.

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie über Rentensysteme im Ausland:

Blüm Was wir von Österreich lernen können Insgesamt zeigt Österreich, dass es auch anders geht – zum Nutzen der Rentner.

 

Die Rente in der Schweiz ruht auf drei SäulenWas wir von der Schweiz lernen können Die Schweizer sind bei der Altersvorsorge ein Vorbild, von dem deutsche Rentenpolitiker 

 

schweden Schweden Anders als die Deutschen setzen auch die Schweden auf den Kapitalmarkt für die Altersvorsorge – und fahren deutlich besser       als wir Deutsche.

 

norwegen Norwegen Die norwegische Staatsbank (Norges Bank) hat das Geld in Aktien und Immobilien weltweit in einem Pensionsfonds angelegt. Mittlerweile hat dieser Fonds ein Volumen von weit mehr als 8,23 Billionen norwegischer Kronen oder umgerechnet 825 Milliarden Euro.

 

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 Niederlande Anders als die Deutschen setzen auch die Niederländer, wie die Schweden und Norwegern auf den Kapitalmarkt für die
Altersvorsorge. Die Niederländer brauchen deswegen vor Altersarmut auch keine Angst haben. Was wir von den Niederlanden lernen 

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Betriebsrenten sind ein Minus-Geschäft

Das „größte Versorgungswerk“ (O-Ton IG Metall) Deutschlands lässt seine Betriebsrentner im Regen stehen und sagt nur im Kleingedruckten, was sie zu Beginn der Rente erwartet: staatliche Abzocke. Staat und Krankenkassen schöpfen die gesamte Rendite ab, so dass aus Betriebsrenten ein Minus-Geschäft wird. Die Metallrente dürfte keine Ausnahme darstellen.

Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz, das Anfang 2018 in Kraft trat, hätte eigentlich alles besser werden können. Die große Koalition hat aber einen entscheidenden Webfehler bei Betriebsrenten nicht behoben: den doppelten Krankenkassenbeitrag, der bei Rentenbeginn von den Betriebsrenten abgezweigt wird. Immerhin geht es da um weit mehr als 18 Prozent, die von den Betriebsrentner zehn Jahre lang an die Krankenkassen gezahlt werden müssen.

Betriebsrenten sind beitragspflichtig

Wer als Metaller beispielsweise bei der Techniker Krankenkasse (TK) versichert ist und eine Metallrente abgeschlossen hat, muss von 100 000 Euro Betriebsrente  (als einmalige Auszahlung) 18,35 Prozent (7,3 % Arbeitnehmer-, 7,3% Arbeitgeberanteil, 0,7% Zusatzbeitrag, 3,05% Pflegebeitrag) an die TK zahlen – und das über zehn Jahre lang, also 120 Monate. Von den 100 000 Euro bleiben einem Metaller somit nur noch 81 650 Euro übrig. Dafür zahlt der Metaller in der Rente jeden Monat 152,92 Euro an die TK. Die Rechnung ist ganz einfach:

100 000 Euro ./. 120 (Monate) = 833,33 Euro (fiktive Betriebsrente),
-18 350 Euro  (18,35 % = 152,92 Euro)
—————————————————
81 650 Euro nach Abzug von Krankenversicherung
152,92 Euro monatlich

Der Metaller zahlt also den Betrag für ein Mittelklasseauto im Laufe seiner Rente an die TK. Dass von Rendite bei einem derartigen Modell nichts mehr übrigbleibt, verschweigt die IG Metall bei ihrer Metallrente geflissentlich. Würde sie das in die Werbung erwähnen, könnte sie ihre Metallrente gleich vergessen. Allein schon deswegen müsste sie sich der Initiative des Direktversicherungsgeschädigten e.V. anschließen und alles daran setzen, diese Abzocke zu beseitigen. Bislang ist aber von der IG Metall wenig zu hören, verständlich will sie doch ihre Metallrente verkaufen, trotz Webfehler.

Die Metallrente wurde übrigens 2001 gemeinsam von Gesamtmetall und IG Metall in die Welt aus der Taufe gehoben. Seitdem werden Betriebsräte regelmäßig angehalten, Werbung für die betriebliche Altersversorgung zu machen und dabei auf die Metallrente zu verweisen.

Erst das Kleingedruckte lesen

Lediglich im Kleingedruckten, sprich bei den FAQs (ganz nach unten scrollen), geht die IG Metall auf den Doppelbeitrag in die Krankenversicherung ein – und schreibt „Wenn Sie Ihre Beiträge für die Betriebsrente steuer- und sozialversicherungsfrei aus Ihrem Bruttoeinkommen bezahlt haben, müssen Sie als gesetzlich Krankenversicherter Beiträge in voller Höhe leisten; dies gilt aber nur, wenn Ihre Betriebsrentenansprüche monatlich die Geringfügigkeitsgrenze übersteigen (2019: 152,52 Euro monatlich); das gilt auch, wenn Sie sich für eine Kapitalauszahlung entschieden haben“. Das heißt, nur wer weniger als 18 302,40 Euro Rente im Laufe seines Lebens angespart hat, entgeht dem Zugriff der Krankenversicherung. Was dabei aber nicht vergessen werden darf, zu den Versicherungsbezügen werden auch andere Einkünfte wie aus freiberuflicher Tätigkeit hinzugezählt. Wer sich also in der Rente noch nebenbei etwas hinzuverdient, kommt locker über die 152,52 Euro und zahlt auch dann. Der Gesetzgeber hat sich große Mühe gegeben, möglichst viele zu schröpfen.

Weniger gesetzliche Rente

Damit nicht genug, die Metallrente mindert natürlich auch die gesetzliche Rente, weil ja „Teile des Gehalts für den Aufbau einer Betriebsrente verwenden werden, ohne dass dafür Sozialabgaben gezahlt werden“, so steht’s in den FAQs drin. Das gilt natürlich auch für Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld sowie den Anspruch auf Krankengeld.

Ach ja, noch was – eine Betriebsrente wird natürlich teilweise auf die staatliche Grundsicherung im Alter angerechnet. Das heißt, wer im Alter zu wenig gesetzliche Rente hat und auf Grundsicherung angewiesen sein sollte, muss sich seine Metallrente anrechnen lassen. Der Grundfreibetrag liegt bei 100 Euro monatlich, darüber hinaus bleiben 30 Prozent der monatlichen Betriebsrentenzahlung anrechnungsfrei bis zu einem maximalen Gesamtfreibetrag von rund 200 Euro pro Monat (2019: 212 Euro). Wer also 100 000 Euro ausbezahlt bekommt, ist ebenfalls der Dumme. Neben dem doppelten Krankenkassenbeitrag muss der Metallrentner ja auch noch Steuern zahlen. Die IG Metall wiegelt ab, der individuelle Steuersatz als Rentner sei wahrscheinlich geringer als im aktiven Erwerbsleben. Also, von der Metallrente gehen Steuern und doppelte Krankenkassenbeiträge weg, ferner reduziert sich die gesetzliche Rente.

Merkel zementiert Abzocke

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Merkel will Gesundheitsminister Jens Spahn eins auswischen

 

Was bringt der Metallrente-Fonds?

So weit, so schlecht – aber wie sieht es mit der Renditen der Metallrente vor Abzug der ganzen Beiträge und Steuern aus. Wie gut wirtschaftet die Allianz, die im Auftrag der IG Metall die Gelder der Metaller anlegt? Es lohnt sich, die Fact Sheets genau zu lesen. Im Dezember 2018 hat die Metallrente „Dynamik“  ein Minus von 5,2 Prozent gemacht, bezogen auf des ganze vergangenen Jahr waren es minus 6,1 Prozent, bezogen auf drei Jahre plus 3,3 Prozent per anno, seit Auflage des Fonds am 28. Februar 2003 weist der Fonds eine jährliche Rendite von 5,2 Prozent aus. Da sind die Kosten von 0,94 Prozent bereits abgezogen. Bei den anderen Formen sieht es leider nicht ganz so gut aus mit der Rendite. Die „Balance“-Variante bringt es auf eine Rendite seit Auflage von 3,8 Prozent und die „Sicherheit“-Variante auf 3,1 Prozent. Damit schlägt Allianz zumindest die Inflation, die im Schnitt bei zwei Prozent liegt.

Klingt per se nicht schlecht, wer allerdings den Metallrente-Fonds mit dem Flossbach von Storch Multiple Opportunities vergleicht, muss zwangsläufig ins Grübeln kommen. Der Flossbach von Storch ist binnen zehn Jahren um 175 Prozent gestiegen, der Metallrente-Fonds „nur“ um 125 Prozent, dabei weist der Flossbach von Storch wesentlich kleinere Kursschwankungen aus als der Metallrente-Fonds.

Metallrente-Fonds versus Flossbach von Storch

Metallrente

Der Metallrente-Fonds schneidet deutlich schlechter ab als der Flossbach von Storch

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Ist die Riester-Rente so sicher wie die gesetzliche Rente?

„Die Rente ist sicher“, propagierte einst Norbert Blüm. Aber eben nicht in der Höhe, vergaß er zu sagen. Das ist das Problem. Was für die gesetzliche Rente gilt, gilt auch für die Riester-Rente. Sie kann die Versorgungslücke nicht schließen, wofür sie ursprünglich gedacht war.

„Das Kopfkissen – die bessere Riester-Rente?“, behauptet der Bund der Versicherten und provoziert damit die Versicherungsbranche. Wer hat Recht? Der Bund der Versicherten (BdV) hat in einer Studie ermittelt, „dass die Versicherungsunternehmen strukturell nicht in der Lage sind, erfolgreich mit den ihnen anvertrauten Werten zu arbeiten“. Das lasse sich sowohl auf hohe Kosten in der Ansparphase zurückführen, wie auch auf überzogene Annahmen zur Lebenserwartung, die die Rentenhöhe – und damit auch die Rendite – mindere, so die Studie des BdV.

Nur noch 0,9 Prozent Zins

Die Studie des BdV bezieht sich auf Riester-Rentenversicherungen, die mindestens den sogenannten Höchstrechnungszins abwerfen sollen. Der Höchstrechnungszins ist seit 1997 von vier Prozent auf mittlerweile 0,9 Prozent  gesunken, entsprechend niedrig fallen die Riester-Renten aus. Wer beispielsweise 20 Jahre lang monatlich 85 Euro eingezahlt hat und die 175 Euro Grundzulage mitgenommen hat, bekommt laut Stiftung Warentest bei der Allianz 77 Euro Riester-Rente ausgezahlt, bei DEVK nur 74 Euro, bei der R+V AG 77 Euro – nicht gerade üppig. Die Versicherungen versprechen zwar Überschussbeteiligungen, nur wer bereits Erfahrungen mit Versicherungen gemacht hat, weiß, dass die Überschussbeteiligungen im Lauf der Jahre teilweise bis auf null Euro abgeschmolzen wurden. Wie sollen die Konzerne auch Überschüsse angesichts der jahrelangen Nullzinsphase erwirtschaften – und daran wird sich auch so schnell nichts ändern, wie Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) unmissverständlich der ganze Welt mitteilte.

Wie die Überschüsse zusammenschmelzen

Der BdV hat also Recht, wenn er nur mit dem rechnet, was die Versicherer auf alle Fälle zahlen müssen. Aber selbst, wenn ein paar Euro Überschuss herausspringen, macht es das kaum besser. Der Gesamtverband der Deutschen  Versicherungswirtschaft (GDV) lässt das natürlich nicht auf sich sitzen und hält dagegen. Von Negativrenditen könne keine Rede sein, nach Steuern seien mit Riester-Renten Renditen zwischen drei und vier Prozent zu erzielen. „Das ist reine Polemik“, so der GDV-Geschäftsführer Peter Schwark. Der BdV kalkuliere mit viel zu niedrigen Lebenserwartungen und gehe von einem „unrealistischen Worst-Case-Szenario“ aus. Den schlimmsten Fall gibt es offensichtlich bei Versicherern nicht. Die Realität sieht leider anders aus, wie viele Kunden von Versicherungsunternehmen sicher bestätigen können.

Werden Männer 93 Jahre alt?

Was die Lebenserwartung betrifft, so nimmt der BdV die Zahlen vom Statistischen Bundesamt, während die Versicherungsbranche ihre eigenen Zahlen hat. Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) geht von einer Lebenserwartung bei Männern von 92,7 Jahren aus, das Statistisches Bundesamt von 78,7 Jahren – macht einen Unterschied von 14 Jahren. Aber wie viele Männer werden schon annähernd 93 Jahre alt? Die Rechnung gilt übrigens für heute 40jährige, heute 60Jährige hätte laut DAV noch 34 Jahre vor sich, dem Statistischen Bundesamt nur noch 21 Jahre. Der GDV meint, dass ein Viertel der 2009 geborenen Jungen und 38 Prozent der Mädchen voraussichtlich mindestens 95 Jahre alt werden. Umgekehrt sterben aber drei Viertel schon früher.

Klar, wenn die Auszahlung auf so viele Jahre gestreckt wird, sind viele bereits gestorben und beziehen damit auch keine Riester-Rente mehr. Deswegen gibt’s monatlich auch weniger, als wenn die Zahlen des Statistischen Bundesamts genommen würden. Der BdV prangert genau diese zu vorsichtig kalkulierten Lebenserwartungen an.

Riester-Rente nur für Methusaleme

Aber zurück zur BdV-Studie: Der BdV hat durchgerechnet, was wäre wenn jemand jeden Monat 85 Euro einzahlt – plus Grundzulage von jährlich 175 Euro und es unters Kopfkissen legt. Es würde sich ein Betrag von 20 400 Euro plus 3500 Euro Zulage, sprich insgesamt 23 900 Euro ansammeln. Der Sparer könnte sich davon 20 Jahre lang jeden Monat 99 Euro auszahlen und es wären immer noch einige Hunderte übrig. Wenn er sich „nur“ 77 Euro auszahlt, wie bei der Allianz beispielsweise, würde das Geld unterm Kopfkissen 25 Jahre reichen. Da Männer im Schnitt laut Statistischem Bundesamt nur eine Lebenserwartung von 78,4 Jahren haben, würde der Unterm-Kopfkissen-Sparer also deutlich besser abschneiden, denn er hat ab 65 nur noch 13,4 Jahre zu leben. Das heißt, er könnte sich sogar 150 Euro auszahlen. Klingt makaber, aber ist nur ein Rechenexempel. Nur so viel, mit den 77 Euro monatlicher Riester-Renter muss ein Sparer schon sehr alt werden, dass sich Riester für ihn gelohnt hat.

Riester-Rente ist ein Draufzahl-Geschäft

Der BdV hat nicht viel anders gerechnet – und kommt bei den üblichen Riester-Angeboten auf erzielbare Renditen (plus Staatszuschuss) von minus 2,9 Prozent bis minus 0,3 Prozent – also ein Draufzahlgeschäft. Die Versicherer kalkulieren einfach mit viel zu hohen Lebenserwartungen.

Übrigens, wenn die betriebliche Riester-Rente nicht von der Doppelverbeitragung durch die Krankenversicherung befreit worden wäre, sähe es sogar mit den Verlusten noch viel schlimmer aus. Denn bis 2018 wurde Riester noch doppelt verbeitragt, wie andere Betriebsrenten heute leider immer noch. Außerdem wurde sie bis dahin auf die Grundsicherung angerechnet. Beides hat das Betriebsrentenstärkungsgesetz zumindest für Riester verbessert, nicht aber für andere Betriebsrenten.

 




Grundrente soll 2021 statt 2019 kommen – was ist das?

Mit der für 2019 angekündigten Grundrente wird es vorerst nicht. Aber, aufgeschoben, ist nicht aufgehoben. Geplante Einführung ist auf 2021 verschoben. Was hat es mit der Grundrente auf sich? Wer soll davon profitieren?

„Wer ein Leben lang gearbeitet hat, muss im Alter mehr haben als jemand, der nie gearbeitet hat“, sagte Hubertus Heil, der Bundesminister für Arbeit und Soziales Ende Dezember 2018. Das soll die Grundrente garantieren – eine Rente, die die Lebensleistung würdige und die zehn Prozent über der Grundsicherung im Alter liege. Das soll für alle gelten, die 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, so sein Plan.

Geplant war die Einführung noch 2019, davon hat sich Heil wohl verabschiedet und laut „Welt“ angekündigt, die Grundrente solle spätestens zum 1. Januar 2021 in Kraft treten „und drei bis vier Millionen Menschen erreichen“. Anders als bei der Reform der Erwerbsminderungsrente soll die Grundrente rückwirkend eingeführt werden und auch für alle bisherigen Rentner gelten. Er schätzt „Welt“ zufolge, dass zu 75 Prozent Frauen von der neuen Grundrente profitieren werden.

Was ist Grundrente?

Wie soll das funktionieren? Laut Heil prüft die Rentenversicherung dann bei jedem Versicherten automatisch, ob er Anspruch auf Grundrente hat. Dafür wird „Bild am Sonntag“ zufolge die Summe der gesammelten Rentenpunkte durch die Versicherungsjahre geteilt. Kommt ein Versicherter im Jahresdurchschnitt auf weniger als 0,8 Punkte, wird er automatisch hochgewertet. Eine Bedürftigkeitsprüfung werde es nicht geben, so Heil.

Grundrente soll kommen

Das Ganz soll jährlich „Bild am Sonntag“ zufolge einen mittleren einstelligen Milliardenbetrag kosten und aus Steuermitteln finanziert werden.

Was macht die Rentenkommission?

Apropos neue Rente, wäre das nicht eigentlich Aufgabe der Rentenkommission, die Hubertus Heil im Mai 2018 vorgestellt hat? Was macht die? Seit 5. September 2018 Däumchen drehen, das war das Datum, an dem die Rentenkommission die letzte Meldung eingestellt hat. Also nichts außer Spiegelfechterei.

Mit seinem Vorstoß führt Heil das Äquivalenzprinzip ad absurdum. Die von Heil geplante Grundrente „würde die steuerfinanzierte Sozialhilfe und die beitragsfinanzierte Rente vermischen und die Unterschiede nivellieren“, schreibt Professor Franz Ruland ins einem Vortrag über die Bedeutung des Äquivalenzprinzips schon 2013. Damit gefährdet Heil die Glaubwürdigkeit der gesetzlichen Rente – wäre ja nicht das erste Mal.

Verschiebebahnhof für Milliarden

Weil Hubertus Heil wegen der geplanten Grundrente natürlich mehr Geld braucht, lehnt er laut „Focus“ die Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ab, die doppelten Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten über Steuermittel abzubauen. Die Betriebsrentner füttern also weiter die Krankenkassen, damit die im Überfluss schwimmen. Mit diesem Vorstoß ruiniert Heil das letzte Vertrauen von Millionen Betriebsrentner, die zehn Jahre lang annähernd ein Fünftel ihrer Betriebsrenten an die Krankenkassen zahlen müssen. Das heißt, Betriebsrenten bleiben ein Minus-Geschäft. Die Rentenpolitik der Groko wird immer noch verworrener und gleicht einem Flickenteppich mit überbordender Bürokratie.

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bin selbst gespannt, ob ich das in letzter Konsequenz durchhalte.  Also, bleibt neugierig – wo immer ihr auch mitlest und haltet Ausschau nach #28daysofblogging .

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Top-Ten der meistgeklickten Beiträge 2018

Was interessiert Leser des Blogs vorunruhestand.de am meisten? Auf alle Fälle ist es der Übergang vom Job in die Rente. Viele wollen mit 63 Jahren gehen. Aber wie geht das? Deswegen gehört „Kündigen zur Rente mit 63? Oder Aufhebungsvertrag“ zu den Top-Ten der meistgeklickten Beiträge 2018.

Das Thema Sexualität im Alter spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Insgesamt dominieren in der Top-Ten-Liste der meistgeklickten Beiträge aber Themen mit Rentenbezug. So beschäftigt viele die Erwerbsminderungs– und Mütterrente. Groß ist die Empörung über den Zugriff des Staats bei Betriebsrenten, weswegen entsprechende Posts in der Top-Ten-Liste auf den vorderen Plätzen stehen.

Top-Ten der Beträge

Erstaunlich ist die exponierte Stellung des Beitrags Wie ein orginal ungarisches Kesselgulasch am besten gelingt“. Die Beliebtheit kann ich mir selbst nicht ganz erklären. Vielleicht liegt’s am Bild oder daran, dass die Leser auf den Geschmack des Urtümlichen gekommen sind. Wer weiß? Feedback erwünscht.

Rentner und Ausland ist ebenfalls von besonderen Interesse. Wer die Statistiken liest, ist erstaunt, dass die beliebtesten Länder für Rentner andere sind als die günstigsten. Obwohl die Schweiz so teuer ist, leben dort am meisten der deutschen Rentner, umgekehrt ist Polen eines der günstigsten Länder für Rentner, aber dorthin sind nur ganz wenige umgesiedelt. Sprich, das Ergebnis weicht deutlich vom bisherigen Auswanderverhalten der Rentner ab.

Top-Ten-Liste der meisgeklickten Beiträge 2018

 

TitelAufrufe
Kündigen zur Rente mit 63? Oder Aufhebungsvertrag?121.790
Wie oft Männer und Frauen ab 60 noch Sex haben27.487
Um wie viel die Erwerbsminderungsrente ab 2018 steigt19.789
Warum die Mütterrente wieder Murks ist11.728
Warum die Betriebsrente ein Flop ist und bleibt8.860
Krankenkassen schröpfen Betriebsrentner – wie Geschädigte Widerspruch einlegen7.729
Wie ein original ungarisches Kesselgulasch am besten gelingt6.314
Wo lebt sich’s am besten als Rentner im Ausland?6.030
Wie lese ich meinen Rentenbescheid und was bedeutet das?5.543
Wie die Union Millionen um ihre Altersvorsorge bringt3.307



Rentner werden doppelt verbeitragt und doppelt besteuert

Eigentlich müsste ein Aufschrei durch Deutschland gehen – Rentner werden doppelt verbeitragt und doppelt besteuert. Der Staat zeigt ihnen die kalten Schulter und lässt Kläger auflaufen. Viele geben zermürbt auf. Die Verdrossenheit nimmt zu.

Wer eine Betriebsrente bezieht – und dazu werden auch Direktversicherungen gezählt – zahlt doppelte Beiträge an die Krankenkasse. Der Verein Direktversicherungsgeschädigte (DVG) läuft dagegen Sturm. Das ist allerdings nicht die einzige Heimtücke, die sich die Politik ausgedacht hat. Rentner werden auch doppelt besteuert. Plusminus widmet sich am 16. Januar 2019 diesem Skandal.

Doppelt verbeitragt und besteuert

Doppelbesteuerung ist verfassungswidrig, das ficht die Politik die vermeintlichen Volksparteien aber nicht an. „Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat ganz klar entschieden – jeder Fall der Doppelbesteuerung ist verfassungswidrig„, so der ehemalige Chef der Deutschen Rentenversicherung, Franz Ruland, „Plusminus“ am 16. Januar 2019. Wer dagegen aufbegehrt, muss sein Recht selbst durchsetzen, denn die Politik stellt sich taub. „Das ist ein politischer Skandal“, kommentiert Johanna Hey, Institut für Steuerrecht an der Universität Köln im ARD-Wirtschaftsmagazin die Ignoranz der Politik gegenüber den Entscheidungen des BVerfG.

Politik stellt sich taub

Schwarz-Rot-Grün lässt die Betroffenen abblitzen. Aber auch die FDP habe eine Stellungnahme auf Plusminus-Anfrage abgelehnt. Lothar Binding, finanzpolitische Sprecher der SPD, hält die Rentner hin und verweist darauf hin, dass „wir ein Gesetz, eine Gesetzesänderung auf unsicherem Terrain machen würden und das ist eigentlich keine kluge Entscheidung.“ Die rentenpolitische Sprecherin der AfD, Ulrike Schielke-Ziesing, grätscht ein und sieht den Finanzminister gefordert. Die Linke hat einen Antrag zur Gesetzesänderung vorbereitet. Matthias W. Birkwald von der Fraktion Die Linke, der sich schon für die Abschaffung der Doppelverbeitragung einsetzt, erklärt: „Wir brauchen eine Reform der gesetzlichen Grundlagen; wir müssen den Übergangszeitraum zwischen 2005 und 2040 auf 2060 schieben, dann könnte man dafür sorgen, dass niemand doppelt besteuert wird.“ Das Problem der Doppelbesteuerung ist schon seit vielen Jahren bekannt, die Politik vertröstet die Bürger aber ein ums andere Mal.

Die Rentner sind die Dummen

Was hat es überhaupt mit der Doppelbesteuerung auf sich? „Nach dem Alterseinkünftegesetz wird Rente seit 2005 teilweise besteuert; der Anteil steigt jährlich; 2040 liegt er bei 100 Prozent; gleichzeitig müssen die Rentenbeiträge schrittweise steuerfrei gestellt werden; doch das erfolgt nicht in gleichem Maße“, klärt Plusminus auf. Die Folge sei eine Doppelbesteuerung. Das Bundesverfassungsgericht hatte übrigens schon im März 2002 entschieden, dass eine doppelte Besteuerung vermieden werden soll. Bislang ist nichts passiert. Schlimmer noch, inzwischen gibt es erste Urteile und die ignorieren die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes.

Der Bund der Steuerzahler sucht Musterkläger, die diesen Missstand rechtlich klären lassen wollen. Wer seine Unterlage der vergangenen Jahre aufbewahrt hat und sich gegen diesen Skandal wehren will, sollte unter info@steuerzahler.de Kontakt mit dem Bund der Steuerzahler aufnehmen.




Richtig sparen – fünf Tricks für den Alltag

Pensionskassen in Schieflage, Riester läuft aus dem Ruder, Ruhestandsplanung durch EZB ruiniert – die Nachrichten zum Thema Finanzen im Ruhestand sind zurzeit wenig erfreulich. Sie bestätigen nur aufs Neue, dass den meisten Menschen hierzulande im Rentenalter deutlich weniger Geld zur Verfügung steht. Also heißt es sparen – einige probate Spartricks.

1. Versicherungen checken

Was im Berufsleben wichtig war, kann im Rentenalter hinfällig werden. Deshalb lohnt es sich, einmal alle vorhandenen Versicherungspolicen auf den Prüfstand zu stellen: Welche sind noch notwendig, welche inzwischen überflüssig? Für Mitglieder einer privaten Krankenversicherung kann es sich zum Beispiel lohnen, in den sogenannten Basistarif zu wechseln. Der Tarif ist deutlich günstiger und gewährleistet die Grundversorgung. Auch etwaige Zusatzversicherungen wie eine Reise- oder Handyversicherung sind im Rentenalter oft nicht mehr notwendig. Zwar sind sie in der Regel nicht teuer, aber mal ehrlich, braucht es sie wirklich?

2. Sparen beim Einkauf

Preise vergleichen, Lebensmittel saisonal und Kleidung antizyklisch kaufen – mit dem richtigen Kaufverhalten lässt sich viel Geld sparen. Zudem locken das ganze Jahr über attraktive Rabatte, etwa im „Sale“ oder an Superverkaufstagen wie dem Black Friday. Wer  Lebensmitteln kauft, sollte sich immer am Kilopreis orientieren. Häufig enthält eine große Verpackung nur eine vergleichsweise geringe Menge des Produkts, oder eine 250-Gramm-Packung mit Gemüse wird als besonders günstig beworben, obwohl der Kilopreis deutlich über dem eines vergleichbaren Produkts liegt. Ein Vergleich der Kilopreise verschafft einen besseren Überblick.

Wer Schwierigkeiten hat einzuschätzen, ob eine Ware teuer oder günstig ist, kann den Umrechnungstrick anwenden. Das heißt, einfach den Produktpreis in Arbeitsstunden umrechnen. Würde ich für dieses Produkt die errechnete Stundenzahl arbeiten wollen? Zugegeben, dieser Trick ist sehr subjektiv, aber er eröffnet einem einen neuen Blick auf Preise. Damit stellt sich die Frage: Brauche ich das Produkt tatsächlich? Weniger ist manchmal mehr. 

3. Online ist oft günstiger

Keine Scheu vor dem Internet! Die Konkurrenz im Onlinehandel ist sogar noch größer ist als im stationären Einzelhandel. Wer etwas recherchiert, findet im Internet häufig günstigere Preise. Druckerpatronen, etwa für Brother-Drucker, bekommt ein cleverer Käufer hier beispielsweise wesentlich günstiger als in einem Fachgeschäft vor Ort. Allerdings ist zu beachten, dass die Preise im Onlinehandel stärker schwanken, mitunter mehrmals innerhalb weniger Tage. Wer das gewünschte Produkt nicht sofort benötigt, sollte die Preisentwicklung eine gewisse Zeit beobachten und auf alle Fälle mehrere Anbieter miteinander vergleichen.

4. Zahlungsweise anpassen

Fast alle Banken erheben mittlerweile Gebühren, wenn man Überweisungen per Überweisungsschein vornimmt. Es spart viel Geld, auf automatische Abbuchung umzustellen. Vor allem regelmäßige Zahlungen wie Miete, Strom- oder Fernsehgebühren lassen sich einfach per Dauerauftrag vornehmen. Dies verringert nicht nur die Kosten, sondern auch den Aufwand. Bei anderen Anbietern – Versicherungen etwa – spart, wer die Beiträge jährlich statt quartalsweise oder monatlich zahlt.

5. Leistungen der Bank prüfen

Es lohnt sich, die Leistungen seiner Hausbank zu überprüfen. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Banken die Preise für ihre Girokonten geändert. Viele erheben inzwischen Grundgebühren, und zahlreiche bisher kostenlose Leistungen sind mittlerweile nur gegen Aufpreis erhältlich. Es gibt aber immer noch Banken, die ein Girokonto vergleichsweise günstig oder gänzlich kostenlos anbieten. Wer in den Ruhestand geht, sollte beispielsweise bedenken, dass das bislang kostenlose Konto eventuell Geld kostet, wenn ein bestimmter monatlicher Mindesteingang unterschritten wird. Deswegen: Vorab ausrechnen, wie hoch die monatliche Rente nach allen Abzügen ist und gegebenenfalls die Hausbank wechseln, wenn der geforderte Mindestgeldeingang nicht erreicht wird.

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Rentenniveau ist niedriger als offiziell propagiert

Die große Koalition gaukelt uns vor, das Rentenniveau sei bis 2025 bei 48 Prozent gesichert. Dafür wurde jetzt die Rentenformel verändert. Dabei ist das tatsächliche Rentenniveau schon heute weit niedriger als die offiziellen 48 Prozent.

Das Rentenniveau liegt nicht bei 48 Prozent, wie die meisten glauben, sondern nur bei 46,3 Prozent. Wer’s nicht glaubt soll selbst nachrechnen. Die Zahlen sind im Rentenbericht (siehe Seite 259) der Deutschen Rentenversicherung nachlesbar, nur keiner macht sich die Mühe, das einmal genau zu checken. Dabei ist es ganz einfach:

Durchschnittsjahresentgelt

Brutto:                       37 077 Euro
Netto:                        30 611 Euro
Sozialabgaben:          6 466 Euro (17,44 %)

Standardrente

Brutto:                       16 600 Euro
Netto:                        14 772 Euro
Sozialabgaben:           1 828 Euro (11,01 %)

Bezogen auf das durchschnittliche Vor-Steuer-Netto-Entgelt liegt die Vor-Steuer-Rente rein rechnerisch bei 48,2 Prozent. Die Deutsche Rentenversicherung tut so, als würden vom Brutto nur 17,44 Prozent an Sozialabgaben abgezogen, tatsächlich sind es laut Brutto-Netto-Rechner aber 20,77 Prozent. Somit bleiben einem Single netto vor Steuern nur 29 375 Euro übrig. Das heißt, die Rentenversicherung tut so, als seien die Sozialabgaben niedriger als sie tatsächlich sind.

Bei der Berechnung der gesetzlichen Rente geht sie davon aus, dass jeder geriestert habe und schlägt diese Riester-Rente auf die Standardrente drauf. Wer keine Riester-Rente hat, bekommt tatsächlich weniger. Der Riester-Faktor oder Altersvorsorgeanteil (AVA), wie er offiziell heißt, liegt seit 2012 bei vier Prozent. So steht es auch im Sozialgesetzbuch § 225e SGB VI. Er stieg von von 0,5 (2002) auf vier Prozent, wo er seit 2012 verharrt.

Entwicklung des Riester-Faktors von 2002 bis 2018

JahrRiester-Faktor*
20020
20020.5
20030.5
20041
20051.5
20062
20072
20082
20092.5
20103
20113.5
20124
20134
20144
20154
20164
20174
20184
*Altersvorsorgeanteil AVA

Riester belastet gesetzliche Rente

Die „taz“ hat es einmal sehr schön beschrieben: „Die Riesterrente wird oft als Zusatzangebot missverstanden, aber sie hat die gesetzliche Rente gezielt belastet. Seitdem ist in der Rentenformel der Riester-Faktor verankert, unter Renten-Feinschmeckern auch als „Altersvorsorgeanteil“ bekannt. Einfach gesagt: Bei der jährlichen Rentenberechnung wird ein Teil des Bruttoeinkommens abgezogen. Der soll in die Riesterrente fließen. Der Haken: Viel weniger Arbeitnehmer als angenommen haben eine private Rentenversicherung, so dass später deren Gesamtrente schrumpft.“

Wie lässt sich die Differenz zwischen Standardrente-Netto ohne und mit Riester berechnen. Das ist gar nicht so einfach. Bei der Berechnung der Standard-Netto-Rente (ohne Steuern) geht die Deutsche Rentenversicherung davon aus, dass alle geriestert haben. Nur wer eine Riester-Rente von vier Prozent hat, kommt einschließlich der normalen gesetzlichen Rente auf hundert Prozent und somit auf ein Rentenniveau von 48,2 Prozent auf bezogen auf das Durchschnittsentgelt. Wer keine Riester-Rente hat, kommt nur auf 46,3 Prozent. Wie sich das berechnen lässt:

Standardrente
100 %               =      14 772 Euro
-4 %               =           591 Euro (Riester-Faktor)
96 %               =      14 181 Euro (minus Riester-Faktor)
Durchschnittsjahresentgelt
Netto                =      30 611 Euro
30 611 Euro     =          100 %
14 181 Euro     =           46,3 % Rentenniveau gemindert um Riester-Faktor

Dass die gesetzliche Rente geschwächt wurde, ist also das Ergebnis bewusster politischer Entscheidungen, an denen Scholz (gemeint ist Finanzminister Olaf Scholz) als Bundestagsabgeordneter und SPD-Generalsekretär mitgewirkt hat.“ Was die meisten auch nicht wissen: Die Riester-Rente bleibt in ihrer Höhe unverändert, anders als die gesetzliche Rente, die regelmäßig erhöht wird. Also, selbst wer eine Riester-Rente bezieht, kann damit auf Dauer die fehlenden vier Prozent bei der gesetzlichen Rente nicht ausgleich, weil die Riester-Rente ja nominal unverändert bleibt. Ihre Riester-Rente wird auf Dauer von der Inflation aufgefressen.

Rentenniveau niedriger als propagiert

Die 48,2 Prozent Rentenniveau gelten nur für diejenigen, die auch tatsächlich eine Riester-Rente haben, wer keine Riester-Rente hat, für den liegt das Rentenniveau irgendwo bei 46 Prozent. Die Deutsche Rentenversicherung spricht deswegen auch immer von „Sicherungsniveau vor Steuern“, gemeint ist damit, dass dieses Niveau nur dann zu erreichen ist, wenn ein Rentner auch tatsächlich per Riester fürs Alter vorgesorgt hat, wenn nicht, ist sein „persönliches“ Rentenniveau um zwei Prozent niedriger, also irgendwo bei 46 Prozent. Ehrlicherweise müssten wir alle zwischen Rentenniveau plus oder minus Riester reden. Aber auch die Medien plappern immer die von Regierung und Rentenversicherung propagierten 48 Prozent nach.

Wehe wer kein Riester hat

Vielleicht versteht jetzt auch jeder, warum Schwarz-Rot um alles in der Welt diese 48 Prozent halten muss – mit der doppelten Haltelinie. Denn, für alle ohne Riester sind es schon längst keine 48 Prozent mehr.

Deswegen hat die Bundesregierung noch 2018 das „Rentenversicherung-Leistungsverbesserungs- und Stabilisierungsgesetz“ erlassen, mit dem eine doppelte Haltelinie eingezogen wurde. Danach darf bis 2025 das „Sicherungsniveau vor Steuern“, sprich das sogenannte Rentenniveau, nicht unter 48 Prozent sinken und der Beitragssatz nicht über 20 Prozent steigen.

Die Sache mit dem Rentenniveau

Rente nur bis 2025 sicher

Die Rentenformel, nach der die Rente berechnet wird, ist schon kompliziert, durch die doppelte Haltelinie wird sie noch mal komplizierter. „Die Sicherung des Rentenniveaus von 48 Prozent bis zum Jahr 2025 wird unmittelbarer Bestandteil der Rentenanpassungsformel, da diese durch eine Niveauschutzklausel ergänzt wird“, schreibt die Kommission verlässlicher Generationenvertrag.  Damit werde sicherstellt, dass die Renten bis zum Jahr 2025 so angepasst werden, dass mindestens ein Rentenniveau von 48 Prozent erreicht wird. Die Niveauschutzklausel greife, wenn sich nach der geltenden Anpassungsformel ein aktueller Rentenwert ergeben würde, mit dem ein Rentenniveau von 48 Prozent unterschritten werde. Dann würde der aktuelle Rentenwert so festgelegt, dass mindestens ein Niveau von 48 Prozent erreicht werde.

Durchschnittsrente viel niedriger

Der Standardrentner, das heißt, jemand der 45 Jahre lang immer im Durchschnitt verdient hat, bekommt netto vor Steuern 1231 Euro pro Monat. Dumm nur, dass die wenigsten Rentner Standardrentner sind. Rund drei Viertel bekommen deutlich weniger Rente als der Standardrentner. Die Durchschnittsrente von Männern rangiert bei 1050 Euro, von Frauen bei 672 Euro. Damit bekommen Frauen weniger als Grundsicherung, das heißt, viele sind schon am unteren Ende der Fahnenstange angekommen – tiefer geht’s nicht.

Die Rentenformel

Die Höhe der Rente hängt von verschiedenen Faktoren ab: dem eigenen Einkommen, dem Durchschnittseinkommen und den regelmäßigen Rentenerhöhungen. Was aber tatsächlich am Ende ausbezahlt wird, bestimmt die Rentenformel. Sie setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Ein Video der INSM erklärt die Formel.

Nachdem so viel von Rentenformel die Rede war und der neuen Niveausicherungsklausel, hier noch mal die ganze Rentenformel. Sie setzt sich zusammen aus:

Monatsrente = Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x aktuellem Rentenwert x Rentenartfaktor

Entgeltpunkt:

Pro Jahr gibt’s einen Entgeltpunkt, wer im Durchschnitt verdient hat, maximal gibt’s für Besserverdiener aber nur 2,056 Entgeltpunkte. Die Entgeltpunkte werden zu Rentenbeginn addiert. Entgeltpunkte gibt’s aber auch für Kindererziehung und Bundeswehr.

Zugangsfaktor:

Wer vorzeitig in Rente geht, dem werden pro Monat 0,3 Prozent abgezogen. Wer also zwei Jahre früher in Rente geht, dem werden 7,2 (0,3×24) Prozent abgezogen, was einen Zugangsfaktor von 0,928 ergibt.

Aktueller Rentenwert:

Das ist dieser ominöse Wert, in den Lohnentwicklung, Riester- und Nachhaltigkeitsfaktor sowie Niveausicherungsklausel einfließen.

Rentenartenfaktor:

Bei Altersrenten ist der Rentenfaktor 1,0, bei teilweiser Erwerbsminderung ist er 0,5, bei Waisenrenten 0,1 oder 0,2.

Aktueller Rentenwert

Noch ein Wort zum aktuellen Rentenwert, denn er entscheidet, wie viel ein Entgeltpunk in Euro und Cent bringt. Zurzeit liegt er für die alten Bundesländer bei 32,03 Euro und bei 30,69 für die neuen:

Lohn-Komponente:

Der Rentenwert spiegelt die aktuelle Lohnentwicklung wider. Je mehr die Arbeitnehmer verdienen, desto besser für die Rentner.

Riester-Faktor:

Er berücksichtigt den Altersvorsorgeanteil (AVA) und den Beitrag zur Rentenversicherung insgesamt. Der Riester-Faktor wirkt sich auf das Rentenniveau aus.

Nachhaltigkeitsfaktor:

Er vergleicht die Zahl der Rentner mit der Zahl der Beitragszahler. Weniger Beitragszahler und mehr Rentner bedeutet, dass die Rentenerhöhung entweder ganz ausfällt oder magerer ausfällt.

Niveauschutzklausel:

Sie verhindert, dass das Sicherungsniveau unter 48 Prozent fällt.

Alles klar?

 




Bürgern winkt Entlastung, Betriebsrentner erwartet Belastung

Angeblich können viele Arbeitnehmer 2019 mit hundert und mehr Euro Entlastung rechnen, für Betriebsrentner steigt im kommenden Jahr allerdings die Belastung. Es lohnt sich, genauer hinzuschauen.

Ein Single mit 6000 Euro Bruttogehalt profitiert 2019 am meisten von den steuerlichen und sozialversicherungstechnischen Entlastungen – ihm bleiben unterm Strich laut Datev 247 Euro mehr übrig. Woran das liegt? Der Beitrag für die Arbeitslosenversicherung sinkt von drei auf 2,5 Prozent; ab Januar teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung – das gilt im Übrigen auch für alle, die eine gesetzliche Rente beziehen. Ferner gibt es höhere Steuerfreibeträge. Gleichzeitig steigt aber der Beitrag zur Pflegeversicherung um ein halben Prozentpunkt auf 3,05 Prozent (Kinderlosen zahlen 3,3 Prozent).

Belastung für Betriebsrentner

So weit, so gut – die Betriebsrentner allerdings sind die Dummen, denn sie zahlen im kommenden Jahr sogar mehr. Zurzeit bekommen alle Betriebsrentner von ihren Krankenkassen ein Briefchen, in dem die Kassen ihnen vorrechnen, was sie im kommenden Jahr abführen müssen – und das ist mehr als bisher.

Hier ein Auszug aus dem Schreiben der Techniker Krankenkasse:

„Dieses Jahr hat der Gesetzgeber beschlossen, dass der Beitragssatz zur Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte steigt. Bei allen gesetzlich Krankenversicherungen erhöht sich dadurch der Beitrag der betroffenen Mitglieder automatisch. Dies können wir leider nicht beeinflussen. Auf unseren eigenen Beitragssatz hingegen haben wir Einfluss: Zum 1. Januar 2019 haben wir unseren Zusatzbeitrag um 0,2 Prozent gesenkt. Er beträgt nun 0,7 Prozent. Damit liegen wir weiterhin unter dem gesetzlichen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von zukünftig 0,9 Prozent. Für Beiträge aus Renten und Versicherungsbezügen, die die auszahlende Stelle direkt an uns abführt, gilt der Zusatzbeitragssatz erst ab 1. März 2019. Da wir unseren eigenen Zusatzbeitrag senken, können wir die gesetzlich verordnete Beitragserhöhung für Sie zum Teil ausgleichen.“

Doppelbeitrag auch 2019

Betriebsrentner – und dazu werden seit 2004 auch Direktversicherungen gezählt – müssen also weiter den vollen Beitragssatz (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) zahlen und profitieren bei der TK erst am 1. März 2019 von der Senkung des Zusatzbeitrags. Vermutlich halten es andere Krankenkassen ähnlich wie die TK. Bei der AOK Rheinlandpfalz/Saarland zahlen Betriebrsrentner sogar noch mehr, weil sie auf den 0,9 Prozent Zusatzbeitrag besteht. Hier die Sätze der AOK:

 

Beitragssätze bei Versorgungsbezügen im Zahlstellenverfahren
VersicherungszweigPro­zent­satz
Kran­ken­ver­si­che­rung
bis zum 28.2.2019 gilt ein Ge­samt­bei­trags­satz von15,6  %
ab dem 1.3.2019 gilt 14,6 % zu­züg­lich Zu­satz­bei­trags­satz der AOK Rhein­land-Pfalz/​Saar­land15,5  %
Kran­ken­ver­si­che­rung (Be­zie­her von Ren­ten und Land­ab­ga­be­ren­ten nach dem ALG)
bis zum 28.2.2019 gilt ein Ge­samt­bei­trags­satz von8,3  %
ab dem 1.3.2019 gilt 7,3 % zu­züg­lich Zu­satz­bei­trags­satz der AOK Rhein­land-Pfalz/​Saar­land8,2  %
Pfle­ge­ver­si­che­rung3,05 %
Pfle­ge­ver­si­che­rung Kin­der­lo­se3,3  %

Quelle: AOK Rheinlandpfalz/Saarland

Hier die Info der KVdR / BKK Mobil Oil:

Krankenversicherung 2019
Gesamtbeitragssatz für Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung15,7 %

7,85 % (Anteil Rentenversicherungsträger)

7,85 % (Anteil Mitglied)

Gesamtbeitragssatz für ausländische Renten7,85 %
Gesamtbeitragssatz für Versorgungsbezüge und Arbeitsaufkommen15,7 %
Pflegeversicherung 2019
Allgemeiner Beitragssatz3,05 %
Beitragssatz für Kinderlose nach dem Kinderberücksichtigungsgesetz3,3 %

Bei mir macht diese Maßnahme rund fünf Euro monatlich und 60 Euro jährlich aus – und bei euch?

Ich freue mich auf Kommentare und Mails, denn es ist spannend zu erfahren, wie andere Kassen mit Zusatz- und Pflegebeitrag umgehen.